Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
gestern um 21:10
Hab meine Liste wieder aktualisiert und versucht, sie chronologisch zu sortieren.
Beweise und Indizien (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
09.10.2025
* Nach Trennung von Vater Google Suchen zu Testament und Nachricht an Vater „ich wünschte, ich wäre endlich tot“, Onlinekauf von Testamentsvorlage am Abend vor der Tat um 15,— Euro und lässt ChatGPT Testament erstellen: ihr Sohn soll ihr Auto mit 17 bekommen (Indiz)
* Auto am Tag vor der Tat 09.10. in unmittelbarer Nähe der Wohnung des Opfers (Zeuge Franz H.)
* Es gibt zwei Zeitfenster am 09.10., in denen die Angeklagte das Opfer getroffen haben könnte, insbesondere, als das Opfer um 14.20 Uhr in den Jugendclub ging und eventuell um 14.25 Uhr bei Gina H. vorbei fuhr, als deren Gespräch mit der AWO vorbei war. Eigentlich hätte das Opfer fünf bis sechs Minuten weniger für diesen Weg gebraucht (Ermittlungsergebnis, Indiz)
* Handydaten 9.10. „muss Weg finden für komplette Zukunft“, „Testament“, Nachricht Vater des Opfers „Opfer schenkt ihm bisschen Hoffnung und Kraft“ (SV-GA)
* 09.10. Streit zwischen Angeklagter und Vater Opfer, laut Vater haben Kosten der Pferde Beziehung Stück für Stück zerbrochen (Indiz)
10.10.2025
* Auto vor Tat: Morgens am Tatort (SV-GA)
* Auto kurz vor Tatzeit: am Wohnort Opfer (Video Überwachungskamera, Zeugin Nachbarin), um 10.43 Uhr in der Straße des Wohnortes des Opfers, 10.51 Uhr letzte Nutzung Handy Opfer, 10.53 Uhr Auto in Nähe Wohnung Opfer (SV-GA) und sodann um 11:11 Uhr 1600 m vom Tatort entfernt (Foto Handy Angeklagten), 11.10 Uhr Handy Angeklagte Funkzelle Lohmen (SV-GA)
* Handy aktiv aus zur Tatzeit und zur Zeit, als Auto in Güstrow war und Opfer Handy in Standby ging (SV-GA)
* Angeklagte schaltet Handy am 10.10. von 11:22 Uhr bis 12:42 Uhr aktiv aus, obwohl Akku voll (entgegen früheren Angaben der Angeklagten, sie hätte Akku „sparen“ müssen) und Angeklagte ihr Handy sonst nie ausschaltet; behauptet gegenüber Christian D., sie habe kein Netz gehabt; in Nachrichten ab 12.47 Uhr wirkt sie gestresst (SV-GA, Zeuge Christian D.)
* Auto zur Tatzeit: Nähe Tatort (Zeugen Steinsammler)
* Auto etwas später nach Tatzeit: Nähe Tatort (Zeugin ehemalige Freundin, Zeugin Erzieherin)
* Handydaten 10.10. am Vormittag wurde das Handy der Angeklagten gut eine halbe Stunde nicht genutzt, in der Zeit wurde ihr Auto etwa 120 m entfernt von Fabians Wohnung von einer Überwachungskamera gefilmt; wischen 11:22:18 Uhr und 12:42:51 Uhr Handy aus (kurz davor Foto nähe Tatort); von 13:41 Uhr bis 14:06 Uhr Handy nicht benutzt (SV-GA)
* Feuer und Rauch am Tatort um ca. 13.30 Uhr und um ca. 15.00 Uhr (Foto, Zeugen Reiterin und Pflegerin)
* Google Suche der Angeklagten am Tattag nach Polizei, Polizeimeldungen uä und am Tag nach der Tat um 08:01 Uhr Fressen Wildschweine Menschen, Fressen Wildschweine tote Menschen - Tatort Schweinesuhle, Handy wurde nicht gehackt entgegen Behauptungen der Angeklagten (Indiz)
* Olaf K. bringt der Angeklagten am 10.10. gegen 18.00 Uhr einen Döner, da erzählt sie ihm, dass das Opfer vermisst werde, obwohl sie erst später an diesem Abend vom Vater des Opfers vom Verschwinden informiert wird (Zeuge Olaf K.)
