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Kriminalfall Kim Wall

28.889 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2017, Dänemark, U-boot ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Kriminalfall Kim Wall

Kriminalfall Kim Wall

04.11.2017 um 15:33
Zitat von UliSeidl48UliSeidl48 schrieb:Warum, und das ist der m.M.n. der Schlüssel, warum die Stiche in Unterleib und Vagina....Man kann alle Unfall-Stories in Betracht ziehen, aber diese Verletzungen passen nicht dazu.
Weil es kein Unfall war. Aber darum geht es nicht mehr, bei dem interessanten Tatort.


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04.11.2017 um 15:35
@aero

Das hat die faz mMn. auch nicht ganz korrekt dargestellt, denn Madsen sprach schon von Tod durch CO, allerdings nicht ausschließlich und nicht wissend, er spekulierte offenbar quasi einfach alles was mit Abgasen, Unterdruck etc. zu tun hat.

• ca. 13:00 (?) - Die Polizei räumt Ungenauigkeiten ein und präzisiert die Darstellung: Man habe den Tod auf eine Kohlenmonoxidvergiftung zurückgeführt, als Essenz einer 36 Seiten langen Anhörung, dies sei jedoch nur eine der Erklärungen. Es könne auch ein Unterdruck im U-Boot die Ursache gewesen sein. Die Todesursache sei weiterhin unbekannt.


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04.11.2017 um 15:38
Wer soll die Frau denn sonst getötet haben Bei einer theoretischen Kohlenmonoxidvergiftung im geschlossenen Raum wäre er jetzt auch tot. Sie war gesund und fröhlich, das sieht man auf den Aufnahmen, als sie mit ihm unterwegs war. danach war sie tot und er sah auf den Photos nach seiner eigenen Rettung immer noch entspannt aus. Bitte, das ist doch alles eine klare Sache.


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04.11.2017 um 15:41
@Sector7

Nach dieser beeindruckenden ermittlungsarbeit der dänischen behörden bisher, wird den ermittlern im volkessinne bestimmt kein strick daraus gedreht.

Der allgemeine tenor in den medien bezieht sich auf die sich wiederholenden lügen von Madsen, und so wird das mMn auch von allen seiten gesehen.


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04.11.2017 um 16:47
@Sector7

Wenn es so wäre, das dieser "Abgasunfall" nach dem 1. Tauchgang, also beim Auftauchen passiert wäre, dann hätte er aber doch sein Handy mit oben an Deck gehabt, oder? Es hieß doch, er habe ca. 22Uhr30 eine SMS verschickt. Und so weit ich mich erinnere war einmal die Rede davon, dass im Boot der Empfang nicht gut/nicht möglich ist.
Und mit Handy an Deck hätte er Hilfe holen können, als er merkte, er bekommt die Luke nicht mehr auf.


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04.11.2017 um 16:49
@pinkorchid
Details zur dichtung dieser Türe Maschinenraum und ob die Türe blender oder Schott ist stecken evtl. in guten Fotos bzw. GMs Wissen.
Zitat von pinkorchidpinkorchid schrieb:Ich hatte auch überlegt ob KW ev. (absichtlich oder versehentlich) im Maschinenraum eingeschlossen wurde und selber durch Betätigung von Bedienelementen so einen Vorgang augelöst haben könnte.
Hierzu würde ich GM gerne fragen, die Türverschlüsse sind sehr einfach gestaltet da sie ja so oder so keinen nenneswerten Druck standhalten müssen.
Es sieht so aus als ob auf der Aussenseite kein Giff wäre.
Evtl. könnte man sich also im Maschinenraum einsperren.

