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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

26.097 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 09:47
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Und was das Ad-hominem betrifft: Wer einem Verteidiger pauschal bescheinigt, er habe „keinen Plan“, bewertet die Person statt ihrer Argumente. Genau darauf habe ich hingewiesen.
Das habe ich weiter oben auch schon versucht deutlich zu machen. Dem RA sollte nicht seine Qualifikation abgesprochen werden.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 09:49
Er hat ja keine Argumente.
Ich empfinde ihn als stümperhaft und unprofessionell. Wie auch Ohm, der mit der mutmaßlichen Kindermörderin rumshakert und Bonbons futtert und lacht.
Und das vor den Augen der Opfermutter.
Ad hominem? Gerne!


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 09:50
Zitat von Kprs79Kprs79 schrieb:Vermutlich hat er tatsächlich nichts und muss deshalb so agieren, für die Angeklagte GH. Das ist sein Job. Ich denke, dass man das nicht auf seine Qualifikation zurückführen kann. Jeder andere RA bzw. Verteidiger würde vermutlich genau so agieren.
Bedingt, würde ich sagen. Bei den Haaren herbeigezogene Thesen zu verbreiten, ist nicht unbedingt sein Job. Und ob wirklich jeder andere Verteidiger so agieren würde bezweifle ich auch mal. Ohm tut es ja auch nicht.
Zitat von InterestedInterested schrieb:Löcker tritt großspurig auf, man kann sich nucht des Eindrucks erwehren, dass er keinen Plan hat, von dem, was er da macht.
So sehe ich das auch. Aber wenn er nix hat, tja, dann hat er eben nix.

Man muss etwas für Verständnis für seine Position haben:
Für wen blubbert er denn seine steilen Theorien in die Kameras?
Für die Öffentlichkeit?
Kaum. Die Öffentlichkeit fällt letztendlich nicht das Urteil.
Für die drei Berufsrichter?
Kaum. Die lassen sich davon sicher nicht beeindrucken.
Für die beiden Schöffen?
Ein wenig sicherlich. Das kann aber auch nach hinten losgehen. Schöffen sind nicht blöde, nur weil sie keine Juristen sind.
In aller erster Linie blubbert er für seine zahlende Kundschaft in die Kameras. Er bekommt von Familie der Angeklagten (oder wer ihn sonst auch immer bezahlt), eine Stange Geld. Da kann er ja nun nicht einfach nur in der Verhandlung auf seinem Stuhl sitzen. Die Erwartungshaltung an einen Anwalt, nochzu an einen Wahlverteidiger, ist - vermutlich geprägt durch US-TV-Serien - dass er flammende Reden hält. Und wie gesagt: Aber wenn er nix hat, tja, dann hat er eben nix.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 10:38
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:Er bekommt von Familie der Angeklagten (oder wer ihn sonst auch immer bezahlt), eine Stange Geld. Da kann er ja nun nicht einfach nur in der Verhandlung auf seinem Stuhl sitzen. Die Erwartungshaltung an einen Anwalt, nochzu an einen Wahlverteidiger, ist - vermutlich geprägt durch US-TV-Serien - dass er flammende Reden hält.
Wurde das denn mittlerrweile geklärt ob Anwalt Löcker tatsächlich Wahlverteidiger oder "nur" zweiter Pfichtverteidiger ist?
@Grillage hat ja schon mal erklärt warum es sehr wahrscheinlich ist, dass für so ein Verfahren zwei Pflichtverteidiger vom Staat bezahlt werden.
Wenn er wirklich Wahlverteidiger sein sollte stellt sich natürlich die Frage wer ihn bezahlt.
Allerdings: Ob ein Anwalt als Pflicht- oder als Wahlverteidiger vor Gericht auftritt, sollte in der Qualität seiner Arbeit keinen Unterschied machen! Auch der Steuerzahler erwartet gute Arbeit und nicht nur "auf dem Stuhl sitzen"!


