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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

23.174 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, September ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Themen-Wiki: Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

23.06.2026 um 12:28
Zitat von gustigusti schrieb:-Erst wird so spät aufgebrochen, dann zu Fuß 30 Min bis zu Edeka, dann der Minieinkauf für die doch lange Strecke, daraufhin bricht sie aber wieder nicht auf sondern macht erstmal eine Pause bei diesem Steinlabyrinth. Dann wird ein längerer Videoanruf an den chinesischen Freund gemacht, danach aber Ultrasparmodus am Telefon aktiviert, um Strom zu sparen. Was kostet mehr Akku und Daten als ein Videoanruf?
Warum leert man vor so einer geplanten Etappe den Akku aus, um dann nur mehr auf Sparmodus zu schalten?
Wenn man nicht weiß, wann und wo man wieder aufladen kann? Es wirkt als wäre sie dort die Zeit bis 11 Uhr "abgesessen", als hätte sie gewartet und Zeit totgeschlagen.
Zitat von gustigusti schrieb:Für mich deutet das Verhalten darauf hin, dass sie einen anderen Plan hatte, ihr jemand einen Platz zum Schlafen oder eine Mitfahrt angeboten hat.
Ja, gut zusammengefaßt, aber ich persönlich sehe die einfachste Erklärung für das Verhalten, dass die Luft an diesem letzten Wandertag irgendwie raus war. Diese Etappe sei angeblich nicht mehr wirklich reich an Highlights und möglicherweise hat sich auch eine gewisse Erschöpfung und Ermüdung breit gemacht. Trödeln, angenehmere Dinge tun, als die "Aufgabe" anzugehen und runterzureißen.
Die Frage, ob der Aufbruch nicht schon zu spät war, ist ja immer unterschiedlich beurteilt worden. Ich persönlich hätte einen Aufbruch für die Wegstrecke erst am Nachmittag für spät befunden.
Einen wirklichen Hinweis für einen ganz anderen Plan sehe ich erstmal nicht, aber vielleicht eine Phase, in der sie noch unsicher war, ob sie das wirklich so durchziehen will und vielleicht war sie dann für ein entsprechendes Angebot empfänglich. Letztlich käme es aufs gleiche raus. Ich glaube nicht, dass schon im Edeka ein "Treffen" geplant war, sonst hätte sie, glaube ich, mehr eingekauft. Die Menge war klar nicht zum Teilen gedacht und wenn man von irgendjemandem ein längeres Stück mitgenommen wird, oder vielleicht sogar eine gemeinsame Tagesaktivität geplant war, denke ich eigentlich, dass man dann etwas mehr und teilbares, "rumreichbares"einkauft. Aber das sind alles nur Indizien.

Ich persönlich glaube, dass sie sehr nah bei Todtmoos verblieben ist und nicht an einer typischen, als gefährlich angesehenen Stelle. Manchmal denke ich, wenn all die Leute, die sich für den Fall interessieren, ich ja auch, in 5 m Abstand durch die Gegend gestapft wären, wäre der Fall schon gelöst. Für die paar Leute, die weiterhin vor Ort suchen, ist das die Nadel im Heuhaufen.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

23.06.2026 um 23:06
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Ja, gut zusammengefaßt, aber ich persönlich sehe die einfachste Erklärung für das Verhalten, dass die Luft an diesem letzten Wandertag irgendwie raus war. Diese Etappe sei angeblich nicht mehr wirklich reich an Highlights und möglicherweise hat sich auch eine gewisse Erschöpfung und Ermüdung breit gemacht. Trödeln, angenehmere Dinge tun, als die "Aufgabe" anzugehen und runterzureißen.
Aber das steht doch im Wiederspruch zu dem was sie selbst gesagt hat. Sie war traurig daß die Wanderung schon zu Ende ging und überlegte bald noch eine weitere Tour zu machen. Da ist doch nichts davon zu merken, daß die Luft raus war und sie das Ding bloß noch irgendwie „runter reißen“ musste. Und wenn sie müde und erschöpft gewesen wäre hätte sie doch nicht gleich noch eine weitere Wanderung machen wollen. Dann hätte sie sich wohl gefreut, daß sie diese Tour jetzt fast hinter sich hatte und hätte sich auf zu Hause und ihr eigenes Bett gefreut.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

