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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.643 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 16:35
Zitat von wobelwobel schrieb:Wieso 2 Jahre?
MR konnte sich anscheinend nicht mehr an dieses Schlittenfahren erinnern (da gibt es ja einen Mitschnitt von einem Gespräch in der JVA).
Ich bin auf die 2 Jahre gekommen weil M.R ja schon 1.5 Jahre schon keinen Kontakt mehr zu Fabian hatte, daraus schließe ich das es wohl vor dem Kontaktabbruch war.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 16:46
Zitat von MutetteMutette schrieb:Ich bin auf die 2 Jahre gekommen weil M.R ja schon 1.5 Jahre schon keinen Kontakt mehr zu Fabian hatte, daraus schließe ich das es wohl vor dem Kontaktabbruch war.
Ah OK - alles klar.
Interessant finde ich, dass MR sich nicht mehr daran erinnern kann, Gina aber davon ausgeht dass ein damals 6jähriger sich dann (mindestens 2 Jahre später) daran erinnern soll und da auch selbständig hinfinden können soll.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 16:53
Zitat von wobelwobel schrieb:Mich wundert das ohnehin, denn üblicherweise folgt doch auf einen Suizidversuch erstmal eine (stationäre) Therapie.
Das stimmt nicht.
Das Krankenhaus hätte sie aufgrund Selbstgefährdung an ein psychiatrisches Krankenhaus weitergeben können und wenn hätte max. der dortige Psychiater sie zwangseinweisen können - außer sie hätte sich selbst eingewiesen. Die Hürden dafür sind aber sehr hoch und hier hatte das Krankenhaus eine vom Partner verlassene junge Mutter vor sich, die bei den Großeltern lebt und wo ein 8jähriger auf sie wartet. Dazu wird der Versuch als halbherzig eingestuft worden sein (wer die Fotos kennt, weiß warum) und sie wird dann halt auch entsprechend geredet haben.

Ihr behandelnder Arzt hätte allerdings vom Krankenhaus die Unterlagen bekommen und bei der nächsten Routine Untersuchung sie darauf ansprechen können/sollen. Da ist halt die Frage, wie war sie da ärztlich aufgestellt.

Bei Lubitz hat man gesehen, dass selbst bei durchgehend ärztlicher Betreuung es sehr schwierig ist, hier sozusagen zwangsweise mit Hilfe einzugreifen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:07
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich denke, Gina haette nach dem Suizidversuch fuer einige Zeit stationär in eine Klinik gehört.
Das war ein Warnzeichen, welches keiner (nicht Matthias, nicht die Freundin, und leider auch kein Arzt) ernst genommen hat.

Sie liegt bewusstlos vor dem Stall - und keiner regiert mit Bestürzung, Mitgefühl, geschweige denn, dass Matthias zu ihr zurueckgekehrt ist...Matthias karrt sie zum KH und das war's auch schon.
Das muss schon bitter fuer Gina gewesen sein.

Selbstgefaehrdung nehme ich hier nicht bis zum finalen Schritt an (Selbstschaedigung ja, aber nicht bis zum Suizid), und an Fremdgefaehrung könnte da auch keiner denken (ich gehe nicht davon aus, dass Gina geäußert hat, Fabian oder jemand anderen tot sehen zu wollen).
Aber sie war in einer emotionalen Überforderung, noch mehr als sonst.

Aber - im Nachhinein ist man immer klüger.
Da gehe ich überhaupt nicht mit Dir.

Es ist niemals auch nie die Verantwortung Dritter für Dein Wohlergehen zu sorgen.
MR hat genau das Richtige gemacht und sie an Ärzte übergeben.

Sie ist das erste Mal ban Grenzen gestoßen und kein manipulieren half ihr - nicht mal dieses Schauspiel.
Sie war in keiner Überforderung, sondern mit ihrem üblichen Latein am Ende. Das ist ihr halt vorher so noch nicht passiert. Ihr gesamtes Ich drohte zusammenbrechen - die unkonventionelle junge Frau mit den vielen Mehrhufern und Truck. Die Frau, die überall auffiel und Aufmerksamkeit bekam. Und - wie es sonst auch immer ihre Art war - hatte sie schnell einen Verantwortlichen für ihr Lage gefunden. Das war Fabian.