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 10:46
Zitat von 111Birdy111111Birdy111 schrieb:
Zitat von TinkatinkaTinkatinka schrieb:Ich bin sehr gespannt auf die Aussagen von Olaf und Christian. Gleichzeitig habe ich Bauchschmerzen. Den wenn ich an die Aussagen von M oder seiner Mutter denke, dann schüttelt es mich. Vor allem, dass M so unterschiedliche Aussagen getätigt hat...
Ich kann deine Sorge nachvollziehen. Allerdings denke ich nicht, dass es genauso kommen wird, wie bei M und seiner Mutter, da O und C nicht unter dem selben Einfluss stehen, wie M es tut.
Ich hoffe dass Olaf in der Vernehmung sagt , was er auch in diesem Interview am Tümpel gesagt hat: dass er den Eindruck hatte dass ihm etwas untergejubelt werden soll (sorry wenn ich den Link nicht parat habe, ist ein paar Seiten vorher verlinkt). Das ist dann wohl das Ende der Freundschaft zu G., andererseits hat er es ja bereits öffentlich gesagt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 11:20
Zitat von 111Birdy111111Birdy111 schrieb:Die Wahrheitsfindung findet im Gerichtssaal statt, nicht in der Öffentlichkeit
Mit der Begründung, bräuchte man aber zu keinem Zeitpunkt Öffentlichkeit bei einer Beweisaufnahme
Zitat von 111Birdy111111Birdy111 schrieb:Es geht um die intimsten Details eines getöteten Kindes, die die Öffentlichkeit nicht kennen muss, um das Urteil nachvollziehen zu können. Wichtig ist, dass alle Verfahrensbeteiligten diese kennen.
Ein rechtsmedizinisches Gutachten ist einer der wichtigsten Dinge um ein Urteil nachvollziehen zu können.

Es wurden schon Fotos von der Leiche gezeigt. Die mündliche Erstattung ist meist nicht besonders intim. Man könnte es vllt lösen, dass man nicht jedes Bild der Obduktion an die Wand wirft.

Ich denke eher nicht, dass der Antrag Erfolg haben wird.
Ihre Anwältin Christine Habetha beantragte in ihrem Namen den Ausschluss der Öffentlichkeit für die am Donnerstag geplante Präsentation des rechtsmedizinischen Gutachtens. Sie verwies zur Begründung auf postmortale Persönlichkeitsrechte als Ausdruck des Schutzes der Menschenwürde. Dahinter müsse das Interesse der Öffentlichkeit zurücktreten.
Quelle: https://www.welt.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/article6a1eb0d28777b4bfe1a25df4/fall-fabian-tatort-im-fokus-tuempel-als-ort-des-grauens.html

Da wäre es interessant zu wissen, ob das nur die Formulierung des Journalisten ist oder ob die Anwältin, das beim Antrag vllt sogar betont hat. Oft betonen Anwälte, dass sie es im Namen des Mandanten beantragen, wenn sie wissen, der Antrag wird nicht von Erfolg gekrönt sein bzw. es fehlt die rechtliche Grundlage.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 11:28
Zitat von Dr.DoyleDr.Doyle schrieb:Du und Andere hier haben bereits geurteilt.
Vielleicht ist DAS mein Problem?
Noch bevor die Verhandlung beendet ist,
bevor ein Urteil gesprochen ist,
wird von Euch ein Urteil gesprochen.
Zitat von Dr.DoyleDr.Doyle schrieb:Ich warte ab, bis ich MEIN Urteil fälle.
Okay?
Das ist ok für dich.
In so einem Forum darf man seine Meinung kund tun. Darf auch „sein Urteil“ kund tun.

Und meiner Meinung ist Gina die Hauptakteur Jn in diesem Fall. Alles dreht sich um sie. Also wirklich alles. Meiner Meinung nach hat sie narzisstische Züge. Gina, hier, Gina da. Der Tod von Fabian, Nebensache, wichtig- Gina. Und ihre Pferde 🐴

Mir war sie ein paarmal zu oft an diesem Tümpel. Und ja, die Indizien sind schon drückend. Und, wir sind noch nicht am Ende. Zum Schluss wird das ein ziemlich rundes Puzzle werden. Lassen wir das Gericht entscheiden. Im Namen des Volkes.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 11:35
Zitat von Fassbinder1925Fassbinder1925 schrieb:Oft betonen Anwälte, dass sie es im Namen des Mandanten beantragen, wenn sie wissen, der Antrag wird nicht von Erfolg gekrönt sein bzw. es fehlt die rechtliche Grundlage.
Habetha ist eine sehr erfahrene Nebenklageanwältin, sie hätte ihre KäMandantin doch sicherlich deutlich gemacht, wenn sie keinerlei Aussicht auf Erfolg des Antrag sehen würde.

Dass die Hürden für den Ausschluss der Öffentlichkeit sehr hoch sind, wurde in einem anderen Thread von einem Juristen auch schon erläutert.
Ich als Laie kann das überhaupt nicht einschätzen, wie die Erfolgsaussichten sind, kann aber den Wunsch der Mutter absolut nachvollziehen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 11:38
Zitat von BohoBoho schrieb:Zum ersten Teil denke ich, ist die aktuelle Sachlage schon ein Problem für die Verteidigung.
Danke für deine gesamte Einschätzung. Das sehe ich genau.

