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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

30.494 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 15:14
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Kannst du die Quelle verlinken?
Nein, macht keinen Sinn, da es doch eh jeder auf seiner eigenen Podcast-player-App anhört. Ich höre es auch in einer App, müsste es jetzt mühselig aus dem Netz raussuchen und wenn du es anhören willst, findest Du es mir den Angaben oben auch mit zwei Klicks selber.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 15:16
Zitat von GrillageGrillage schrieb:ein, macht keinen Sinn, da es doch eh jeder auf seiner eigenen Podcast-player-App anhört. Ich höre es auch in einer App, müsste es jetzt mühselig aus dem Netz raussuchen und wenn du es anhören willst, findest Du es mir den Angaben oben auch mit zwei Klicks selber.
Du sagst es sei dir zu umständlich eine Quelle zu verlinken, aber ich könnte sie mit 2 klicks finden?
Eher ungünstig, aber hier für alle anderen die Quelle:


https://www.ndr.de/radiomv/fall-fabian-22-ihre-schwester-sagt-aus-wut-bei-gina-h,audio-3402848.html


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 15:17
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Kannst du die Quelle verlinken?
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:fe1d52aff189982f/

ab 06:50 gehts los


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 16:32
Ich frage mich, was wohl aktuell in ihrem Kopf vorgeht. Ob sie das tatsächlich alles so extrem verdrängt, also sowohl die eigentliche Tat als auch den möglichen Ausgang dieses Prozesses und die damit verbundenen Konsequenzen für ihr restliches Leben.

Mir ist natürlich klar, dass das hier niemand abschließend beantworten kann und wir darüber alle nur mutmaßen können! Das ist einfach nur ein Gedanke von mir. Ich habe jedenfalls auch den Eindruck, dass sie sich ihrer Sache sicher zu sein scheint oder vielleicht eine so starke selektive Wahrnehmung hat, dass sie bei einer für sie negativen Urteilsverkündung tatsächlich aus allen Wolken fallen könnte.

Ein eher nebensächlicher Gedanke, der mir gerade noch kam: Sollte es tatsächlich zu einer Haftstrafe kommen, würde sich ja ihr bisheriger Alltag im Vollzug vermutlich ziemlich grundlegend verändern.
Ihre bisherige Arbeitsunfähigkeit würde dabei vermutlich nicht automatisch bedeuten, dass sie von entsprechenden Tätigkeiten dauerhaft ausgenommen wäre. Das müsste dann wahrscheinlich entsprechend neu beurteilt werden.

Die Vorstellung, wie sie sich in einer völlig durchorganisierten und weitgehend fremdbestimmten Welt zurechtfinden würde, finde ich irgendwie spannend, gerade weil sie dort wesentlich weniger Kontrolle hätte.
Auch die Frage, wie sie mit den sozialen Strukturen innerhalb einer JVA umgehen würde, wäre interessant. Gerade bei einer Verurteilung wegen eines Tötungsdelikts an einem Kind könnte das vermutlich noch einmal eine besondere Situation darstellen.
Vielleicht würde sie dort am Ende tatsächlich die Rolle der Mustergefangenen einnehmen, die weiterhin davon überzeugt ist, zu Unrecht verurteilt worden zu sein. Diese Rolle könnte ich mir zumindest bei ihr vorstellen.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was sie bei ihrer Einlassung mitteilen wird.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 16:58
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Wäre das mal vor Gericht gelandet mit der Besitzfrage, wäre das mit dem Kaufvertrag allein nicht getan.
Nö, die erklären Dir dann erstmal den Unterschied zwischen "Besitz" und "Eigentum"... :-)