23.06.2026 um 23:44
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Aber das steht doch im Wiederspruch zu dem was sie selbst gesagt hat. Sie war traurig daß die Wanderung schon zu Ende ging und überlegte bald noch eine weitere Tour zu machen.
Ich kann mich erinnern, diese Einschätzung von mir hier schonmal geteilt zu haben und da kam ein ähnlicher Einwand :-), den ich auch gut nachvollziehen kann, weil er sich ja aufdrängt. Ich persönlich sehe da aber keinen Widerspruch. Vielleicht weil ich mir vorstellen kann, an einem solchen letzten Tag ähnliche Gedanken zu haben. Der letzte Tag, das letzte Stück trennt zwischen dem Schönen, was man gerade erlebt hat, und dem Alltag, in den man wieder einkehrt, die Routinen, das Vorhersehbare. Jeder Schritt Richtung letztes Etappenziel macht deutlich, dass man den Urlaub, die Auszeit immer weiter hinter sich lässt und man dem Alltag wieder näher kommt. Es bleiben aus dem Hier und Jetzt nur Erinnerungen und ein paar Digitalbilder. Ein Trödeln, ein Versuch, das Vergangene festzuhalten. Man tröstet sich, indem man das nächste plant. Mir hilft in solchen Momenten der Gedanke: theoretisch könnte ich in genau einer Woche an genau diesem Ort wieder sein - natürlich macht man es nicht, aber es hilft, es ist eine Form der Trauerbewältigung. Es kann dabei eine körperliche Erschöpfung dabei sein, es geht aber eigentlich mehr um eine seelische Erschöpfung.

Ich glaube nicht, dass es bis zum Videotelefonat mit dem Freund irgendeine andere Planung mit einer anderen Person gab. Für mich ist der schmale Einkauf im Edeka gerade zuvor ein starkes Indiz dafür.

Ich habe aber keine Ahnung, was danach passiert ist und ob diese Gemütsverfassung, die ich mir vorstellen könnte, damit was zu tun hat.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 00:35
@megavolt

Das mit "den Moment festhalten wollen" verstehe ich und kann eine solche Gemütsverfassung gut nachvollziehen.
Nun schriebst du, dass man nach dem Schönen, das man erlebt hat, wieder in den Alltag zurückkehren muss, zu den Routinen, dem Vorhersehbaren. Bei Scarlett wäre es so gewesen, dass sie nach der Tour ja nicht mehr in ihren gewohnten Alltag zurückgekehrt wäre oder eben nur für kurze Zeit. Der Umzug nach Asien stand an, das Zusammenleben mit dem China-Freund - die Urlaubsliebe, die Fernbeziehung als täglich gelebte Partnerschaft, die sich bewähren muss -, ihr Wunsch, einen Job auszuüben, für den sie laut dem Vater Chinesisch gelernt hat. Alles mega Herausforderungen! Zumal sie, soviel mir bekannt ist, nie zuvor in China gewesen ist. Das alles hätte starken Willen und grosse Anpassungsfähigkeit erfordert. Ich denke, sie war da flexibel, kann mir aber trotzdem vorstellen, dass ihr gegen Ende der Tour mit einem Mal erschrocken bewusst geworden sein könnte, wie sehr sich ihr Leben in Asien verändern würde. Vielleicht deshalb das Innehalten am letzten Tag in Todtmoos: die schönen Erlebnisse nochmal rekapitulieren?, sich dann von Jetzt auf Gleich für eine weitere Wanderung entscheiden, damit genau dieses Wanderfeeling noch ein bisschen andauert? oder Überlegungen anstellen, ob man sich mit dem Asien-Lebensplan übernommen hat und ob man das wirklich noch will?
Eine dieser Gemütsverfassungen oder vielleicht andere Gedanken und Stimmungen könnten ihre weiteren Entscheidungen beeinflusst haben - rein hypothetisch natürlich nur.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 00:46
Zitat von CorvusCoraxCorvusCorax schrieb am 08.06.2024:Sie hat lt. BFS am Vorabend nach einer Busverbindung Wehr → Stühlingen gegoogelt.
sie hat sich zum Beispiel auch am Vorabend vor dem 10.09 nochmal informiert wie sie von Wehr nach Stühlingen mit dem Bus und Bahn kommt über die Schwarzwaldseite.