Nachdem sie das für sich klar gestellt hatte, traf sie ihre Entscheidung - sie wusste, was zu tun war, um die alte Ordnung wieder herzustellen.

Wer sagte gerade noch, dass sie sich erst nach seinem Tod so abfällig über ihn geäußert hatte?
Das trifft es da nämlich genau und zeigt deutlich, wie sie ihn für ihre Unfähigkeit mit dem Leben umzugehen, verantwortlich gemacht hat. Er hatte für sie das Recht auf Leben verloren, weil er ....fett, frech und was weiß ich was noch war.....und um so einen dann auch Gewese zu machen....das konnte sie schon gar nicht nachvollziehen. Er war doch nichts wert.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:26
Zitat von wobelwobel schrieb:Interessant finde ich, dass MR sich nicht mehr daran erinnern kann, Gina aber davon ausgeht dass ein damals 6jähriger sich dann (mindestens 2 Jahre später) daran erinnern soll und da auch selbständig hinfinden können soll.
Zumal bei Schnee eine Landschaft ja auch nochmal ganz anders aussieht.

Überhaupt selbst wenn es das Schlittenfahren gegeben hat und selbst wenn Fabian das ganz toll fand, warum zur Hölle sollte er an den Tag allein dort hin pilgern? Um die schöne Aussicht zu genießen? In Erinnerungen schwelgen? Wir reden hier von einem 8-jährigen Kind.

Davon mal abgesehen, daß er dort alleine wahrscheinlich gar nicht mehr hin gefunden hätte


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:31
Zitat von BohoBoho schrieb:Das Krankenhaus hätte sie aufgrund Selbstgefährdung an ein psychiatrisches Krankenhaus weitergeben können und wenn hätte max. der dortige Psychiater sie zwangseinweisen können - außer sie hätte sich selbst eingewiesen.
Eben, sie hätte sich selbst einweisen können. Aber das ist auch irgendwie ganz komisch rübergekommen (zumindest bei mir), als ob sie das gewollt hätte, man sie aber nicht gelassen hätte (was natürlich Quatsch ist).
Zitat von metalbabemetalbabe schrieb:Zumal bei Schnee eine Landschaft ja auch nochmal ganz anders aussieht.
Genau das ist mir auch durch den Kopf gegangen.
Schlitten hin oder her - sie hat Christian direkt zum Tümpel geführt, und dass man ausgerechnet dort schlittenfahren sollte, ist für mich auch nicht so wirklich nachvollziehbar - so steil war ja das Feld nicht, dass das da irgendwie Sinn ergeben hätte. Auch nicht dass es dann ausgerechnet dieser Tümpel war, da gibt's ja mehrere.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:01
Zitat von wobelwobel schrieb:Mußt Du im Kontext sehen - @aehn schrieb ja:
Zitat von aehnaehn schrieb:​Therapeuten, Ärzte oder Betreuer können schließlich immer nur mit dem arbeiten, was ihnen anvertraut wird. Sie schauen den Menschen nur vor den Kopf und sind darauf angewiesen, was ihnen erzählt wird.
Zitat von wobelwobel schrieb:Der Arzt hat eben nicht nur das, was ihm anvertraut wird - das mag der Auslöser sein, aber ob der Arm wirklich gebrochen ist oder nicht, wird er per Röntgenbild feststellen.
Ich sehe das anders, denn bevor er ein Röntgenbild vom Arm macht muss der Patient ihn doch erstmal drauf hinweisen, dass er Probleme mit dem Arm hat und vorher einmal draufgefallen ist.

Auch in der Psychiatrie und Psychologie gibt es diagnostische Verfahren, um bestimmte Erkrankungen sicher festzustellen oder auszuschließen. Das sind auch keine Diagnosen aus dem Bauch heraus, sondern es gibt diagnostische Kriterien anhand derer Erkrankungen und Störungen diagnostiziert werden.

Natürlich ist der Therapeut da auf die Mitarbeit des Patienten angewiesen, der ihm seine Symptome und Probleme schildern muss. Aber das ist jeder Arzt bei einer somatischen Erkrankung doch genauso. Du gehst doch auch nicht zum Hausarzt und forderst ihn auf, all seine schönen Diagnostikapparate einzusetzen, damit er raus findest was Du hast, sondern schilderst ihm, wo es dich pisackt. Und bei der Verlaufskontrolle ist es doch das gleiche, da musst du berichten, ob die bisherige Therapie gewirkt hat oder nicht.

