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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

34.513 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.08.2026 um 21:15
OK - danke für die Aufklärung - das hilft für das Gesamtverständnis.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

20.08.2026 um 12:51
Zitat von BohoBoho schrieb:Wer soll die mysteriöse Person X (weiblich/männlich) sein, die sie am 13. am Vormittag zum Tümpel gelotst hätte?
Dafür hätte ich gerne eine halbwegs nachvollziehbare Erklärung.
Solange nicht einwandfrei nachgewiesen ist, dass das am 13.10. am Vormittag ihr Fahrzeug war (Handy- od Fahrzeugdaten), wird sie vermutlich abstreiten, zu diesem Zeitpunkt überhaupt dort gewesen zu sein.

Selbst, wenn es in Bezug auf ihr Fahrzeug einen Nachweis gäbe, könnte sie behaupten, dass sie nicht weiß, wem der schwarze SUV gehörte, was auch nicht unbedingt gelogen sein müsste. Es könnte ja sein, dass das das Auto eines Försters, Jägers oder Waldarbeiters war, der mit ihr gar nichts zu tun hat.

Sie könnte theoretisch behaupten, dass sie wisse oder glaube zu wissen, wem das der schwarze SUV gehöre, um den Verdacht auf jemand anderen zu lenken (zB CD, weil der ja scheinbar einen schwarzen SUV fährt). Das wäre allerdings riskant. Wenn nachgewiesen werden kann, dass er bzw sein Fahrzeug (Handy-/Fahrzeugdaten, Zeugen etc.) zu diesem Zeitpunkt anderswo war, wäre sie je nach Aussage möglicherweise einer weiteren Lüge überführt, zumindest wäre er dann wohl endgültig raus (auch für die Verteidigung).

Es wäre grundsätzlich schon auch denkbar, dass sie sich dort mit jemandem getroffen hat. Allerdings dürfte das Treffen dann nicht via Smartphone ausgemacht worden sein. Sie könnte sich woanders verabredet haben und Mr/Mrs X dann mittels einer Geschichte zum Tümpel gelockt haben. Dann gäbe es einen weiteren Tümpelzeugen.

Dass der schwarze SUV CD oder Olaf K zuzuordnen sind, kann ich mir nicht vorstellen, weil dann die folgenden Nachrichten nicht passen würden. Es sei denn, das Treffen am Vm des 13.10. diente etwas anderem und die Inszenierung des Leichenfunds (samt der Nachrichten im Vorfeld) ist Teil eines von ihr und einem Mittäter bzw. Mitwisser ausgeklügelten Plans. Das traue ich ihr bzw ihrem Umfeld aber nicht wirklich zu. Außerdem glaube ich nicht, dass sie nicht längst versucht hätte, die Tat einem etwaigen Mittäter/Mitwisser in die Schuhe zu schieben. Umgekehrt zweifle ich auch daran, dass ein etwaiger Mitwisser nicht längst die Nerven verloren und ausgepackt hätte.

Viele Fragen werden vermutlich nie beantwortet werden. Insbesondere für die Mutter wird diese Ungewissheit eine Qual sein. Sie hätte sicher gern Antworten und wüsste gerne, was genau ihrem Sohn widerfahren ist, selbst wenn auch das mit Sicherheit nur schwer zu ertragen wäre.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

20.08.2026 um 14:26
Zitat von NordCrimeNordCrime schrieb:Ich hatte meine Reise nach Rostock bereits für den früheren Einlassungstermin geplant und bleibe bei diesem Vorhaben. Das Hotel ist gebucht, wir reisen Sonntag an und am Montag werde ich mich frühstmöglich vor dem Gericht platzieren und auf einen Platz hoffen. Hat jemand von Euch gelesen, um wie viel Uhr es losgeht? Falls nicht, frage ich das vorab beim Gericht an.
Die 2,5 Stunden Fahrt nehme ich gerne in Kauf, um mir, nach allem was ich gelesen habe, ein eigenes Bild der TV zu machen. Soweit das in diesem Rahmen möglich ist.
Ich hatte auch über eine Reise nachgedacht, aber nachdem ich gelesen hatte, dass schon bei früheren Verhandlungstagen die Leute morgens um 6 Uhr vor Ort waren, habe ich die Idee verworfen. Ich würde ungern schon in der Nacht mit nem Klappstuhl kommen, um dann möglicherweise doch keinen Platz im Saal zu bekommen. Bei dem nächsten Termin wird das Gericht ja aus allen Nähten platzen.

