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Kriminalfall Kim Wall

28.889 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2017, Dänemark, U-boot ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Kriminalfall Kim Wall

Kriminalfall Kim Wall

23.10.2017 um 16:16
Zitat von peawepeawe schrieb:Es geht mir nicht um ein anderes System aber ein mögliches höheres Ausnutzen von Strafrahmen.
"Internationale Forschungen belegen deutlich, dass (harte) Strafen nicht das wirksamste Mittel darstellen, um Kriminalität zu verhindern. Das kann nicht etwa bedeuten, dass auf Kriminalität gar nicht reagiert werden sollte. Die Frage ist aber, wie diese Sanktionen ausgestaltet werden sollten. Primärpräventive Maßnahmen - etwa in problembehafteten Familien, in Schulen und Jugendgruppen - zeigen mehr Wirkung, um dem Abgleiten in straffälliges Verhalten möglichst früh vorzubeugen, das betonen auch die wichtigen Kriminalitätstheorien. Vor allem sind solche präventiven Maßnahmen letztendlich auch erheblich billiger.

Für Straftäter, auch für terroristische, sollte ein differenziertes Sanktions- und Hilfesystem aufgebaut werden. Freiheitsstrafen sollten, wenn keine konkrete Rückfallgefahr besteht, der Täter somit für die Gesellschaft als nicht gefährlich angesehen werden kann, eher kurz sein und für die Wiedereingliederung des Straftäters in die Gesellschaft genutzt werden. Die Mitarbeitsbereitschaft des Täters für seine Wiedereingliederung in ein straffreies Leben sollte gestärkt und unterstützt werden. Opfer sollten möglichst umfänglich für die ihnen durch Straftaten entstandenen Schäden entschädigt werden. Ein mehr auf Kriminalprävention durch Hilfe und Unterstützung ausgerichtetes Reaktionssystem auf Straftaten ist auch kostengünstiger als ein vornehmlich an Repression und langen Haftstrafen orientiertes
Reaktionsmuster. Hierbei ist zu beachten, dass ein (langer) Freiheitsentzug in aller Regel auch erhebliche zusätzliche Schäden im Umfeld des Täters (etwa der Familie) hinterlässt. Lange Freiheitsstrafen sollten letztlich dauerhaft gefährlichen Straftätern vorbehalten bleiben, die aus Sicherheitsgründen von der Gesellschaft ferngehalten werden müssen."
http://www.bpb.de/apuz/30206/mehr-sicherheit-durch-mehr-strafe?p=all
Zitat von peawepeawe schrieb:Gerade im Bereich der Jugendkriminalität wirken sich immer wieder verhängte Bewährungsstrafen verheerend aus, nämlich, dass sie nicht ernst genommen werden. Da bin ich ganz auf der Seite des Bernauer Jugendrichters Andreas Müller.
"Jugendstrafe ohne Bewährung weist mit etwa 78 % die höchste Rückfallquote auf, mit Bewährung dagegen nur 60 %. "Wirkliche" Rückfalldeterminanten sind weitgehend unbekannt. Alter (junge Entlassene), Geschlecht (Männer), Vorerfahrungen (frühe formelle Polizei- und Justizkontakte), "kritische Zeiträume" nach Haftentlassung (höchste Rückfallgefahr in den ersten drei bis sechs Monaten nach Haftentlassung), u.U. die Beendigung der Bewährungsaufsicht markieren rückfallbegünstigende Faktoren. Hinzu kommen erschwerte Lebenssituationen wie Alkoholprobleme, oberflächliche Sozialkontakte, negative Arbeitshaltung und häufiger Kontakt zum Milieu. Aufgrund kurzer Haftzeiten und hoher Rückfallraten kommt der Nachsorge und Stabilisierungshilfen nach Haftentlassung große Bedeutung zu, wie auch schon während der Haft positive vorhandene Sozialkontakte und berufliche Orientierungen nach Möglichkeit erhalten und gefördert werden sollen."
http://www.bpb.de/apuz/30206/mehr-sicherheit-durch-mehr-strafe?p=all


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23.10.2017 um 16:20
Wir geraten zu sehr in OT. Hoffen wir, dass Madsen die gerechte Strafe für seine Tat erhält!


