Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 05:20Ich habe dieses Beispiel absichtlich gewählt - genauso gut hätte ich den Hirntumor, die Glasknochenkrankheit etc. nehmen können.Grillage schrieb:Nochmal, der gebrochene Arm den Du hier ständig anführst, ist sls Beispiel völlig ungeeignet.
Die konnte Gina ja nicht herbeilabern beim Arzt, dafür gibt es Diagnostik.
Es ging ja genau darum, dass @aehn meinte dass Ärzte nur mit dem arbeiten könnten, was man ihnen erzählt. Einen gebrochenen Arm kann man nicht herbeireden, das lässt sich überprüfen.
Das ist doch genau der Punkt - beim Therapeuten ist es so, dass er - was sein Arbeitsfeld angeht - auf das angewiesen ist was ihm erzählt wird. Beim Orthopäden, der den gebrochenen Arm behandelt, ist es aber nicht so.Grillage schrieb:Trotzdem musst Du aber doch zustimmen, dass der Therapeut in Gina Hs Fall bei der Beurteilung des Behandlungsfortschritts darauf angewiesen war, was sie ihm erzählt. Was hätte er denn Deiner Meinung nach tun sollen, um ihre Berichte zu überprüfen?
Und darauf wollte ich raus, weil @aehn da alles unter einen Hut geworfen hat.
Das seh ich auch so. Es ging ihr dabei nur um die EMR, nicht darum ihre Störungen zu beheben / behandeln. Sie hatte keinen Leidensdruck, schuld waren die anderen. Was sie dem Therapeuten erzählt hat, war kalkuliert. Am liebsten hätte sie wohl gehabt dass er ihr die fünf Pferde zu Therapietieren erklärt...Grillage schrieb:Meiner Meinung nach war GinaH nicht therapiewillig, weil sie keinen Leidensdruck von den bei ihr diagnostizierten Erkrankungen verspürt hat. Sie war der Meinung, dass sie in Ordnung ist, und nur die Personen in ihrem Umfeld ihre Probleme verursachen, die sie deshalb entweder ordentlich zurechtstutzen oder canceln muss.
Das sollte nicht polemisch rüberkommen.Grillage schrieb:Du musst nicht polemisch werden. GH hat ihre EMR weder wegen krankhafter Eifersucht noch wegen Panickattacken zugestanden bekommen, das weißt Du genau und das hat auch niemand behauptet.
Kenne halt genug Fälle die keinen Therapieplatz bekommen, den aber deutlich nötiger hätten als Gina. Und die eben auch willig wären, da mitzuarbeiten, eben weil sie einen hohen Leidensdruck haben.
Hallo? Du hast das doch alles zusammengeworfen, genau das habe ich ja kritisiert!aehn schrieb:Aber dein Vergleich mit dem Hirntumor hinkt halt gewaltig!
Ein Tumor ist eine handfeste körperliche Sache. Den sieht der Arzt auf dem MRT Bild, völlig egal was der Patient erzählt oder verschweigt.
Die Psyche lässt sich aber nicht wie ein Knochenbruch röntgen. Ein Psychiater sieht nur das Verhalten und hört die Geschichten, die ihm aufgetischt werden.
Ich zitiere nochmal:
Merkste was?aehn schrieb:Therapeuten, Ärzte oder Betreuer können schließlich immer nur mit dem arbeiten, was ihnen anvertraut wird.
Es war doch DEINE Aussage um die es hier ging!
Du argumentierst plötzlich wie ich, dass es da nämlich große Unterschiede gibt und ein Arzt eben NICHT nur mit dem arbeiten kann was ihm "aufgetischt" wird - der macht ein Röntgenbild, ein MRT, ein Blutbild usw...
Und jetzt wirfst Du's wieder durcheinander...aehn schrieb:Aber nur weil jemand auffällig ist oder Geschichten erfindet, schließt doch kein Arzt der Welt darauf, dass diese Person gleich ein Kind ermordet. Psychisch schwierige oder anstrengende Leute gibt es in Praxen jeden Tag. Daraus eine geplante Gewalttat herauszulesen, ist schlicht unmöglich.
Mit psychischen Problemen geht man ja nicht zum Orthopäden. Und der ist auch nicht zuständig dafür zu erkennen ob die psychischen Probleme so extrem sind, dass andere Menschen dadurch Schaden nehmen können!