Ich hätte Gina H auch sehr gerne mal persönlich erlebt, aber das ist es mir dann doch nicht wert, zumal ich durch die halbe Republik müsste.

Bin aber sehr gespannt auf deine Erzählungen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

20.08.2026 um 16:46
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:lesen hatte, dass schon bei früheren Verhandlungstagen die Leute morgens um 6 Uhr vor Ort waren, habe ich die Idee verworfen. Ich würde ungern schon in der Nacht mit nem Klappstuhl kommen, um dann möglicherweise doch keinen Platz im Saal zu bekommen. Bei dem nächsten Termin wird das Gericht ja aus allen Nähten platzen.

Ich hätte Gina H auch sehr gerne mal persönlich erlebt, aber das ist es mir dann doch nicht wert, zumal ich durch die halbe Republik müsste.

Bin aber sehr gespannt auf deine Erzählungen.
Kann ich verstehen. Ich komme "nur" aus Hamburg angefahren dafür und peile an, um 07.00 Uhr am Gericht zu sein und hoffe. dass das so reichen wird...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

20.08.2026 um 18:39
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Ich hätte Gina H auch sehr gerne mal persönlich erlebt, aber das ist es mir dann doch nicht wert, zumal ich durch die halbe Republik müsste.
Ich würde auch nicht wegen der Einlassung dorthin reisen, zumal ich durch die gesamte Republik müsste. Vor allem aber erwarte ich mir davon nicht allzu viel. Was mich viel eher interessieren würde, wäre die Urteilsverkündung. Da wäre ich tatsächlich gerne dabei, kann es aber aus beruflichen Gründen nicht realisieren.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

20.08.2026 um 18:56
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:wäre die Urteilsverkündung
Das psychiatrische Gutachten würde mich eigentlich noch am meisten interessieren..
Zitat von NordCrimeNordCrime schrieb:07.00 Uhr am Gericht zu sein und hoffe. dass das so reichen wird...
Ich fürchte, dass das nicht reichen könnte.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

20.08.2026 um 21:00
Mich würde am meisten interessieren, den Tattag m i n u t i ö s aufgezeigt zu bekommen von der Kontaktaufname zu Fabian, seiner "Abholung" bis hin zum Ausgang des Tatgeschehens und des Nachtatverhaltens, insbesondere der Manipulation ihres Pickups usw. bis hin zur Verhaftung von Gina H.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

20.08.2026 um 21:11
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Das psychiatrische Gutachten würde mich eigentlich noch am meisten interessieren..
Der Gutachter soll am 1. September vortragen
Das Urteil im Mordprozess gegen Gina H. soll am 10. September fallen. Zuvor werden am 1. und 3.9. noch der psychiatrische Gutachter gehört und die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gehalten.
Auch interessant (Hervorherbung von mir):
Nach erneuter Prüfung sollen nach RTL-Informationen auch Bewegungsdaten ermittelt worden sein, zum Beispiel könne nachgewiesen werden, wann Gina H. mit ihrem Handy zu Fuß und wann mit dem Auto unterwegs gewesen sein. So kann eventuell klarer eingegrenzt werden, ob sie Fabian schon einen Tag vor der mutmaßlichen Tat in der Nähe seines Wohnorts getroffen haben kann.
Ihre Einlassung umfasst nach RTL-Informationen 50 bis 100 DIN A4-Seiten, mit größerem Zeilenabstand und in Schriftgröße 14. Gina H. wird ihren Text im Vorfeld mehrmals laut lesen, damit der Umfang besser abgeschätzt werden kann. Ihre Verteidigung geht davon aus, dass sie am Montag mehrere Stunden vorlesen wird.
Will sie ihr ganzes Leben erzählen?


Quelle: https://www.rtl.de/news/was-wird-gina-h-aussagen-die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zum-fabian-prozess-id31212166.html


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

20.08.2026 um 21:19
Zitat von Gast81Gast81 schrieb:Es wäre grundsätzlich schon auch denkbar, dass sie sich dort mit jemandem getroffen hat. Allerdings dürfte das Treffen dann nicht via Smartphone ausgemacht worden sein. Sie könnte sich woanders verabredet haben und Mr/Mrs X dann mittels einer Geschichte zum Tümpel gelockt haben. Dann gäbe es einen weiteren Tümpelzeugen.
Das nehme ich auch an, nachdem der schwarze SUV ins Spiel gebracht wurde und habe in einem vorherigen Post bereits vermutet, dass sie mit dem Fahrer ebenfalls am Tümpel war.
Und auch ohne, dass dieser als Zeuge vorgeladen wurde, würde ich davon ausgehen, dass dieser den Behörden bekannt sein dürfte.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