Die Kartenauschnitte von Google Maps konnten wir dank eines ITler sogar so darstellen wie sie es auf ihrem Handy gesehen haben muss. Da war auch nichts ungewöhnliches, sie hat am 10.09 speziell die Route von der Unterkunft zum Schmidts Markt und hoch zur Klinik wo der Einstieg zum Schluchtensteig in den Wald ist, ausgekundschaftet. Sonst hat sie sich nirgends speziell umgeschaut, deshalb glauben wir eher nicht, dass sie woanderst hin wollte, weil man das aufjedenfall irgendwie bei Google-Maps oder in ihrem Suchverlauf doch hätte mitbekommen müssen.
Das ist für mich der stärkste Hinweis darauf, dass sie die Etappe antreten wollte - sie hat den Einstiegsbereich gesucht und sich ja tatsächlich in Wandersachen in die Nähe begeben.
Was sie allerdings nicht gesucht hat, war eine Unterkunft in Wehr. Auch konnte keine Unterkunft in Wehr gefunden werden, wo sie angefragt hätte. Wenn sie noch am Tag des Verschwindens, nach der Etappe, mit dem Bus von Wehr nach Stühlingen fahren wollte, hätte sie aber am Vormittag zügiger vorankommen müssen. Bei gebuchter Unterkunft, sehe ich das Problem des späten Aufbruchs nicht, das wäre sich schon ausgegangen vor Sonnenuntergang, aber so ins Blaue reintrödeln - ich weiß nicht.

Irgendeinen Plan muss sie gehabt haben, aber hat nichts davon online recherchiert - hat ihr jemand was angeboten? Hat sich ein Gespräch ergeben in Todtmoos, wo sie doch 2 Abende war? Auf die Art "ich habe schon eine Unterkunft, teilen wir uns doch die, du musst dich um nichts kümmern".
Vielleicht hat sie diese Person noch in Todtmoos in einer Wohnung/Unterkunft besucht und es ist etwas passiert?

Oder gibt es eine App, deren Daten bislang nicht bekannt sind?
Hat sie auf den Apps Stories gepostet, wo sie sich gerade befand, sodass das jemand so rausfinden konnte?


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 00:57
Sorry, Bearbeitungszeit war aus, aber das möchte ich noch anfügen:

Ich kann mir auch vorstellen, dass man sich zum Zelten (ja Wildzelten) entlang der Etappe verabredet hat.
Noch einmal Abenteuer, bevor die Wanderreise endet. Das würde die fehlende Suche nach Unterkunft und den späten Aufbruch erklären (man geht nicht die gesamte Etappe) allerdings nicht den spärlichen Einkauf.

Mittlerweile geht das auch ganz legal, übrigens: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/freiburg/trekking-trend-schwarzwald-camp-todtmoos-eroeffnet-100.html

Aber zum Zeit des Verschwindens war es wohl noch überall verboten.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 08:55
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Bei Scarlett wäre es so gewesen, dass sie nach der Tour ja nicht mehr in ihren gewohnten Alltag zurückgekehrt wäre oder eben nur für kurze Zeit. D
Ja, Deine Ergänzungen sind völlig berechtigt. Ich habe in meiner Schilderung allgemeine Anmerkungen zu solchen Übergängen und die speziellen Aspekte in ihrem Fall ineinanderfließen lassen.
Ich glaube, der Cut zwischen den letzten Tagen und dem, was danach kommt, hat zumindest in diesem Bummelverhalten noch in Todtmoos eine Rolle gespielt.

Ich denke aber, sie hätte die Zeit aufholen können und es war immer noch früh genug.