@Sector7
danke, endlich mal Zahlen.
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Das Innenraum-Luftvolumen der UC3 beträgt ca. 30.000 Liter. Eine Person könnte also bis zu 2 Tage darin überleben.
Beim Maschinenraum hätte ich so max. 3m Länge veranschlagt?
Rumpf Durchmesser 1,8m Länge Maschinenraum? 3m?
Dann wären das etwa 7,6m³ - Einbauten (Motor, Akku,...), sagen Wir mal einfach 6m³
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Die UC3 hat n 3,8 Liter Kubota 68-PS Diesel, das macht bei ner Leerlaufdrehzahl von 1000 rpm grob überschlagen max. ca. 2000 Liter Ansaugluft / Minute und etwa das Doppelte an Abgasen. Bei 1500 rpm entsprechend max. 3000 Liter Ansaugluft / Minute.
@GermanMerlin
Dies hier (wieder mit wunderbarem Klebeband ;) ) entspräche ja dem selbstmörderischen Stand wie du ihn beschrieben hast.
Falls Du auch so eine "Lösung" hast, hoffe ich Du rüstest asap eine richtige Lösung nach!
http://cdn2.spiegel.de/images/image-1181081-galleryV9-csoy-1181081.jpg (Archiv-Version vom 08.03.2018)

Korrigiert bitte die Daten falls Ihr sie habt:

Setzen Wir mal den Stand als gegeben an.
Schließen Wir mal in Gedanken den schnorchel und die Maschinenraumtüre.
0,5 Atmosphären seien die Grenze.
333rpm seien leerlauf
gem. Sector7 also 666L/min
Macht um den halben Maschinenraum (6m³/2 -> 3m³) zu evakuieren grob 4,5 Minuten.

Klar daß sie dann im masch. Raum  gelegen wäre....

@DEFacTo
ich hätte noch ein szenario in zwei Versionen:
identischer Teil
KW sei aus verschiedenen Gründen in den masch. raum gegangen oder gegangen worden, sei es um die Atmosphäre darszustellen wie es PM ja auch bei der Tauchfahrt im Video mit den ausgeschalteten Kabinenlichtern machte.

Unterdruck, KW nach wenigen Minuten tot.
Als unser fiktiver Täter dann den Körper sah startete Seine Phantasie, alles was er bisher so spielte... das war das real thing.
Die fiktiven Lügen kamen dann weil bei aller offfenheit solche Neigungen keiner zugibt, schon gar nicht wegen der juristischen und akzeptanz Probleme.



ABER man bedenke daß Wir auf der experimentellen Suche nach einem plausiblen Szenario hierhin gekommen sind in ähnlicher Zeit wie die Presse (durch die Meldung von PMs 36 Seiten)
@MaryPoppins  hat Co/Co2 als naheliegendste Variante anhand der angeblich nicht vorhandenen weiteren Spuren eingeräumt am 14.10.
Maßgeblich für das was ich persöhnlich glaube ist also welche informationen ungefiltert vorlagen zu welchem Zeitpunkt, hier kann man derzeit ja nur auf eine (nicht unbedingt böswillig) gekürzte, gefilterte, verzerrte Darstellung zurückgreifen.


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04.11.2017 um 16:55
Zitat von HipMalicHipMalic schrieb:In Dänemark und den umliegenden Ländern für eine gewisse Zeit, aber vielleicht wird ihm ja nach einer relativ kurzen Haftstrafe gesellschaftliches Reputationsasyl angeboten, z. B. in China oder Nordkorea?
Zitat von HipMalicHipMalic schrieb:(Ironie off)
P.M. ist lediglich eine kleine Nummer und nicht von großer Bedeutung.

Seine „Mitarbeiter“ hatten sich von ihm getrennt, ein Teamgeist war/ist er mit Sicherheit nicht. Eher ein Leader, welcher seine Vorgaben verwirklicht sehen möchte.