Sie hat ihrem Therapeuten halt vorgegaukelt, wie toll sie alles im Griff hat, wie soll er da einen Grund sehen, etwas an der Therapie zu ändern oder sie gar zu einem Kollegen zu schicken?
Meiner Meinung liegt das daran, dass sie keinen Leidensdruck unter ihrer Erkrankung empfunden hat. Diese Persönlichkeitsstörung war ihr als Ausrede ganz recht, wenn es um die EMR ging oder sie Rücksichtnahme von anderen deswegen einfordern konnte. Insofern war es praktisch, einen Therapeuten zu haben auf den sie sich berufen konnte, zu dem sie aber nicht zu häufig hin musste und bei dem sie offenbar eher immer ein Plauderstündchen statt einer anstrengenden ans eingemachte gehende Therapiestunde abgehalten hat.
Sie hatte natürlich einen hohen Leidensdruck, das will ich gar nicht abstreiten. Nur hat sie diesen als Folge des Fehlverhaltens von anderen ihr gegenüber gesehen, nicht als Folge ihrer eigenen Probleme im Leben klarzukommen und mit Konflikten umzugehen. Die anderen haben sich ihr gegenüber falsch verhalten, also ging es ihr schlecht.

Meiner Meinung nach fehlte ihr jedwede Krankheitseinsicht, insofern hat sie drm Therapeuten auch sicher nicht die Wahrheit erzählt, sondern das, was der hören wollte, damit due Therapiestunden und die EMR ewig weiterlaufen könnten.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:41
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Sie hat ihrem Therapeuten halt vorgegaukelt, wie toll sie alles im Griff hat, wie soll er da einen Grund sehen, etwas an der Therapie zu ändern oder sie gar zu einem Kollegen zu schicken?
Wenn sie alles so toll im Griff hatte, wie kann es dann sein dass sie lebenslang EMR bekommt, einfach so?
Obwohl alles prima ist?
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Diese Persönlichkeitsstörung war ihr als Ausrede ganz recht, wenn es um die EMR ging
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Meiner Meinung nach fehlte ihr jedwede Krankheitseinsicht, insofern hat sie drm Therapeuten auch sicher nicht die Wahrheit erzählt, sondern das, was der hören wollte, damit due Therapiestunden und die EMR ewig weiterlaufen könnten.
Siehste - und das passiert beim gebrochenen Arm halt nicht - da reicht es eben nicht dem Arzt zu erzählen was er hören will um krankgeschrieben zu werden.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Sie hatte natürlich einen hohen Leidensdruck, das will ich gar nicht abstreiten. Nur hat sie diesen als Folge des Fehlverhaltens von anderen ihr gegenüber gesehen, nicht als Folge ihrer eigenen Probleme im Leben klarzukommen und mit Konflikten umzugehen. Die anderen haben sich ihr gegenüber falsch verhalten, also ging es ihr schlecht.
Ich glaube nicht dass Gina irgendwelchen Leidensdruck hatte - wo denn bitte?
Größtenteils haben ihre Mitmenschen doch genau das getan, was sie wollte, sie haben ihr nicht nur den eigenen Lebensunterhalt finanziert sondern auch fünf Pferde und das eine oder andere Extra. Und wenn jemand mal was gesagt hat, was ihr nicht in den Kram gepasst hat, wurde der halt niedergebrüllt - so lange bis es keine Widerrede mehr gab.
Jaaaaa, MR hat sich von ihr getrennt. Tja. Shit happens. Passiert halt auch mal.
Ich kenne niemanden, der noch nie Liebeskummer hatte (OK, ab einem gewissen Alter).
Muß man halt durch, das ist ganz normal.
Jaja, ich weiß, das Mobbing, die Vergewaltigungen, vom Ex geschlagen usw... - ist halt blöderweise nichts davon belegt.