* Angeklagte schreibt Christian D. um 20.50 Uhr am Tattag, dass das Opfer bis Abends alleine zu Hause ist, wenn es krank ist (Indiz)
* Am Abend des 10.10. schreibt Angeklagte einem Bekannten, dass Opfer zu Hause geblieben sei, weil es Bauchschmerzen gehabt habe - Vater des Opfers hat ihr aber nur mitgeteilt „krankheitsbedingt“ - Information mit den Bauchschmerzen findet sich nirgendwo in der Kommunikation auf ihrem Handy (Indiz)
* Reinigen des ganz schön mistigen Autos am Tattag - Angeklagte bestreitet das in ihrer polizeilichen Zeugenvernehmung am 14.10. "aus dem Nichts", sie habe ihr Auto schon ewig nicht geputzt (Indiz)
* Angeklagte schickt in den letzten 4 Wochen vor der Tat durchschnittlich 50 Nachrichten an Christian D. und antwortet immer sofort/innerhalb 5 Minuten, nur nicht am Tattag (Indiz)
11.10.2025
* Gespräche über Alibi am Tag nach der Tat, als niemand außer dem Täter wusste, dass das Opfer tot und nicht nur vermisst ist (Indiz)
* Angeklagte will von Christian D. Am 11.10. wissen, wie lange es dauert, bis Leichenstarre einsetzt und ob Wildschweine tote Menschen fressen (Zeuge Christian D.)
13.10.2025
* Angeklagte will unbedingt, dass Christian D. mitkommt zum Suchen (Zeuge Christian D.)
* Angeklagte bringt Christian D. am 13.10. Abends (Verabredung für 21.00 Uhr) zum Tatort (Vorwand „suchen“) und beschreibt Weg zum Tatort („Suchort“) genau (Zeuge Christian D.)
* Angeklagte zeigt Christian D. den exakten Weg zum Tatort, geht vor und führt ihn gezielt zur Leiche am Tümpel; zu anderen Tümpel in der Nähe will sie nicht gehen, leuchtet dann mit ihrer Handytaschenlampe zur Leiche und sagt “hier liegt was, das ist er“ , obwohl Christian D. Nichts erkennen kann bzw nur „etwas Schwarzes“ (Zeuge Christian D.)
* beim „Finden“ der Leiche ist Christian D. näher am Körper als die Angeklagte, erkennt aber keinen Menschen, sondern glaubt, dass das Rohre sind; die weiter weg stehende Angeklagte erklärt hingegen „das ist er“ (Zeuge Christian D.)
* Angeklagte schreibt Olaf K. am 13.10. um kurz nach 22.00 Uhr "ich muss mit dir reden, ganz dringend" (Indiz)
* Angeklagte lässt sich nach Fund von Christian D. zu Olaf K. bringen und erklärt, später mit einer Freundin spazieren zu gehen, verständigt weder Polizei, noch Vater des Opfers (Zeuge Christian D.)
* Angeklagte sagt zu Olaf K. am Abend des 13.10., dass sie mit Christian D. Zur „Schweinesuhle“ gefahren sei, um sich abzulenken und nach Tieren zu gucken, zu Christian D. sagt sie vorher jedoch, dass sie dort hin will, um nach dem Opfer zu suchen (Zeugen Christian D., Olaf K.)
