Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.393 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:39
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:War es nicht so, dass das Messer überhaupt keine Spuren aufwies? Nullkommanull?

Wenn aber jedwede Spur fehlte, wie hätte man dann eine von Fabian finden können?
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Dass an dem Messer absolut keine Spuren hafteten -nicht mal vom rechtmäßigen Besitzer- ist hochgradig verdächtig. Dies deutet darauf hin, dass es enrtsprechend behandelt“ worden ist.
Zitat von BohoBoho schrieb:Da hat der Bild Ticker irgendwas komplett falsch verstanden.
Genau das glaube ich auch, ich vermute, dass an dem Messer keine Spuren waren und die das Statement des StA falsch verstanden haben. Da sitzen halt Journalisten, die Ahnung von Berichterstattung, Recherche und Journalistik haben, aber nicht von Spurensicherung und DNA- Analyse. Zudem darf man nicht unterschätzen, wie schwer das ist und welche Konzentration es erfordert, da stundenlang einem Prozess zu folgen, permanent rauszufiltern, was wichtig und unwichtig ist und das dass auch noch knackig und v.a. präzise und korrekt zusammenzufassen.
Ich denke dass da öfter mal groben inhaltlichen Fehler passieren und ich glaube das hier ist so einer.

In diesem Artikel wird das Messer noch mal aufgegriffen unf gesagt, dass RÄ Habetha sich sicher ist, dass es die Tatwaffe ist:
Obwohl daran weder Blut noch DNA gefunden wurde, ist die Nebenklage-Anwältin sicher: Genau dieses Messer ist die Tatwaffe.
Quelle:
https://m.bild.de/news/inland/mordprozess-was-verraet-das-campingmesser-ueber-fabians-tod-6a4df6f143b7fd51850018ca?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F
(Hinter Paywall, aber das Zitat ist im ersten Absatz lesbar)

Insofern denke ich, dass die Aussage des StA im Ticker einfach falsch wiedergeben ist und an dem Messer tatsächlich keine Spuren gefunden wurden. Frau Habetha scheint es ja zumindest so verstanden zu haben, dass an dem Messer KEINE Spuren gefunden werden konnten.
Zitat von wobelwobel schrieb:Damit das Messer als Tatwaffe in Frage kommt, müßten mindestens Spuren von Fabian dran sein. Ohne die gibt es keinen Nachweis dass das Messer irgendwas mit seinem Tod zu tun haben könnte.
Zitat von wobelwobel schrieb:EBEN. Das Messer ist extrem verdächtig - aber als Beweismittel taugt es halt nicht.
Nein, so sehe ich das nicht.
Natürlich kommt das Messer als Tatwaffe in Frage, auch wenn keine Spuren von Fabian dran sind und es taugt sehr gut als Beweismittel, wenn auch nicht als Beweis, aber immerhin als Indiz dafür, dass Gina H die Täterin ist.

Denn das Messer
  • zeigt keinerlei Spuren, muss also gründlich gereinigt worden sein. Nur mal sauber gemacht reicht als Erklärung nicht aus, dabei würde ein mormaler Nutzer nicht drauf achten, nicht gleich selbst wieder Spuren zu hinterlassen. Derjenige, der es geteinigt hat muss besondere Vorkehrungen getroffen haben, neue Spuren zu verhindern. Olaf selbst hat es nicht gereinigt.

  • war verschwunden und tauchte kurz nachdem Olaf GH und danach der Polizei berichtet hatte, dass es fehlt, wieder auf. Dass et es bei der Suchaktion übersehen hat ist unwahrscheinlich.


  • Gina H hatte Zugang zum Schuppen, sowohl um es weg zu nehmen als auch im es zurückzubringen.


Das Verschwinden und Wiederauftauchen des Messer und die besondere Sauberkeit lassen sich am einfachsten damit erklären, dass es die Tatwaffe ist.
Eine andere Erklärung fällt mir dagegen schwer ein.
Zitat von wobelwobel schrieb:Jenseits davon - seit wann war denn Christian jemals verdächtig?
Zitat von InterestedInterested schrieb:Wenn man mal nur den Tattag an sich nimmt, das Treffen am Bolzsee, ihn da raushalten zu wollen, ein Alibi bei Olaf zu erfragen, ihn die Suchbegriffe suchen lassen, Fotos vom gereinigten Fahrzeug, Selfie mit Victory Zeichen.

