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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 12:33Hier in Allmy ist auch folgender Fall: 8-jähriges Mädchen tot in Wald bei Bern gefunden
Wen es interessiert, es gibt sehr viele Ähnlichkeiten zum Fall Fabian: Mutter tötet eigene Tochter (erschlagen mit einem Stein) im Wald, wo sie vorher gemeinsam ein Versteck gebaut haben, Tochter als Last und Trennungsgrund vom Partner, enges Zeitfenster für Tat, Mutter nimmt Oma zum Suchen mit und „findet“ tote Tochter, nutzt Handy den ganzen Tattag intensiv, nur nicht zur Tatzeit, Blut und Haare des Opfers sowie DNA auf Stein, Verletzungen am Kopf des Opfers stimmen mit Stein überein, keine Spuren oder Hinweise auf einen anderen Täter, Zeuge sieht Mutter und Tochter unmittelbar vor Tat in Richtung Tatort gehen, das Versteck am Tatort kannten nur Mutter und Tochter, keine Abwehrhandlungen, seltsames Verhalten beim/unmittelbar nach „Finden“ der Leiche
Wen es interessiert, es gibt sehr viele Ähnlichkeiten zum Fall Fabian: Mutter tötet eigene Tochter (erschlagen mit einem Stein) im Wald, wo sie vorher gemeinsam ein Versteck gebaut haben, Tochter als Last und Trennungsgrund vom Partner, enges Zeitfenster für Tat, Mutter nimmt Oma zum Suchen mit und „findet“ tote Tochter, nutzt Handy den ganzen Tattag intensiv, nur nicht zur Tatzeit, Blut und Haare des Opfers sowie DNA auf Stein, Verletzungen am Kopf des Opfers stimmen mit Stein überein, keine Spuren oder Hinweise auf einen anderen Täter, Zeuge sieht Mutter und Tochter unmittelbar vor Tat in Richtung Tatort gehen, das Versteck am Tatort kannten nur Mutter und Tochter, keine Abwehrhandlungen, seltsames Verhalten beim/unmittelbar nach „Finden“ der Leiche
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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 12:39Ich sehe das tatsächlich als eine der ganz wenigen Chancen für diese Frau, sich als Persönlichkeit zu entwickeln. Ich halte bei ihr eine narzisstische Persönlichkeitsstörung für möglich (Achtung: Couchdiagnose!). Da kann ein gravierender Bruch in der Biographie die Tür zu therapeutischer Intervention öffnen...quaerere1 schrieb:Ich bin mal gespannt was passiert, wenn der Prozess zu Ende ist , Gina verurteilt ist und die Pferde verkauft werden? denn ich kann mir niicht vorstellen das MR die Tiere alleine die ganzen jahre durchbringt.
Ich denke dann ist Gina nicht mehr so empatielos. Naja sich gegenüber war sie das ja eh nie.
...Kann...
Ich bin da skeptisch.
Auf die Frage, wie manche Männer auf solche Frauen reinfallen können?
Das ganze kann komplex sein: schwaches Selbstwertgefühl, negatives Selbstbild, emotionale Abhängigkeit. Gina H. arbeitet ja laut vorgeführter Sprachnachrichten andauernd und ausdauernd mit Schuldinduktion und macht ihren On-Off-Partner für ihren Zustand verantwortlich.
Zudem scheint ihr jegliche Empathie zu fehlen. Sie scheint ihre Mitmenschen lediglich nach dem Nutzen für ihre Eigeninteressen zu sortieren. Ihrem Partner macht so fortdauernd Vorwürfe: einerseits muß er ihren sehr teuren Lifestyle fast vollfinanzieren (sie verfügt ja lediglich - so weit ich informiert bin - über eine EM-Rente) und das Auto, ihr Sohn, v.a. aber ihre "geliebten" Pferde sind ja sehr kostenintensiv. Gleichzeitig wirft sie ihm immer wieder vor, dass er zu viel Zeit auf Arbeit verbringe und zu wenig Zeit mit ihr.
Für die Pferde schließt sie zusätzliche Versicherungen ab, obwohl das Geld schon knapp war. Gleichzeitig hat sie mal wieder kein Schulessen für ihr Kind. Diese Art, Prioritäten zu setzen, sagt sehr viel über die Persönlichkeit der Angeklagten aus.