* Angeklagte sagt am Abend des 13.10. zu Olaf K., dass sie mit dem Christian an dem Tümpel da gewesen ist und da was entdeckt haben und sich aber nicht sicher sind, was es ist und ob sie (Angeklagte und Olaf K.) da hinfahren könnten, obwohl die Angeklagte kurz vorher am Tümpel zu Christian D. gesagt hat, „das ist er“ (Zeuge Olaf K.)
* Angeklagte navigiert Olaf K. den Weg zur Leiche (Zeuge Olaf K.)
* Am 13.10. um 22:48 Uhr bis 23:09 Uhr ist das Handy der Angeklagten ausgeschaltet (SV-GA)
* Angeklagte schaltet Handy aus (=ungewöhnlich), als sie bei Olaf K. am 13.10. losfahren zum Tatort (SV-GA)
* Olaf K. leuchtet Leiche mit Taschenlampe vom Füßen bis kurz vors Gesicht an und macht Lampe dann aus, woraufhin ihn die Angeklagte auffordert, auch auf das Gesicht zu leuchten und sagt „das ist Fabian“ (Zeuge Olaf K.)
* Olaf K. erkennt bei Fund am 13.10. nur, dass es sich bei der Leiche um einen Menschen handelt, er erkennt definitiv nicht, dass es Fabian ist, Angeklagte sagt, dass es zu 100 Prozent Fabian ist (Zeuge Olaf K.)
* Angeklagte sagte zu Olaf K. am Tümpel, dass Opfer angezündet wurde/gebrannt hat, Olaf K. konnte hingegen keineswegs erkennen, dass die Leiche Brandspuren aufwies (Zeuge Olaf K.)
* Nachdem die Angeklagte mit Olaf K. die Leiche „gefunden“ hatte, lachte sie (Zeuge Olaf K.)
* Angeklagte behauptet gegenüber Olaf K. am 13.10., dass sie und Christian D. nicht die Polizei gerufen hätten (nach Fund), weil Christian D. Jäger sei und man nicht mit Nachtsichtgeräten in fremden Revier sein dürfe (Indiz)
Olaf K. findet raus (Jagdgesetz), dass das nicht stimmt und sagt zur Angeklagten, dass er “raus ist“, die Angeklagte antwortet, dass sie da eine andere Idee hat: Erst meinte sie, dass ihr Hund angeschlagen haben soll. Dann sagte Olaf K., dass das Quatsch ist. Dann meinte die Angeklagte, dass sie Heike anruft (Zeuge Olaf K.)
14.10.2026
* Olaf K. sagt der Angeklagten am frühen Morgen des 14.10., dass er nichts mit der ganzen Geschochte zu tun haben will, die Angeklagte antwortet, dass sie da eine andere Idee hat (Zeuge Olaf K.)
* Angeklagte nimmt gehbeeinträchtigte Begleitung Heike M. und Hunde mit zum Spaziergang, um Leiche zufällig zu finden - Plan (Indiz)
* Spaziergänge mit Heike M. nur in Reimershagen, nirgendwo sonst; noch nie beim Tümpel (Zeugin Heike M.)
* Angeklagte nimmt Hund/e am 14.10. mit zum Leichenort, um Spuren zu erzeugen, die Geschichte „der Hund hat ihn gefunden“ zu untermauern (Indiz) und freut sich, dass Hund am Tatort uriniert (Zeugin Heike M.)
* Heike M. fordert Angeklagte mehrmals auf, die Polizei zu rufen, Angeklagte kann“ nicht, weil Christian D. die Wärmebildkamera in fremden Jagdrevier mitgehabt habe“ (Zeugin Heike M.)
* Angeklagte erzählt Heike M. ohne Anlass, dass sie am Abend des 13.10. andere Schuhe getragen habe, als am Morgen/Vormittag des 14.10., als sie mit Heike M. zum Tümpel fuhr (Zeugin Heike M.)
* Angeklagte bietet Heike M. an, ein Foto von der Leiche zu machen und beschreibt ihr Leichnam detailliert und gibt an, dass Wildschweine an dem Leichnam gefressen hätten (Zeugin Heike M.)