Ob sie sich aber später noch leichtsinnig auf ein Angebot eingelassen hat oder ob sie die Route geändert hat und sie ganz woanders zu finden wäre oder ob sie vielleicht eine ganz andere Entscheidung getroffen hat, mir persönlich fehlen da jegliche Hinweise. Ich denke aber, bis zur Episode Edeka/Steinspirale gab es noch keinen Plan, der jemand anders beinhaltete für den letzten Abschnitt bzw. den Rückweg.

@gusti
Die anscheinend bis dato ausgelassene Unterkunftssuche könnte auch darin begründet sein, dass ihr bereits kurz nach Einstieg in die letzte Etappe etwas zugestossen ist. Sie hätte unterwegs noch etwas organisieren wollen und notfalls aber auch irgendwo ihr Zelt aufstellen können, am nächsten Tag war ja sowieso die Freundin eingeplant.

Wenn man sich die Umgebung in den LIDAR-Daten anschaut, dann sieht man wohl einiges an Bergbaurelikten, auch südlich vom Mättle, etwas, was ich in den Daten z.B. als Pingen interpretieren würde. Meine Überlegung war schonmal, ob sie hier irgendwo knapp neben dem Weg in eine solche Pinge getreten ist, um mal auszutreten, dabei aber in einen alten Schacht eingebrochen ist. Je nach Enge kann von oben Material nachrutschen, dass man das evtl. auch in den nächsten Tagen gar nicht bemerken würde. Ist aber eine ziemlich abgefahrene Theorie und nicht wirklich zu beweisen, außer man stochert in solchen Trichtern herum und würde sich in gleiche Gefahr begeben. Pingen können durch Überreste von Tagebauaktivität entstehen oder eben auch durch Einbruch alter Schächte. Im 18. und 19. Jh. gabs dort sicher Probeabteufungen und das wird nicht immer alles zuverlässig kartiert oder gesichert worden sein.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 11:11
Den großen unbekannten Lover würde ich ausschließen wollen, da ist zuviel Fantasie drin und nichts handfestes.

Nach den Erfahrungen von Tom Mahood: a) Menschen handeln im allgemeinen rational aus Ihrer Situation heraus. b) Wanderer kommen zu Fuß in ernsten Situationen weiter als allgemeinen angenommen wird. c) Kleine Dinge können zu rationalen, aber für Außenstehende unerwarteten Entscheidungen führen.

Für den Fall Scarlett könnte es sein, daß Sie etwas verspätet aufgebrochen ist (kein Drama), sich an einer ungünstigen Stelle den Fuß verstaucht hat oder umgeknickt ist (kleines Drama) und dann den kürzesten Weg in die "Zivilisation" gesucht hat und daher von der geplanten Wanderroute abgewichen ist. Auf diesem Weg wurde es dunkel (Drama nimmt Fahrt auf), sie ging aber weiter möglicherweise in Richtung von Lichtern, hat sich verlaufen und ist im der Dunkelheit irgendwo abgestürzt (Volles Drama). Leider war sie so weit gekommen, dass sie außerhalb des Suchfensters der Retter war oder so gut verborgen, dass sie nicht gefunden wurde (Das Drama ist komplett).

Möglichkeit 2 bleibt immer noch: Sie wurde vom Parkplatz an der Landstraße von jemandem mitgenommen, der ihr übles wollte. Meine mich zu erinnern, daß es im Südschwarzwald noch andere offene Fälle gibt, wo junge Frauen verschleppt wurden und verschollen sind.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 14:35
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Die anscheinend bis dato ausgelassene Unterkunftssuche könnte auch darin begründet sein, dass ihr bereits kurz nach Einstieg in die letzte Etappe etwas zugestossen ist. Sie hätte unterwegs noch etwas organisieren wollen und notfalls aber auch irgendwo ihr Zelt aufstellen können, am nächsten Tag war ja sowieso die Freundin eingeplant.
Die Frage ist halt wie, wenn sie ihr Telefon schon auf Ultrasparmodus geschaltet hat und entlang des Weges auch mit Funklöchern zu rechnen war.
Für mich wäre (wenn schon nicht am Vorabend!) spätestens beim Sitzen am Steinlabyrinth der Moment gekommen, mir zu überlegen wo ich die Nacht verbringen werde, auch wenn es nur die Suche nach einem Platz zum Zelten ist.

