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Kriminalfall Kim Wall

28.889 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2017, Dänemark, U-boot ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Kriminalfall Kim Wall

Kriminalfall Kim Wall

16.10.2017 um 12:17
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Wenn ich nach dem AIDA-Video gehe (Zeitraffer), dann war der Schlauchbootkontakt eher weniger als 9 oder 10 Minuten und fand schon um 20:27 Uhr statt. Ein Tauchgang ab so 20:40 Uhr / 20:45 Uhr wäre also denkbar.
20:40 eher nicht, da fuhr das Schlauchboot gerade weg. Eher hat das Gespräch länger gedauert (10-13 min). PM scheint etwas genervt gewesen zu sein, wenn ich seinen Gesichtsausdruck richtig interpretiere. Er nahm ja dann ein Handygespräch an, oder täuschte es zumindest vor, um sich abzuwenden.

Die Fotoaufnahmen vom Schlauchbot aus entstanden 20:31, das Gespräch dauerte "ein paar Minuten". Der (Sicht-???)Kontakt mit dem Schlauchboot endete laut Aussage des Vaters um 20:40 Uhr, "en time og ti min" - "eine Stunde und 10 min" nach 19:30, dem bis dahin letzten bekannten Sichtkontakt:

"Jeg kunne hele weekenden se, at mit møde med Nautilus lå cirka en time og ti min senere, end det pressen hele tiden henviste til. Det irriterede mig, siger han med henvisning til, at pressen nævnte tidspunktet 19.30 som det sidste tidspunkt, hvor båden var set om torsdagen, og at både Værnsfælles Forsvarskommando og politiet kendte til hans møde.

"Han tilføjer, at han henvender sig til Ekstra Bladet, fordi han håber, at hans informationer kan være relevante i forbindelse med opklaring og belysning af sagen."
(Extrabladet vom 15.8.)

http://ekstrabladet.dk/112/rasmus-moedte-peter-og-kim-han-tog-sig-god-tid-til-at-snakke/6778832

Aber sehr bald nach 20:40 ist gut möglich und imho auch wahrscheinlich.


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16.10.2017 um 12:20
Also hiernach wartete der Freund von Kim Wall vor Ort. Das spricht für mich gegen eine spontane einvernehmliche Tauch"fahrt".
Nur ein paar Meter gegenüber der Stelle, wo die "Nautilus" oft festgemacht war, schwimmt eine halbkugelförmige Sauna im Wasser. Immer wieder springen johlend ein paar überhitzte Besucher ins Hafenbecken.

Es ist eine lebensfrohe Atmosphäre. Kim Wall hätte sicher gut hierhergepasst - und möglicherweise wurde sie am Abend des 10. August auch hier erwartet. Eine Bedienung sagt jedenfalls, Kim Walls Freund sei an jenem Abend hier gewesen und immer beunruhigter geworden. Später habe er dann die Polizei verständigt.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kim-wall-und-peter-madsen-spurensuche-in-kopenhagen-a-1164574.html


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16.10.2017 um 12:28
@Trimalchio

Ich verlasse mich da lieber auf die Videobilder, als auf die Aussagen des Vaters.

Hier ist das Schlauchboot schon wieder 100 Meter vom Uboot weg. Für das kurze Stück hat die AIDA niemals 10-13 Minuten gebraucht.

sb3

Letztendlich aber egal, man kommt ja so oder so auf den frühesten Tauchzeitpunkt ab ca. 20:45 Uhr.


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16.10.2017 um 12:34
Am Freitag werden die besten europäischen Journalisten in Berlin ausgezeichnet.
Nominiert wurde Clement Kjersgaard aus Dänemark und unter anderem auch Kim Wall.
Für ihre Eltern wäre es sicher eine große Freude, wenn sie den Preis bekäme.
http://www.dr.dk/om-dr/nyheder/clement-kjersgaard-kan-blive-aarets-bedste-europaeiske-journalist


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16.10.2017 um 12:41
Zur Tauchgang-Diskussion.
Das hat @VanillaSkye am 14.8. gepostet. (Es handelt sich nicht um die Nautilus, sondern um ein kleineres Vorgängerboot, und fand ca. 2007 statt). Ich zitiere es mal hier, denn bei den bald 600 Beiträgen hat man ja nicht mehr alles parat:

Edit: ich meine natürlich 600 Seiten.