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23.10.2017 um 16:21
Zitat von peawepeawe schrieb:Profil anzeigen
Private Nachricht

Kriminalfall Kim Wall. Unfall, Totschlag oder gar Mord?
heute um 16:20
Wir geraten zu sehr in OT. Hoffen wir, dass Madsen die gerechte Strafe für seine Tat erhält!
Dem schließe ich mich an, ein aufrichtiges Geständnis von seiner Seite wäre für alle eine Erleichterung.


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23.10.2017 um 17:06
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Eine Tautologie, daraus folgt gerade nicht: "Es kann niemand sozialisiert werden, der es nie war"
Ich habe falsch rezitiert, verzeih....das war sinnentstellend.

Muss natürlich heißen: "es kann niemand REsozialisiert werden, der nie (primär) sozialisiert worden ist."

Sprich: die durch angeborene Persönlichkeitsanlage und/oder durch bedauerlich ungünstige frühkindliche Erfahrungen gescheiterte Primärsozialisation lässt sich ab der Pubertät nicht mehr nachhaltig und grundlegend korrigieren.

Die Schriften der bpb als kriminologische Referenz anzuführen, zeugt von Schneid, da die bpb eine erhebliche weltanschauliche Schlagseite aufweist. Im Übrigen stammen die in dem Artikel aufgeführten Studien aus einer Zeit, die demographisch so ganz komplett anders war als die unsere.

Frau Kirsten Heisig wusste über das aktuelle Milieu anderes zu berichten.


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23.10.2017 um 17:13
Zitat von NoregNoreg schrieb:Ja ich habe unteranderem auch den Gedanken das er aus reiner aggression sie getötet hat und ja ich kan mir vorstellen das das vielleicht auch ein Grund sein könnte. Aber wissen kann ich es nicht, wie übrigens alle hier.
Zitat von IndinaIndina schrieb:Ich habe das schon mal früher kurz angemerkt, dass irgendetwas vorgefallen ist bzw. gesagt, getan wurde, was diese Aggression evtl. bei ihm ausgelöst haben könnte.
Zitat von passatopassato schrieb:Sie hat sich fuer ihn und sein Boot interessiert, wo soll den da Hass herkommen?
wenn er so schnell ausrastet und agressiv wird,
dann denke ich nach:
- zuerst an den Fotos scheinnt alles in Ordnung sein...
- nach dem Vater+Sohn Treff - und unmittelbar vor dem Tauchgang ein Tefonat
- nachdem keine Sichtung mehr
Vielleicht ist er wegen dem Anruf ausgerastet?
vielleicht eine Frau am Telefon? (darum die Stiche als Hass auf Frauen?oder auf konkrette andere Frau)

die Polizei kann sicher per Handyanbieter feststellen mit wem der Anruf war...


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23.10.2017 um 17:24
Kommt zurück zum Topic. Die Strafmaßbemessung deutscher Gerichte und wie darüber gedacht wird ist hier genauso wenig das Thema wie K. Heisig, zumal der Fall Madsen nicht in Deutschland bearbeitet wird. Wer darüber diskutieren möchte, kann das gerne in entsprechenden Threads tun, hier ist es irrelevant.


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23.10.2017 um 17:55
Hier gibt es ein paar interessante Aufnahmen zwischen 02:20 und 04:10, scheinbar auch die Position der ersten Entdeckung am 11.8.

Youtube: Ubådsmysteriet
Ubådsmysteriet


@Tillily

Sagt der Typ da wirklich nur 55 Grad Nord als Breitengrad bei 02:35? Der Längengrad würde nämlich sehr gut passen, südlich von Drogden Fyr.