Er hatte im Vorfeld der Tötung von Kim Wall mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Was sich letztendlich im U-Boot an zwischenmenschlichem abgespielt haben könnte, bleibt ungewiss.
Aufgrund der nachgewiesenen Verletzungen am Torso der Kim Wall, waren Hass und Wut im Spiel.
Zitat von HipMalicHipMalic schrieb:In Dänemark und den umliegenden Ländern für eine gewisse Zeit,
Den ehemals euphorischen, leidenschaftlichen Bastler wird es nicht mehr geben.
Er wird viel Zeit zum Nachdenken haben…


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Kriminalfall Kim Wall

04.11.2017 um 17:01
Zitat von Jacksy24Jacksy24 schrieb:Wenn es so wäre, das dieser "Abgasunfall" nach dem 1. Tauchgang, also beim Auftauchen passiert wäre, dann hätte er aber doch sein Handy mit oben an Deck gehabt, oder? Es hieß doch, er habe ca. 22Uhr30 eine SMS verschickt. Und so weit ich mich erinnere war einmal die Rede davon, dass im Boot der Empfang nicht gut/nicht möglich ist.
Und mit Handy an Deck hätte er Hilfe holen können, als er merkte, er bekommt die Luke nicht mehr auf.
Lt. GM geht das Handy auch im Boot. Die SMS könnte er aber auch nachher noch geschickt haben.

Ich denke, Madsen könnte KW auch absichtlich vergast / erstickt haben, indem er die externe Ansaugung oder Abgasabführung manipulierte und dann die Luke von oben verschloss. Das U-Boot war dann die Tatwaffe und alles schon als Unfall in mehreren Versionen vorgeplant. Oder es war halt doch ne simple Tüte. Und im Anschluss war KW ggfs. "toter" als er es sich für die sexuellen Folgehandlungen vllt. gedacht hatte (Spekulation).


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04.11.2017 um 17:08
Zitat von d.fensed.fense schrieb:Korrigiert bitte die Daten falls Ihr sie habt:

Setzen Wir mal den Stand als gegeben an.
Schließen Wir mal in Gedanken den schnorchel und die Maschinenraumtüre.
0,5 Atmosphären seien die Grenze.
333rpm seien leerlauf
gem. Sector7 also 666L/min
Macht um den halben Maschinenraum (6m³/2 -> 3m³) zu evakuieren grob 4,5 Minuten.

Klar daß sie dann im masch. Raum  gelegen wäre....
Natürlich sind die Türen zum Maschinenraum nicht dicht und waren vermutlich auch nicht geschlossen.


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04.11.2017 um 17:08
Zitat von d.fensed.fense schrieb:@pinkorchid
Details zur dichtung dieser Türe Maschinenraum und ob die Türe blender oder Schott ist stecken evtl. in guten Fotos bzw. GMs Wissen.
pinkorchid schrieb:
Die Gedanken zu diesem Szenario "versehentlich/absichtlich eingeschlossen und verunfallt im Maschinenraum" hören sich plausibel an, wenn es denn technisch möglich ist. Tür könnte man, wenn nicht abschließen, dann evtl verriegeln/verrammeln? Die Frage ist, ob sie so dicht ist oder abgedichtet werden kann, dass sie dem Unterdruck standhält? Aber vlt ist nicht Unterdruck sondern Abgas in so einem Szenario von Bedeutung? Ev. lag sie dort entkleidet und gefesselt. Fand das Einschließen im Maschinenraum vor der Mißhandlung durch Stiche statt, quasi zur Betäubung? Oder hinterher?


(alles Spekulation!)


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04.11.2017 um 17:11
Zitat von marisa2marisa2 schrieb:Wer würde einem Mann glauben, in dessen Obhut [...]
Bevor ich diesen Thread kannte, dachte ich, niemand. Und jetzt fallen mir spontan gleich ein paar (User-)Namen ein. Hat allmystery nun meinen Horizont erweitert? Oder mir nur meine letzten Illusionen geraubt?


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04.11.2017 um 17:12
Es gibt so viele möglichkeiten wie Madsen´s leben weitergeht.

Das er ins gefängnis kommen wird, kann vermutlich als sicher angesehen werden.

Wie es dort mit ihm weitergeht muß sich zeigen.

Vllt. wird er in diesem in sich von der außenwelt abgeschlossenen zustand, und mit anderen straftätern doch nochmal ein gemeinschaftsgefühl zb. in der gefängniswerkstatt aufbauen können.

Es kann aber genauso sein das er gemieden oder gar bedroht wird.