"Wir haben uns dann zu einem Tauchgang am folgenden Tag verabredet. Ich denke, insgesamt waren es 6 oder 7 Kollegen die hintereinander mit ihm getaucht sind. Die Kraka ist extrem klein, wir waren zu viert an Bord, wenn ich mich richtig erinnere. Man konnte gerade mal hocken, einer musste sich vorne in die Röhre zwängen. Aus heutiger Sicht betrachtet war das ziemlich bedenklich sich einfach diesem Exzentriker und seinem zweifelhaften Boot anzuvertrauen, aber er war ziemlich freundlich, wenn auch etwas verschroben und wann hat man schon mal die Gelegenheit U-Boot zu fahren? Ich erinnere mich das er die Kraka damals ziemlich rasant nach vorne abgelassen hatte, so das sie sehr schnell tauchte und sich schon nach kurzer Zeit der Bug in den Grund bohrte. Im Nachhinein betrachtet glaube ich, das es ihm ein wenig Spass bereitet hat uns etwas Angst einzujagen, aber er konnte uns auch überzeugend erklären wie wir das U-Boot verlassen würden für den Fall das er es wirklich nicht auftauchen lassen könnte. Ein paar Minuten später bekam er es frei, wir tauchten auf und ein paar andere Kollegen haben dann noch ein paar Runden gedreht. Nachdem er mitbekommen hatte das ich Deutscher bin, hat er dann noch ein paar Zitate aus 'Das Boot' abgelassen. Auf mich wirkte er wie ein Abenteurer, der aus welchem Grund auch immer, nicht mit den Großen spielen durfte. Er hatte so eine Fake-Uniform an und gab sich etwas mysteriös, dann allerdings auch wieder ganz sympathisch. Und immerhin, sein Boot hat auch definitiv funktioniert. Ein kompletter Spinner ist er definitiv nicht."


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16.10.2017 um 12:45
Zitat von Klee8Klee8 schrieb:Nur mal so, wenn die KW in Panik war und raus wollte sprich hoch auf die Leiter gehen und Luke ist zu (vielleicht noch dunkel) stürzte oder so. Hm
@maxi
Was war mit dir, da du mal eine Kabine mit Bullaugen hattest? Bist du geflüchtet? Hattest du Angst?
Dein Atem war ruhig ?
Ich hab nicht da raus geschaut und um mich herum war eine relativ luftige Kabine und nicht so ein enges U-Boot. Aber es ist extrem gruselig in dunkles, schwummeriges Wasser zu schauen, dass nur wenige Zentimeter von dir entfernt ins Unendliche geht... Nix für schwache Nerven!


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16.10.2017 um 12:59
Die Suche scheint fortgesetzt zu werden, die beiden SAR-Schiffe der letzten Tage sind wieder unterwegs: http://www.marinetraffic.com/en/ais/home/centerx:12.405/centery:55.499/zoom:12 (RIB SVN 740 003 und RIB SVN 740 013).


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16.10.2017 um 13:38
Zitat von Klee8Klee8 schrieb:@maxiWas war mit dir, da du mal eine Kabine mit Bullaugen hattest? Bist du geflüchtet? Hattest du Angst?Dein Atem war ruhig ?
Du hast zwar Maxi gefragt, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung auch sagen, was abgeht, wenn man kurz vorm Panischwerden steht. wird. Ich bin mal in ein Kalibergwerk 800 Meter unter Tage eingefahren, und als es mit dem Fahrstuhl so Hunderte Meter unter die Erde runterging, hätte ich am liebsten den Fahrstuhl angehalten, um mich geschlagen und geschrien, dass ich da raus will .Zum Hyperventilieren neigt man da auch. Ist dann alles gutgegangen, aber noch mal haben muss ich das ganz bestimmt nicht.