* Angeklagte flippte total aus, hat laut reagiert und sich vehement geweigert, als Polizei ihr Handy am 14.10. sicherstellen wollte - Angeklagte behauptete, sie habe ihr Handy freiwillig abgegeben (Zeugin Heike M.)
* Angeklagte wirkt nach „Fund“ am 14.10. nach Ansicht Heike M. kalt und gefühllos, zuvor geht Angeklagte zielgerichtet zum Tümpel, so wie ein Plan, der erfüllt werden muss laut Heike M. (Zeugin Heike M.)
* Angeklagte gibt gegenüber der Polizei an, die beiden Frauen seien vor dem Fund gemeinsam mit den Hunden spazieren gewesen, Heike M. widerspricht und sagt der Polizei sofort, dass das nicht stimmt (Zeugin Heike M.)
* Angeklagte bittet Heike M. am 14.10., der Polizei nichts vom 13.10. zu erzählen (Zeugin Heike M.)
* Heike M. glaubt, dass sie und ihr Hund als „Alibi“ für Leichenfund dienen sollten (Zeugin Heike M.)
* Äußerung Angeklagte gegenüber Polizisten bei Auffindung, dass ihre Spuren am Tatort sein werden (Indiz)
* Angeklagte gibt am 14.10. nach Fundmeldung gegenüber Polizidten am Tatort an, dass sie gerne weinen würde, aber nicht mehr könne, weil sie am Wochenende schon so viel geweint habe und außerdem dass es ja jemand gewesen sein muss, der wüsste, dass da unten eine Schweinekuhle sei und dass sich dieser Ort anbieten würde, jemanden bewusst zu entsorgen (Indiz)
* Angeklagte sagt zu Polizei am Abend des 14.10. ohne danach gefragt zu werden, dass in ihrem Auto Spuren gefunden würden; Außerdem erklärte sie, der Fundort sei mithilfe einer Wärmebildkamera entdeckt worden. Spätere Ermittlungen ergaben jedoch, dass der Tatort von oben nicht einsehbar gewesen sei (Indiz)
* Vater des Opfers wirft Angeklagte am 14.10. vor, dass sie etwas mit Tod des Opfers zu tun habe (Indiz)
* Am Abend des 14.10. Sprachnachricht von Erik W. an Gina H. nach dem Fund von Fabians Leiche: „Da stellt sich die Frage, was da passiert ist? Ist er reingestolpert, reingefallen, wurde reingeschmissen? Oh man, naja.“ Gina H. antwortete: „Tja das wird man nie erfahren tatsächlich, ne. Weil Wasserleichen haben keine DNA-Spuren (lacht). Auch keine Brandleichen, die werden auch wenig DNA-Spuren haben, das ist leider so.“ - obwohl die Angeklagte weiß, dass Opfer nicht im Wasser gefunden wurde, sondern verbrannt am Ufer (Indiz)
* Am 14.10. schreibt Vater des Opfers an Schwester der Angeklagten, dass Angeklagte ganz schön verdächtig ist (Indiz)
15.10. bis 18.10.2025
* Telefongespräche am 17.10. und 18.10. Angeklagte sorgt sich um nicht bekanntes Belastendes wie Grillanzünder, Spuren des Opfers im Fußraum des Autos, Blutspur, Gewaltverbrechen und kein Unfall (Indiz)
* Angeklagte will gereinigte/nasse Schuhe bei Olaf K. verstecken (Zeuge Olaf K.)
* Angeklagte versteckt am 15.10. oder 16.10. und 17.10. oder 18.10. bei Olaf K. mehrere Paar Schuhe, damit diese bei ihr nicht gefunden werden (Zeuge Olaf K.)
* Am 18.10. fordert Olaf K. die Angeklagte auf, „ihren Scheiß“ wieder abzuholen, worüber die Angeklagte nicht begeistert ist (Zeuge Olaf K.)