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23.10.2017 um 18:35
Zitat von peawepeawe schrieb:Wir geraten zu sehr in OT. Hoffen wir, dass Madsen die gerechte Strafe für seine Tat erhält!
Dass man immer noch nach so langer Zeit nach "Beweisen" sucht, bedeutet für mich nur eins: PM könnte (falls sie nicht gefunden werden) keine gerechte Strafe für seine Tat erhalten. Und dann werden diejenigen, die ihn für "dum" hielten, sehen, wie sehr sie ihn unterschätzt hatten.


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23.10.2017 um 18:40
Zitat von Jane_MarpleJane_Marple schrieb:- zuerst an den Fotos scheinnt alles in Ordnung sein...
Entschuldigung "dumm"

Finde ich jetzt nicht. PM war auf den letzten Photos nicht so, wie man es von jemandem erwartet hätte, der gerade ein Interview gibt. Ein Interview, dass ihm weitere Bekanntheit verleihen würde. Nur weil er nicht laut fluchte oder um sich schlug bedeutet das nicht, dass es in ihm nicht brodelte.


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23.10.2017 um 18:44
@ThetiPan
Ja, das könnte wohl passieren. Solange sie ihm keinen Mord nachweisen können.... für die Zerstückelung selbst kriegt er mit gutem Anwalt (er hatte Panik, Blackout, owa, posttraumatische Amnesie)
Ist er nicht lange hinter Gittern.
Ich hoffe, sie können ihm aber den Mord in Summe der Indizien nachweisen.
Aber wer weiss.....


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23.10.2017 um 18:48
Zitat von ThetiPanThetiPan schrieb:Dass man immer noch nach so langer Zeit nach "Beweisen" sucht,
Ich fände den Gedanken ganz schön, dass man der Familie eine ganze Kim Wall zurückgeben möchte, um sie würdig zu bestatten.

Was sie alles wirklich haben, wissen wir nicht und was sie daraus schlussfolgern und beweisen können, ebenfalls nicht. Wenn man sich das Video von @Sector7 anschaut, dann finde ich es Wahnsinn, dass sie überhaupt was gefunden haben. Bravo dafür!


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23.10.2017 um 18:57
Zitat von ThetiPanThetiPan schrieb:PM war auf den letzten Photos nicht so, wie man es von jemandem erwartet hätte, der gerade ein Interview gibt. Ein Interview, dass ihm weitere Bekanntheit verleihen würde.
Ich weiss jetzt nicht wovon du ausgehst?

Dass er das mit dem Wired-Interview erfunden hat?

Oder, dass er in Gedanken mit anderen Dingen beschäftigt war-und nicht an das Interview dachte?


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23.10.2017 um 20:05
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Nicht der Vergeltungs- und Racheaspekt, sondern eine gelungene Resozialisierung des Täters steht im heutigen Strafvollzug an erster Stelle.
Das mag ja im laufenden Vollzug zum Ende hin Priorität haben. Aber soweit sind wir im Fall Madsen doch noch lange nicht. Ein Gericht, dass einen Täter
einer Tat überführt, verurteilt mMn erst einmal die Schuld. Die Schwere und die Art der Schuld ist m.E. dann die Richtlinie für das Strafmaß. Sollte PM wegen Mordes verurteilt werden, dann sind erzieherische Ziele oder Prognosen zu seiner Zukunft hoffentlich zweitrangig. Anders wäre es von mir aus bei einer psychopathologischen Tat oder wenn PM minderjährig wäre. Die Strafe, so dachte ich bisher, wäre die Wiedergutmachung am Opfer bzw. anderen Geschädigten, also die Buße für eine Tat im Rahmen eines Strafmaß. So habe ich es immer gesehen und wäre ehrlich gesagt entsetzt, wenn es bei einer Strafe nur um Resozialisierung gehen würde. Aber hier sind ja genug "Fachleute", die mir regelmäßig jegliche Illusionen rauben.