Wie auch immer die gefängniszeit einmal für ihn zuende geht,
ich glaube nicht das er mit seinem derzeitigen "ansehen" noch gesellschaftlich fuß faßen kann, so wie er das bisher bei seinen projekten gewohnt war.

Es würde mich aber auch nicht wundern wenn, wie aus anderen fällen auch skandinavischen bekannt, sich einige fragwürdige "fans" für ihn finden würden oder auch frauen die sich von ihm angetan fühlen und ihm briefe senden.


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04.11.2017 um 18:05
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Mit der Ballastwassertank- Handgriff Geschichte (Problemn 753) lügt er um das Versenken des Bootes (Problem 752) zu kaschieren. Das hat er versenkt um das zerstückeln (Problem 622) zu vertuschen.
...

...zerstückelt hat er sie, um die Genitalstiche zu vertuschen. Genitalstiche gesetzt hat er, um seine Aggressionen über den Unterdruck-Abgas-Unfall loszuwerden. Aggressionsabbau in dieser ungewöhnlichen Form erfolgte, weil eben "jeder anders auf unvorhergesehene, subjektiv bedrohliche und belastende Situationen reagiert".
Apropos belastende Situation: Vielleicht war es ja eine akute Belastungsreaktion. Damit wäre dann tatsächlich alles erklärt.

(ich glaube persönlich aber nicht daran)


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04.11.2017 um 18:44
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Ich denke, Madsen könnte KW auch absichtlich vergast / erstickt haben, indem er die externe Ansaugung oder Abgasabführung manipulierte und dann die Luke von oben verschloss. Das U-Boot war dann die Tatwaffe und alles schon als Unfall in mehreren Versionen vorgeplant. Oder es war halt doch ne simple Tüte. Und im Anschluss war KW ggfs. "toter" als er es sich für die sexuellen Folgehandlungen vllt. gedacht hatte (Spekulation).
Deine Theorie hört sich sehr interessant an.


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04.11.2017 um 18:54
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:#Unterdruckszenario
@GermanMerlin

Die UC3 hat n 3,8 Liter Kubota 68-PS Diesel, das macht bei ner Leerlaufdrehzahl von 1000 rpm grob überschlagen max. ca. 2000 Liter Ansaugluft / Minute und etwa das Doppelte an Abgasen. Bei 1500 rpm entsprechend max. 3000 Liter Ansaugluft / Minute.

Ich gehe davon aus, dass zum Öffnen des Deckels am Außengriff eine Handkraft von ca. 20kg erforderlich ist. (max. 35kg)

Das Innenraum-Luftvolumen der UC3 beträgt ca. 30.000 Liter. Eine Person könnte also bis zu 2 Tage darin überleben.

   GermanMerlin schrieb:
   Die Dampferwelle läßt das Heck absacken - sehe wie der Deckel zuschlägt - Versuche hinzuhechten. Höre noch eine dumpfen Aufschlag. Zu spät - der Deckel ist zu. Ich rappel mich langsam auf - versuche ihn aufzumachen - aber es geht nicht, ich ziehe wie ein Irrer bis die Hände nicht mehr können und das obwohl die Verriegelung auf "Auf "steht. Was ist hier los??

Wie soll in - sagen wir mal - 10 Sekunden = 300-500 Liter Luftansaugung durch den Diesel so ein Unterdruck entstehen, dass er den Lukendeckel nicht mehr aufbekommt? (selbst in 1 Minute sind es max. 3000 Liter / 10% vom Gesamtvolumen)
Die Rechenaufgabe ist dreikommafünfteilig:

1.0 Der Motor hat 3,8 Liter Hubraum. Er dreht bei Leerlauf sagen wir mit 750 U/min. Und es ist ein Viertakter, er atmet also nur bei jeder zweiten Umdrehung ein. Bei idealem Luftfilter und auch sonst keinem Strömungswiderstand, würde er also 1425 Liter in der Minute einatmen. Das ist aber nur der theoretische Grenzwert. Praktisch sind da verschiedene Widerstände, und die Füllung erfolgt nie komplett. Sagen wir 1300 l/min.