Aber EMR zu kassieren ohne auch nur mal 36 Monate überhaupt gearbeitet zu haben?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:43
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Sie hat ihrem Therapeuten halt vorgegaukelt, wie toll sie alles im Griff hat, wie soll er da einen Grund sehen, etwas an der Therapie zu ändern oder sie gar zu einem Kollegen zu schicken?
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Meiner Meinung nach fehlte ihr jedwede Krankheitseinsicht, insofern hat sie drm Therapeuten auch sicher nicht die Wahrheit erzählt, sondern das, was der hören wollte, damit due Therapiestunden und die EMR ewig weiterlaufen könnten.
Also ein wenig Fachwissen würde ich ja auch von einem Therapeuten erwarten und das ein solcher eben bei gewissen "Auffälligkeiten" doch etwas mehr nachhakt und auch eine fachliche Einschätzung vornimmt - das eben wenn es um die Erwerbsfähigkeit geht wie hier dann auch um eine sorgeberechtigte Person.

Ich kenne und verstehe ja den Therapieansatz, erstmal das zu nehmen, was der Patient so mitbringt und von da aus zu arbeiten.

Aber ihre Geschichten waren schon auffällig und von einer irren Dramatik geprägt. Der Therapeut sagte ja vor Gericht noch, dass er da vielleicht hätte genauer hinhören oder auch nachfragen sollen.

Und wie man von "stabil" reden kann, wenn der Patient seine Stabilität ganz offensichtlich an einem Partner festmacht, ist mir auch nicht verständlich. Menschen trennen sich, Partner können auch sterben - was ist denn dann? Es ist doch therapeutisch ein sehr gefährliches Feld, wenn der Patient seine Stabilität durch eine dritte Person aufrecht erhält.

Bei der Familienhilfe hat sie die Termine fast mehr nicht wahrgenommen, als das sie aufgetaucht ist. Wie kann man denn da bitte von stabil reden und davon ausgehen, dass sie Dinge im Griff hat? Die Frau hatte den ganzen Tag frei und musste nicht wie Dorina, Arbeit, Kind und Haushalt unter einen Hut bringen.

Manchmal denke ich, ob sie nicht auch manisch-depressiv ist - dann hätte sie aber definitiv in die Hände eines Psychiaters gehört und Medis müssen her.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:45
Zitat von wobelwobel schrieb:Siehste - und das passiert beim gebrochenen Arm halt nicht - da reicht es eben nicht dem Arzt zu erzählen was er hören will um krankgeschrieben zu werden.
BS - da kann ich Dir aus meinem Erwerbsleben zig Beispiele z.B. aus dem Bereich "Rücken" nennen, wo easy einige Wochen oder mehr rausspringen.

Die Diskussion ist aber mühsam und am Thema vorbei.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:02
Zitat von wobelwobel schrieb:Ich glaube nicht dass Gina irgendwelchen Leidensdruck hatte - wo denn bitte?
Sie hatte z.B. diesen Kontrollzwang, war ständig in Panik, MR könne ihr vom Haken gehen. Es hat gereicht, dass er einen Zahnarzttermin hatte, der länger als 15 Minuten ging und zu dem er nicht in seinen Arbeitsklamotten aufgeschlagen ist, damit sie ihn mit Nachrichten beballern musste.
Natürlich ist das ein lächerlicher Anlass, total nervig und beschämend für MR, der halbe Gerichtssaal ist in Lachen ausgebrochen.
Aber glaubst Du wirklich, ihr sei es in dem Moment, als sie die Nachrichten geschrieben hat, gut gegangen? Sie war wahrscheinlich verzweifelt, hilflos und ihr Kopfkino hat ihr vorgespielt, wie die Zahnärztin ihren MR nach der Wurzelfüllung im Putzraum der Arztpraxis vernascht. Für sie war das eine reale Bedrohung und reale Hilflosigkeit.

Nein, ich glaube nicht, dass es ihr die meiste Zeit gut gegangen ist und sie sich ständig ins Fäusten gelacht hat, darüber dass sie fett EMR fürs Nichtstun kassiert und 3 Kerle für sich schuften lässt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:08
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Sie hatte z.B. diesen Kontrollzwang, war ständig in Panik, MR könne ihr vom Haken gehen.
Krankhafte Eifersucht ist so selten nicht - und trotzdem beziehen diese Leute keine EMR...
Nicht mal Panikattacken sind selten - ich denke jede*r kennt jemanden, der damit gestraft ist und trotzdem keine EMR bezieht...

Sie hat halt alles überdramatisiert...
Vielleicht wär's ja genau gut für sie gewesen einen Fulltime-Job zu machen, dann wäre sie beschäftigt gewesen anstatt sich Gedanken über Zahnarzttermine ihres Lovers zu machen.