All das ist ja immerhin mit Christian D. verwoben.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Allerdings haben die weiteren Untersuchungen dann ergeben, dass sich der anfängliche Verdacht gegen Christian D. -wie auch gegen Olaf K.- nicht erhärtete. Wegen dringenden Tatverdachts erfolgten Ermittlungen, eine Inhaftierung und eine Mordanklage allein gegen Gina H.
Ich bin sicher, dass Christian D und wahrscheinlich auch Olaf K für die Ermittler zunächst hochverdächtig waren und die intensiv in ihre Richtungen ermittelt. Aus unserer Rückschau ist es offensichtlich, dass GinaH die Täterin ist, aber als Heike M der Polizei von den Tümpeltouren berichtet hat, müssen bei denen doch alle Alarmglocken geleutet haben.


melden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 19:02
Vielen Dank, @Grillage, für den Hinweis auf den nochmaligen Vorstoß von Frau Habetha bezüglich der möglichen Tatwaffe. Demnach will die Anwältin von Fabians Mutter mit modernen Methoden erneut prüfen lassen, ob das Messer aus dem Schuppen von Olaf K., dem Nachbarn der Angeklagten Gina H., nicht doch zur Tötung des Jungen benutzt worden sein könnte.

Dabei war das Campingmesser bereits zwei Mal kriminaltechnisch untersucht worden - ohne Ergebnis. Offenbar hatte jemand das Messer so gründlich gereinigt, dass keinerlei Spuren mehr festgestellt werden konnten.

Ein Umstand, der hochgradig verdächtig erscheint. Wer säubert schon ein Messer für den allgemeinen Bedarf derart akribisch, dass weder Fingerabdrücke noch DNA erkennbar sind - auch nicht vom rechtmäßigen Besitzer, der ja regelmäßig mit diesem Werkzeug umgeht?

Für mich „riecht“ das sehr stark danach, dass Gina H. da ihre Finger im Spiel hatte. Sie wusste, wo sich das Messer üblicherweise befand (an der Schuppentür). Sie hatte Zugang zu diesem Bereich, so dass sie das Messer nehmen und auch wieder zurückbringen konnte, als Olaf K. Tage nach dem Mord diesen Gegenstand verzweifelt suchte. Und er fand das Messer dann an einer Stelle, wo es vorher nie war…

Was mir noch nicht klar ist: Was geschieht denn jetzt nach Frau Habethas Initiative konkret? War ihr Vorstoß ein Beweisantrag, dem das Gericht Folge leistet - mit einer erneuten Untersuchung des Messers?

Oder versucht sie privat, von einem Experten noch einmal die potenzielle Mordwaffe unter die Lupe nehmen zu lassen und dies dann in das Verfahren einzubringen?

Wenn tatsächlich noch ermittelt werden könnte, dass dieses ominöse Messer wirklich die Mordwaffe ist, würde das den Tatverdacht gegen Gina H. zusätzlich verstärken. Das Messer gehört zwar Olaf K., aber für mich zeigt allein schon seine offen gegenüber der Polizei bekundete Panik wegen des Verlusts des Messers, dass er nicht der Täter ist, sondern von seiner Nachbarin gelinkt wurde.


1x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 19:09
Vielleicht untersucht man ja noch die Kiste in der auf einmal dasMesser war, statt im Türrahmen zu stecken, wenn G wirklich das Messer hatte, muss es ja irgendwie in die Kiste gekommen sein


1x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 19:23
Zitat von TsunamisnapTsunamisnap schrieb:Vielleicht untersucht man ja noch die Kiste in der auf einmal dasMesser war, statt im Türrahmen zu stecken, wenn G wirklich das Messer hatte, muss es ja irgendwie in die Kiste gekommen sein
Womöglich konnte es GH nicht mehr bis zur Schuppentür schaffen und steckte das Messer dann in die Kiste. Und gab sie Olaf K. dann nicht den Rat, doch noch mal in genau dieser Kiste nachzuschauen?