Ergänzend
* Faserspuren Reiterhose Angeklagte am Pullover Opfer (SV-GA)
* Angeklagte trägt genau diese Reiterhose am Tattag (Handyfoto Angeklagte)
* auffälliger Waschmittelgeruch an Reiterhose der Angeklagten (SV-GA)
* Faserspuren Pullover Angeklagte unter Fingernägel Opfer (SV-GA)
* Faserspuren neuer Pullover Opfer im Auto Angeklagte (SV-GA)
* Blut vom Opfer auf gefaltetem Blatt Küchenrolle im Auto der Angeklagten (SV-GA)
* Obwohl kein Kontakt mehr zum Opfer, Ende Oktober 2025 auffallend große Menge an DNA Spuren vom Opfer im Fußraum (und nur da) im Auto der Angeklagten (SV-GA)
* absolut kein Hinweis und keine Spuren eines unbekannten oder bekannten anderen Täters oder Tatgeschehens (Indiz)
* Angeklagte und Verteidigung (und auch sonst niemand) haben jemals behauptet, dass das Auto der Angeklagten am Tattag oder die Tage davor und danach jemand anderem zur Verfügung gestellt oder von jemand anderem benutzt worden wäre (Indiz)
* Angeklagte und Verteidigung haben nie behauptet, dass die ganzen Sichtungen betreffend das Auto nicht das Auto der Angeklagten zeigen, sondern ein anderes, baugleiches Auto (Indiz)
* zahlreiche Widersprüche Angeklagte zu Alibi, Handy, Auto usw (Indiz)
* Falsche Angaben zum Alibi (Indiz)
* kein Alibi (Indiz)
* Opfer hätte keinem Fremden die Wohnung geöffnet oder wäre mit Fremden mitgegangen (Indiz)
* Angeklagte verständigt nicht den Vater/die Mutter oder die Polizei vom Leichenfund (Indiz)
* Angeklagte bringt mehrere Menschen zum Tatort: Olaf K., Christian D. und Heike M. (Zeugen) - „Finden“ des vermissten Opfers (Indiz)
* Viele Chatverläufe und Sprachnachrichten betreffend toxische Beziehung zu Vater des Opfers und Opfer - Motiv (Indiz)
* Gutachten zu Nachrichten der Angeklagten an Vater des Opfers - auffallend besorgt um Vater des Opfers, sonst nie (SV-GA)
* finanzielle Abhängigkeit vom Vater des Opfers, viele Nachrichten dazu - Motiv (Indiz)
* Äußerungen Angeklagte über Opfer vor und nach dessen Tod (Indiz)
* Äußerungen über Charakter und Beziehung der Angeklagten zu Opfer und dessen Vater (Zeugen)
* behauptete entlastende Beweise nicht angeboten oder vorgelegt („gleicher“ Pullover von Sohn, Fahrten für Großeltern zur Bank, Alibi usw) bzw erst Monate später (Kleidungsstücke in blauen Müllsäcken) - Antrag auf Untersuchung wurde abgelehnt (Indiz)
* mit am Tatort gefundener vergleichbarer Grillanzünder im Carport der Angeklagten/Großeltern der Angeklagten (SV-GA)
* in etwa soviel Flüssigkeit fehlt im Grillanzünder der Angeklagten, wie erforderlich ist, um den Brandzustand des Opfers herbeizuführen (SV-GA)
* Aussageverhalten Vater und Großmutter des Opfers (Indiz)
* psychische Erkrankung der Angeklagten (Indiz)
* digitale Handy Daten und Auto Daten der Angeklagten (SV-GA)
* Auffällig, nicht erklätbare, fehlende Daten Auto um den Tatzeitraum und davor - Freund der Angeklagten, Erik W., ist Kfz Mechatroniker (SV-GA)
* Sorgen wegen Brandbeschleuniger, als noch niemand wusste, dass ein solcher verwendet wurde (Indiz)