Nein, ich glaube nicht dass das alles so richtig und berechtigt war. Und das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
Dafür kenne ich zu viele Leute die sowas wie Therapie oder EMR wesentlich dringender benötigen würden.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:10
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Natürlich ist das ein lächerlicher Anlass, total nervig und beschämend für MR, der halbe Gerichtssaal ist in Lachen ausgebrochen.
Aber glaubst Du wirklich, ihr sei es in dem Moment, als sie die Nachrichten geschrieben hat, gut gegangen? Sie war wahrscheinlich verzweifelt, hilflos und ihr Kopfkino hat ihr vorgespielt, wie die Zahnärztin ihren MR nach der Wurzelfüllung im Putzraum der Arztpraxis vernascht. Für sie war das eine reale Bedrohung und reale Hilflosigkeit.
Würdest Du das auch so sehen, wenn GH ein Mann wäre und MR die Frau?

Ich sehe das Verhalten nämlich weniger als hilflos, sondern als rein kontrollierend - ich sage Dir, was Du zu tun hast. wenn ich anrufe, gehst Du ans Telefon. Bevor Du wohin gehst, hast Du mich zu informieren und ggf. um Erlaubnis zu fragen. Du hast Dich regelmäßig zu melden, in von mir bestimmten Abständen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:24
Das Zögern, Beobachtungen sofort zu melden, verlängerte die Ungewissheit der Mutter, obgleich die strafrechtliche Verantwortung allein bei der angeklagten Tatverdächtigen liegt.
Das Leid der Mutter wurde durch Ungewissheit verlängert. Wenn Zeugen das Auffinden der Leiche nicht sofort der Polizei melden, schöpfen Angehörige weiter vergebens Hoffnung.

Da @wolf2 die Frage nach "moralischer Mitschuld" nun nicht genau definiert hat, habe ich darunter das oben Genannte verstanden.

Also eher ein moralisches Versagen oder mangelnde Zivilcourage. Es ist ja immerhin ein getötetes Kind im Spiel.

"Mitschuld" im juristischen Sinne trifft Chr. und Olaf natürlich nicht!!!!!!!!!!!


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:08
Die Langzeittherapie war beendet, aber Gina hatte doch regelmäßig Kontakt zu ihrem Therapeuten.
Und diesem war zumindest klar, dass Gina in eine Krise geriet, nachdem M sie verlassen (und "alles mitgenommen") hat.
Insofern wundert mich schon, dass Gina nach ihrem Suizidversuch nicht in einen stationären Klinikaufenthalt überführt wurde - ich kann mir das nur über eine nicht funktionierende Informationskette erklären.
09.07.2026 - 12:33 Uhr
Am 13. August 2025 schickte Gina H. ihrem Therapeuten um 18.51 Uhr eine SMS mit dem Inhalt: „Matthias hat sich von mir getrennt, er hat alles mitgenommen.“ Das habe sich aber schon in den letzten Sitzungen angedeutet. „Als ich dann diese SMS bekommen habe, da war mir klar, dass es jetzt wirklich brennt“, so der Zeuge.
Quelle:
https://www.bild.de/regional/rostock/live-ticker-zum-prozess-um-fabian-polizist-schliesst-andere-taeter-aus-69f2f4ded6078134c45a3b9c

Der Therapeut scheint über den noch nicht lange zurückliegenden Suizidversuch nicht informiert worden zu sein:
09.07.2026 - 13:40 Uhr
Am 17. Oktober 2025, also nach dem Tod von Fabian, hatte sich Gina H. noch ein einziges Mal telefonisch bei ihrem Therapeuten gemeldet. Der Richter fragt nach dem Inhalt des Kontakts. „Ich kann nur sagen, dass sie sehr klar war. Es sollte attestiert werden, dass sie nicht suizidal ist.“ Sie habe erzählt, jemand habe sie beim Jugendamt angeschwärzt und behauptet, sie sei suizidal und nicht in der Lage, sich um ihren Sohn zu kümmern.
Quelle:
https://www.bild.de/regional/rostock/live-ticker-zum-prozess-um-fabian-polizist-schliesst-andere-taeter-aus-69f2f4ded6078134c45a3b9c
Zitat von MutetteMutette schrieb:Gina hat ja kein Geheimnis draus gemacht was sie von Fabian hält ( es, fett, hat die Beziehung zerstört, Gewese) Selbst beim Friseur hat sie ihn und Dorina schlecht gemacht. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen das sie bei ihrem Therapeuten oder der AWO Dame anders über Fabian gesprochen hat.
Doch. Beim Therapeuten hat sie ganz anders über Fabian gesprochen:
09.07.2026 - 12:27 Uhr

