Serval69 schrieb:Auch wenn es sich nicht um Scarlett S. handeln sollte, sehe ich mit diesem Leichenfund meine Annahme, dass ein Unfall mit anschließendem Ertrinken das wahrscheinlichste Szenario darstellt, als untermauert an.
Durchaus interessant, wie du aus einem Leichenfund gleich eine Art universelle Erklärung für ganz andere Fälle ableitest.
Nach der Logik müsste man ja nur irgendwo eine Leiche im Wasser finden und Ertrinken ist ab sofort überall das „wahrscheinlichste Szenario“. So funktioniert das aber nicht.
Noch besser wird es bei der Kritik an den Suchmaßnahmen: Der Wehrastausee wurde im Jahr nach dem Verschwinden komplett trockengelegt. Also nicht „ein bisschen abgesucht“, sondern komplett leer. Wenn sich dort jemand befunden hätte, wäre das aufgefallen. Ist es aber nicht. Passt halt schlecht zur Theorie.
Und die Idee, Polizei und Suchtrupps würden Gewässer „stiefmütterlich“ behandeln, ist auch eher ein Bauchgefühl als irgendetwas Belastbares. Gerade solche Bereiche gehören in der Regel zu den ersten, die überprüft werden.
Fazit: Du nimmst einen Einzelfall, packst ein paar Vermutungen dazu und erklärst das Ganze zur wahrscheinlichsten Lösung. Das ist argumentativ ziemlich dünn.