Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
gestern um 23:00Es muss mind. eins der gesetzlich abschließend aufgezählten Mordmerkmale erfüllt sein, damit die vorsätzliche Tötung eines Menschen als Mord qualifiziert werden kann. Planung als solches ist kein Mordmerkmal, auch wenn Spontantaten sicher häufiger ein bloßer Totschlag sein werden als geplante Taten. Hier sind zwei Mordmerkmale angeklagt, Heimtücke und sonstige niedere Beweggründe. Beide setzen nicht zwingend eine Planung heraus, ich kann auch aus spontanem Impuls eine heimtückische Tat begehen (hier wäre es also etwa: harmloser Ausflug mit Fabian, dann verbaler Streit über Beziehung zu seinem Vater o.ä. und dann plötzlicher heimtückischer Angriff gegen arg- und wehrlosen Fabian) und dies aus niedrigen Beweggründen (hier also Überzeugung, dass Angriff zwar spontan erfolgte, aber von der Motivation getragen war, ein "Anhängsel" zu beseitigen wegen übersteigerter Eifersucht/übersteigertem Besitzanspruch gegenüber dem Vater + der finanziellen Absicherung durch ihn).sunrise2008 schrieb:Nochmal eine Frage an die Juristen: macht es überhaupt einen Unterschied, ob der Mord geplant war oder nicht?
Soweit ich weiß, ist Mord eben wie Mord zu bewerten.
Es spricht aber ja ohnehin alles für eine geplante Tat, nichts spricht für einen plötzlichen geheimen gutgemeinten Ausflug mit Fabian, bei dem man zufällig ein Messer bei sich trägt und es dann überraschend eskaliert.