Dass kurz nach Einstieg in die Etappe etwas passiert sein muss, denke ich auch! Das komplette Abreissen der Handyaktivität ist einfach zu auffällig.
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Den großen unbekannten Lover würde ich ausschließen wollen, da ist zuviel Fantasie drin und nichts handfestes.
Lover ist ein starkes Wort, Zufallsbekanntschaft würde ich aber (neben Unfall) nicht ausschließen. Wenn Frauen plötzlich vom Erdboden verschluckt werden, ist das statistisch nicht ganz unwahrscheinlich, dass ein Mann etwas damit zu tun hat.
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Meine Überlegung war schonmal, ob sie hier irgendwo knapp neben dem Weg in eine solche Pinge getreten ist, um mal auszutreten, dabei aber in einen alten Schacht eingebrochen ist.
Interessante These, wie tief sind solche Schächte? Hätte ihr Handy in so einem Schacht noch Empfang gehabt? (Nachricht um 17 Uhr)
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Für den Fall Scarlett könnte es sein, daß Sie etwas verspätet aufgebrochen ist (kein Drama), sich an einer ungünstigen Stelle den Fuß verstaucht hat oder umgeknickt ist (kleines Drama) und dann den kürzesten Weg in die "Zivilisation" gesucht hat und daher von der geplanten Wanderroute abgewichen ist. Auf diesem Weg wurde es dunkel (Drama nimmt Fahrt auf), sie ging aber weiter möglicherweise in Richtung von Lichtern, hat sich verlaufen und ist im der Dunkelheit irgendwo abgestürzt (Volles Drama
Fraglich an deiner Theorie (stufenweise Eskalation) ist für mich jedoch, warum sie nicht ihr Telefon genutzt hat, um Hilfe zu suchen oder Google Maps zu öffnen - sie hatte ja sogar Internetempfang um 17 Uhr. Das erste was ich mache, wenn ich umknicke, ist mein Telefon in die Hand zu nehmen.
Daher denke ich eher, dass sie abrupt handlungsunfähig geworden sein muss.

Wo hier ein Sturz entlang der Route passiert sein könnte, bei dem sie sofort handlungsunfähig liegen bleibt, aber auch nicht gefunden wird - ist mir nicht erklärlich. Wenn sie sich verirrt und vom Weg abgekommen wäre - warum hat sie nie Google Maps geöffnet, trotz Internetempfang?


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 15:48
@gusti

Ausgerechnet am Morgen des 10.09. ging ja auf einem zwischen Stühlingen und Mainz gelegenen Campingplatz der Anruf einer unbekannten Frau ein, die sich erkundigte, ob ein Platz für ihr Zelt frei ist.
Es wurde mutmasst, dass Scarlett die Anruferin war. Sie könnte tatsächlich vom Steinlabyrinth aus dieses Telefonat geführt haben, auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Im Nachhinein war nicht zu klären, von wem der Anruf kam.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 18:27
Bei einer Wanderzeit von 6-8 Stunden, 2 Stunden Busfahrt und 2 Stunden Fahrt zum Campingplatz wäre das ein sehr ambitionierter Plan gewesen, wenn sie um 11 noch beim Labyrinth saß. Da wäre sie vor 23 Uhr nicht angekommen, die meisten Campingplätze erlauben nach 20 Uhr niemand Neues mehr auf den Platz.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 18:33
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Sie könnte tatsächlich vom Steinlabyrinth aus dieses Telefonat geführt haben, auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Im Nachhinein war nicht zu klären, von wem der Anruf kam.
Dann aber nicht von ihrem Telefon, denn die Daten von Anrufen liegen der Polizei vor. Von welchem also dann?

