Nev82 schrieb:Noch ein kleiner persönlicher Eindruck. Es ist etwas ganz anderes, wenn man nur in der Theorie etwas von schwierigem Gelände weiß, dann davor steht und sieht, womit man es geländetechnisch dort im Südschwarzwald tatsächlich zu tun hat
So ist das! Ich lebe nun mal vor Ort und sehe das Wehratal täglich mit eigenen Augen. Von daher kann ich sagen, was ich kenne und vor Ort sehe.
Mal eine Frage am Rande. Warst du selbst mit Finderwille vor Ort im Wehratal?
strombopoly schrieb:Dieser Felssturz hat nicht am Wildenstein stattgefunden sondern in der Nähe des Mettlefelsens.
Die Felsen dieses Felssturzes stürzten auf die Strasse, aber am Wildenstein befindet sich die Wehra zwischen der Strasse und dem (Wildenstein-) Fels. Die Felsen wären also in die Wehra gestürzt.
Jepp! Es gab keinen kapitalen Felssturz am Wildenstein in den letzten 6 Jahren. Die massiven Felsabgänge finden hauptsächlich auf der Ostseite des Wehratals statt, dort befinden sich auch einige Fangzäune. Und würde westseits etwas abgehen auf der Wildensteinseite, dann würde das ganze Geröll in der Wehra landen und diese dichtmachen. So passiert Anfang der 2000er Jahre auf Höhe des Hirschsprungs und der Fluß war dicht.
Wäre etwas Vergleichbares am Wildenstein passiert, dann hätte es dasselbe Szenario einer zugeschütteten Wehra gegeben und es wäre zumindest hier vor Ort in aller Munde gewesen.
Nev82 schrieb:Es ist völlig legitim, auch im Fall Scarlett, dass es hier einige gibt, die nicht an die (Nasen)arbeit von Hunden glauben
Ich gehöre sicher nicht zu denen, die den Einsatz und das Können von Hunden abtun. Habe selbst zwei Hunde und immer Hunde gehabt und ich weiß, was die nasentechnisch drauf haben.
Was ich allerdings nicht glauben kann, dass irgendein Hund nach 6 Jahren im Gelände noch etwas von einem Menschen riechen kann, seien es sterbliche Überreste noch Kleidungsstücke oder Ausrüstungsgegenstände. Wo soll der Geruch herkommen und wie soll sich der über 6 Jahre in freiem Gelände gehalten haben?
Und noch etwas zur Location Wildenstein und zur möglichen Absturztheorie.
Habe mal in meinen umfangreichen Unterlagen und Fotodokumenten gekramt. Es war so, dass in der ersten Woche nach dem Verschwinden eine Truppe aus Wehr im Wehratal gewesen ist, im Speziellen auch am Wildenstein. Oben am Fels, seitlich vom Fels, und unterhalb des Wildensteins ist man das gesamte Flußbett abgelaufen. Wurde mir so gesagt und die Fotos habe ich selbst gesehen. Ich habe die hier, sind ja aber nicht meine und deshalb kann ich sie hier nicht einstellen.
Der, der auf, um und unterhalb des Wildensteins mit dabei war und abgesucht hat, könnte viel dazu sagen; leider ist er letztes Jahr verstorben, den kann ich nicht mehr fragen.