1x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 19:27
So meinte ich das. Wenn die Kiste verschlossen war, musste sie jemand anfassen, um sie zu öffnen.


melden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 20:18
@Grillage
Nicht zu vergessen, dass das Messer zu den festgestellten Stichwunden passen würde.


melden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 20:43
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Was mir noch nicht klar ist: Was geschieht denn jetzt nach Frau Habethas Initiative konkret? War ihr Vorstoß ein Beweisantrag, dem das Gericht Folge leistet - mit einer erneuten Untersuchung des Messers?

Oder versucht sie privat, von einem Experten noch einmal die potenzielle Mordwaffe unter die Lupe nehmen zu lassen und dies dann in das Verfahren einzubringen?
Keine Ahnung, ich konnte aber den Bild-Artikel auch nicht lesen, vielleicht steht dazu was genaueres drin.

Ich hab hier ja schon öfter erwähnt, dass ich vor einiger Zeit einige Verhandlungstage zu einem lokalen Fall als Zuschauer besucht habe. Da hat an einem Tag der Leiter des DNA-Labors beim LKA über die Ergebnisse seiner Untersuchungen berichtet. U.a. ging es um den Autoschlüssel des Fahrzeugs, mit dem der Angeklagte den Tatort verlassen und in der gleichen Nacht noch zweimal zum Tatort gefahren ist, um die Leichen zu beseitigen.
Er hat ca. 10 Fotos des Schlüssels gezeigt, davon einige unter einem Mikroskop angefertigt und sagte dann, dass das nur eine kleine Auswahl der Aufnahmen ist, sie hätten über 200 angefertigt. Also mehr als 200 Bilder von einem einzigen kleinen Beweisgegenstand! Auf den mit dem Mikroskop angefertigten Bildern ging es vor allem um winzige Beschädigungen im Material, also Kratzer und Eindellungen an den Kanten, weil dort wenn der Schlüssel durch Abwischen gereinigt wird, oft noch Anhaftungen gefunden werden können.

Bei einem Campingmesser mit Kunststoffgriff stelle ich mir auch vor, dass es sehr viele solcher kleinen Beschädigungen am Griff hat. Gerade wenn es lange Zeit in Benutzung war und im Schuppen und draußen für eher gröbere Arbeiten genutzt wurde, ed halt ein Arbeitsgerät war, das man halt in Benutzung hatte, aber auf das man nicht viel Wert geschätzt hat.

Der Gutachter in dem Verfahren sagte aber auch, dass Täter erfahrungsgemäß öfter vergessen den Autoschlüssel zu reinigen, er aber ja gleichzeitig direkt angefasst wird, wobei auch mit etwas Druck/Kraft zugepacktbwird, wenn er ins Zündschloss gesteckt und umgedreht wird. Deshalb hatte er den gezielt für Untersuchungen angefordert.
Beim Messet gehen wir ja gerne davon aus, dass es bewusst gereinigt wurde. Ich kann mir vorstellen, dass nach 2, 3 Durchgängen in der Spülmaschine selbst Anhaftungen in solchen Micro- Beschädigungen weggewaschen sind.

Wenn das Messer bereits kriminaltechnisch untersucht wurde, denke ich, dass auch weitere Untersuchungen nichts zu Tage fördern werden. Mich hat es bei dem Schlüssel erstaunt, wie akribisch das Labor den bearbeitet hatte.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Wenn tatsächlich noch ermittelt werden könnte, dass dieses ominöse Messer wirklich die Mordwaffe ist, würde das den Tatverdacht gegen Gina H. zusätzlich verstärken. Das Messer gehört zwar Olaf K., aber für mich zeigt allein schon seine offen gegenüber der Polizei bekundete Panik wegen des Verlusts des Messers, dass er nicht der Täter ist, sondern von seiner Nachbarin gelinkt wurde.
Und es gab das abgehörte Telefonat mit Gina H, i dem er ihr voller Panik von drm verschwundenen Messer berichtet und sagt, dass er Angst hat, am "A... zu sein", wenn die Polizei das Messer findet und sich herausstellt, dass das Messer was mit dem Mord an Fabian zu tun hat.
Damit ist es für mich eindeutig, dass er wirklich in Panik war und das dem Polizisten nicht nur vorgespielt hat. Er wusste ja nicht, dass er und GH abgehört werden. Für mich ist das eindeutig, dass er nichts damit zu tun hat und Angst hatte, durch dieses Messer unter falschen Verdacht zu geraten.

