Kerzen schrieb:und ausgerechnet diese Kinder waren ja mehr als gewohnt an die Polizei, seit Jahren waren sie (zumindest) mit die dänische Polizei vertraut.
So ist es. Und ihnen war deshalb auch klar, dass sie Polizisten nicht als "Bedrohung" sehen müssen. Im Gegenteil, die Kinder erhofften sich Hilfe von ihnen. Wäre dem nicht so, wäre der Notfallknopf nicht gedrückt worden. Dementsprechend wurde ein Gespräch zwischen den Kindern und der Polizei in Hamburg nur aus einem Grund verhindert - CB wusste, in welcher Form sich die kids bei den Beamten äußern würden. Das bestätigt ja auch die Korrespondenz.
LeonardodV schrieb:Korrespondenz vom Nachmittag des 3.1. hierzu:
Hillepille schrieb am 22.01.2026:03.01.24, 14:53:14 Uhr: ausgehende Nachricht an Dr. _Dringende Bitte Christina: kein Talk der Kids mit Polizei. Die seien abgerichtet, sofort
um Hilfe zu rufen. Wie zu erreichen? Was sagt
? Weiss er jetzt von Päd? Liebe
Grüße"
Beitrag von Hillepille (Seite 451)
Nyx_07 schrieb:Meine Güte Frau Pinar! Wie peinlich kann man denn sein?
Vivace schrieb:Sie entwickelt sich immer mehr zur Diva.
Bei diesem Prozess fällt sie wirklich immer wieder negativ auf. Und gerade heute - wegen einer Verzögerung von ~ 30 Minuten ein Fass aufzumachen, das ist vollkommen absurd.
Origines schrieb:Nur noch am Rande bemerkt sei, dass ich die Empörung über Frau Block und die ihr vorgeworfenen (sich im Prozess zu bestätigen scheinenden) Taten auch als Ausdruck gesellschaftlicher Stereotypen sehe:
Die Tatsache, dass Christiana Block Frau und Mutter ist, ist meinem Empfinden nach nicht unerheblich für das moralische Werturteil, das in der Öffentlichkeit, aber besonders deutlich hier im Thread sichtbar wird. Wie nicht selten, wenn Frauen wegen schwerer Straftaten belangt werden. Wäre sie Mann und Vater, würden sich sozialen Narrative bestätigen und wären viel weniger aufgeladen: Männer: skrupellos, empathielos, gewaltbereit. Es sind zumeist Männer, die missbrauchen, vergewaltigen, töten.
Origines schrieb:Scheinen solche Zuschreibungen nun auf eine Frau zu passen, dann steigert das die Empörung, das Unrecht der Tat. Denn Frauen sind sonst nicht so. Sollen so nicht sein. Dürfen so nicht sein. Nach dieser Schablone verstößt Frau Block nicht nur gegen die Strafgesetze, sondern auch gegen die "besseren Eigenschaften" ihre Geschlechts und ganz besonders gegen ihre Pflichten als Mutter. Mütter sollen behüten, umsorgen, sich aufopfern. Die Frau, die das nicht tut oder nicht kann, die hat nicht nur Strafe verdient, sondern auch sträflich versagt.
anthe schrieb:Sehe ich nicht so.
Ich glaube, dass die hier geäußerte Empörung mehr damit zusammenhängt, dass eine reiche Hamburger Familie glaubte, kraft ihres "Standes", ihrer Mittel und ihrer Verbindungen zu einem ihr vermeintlich zustehenden "Recht" zu kommen und dabei buchstäblich bereit war und ist, über Leichen zu gehen.
Und es zeigt sich ja im Prozessverlauf immer wieder, wie sehr der Familienname anscheinend imstande war, Staatsbedienstete wie Jugendamt und Polizei in ihrer Arbeit zu beeinflussen.
Bin da ganz bei
@anthe . Für mich persönlich macht es keinen Unterschied, ob ein Mann oder eine Frau ein Verbrechen begehen. Og Rollenzuschreibungen sind veraltert und klischeehaft. Die Mutter als die Gute, sich sorgende und fürsorgliche Instanz - dieses Bild existiert doch nur in den Köpfen derer, die ihr diese Eigenschaften (in diesem Kontext) zuschreiben und nicht in denen der Personen, die sie für ihr Handeln bestraft sehen wollen. Nicht aufgrund ihres Geschlechts, sondern aufgrund der Taten.
Origines schrieb:nicht das ganze Geld nicht Fluch und Segen zugleich? Verbauten nicht die Möglichkeiten, fremde Kräfte anzuheuern und seinen (mutmaßlichen) Willen exekutieren zu lassen, die einfachen und menschlichen Möglichkeiten? Wären die Kinder ohne die Bürde des Reichtums vielleicht gar nicht in die Arme des Vaters getrieben worden?
Das Geld spielte beim Umgang mit den Kindern zu Anfang überhaupt keine Rolle. CB hatte alle Möglichkeiten. Die Kinder wollten eine Entschuldigung hören, sie wollten, dass sich Dinge ändern, sich das Verhalten ihrer Mutter ihnen gegenüber ändert, nicht mehr und nicht weniger.
"Die Bürde des Reichtums" trieb sie auch nicht in die Arme des Vaters, eine Formulierung die auf mich im übrigen wieder sehr negativ wirkt. Es war das og Verhalten, das sie dazu brachte bei ihrem Vater bleiben zu wollen.
Origines schrieb:Hypothetische Fragen, aber für mich ist Frau Block in diesem Theater immer auch eine tragische Figur. Die auch ein Stückchen Mitgefühl verdient hat, der zuzugestehen ist, dass ihr Schmerz und ihre Verzweiflung angesichts des Verlusts ihrer beiden Kinder ihren Sinn für Vernunft, Empathie und die Grenzen zulässigen Handelns vernebelt haben
Ich gestehe ihr durchaus zu, dass es für sie schmerzhaft war, dass ihre Kinder bei SH und seiner Familie bleiben wollten, keinen Kontakt zu ihr wünschen, sie vollkommen ablehnen. Das muss für eine Mutter furchtbar sein. Da sie aber Möglichkeiten hatte und diese nicht nutzte, stattdessen immer weiter eskalierte und letztendlich auch vor kriminellen Aktivitäten nicht zurückschreckte, hat sie kein Mitleid verdient, mMn.
SH und seine neue Familie war ihr egal, sie wollte deren Existenz zerstören, sie wollte die Kinder zwingen wieder bei ihr zu leben, ungeachtet der Wünsche der Kinder. Sie setzte Klara und Theo einer Traumatisierung aus usw usw. Und das alles, um IHRE Wünsche und Vorstellungen (und die ihres Vaters) durchzusetzen, komme was wolle. Das hat nichts mit Reichtum zu tun oder ihrer Rolle als Frau, das ist purer Egoismus, Skrupellosigkeit und jetzt auch Feigheit, zu ihren Entscheidungenen zu stehen.