Ansonsten stimme ich dem zu:
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Da wäre sie vor 23 Uhr nicht angekommen
Das wäre sich einfach nicht ausgegangen.
Da glaube ich viel eher an einen Plan mit Wildzelten entlang der Etappe, erst am 11. die Etappe zu Ende gehen, früh in Wehr ankommen, den Bus zum Auto und dann nach Mainz fahren. Und was das Wildzelten angeht, kann ich mir halt sehr gut vorstellen, dass dies verabredet war, denn alleine hat man noch mehr Angst.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 18:59
Zitat von gustigusti schrieb:Dass kurz nach Einstieg in die Etappe etwas passiert sein muss, denke ich auch! Das komplette Abreissen der Handyaktivität ist einfach zu auffällig.
Am Herrenkopfweg soll (laut @lemystere? meine ich mich zu erinnern?) ein Zeuge Scarlett auf einer Bank sitzend gesehen haben.

Wenige Wochen nach Scarlett's verschwinden wurde am Herrenkopfweg eine Frau von einem Exhibitionisten belästigt und zeitweise verfolgt. Dieser saß laut Zeugin auf einer Bank und vergnügte sich. Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110970/4739104


Zeitlich stimmt der Abriss der Handyaktivität grob mit Ankunft am Herrenkopfweg überein, obwohl sie mit ihrem üblichen Wandertempo vielleicht etwas weiter gekommen wäre... nämlich bis in die Umgebung des Fundorts der Sonnenbrille, Nähe Schwarzenbach.

Mögliche These: Vorfall in Umgebung Herrenkopfweg. Eskalation (stationär oder in Bewegung in Richtung Wehr auf der E6 ). Beseitigung von Indizien (Sonnenbrille , Handy) in Umgebung Schwarzenbach.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 20:13
Zitat von gustigusti schrieb:Fraglich an deiner Theorie (stufenweise Eskalation) ist für mich jedoch, warum sie nicht ihr Telefon genutzt hat, um Hilfe zu suchen oder Google Maps zu öffnen - sie hatte ja sogar Internetempfang um 17 Uhr. Das erste was ich mache, wenn ich umknicke, ist mein Telefon in die Hand zu nehmen.
Daher denke ich eher, dass sie abrupt handlungsunfähig geworden sein muss.