2.0 Die UC3 Nautilus hat einen Rumpfaußendurchmesser von 2,000 m. Innendurchmesser ca. 1,972 m.
Die daraus folgende Kreisfläche des Inneraumes  beträgt 3,054 m2
Der Druckkörper ist 9,600 m lang das Innenvolumen des Zylinders beträgt entsprechend 29.320 Liter Brutto.
Davon müßen wir jetzt noch die Einbauten und Insassen abziehen, also Dieselmotor, Dieseltanks, Wassertanks, Kompressoren, Batterien, Betten, Spülen, Spanten, Schotte Leitern und tja leider auch KW.  Kann ich genau machen, dauert aber ein paar Tage.
Wie Capt.Kirk zu Spock einmal sagte: "Lieber eine Schätzung von Ihnen als eine Berechnung von jemand anderen.."
Ich schätze also mal die Inneneinbauten auf 20 Volumen Prozent ab. Mitthin verbleiben Netto: 23.456 Liter.

2.1 Für den Maschinenraum (der oben beinhaltet ist) sind das dann :
Brutto 9,4 m3 und mit einen Einbaufaktor von 25% dann Netto 7,0 m3

3.0 Der Luftdruck.. Die Luke hat eine äußere Kreisfläche von 0,283 m2. ich mach es ganz einfach.. Bei vollständig evakuiertem Innenraum lastet da die Gassäule der Atmosphäre eines Planeten drauf. In diesem Fall die Erde. Das sind ca. 10 t pro m2
In unserem Fall also 2,8 t bzw 2800 Kg. Bei einer halben Atmospähre im Innenraum also die Hälfte ca. 1400 Kg.
Der Motor saugt 1425 Liter die Minute. Bei einen Innenvolumen von 23.456 Liter sind das 6% des Volumens das er absaugt und das jede Minute.  Ich setzte jetzt in eine MM-Rechung 2800 Kg als 100% dann sind 6% also 168 Kg Luftgewichtszunahme je Minute.
Entsprechend 2,8 Kg Zunahme je Sekunde. Der Deckel hat ein Eigengewicht damit er eine Anfangsdichtung schafft und auch dichtet wenn das Boot taucht und die Luke aus Versehen nicht verriegelt ist. Sagen wir 20 Kg. (+15 -0)

Er muss also folgendes Stemmen:
Sekunde   Zugkraft (Kg)
0 =  20 Kg
1 =  20 + 1* 2,8 =22,8
2 =  20 + 2* 2,8 = 25,6
..
10 = 48 (+15 -0)
30 = 104 (+15 -0) Kg

Ich persönlich kann so gerade 35 Kg pro Hand stemmen. (Mit einer Kofferwaage gemessen.)
Mit beiden Händen also 70Kg. Mithin hätte ich  sie nach 15 Sekunden auf SEINEM Uboot nicht mehr retten können.

d.fenses
Zitat von d.fensed.fense schrieb:@GermanMerlin
Dies hier (wieder mit wunderbarem Klebeband ;) ) entspräche ja dem selbstmörderischen Stand wie du ihn beschrieben hast.
Falls Du auch so eine "Lösung" hast, hoffe ich Du rüstest asap eine richtige Lösung nach!
http://cdn2.spiegel.de/images/image-1181081-galleryV9-csoy-1181081.jpg (Archiv-Version vom 08.03.2018)
Schau Dir das Bild bitte nochmal genau an. Insbesondere den Luftfilter den teil links unten vorne im Bild. Und dann verfolge die graue PVC Leitung und erzähle uns etwas über den Querschnitt der roten Leitung. Und sag uns bitte was Du darüber denkst.