* Sorge über Spuren vom Opfer auf Fußmatte, als niemand wusste, dass sehr viel DNA vom Opfer im Fußraum gefunden wurde (Indiz)
* Fußspuren Opfer und Angeklagter am und rund um den Tatort an verschiedenen Stellen und von verschiedenen Schuhen (Pamys und Gummistiefel) der Angeklagten (SV-GA)
* Fußspuren vom Opfer direkt neben Fußspuren der Angeklagten beim Hochsitz, am Tümpel und direkt neben dem Fundort der Leiche (SV-GA)
* nur Fußspuren des Opfers, der Angeklagte und von Christien D. und Olaf K., keine anderen, unbekannten Fußspuren (SV-GA)
* auffallend gereinigte Schuhe (Pamys) der Angeklagten (SV-GA)
* Angeklagte zeigt zu keinem Zeitpunkt auch nur einen Ansatz von Betroffenheit, weint aber, wenn es um ihr verstorbenes Pferd geht (Indiz)
* Angeklagte will Zukunft nur mit Vater des Opfers, Pferden und Hund, ohne eigenen Sohn und ohne Opfer (Indiz)
* Nachricht an Erik W., dass man an Wasserleichen und Brandleichen keine DNA Spuren finden kann (Indiz)
* Im Untersuchungszeitraum 300.000 Interaktionen am Handy, hauptsächlich hat Angeklagte Sprachnachrichten verfasst; vom 09.-14.10. (in 4,5 Tagen) über 33.000 Ereignisse am Handy der Angeklagten protokolliert, davon 1.100 Sprachnachrichten vor allem an Vater des Opfers, vorwiegend Streit, Eifersucht auf andere Frauen, erträgt Kontakt des Vaters zu Mutter des Opfers nicht, hasst Familie des Vaters des Opfers, Kontrollzwang, finanzielle Probleme, viel Arbeit, wenig Zweisamkeit, will immer im Mittelpunkt sein - Motiv (SV-GA)
* Angeklagte sagte einen Freund, dass sie immer wisse, dass Fabian allein zu Hause sei, wenn seine Mutter arbeiten ist (Indiz)
* Angeklagte „findet“ Opfer (am 14.10.) genau dort, wo sie einen Tag vorher (am 13.10.) gegenüber Erik W. behauptet hat, dass das Opfer noch nie dort war (Indiz)
* Angeklagte behauptet in Sprachnachricht, dass Opfer noch nie im Wald war, „sucht“ das Opfer dann aber im Wald (Indiz)
* Vater des Opfers wertet Selbstmordversuch der Angeklagten vom 21.08.2025 als fingiert, um Mitleid zu erregen (Indiz)
* Angeklagte behauptet gegenüber Vater des Opfers, dass Trauerrede von ihr verfasst wurde, obwohl sie ChatGPT benutzte (Indiz)
* Zwischenzeitlich bestreitet Angeklagte, die Leiche gefunden zu haben ( Indiz)
* Angeklagte verfasst viele Nachrichten über Tod Pferd „Tiffy“, nicht jedoch über Tod des eigenen Vater (Indiz)
* Nach Trennung am 13.08.2025 beklagt Angeklagte finanzielle Situation, Schulden und fehlende Landwirtschaftstechnik, nicht aber Verlust ihres Partners; hat intensive Komnuikation mit mehreren anderen Männer (Indiz)
* Opfer war Streitthema zwischen der Angeklagten und Vater des Opfers (Zeugen)
* Vater des Opfers ist angeblich mit Mutter des Opfers fremdgegangen, als er mit Angeklagten in einer Beziehung war; Angeklagte wollte, dass Vater des Opfers keinen Kontakt zu Mutter des Opfers hat (Zeuge)