Interessant in diesem Zusammenhang sind die Kriterien der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPS) nach DSM-5:
Ein anhaltendes Muster von Grandiosität, Bewunderung und mangelndem Mitgefühl.Quelle: https://www.msdmanuals.com/de/profi/psychiatrische-erkrankungen/pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rungen/narzisstische-pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung-nps#Symptome-und-Beschwerden_v25247018_de
Dieses Muster wird durch das Vorhandensein von ≥ 5 der Folgenden gezeigt:
- Ein übertriebenes, unbegründetes Gefühl der eigenen Bedeutung und Talente (Grandiosität)
- Die Beschäftigung mit Phantasien von unbegrenzten Erfolgen, Einfluss, Macht, Intelligenz, Schönheit oder der vollkommenen Liebe
- Der Glaube, dass sie speziell und einzigartig sind und sich nur mit den Menschen auf höchstem Niveau verbinden sollten
- Der Wunsch bedingungslos bewundert zu werden
- Ein Gefühl des Anspruchs
- Ausnutzung anderer, um ihre eigenen Ziele zu erreichen
- Ein Mangel an Empathie
- Neid auf andere und der Glaube, dass andere sie beneiden
- Überheblichkeit und Hoffart
Außerdem müssen Symptome im frühen Erwachsenenalter begonnen haben.
Und toxische Beziehungsdynamiken sind ja dank hunderter küchenpsychologischer Podcasts und Insta-Kacheln, aber auch dank hochwertiger Podcasts und Veröffentlichungen zum Thema mittlerweile nicht mehr nur Akademikern ein Begriff...
Trotzdem bleibt es schwer zu begreifen, wie ein Mensch mit der mutmaßlichen Mörderin seines Kindes zusammenbleiben kann und an deren Unschuld glaubt.
Das erinnert mich übrigens an den Fall Rebecca R., deren Familie und ihren Schwager. Auch dort wiegen die Indizien sehr schwer. Für mich schwer genug, um solch einen Kontakt zu kappen.
Da bin ich schon ziemlich erstaunt, wie hartnäckig die zu ihren Mitmenschen halten.
Loyalität find ich klasse!
Aber nicht um jeden Preis.
Solch eine Art von Loyalität setzt für mich Vertrauen voraus.
Und dieses Vertrauen wäre nach Vorliegen der jeweiligen Indizien in beiden Fällen mindestens (!) angekratzt...
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 12:44Ja, an den Fall musste ich auch denken, die "Strategie" war in vielen Teilen ähnlich, wie Du schon detailliert aufführst.ChriRi schrieb:Hier in Allmy ist auch folgender Fall: 8-jähriges Mädchen tot in Wald bei Bern gefunden
8-jähriges Mädchen tot in Wald bei Bern gefunden
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 13:05Ich hatte das auch anders in Erinnerung, hatte ich ja auch schon geschrieben.wobel schrieb:Also ich kann mich nicht erinnern dass MR von seiner Schwarzarbeit vor Gericht gesprochen hätte (wär er ja auch schön blöd).
War das nicht einer der beiden Tümpelzeugen der das gesagt hat von wegen MR würde ca. 1300€ nebenher schwarz verdienen?
Aber ich höre gerade den MV im Fokus-PC und da wird das tatsächlich so gesagt:
Der Vater habe gesagt, er verdiene 900 € netto und würde noch mal 1200 € schwarz dazu verdienen.
(Fall Fabian, Folge 16, aber Minute 22.00)
Daran wird aucj deutlich, wie krass hoch ihre Rente ist, wenn man ihre 1.400 € mal in Relation zu seinen 900 € netto für einen Vollzeitjob als Handwerker setzt.
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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 13:08Hallo Mrs. Marple,
du fragst:
Die Debatte um den Begriff Schweinesuhle ist neben der Google-Such-Geschichte (die Angeklagte suchte im WWW: "Fressen Wildschweine Menschen?") auch v.a. aus einem weiteren Grund relevant: Man geht davon aus, dass die Täterschaft den Ablageort vorher (gut?) kannte.
Als die TV den Leichenfund meldete, sprach sie gegenüber einem Beamten am Tatort von "Schweinesuhle" bzw. "Schweinekuhle" (das wird leider immer wieder synonym benutzt i.d. Berichterstattung, hier wäre es wünschenswert, wenn man definitiv wüsste, welches der beiden Worte die TV tatsächlich benutzt hat).
Unterm Strich gilt die Benutzung des Begriffs durch die TV als starkes Indiz dafür, dass die TV den Ablageort kannte.