20.08.2026 um 21:27
So kann eventuell klarer eingegrenzt werden, ob sie Fabian schon einen Tag vor der mutmaßlichen Tat in der Nähe seines Wohnorts getroffen haben kann.
Die Rekonstruktion des gesamten Vortat-, Tat- und Nachtatgeschehen wäre, wie ich bereits weiter oben schrieb, wichtig zu erfahren.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

20.08.2026 um 21:43
Zitat von TriceratopsTriceratops schrieb:Die Rekonstruktion des gesamten Vortat-, Tat- und Nachtatgeschehen wäre, wie ich bereits weiter oben schrieb, wichtig zu erfahren.
Wenn, dann dürfte das dem Urteil vorbehalten bleiben.

Das Gericht wird -wenn es denn Gina H. für schuldig befindet- in der Urteilsbegründung darlegen müssen, warum und wie die Angeklagte das Verbrechen plante, wie sie den Mord ausgeführt hat und wie sie sich nach der Tat verhielt.

In welchem Maße die Richter dabei in der mündlichen Begründung ins Detail gehen, ist offen. In der schriftlichen Fassung muss jedoch eine Beschreibung in allen Einzelheiten erfolgen.

Ich weiß nicht, wie die Praxis in Mecklenburg-Vorpommern ist, aber ich würde es für wünschenswert erachten, wenn das Urteil in der schriftlichen Fassung der Öffentlichkeit zugeführt werden könnte.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

20.08.2026 um 21:51
@Tiergarten
Dann müssen wir wohl abwarten, wie es gehandhabt werden wird. Aber wie Du schreibst, würde auch ich die Darlegung eines schriftlichen Urteils sehr begrüßen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

20.08.2026 um 22:17
Kerndetails zur angekündigten Aussage

* Kein Geständnis: Ein Einräumen der Tat wird es definitiv nicht geben.

* Eigene Worte: Statt einer rein juristischen Verteidigerschrift soll Gina H. eine selbst formulierte Erklärung vorlesen.

* Fokus auf Belastungspunkte: Es wird erwartet, dass sie zu den schweren Indizien Stellung bezieht – etwa dazu, warum sie den Leichenfundort an einem Tümpel in Klein Upahl bereits vor der Polizei kannte.

* Rolle der Zeugen: Die Verteidigung deutete an, dass Gina H. auf Männer am Tatort eingehen könnte, die ihr angeblich sagten, sie solle die Polizei nicht rufen.

Quelle: https://www.bild.de/news/inland/reporterin-isabel-pfannkuche-ueber-den-mordprozess-fall-fabian-das-will-die-angeklagte-aussagen-6a8191c2169e8e32c0aea186


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

21.08.2026 um 10:43
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:
Zitat von NordCrimeNordCrime schrieb:07.00 Uhr am Gericht zu sein und hoffe. dass das so reichen wird...
Ich fürchte, dass das nicht reichen könnte.
Nein, das wird nicht reichen. Ich war am 06.08. vor Ort und da waren gegen 7 Uhr schon 40-50 Leute vor uns.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

21.08.2026 um 11:03
Ihre Einlassung umfasst nach RTL-Informationen 50 bis 100 DIN A4-Seiten, mit größerem Zeilenabstand und in Schriftgröße 14. Gina H. wird ihren Text im Vorfeld mehrmals laut lesen, damit der Umfang besser abgeschätzt werden kann. Ihre Verteidigung geht davon aus, dass sie am Montag mehrere Stunden vorlesen wird.
Mein Gott, 100 Seiten. Andere nennen das schon einen autfiktionalen Roman....
Zitat von Altbau87Altbau87 schrieb:Nein, das wird nicht reichen. Ich war am 06.08. vor Ort und da waren gegen 7 Uhr schon 40-50 Leute vor uns.
Aber dann hat es doch gereicht, denn es sind doch knapp 100 Sitzplätze für Zuschauer da.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

21.08.2026 um 11:10
Ja, für uns hat es an dem Termin gereicht.

