Neustarter schrieb:hatten wir das hier schon sehr umfänglich und ausführlich besprochen, so dass nachvollziehbar ist, dass Gina im Telefonat kein Täterwissen preisgegeben hat.
Nur weil du das immer wieder wiederholst, wird das nicht wahrer.
Es handelt sich sehr wohl um Täterwissen zu dem Zeitpunkt. Sie mag das Kind "gefunden" haben und auch gesehen, dass er verbrannt war. Wie es zu diesem Brand gekommen ist und was dem zugrunde liegt, hätte sie nicht wissen können. Es ist in der Presse von einer Verdeckungstat die Rede. Bis dahin hatten die Menschen im Tatbereich auch Sorge um ihre eigenen Kinder, dass ein Sexualmörder, Kindermörder sich unter ihnen befindet.
Gina selbst hat sich an besagtem Tag des Telefonates auch als Finderin selbst zu erkennen gegeben. Für die Presse, die Öffentlichkeit war sie bis dahin einfach eine Spaziergängerin. Ungeachtet dessen, führt sie ein Telefonat mit einem der Tümpelzeugen, den sie 5 Tage vorher zur Leiche des Kindes geführt hat. Die ersten Polizisten vor Ort hätten das Kind nicht als Fabian identifizieren können. Einer Gina H. gelingt das beim bloßen mit der Taschenlampe ins Gesicht leuchten. Davor soll sie mit dem Jäger TZ1 bereits dort gewesen sein und die Mär von der Gummipuppe nahm ihren Lauf.
Auch dieses Märchen hat sie selbst in die Welt gesetzt.
Beide Männer wurden vorsätzlich von ihr an den Tümpel geführt. Einzig die gehbehinderte Freundin bestand darauf, sofort die Polizei zu rufen. Ihre Aussage wird nochmal sehr wichtig werden, ob Gina im Auto gesesses hat und ihr von "Da unten liegt Fabian" berichtet hat oder ob sie die Hunde an den Tümpel geführt hat, während die Freundin, der es ja nicht so gut ging, warum man überhaupt einen Spaziergang machen wollte, brav im Auto gesessen hat und ihr schlechtes Befinden mit sich selbst und einem Spaziergang im Geiste ausgemacht hat.
Du kannst es hier gebetsmühlenartig wiederholen. Dass ein Grillanzünder zum Entzünden des Jungen geführt hat, hätte das Pferdemädchen nur wissen können, wenn sie selbst das Kind in Brand gesetzt hat.
Als der Part mit den Fußmatten kam und "hätte ich höchstens entsorgt" - dachte ich beim 1. Lesen, dass sie das als Grund angibt, warum sie nicht die Täterin sein kann, wäre sie, hätte sie zumindest die kleinen Fußmatten entsorgt und was sie nicht sehen kann, kann sie ja auch nicht entfernen.
Zu dem Zeitpunkt hat man Gina - wir reden hier vom 17.10. noch nicht über die Ermittlungsergebnisse informiert. Und genau weil das so ist, ist es auch Täterwissen, welches sie offenbart.
All die Fehler die sie begeht, sind nur all zu verständlich. Ich gehe mal davon aus, dass es ihr erster kaltblütiger Mord war. Das Opfer ein unschuldiges, 8 jähriges Kind aus ihrem persönlichen Nahbereich. Die Fehler und Spuren, die sie hinterlassen hat, sind eben darauf zurückzuführen, dass Morde im echten Leben keiner Tatortfolge gleichen und echte Ermittlungsarbeit anders abläuft, als sie das überblickt haben dürfte. Am Ende ist sie auch nur bauernschlau und ich hoffe, der Gerechtigkeit für Fabian, wird mit einem besonderer Schwere der Schuld der Mord an dem Jungen geahndet.