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23.10.2017 um 20:14
@Ebba11

Guck mal hier rein.
Ist ganz interessant:

Wikipedia: Strafvollzug


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23.10.2017 um 20:29
@Ebba11
Es ist wohl eher dreigeteilt:

Gesetz, Urteil und Vollzug rechtfertigen sich durch ihre jeweiligen präventiven Wirkungen:

   die Strafdrohung des Gesetzes durch ihre negativ generalpräventive Wirkung (Abschreckung)

   die Strafverhängung im Urteil durch:
       ihre positiv generalpräventive (alle 3 Aspekte, vor allem Befriedigungsfunktion),
       ihre negativ generalpräventive (Glaubhaftmachung der Strafdrohung), sowie
       ihre positiv spezialpräventive (Strafmaß orientiert sich falls möglich an Resozialisierungsgesichtspunkten)

   und der Strafvollzug durch die spezialpräventive Wirkung (Resozialisierung)

Wikipedia: Strafzwecktheorie


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23.10.2017 um 21:09
Übrigens hier noch einige Details im dänischen Recht:

§ 785
Abs. 1 - Ein  Rechtsanwalt,  der  gemäß  § 784  Abs.  1  bestellt  wurde,  ist  über  jeden  Gerichtstermin zu informieren; er hat das Recht, bei diesen anwesend zu sein und Einblick in das gesamte Material der Polizei zu nehmen. Der Rechtsanwalt ist ferner  berechtigt,  eine  Abschrift  der  Akten  ausgehändigt  zu  erhalten.  Ist  die  Polizei  der Ansicht, das Material sei besonders vertraulich und eine Abschrift solle deshalb nicht herausgegeben werden, so ist die Frage auf Antrag des Rechtsanwalts von der
Polizei  dem  Gericht  zur  Entscheidung  vorzulegen.  Der  Rechtsanwalt  darf  weder  die  erlangten  Informationen  an  andere  
weitergeben,  noch  darf  er  sich  ohne  Zustimmung der Polizei mit der Person in Verbindung setzen, gegen die der Eingriff
beantragt worden ist. Der bestellte Rechtsanwalt darf sich nicht durch einen anderen Rechtsanwalt oder einen Bevollmächtigten vertreten lassen.


https://www.mpicc.de/files/pdf2/4-daenemark.pdf (lesenswert!)

und

Die Möglichkeit der Verhängung der Todesstrafe nach zivilem Strafrecht wurde am 15. April 1933 in Dänemark abgeschafft. Laut dem früheren Strafgesetzbuch aus dem Jahre 1866 war es bis dato möglich, für Mord und spezielle Verbrechen gegen den Staat zum Tode verurteilt zu werden. Die entsprechenden Paragraphen kamen zum letzten Mal bei der Hinrichtung von Jens Nielsen im Jahre 1892 zur Anwendung. Er hatte einen Vollzugsbeamten ermordet.

Mit einem Sondergesetz, dem so genannten Landesverrätergesetz aus dem Jahre 1945, wurde die Todesstrafe für Landesverrat und Kriegsverbrechen nach dem zweiten Weltkrieg in Dänemark rückwirkend wieder eingeführt. Nach dem Krieg wurden bis zum Juli 1950 insgesamt 76 Menschen wegen Landesverrat verurteilt und 46 davon exekutiert.
Die letzte Möglichkeit zur Verhängung von Todesurteilen nach dem Militärrecht wurde erst am 1. Januar 1994 abgeschafft, wodurch Dänemark sich so der UNO Konvention für die Abschaffung der Todesstrafe anschließen konnte.