Ich denke aber nicht, dass man den Verhandlungstag am 6.8. mit dem 24. (Einlassung GH) vergleichen kann.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

21.08.2026 um 12:48
Zitat von Lavinia2000Lavinia2000 schrieb:Rolle der Zeugen: Die Verteidigung deutete an, dass Gina H. auf Männer am Tatort eingehen könnte, die ihr angeblich sagten, sie solle die Polizei nicht rufen.

Quelle: https://www.bild.de/news/inland/reporterin-isabel-pfannkuche-ueber-den-mordprozess-fall-fabian-das-will-die-angeklagte-aussagen-6a8191c2169e8e32c0aea186
Na und? Was wäre denn, wenn Gina H. behaupten würde, die beiden „Tümpelzeugen“ hätten sie gebeten, nicht die Polizei zu rufen?

Selbst wenn das stimmen sollte, ändert das im Kern nichts an der Sachlage. Die Angeklagte hätte das ignorieren und die Ermittler über den Fund der Leiche informieren können/müssen.

Angst vor Repressalien? Es mag ja sein, dass Christian D. und Olaf K. nicht in den Mordfall hineingezogen werden wollten und vielleicht sogar fürchteten, Gina H. wolle ihnen hinterrücks die Tat anlasten - indem sie etwa für verdächtige Spuren am Tümpel sorgte.

Doch als objektiv Unschuldige hätten die Männer auf Aufklärung durch die Polizei bestehen können und keine Veranlassung gehabt, Gina H. zu drohen.

Im Übrigen ist Fakt, dass es die Angeklagte war, die die Initiative ergriff und die beiden Zeugen in der Nacht zum Tatort führte. Das konnte sie nur, weil sie als Mörderin wusste, wo die Leiche von Fabian lag. Völlig unglaubwürdig ist ihre vorgeschobene Erklärung, sie habe den Tümpel wegen früher dort veranstalteter Schlittenfahrten mit Fabian als möglichen Tatort in Erwägung gezogen und eine Suche dort angeregt.

Offenbar schaltete Gina H. ihre Bekannten nur deswegen ein, um Zeugen für das beschleunigte Auffinden der Kinderleiche zu generieren. Davon wiederum erhoffte sie sich, in der emotional aufwühlenden Phase des Leichenfundes wieder Anschluss an Florians Vater zu finden und ihn als Freund und „Sponsor“ zurück zu gewinnen.

Mit dem Versuch, die „Tümpelzeugen“ wegen ihres Verhaltens anzuschwärzen, wird die Angeklagte sicher nicht punkten. Da müsste sie die Männer schon als alternative Täter ins Spiel bringen - mit handfesten Belegen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

21.08.2026 um 14:10
Zitat von Altbau87Altbau87 schrieb:Ich denke aber nicht, dass man den Verhandlungstag am 6.8. mit dem 24. (Einlassung GH) vergleichen kann.
Richtig, ich denke, der Ansturm wird noch um einiges größer sein.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

21.08.2026 um 15:18
Zitat von Lavinia2000Lavinia2000 schrieb:Rolle der Zeugen: Die Verteidigung deutete an, dass Gina H. auf Männer am Tatort eingehen könnte, die ihr angeblich sagten, sie solle die Polizei nicht rufen.
Na da hatten wir ja hier recht, dass sie den Zeugen eins mitgeben will.
Zitat von Lavinia2000Lavinia2000 schrieb:Kein Geständnis: Ein Einräumen der Tat wird es definitiv nicht geben.
War zu erwarten. Auch wenn es ein Video der Tat geben würde, würde sie das nicht tun.
Zitat von Lavinia2000Lavinia2000 schrieb:Eigene Worte: Statt einer rein juristischen Verteidigerschrift soll Gina H. eine selbst formulierte Erklärung vorlesen.
Daher auch die 100 Seiten. Selbst bei Schriftgröße 14 und größerem Abstand sind das laut KI:

180 bis 220 Wörter pro Seite bei Schriftgröße 14 und doppeltem Zeilenabstand, bei 1,5 fachen Zeilenabstand 250 bis 300 Wörter pro Seite.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Mein Gott, 100 Seiten. Andere nennen das schon einen autfiktionalen Roman....
100 Seiten? Uff. Da brennt es bei ihr aber heftig wenn sie soviel zu Papier gebracht hat, das sind dann bei 2fachem Zeilenabstand 18000 bis 22 000 Wörter, bei 1,5 25 000 bis 30 000 Wörter.

Da entspricht in etwa heute einem Groschenroman. In früheren Zeiten würde es bei dem Umfang sogar zwei bis drei Groschenromane abgeben.

