dante81 schrieb:Was für mich noch nicht als Motiv geltend gemacht wurde, ist der Wunsch, dass MR ebenso leiden soll wie GH. Es wurd ja sehr deutlich, dass dir massiven Herzschmerz hatte (natürlich dazu finanzielle Ängste etc) und ich denke, fast jeder kennt den Verlust einer großen Liebe und die absolute Verzweiflung. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Impuls war "du lässt mich so große Schmerzen durchleben, ich will, dass du auch leidest" , ohne die vorrangige explizite Absicht, dass dadurch beide wieder näher kommen.
Doch, das ist hier anfänglich sehr wohl erörtert worden.
Auch ich habe zunächst gedacht, dass sie die Tat aus Rache dafür verübt haben könnte, dass Matthias R. sie verlassen hat. Nach dem Motto: „Ich habe mein Liebstes verloren, jetzt sollst Du
mit dem Verlust Deines Sohnes büßen“.
Ich habe mich aber von der Annahme der Ermittler überzeugen lassen, dass Gina H. mit Hilfe des Verbrechens ihren Freund zurückgewinnen wollte - auch, weil sie ohne ihn finanziell nicht mehr über die Runden kam.
Gegen Rache als Motiv spricht im Übrigen, dass Gina H. sich in einem solchen Fall die ganzen bizarren Manöver zur Entdeckung der Leiche hätte sparen können. In ihrem Wahn hatte sie sich ja ausgemalt, die Beziehung zu Matthias R. neu beleben zu können, wenn sie den „Störfaktor“ Fabian beseitigt und gleichzeitig dem Vater in dessen Notlage als Partnerin beisteht.
Da meinte sie wohl, keine Zeit verlieren zu dürfen und durch ein schleuniges Auffinden der Leiche die Basis für neue, intensive Kontakte zu MR herstellen zu können. Diese Ungeduld war so groß, dass Gina H. letztlich sogar das Risiko einging, sich selbst als „Finderin“ zu inszenieren.