Auch wenn kein eindeutiger Beweis vorliegt (was es auch wahrscheinlich nicht mehr geben wird) sprechen sämtliche Indizien und Spuren GEGEN sie. Bis dato gibt es zu keinem Indiz oder einer Spur irgendwelche Zweifel, welche Gina entlasten würden. Kein bisschen.
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Zum Schluss wird das ein ziemlich rundes Puzzle werden.
So.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 11:42
Zitat von Fassbinder1925Fassbinder1925 schrieb:Oft betonen Anwälte, dass sie es im Namen des Mandanten beantragen, wenn sie wissen, der Antrag wird nicht von Erfolg gekrönt sein bzw. es fehlt die rechtliche Grundlage.
Das waere eine Erklärung.
Zitat von Fassbinder1925Fassbinder1925 schrieb:Die mündliche Erstattung ist meist nicht besonders intim.
Das wuerde ich auch erwarten. Aber ich habe da keinerlei Erfahrung.
Mal abwarten.
Zitat von Dr.DoyleDr.Doyle schrieb:Ich hatte bemängelt, dass hier Vorverurteilungen gemacht werden.
Zitat von Dr.DoyleDr.Doyle schrieb:Ich warte ab, bis ich MEIN Urteil fälle.
Sehr nachvollziehbar.
Das ist ja der Sinn eines Verfahrens, genau herauszuarbeiten, was fuer und was gegen den Angeklagten spricht.

Gerade der Fall 'Hanna/Prien' hat mir gezeigt, man mit Vorveruteilungen wirklich vorsichtig sein sollte.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 11:47
Der zitierte Beitrag von Jesse6 wurde gelöscht. Begründung: Unterstellung
Zitat von Gast81Gast81 schrieb:Ich kann zwar Dorina verstehen, dass sie diese grausamen Details nirgends lesen möchte, andererseits geht es doch auch ihr um die Wahrheit und möchte sie verhindern, dass Gerüchte kursieren.
In der Hinsicht ist das Kind halt schon fast komplett in den Brunnen gefallen.
Ich habe mich bereits oft gefragt,
wie der Fall medial verlaufen wäre/ würde wenn es all die sozialen Medien und allgegenwärtige Nachrichtenüberflutung nicht in diesem Umfang geben würde.
Ob man dann eine Dorina weniger durch den Dreck ziehen würde.

Eine wirkliche Antwort habe ich für mich nicht gefunden, denn ich weiß im Grunde war die Menschheit zu allen Zeiten gleich mies bzw. gut und hat immer Mittel und Wege gefunden.
Ablenken von den eigenen Ängsten und Schwächen, indem man sich über andere erhebt sind nichts neues.
Was aber "neu" ist, sind eben doch die Art der Medien und ihre schier unendliche Reichweite.
Und daran sind auch auch viele Influncer auf ihren Plattformen mit verantwortlich, sowie jeder einzelne Konsument, der sie missbräuchlich nutzt.
Laut und nicht stumm zu sein kann helfen und wird hinsichtlich vieler Ungerechtigkeiten auf dem Planeten immer absolut notwendig sein.
Eine Stimme für die zu sein, die sonst nicht gehört werden.

Was so einen fürchterlichen Fall wie ein Kindermord angeht, wäre vielleicht dennoch weniger Präsenz mehr gewesen.
Es ist und bleibt schwierig.
Was ich mir aber so sehr wünsche, sind einfach mehr und härtere Strafen was den Internet Dschungel betrifft.
Denn längst haben uns Deepfake und Co. gezeigt, dass auch ohne jegliches eigenes Zutun Menschen zerstört werden können.

Hier beim Fall zählt am Ende nur das Ergebnis.
Ob mit oder ohne öffentliches Plädoyer usw.
Und ich vertraue darauf, dass es ein "gutes Ende" gibt.
Mit einer Verurteilung für die Täterin.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 11:52
Als Laie vermag ich die Begründung für den beantragten Ausschluss der Öffentlichkeit zur Befragung des Gerichtsmediziners nicht sachlich nachzuvollziehen.

