Gast81 schrieb:Naja, dass Gina in Güstrow war, um Bankgeschäfte für die Großeltern zu erledigen. Das wäre entlastend gewesen, auch wenn es nicht besonders glaubwürdig gewesen wäre, weil es von einem nahen Angehörigen gekommen wäre.
Naja, dass auch sowas zur Betreuung von Großeltern gehört, lässt sich nicht leugnen.
Und dass die Großeltern nicht aussagen wollen ist verständlich...
Gast81 schrieb:Beispiel 1: Es könnte rein theoretisch tatsächlich sein, dass sie in Güstrow war und sie die Kamera in der Nähe von Fabians Wohnung aufgezeichnet hat, weil sie für ihre Großeltern Bankgeschäfte erledigen wollte. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass sie sich am Tattag just zu dem Zeitpunkt in Güstrow - noch dazu in der Nähe von Fabians Wohnung - aufhielt, als die Handy-Aktivität von Fabian endete, um Bankgeschäfte für ihre Großeltern zu erledigen und dann auch noch die Bankkarte zu Hause zu liegen zu lassen? Das wäre schon ein sehr großer Zufall.
Weiß man's? Mal angenommen sie hat regelmäßig freitags für die Großeltern Bargeld geholt, dann liesse sich das prüfen und die Wahrscheinlichkeit, dass sie das auch am 10.10.2025 eigentlich tun wollte, wäre deutlich höher. Meine Mutter war auch so, die wollte auch immer Bargeld im Haus haben...
Allerdings finde ich die Behandlung der Karte ziemlich fragwürdig - dafür hätte mir meine Mutter den Kopf abgerissen.
Gast81 schrieb:Beispiel 2: Es gibt eine Nachricht, die belegt, dass sie CD gebeten hat, dass er mit ihr in dem Gebiet nach Fabian schaut, angeblich weil sie dort irgendwann mal mit den Kindern Schlittenfahren gewesen wären. Die Begründung ist total an den Haaren herbeigezogen, weil sie dort ja nicht regelmäßig waren und Fabian - soweit ich das verstanden habe - auch mit dem Rad nicht dorthin gekommen wäre und er andererseits aber nie mit dem Bus gefahren ist. Da gäbe es also vermutlich ganz viele Plätze, die naheliegender wären. Aber okay, nehmen wir an, sie hatte einfach so ein Bauchgefühl ...
Die Schlittenfahrt mit einem damals 5jährigen Fabian will mir als Erklärung da nicht in den Kopf. Daran soll er sich als 8jähriger erinnert haben und spontan dort hingefahren sein? Ich kann mir nicht vorstellen dass er sich daran erinnert haben könnte, ans Schlittenfahren vielleicht, aber doch nicht daran wo genau sie da drei Jahre zuvor waren. Und das dann auch noch wiederfinden würde, inkl. einer Busverbindung dort hin (gibt es da überhaupt eine Bushaltestelle in der Nähe?).
Gast81 schrieb:Was ich ihr allerdings glaube, sind ihre Ausführungen zur Beziehung zu CD, da hatte ich schon bei seiner Aussage das Gefühl, er würde hier nicht die ganze Wahrheit erzählen (dämlich, aber ev. auch irgendwie menschlich).
Das mag alles so sein, ist aber in meinen Augen nicht tatrelevant. Selbst wenn die beiden wie die Karnickel unterwegs gewesen wären, was würde das an der Ermordnung von Fabian ändern?
Über Moral kann man streiten - aber es geht im Prozess eben nicht um Moral sondern um Kindsmord.
Gast81 schrieb:Was den Spaziergang mit dem Hund angeht finde ich ihre Einlassung deshalb unglaubwürdig, weil ihre Verteidiger wohl beantragt hätten - und zwar schon vor Prozessbeginn - dass man nach den Zeugen (das Pärchen, dem sie begegnet sein will) sucht.
Ich höre zum ersten Mal von diesem Pärchen - wo kann man das denn nachlesen außer in Ginas Einlassung?
Gast81 schrieb:Die Erklärung zum Grund für das Ausschalten des Handys fand ich auch sehr dürftig, aber irgendeine musste sie ja liefern.
Ich finde diese Erklärung total schlüssig, für Gina ist es allerdings nachweislich extrem untypisch (bei mir sieht das ganz anders aus, ich bin allerdings auch weit entfernt von "Handy-süchtig").