Im Nachhinein hat sie ja auch erklärt, woher sie den Ort kannte: angeblich sei sie dort mit ihrem Kind einmal rodeln gewesen.
Warum aber ist das nun so wichtig?
Stellen wir uns die Situation vor: man geht "zufällig" irgendwo lang und findet "zufällig" eine Leiche in einem relativ großen, ländlichen Gebiet --> wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man so einen Ablageort exakt bezeichnen kann?
Wenn man nicht dort wohnt und das auch keine markante Landmarke ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit eben relativ gering, dass man so einen Ort namentlich kennt. Die anderen Auffindezeugen wussten nach meinem Kenntnisstand auch nichts von der Bezeichnung "Schweinesuhle".
Deshalb ist es so relevant, dass ausgerechnet die "zufällige" Finderin der Leiche ausgerechnet diesen Ort auch noch exakt benennen kann.
du fragst:
Ich versuche das bestmöglich zu beantworten, Ergänzungen sind erwünscht!jane.marple schrieb:Was ich mich die ganze Zeit frage, ist, warum der Begriff „Schweinesuhle“ so wichtig ist. Sie hat den Begriff zwar genannt, aber es können ja auch andere Leute in der Umgebung die Stelle so bezeichnen.
Kann das vielleicht jemand erklären?
Die Debatte um den Begriff Schweinesuhle ist neben der Google-Such-Geschichte (die Angeklagte suchte im WWW: "Fressen Wildschweine Menschen?") auch v.a. aus einem weiteren Grund relevant: Man geht davon aus, dass die Täterschaft den Ablageort vorher (gut?) kannte.
Als die TV den Leichenfund meldete, sprach sie gegenüber einem Beamten am Tatort von "Schweinesuhle" bzw. "Schweinekuhle" (das wird leider immer wieder synonym benutzt i.d. Berichterstattung, hier wäre es wünschenswert, wenn man definitiv wüsste, welches der beiden Worte die TV tatsächlich benutzt hat).
Unterm Strich gilt die Benutzung des Begriffs durch die TV als starkes Indiz dafür, dass die TV den Ablageort kannte.
Im Nachhinein hat sie ja auch erklärt, woher sie den Ort kannte: angeblich sei sie dort mit ihrem Kind einmal rodeln gewesen.
Warum aber ist das nun so wichtig?
Stellen wir uns die Situation vor: man geht "zufällig" irgendwo lang und findet "zufällig" eine Leiche in einem relativ großen, ländlichen Gebiet --> wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man so einen Ablageort exakt bezeichnen kann?
Wenn man nicht dort wohnt und das auch keine markante Landmarke ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit eben relativ gering, dass man so einen Ort namentlich kennt. Die anderen Auffindezeugen wussten nach meinem Kenntnisstand auch nichts von der Bezeichnung "Schweinesuhle".
Deshalb ist es so relevant, dass ausgerechnet die "zufällige" Finderin der Leiche ausgerechnet diesen Ort auch noch exakt benennen kann.
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 13:20Sie müsste auch Unterhalt für ihren Sohn erhalten haben, wenn nicht vom Vater selbst, dann vom Staat den Unterhaltsvorschuss in Höhe von ca. € 300,- plus Kindergeld € 255 (Betrag für 2025).Grillage schrieb:Daran wird aucj deutlich, wie krass hoch ihre Rente ist, wenn man ihre 1.400 € mal in Relation zu seinen 900 € netto für einen Vollzeitjob als Handwerker setzt.
und MR sagte, dass er € 900 für sich übrig hat - nach allen anderen Ausgaben, so verstand ich das, ich vermute, er hatte ein höheres Nettogehalt?
Tiergarten
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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 13:25Grillage schrieb:Daran wird aucj deutlich, wie krass hoch ihre Rente ist, wenn man ihre 1.400 € mal in Relation zu seinen 900 € netto für einen Vollzeitjob als Handwerker setzt.
Die Verteidiger haben den Betrag von 1 400 Euro genannt. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass mit diesen Angaben wohl deutlich gemacht werden sollte, dass Gina H . durchaus „flüssig“ sei und keine finanzielle Abhängigkeit von MR bestehe.Jesse6 schrieb:wo stammt die Info mit der Rentenhöhe her?