Wie hier schon geschrieben wurde, dürfte der bloße "Wunsch" der Mutter nicht ausreichend sein, um das plausibel zu begründen. Die Gefühle sind natürlich zu respektieren, wenn auch die hier mitunter genannten möglichen sachlichen Gründe (evt. Thematisierung von Ernährung, Vorerkrankungen usw.) da wenig Substanz bieten. Dass Fabian so war, wie er war, ist ja nun kein Geheimnis und die Hintergründe der Lebenssituation wurden auch bereits umfänglich erörtert. Wer deswegen der Mutter Vorwürfe macht, verkennt - vielleicht auch absichtlich - dass hier der Mord an dem Kind verhandelt wird, der völlig unabhängig von der konkreten familiären Vorgeschichte und den Herausforderungen einer Alleinerziehenden aufzuklären ist.

Es spielt für die Verwerflichkeit des Mordes schlicht keine Rolle, ob Fabian ausreichend frisches Gemüse bekam oder hin und wieder zu viel Zucker in sich hinein gestopft hat oder lange/oft allein war. Die gesellschaftliche Unsitte, die eigenen Maßstäbe für den Rest der Menschheit als verbindlich anzusehen und sich insbesondere über Ernährung, Erziehung und Betreuung der Kinder anderer Leute aufzuregen und sich Urteile darüber anzumaßen, ist kein spezielles Problem dieses tragischen Falles, in dem das alles nun eben öffentlich diskutiert wird.

Ob das Interesse an einem Ausschluss also so schwerwiegend sein wird, wage ich doch zu bezweifeln und es bleibt also spannend, wie das Gericht entscheiden wird. Für die Gesamtschau des Falles wäre eine öffentliche Aussage sicher hilfreich. Einige hatten schon angemerkt: Gerade diese Befragung dürfte für das Persönlichkeitsbild der Angeklagten entscheidende Aspekte liefern. Die Staatsanwaltschaft hat sicher ein gewichtiges Interesse daran, die Ermittlungen auch in diesem Bereich transparent darzustellen.

Die Medien sind bisher in diesem Fall sehr sensibel mit entsprechenden Informationen umgegangen und sogar die BILD hat sich in der Berichterstattung - wie ich finde - erstaunlich zurückhaltend gezeigt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 11:59
Zitat von AdsonAdson schrieb:Es spielt für die Verwerflichkeit des Mordes schlicht keine Rolle, ob Fabian ausreichend frisches Gemüse bekam oder hin und wieder zu viel Zucker in sich hinein gestopft hat oder lange/oft allein war.
Derartige Inhalte werden auch nicht in der Aussage des rechtsmedizinischen Gutachters sein.

Da könnte ich mir eher vorstellen, dass der Kinderarzt intime Details kennt, die man nicht so in der Öffentlichkeit haben möchte.
Aber dieser wird ja wohl nicht vor Gericht erscheinen müssen.

Ich kann es mir nicht so recht erklären, warum D. Die Aussage des Rechtsmediziners unter Ausschluss der Öffentlichkeit haben möchte.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 11:59
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Habetha ist eine sehr erfahrene Nebenklageanwältin, sie hätte ihre KäMandantin doch sicherlich deutlich gemacht, wenn sie keinerlei Aussicht auf Erfolg des Antrag sehen würde.
Das machen auch noch erfahrenere Anwälte. Oft ist das zum Beispiel bei Sexualstraftätern der Fall. Die würden gerne ihre gesamte Aussage unter Ausschluss der Öffentlichkeit machen. Dann beantragt der Anwalt zum Lebensbereich und noch im Namen des Mandanten zur Sache die Öffentlichkeit auszuschließen . Letzteres geht dann meistens nicht durch.

Hängt natürlich auch davon ab, wie sehr der Mandant drauf besteht. Aber deswegen muss es natürlich nicht hier so sein.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 12:09
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich kann es mir nicht so recht erklären, warum D. Die Aussage des Rechtsmediziners unter Ausschluss der Öffentlichkeit haben möchte.
Obwohl - Wenn (gefuehlt) alle Bescheid wissen (social Media sei 'dank') nur man selbst (also D) 'weiss von nichts' (ich denke nicht, dass D an diesem Prozesstag anwesend sein möchte), dann ist das schon ein blödes Gefuehl.

Es scheint auf Social Media ja Berichte aus dem Prozesssaal zur Genüge zu geben.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 12:13
Zitat von AdsonAdson schrieb:Als Laie vermag ich die Begründung für den beantragten Ausschluss der Öffentlichkeit zur Befragung des Gerichtsmediziners nicht sachlich nachzuvollziehen.