Aber Pferde haben ja glücklicherweise Papiere in denen ein Name stehen muß - von daher dürfte das leicht zu prüfen sein.
Ein Kaufvertrag besagt wenig - denn man kann ja auch Pferde verschenken. Einen "Schenkungsvertrag" stellt man da eher selten aus...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:16
Zitat von aehnaehn schrieb:Ihre bisherige Arbeitsunfähigkeit würde dabei vermutlich nicht automatisch bedeuten, dass sie von entsprechenden Tätigkeiten dauerhaft ausgenommen wäre. Das müsste dann wahrscheinlich entsprechend neu beurteilt werden.
Vor einiger Zeit hat hier jemand ein kurzescDoku-Video zu dem Frauenknast Bützow eingestellt. Darin hieß es, dass es keine prinzipielle Arbeitspflicht in der Anstalt gibt einige nicht arbeiten wollen, die dann den ganzen Tag in ihrer Zelle liegen und die Wände anstarren.
Arbeit im Knast bedeutet halt für die meisten auch, das die Zeit schneller rumgeht, dass sie nicht den ganzen Tag eingeschlossen sitzen, dass sie zum Teil eine Ausbildung machen können, dass sie Sozialkontakte haben, dass ihr Konto etwas mehr hergibt und sie sich wenigstens etwas Luxus in Form von Keksen, Softdrinks, Neskaffee im Knastladen leisten können. 24/7 keinerlei Arbeitsverpflichtungen zu haben bedeutet im Knast was anderes als draußen, wo man sich die Freizeit mit Opas 5 Pferden, einem geleasten Ginamobil, einem Samsung mit Kamera und Flatrate und Kerlen, die um Nackidei-Fotos betteln verschönern kann.
Würde mich brennend interessieren, ob der Arbeitsekel bei GH auch im Knast dauerhaft anhält.
Zitat von wobelwobel schrieb:Aber Pferde haben ja glücklicherweise Papiere in denen ein Name stehen muß - von daher dürfte das leicht zu prüfen sein.
Vor allem muss die Haltung von Pferden beim Veterinäramt angemeldet werden, weil sie tierseuchenrechtlich relevant werden können. Im Fall eines Tierseuchenausbruchs muss das VetAmt wissen , wo wie viele Pferde stehen, um die Schutzmaßnahmen koordinieren zu können. Und bei der Tierseuchenkasse müssen sie auch angemeldet werden und zwar vom Eigentümer, nicht vom Pferdemädchen, das drauf rum reitet und nicht von Olaf, der die Ställe reinigt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:18
Zitat von wobelwobel schrieb:Nö, die erklären Dir dann erstmal den Unterschied zwischen "Besitz" und "Eigentum"... :-)
Warum so unfreundlich?
Dass das nicht die selben Dinge sind und ich mir darüber im Klaren bin, hätte man aus meinem Post durchaus erkennen können.
Zitat von wobelwobel schrieb:Aber Pferde haben ja glücklicherweise Papiere in denen ein Name stehen muß - von daher dürfte das leicht zu prüfen sein.
Was wenn nicht überall der selbe Name steht?

Kaufvertrag Großvater
Equidenpass GH
Registrierung GH
Versicherung Großvater
Zitat von wobelwobel schrieb:Einen "Schenkungsvertrag" stellt man da eher selten aus...
Würde man wohl auch eher übereignen. Schenken und übereignen ist nicht das selbe, aber das würde einem ja dann erklärt werden :)
Zitat von wobelwobel schrieb:Ein Kaufvertrag besagt wenig
Der sagt schon was, aber z.B. auch wer den Kaufbetrag bezahlt hat.


Also irgendwie doch nicht so einfach wie deine kecke Antwort vermuten ließ :)


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:21
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und bei der Tierseuchenkasse müssen sie auch angemeldet werden und zwar vom Eigentümer
"
den Tierhalter über Art und Umfang seines zum Stichtag 3. Januar gehaltenen Tierbestandes bzw. der nach dem Stichtag neu aufgenommenen Tiere
Quelle: https://tskmv.de/beitrag-meldung/meldung

Das kann auch der Tierhalter, der nicht Eigentümer sein muss.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:24
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Meiner Meinung nach geht es da gefühlt darüber, die Kontrolle über das Gesagte behalten zu wollen. Wenn man vielleicht missverstandene Sachen nicht korrigieren kann bleiben sie so, wie der Empfänger es (miss-)verstanden hat und haben nicht das an Infos transportiert, was der Erzähler beabsichtigt hatte.
Es gibt hier zwei schöne Beispiele.