Was ich allerdings nicht ganz verstehe ist, warum er überhaupt auf die Idee kommt, dass sein Messer die Tatwaffe sein könnte?
Fabians Leiche wurde in Klein Upahl gefunden, mehr als 10 km von Reimershagen entfernt. Es war meine ich allgemein bekannt, dass Fabian erstochen worden ist. Er selber kannte Fabian denke ich vom sehen, vielleicht auch etwas näher, weil er der Nachbar von dessen 'Ziehmutter" war.

Aber wie kommtver auf die Idee, dass das Messe, das von seiner Schuppentür verschwunden ist die Tatwaffe sein könnte? Eigentlich kann das doch nur der Fall sein, wenn er bereits den Verdacht hat, dass Gina H die Täterin ist und dafür sein Messer gestohlen hat. Ein Mister X aus Güstrow oder Klein Upahl ( sie zwei Orte mit bekanntem Bezug zu der Tat) würde doch nicht vor der Tat nach Reimershagen fahren, um sich die Tatwaffe von Olafs Schuppentür zu "borgen"?

Ist das nur allgemeine Paranoia, weil einr weitere Befragung durch die Polizei anstand und er dadurch dad Gefühl hatte, ganz nah an dem Fall zu sein, so dass er überall Bezüge befürchtet? Oder hat er damit nicht eigentlich gezeigt, dass er tief in seinem Inneren längst GH verdächtigt?
Diese hat ihn zuvor immerhin schon zur Leiche mitgeschleppt, hat ihn sehr frühzeitig um ein Alibi belabert und dabei ja mind. einmal "nachgebessert", ihm also genau diktiert, was er sagen soll und hier die Zeiten verändert. Und sie wollte gleich tütenweise Schuhe vor der Polizei bei ihm verstecken.
Eigentlich muss er da doch längst was gerochen haben! Aber hätte er dann ausgerechnet sie angerufen, um panisch von dem vermissten Messer zu berichten?
Echt ich werde nicht schlau aus diesen Leuten aus GHs Umfeld!
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Womöglich konnte es GH nicht mehr bis zur Schuppentür schaffen und steckte das Messer dann in die Kiste. Und gab sie Olaf K. dann nicht den Rat, doch noch mal in genau dieser Kiste nachzuschauen?
Ich vermute eher, dass sie hoffte, dass er denkt, er habe es beim ersten Durchsuchen in der Kiste übersehen. Es einfach wieder in die Halterung an der Tür zu stecken, wäre zu auffällig gewesen, dann wäre ihm klar gewesen, dass zwischendurch jemand da war und es zurückgebracht hat. Der Polizist war doch auch da und hatte der nicht sogar ein Foto der leeren Halterung gemacht.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Und gab sie Olaf K. dann nicht den Rat, doch noch mal in genau dieser Kiste nachzuschauen?
Das hatte ich auch in einem der Ticker gelesen ich meine es war aus dr Telefonüberwachung.


1x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 21:14
Wenn sich Gina H. tatsächlich das Campingmesser von Olaf K. ohne dessen Wissen für den Mord an Fabian „ausgeborgt“ haben sollte, würde dies ja bedeuten, dass sie die Tatwaffe geraume Zeit nach dem Verbrechen aufbewahrt und dann erst zurückgebracht hätte.

Gewiss, sie musste das Messer zunächst einmal akribisch reinigen, und vielleicht hat sie auch mehrere Anläufe unternommen, um es wieder im Schuppen des Nachbarn zu platzieren. Womöglich wurde sie dabei gestört und konnte es schließlich nur noch im letzten Moment in die Kiste stecken.