Das Panzertape als Abdichtung ist übrigens ganz in Ordnung - schlieslich ist das ja eine drucklose Ansaugung..
Darunter befindet sich vermutlich noch eine Kleinerer Zylinder dr eingesteckt ist. Dsas Tape denmt also nur der Abdichtung, nicht der mechanischen Verbindung.
Zitat von IndinaIndina schrieb:    Sector7 schrieb:
   Ich denke, Madsen könnte KW auch absichtlich vergast / erstickt haben, indem er die externe Ansaugung oder Abgasabführung manipulierte und dann die Luke von oben verschloss. Das U-Boot war dann die Tatwaffe und alles schon als Unfall in mehreren Versionen vorgeplant. Oder es war halt doch ne simple Tüte. Und im Anschluss war KW ggfs. "toter" als er es sich für die sexuellen Folgehandlungen vllt. gedacht hatte (Spekulation).

Deine Theorie hört sich sehr interessant an.
Das kann natürlich sein. Und dann steht kein Ventil auf Überschneidung, der DRUCKKÖRPER bleibt dicht und er reitet stundenlang wartend in den Sonnenaufgang der Starndung oder Kollison entgegen.


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04.11.2017 um 19:05
Bei der Frage, ob PM im aktuellen Szenario sein Handy auf dem Turm dabei hat, kommt mir der Gedanke, dass ggf. eine Video-Übertragung aus dem Innenraum zum Handy stattgefunden haben könnte? Wäre das technisch möglich? Kabellos ohne Wifi wohl eher nicht? Aber eine Video-Aufzeichnung mittels GoPro z.B. die man später aufs Handy übertragen hätte?

@GermanMerlin danke für die Erklärungen. Frage: Wenn PM bei der "Unterdruck/Turmluke zu/PM ausgesperrt"-Situation vorher einen Gang eingelegt hätte, hätte man dann eine Chance, das auf der Route zu erkennen?


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04.11.2017 um 19:08
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Ich denke, Madsen könnte KW auch absichtlich vergast / erstickt haben, indem er die externe Ansaugung oder Abgasabführung manipulierte und dann die Luke von oben verschloss. Das U-Boot war dann die Tatwaffe und alles schon als Unfall in mehreren Versionen vorgeplant. Oder es war halt doch ne simple Tüte. Und im Anschluss war KW ggfs. "toter" als er es sich für die sexuellen Folgehandlungen vllt. gedacht hatte (Spekulation).
das würde auch die fehlenden abwehrspuren erklären.
das schott zum machinenraum abzudichen sollte recht einfach sein, wenn man es tatsächlich möchte, mit IKEA ach nee, mit OBI zeugs zu machen.

* wo hat das boot den sauerstoff her, wenn es unter wasser ist?

* das abgasrohr abziehen, die sauerstoffzufuhr unterbinden/ drosseln?

* wie lange funtioniert ein dieselmotor, wenn der sauertstoff beim ansaugen immer weniger wird? ist der selbstzünder sauerstoffsensibel?


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04.11.2017 um 19:11
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:1.0 Der Motor hat 3,8 Liter Hubraum. Er dreht bei Leerlauf sagen wir mit 750 U/min. Und es ist ein Viertakter, er atmet also nur bei jeder zweiten Umdrehung ein. Bei idealem Luftfilter und auch sonst keinem Strömungswiderstand, würde er also 1425 Liter in der Minute einatmen. Das ist aber nur der theoretische Grenzwert. Praktisch sind da verschiedene Widerstände, und die Füllung erfolgt nie komplett. Sagen wir 1300 l/min.
Ich stelle gleich ein paar Motordaten ins WIKI, ein recht baugleicher bzw. derselbe Motor kommt auf 2670 l / min. bei 1500 rpm. Da man das nicht linear runterrechnen kann, würde ich eher noch auf weniger als 1300 l / min. kommen.
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Wie Capt.Kirk zu Spock einmal sagte: "Lieber eine Schätzung von Ihnen als eine Berechnung von jemand anderen.."
Ich schätze also mal die Inneneinbauten auf 20 Volumen Prozent ab. Mitthin verbleiben Netto: 23.456 Liter.
Es sollen 38.000 Liter Wasser im Boot gewesen sein. Madsen gab in meinem o.g. Link selbst 28.000 Liter Luftvolumen an.