* „Ich habe ihm (einem Bekannten, der Insiderwissen von der Polizei hat) gesagt, dass mir der Arsch auf Grundeis geht wegen meines Autos. Aber er meinte, wenn ich ordentlich gereinigt habe, dann finden die da eh keine Spuren. Dann meinte er, dass sie auch gucken wegen Wildkameras. Das wäre natürlich auch die Arschkarte“, so die Angeklagte in dem Telefonat mit Olaf K. (Indiz)
* Angeklagte „betet, dass im Bereich des Tatortes keine Kameras sind“ (Indiz)
* Angeklagte hat Angst, dass sie/ihr Fahrzeug von Wildtierkameras in der Nähe des Tatortes aufgenommen wurde, behauptet zu Tierheilpraktiker wegen ihres Pferdes gefahren zu sein, aber Tierheilpraktiker kennt Angeklagte vom Namen her nicht und hat auch nicht ihr auffälliges Auto gesehen (Indiz)
* In einem Telefonat mit dem Olaf K. sprach die Angeklagte langatmig über Wildkameras und sagte sogar, dass sie zu Gott bete, dass dort keine Kameras seien und wenn dann nur nachts (da war sie ja bekanntermaßen „suchen“), tagsüber hätte sie keine Erklärung (Indiz)
* Angeklagte will Alibi von Olaf K. und gibt ihm vor, was er am Tattag, wann, mit ihr gemacht hat (Zeuge Olaf K.)
* Olaf K. erzählt Angeklagter, dass er erneut bei der Kriminalpolizei vorgeladen ist, Angeklagte gibt ihm Uhrzeiten und Orte vor, die er benennen soll, an denen sie zusammen gewesen seien (Zeuge Olaf K.)
* Olaf K. soll nach Anweisung der Angeklagten angeben, dass er am Tattag gemeinsam mit der Angeklagten bis 11.00 Uhr bei den Pferden gearbeitet hat (Zeuge Olaf K.)
* Olaf K. hatte Messer in Scheide an Schuppentüre hängen, welches plötzlich weg war; findet es nicht, auch nicht in Werkzeugkiste; Olaf K. spricht Angeklagte darauf an, die kommt dann zu ihm suchen helfen, sagt zu Olaf K., er soll im anderen Schuppen schauen und als er später wieder in die Werkzeugkiste schaut, ist das Messer plötzlich oben auf der Kiste, obwohl Olaf K. das Messer nie in die Kiste legt (Zeuge Olaf K.)
* Angeklagte sagt, er soll in Kiste schauen (Indiz)
* Am Messer hätten Spuren von Olaf K. sein müssen, es waren aber keine daran (SV-GA)
* Angeklagte weiß, dass „da mal was an der Tür hing“ und hatte Zugang zum Schuppen (Indiz)
* Messer des Olaf K. hat Klingenlänge von 10-12 cm, passend zu den Stichwunden des Opfers (Indiz)
* Angeklagte manipuliert alle, mit denen sie zu tun hat/befreundet ist (mehrere Zeugen)
* Angeklagte sorgt sich, dass ihr etwas „angehängt“ werde (Indiz)
* Angeklagte gibt beim ersten Polizeiverhör an, dass Mutter des Opfers Mitschuld trage, da das Opfer stundenlang alleine gewesen sei und weiters, die Stelle am Tümpel wirke auf sie „bewusst ausgewählt“, um das Opfer dort zu entsorgen (Indiz)
* Verteidiger kündigt an, dass Einlassung der Angeklagten sorgfältig vorbereitet werden müsse und auch „taktischen Erwägungen“ unterliege (Indiz)
* Angeklagte hat zunächst offen telefoniert und war sich sicher, „dass die Polizei nicht wisse, was sie am Telefon sagt“. Erst nachdem ihr Anwalt sie auf eine mögliche Überwachung hingewiesen hat, hat sich ihr Verhalten schlagartig geändert (Indiz)