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16.10.2017 um 13:49
Zitat von trailhamstertrailhamster schrieb:Ich frage mich nur, warum Madsen dann der Polizei die Geschichte mit dem auf Wall fallenden Lukendeckel und dem zerspaltenen Schädel erzählt hat?
Rhetorisch gemeint, aber eine gute Frage. Nehmen wir mal ganz hypothetisch und spekulativ an, er hätte beim Abtauchen das Boot vorsätzlich in Schräglage gebracht, z.B. um sie zu beeindrucken (@VanillaSkye hat ja ein ähnliches Erlebnis hier berichtet). Der Schlauchbootvater hatte ja den Eindruck, PM habe KW imponieren wollen und PM spricht ja später auch von der Schräglage und von seinen "wahnsinnigen Experimenten", die ursächlich gewesen seien für den Tod... KW bekam Panik und kletterte die Leiter hoch, versuchte die Luke zu öffnen. PM wusste, dass eine offene Luke in dieser Bootsposition sie beide gefährden würde
Beitrag von GermanMerlin (Seite 378)
und zerrt sie grob herunter... voller Wut und Unverständnis, die Strumpfhose zerreisst. Ergebnis: KW verletzt (Armbruch?) und schreit,oder sie ist bewusstlos, sterbend... ? Vielleicht erstmal Schock, Panik und "nur" unterlassene Hilfeleistung? Wie soll er die Strumpfhose erklären?

btw Frage an @MaryPoppins: Ist z.B. Bewusstlosigkeit bei einem Sturz aus 1,40 m Höhe denkbar, ohne dass dabei am Kopf deutliche äussere Schäden entstehen? Was für unfallinduzierte Todesarten sind gegenwärtig für dich vorstellbar? Oder was könnte dazu geführt haben, dass er KW für tot hielt?

KW stirbt. Und für ihn zerstört diese Frau damit zugleich seine eigene Zukunft... Seine Frauenverachtung oder wasauchimmer platzt hervor... Durchgeknallt. etc. pp. Spätestens jetzt wäre diese "Unfall" kaum noch erklärbar

Um die Frage zu beantworten: Seine Lukenversion ist grob ähnlich (Ort des Geschehens), aber sein aktiver Anteil ist viel geringer. Auch fehlt dort seine Aggression, sein Ausraster, sein Angriff auf die Weiblichkeit und die daraus resultierende Verdeckung.

Wie mans dreht und wendet, ohne Todesursache ist der genaue Handlungsverlauf für uns Spekulation.

Man könnte aber versuchen, die mögliche Innensicht des PM von der Aussensicht zu trennen. Ich bin kein Fachmann für psychologische Fragen. Vielleicht kann @traces etwas dazu beitragen?


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16.10.2017 um 14:18
ich versuch jetzt einfach mal ganz sachlich auf die einzelnen Punkte einzugehen:
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:er hätte beim Abtauchen das Boot vorsätzlich in Schräglage gebracht
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:KW bekam Panik und kletterte die Leiter hoch
von Schraeglage bekommt man keine Panik, entweder sie hatte per se Panik durch Platzangst oder nicht. Dann haette sie es aber schon gleich gemerkt.
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:versuchte die Luke zu öffnen.
1. Woher sollte sie wissen wie das geht?
2. Beim Abtauchen bekommt man schon ab 1m Wassertiefe die Luke gar nicht mehr auf
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:PM wusste, dass eine offene Luke in dieser Bootsposition sie beide gefährden würde
Beim Abtauchen ist eine offene Luke per definitionem "gefaehrlich". Aber nicht wegen der Position der Luke, im Gegenteil die wuerde ja einfach nach vorne fallen und in der Position bleiben.
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:und zerrt sie grob herunter..
Dann muesste er ja auch auf der Leiter stehen. Wie soll sie dann auf den Boden fallen ohne
ihn unter sich zu begraben?
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:KW verletzt (Armbruch?)
Also wenn sie dann Armbruch hatte haette PM noch viel schwerer verletzt sein muessen
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:die Strumpfhose zerreisst.
Die war gar nicht zerrissen, nur abgestreift (hier kann ich mich irren, habs jetzt nicht extra im Wiki nachgeschaut, aber selbst wenn, eine Strumpfhose zerreist ja nicht durch kraeftiges am ganzen Bein ziehen)
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:oder sie ist bewusstlos, sterbend... ?
Vom Armbruch stirbt man nicht so schnell
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Wie soll er die Strumpfhose erklären?
Also wegen einer zerrissenen Strumpfhose zerstueckelt man einen Menschen und versenkt 200.000 Euronen.
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Seine Lukenversion ist grob ähnlich (Ort des Geschehens), aber sein aktiver Anteil ist viel geringer
Nein, sein Anteil ist hoeher da er ihr die Luke auf den Kopf geknallt hat
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:für uns Spekulation.
Ich sehe generell einen Unterschied zwischen realistischer Spekulation und weit her geholten Konstruktionen zum Zwecke der bedingungslosen Aufrechterhaltung der Unschuldsvermutung um jeden Preis.