Auf jeden Fall hätte jedoch das Tatmesser in ihrem Umfeld ein Risiko für eine etwaige Hausdurchsuchung bedeutet. Zu fragen wäre daher, warum Gina H. dieses Messer (vorausgesetzt, es handelte sich um die Tatwaffe) nicht längst unauffindbar entsorgt hatte.

Aber da wird, wie ich finde, eventuell ein Muster erkennbar. Die Angeklagte ist ja auch mit anderen Dingen ähnlich verfahren, hat bestimmte Sachen nicht weggeworfen und ist ein gewisses Risiko eingegangen. Einige Beispiele:

1.
Der Grillanzünder

Allem Anschein nach hat Gina H. die Leiche von Fabian mit einem flüssigem Grillanzünder der Marke „Ja“ in Brand gesteckt, auf den sie im Carport ihrer Großeltern Zugriff hatte.

Nach der Tat warf sie die Flasche nicht einfach weg, sondern nahm sie wieder mit nach Hause. Dort fand die Polizei den Brandbeschleuniger und stellte fest, dass 500 bis 600 Milliliter fehlten - just jene Menge, die nach Darstellung eines Sachverständigen ausreichend war, um die Leiche des Jungen in Brand zu setzen.

Zudem ergaben Untersuchungen, dass der Grillanzünder von der Zusammensetzung her zur Spurenlage vor Ort passte. Und ins Bild passte auch, dass Gina H. sich zwischenzeitlich Sorgen machte, die Flasche in ihrem Wagen vergessen zu haben. Sie „bete“, sagte sie einem Freund, dass dem nicht so sei…

Warum aber stellte sie die halb leere Flasche wieder im Caroort ab? Fürchtete sie, dass ein Fehlen des Grillanzünders sie verdäächtig machen könnte?

2.
Die Kleidung

Gina H. musste davon ausgehen, dass Fußspuren von der Täterin am Tümpel ausfindig gemacht werden könnten. Festgestellt wurde immerhin, wenn ich das richtig sehe, dass Abdrücke von „Pammys“ in der Größe, wie die Angeklagte sie besaß, im Tatortbereich erkennbar waren.

Verschwinden lassen hat Gina H. Schuhe jedoch offenkundig nicht. Die Polizei registrierte zwar bei ihr anscheinend sorgsam gereinigte Paare, und versucht haben soll die Angeklagte auch, Schuhe bei ihrem Nachbarn unterzustellen.

Aber von einer förmlichen Entsorgung kann offenbar keine Rede sein. Das gilt wohl auch für weitere Kleidungsstücke wie etwa eine Reithose, die sie am Tattag getragen haben dürfte, und die den Eindruck einer intensiven Reinigung machten.

Auch hier wieder die Frage: Hatte Gina H. Angst, dass man ihr aus beseitigten Schuhen oder anderen Kleidungsstücken einen Strick drehen könnte?

3.
Das Auto

Neben Tatwaffe, Grillanzünder und Kleidung, die offenkundig nicht (oder nicht vollständig) entsorgt wurden, stellte auch die Wahl des Fahrzeuges zur Durchführung der Tat ein nicht unerhebliches Risiko dar. Gina H. setzte zum Transport von Fabian und zu weiteren Fahrten zu tatrelevanten Orten ihren auffälligen Ford-Ranger ein, der im Bereich Güstrow/Reimershagen bekannt war „wie ein bunter Hund“.

Prompt fiel der Wagen ja auch Steinesammlern auf der Rückfahrt vom Tümpel auf, und in Güstrow wurde der PickUp sowohl am Tattag als auch am Tag davor einen Steinwurf von Fabians Wohnung entfernt gesehen.

Warum besorgte sich Gina H. keinen Leihwagen zum Beispiel aus Rostock oder einer anderen Großstadt zumindest für das Abholen und Verbringen ihres Opfers? Das hätte den Fahndern die Arbeit erheblich erschweren können - zumal dann, wenn die Angeklagte nicht die Manie entwickelt hätte, selber das Auffinden von Fabians Leiche zu forcieren. Weder in Tatortnähe noch in Güstrow wäre dann ihr Auto gesichtet worden.