Wo hier ein Sturz entlang der Route passiert sein könnte, bei dem sie sofort handlungsunfähig liegen bleibt, aber auch nicht gefunden wird - ist mir nicht erklärlich. Wenn sie sich verirrt und vom Weg abgekommen wäre - warum hat sie nie Google Maps geöffnet, trotz Internetempfang?
Habe nicht alle Seiten durchgearbeitet, aber ist denn bekannt, wann ihr Handy wo eingebucht war und welche Aktivität damit verzeichnet wurde?
Vielleicht muss man in die Dramenreihe nur noch ein mittleres einfügen - Handy geht verloren, entweder unbemerkt aus der Tasche gerutscht oder bei einem Stolperer unerreichbar runter gefallen. Das kann dann noch lange irgendwo liegen.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 21:32
Zitat von gustigusti schrieb:
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Meine Überlegung war schonmal, ob sie hier irgendwo knapp neben dem Weg in eine solche Pinge getreten ist, um mal auszutreten, dabei aber in einen alten Schacht eingebrochen ist.
Interessante These, wie tief sind solche Schächte? Hätte ihr Handy in so einem Schacht noch Empfang gehabt? (Nachricht um 17 Uhr)
In die meisten Pingen kann wohl nicht einbrechen, weil das Reste von Tagebauaktivität sind. Muss man sich vorstellen, dass so ein Hang mehrere kleine Abbaustellen hatte, von verschiedenen Leuten betrieben, die sich kraterförmig einwühlten und dann das nächste Loch aufmachten, wenn nichts zu holen war. In solche kann man nicht einbrechen. Auch in Bombentrichter, die erstmal ähnlich aussehen können für Laien, kann man nicht einbrechen (am Wall zu erkennen, wenn man Ahnung hat). Manche Pingen sind aber eben auch auf Schächte zurückzuführen. Wenn kein Loch zu sehen ist, sind die entweder verfüllt oder theoretisch nur oberflächlich verlegt, man könnte aber einbrechen. Auch verfüllte Löcher können ja mit der Zeit wieder einbrechen, wenn das eingefüllte Material z.B. andernorts ausgespült wird (die Löcher, die manchmal in Bergbaugegenden plötzlich in Straßen oder Gärten auftauchen).
Mir war das Thema selbst nie so bewusst, bin oft in Pingen gestiegen, in einer anderen Gegend, bis mir ein Geologe mal sagte, dass man da auch einbrechen könnte und man das lieber nicht machen sollte.
Auf die Idee kam ich damals, weil in Spanien ein kleines Kind in einen illegalen Brunnenschacht stürzte und ich mich fragte, ob sowas auch der Grund für ein plötzliches Verschwinden in diesem Fall sein könnte. Man müsste gar nicht so tief abstürzen, aber wenn man z.B. 2-3 m reinrutscht und der Rucksack verkeilt sich über einem und Erde rutscht nach, hat man keine Möglichkeiten mehr. Ob man da noch an sein Handy in der Hosentasche kommt?
Man müsste Montanarchäologen aus der Gegend fragen, ob sowas im Umkreis denkbar wäre. Die kennen aber erstmal auch nur, was sie begangen haben oder in einer offiziellen Bergbaukarte drin ist. Ich frage mich, ob es irgendwo unweit des Weges soetwas wie einen vergessenen Schacht geben könnte, der des Rätsels Lösung ist.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 21:32
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:wann ihr Handy wo eingebucht war und welche Aktivität damit verzeichnet wurde?
Im Themenwiki.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 22:20
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Bei Scarlett wäre es so gewesen, dass sie nach der Tour ja nicht mehr in ihren gewohnten Alltag zurückgekehrt wäre oder eben nur für kurze Zeit. Der Umzug nach Asien stand an, das Zusammenleben mit dem China-Freund - die Urlaubsliebe, die Fernbeziehung als täglich gelebte Partnerschaft, die sich bewähren muss -, ihr Wunsch, einen Job auszuüben, für den sie laut dem Vater Chinesisch gelernt hat.
Sorry, aber das passt doch nicht. Der Umzug nach China war doch in 2020 - zu Beginn der Corona-Pandemie - völlig unrealistisch. China war im kompletten Lockdown und es war überhaupt nicht absehbar, wann man dorthin hätte auswandern können. Ich glaube nicht, dass die Beziehung zur Urlaubsbekanntschaft Joey so fix war und ihr Kennenlernverhalten mit anderen Männern auf der Tour und ihre Stimmung im letzten Telefonat mit ihm sprechen jetzt auch nicht unbedingt dafür. Zudem wollte sie mit ihrer Mutter noch den Inka-Trail wandern. Doch sicherlich nicht von China aus, wo Reisebeschränkungen bestanden. Sie hatte auch erst begonnen Chinesisch zu lernen, aber bei dieser Sprache muss man Jahre investieren, bevor man sich halbwegs verständigen kann, so dass man Kindern Englisch beibringen könnte (ihr angeblicher Plan). Nicht böse gemeint (sie war noch so jung, da ist das alles völlig normal), aber das war doch alles nicht realistisch.

