Zaunkönigin schrieb:wenn man sich anschaut, wie sie ihn drangsaliert hat, während er zunehmend verzweifelter wurde, weil Fabian nicht gefunden wurde.
Während er mit einem wirklich existenziellen dramatischen Problemen beschäftigt war, hatte sie nichts anderes zu tun, als mal wieder ihre eigene Befindlichkeit in den Mittelpunkt zu stellen.
Dass er nicht spätestens da schreiend davongelaufen ist, ist schwer zu verstehen.
Grillage schrieb:Wir haben ja heute ein paar Nachrichten von ihr an ihn gehört, die sie geschrieben hat, während Fabian vermisst war. Es ist mir unbegreiflich, wie nach so einem Verhalten in so einer Situation wieder eine Annäherung stattfinden konnte. Für mich hat die da sowas von deutlich ihre hässliche Ego-Fratze gezeigt. Das kann er doch nicht übersehen?!
Der Mann scheint keinen Funken Selbstachtung zu haben. Er lässt sich von Gina H. behandeln wie ein Knecht, ausbeuten wie eine Weihnachtsgans, übel beschimpfen und in Gedankenspiele zwingen, ihr zuliebe seinen Sohn, seine Familie und den Hof aufzugeben.
Gelegentlich muckt er zwar auf, aber dann kriecht er gleich wieder zu Kreuze. Matthias R. muss doch gespürt haben, dass ihn diese Beziehung auf Dauer kaputt macht. Darauf deutet ja auch der Versuch hin, sich von dieser dominanten und selbstsüchtigen Person zu trennen - aber damit scheiterte er kläglich.
Bis dahin hätte man ja noch sagen können: Okay, Matthias R. war nicht Manns genug, eine solche Trennung durchzustehen, er war Gina H. zu sehr verfallen.
Aber selbst wenn er ernsthaft oder aus Verblendung davon überzeugt gewesen sein sollte, dass seine Freundin nicht als Mörderin von Fabian in Betracht kommen könne, hätte ihn ein Umstand wachrütteln müssen: das Verhalten von Gina H. in den Tagen nach dem Tod des kleinen Jungen.
Sie war mindestens zwei Mal mit Begleitung an dem Ort, an dem Fabian brachial ermordet und sein Leichnam angezündet wurde. Sie hätte also ihrem Freund, dem Vater des Kindes, mitteilen können, dass man offenkundig Fabians Leiche gefunden hat.
Doch davon sagte sie kein Wort. Kontakte gab es zwar reichlich, sogar unmittelbar nach den tödlichen Messerstichen, aber die einzige Botschaft, die in dieser Phase wichtig gewesen wäre, behielt Gina H. für sich.
Dass seine Freundin mit sogenannten „Tümpelzeugen“ bei der Leiche von Fabian war, ohne ihn davon zu unterrichten, hat Matthias R. ja bald darauf erfahren. Spätestens mit dieser Erkenntnis hätte er jeden Kontakt mit Gina H. abbrechen und sie als kaltblütige Mörderin zumindest in Betracht ziehen müssen.
Doch der Vater von Fabian tat das Gegenteil: Er erneuerte das Verhältnis, dem sein Sohn zum Opfer gefallen war. Einfach nur würdelos und ekelig! Fabian würde sich für ihn schämen…