Vielleicht wurde da ein bisschen zugunsten von GH beschönigt…
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 13:30na wenn sie da Unterhaltsvorschuss plus Kindergeld reingerechnet hatten, beträgt die Rente €845, das halte ich für plausibel. hatte sie richtigen Unterhalt, wäre die Rente niedrigerTiergarten schrieb:Die Verteidiger haben den Betrag von 1 400 Euro genannt. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass mit diesen Angaben wohl deutlich gemacht werden sollte, dass Gina H . durchaus „flüssig“ sei und keine finanzielle Abhängigkeit von MR bestehe.
Vielleicht wurde da ein bisschen zugunsten von GH beschönigt…
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 13:35Allein da geht mir schon die Hutschnur hoch. Das sind zusammen 555 €, die für ihren Dohm bestimmt sind, nicht für sie.Jesse6 schrieb:Sie müsste auch Unterhalt für ihren Sohn erhalten haben, wenn nicht vom Vater selbst, dann vom Staat den Unterhaltsvorschuss in Höhe von ca. € 300,- plus Kindergeld € 255 (Betrag für 2025).
Ich hab grad die aktuelle Folge des MV im Fokus-PC ( Folge 16, ab Minute 21.00) gehört, wo u.a. von Sprachnachrichten berichtet wird, in denen sie bei Fabians Vater rumquängelt, dass sie noch 2 € auf dem Konto habe, das Essensgeld für ihren Sohn im Hort aber noch nicht bezahlt sei. Soviel ist von dem Geld, das dazu da ist, die Bedürfnisse und Kosten ihres Sohnes zu decken, also übrig geblieben, nachdem Futter für 450 €, Reitstunden für 300 € und die neue Versicherung für die Pferde abgebucht waren...
Diese Nachrichten stammen aus 2024, sind slso schon etwas älter. Das zeigt, dass das Geld schon immer dermaßen knapp war und wohl schon mindestens seit damals ein großes Thema in der Beziehung war.
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 13:36Ich finde das nicht so schwer zu begreifen - wenn man mal die Reihenfolge umdreht: Wer an die Unschuld einer Person glaubt, hält sie logischerweise nicht für eine/n Mörder/in. Das hat auch nichts mit "Loyalität" zu tun wenn man wirklich an die Unschuld glaubt.Vettlappen schrieb:Trotzdem bleibt es schwer zu begreifen, wie ein Mensch mit der mutmaßlichen Mörderin seines Kindes zusammenbleiben kann und an deren Unschuld glaubt.
Was mir schwerfällt zu begreifen ist, dass MR bei derartig vielen überzeugenden Indizien anscheinend wirklich noch an ihre Unschuld glaubt.
Aber: Vielleicht weigert er sich ja immernoch diese ganzen Informationen wirklich zur Kenntnis zu nehmen und glaubt nur, was sie ihm alle zwei Wochen eintrichtert. Wenn sie dann womöglich selbst wirklich so überzeugt ist, dass ihre Anwälte die StA schon "zur Räson" bringen werden (und das halte ich für durchaus vorstellbar) und ihm alles entsprechend erklärt („Es war alles ein scheiß verfickter Zufall“) glaubt er ihr das ja anscheinend.
Oha, das ist ja krass...Grillage schrieb:Der Vater habe gesagt, er verdiene 900 € netto und würde noch mal 1200 € schwarz dazu verdienen.
(Fall Fabian, Folge 16, aber Minute 22.00)
Daran wird aucj deutlich, wie krass hoch ihre Rente ist, wenn man ihre 1.400 € mal in Relation zu seinen 900 € netto für einen Vollzeitjob als Handwerker setzt.
Aber nur 900€? Das kommt mir doch arg, arg wenig vor (allerdings lebe ich in einer Region, in der die "Metaller" überdurchschnittlich gut bezahlt werden und immer gesucht sind). Oder ist das vielleicht schon nach Abzug von Fixkosten wie Unterhalt, evtl. Abgaben auf dem elterlichen Hof etc.)?
Man rechnet ja schon gerne mal "was einem bleibt"... und 900€ wäre ja deutlich weniger als Bürgergeld.
Sie hat von "Schlitten fahren" gesprochen, damit muß nicht zwingend "Rodeln" gemeint sein, damit können auch Pferdeschlitten wie die vom naheliegenden Pferdehof gemeint sein.Vettlappen schrieb:Unterm Strich gilt die Benutzung des Begriffs durch die TV als starkes Indiz dafür, dass die TV den Ablageort kannte.
