wobel schrieb:Siehste - und das passiert beim gebrochenen Arm halt nicht - da reicht es eben nicht dem Arzt zu erzählen was er hören will um krankgeschrieben zu werden.
Nochmal, der gebrochene Arm den Du hier ständig anführst, ist sls Beispiel völlig ungeeignet. Es gibt zahlreiche somatische Symptome und Erkrankungen, die ein Arzt weder mit bildgebenden Verfahren noch mit Labordiagnostik nachweisen oder ausschließen kann. Dazu gehören z.B. viele Schmerzsyndrome, aber auch Erkrankungen wie Reizmagen oder best. Formen der Epilepsie etc. Bei diesen Erkrankungen ist der Arzt drauf angewiesen, dass der Patient ihm mitteilt, welche Symptome er wahrnimmt.
Es bestreitet auch niemand, dass es psychische Erkrankungen gibt, die zu objektiv nachweisbaren Symptomen führen, wie z.B. selbstverletzendes Verhalten oder Gewichtsverlust.
Trotzdem musst Du aber doch zustimmen, dass der Therapeut in Gina Hs Fall bei der Beurteilung des Behandlungsfortschritts darauf angewiesen war, was sie ihm erzählt. Was hätte er denn Deiner Meinung nach tun sollen, um ihre Berichte zu überprüfen?
Und jeder Therapeut wird dir erklären, dass jegliche Art von psychiatrischer und psychologischer Behandlung sinnlos ist, wenn der Patient keinen Leidensdruck empfindet umfbdeshslb nicht therapiewillig ist. Was willst Du denn mit so einer Person machen? Sie zwingen, sich einmal pro Woche vom Therapeuten volllabern zu lassen.
Meiner Meinung nach war GinaH nicht therapiewillig, weil sie keinen Leidensdruck von den bei ihr diagnostizierten Erkrankungen verspürt hat. Sie war der Meinung, dass sie in Ordnung ist, und nur die Personen in ihrem Umfeld ihre Probleme verursachen, die sie deshalb entweder ordentlich zurechtstutzen oder canceln muss.
Sie brauchte diese Therapiesitzungen aber, um nachweisen zu können, dass sie um Besserung ihrer Arbeitsfähigkeit bemüht ist, deshalb hat sue sie halt wahrgenommen mit möglichst langen Intervallen.
Justsaying schrieb:Der Therapeut scheint über den noch nicht lange zurückliegenden Suizidversuch nicht informiert worden zu sein:
Genau das meine ich: sie hat ihn selektiv mit Infos gefüttert. War aber offenbar gar nicht an einer therapeutischen Intervention durch ihn interessiert, denn sonst hätte sie ihn dich über so etwas entscheidendes informiert und um eine zeitnahe Therapiesitzung gebeten.
Stattdessen hat sie bei ihm sogar ein Attest angefordert, dass sie nicht suizidal sei, weil sie das fürs Jugendamt brauchte.
Boho schrieb:Würdest Du das auch so sehen, wenn GH ein Mann wäre und MR die Frau?
Ja würde ich. Bei einem Mann läuft es doch nicht anders ab. Auch einem Mann der seine Partnerin kontrolliert, seine Ex stalkt oder gar einen Femizid begeht, gestehe ich zu, dass er unter der Situation, den Verlustängsten, der Eifersucht enorm leidet. Sonst würde er doch nicht zu so drastischen Mitteln greifen.
Aber genau wie bei GinaH läuft dabei doch schief, dass er das Problem nicht bei sich sieht, sondern beim Gegenüber, das dann die Konsequenzen tragen muss.
wobel schrieb:Krankhafte Eifersucht ist so selten nicht - und trotzdem beziehen diese Leute keine EMR...
Nicht mal Panikattacken sind selten - ich denke jede*r kennt jemanden, der damit gestraft ist und trotzdem keine EMR bezieht...
Du musst nicht polemisch werden. GH hat ihre EMR weder wegen krankhafter Eifersucht noch wegen Panickattacken zugestanden bekommen, das weißt Du genau und das hat auch niemand behauptet.