Wie hier schon geschrieben wurde, dürfte der bloße "Wunsch" der Mutter nicht ausreichend sein, um das plausibel zu begründen. Die Gefühle sind natürlich zu respektieren, wenn auch die hier mitunter genannten möglichen sachlichen Gründe (evt. Thematisierung von Ernährung, Vorerkrankungen usw.) da wenig Substanz bieten. Dass Fabian so war, wie er war, ist ja nun kein Geheimnis und die Hintergründe der Lebenssituation wurden auch bereits umfänglich erörtert.
Gucken wir doch in's Gesetz:
(1) Die Öffentlichkeit kann ausgeschlossen werden, soweit Umstände aus dem persönlichen Lebensbereich eines Prozessbeteiligten, eines Zeugen oder eines durch eine rechtswidrige Tat (§ 11 Absatz 1 Nummer 5 des Strafgesetzbuchs) Verletzten zur Sprache kommen, deren öffentliche Erörterung schutzwürdige Interessen verletzen würde. Das gilt nicht, soweit das Interesse an der öffentlichen Erörterung dieser Umstände überwiegt. Die besonderen Belastungen, die für Kinder und Jugendliche mit einer öffentlichen Hauptverhandlung verbunden sein können, sind dabei zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt bei volljährigen Personen, die als Kinder oder Jugendliche durch die Straftat verletzt worden sind.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/gvg/__171b.html

Ich vermag auch nicht so wirklich zu erkennen, dass schutzwürdige Interessen des Opfers verletzt werden, wenn man erörtert, wieviele Stiche welche Organe verletzt haben. Bei Mord, Totschlag und Körperverletzungsdelikten kommt es ggf. eben auf genau diese Fragen an.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es spielt für die Verwerflichkeit des Mordes schlicht keine Rolle, ob Fabian ausreichend frisches Gemüse bekam oder hin und wieder zu viel Zucker in sich hinein gestopft hat oder lange/oft allein war.

Derartige Inhalte werden auch nicht in der Aussage des rechtsmedizinischen Gutachters sein.
Doch, das ist zumindest durchaus denkbar. Der Allgemeinzustand wird schon diskutiert. Aber das kann man auch kurz halten und sich auf das konzentrieren, was tatrelevant ist.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 12:15
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es scheint auf Social Media ja Berichte aus dem Prozesssaal zur Genüge zu geben.
Aber doch nur von Besuchern und nicht den direkt beteiligten. Besucher sind die Öffentlichkeit und fallen dann weg.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 13:16
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb:Ich habe mich bereits oft gefragt,
wie der Fall medial verlaufen wäre/ würde wenn es all die sozialen Medien und allgegenwärtige Nachrichtenüberflutung nicht in diesem Umfang geben würde.
Ob man dann eine Dorina weniger durch den Dreck ziehen würde.
Ganz sicher nicht. Erstens stünde dann wahrscheinlich mehr als jetzt in gedruckten Zeitungen. Und zweitens denke ich an den Fall der neunjährigen Peggy Knobloch, die viele Jahre als verschwunden galt, bis schließlich ihre Leiche entdeckt wurde. Da wurde nicht nur die Mutter, sondern sogar das Kind selbst mit Häme überzogen. Und das sogar sehr offen.
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb:Ablenken von den eigenen Ängsten und Schwächen, indem man sich über andere erhebt sind nichts neues.
Stimmt. Ich sehe das aber weniger als Ablenkung von sich selbst, sondern vielmehr als die gefühlte Erlaubnis, seine Bosheit gegenüber anderen offen ausleben und sich dabei auch noch moralischer als das Opfer fühlen zu können.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Derartige Inhalte werden auch nicht in der Aussage des rechtsmedizinischen Gutachters sein.
Da wäre ich nicht so sicher. Bei der Obduktion von Michael Jackson wurde zum Beispiel seine Hautkrankheit erwähnt, obwohl sie nichts mit seinem Ableben zu tun hatte.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.06.2026 um 13:47
Mir fällt grad noch eine Frage zu den Schuhspuren am Tümpel ein, evtl kann sie hier jemand beantworten:

Wissen wir gesichert welche Schuhe G. am 14.10 beim offiziellen Auffinden getragen hat?
Wie läuft sowas normalerweise wenn ich zb eine Leiche finde und evtl. am Tatort Spuren hinterlassen haben könnte?
Wird da meine Kleidung untersucht und dokumentiert was ich da getragen habe? Würde ja Sinn machen
Wurde das bei G.und ihrer Freundin gemacht?
Gibts dazu Infos oder wird das auch erst später zur Sprache kommen?


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