Es sollten sich also ALLE Zeugen, Verfahrensbeteilige, Freunde und Familie sehr warm anziehen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

21.08.2026 um 15:59
Gina H. muss nicht beweisen, dass sie unschuldig ist am Tod von Fabian.

Wenn eine Verurteilung wegen Mordes erfolgen soll, ist es Sache des Gerichts, zu belegen, dass die Angeklagte das Verbrechen geplant und durchgeführt hat.

Allerdings: In der bisherigen Hauptverhandlung sind die Vorwürfe gegen Gina H. derart massiv erhärtet worden, dass ein Freispruch für die 30-Jährige quasi utopisch erscheint.

Um ihren Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen, sieht sich die Angeklagte vor diesem Hintergrund nolens volens genötigt, mit ihrer Einlassung am Montag die Anschuldigungen soweit zu entkräften oder ins Wanken zu bringen, dass zumindest der Grundsatz „im Zweifel für den Angeklagten“ greifen kann.

In meinen Augen eine kaum zu bewältigende Herkulesaufgabe, wenn man allein die drei zentralen „Beweiskomplexe“ betrachtet.

1.
Das Motiv

Herausgearbeitet wurde im Prozess (und mit Zitaten von Gina H. aus Chats und Sprachnachrichten unterlegt), dass die Angeklagte Fabian gehasst und als lästiges „Anhängsel“ betrachtet hat. Sie wollte ihn als Störfaktor für eine angestrebte erneute Beziehung zu Matthias R. beseitigen.

Eine Beziehung, auf die Gina H. wegen der enormen finanziellen Abhängigkeit von Fabians Vater existenziell angewiesen war. Beides zusammen -der Hass auf den Jungen und die Aussicht, mit seiner Tötung wieder eine ungestörte, lukrative Verbindung zu MR knüpfen zu können- ergibt für mich ein überzeugendes Mordmotiv.

Mir ist schleierhaft, wie die Angeklagte das entkräften will.

2.
Das Täterwissen

Gina H. hat Tage nach der Tat, als noch niemand vom Tod des vermissten Jungen wusste, drei Bekannte zielstrebig zu Fabians Leiche geführt. Damit hat sie Kenntnisse offenbart, über die damals nur der Täter verfügen konnte (oder zumindest eine direkte Mitwisserin).

Eine schlüssige Erklärung dafür, warum ausgerechnet sie den Tatort des Verbrechens benennen konnte, ist die 30-Jährige bislang schuldig geblieben. Der Hinweis auf ein früheres Schlittenfahren in diesem Bereich wirkt konstruiert.

Gina H. müsste nun schon Ross und Reiter nennen, woher ihr Tatort-Wissen stammt. Im Klartext: Sie müsste den „wahren Täter“ preisgeben, der ihr verraten haben könnte, dass Fabians Leiche am Tümpel liegt.

3.
Zur Tatzeit am Tatort

Gina H. hatte Zeit und Gelegenheit, das Verbrechen auszuführen. Sie war jeweils vor Ort, als Fabian in Güstrow entführt und dann am Tümpel bei Klein-Upahl erstochen wurde.

Ihr Wagen wurde um 10.43 Uhr und um 10.52 Uhr von einer Videokamera in unmittelbarer Nähe von Fabians Wohnung gefilmt und zudem von einer Zeugin beobachtet. Das Display von Fabians Handy schaltete sich um 10.50 Uhr aus - ab da gab es kein Lebenszeichen mehr von dem Kind.

Um 11.10 Uhr loggte sich das Handy von Gina H. in eine Funkzelle an der Zufahrtsstrecke zum Tümpel ein, um 11.19 Uhr lieferte die Angeklagte mit einem Hundefoto im Wald einen weiteren Beweis für ihre Anwesenheit im Tatortbereich. Beim Verlassen dieses Areals wurde sie mit ihrem PickUp von Steinesammlern gesichtet.

Diesen Fakten konnte Gina H. nichts entgegen setzen, was ein nachvollziehbares Alibi ergeben und ihre Täterschaft ausschließen würde.

Die 30-Jährige müsste jetzt schon eine ganz neue Version auftischen, die auch faktisch überprüfbar wäre. Solange das nicht gelingt, gilt die Feststellung: Gina H. war vor Ort, als Fabian entführt und ermordet wurde. Sie hatte für die Tötung ein handfestes Motiv - und mit dem mehrfachen Aufsuchen der Leiche am Tümpel verriet sie exklusives Täterwissen.


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