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Kriminalfall Kim Wall

16.10.2017 um 14:21
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:und zerrt sie grob herunter... voller Wut und Unverständnis, die Strumpfhose zerreisst. Ergebnis: KW verletzt (Armbruch?) und schreit,oder sie ist bewusstlos, sterbend... ? Vielleicht erstmal Schock, Panik und "nur" unterlassene Hilfeleistung? Wie soll er die Strumpfhose erklären?
Naja, aber eine zerrissene Strumpfhose lässt sich immer noch besser erklären, als eine zerstückelte Leiche!

Ich kann mir mehrere Szenarien denken, in denen es zu einem ungewollten Tod von KW kam: Unfall, Streit mit körperlichem Ausraster ....
Aber mir fällt nichts dazu ein, warum ein Mensch, wenn er psychisch gesund ist, nach einem Unfall derartige Taten begeht und sich derartig in ein Lügengespinst verheddert.
Ein Mensch der dagegen psychische Probleme hat, vielleicht narzisstisch veranlagt ist, über mangelndes Selbstwertgefühl mit niedriger Frustrationtoleranz verfügt, dem könnte man derartige Fehlreaktionen zutrauen.
Es könnte also sein, dass ein Unglück von ihm verschuldet wurde, aus Selbstüberschätzung, Geltungssucht, männlich-überheblicher Prahlerei ...
und daher könnte es sein, dass er am Unfall/Tod KWs erheblich mehr beteiligt ist, als er bislang eingesteht.
Aber alles weitere, Zerstückelung, Schnitte, Stiche (halte ich persönlich nicht für Verdeckungshandlungen, sondern für Angriffe auf KW als Person, oder allgemein als Frau).. all das ist sehr viel kranker.
Daher bin ich bei jeder Unfallversion doch noch ziemlich skeptisch. Möglich ist aber alles.


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16.10.2017 um 14:27
@Trimalchio
Das wäre auch eine Möglichkeit, aber normalerweise weiss man ob man klaustrophobisch verlangt ist.
Ich wäre sicherlich nicht in das U-Boot eingestiegen, alleine schon wegen dieser engen Luke und schon überhaupt nicht mit einer mir fremden Person.


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Kriminalfall Kim Wall

16.10.2017 um 14:33
Also in der Lage, in der er sich jetzt befindet (U-Haft wegen Verdachts der vorsätzlichen Tötung), würde jeder Mensch, auch PM, einen wie auch immer gearteten oder verschuldeten Unfall schnellstens eingestehen und schildern. Was anderes anzunehmen finde ich einfach unrealistisch.
Zur Klaustrophobie: KW war eine weitgereiste und erfahrene Frau von 30 Jahren, die bestimmt wusste, ob sie Panik in geschlossenen Räumen bekommt oder nicht, davon kann man wohl ausgehen.
(Ich z.B. kriege schon Panik, wenn ich das Wort U-Boot bloß höre.)


