Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 01:44Da gibt es ja genug Punkte, wo die Richter, die Staatsanwälte und die Vertreterin der Nebenklage ansetzen können. Die Verteidigung wird vermutlich keine Fragen haben.Lavinia2000 schrieb:Auf die Antworten der Fragen die der Richter evtl. Staatsanwalt stellen wird sind die meisten hier sehr gespannt. Ist ein Ritt auf der Kanonenkugel da Antworten nicht einstudiert und abgelesen werden sondern aus dem Stegreif in Sekunden Gedanken sammeln für die Antwort.
Der Richter wird vermutlich ihre unterschiedlichen Aussagen hinterfragen,hemida schrieb:Welche Frage oder Fragen würdet ihr Gina stellen ?
Oder was denkt ihr, welche Fragen ihr vom Gericht gestellt werden ?
z.B. zur Ortskenntnis um Klein Upahl - Dort, wo sie sich nach ihrer Einlassung vor dem Auffinden des toten Kindes überhaupt nicht ausgekannt haben will, aber in einer Sprachnachricht Max G erklärt hatte, dass der Weg dort sonst nie so matschig sei.
ihre eigene Darlegung, der Zeuge D. sei vorangegangen und sie hinterher, wird der Richter vermutlich hinterfragen mit dem Hinweis auf das Gutachten, in dem die Benutzung der Taschenlampenfunktion ihres Handys dokumentiert ist. Und das wiederum wird man abgleichen mit den Aussagen des Zeugen, der davon sprach, dass H. ihn benutzt habe, um Spuren zu hinterlassen.
Auch, dass der angebliche Bankbesuch laut Bewegungsprofil ihres Handys so nicht stattgefunden haben kann, wird man ihr sicher vorwerfen. Hinzu kommen Lügen rund um das Auto und Indizien wie Fußabdrücke, Kleidungsfasern, Brandbeschleuniger etc. und die gegenteiligen Aussagen der Tümpelzeugen. Zu all diesen Vorhaltungen wird sie sich erklären müssen. Und je tiefer sie sich in einem Gespinst von Ersatzlügen und Ausreden flüchtet, desto weniger wird man ihr dann in der Hauptfrage glauben.
Im Gegensatz zu anderen Prozessbeteiligten dürfen Angeklagte vor Gericht lügen. Man muss also auch von Gina H. nicht erwarten, dass sie die an sie gerichteten Fragen wahrheitsgemäß beantwortet. Aber wenn das Gericht ihr in entscheidenden Punkten nachweisen kann, dass sie gelogen hat, dann darf sie auch nicht erwarten, dass sie nach Prozessende mit einem Persilschein in der Hand aus dem Landgericht spazieren kann.
Aber am Donnerstag sollen ja erstmal die drei Kinder befragt werden - auf Anregung der Verteidiger. Gut möglich, dass auch dieser taktische Schritt zum Rohrkrepierer wird.