Im Nachhinein hat sie ja auch erklärt, woher sie den Ort kannte: angeblich sei sie dort mit ihrem Kind einmal rodeln gewesen.
Kann sie das denn? Das wird nicht die einzige Suhle dort gewesen sein.Vettlappen schrieb:Deshalb ist es so relevant, dass ausgerechnet die "zufällige" Finderin der Leiche ausgerechnet diesen Ort auch noch exakt benennen kann.
Allerdings!Vettlappen schrieb:hier wäre es wünschenswert, wenn man definitiv wüsste, welches der beiden Worte die TV tatsächlich benutzt hat).
Eine Suhle ist in der Jägersprache die Bezeichnung für eine morastige Bodenvertiefung. In ihr legt sich Rot-, Sika- oder Schwarzwild, besonders bei trockenem heißem Wetter, nieder. Die Tiere kühlen sich dabei ab und reinigen sich von Ungeziefer, wie beispielsweise den Hirschlausfliegen und Zecken. Dieser Vorgang wird „Suhlen“ genannt.Quelle: Wikipedia: Suhle
Es gibt da in der Gegend sicherlich noch mehr Schweinesuhlen - die Schweine mögen das einfach, und die Sölle dort geben genau das in Waldnähe her. Solche Sölle gibt's dort aber wirklich massenhaft, die allermeisten davon sind namenlos.
Weit interessanter finde ich, dass es genau dort direkt am Tümpel einen Hochsitz gibt. Und oben am Feldweg gleich nochmal einen, dort wurde also auch gejagt, die Suhle scheint also entsprechend fleißig von den Sauen genutzt zu werden, zumindest so sehr, das sich ein Hochsitz dort lohnt.
Wir wissen: Ihr Opa (bei dem sie aufgewachsen ist) war Jäger und Christian ist Jäger. Der Jäger-Jargon dürfte ihr also geläufig sein.
Ich würde vermuten dass (egal ob Kuhle oder Suhle - das kann auch Fipptehler oder Verwechslung sein) die Verwendung des Begriff darauf hinweist dass sie sich bewußt war dass es sich bei dem namenlosen Tümpel um eine Schweinesuhle handelt. Sie wird auch die Spuren der Schweine dort gesehen haben und identifizieren können denke ich. Wirklich weiterhelfen tut's meiner Meinung nach aber nicht, sie sagt ja eh sie kannte die Gegend.
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 13:42Die Mutter wurde verurteilt bei viel, viel weniger Beweisen und Indizien und das Urteil von der Instanz bestätigt.sooma schrieb:
Ja, an den Fall musste ich auch denken, die "Strategie" war in vielen Teilen ähnlich, wie Du schon detailliert aufführst.ChriRi schrieb:Hier in Allmy ist auch folgender Fall: 8-jähriges Mädchen tot in Wald bei Bern gefunden
8-jähriges Mädchen tot in Wald bei Bern gefunden
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 13:55Bearbeitungszeit war abgelaufen:
Und vor drei Tagen wurde das Urteil auch vom Bundesgericht als dritte und letzte Instanz bestätigt
https://www.bernerzeitung.ch/mord-im-koenizbergwald-18-jahre-gefaengnis-fuer-mutter-bestaetigt-395408176898
Und vor drei Tagen wurde das Urteil auch vom Bundesgericht als dritte und letzte Instanz bestätigt
https://www.bernerzeitung.ch/mord-im-koenizbergwald-18-jahre-gefaengnis-fuer-mutter-bestaetigt-395408176898
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 14:22interessant ist auch, dass es wohl kein eindeutiges Motiv gabChriRi schrieb:Die Mutter wurde verurteilt bei viel, viel weniger Beweisen und Indizien und das Urteil von der Instanz bestätigt.
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 14:33Das hast du sehr gut erklärt. Aber ist es dort in der Region womöglich ein ganz gängiger Begriff? Werden dort alle pfützenartigen Mulden in der Landschaft womöglich so bezeichnet? Ich komme hier aus Mittelfranken und hier bezeichnet man z.B. sehr viele Wälder als "Steckerlaswald", weil wir hier sehr viele Monokulturen an Kiefern haben. Also wenn hier jemand ein Kind ermorden und auffinden würde und sagen würde, er liegt in dem "Steckerlaswald" bei Ort xyz dann wäre das hier nichts Außergewöhnliches.Vettlappen schrieb:Wenn man nicht dort wohnt und das auch keine markante Landmarke ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit eben relativ gering, dass man so einen Ort namentlich kennt. Die anderen Auffindezeugen wussten nach meinem Kenntnisstand auch nichts von der Bezeichnung "Schweinesuhle".