Die Einlassung des Jan M im Mordfall an Irina A in Frankfurt - diese wurde von seinen Anwälten verlesen.
Als im Prozess klar war, dass er schuldig gesprochen wird, versuchte er seine Anwesenheit bei der Leiche und damit verbundene Spuren durch eine hanebüchen Story zu erklären (mitten in der Nach aufgewacht wg. ungünstig geparkten Motorrad, dann eingefallen dass er von der Toten ja nichts gehört hatte und fuhr los sie suchen, wo er sie dann auch im stockdunklen Park tot in einer Wiese mit hohem Gras liegend fand. Als er sich darauf geschockt am Weg drehte, platzte unvermittelt eine Wunde an der Hand auf, die er sich zuvor zugezogen hatte und sein Blut tropfte auf den Weg).
Das war so armselig und dummdreist, dass man sich wundert, wie ein Anwalt dies mit ernsten Gesicht vorlesen kann.
Verurteilt wurde Jan M natürlich.

Im Prozess Heard gegen Depp in den USA uferte die Befragung der A Heard derart aus, dass es ein live Beweis für die psychologische Einschätzung der Psychiaterin des Heard Teams war. Diese hatte ein hystrionische Persönlichkeit und ich meine zusätzlich noch narzisstische Störung (oder war es doch auch bordeline? ich bin mir nicht mehr ganz sicher) bescheinigt.
Frau Heard steigerte sich hier beim Bericht um ein Ereignis im Urlaub, bei dem Depp ein Teil seines Fingers verlor und eine Villa in Millionenhöhe Schäden hinterlassen wurde, derart hinein, dass sie die Geschichte immer neu erweitertere - bis sie zum Schluss sogar von einer Vergewaltigung mit einer Kapputen Glasflasche sprach. Davor war nie davon die Rede, es gab keinerlei Beweise, im Gegenteil - wer es aber gesehen hat, hat gemerkt, dass sie hier einfach von sich selbst mitgerissen wurde und noch immer eins drauf setzte, so dass zu Schluss überhaupt nichts mehr glaubhaft war an ihrer Geschichte. Bis heute denke ich, dass ihr dieser Auftritt endgültig das Genick gebrochen hatte. Da war für die Jury einfach offensichtlich, was sie für ein Mensch ist.

Ich vermute mal, GH geht eher in die zweite Richtung...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:34
Zitat von BohoBoho schrieb:Ich vermute mal, GH geht eher in die zweite Richtung...
Ja genau, es wird mit einer Story entsprechend Deines ersten Beispiels losgehen, die sie sich in der Sommerpause ausgedacht und niedergeschrieben hat ( oder eben diktiert hat) und die ihre Anwälte in eine halbwegs saubere Version umgebastelt haben.

Aber wehe, sie kriegt die Möglichkeit, frei zu sprechen dann wird sie noch einen drauflegen und noch einen und noch einen...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:54
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Vor einiger Zeit hat hier jemand ein kurzescDoku-Video zu dem Frauenknast Bützow eingestellt. Darin hieß es, dass es keine prinzipielle Arbeitspflicht in der Anstalt gibt einige nicht arbeiten wollen, die dann den ganzen Tag in ihrer Zelle liegen und die Wände anstarren.
Arbeit im Knast bedeutet halt für die meisten auch, das die Zeit schneller rumgeht, dass sie nicht den ganzen Tag eingeschlossen sitzen, dass sie zum Teil eine Ausbildung machen können, dass sie Sozialkontakte haben, dass ihr Konto etwas mehr hergibt und sie sich wenigstens etwas Luxus in Form von Keksen, Softdrinks, Neskaffee im Knastladen leisten können. 24/7 keinerlei Arbeitsverpflichtungen zu haben bedeutet im Knast was anderes als draußen, wo man sich die Freizeit mit Opas 5 Pferden, einem geleasten Ginamobil, einem Samsung mit Kamera und Flatrate und Kerlen, die um Nackidei-Fotos betteln verschönern kann.
Würde mich brennend interessieren, ob der Arbeitsekel bei GH auch im Knast dauerhaft anhält.
Danke dir für die Ausführung!
Dass das mit der Arbeitspflicht von Bundesland zu Bundesland so unterschiedlich gehandhabt wird, wusste ich ehrlich gesagt gar nicht.