War dieses Verhalten bezüglich Gegenständen mit Relevanz für die Tat nun dumm, fahrlässig, unbedacht oder einfach nur dreist? Gedanken muss Gina H. sich ja schon gemacht haben - wie zum Beispiel ihre Sorge um Spuren am Tümpel, an ihrer Kleidung, am Messer oder im Auto zeigt. Aber offenbar hat sie geglaubt, alle Risiken zu beherrschen - unter anderem mit intensivem Putzen und Waschen.

Nur eines halte ich für unwahrscheinlich: dass sie aus Sparsamkeitsgründen nichts entsorgt hat. Dafür war ihr Lebensstil zu aufwändig…


1x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 21:46
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Aber da wird, wie ich finde, eventuell ein Muster erkennbar. Die Angeklagte ist ja auch mit anderen Dingen ähnlich verfahren, hat bestimmte Sachen nicht weggeworfen und ist ein gewisses Risiko eingegangen. Einige Beispiele:
Ich denke, die Antwort ist erstmal ganz einfach - sie ging schlicht davon aus, dass Niemand sie verdächtigen wird.
Sonst hätte sie auch kein Foto um 11.19 in der Nähe des Tatorts gemacht und so einige andere Dinge anders gemacht.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Auf jeden Fall hätte jedoch das Tatmesser in ihrem Umfeld ein Risiko für eine etwaige Hausdurchsuchung bedeutet. Zu fragen wäre daher, warum Gina H. dieses Messer (vorausgesetzt, es handelte sich um die Tatwaffe) nicht längst unauffindbar entsorgt hatte.
Wäre das Messer weg gewesen, wäre es doch noch auffälliger gewesen - irgendwann hätte sich OK doch darüber gewundert, wo sein Messer hin ist. Ab Samstag schaute die Polizei bei ihr vorbei und es wird ihr einfach an Möglichkeiten gefehlt haben, das Messer unauffällig zurückzustecken.
Ich denke, das Messer lag nach der Tat im hinteren Fußraum und das damit auch die Blutspur auf dem Zewa zusammenhängt.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ist das nur allgemeine Paranoia, weil einr weitere Befragung durch die Polizei anstand und er dadurch dad Gefühl hatte, ganz nah an dem Fall zu sein, so dass er überall Bezüge befürchtet? Oder hat er damit nicht eigentlich gezeigt, dass er tief in seinem Inneren längst GH verdächtigt?
Er stand ja schon auf der "Beschuldigten" Liste zu dem Zeitpunkt. Zudem er ihr zumindest versucht hat, falsche Alibis zu geben. Dass dann ein Messer aus seinem Besitz fehlt, ist schon ungünstig und das wird ihm schnell klar gewesen sein.
Und auch das Unterbewusstsein arbeitet bei so etwas....und das wird schon geahnt haben, wo die Reise hingeht.


melden

Ähnliche Diskussionen
Themen
Beiträge
Letzte Antwort
Kriminalfälle: Was ist mit der kleinen Kata (5 Jahre) passiert? Vermisst in Florenz
Kriminalfälle, 179 Beiträge, am 11.06.2026 von emz
Gast1984 am 21.07.2023, Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9
179
am 11.06.2026 »
von emz
Kriminalfälle: Deborah Sassen, Düsseldorf
Kriminalfälle, 517 Beiträge, am 26.05.2026 von Selma1898
bayernwastl am 05.05.2012, Seite: 1 2 3 4 ... 24 25 26 27
517
am 26.05.2026 »
Kriminalfälle: Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden
Kriminalfälle, 8.604 Beiträge, um 17:59 von CharliesEngel
JamesRockford am 11.07.2023, Seite: 1 2 3 4 ... 446 447 448 449
8.604
um 17:59 »
Kriminalfälle: Was ist mit Hilal E. geschehen?
Kriminalfälle, 1.812 Beiträge, am 10.07.2026 von TheChosenOne
Zombienchen am 08.11.2011, Seite: 1 2 3 4 ... 91 92 93 94
1.812
am 10.07.2026 »
Kriminalfälle: Wo ist Felix Heger?
Kriminalfälle, 3.120 Beiträge, am 03.06.2026 von MGunderson
Themis am 01.03.2012, Seite: 1 2 3 4 ... 154 155 156 157
3.120
am 03.06.2026 »