Der Richter fragt, ob Gina H. auch von Fabian erzählt habe. Der Therapeut sagt: „Sie hat sinngemäß erzählt, dass sie gleich viel für das Kind empfunden hat. Also, als wäre es ihr eigenes Kind. Da hatte ich immer den Eindruck, dass das ein sehr gutes Verhältnis war. Also sehr fürsorglich. Und auch liebevoll.“
Quelle:
https://www.bild.de/regional/rostock/live-ticker-zum-prozess-um-fabian-polizist-schliesst-andere-taeter-aus-69f2f4ded6078134c45a3b9c


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:15
Zitat von metalbabemetalbabe schrieb:selbst wenn es das Schlittenfahren gegeben hat und selbst wenn Fabian das ganz toll fand, warum zur Hölle sollte er an den Tag allein dort hin pilgern? Um die schöne Aussicht zu genießen? In Erinnerungen schwelgen? Wir reden hier von einem 8-jährigen Kind.

Davon mal abgesehen, daß er dort alleine wahrscheinlich gar nicht mehr hin gefunden hätte
Genau das hatte ich auch gedacht. Beides wäre vollkommen unrealistisch gewesen. Das hätte ihr klar sein müssen, denn sie hatte doch einen Sohn in ähnlichem Alter. Wie kommt man also auf eine solche Begründung?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 21:02
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:vollkommen unrealistisch gewesen. Das hätte ihr klar sein müssen, denn sie hatte doch einen Sohn in ähnlichem Alter
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Genau das hatte ich auch gedacht. Beides wäre vollkommen unrealistisch gewesen. Das hätte ihr klar sein müssen, denn sie hatte doch einen Sohn in ähnlichem Alter. Wie kommt man also auf eine solche Begründung?
Sie hat doch ständig versucht, andere für dumm zu verkaufen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 21:05
Zitat von wobelwobel schrieb:Siehste - und das passiert beim gebrochenen Arm halt nicht - da reicht es eben nicht dem Arzt zu erzählen was er hören will um krankgeschrieben zu werden.
Nochmal, der gebrochene Arm den Du hier ständig anführst, ist sls Beispiel völlig ungeeignet. Es gibt zahlreiche somatische Symptome und Erkrankungen, die ein Arzt weder mit bildgebenden Verfahren noch mit Labordiagnostik nachweisen oder ausschließen kann. Dazu gehören z.B. viele Schmerzsyndrome, aber auch Erkrankungen wie Reizmagen oder best. Formen der Epilepsie etc. Bei diesen Erkrankungen ist der Arzt drauf angewiesen, dass der Patient ihm mitteilt, welche Symptome er wahrnimmt.

Es bestreitet auch niemand, dass es psychische Erkrankungen gibt, die zu objektiv nachweisbaren Symptomen führen, wie z.B. selbstverletzendes Verhalten oder Gewichtsverlust.
Trotzdem musst Du aber doch zustimmen, dass der Therapeut in Gina Hs Fall bei der Beurteilung des Behandlungsfortschritts darauf angewiesen war, was sie ihm erzählt. Was hätte er denn Deiner Meinung nach tun sollen, um ihre Berichte zu überprüfen?

Und jeder Therapeut wird dir erklären, dass jegliche Art von psychiatrischer und psychologischer Behandlung sinnlos ist, wenn der Patient keinen Leidensdruck empfindet umfbdeshslb nicht therapiewillig ist. Was willst Du denn mit so einer Person machen? Sie zwingen, sich einmal pro Woche vom Therapeuten volllabern zu lassen.