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16.10.2017 um 14:43
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Rhetorisch gemeint, aber eine gute Frage. Nehmen wir mal ganz hypothetisch und spekulativ an, er hätte beim Abtauchen das Boot vorsätzlich in Schräglage gebracht, z.B. um sie zu beeindrucken (@VanillaSkye hat ja ein ähnliches Erlebnis hier berichtet). Der Schlauchbootvater hatte ja den Eindruck, PM habe KW imponieren wollen und PM spricht ja später auch von der Schräglage und von seinen "wahnsinnigen Experimenten", die ursächlich gewesen seien für den Tod... KW bekam Panik und kletterte die Leiter hoch, versuchte die Luke zu öffnen. PM wusste, dass eine offene Luke in dieser Bootsposition sie beide gefährden würde
Beitrag von GermanMerlin, Seite 378
und zerrt sie grob herunter... voller Wut und Unverständnis, die Strumpfhose zerreisst. Ergebnis: KW verletzt (Armbruch?) und schreit,oder sie ist bewusstlos, sterbend... ? Vielleicht erstmal Schock, Panik und "nur" unterlassene Hilfeleistung? Wie soll er die Strumpfhose erklären?
Das ist wiedermal ne wilde Spekulation, welche KW die Schuld / Ursache in die Schuhe schiebt, ohne dass es dafür den geringsten Anhaltspunkt gibt, nicht mal von Seiten der Verteidigung oder seitens Peter Madsen. Reine Milchmädchen-Hypothese, höchstens... :-)


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16.10.2017 um 14:49
Zitat von passatopassato schrieb:ich versuch jetzt einfach mal ganz sachlich auf die einzelnen Punkte einzugehen:
Trimalchio schrieb:
er hätte beim Abtauchen das Boot vorsätzlich in Schräglage gebracht
Trimalchio schrieb:
KW bekam Panik und kletterte die Leiter hoch
von Schraeglage bekommt man keine Panik, entweder sie hatte per se Panik durch Platzangst oder nicht. Dann haette sie es aber schon gleich gemerkt.
Dein Schräglagenempfinden ist hier nicht der Maßstab
Zitat von passatopassato schrieb:Trimalchio schrieb:
versuchte die Luke zu öffnen.
1. Woher sollte sie wissen wie das geht?
2. Beim Abtauchen bekommt man schon ab 1m Wassertiefe die Luke gar nicht mehr auf
Das ist einem 1. in Panik völlig schnuppe
und 2. auch.
Zitat von passatopassato schrieb:Trimalchio schrieb:
PM wusste, dass eine offene Luke in dieser Bootsposition sie beide gefährden würde
Beim Abtauchen ist eine offene Luke per definitionem "gefaehrlich". Aber nicht wegen der Position der Luke, im Gegenteil die wuerde ja einfach nach vorne fallen und in der Position bleiben.
Wenn man bei offener Luke und abgetauchtem Heck seitlich von einer grösseren Welle getroffen wird, wirds kreuzgefährlich, siehe den von mir verlinkten Beitrag von @GermanMerlin u.ö.
Zitat von passatopassato schrieb:Trimalchio schrieb:
und zerrt sie grob herunter..
Dann muesste er ja auch auf der Leiter stehen. Wie soll sie dann auf den Boden fallen ohne
ihn unter sich zu begraben?
Das ist Quatsch. Bei geschlossener Luke kann sie max. 1,40 über Fussboden gestanden haben. "Auf" der Leiter passt da nichtmal ein Zwerg wie PM drunter.
Zitat von passatopassato schrieb:Trimalchio schrieb:
die Strumpfhose zerreisst.
Die war gar nicht zerrissen, nur abgestreift (hier kann ich mich irren, habs jetzt nicht extra im Wiki nachgeschaut, aber selbst wenn, eine Strumpfhose zerreist ja nicht durch kraeftiges am ganzen Bein ziehen)
Ich denke du irrst dich und sie WAR zerrissen. Und du kennst das Material nicht. Wolle? Nylon?
Zitat von passatopassato schrieb:Trimalchio schrieb:
oder sie ist bewusstlos, sterbend... ?
Vom Armbruch stirbt man nicht so schnell
Schon klar. Aber es tut höllisch weh und könnte zu einer Kanonade von Flüchen auf dieses billige SCHEISS-UBOOT geführt haben. Wir wissen mehr, sobald die Arme gefunden wurden.
Zitat von passatopassato schrieb:Trimalchio schrieb:
Wie soll er die Strumpfhose erklären?
Also wegen einer zerrissenen Strumpfhose zerstueckelt man einen Menschen und versenkt 200.000 Euronen.
Bitte nicht wieder Vortat, Vorfall/Tat und Verdeckung vermischen. Das bringt nichts. btw: Geld ist dir offenbar sehr wichtig. Ob es für PM in dieser Situation wichtig war? Lieber in den Knast, als das teure Boot versenken?
Zitat von passatopassato schrieb:Trimalchio schrieb:
Seine Lukenversion ist grob ähnlich (Ort des Geschehens), aber sein aktiver Anteil ist viel geringer
Nein, sein Anteil ist hoeher da er ihr die Luke auf den Kopf geknallt hat
Dein Ernst? :-)
Er ist angeblich ausgerutscht und hat die Luke versehentlich fallen lassen. Jetzt nicht wieder Fakten verdrehen, weil sie dir nicht in den Kram passen.
Zitat von passatopassato schrieb:Trimalchio schrieb:
für uns Spekulation.
Ich sehe generell einen Unterschied zwischen realistischer Spekulation und weit her geholten Konstruktionen zum Zwecke der bedingungslosen Aufrechterhaltung der Unschuldsvermutung um jeden Preis.
Die Unterstellung meiner angeblichen Zwecke kannst du dir kneifen