Du hast auch absolut recht. Draußen bedeutete „keine Arbeit“ Freiheit, Social Media, Reiten usw. und im Knast wird Arbeit plötzlich zu einer Form von Ablenkung. Sehr wahrscheinlich wird sie sich am Ende sogar freiwillig um einen Job bemühen.

Wer es bisher gewohnt war, jederzeit für Ablenkung sorgen zu können, und bei ihr offenbar auch der Handykonsum eine sehr große Rolle gespielt hat, dürfte die absolute Monotonie des Haftalltags auf Dauer möglicherweise als ziemlich belastend empfinden. Außer natürlich, sie beschäftigt sich viel mit Fernsehen oder findet andere Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben.
Die Stille zwingt einen ja dazu, ununterbrochen mit der eigenen Situation konfrontiert zu sein. Das kann sie wahrscheinlich schwer aushalten.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 17:59
Zitat von aehnaehn schrieb:und im Knast wird Arbeit plötzlich zu einer Form von Ablenkung.
Es ist auch eine Form von Socializing
Ich denke es ist auch oder gerade im Knast von Vorteil, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu haben.

Ich gehe davon aus, dass sie eine ganze Weile hinter Gittern bleiben wird. Vielleicht wird sich ihre Haltung zum Arbeiten, nicht sofort, aber über die Zeit verändern.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:40
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Es ist auch eine Form von Socializing
Ich denke es ist auch oder gerade im Knast von Vorteil, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu haben.

Ich gehe davon aus, dass sie eine ganze Weile hinter Gittern bleiben wird. Vielleicht wird sich ihre Haltung zum Arbeiten, nicht sofort, aber über die Zeit verändern.
Stimmt, wobei das Socializing wird für sie vermutlich erstmal eine Herausforderung & komplettes Neuland sein. Draußen schien ihr Verhalten gegenüber den meisten anderen Frauen ja eher von Eifersucht und Konkurrenzdenken geprägt zu sein, während sie ihren Fokus stärker auf Männerkontakte gelegt hat.

Im Frauenknast gibt es diese Dynamik natürlich nicht mehr. Dort trifft sie wahrscheinlich auf Frauen, die sich vermutlich nicht so leicht von ihr beeinflussen lassen.