Ich denke nach wie vor, dass sie die letzte Etappe freiwillig vorzeitig beendet hat oder beenden wollte. Dazu passen der minimale Proviant, den sie eingekauft hat, und die Zeitplanung, nach der sie erst irgendwann mitten in der Nacht in Mainz bei der Freundin angekommen wäre. Scarlett war eine geübte Wanderin, der ein solcher Fehler bei der Planung sicherlich nicht passiert wäre. Die Freundin hat um 19 Uhr bei der Schwester nachgefragt, wo Scarlett denn bleiben würde. D.h. die Freundin ist auch davon ausgegangen, dass Scarlett nicht mitten in der Nacht oder spätabends in Mainz ankommt. Zur Erinnerung: Scarlett war spät aufgebrochen (Telefonat mit Joey war um 11 Uhr), hätte vom Wanderparkplatz (letzte mögliche Sichtung) noch 2-3 Stunden zur Endstation des Schluchtensteigs gehabt. Von dort hätte sie ihr Auto am Einstiegspunkt des Schluchtensteigs mit den Öffis holen müssen, was jetzt auch nicht unbedingt ums Eck lag. Dann noch nach Mainz - Entfernung mehrere hundert Kilometer. Das passt doch hinten und vorne nicht. Vielleicht wollte sie die Wanderung abbrechen und vom Parkplatz mit dem Bus weiterfahren, um rechtzeitig ihr Auto zu holen, um noch nach Mainz zu kommen. Der Bus kam an diesem Tag aber nicht (Straßensperre). Möglicherweise ist sie da zu jemandem ins Auto gestiegen, der ihr angeboten hat, sie zu ihrem Auto zu bringen. Ob geplant (Verabredung) oder ungeplant kann man nicht sagen. Gegen eine geplante Verabredung spricht in der Tat (hat oben jemand geschrieben), dass der Täter dann nicht sicher sein könnte, dass sie niemandem davon erzählt. Vielleicht war es wirklich der gleiche Täter wie in Lenzkirch (oder so ähnlich), der auch eine Frau an einer Haltestelle in sein Auto gelockt hat. Der konnte bis heute nicht ermittelt werden und das war in der Nähe von Scarletts Wandergegend.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

24.06.2026 um 22:45
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Man müsste Montanarchäologen aus der Gegend fragen, ob sowas im Umkreis denkbar wäre. Die kennen aber erstmal auch nur, was sie begangen haben oder in einer offiziellen Bergbaukarte drin ist. Ich frage mich, ob es irgendwo unweit des Weges soetwas wie einen vergessenen Schacht geben könnte
An so etwas denke ich auch öfters mal. Daß sie eben tatsächlich vom Erdboden verschluckt wurde. Es wäre wirklich interessant, wenn man sich mit mal mit jemandem unterhalten könnte, der sich diesbezüglich in der Region auskennt. Auch wenn er nicht „die“ exakte Location kennen würde, wäre es zumindest wichtig, zu wissen, ob es solche alten unterirdischen Schächte dort noch irgendwo geben könnte.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

25.06.2026 um 03:24
Zitat von Akte-XAkte-X schrieb:Die Freundin hat um 19 Uhr bei der Schwester nachgefragt, wo Scarlett denn bleiben würde. D.h. die Freundin ist auch davon ausgegangen, dass Scarlett nicht mitten in der Nacht oder spätabends in Mainz ankommt.
Die Freundinnen waren erst für Freitag verabredet Die Nachfrage der Freundin bei der Schwester erfolgte am Freitag um 19.00 h.
Zitat von Akte-XAkte-X schrieb:Von dort hätte sie ihr Auto am Einstiegspunkt des Schluchtensteigs mit den Öffis holen müssen, was jetzt auch nicht unbedingt ums Eck lag. Dann noch nach Mainz - Entfernung mehrere hundert Kilometer. Das passt doch hinten und vorne nicht.
Eben. Weil Du einen ganzen Tag ausgelassen hast.


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Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

25.06.2026 um 06:53
Zitat von tombarnabytombarnaby schrieb:Eben. Weil Du einen ganzen Tag ausgelassen hast.
Sorry, Du hast natürlich recht. Da hatte ich einen Denkfehler. Es bleibt aber trotzdem so, dass sie relativ wenig Proviant eingekauft hatte und noch nach Abschluss der letzten Etappe in Wehr ihr Auto in Stühlingen hätte holen müssen. Danach wollte sie zumindest schon Richtung Mainz fahren und ggf. einen Zwischenstopp machen (potenzieller Anruf beim Campingplatz). Diese Zeitplanung war auch recht ambitioniert und lässt für mich die Möglichkeit zu, dass sie die letzte Etappe vorzeitig beenden wollte. Da hätte sich der Bus am Wanderparkplatz (potenzielle Sichtung) angeboten, der aber an diesem Tag nicht kam.


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