Justsaying schrieb:Nee, das ist absoluter Stuss. Evt. wenn (WENN - was mal sein kann, aber nicht muss) best Insekten ins Spiel kommen...aber nicht durch die Verwesung an sich.
Ich hatte mehrfach nach Quellen gefragt....
Prinzipiell ist es wohl möglich, verwesende Leichen mit Hilfe von Wärmebildkameras darzustellen, da durch die Verwesung Wäme entsteht, v.a. wenn Insektenlarven beteiligt sind.
Ich habe zwei Quellen dazu rausgesucht: einmal Zitat eines Ermittlers und einmal eine wissenschaftliche Publikation:
Bevor die Polizei mit Hundertschaften ausrückt, versuchte sie die Variante mit dem Hubschrauber. Die Wärmebildkamera registriert die genauen Stellen von Lebewesen, Kadavern und Erdbewegungen. Thiel: "Auch Leichen können erkannt werden, weil bei der Verwesung Energie freigesetzt wird."
Quelle:
https://www.volksfreund.de/nachrichten/themen-des-tages/leichensuche-erfolglos_aid-6185826Laut dieser wissenschaftlichen Veröffentlichung war es möglich, verwesende Schweinekadaver über 21 Tage mit Hilfe von Helikoptern, die mit Wärmebildkameras ausgestattet waren, darzustellen.
Quelle:
Helicopter thermal imaging for detecting insect infested cadavers
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28889866/Allerdings geht es in beiden Fällen um Aufnahmen, die von einem Helicopter aus gemacht wurden und es wurde Profiausstattung eingesetzt, die speziell für diesen Zweck, also die Suche nach Personen im Feld, ob lebendig oder tot, entwickelt worden ist. Das sind natürlich hochsensible Geräte, die zehntausende von € kosten unf nicht mit einer Hobbyaussrattung für Jäger, die man für einendreistelligen €- Betrag kaufen kann, vergleichbar sind.
Ja ich weiß, auch Jäger können Profis sein. Aber deren Geräte sind halt für einen ganz anderen Zweck enteickelt, nämlich bei Dunkelheit lebende Tiere im Schussdistanz zu detektieren. Und für diesen Zweck braucht es selbst in der Profiliga nicht so eine Präzision, dass Temperaturunterschiede von nur 1 °C zur Umgebung dargestellt werden können.
Mit anderen Worten: sicher kann man es nicht sagen, aber sehr wahrscheinlich konnte man mit CDs Kamera keine verwesende Leiche darstellen.
Aber: Gina H dachte halt, dass es geht und hat somit den Fehler gemacht, gegenüber der Polizei zu behaupten, sie und CD hätten mit Hilfe der Wärmebildkamera vom Weg aus entdeckt, dass die Leiche am Tümpel liegt ( oder dort zumindest ein auffälliges Wärmemuster zu erkennen war).
Die Polizei hat sich ja nicht mal die Mühe gemacht, das mit Hilfe der Wärmebildkamera nachzustellen, weil schon die reine Nachstellung bzgl. der Sichtachsen ergeben hat, dass vom Weg aus der Bereich am Tümpel an dem Fabian lag, gar nicht einsehbar ist und die Aussage schon so als Lüge überführt war.
Insofern hat Gina H hier Täterwissen preisgegeben, denn sie hat CD zielstrebig zum Tümpel geführt, ohne dass sie vorher aus der Ferne dort irgendetwas auffälliges hätte entdecken können, was sie dazu veranlasst haben könnte, an der Stelle mal näher nachzuschauen.
Meiner Meinung zeigt auch diese ganze Aktion (wie ja so vieles an ihrem Nachtatverhalten), dass Gina H nicht die hellste Kerze ist. Ausserdem hat ihr ihre Ungeduld und Faulheit mal wieder einen Streich gespielt.
Im zu inszenieren, sie habe Fabians Leiche durch Zufall gefunden, wäre es doch viel sinnvoller gewesen, 3 Tage lang mega-engagiert an allen möglichen und unmöglichen Stellen in der Lsndschaft rumzufahren und -zulassen, und nachdem man an x Stellen vergeblich gesucht hat irgendwann auch "zufällig" am Tümpel in Klein Upahl vorbeizukommen (weil die da ja mal mit Fabian Schlitten gefahren ist...) und dort die Leiche zu finden. Niemand hätte sich gewundert, dass die "Ziehmama" des Jungen sich verzweifelt auf eigene Faust auf die Suche macht und wenn man xxx Stellen abgesucht hat, erhöht sich die Chance, durch "Zufall" auch am richtigen Ort vorbei zu kommen.
Was natürlich tritzdrm immetnoch Quatsch ist und sie immernoch verdächtig gemacht hätte, denn die Begründung mit den Schlittenfahren bleibt lächerlich. Wieso sollte ein Kindermörder Mister x die Leiche seines Opfers an einer Stelle ablegen, an der dad Kind mal Schlitten gefahren ist?! Aber doch hätte eine Täterin agieren können, die zumindest etwas mehr Hirnschmalz hat, aber versucht, die Kontrolle über die Situation zu haben und einen Find inszenieren will, weil ihr Financier sonst zu viel Zeit mit seiner Ex verbringt.
GinaH hingegen hat gar kein Interesse sich an der Suche zu beteiligen (ausser sie darf dabei wie jeder Hans und Franz direkt neben ihrem Addi hocken), unternimmt in den drei Tagen nicht einen Anlauf auf eigene Faust nach Fabian zu suchen, sondern fröhnt weiter fleißig ihrem liebsten Hobby und macht MR mit Eifersuchtsdramen am Telefon die Hölle heiß.
Und dann am späten Abend des vierten Tages ist es plötzlich ganz dringend, notfalls auch mitten in der Nacht, nach dem Kind zu suchen. Sie aktiviert ihren Lakaien, der hat schließlich Technik an Bord, und steuert ihn zielstrebig genau zu dem Feld in Klein Upahl. Das noch nicht genug, sie lotst CD auch noch direkt zu der vom Weg nicht einsehbaren Stelle, an der die Leiche liegt und ruft "erstaunt": "Huch, da liegt er ja!"
Dämlicher kann man einen "zufälligen" Fund wohl nicht inszenieren?!
Was ich mit dem ganzen Sermon eigentlich sagen will: unabhängig davon, ob man eine verwesende Leiche mit CDs Wärmebildkamera hätte sehen können oder nicht, hat sie schon durch das gezielte Ansteuern des Feldes bei Klein Upahl Täterwissrn Preis gegeben. Dass sie die Leiche mit der Kamera vom Weg aus entdeckt hat, ist nachgewiesermaßen eine Lüge, auch unabhängig davon, ob es prinzipiell möglich gewesen wäre oder nicht, weil die Stelle vom Weg aus gar nicht einsehbar ist, da sie in einer Senke liegt.