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Kriminalfall Kim Wall

16.10.2017 um 14:50
Zitat von passatopassato schrieb:Ich sehe generell einen Unterschied zwischen realistischer Spekulation und weit her geholten Konstruktionen zum Zwecke der bedingungslosen Aufrechterhaltung der Unschuldsvermutung um jeden Preis.
Spekulationen, die als solche deutlich kenntlich gemacht werden, sind gerade nicht "bedingungslos". Weit hergeholt konstruieren vielmehr die, die sich bereits jetzt nach dem Motto festgelegt haben "So war es und nicht anders". Es ist natürlich auch viel einfacher, die Argumente anderer zu zerpflücken, wenn man selbst im Besitz der alleinseligmachenden Wahrheit ist.


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Kriminalfall Kim Wall

16.10.2017 um 14:56
Trimalchio schrieb:Rhetorisch gemeint, aber eine gute Frage. Nehmen wir mal ganz hypothetisch und spekulativ an, er hätte beim Abtauchen das Boot vorsätzlich in Schräglage gebracht, z.B. um sie zu beeindrucken (@VanillaSkye hat ja ein ähnliches Erlebnis hier berichtet). Der Schlauchbootvater hatte ja den Eindruck, PM habe KW imponieren wollen und PM spricht ja später auch von der Schräglage und von seinen "wahnsinnigen Experimenten", die ursächlich gewesen seien für den Tod... KW bekam Panik und kletterte die Leiter hoch, versuchte die Luke zu öffnen. PM wusste, dass eine offene Luke in dieser Bootsposition sie beide gefährden würde
Beitrag von GermanMerlin, Seite 378
und zerrt sie grob herunter... voller Wut und Unverständnis, die Strumpfhose zerreisst. Ergebnis: KW verletzt (Armbruch?) und schreit,oder sie ist bewusstlos, sterbend... ? Vielleicht erstmal Schock, Panik und "nur" unterlassene Hilfeleistung? Wie soll er die Strumpfhose erklären?
Also, das Hobby, PM doch noch viertelschuldig zu bekommen, ist ja nicht auszurotten. Wie wär es denn mal, das Pendel nur einmal an die ganz andere Seite schlagen zu lassen und sich vorzustellen (ohne das in Worte zu fassen, ich werde das auch nicht tun} was Kim Wall im schlimmsten aller Fälle durchstehen musste? Sich vorzustellen, was ihre Realität war?

Dieses namenlose Szenario ist m.e. leider das wahrscheinlichste und lässt jedes
Stolper-Oops-Schock-Panik-armer Junge - Konstrukt fast schon unerträglich zynisch erscheinen.


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Kriminalfall Kim Wall

16.10.2017 um 14:58
Zitat von DawnDawn schrieb:Dieses namenlose Szenario ist m.e. leider das wahrscheinlichste

Wieso? 



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16.10.2017 um 15:01
Spekulatius: Weil der Mörder immer der Gärtner ist /Spekulatius.
Zitat von AndanteAndante schrieb:_Dawn schrieb:
Dieses namenlose Szenario ist m.e. leider das wahrscheinlichste

Wieso?
Spekulatius: Weil der Mörder immer der Gärtner ist /Spekulatius.