Wenn der Medienrummel irgendwann vorbei ist und der graue Alltag einkehrt, fällt hoffentlich auch ein Stück weit die Verdrängung weg. Die viele Zeit und die letzlich doch dauerhaft fehlenden Ablenkungen können einen durchaus dazu zwingen, sich immer wieder mit der eigenen Tat auseinanderzusetzen. Ich hoffe zumindest, dass diese Konfrontation irgendwann zu echter Einsicht und Reue führt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:51
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Warum so unfreundlich?
Oh sorry - so war's nicht gemeint! Hab doch extra ein Smilie dahinter gesetzt! :-)
Kommt halt häufig vor, dass "Besitz" mit "Eigentum" verwechselt wird - auch hier im Thread.
Zitat von aehnaehn schrieb:Du hast auch absolut recht. Draußen bedeutete „keine Arbeit“ Freiheit, Social Media, Reiten usw. und im Knast wird Arbeit plötzlich zu einer Form von Ablenkung. Sehr wahrscheinlich wird sie sich am Ende sogar freiwillig um einen Job bemühen.
Es wäre ihr zu wünschen! Oder noch besser: Sie macht endlich eine Ausbildung.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Ich gehe davon aus, dass sie eine ganze Weile hinter Gittern bleiben wird. Vielleicht wird sich ihre Haltung zum Arbeiten, nicht sofort, aber über die Zeit verändern.
Sie wird schon noch ihre panische Angst vorm Arbeiten verlieren denke ich - in der JVA hat sie ja dann sogar was davon, schätze mal dass Geld da auch nochmal einen anderen Stellenwert hat und die Einnahmen in einem realistischeren Verhältnis zu den Ausgaben steht, wie wir es gerade sonst so in Deutschland erleben.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:54
Zitat von aehnaehn schrieb:Stimmt, wobei das Socializing wird für sie vermutlich erstmal eine Herausforderung & komplettes Neuland sein. Draußen schien ihr Verhalten gegenüber den meisten anderen Frauen ja eher von Eifersucht und Konkurrenzdenken geprägt zu sein, während sie ihren Fokus stärker auf Männerkontakte gelegt hat.

Im Frauenknast gibt es diese Dynamik natürlich nicht mehr. Dort trifft sie wahrscheinlich auf Frauen, die sich vermutlich nicht so leicht von ihr beeinflussen lassen.
Kommt drauf an. Klar, der Männeranteil ist nicht sehr hoch.
Aber wenn sie weiter ihre Schiene fährt, dass sie das nicht war und man ihr das anhängt, vom System betrogen von allen ausgenutzt und gehasst und sie selbst vermisse ja ihren Sohn so sehr und ihre Tiere... Da findet sich bestimmt ein Äffchen dass das glaubt oder glauben will.

Ich hatte mal einen Beitrag zum Frauengefängnis gesehen, such ich gern mal bei Gelegenheit raus. Da sagte die Inhaftierte, dass es dort gar nicht so sehr um die Frage geht ob man schuld hat, sondern wie man den Tag bestmöglich rum bekommt. Jeder erzählt jedem seine Lügen und fertig. Am Ende sitzt ja jeder wegen irgendwas. Völlig egal ob schuldig oder nicht. Man lebt besser, wenn man nicht darüber spricht und eher die Gemeinsamkeiten nutzt.

Und da GH eh in ihrer eigenen Welt lebt, die sie biegen kann wie sie mag, traue ich ihr durchaus zu, dass sie da klarkommt


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:02
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Kommt drauf an. Klar, der Männeranteil ist nicht sehr hoch.
Aber wenn sie weiter ihre Schiene fährt, dass sie das nicht war und man ihr das anhängt, vom System betrogen von allen ausgenutzt und gehasst und sie selbst vermisse ja ihren Sohn so sehr und ihre Tiere... Da findet sich bestimmt ein Äffchen dass das glaubt oder glauben will.

Ich hatte mal einen Beitrag zum Frauengefängnis gesehen, such ich gern mal bei Gelegenheit raus. Da sagte die Inhaftierte, dass es dort gar nicht so sehr um die Frage geht ob man schuld hat, sondern wie man den Tag bestmöglich rum bekommt. Jeder erzählt jedem seine Lügen und fertig. Am Ende sitzt ja jeder wegen irgendwas. Völlig egal ob schuldig oder nicht. Man lebt besser, wenn man nicht darüber spricht und eher die Gemeinsamkeiten nutzt.

Und da GH eh in ihrer eigenen Welt lebt, die sie biegen kann wie sie mag, traue ich ihr durchaus zu, dass sie da klarkommt
Das ist tatsächlich ein extrem guter & wahrscheinlich realistischer Einwand.
​Diesen Pragmatismus im Haftalltag unterschätzt man von außen wahrscheinlich wirklich schnell.
Wenn man jahrelang miteinander klarkommen muss, ist es für viele Insassinnen sicher einfacher, die Opferrolle der anderen einfach nickend hinzunehmen, als ständig auf Konfrontation zu gehen. Hauptsache, man kriegt den Tag irgendwie rum.
​Mit ihrer Masche wird sie drinnen wahrscheinlich wirklich die ein oder andere Zweckfreundschaft finden.