http://www.todesstrafe.de/todesstrafenatlas_daenemark.html

Die im dänischen Strafgesetzbuch für die einzelnen Delikte vorgesehenen Strafrahmen können vom Gericht bis zur Hälfte überschritten werden, wenn der Täter mehrere Delikte begangen hat und es besonders schwerwiegende Umstände der Tatbegehung gab. In der Praxis wird von dieser Möglichkeit allerdings nur äußerst spärlich Gebrauch gemacht.
Die maximale Freiheitsstrafe ist Lebenslänglich, was einen Freiheitsentzug für eine unbestimmteDauer bedeutet. Nach 12 Jahren Vollstreckung entscheidet der Justizminister, ob eine Entlassungauf Bewährung in Betracht kommt. Hierbei ist unter anderem maßgeblich, ob sich eine positive Bewährungsprognose aufgrund von entsprechenden sozialen Umständen, wie etwa stabileWohnverhältnisse, ein geregelter Arbeitsplatz oder sonstige Unterstützung ausstellen lässt.
Als besondere Maßnahme gegen gefährliche Straftäter sieht das dänische Strafrecht eine zwangsweise Verwahrung vor (forvaring). Die Verwahrung kann angeordnet werden, wenn der Täter einen Mord/Totschlag, ein Sexualdelikt, einen Raub, eine Freiheitsberaubung, schwere Gewaltverbrechen, Bedrohung oder Brandstiftung begangen oder zu begehen versucht hat. Voraussetzung hierfür ist, dass sich aus der Tatbegehung und den über den Täter vorliegenden Informationen ergibt, dass er eine offensichtliche Gefahr für Leben, Leib, Gesundheit oder Freiheit Dritter darstellt und dass sich die Verwahrung als erforderlich erweist, um dieser Gefahr zu begegnen.
Die Verwahrung wird vom Gericht mit dem Urteil verhängt und nicht als Strafe angesehen, sondern als sonstige Rechtsfolge einer Straftat und wird stets für einen unbestimmten Zeitraum angeordnet. Eine nachträgliche Anordnung ist nicht möglich. Ihr Zeitraum kann bei fortdauernder Gefährlichkeit des Täters insbesondere auch die gesetzliche Höchststrafe für das von ihm begangene Delikt überschreiten. Es obliegt generell den Strafverfolgungsbehörden, darüber zu wachen, dass die Verwahrung nicht länger oder intensiver als nötig vollzogen wird. Sobald Anlass für eine Änderung der Verwahrung oder ihre Beendigung besteht, haben die Behörden den Fall einem Gericht vorzulegen.
Vollstreckt wird die Verwahrung üblicherweise in einer speziellen psychiatrischen Einrichtung für entsprechende Täter in der dänischen Stadt Herstedvester. Es handelt sich hierbei um eine geschlossene Anstalt, die auf Schwerkriminelle mit sozialen und psychischen Problemen ausgelegt ist.

https://fragdenstaat.de/files/foi/30800/gefaehrliche_straftaeter-data.pdf


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23.10.2017 um 21:22
Ein Hauptproblem ist hier die sehr unsaubere Quellenlage.

Da wir dann aus der Herrin der Burg (altmodisch für die Frau des Bugherrns, also die Ehefrau) ganz schnell mal ne Geliebte oder ne BDSM Tante. Als ich einige dänische Texte über seine Frau durch den Übersetzer laufen lies war da auch immer von "Herrin " die Rede.

"Dann zog der Angeklagte die Wurzel"..

Aus diesen Satzfetzen eines ins deutsche übersetzte schwedischen Journalisten der einen dänischen Saatsanwalt rezitiert,
folgern wir dann je nach Geschmack, Ausbildung und Laune das der Angeklagte :
A) Gärtner
B) Zahnarzt
c) Mathematiker sein muss.  

Also solange nicht klar war ob da Stiche in den:
A) Unterleib
B) Bauch
c) Schritt waren, halte ich es für gewagt von einer gezielten Region zu sprechen.