Weil alle Fakten auf PM deuten, weil es einen akuten Alternativtätermangel gibt- deswegen.


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Kriminalfall Kim Wall

16.10.2017 um 15:02
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Man könnte aber versuchen, die mögliche Innensicht des PM von der Aussensicht zu trennen. Ich bin kein Fachmann für psychologische Fragen. Vielleicht kann @traces etwas dazu beitragen?
Psychopathologische Ferndiagnosen werden hier konsequent geahndet. Und das ist gut so! ;-)
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Um die Frage zu beantworten: Seine Lukenversion ist grob ähnlich (Ort des Geschehens), aber sein aktiver Anteil ist viel geringer. Auch fehlt dort seine Aggression, sein Ausraster, sein Angriff auf die Weiblichkeit und die daraus resultierende Verdeckung.
Also: Kim Wall bekommt eine Panikattacke, versucht, aus dem Boot  zu fliehen, fällt von der Leiter und verstirbt.....woran?

Jedenfalls nicht an einem Schädel-Hirn-Trauma, setzt man mal - rein spekulativ - voraus, dass die Gerichtsmediziner in Dänemark nichts vertuschen wollen.

Also Frau Wall ist tot, weil sie sich irgendwie im Rahmen einer Panikattacke weh getan hat und das macht Madsen richtig wütend auf sie.

Wegen ihrer Schusseligkeit sieht er sein Lebensprojekt mit der Rakete in Gefahr. Da kann man schon mal aus der Haut fahren und einen "Angriff auf die Weiblichkeit starten"...in Form von 14 Stichen ins äußere Genital. Er galt ja als leicht reizbar und aufbrausend.

Madsen beruhigt sich aber während eines ausgedehnten Nickerchens neben der Leiche wieder und überlegt dann, was zu tun ist.


Er entschließt sich so zu tun, als habe Frau Wall lebend sein Boot verlassen und sich dann in Luft aufgelöst.

Soweit, so unterhaltend.

Nun ist es aber so, dass Madsen mit seinem tatsächlichen Verhalten nach einem vermeintlichen "Unfall" die Gesamtlage deutlich verschlimmbessert hätte, weil er damit rechnen musste, dass bei spurlosem Verschwinden von Wall sein Boot untersucht wird. Und das war offensichtlich voller Blut (jedenfalls kann man das Ableiten, wenn nach kompletter Flutung mit ein paar Tonnen Meerwasser immer noch Blutspuren von Wall nachweisbar waren.) Auch hatte er Gewebsspuren von Wall an verschiedenen Körperteilen, u.a. unter den Fingernägeln.

Außerdem muss Madsen klar gewesen sein, dass bei einem angeblich spurlosen Verschwinden von Wall, selbst für den Fall einer haltbareren "Seebestattung" und fehlenden Spuren an ihm und im U-Boot ein dauerhafter, sehr dunkler Schatten auf ihn gefallen wäre. Das wäre dem Image sicher abträglicher gewesen als ein offen kommunizierter Unfall.

Auch die Gefahr für seinen "Lebenstraum" durch einen Unfalltod kann ich nicht ganz nachvollziehen. Zum einen wäre der Lebenstraum nicht an dem Unfalltod von Kim Wall gescheitert - wäre er offen damit umgegangen. Zum anderen war der Lebenstraum nach allem was man hierzu hören und lesen kann, schon längere Zeit vorher geplatzt. Die meisten Mitarbeiter und Sponsoren hatten sich mit ihm zerstritten. Die technologischen Komplexizitäten des Raketenplans waren drei Nummern zu groß für Peter Madsen.

Das heißt, sein Selbstbild und das Bild, das die Öffentlichkeit von ihm hatte, war kurz vor der Dekonstruktion.

Dann betrat Frau Wall das Boot. Ein ungünstiger Zeitpunkt.

Auf die offensichtlich vorhandenen Affinitäten von Madsen zu sadistischen Handlungen und gegen Frauen gerichtete mörderische Phantasien gehe ich hier mal nicht weiter ein.

Das "Nachunfall"-Verhalten ergibt für einen Unfall keinen Sinn. Sehr wohl aber für eine Tötung Walls durch Madsen.


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