Die Frage ist eigentlich nur, ob diese Zweckbündnisse und ihre eigene Scheinwelt auf all die Jahre halten oder ob die harte Realität einer langen Haftstrafe dieses Kartenhaus irgendwann doch zum Einsturz bringt.
Ich finde die Tat einfach so unfassbar grausam, dass ich mir aus tiefstem Herzen wünsche, dass sie irgendwann dazu gezwungen wird, der Wahrheit ins Auge zu sehen & sei es nur ganz tief für sich selbst im Stillen. Sie muss diese Schuld spüren und es von ganzem Herzen bereuen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:10
Zitat von aehnaehn schrieb:Ich finde die Tat einfach so unfassbar grausam, dass ich mir aus tiefstem Herzen wünsche, dass sie irgendwann dazu gezwungen wird, der Wahrheit ins Auge zu sehen & sei es nur ganz tief für sich selbst im Stillen. Sie muss diese Schuld spüren und es von ganzem Herzen bereuen.
Ich fühle deinen Text soo sehr. Geht mir genauso.
Ich wünsche GH dass sie diesen Schmerz und diese Reue irgendwann entwickelt, dass ihr eigenes Handeln sie im Schlaf verfolgt.

Ein Grund wieso ich mir, wobei ich zugegeben selbst neugierig bin was sie nun sagt, wünschte zu diesem Verhandlungstermin kommt einfach kaum jemand - niemand vor dem sie ihre Show abziehen kann, niemand der den Mist dann druckt etc. - das wäre für sie richtig übel. Wenn ihr keiner zuhören will. Wenn nach all den Tagen wo sie sicherlich schon drauf wartet los zu werden, was sie sagen will - einfach niemand da ist den es juckt.

Wird nicht passieren, weiß ich.
Aber Menschen wie sie, kriegt man genau mit sowas.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:23
Zitat von aehnaehn schrieb:Wenn man jahrelang miteinander klarkommen muss, ist es für viele Insassinnen sicher einfacher, die Opferrolle der anderen einfach nickend hinzunehmen, als ständig auf Konfrontation zu gehen.
Sagt man nicht immer, bei den Männern herrscht eine strenge Hackordnung und die, die Kinder geschaendet oder getötet haben, stehen ganz unten?
Ob das bei den Frauen auch so ist?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:25
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Ich fühle deinen Text soo sehr. Geht mir genauso.
Ich wünsche GH dass sie diesen Schmerz und diese Reue irgendwann entwickelt, dass ihr eigenes Handeln sie im Schlaf verfolgt.

Ein Grund wieso ich mir, wobei ich zugegeben selbst neugierig bin was sie nun sagt, wünschte zu diesem Verhandlungstermin kommt einfach kaum jemand - niemand vor dem sie ihre Show abziehen kann, niemand der den Mist dann druckt etc. - das wäre für sie richtig übel. Wenn ihr keiner zuhören will. Wenn nach all den Tagen wo sie sicherlich schon drauf wartet los zu werden, was sie sagen will - einfach niemand da ist den es juckt.