Mit dem ersten Obduktionsbefund "Entlüftungsstiche" , etwas medizinischen Grundkentnissen (Gasung beginnt durch die Darmbakterien) und einer Übersetzung "Bauchbereich" könnten die Stiche nämlich auch die komplette untere Hälfte (unterhalb des Brustraumes ) betreffen.
Nirgends steht das sich das irgendwo konzentriert.

Und dann noch die Verfremdung hier im Forum:
Aus "wenigen Stunden nach dem Tod" werden hier ganz schnell " 2 Stunden nach den Stichen zerlegt".

Das ganze erinnert mich an das 20 teilige Puzzel meiner kleinen Tochter - nachdem sie 15- 16 Teile verschludert hat..
Und dann komme hier noch Leute und malen die restlichen Teile bunt an.


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Kriminalfall Kim Wall

23.10.2017 um 21:27
Zitat von trailhamstertrailhamster schrieb:Die "Qualität" der psychologisch/psychiatrischen Beurteilung der Täter leidet sowohl an einer nicht eben gleich hohen Qualifikation der Gutachter als auch am Festhalten überholter psychiatrischer Konzepte, die an den aktuellen neuropsychologischen Erkenntnissen vorbeigehen. Man möchte mit aller macht am Prinzip der "Nachreifung" , "Resozialisierung" festhalten. Dieses Prinzip ist aber für bestimmte Tätergruppe eine Schimäre.
Merkwürdig. Vor nicht allzu langer Zeit hast du zum gleichen Sachverhalt noch das gesagt:
Zitat von trailhamstertrailhamster schrieb am 07.10.2017:Offensichtlich wird von Juristen und vielen Gutachtern eine psychopathische Persönlichkeitsstörung nicht automatisch mit einer verminderte Schuldfähigkeit bedingenden massiven Persönlichkeitsstörung gleichgesetzt.Viele Neurobiologen und auch forensische Psychiater halten das für zweifelhaft, ich auch.
Erst scheint es dir kritikwürdig, dass diese "Persönlichkeitsstörung" nicht ebenso verminderte Schuldfähigkeit nach sich zieht, wie andere PKS und dann kritisierst du das Argument des Resozialisierungsgedanken eines anderen Users. Mutet mir sinnentleert an.
Zitat von trailhamstertrailhamster schrieb:Die Diagnose einer psychopathischen Persönlichkeitsstörung wird aber zumeist gescheut, da eine solche Diagnose mit dem hehren Prinzip der Läuterung und Besserung von Straftätern nicht vereinbar ist. Und das anzuerkennen, läuft diametral dem Menschenbild zuwider, das - vor allem an psychosozialen Fakultäten - noch dominant ist.
Bevor du schulen- oder gesellschaftskritische Aspekte ins Feld führst, wäre es wünschenswert, wenn du zumindest ein Minimum an Recherche betreiben würdest.
Die Diagnose einer "psychopathischen Persönlichkeitsstörung" wird im Gutachterwesen ebenso wie im klinischen Bereich nicht nur "zumeist" nicht verwendet, sondern gar nicht verwendet.

Der Grund dafür ist sehr einfach:

Es gibt diese Diagnose im ICD-10 nicht. Auch der DSM kennt diese Diagnose nicht.


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23.10.2017 um 21:39
Dét ved vi:

...

- Vi ved, at Kim Walls torso havde talrige knivstik. Blandt andet et i brystkassen og 14 stik i underlivet (her var de 10 stiklæsioner på ydre kønsdele, mens de fire stiklæsioner var i vagina).

Das wissen wir:

...

"Wir wissen, dass Kim Walls Torso zahlreiche Messerstiche aufwies. Unter anderem einen im Thorax und 14 Stiche im Unterleib (hier waren 10 Stichverletzungen im äußeren Genitalbereich, während vier Stichverletzungen in der Vagina waren)."

http://www.seoghoer.dk/nyheder/det-ved-vi-og-det-mangler-vi-svar-paa-i-ubaads-sagen


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