Deshalb ist es so relevant, dass ausgerechnet die "zufällige" Finderin der Leiche ausgerechnet diesen Ort auch noch exakt benennen kann.
Würde aber jemanden außerhalb der Region wahrscheinlich genauso stutzig machen, warum der Begriff verwendet wurde.
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 14:42nein, eigentlich werden diese Wasserlöcher als Himmelsaugen bezeichnet in Mecklenburg-Vorpommern, sie stammen aus der Eiszeit. Der Himmel spiegelt sich in ihnen.LeLiLa schrieb:Das hast du sehr gut erklärt. Aber ist es dort in der Region womöglich ein ganz gängiger Begriff? Werden dort alle pfützenartigen Mulden in der Landschaft womöglich so bezeichnet?
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 14:44Nein, eher nicht. Sie heißen eigentlich Sölle, Tümpel wäre dann wohl der naheliegendste, umgangssprachlich Begriff. Natürlich ist das ein guter Platz für eine Suhle, aber nicht an jedem Soll werden Schweine suhlen.LeLiLa schrieb:Werden dort alle pfützenartigen Mulden in der Landschaft womöglich so bezeichnet?
https://www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/themen/naturschutz/naturschutz/biotope-in-m-v/das-soll/
Hier weisen für mich die Jagdsitze und die bekannten Aufnahmen des Tümpels darauf hin, dass es dort Schweine zu beobachten gab und möglicherweise deshalb dieser auch explizit von den Anwohnern und insbesondere Jägern, Bauern etc. als Schweinesuhle bezeichnet wird.
CorvusCorax
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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 14:46Ob im O, W, N oder S - die Bezeichnung Schweinesuhle dürfte in allen Regionen bekannt sein.LeLiLa schrieb:Aber ist es dort in der Region womöglich ein ganz gängiger Begriff? Werden dort alle pfützenartigen Mulden in der Landschaft womöglich so bezeichnet?
Ich lebe in Südbaden und für mich war damals im Oktober 2025 beim Betrachten der Fotos dieses Tümpels klar, dass es sich um eine Schweinesuhle handeln dürfte, zumal dort auch ein Hochsitz steht.
Beitrag von CorvusCorax (Seite 99)CorvusCorax schrieb am 20.10.2025:Was mir vorher noch nie aufgefallen ist, das sehe ich aber jetzt in diesem NTV-Video. Direkt an diesem Tümpel steht ein Hochsitz. Wahrscheinlich wird das eine beliebte Wildschweinsuhle sein und die Jäger brauchen hier nur ansitzen und draufhalten.
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 14:52Nein, ich hab bis dato den Begriff "Scheinesuhle" noch nie gehört und ich bin sehr, sehr naturaffin. Aktiv im Landschaftspflegeverband und in Umweltschutzvereinen vor Ort, ich kenne Jäger. Hier ist der Begriff völlig fremd, noch nie gehört.
Aber die User vor Ort bestätigten bereits, dass der Begriff auch in der Region nicht unbedingt gängig ist.
Dementsprechend messe ich der Bezeichnung doch wieder mehr Bedeutung bei...
Aber die User vor Ort bestätigten bereits, dass der Begriff auch in der Region nicht unbedingt gängig ist.
Dementsprechend messe ich der Bezeichnung doch wieder mehr Bedeutung bei...
Jesse6 schrieb:nein, eigentlich werden diese Wasserlöcher als Himmelsaugen bezeichnet
sooma schrieb:Nein, eher nicht. Sie heißen eigentlich Sölle
Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 14:57Ist aber der ganz gebräuchliche, auch allgemeingebräuchliche Ausdruck für eine solche Stelle. Die muss auch nicht direkt an Wasser liegen, auch die Matsche für die Schweine auf dem Bauernhof heißt z B. so.LeLiLa schrieb:Nein, ich hab bis dato den Begriff "Scheinesuhle" noch nie gehört und ich bin sehr, sehr naturaffin. Aktiv im Landschaftspflegeverband und in Umweltschutzvereinen vor Ort, ich kenne Jäger. Hier ist der Begriff völlig fremd, noch nie gehört.
Wikipedia: Suhle