Wird nicht passieren, weiß ich.
Aber Menschen wie sie, kriegt man genau mit sowas.
Stimmt absolut. Totale Ignoranz wäre für solche Menschen wirklich die Höchststrafe, weil man ihnen damit jegliche Bühne nimmt.
​Ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich selbst extrem neugierig bin, was sie da jetzt erzählen will.
Es ist genau dieser Zwiespalt: Man wünscht ihr eigentlich die totale Gleichgültigkeit, will aber gleichzeitig sehen, wie das weitergeht & wie ihr Kartenhaus vor Gericht zusammenbricht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:48
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Und was ist aus den blauen Klamotten geworden, die Löcker im Müllsack anschleppte und untersuchen lassen wollte?
Um das ganze noch zu vervollständigen: Die Familie der Angeklagten machte sich die Mühe und suchte die Klamotten zusammen, Löcker sich die Mühe sie mit einem Müllsack ins Gericht zu schaffen und dort dann nur eine Beweisanregung zu stellen. Die Kammer lehnte das ab, und verlangte lediglich einen formalen Beweisantrag. Den stellte man bis heute nicht. Und um das ganz noch absurder zu machen: Da Löcker die möglichen Beweise ins Gericht schaffte, wären es sog "präsente Beweise" gewesen (§ 245 StPO) und da wäre der förmliche Beweisantrag ungleich schwieriger abzulehnen gewesen, als wenn der Antrag, die Kleidung zu untersuchen, ohne das Präsentieren im Gerichtssaal gestellt worden wäre.

Somit kann man sich seine eigene Meinung bilden, wenn man die Beweise als guten Entlastungsbeweis sehen würde, aber man stellt nicht den Beweisantrag, sondern nimmt den Müllsack wieder mit.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Aber vll geht sie wirklich auch immer noch davon aus, dass sie einfach nur lang genug schwafeln muss und das Gericht ihr dann glaubt - eben weil sie damit bisher immer große Erfolge erzielte, egal wie unsinnig ihr Gelaber war.
Genau das wird sie denken. So wie sie sich ja zuletzt im Gerichtssaal benommen hat, ist da nicht viel mit bewusst werden, dass es ein längerer Aufenthalt werden könnte. Bislang war durch ihr Schweigen ihr ja noch nie klar gemacht worden, dass Schwafeln nichts bringt. Da fehlt noch die Lernkurve bei ihr, die es erst mit der Einlassung und dem folgenden Urteil geben wird.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Aber ich tippe mal auf ein recht kurzes Statement.
In manchen Berichten heißt es, dass man den ganzen Prozesstag bzw. einen guten Teil davon auf die Einlassung verplant.
Zitat von aehnaehn schrieb:Ich frage mich, was wohl aktuell in ihrem Kopf vorgeht. Ob sie das tatsächlich alles so extrem verdrängt, also sowohl die eigentliche Tat als auch den möglichen Ausgang dieses Prozesses und die damit verbundenen Konsequenzen für ihr restliches Leben.
Sie wird, so wie sie sich im Gerichtssal benommen hat zuletzt, immer noch denken, am Ende wird sie freigesprochen und geht als freie Frau da raus. Ich würde von ausgehen, sie beschwert sich immer bei den Anwälten, wie lange das denn dauert.

@aehn

Hier nochmal der Kurzbericht. Im Text weiter unten steht, dass es keine Arbeitspflicht gibt.

Ob sie ihre Arbeitscheu durchhält, wird von einigen Faktoren bestimmt werden. Der wichtigste wird die EMR sein. Bleibt sie, dann hat sie Einkommen, wovon sie Hausgeld erhält. Arbeiten bringt ihr dann finanziell nichts, wenn das Konto fürs Entlassungsgeld voll ist, und das Hausgeld sind nur ein geringer Teil. Wenn die Haftkosten noch abgezogen werden (können) und dann noch was über bleibt, fließt das auf ein Konto, wo das Geld nicht geschützt ist vor Pfändungen. Die Pfändungsfreigrenzen der ZPO gelten nicht für Strafgefangene. Und wenn man sich ihre Meinung und Denken zu Fabian und Dorina ansieht, wird sie auf keinen Fall für ein Schmerzensgeld an sie und einen möglichen Schadensersatz für Fabian arbeiten wollen. Ihr ganzes Erwachsenenleben ist davon geprägt ohne Aufwand viel Geld zu bekommen. Nicht darum zu arbeiten, damit es jemand anderes bekommt.

Fällt die EMR zum Teil oder ganz weg, dann könnte sich das ändern. Aber da wird sie lange drum kämpfen, dass die EMR bleibt.


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