So komme ich nach deiner Rechnung auf 4% und die wende ich mal auf 1400kg an = 933 Gramm / Sek. :-)

Davon abgesehen: Die UC3 hatte mMn. ne externe Luft-Ansaugung.

*

Wenn ich n Gast im U-Boot habe (sowie das Steuergerät) und der Deckel knallt überraschend zu, dann hätte ich den Deckel in 3 Sekunden wieder auf, mehr als n Bierkasten anheben isses dann nicht, ne...

War der Vorfall allerdings erst um 00:00 Uhr und Madsen leitete das Kollision-Notfall-Manöver ein (Luke zu), dann wäre auch ein längerer Zeitraum mit geschlossener Luke und laufendem Motor plausibel, jedoch müsste er dann erklären, wieso er dort um Mitternacht und unbeleuchtet mit KW durch die Gegend fuhr...

Letzteres ließe ein Szenario zu, wo die "Geisel" KW im U-Boot (Schloss an der Bug-Luke, Handys weg) laut geschrien hat und versuchte den Turm hoch zu steigen, als sie den Frachter bemerkte - woraufhin Madsen den Deckel zuknallte, was dann einen Teil seiner (abartigen) Pläne mit KW zerstörte, weil sie schon die zB 10 Minuten geschlossene Luke nicht überlebte...


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Kriminalfall Kim Wall

04.11.2017 um 19:15
@GermanMerlin
die rote Leitung, da sie mit der blauen räumlich nahe liegt und einen automatischen Entlüfter aus dem Heizungsbau hat shee ich das als Wasserkühlung des Motors an.
Faszinierend und künstlerisch ansprechend finde ich die Kombination aus rodem Rohr und blauem schlach.

Die graue Leitung ist die Luftführung des Motor Ansaug, ersichtlich durch den Ansaugluftfilter.
In der Nähe eines Motors hat ein klebeband nichts zu suchen, genauso wie die etlichen Spanngurte die dort an allen Ecken und enden Dinge gespannt, befestigt und an Ort und Stelle gehalten haben.

Wenn es doch eh keine Funktion erfüllt so kann man es weglassen...

Wie man hier sieht
http://i2.mirror.co.uk/incoming/article11025403.ece/ALTERNATES/s615b/THP_MDG_110817SLUG_597JPG.jpg
ist das graue Rohr direkt der Diesel Ansaug. Das rote oderblaue Rohr oder irgend ein anderes ist nicht damit verbunden.
Bei diesem Stand saugt(e) also der Motor IMMER vom Inenraum was einem Gewehr mit 180° Lauf gleichkommt...


@DEFacTo
unter wasser und bei geschlossener Luke den Diesel zu betrieben ginge nur wenn der Schnurchel funktioniert und über wasser ist.
Der Motor stiehlt Dir die Luft, evakuiert den inneraum, durch den Aussendruck strömt durch den Schnorchel Frischluft ein.
sobald Du den schnorchel nicht öffnest,bzw. falls vorhanden ein automatisches Ventil nicht öffnet oder zu tief tauchst bist Du tot.
Daher steht eigentlich nur aufgetaucht bei offener Luke was anderes als E Motor zur Debatte.
Somit ist aber auch der Schnorchel nur Deko, es erfolgt ohne dieselmotor keine Zwangsbelüftung auf schnorcheltiefe, man atmet den vorrat im Raum.


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04.11.2017 um 19:17
@GermanMerlin
Tausend Dank, dass du dir soviel Mühe gibst , dich hinzusetzen und das durchzurechnen!
Eine Frage: wenn KW nach dem Sturz nicht bewusstlos gewesen wäre und "nur" eine Prellung am Gesäss hatte, er die Luke nicht mehr aufbekam, hätte sie über die Luke mit ihm kommunizieren können, oder hört man da nichts? Hätte er versuchen können, ihr zu erklären, was sie tun muss? Hätte sie den Motor abstellen können und einen Druckausgleich durchführen können?


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