Meiner Meinung nach war GinaH nicht therapiewillig, weil sie keinen Leidensdruck von den bei ihr diagnostizierten Erkrankungen verspürt hat. Sie war der Meinung, dass sie in Ordnung ist, und nur die Personen in ihrem Umfeld ihre Probleme verursachen, die sie deshalb entweder ordentlich zurechtstutzen oder canceln muss.
Sie brauchte diese Therapiesitzungen aber, um nachweisen zu können, dass sie um Besserung ihrer Arbeitsfähigkeit bemüht ist, deshalb hat sue sie halt wahrgenommen mit möglichst langen Intervallen.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Der Therapeut scheint über den noch nicht lange zurückliegenden Suizidversuch nicht informiert worden zu sein:
Genau das meine ich: sie hat ihn selektiv mit Infos gefüttert. War aber offenbar gar nicht an einer therapeutischen Intervention durch ihn interessiert, denn sonst hätte sie ihn dich über so etwas entscheidendes informiert und um eine zeitnahe Therapiesitzung gebeten.
Stattdessen hat sie bei ihm sogar ein Attest angefordert, dass sie nicht suizidal sei, weil sie das fürs Jugendamt brauchte.
Zitat von BohoBoho schrieb:Würdest Du das auch so sehen, wenn GH ein Mann wäre und MR die Frau?
Ja würde ich. Bei einem Mann läuft es doch nicht anders ab. Auch einem Mann der seine Partnerin kontrolliert, seine Ex stalkt oder gar einen Femizid begeht, gestehe ich zu, dass er unter der Situation, den Verlustängsten, der Eifersucht enorm leidet. Sonst würde er doch nicht zu so drastischen Mitteln greifen.
Aber genau wie bei GinaH läuft dabei doch schief, dass er das Problem nicht bei sich sieht, sondern beim Gegenüber, das dann die Konsequenzen tragen muss.
Zitat von wobelwobel schrieb:Krankhafte Eifersucht ist so selten nicht - und trotzdem beziehen diese Leute keine EMR...
Nicht mal Panikattacken sind selten - ich denke jede*r kennt jemanden, der damit gestraft ist und trotzdem keine EMR bezieht...
Du musst nicht polemisch werden. GH hat ihre EMR weder wegen krankhafter Eifersucht noch wegen Panickattacken zugestanden bekommen, das weißt Du genau und das hat auch niemand behauptet.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 21:12
Zitat von GrillageGrillage schrieb:ich.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:
Zitat von BohoBoho schrieb:Würdest Du das auch so sehen, wenn GH ein Mann wäre und MR die Frau?
Ja würde ich. Bei einem Mann läuft es doch nicht anders ab. Auch einem Mann der seine Partnerin kontrolliert, seine Ex stalkt oder gar einen Femizid begeht,
Ich finde, Gina ähnelt einem Mann, der einen Femizid begeht.
Hier ist M aus der Beziehung ausgebrochen, und dies hat letztendlich die Tat ausgelöst.

Und die Arbeitskraft und finanzielle Leisung von M waren Gina sehr wichtig, sonst hätte das mit der Pferdehaltung so gar nicht hingehauen.
Das kommt hier noch dazu (und musste erhalten bleiben).


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 22:57
Zitat von wobelwobel schrieb:Das ist es ja auch nicht worauf ich raus wollte.
Es ging mir da um Deine Aussage:
Zitat von aehnaehn schrieb:​Therapeuten, Ärzte oder Betreuer können schließlich immer nur mit dem arbeiten, was ihnen anvertraut wird.
Das stimmt halt so wirklich nur bedingt (Beispiel Arzt: Der Hirntumor wird ihm ja nicht "anvertraut", der wird diagnostiziert).
Schön, dass wir uns beim Entscheidenden einig sind, denn vorhersehen konnte das wirklich niemand.

​Aber dein Vergleich mit dem Hirntumor hinkt halt gewaltig!
Ein Tumor ist eine handfeste körperliche Sache. Den sieht der Arzt auf dem MRT Bild, völlig egal was der Patient erzählt oder verschweigt.
​Die Psyche lässt sich aber nicht wie ein Knochenbruch röntgen. Ein Psychiater sieht nur das Verhalten und hört die Geschichten, die ihm aufgetischt werden. Klar merkt ein Fachmann irgendwann, dass jemand auffällig ist, lügt oder eine Persönlichkeitsstörung hat. Das wird dann halt diagnostiziert.

​Aber nur weil jemand auffällig ist oder Geschichten erfindet, schließt doch kein Arzt der Welt darauf, dass diese Person gleich ein Kind ermordet. Psychisch schwierige oder anstrengende Leute gibt es in Praxen jeden Tag. Daraus eine geplante Gewalttat herauszulesen, ist schlicht unmöglich.


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