Gast81 schrieb:Was mir noch unklar ist: Sie hat doch zunächst Personen gegenüber behauptet am 10.10. mit dem Hund woanders unterwegs gewesen zu sein. (Wie) Hat sie diese Diskrepanz in ihrer Einlassung erklärt? Oder ist das von ihr genannte Gebiet in der Nähe des festgestellten Gebiets in der Nähe des Tümpels?
Das Foto vom Hund entstand in 1.600m Entfernung vom Tümpel. Also ja, der fragliche Spaziergang fand in Tümpelnähe statt.
Warum sie ausgerechnet dort mit dem Hund spazieren gegangen ist, erklärt sie mit einem weiteren "verfickten Zufall". Nur um später zu erzählen dass sie sich in der Gegend nicht auskennen würde.
Gast81 schrieb:Bolzsee 10.10.: Auch wenn sie nach dem Treffen mit CD am Bolzsee direkt zur Schule ihres Sohns gefahren sein sollte, beweist das für mich gar nichts. Mir war sowieso nicht ganz klar, warum davon ausgegangen wurde, dass sie nach dem Treffen ein zweites Mal zum Tümpel gefahren ist, um den Leichnam anzuzünden. Das kann aus meiner Sicht durchaus auch noch vor dem Treffen passiert sein. Oder spricht etwas gegen diese Möglichkeit?
Also zum einen gibt es da die "Sonnenbrillen-Zeugin" die sie um ca. 14:15/14:20 Uhr auf der Höhe von Klein-Upahl Richtung Gestüt hat abbiegen sehen. Ein Gestüt das Gina übrigens gut kennt (und - wenn ich mich jetzt nicht komplett täusche - wo auch der Sattel-Diebstahl stattfand). So völlig unbekannt war ihr die Gegend dann wohl doch nicht...
Und zum anderen die Aussage des Brandsachverständigen, den eine entsprechend lange Brenndauer dann doch eher wundern würde (so richtig festlegen wollte der sich allerdings auch nicht, wie lange so ein Brand anhalten kann).
Bei der Aussage der "Zeugin Pflegeheim" die um ca. 13:00/13:30 Uhr eine Rauchwolke gesehen haben will bin ich mir da schon weniger sicher - da könnte es sich auch um eine Verwechslung handeln (z.B. mit dem Steakhouse-Smoker).
Gast81 schrieb:Es gab am Nachmittag ein Feuer am Tümpel. Das wurde von mehreren Zeugen gesehen und teilweise auch fotografiert.
Meines Wissens gab es da nur eine Zeugin die das Feuer gesehen und fotografiert hat - wer wären denn da die anderen gewesen?
Gibt es da eine Quelle?
Gast81 schrieb:Wenn also das von mehreren Zeugen beobachtete Feuer von der Verbrennung des Leichnams herrührte, kann das Mädchen Fabian am Nachmittag des 10.10. nicht mehr gesehen haben, weil er zu dem Zeitpunkt schon tot war. Ich kann also nachvollziehen, dass die Polizei diese Spur nicht weiter verfolgt hat.
Dazu braucht es noch nicht mal mehr Feuerzeugen - Fabian hätte das garnicht schaffen können zwischen 14:30 und 15:00 Uhr an den Tümpel zu kommen. Allein der Logik folgend muss er da schon tot gewesen sein und es sich um eine Verwechslung handeln.
Gast81 schrieb:Zum Privatermittler und der You Tuberin: Wenn sie nichts aus eigener Wahrnehmung beizutragen haben (ihnen nur irgendjemand irgendwas zugeschickt hat), glaube ich nicht, dass der Richter sie anhören wird.
Beim Privatermittler würde mich nur interessieren, wie man so fahrlässig mit den Zugangsdaten umgehen konnte - da hätten Infos zu finden sein können die dadurch unwiederbringlich verloren gegangen sind.
Foxie123 schrieb:Ja.
Aber, nebst dem Hortplatz gab es ja diese knapp 30 Treffen und 21 (oder sowas) Telefonate.
Von denen hatte sie keinen Vorteil, musste eher Zeit invenstieren.
Meinst Du jetzt die Treffen und Telefonate mit Christian?
Suppengespenst schrieb:Dazu ist es glaube ich am besten sich selbst einzulesen, warum manchmal für schon wirklich junge Kinder solche Behandlungen/ Maßnahmen angebracht sein können.
Und die Borderline-Diagnose mit 9?
Das ist auf jeden Fall alles ein bisschen seltsam. Aber wir wissen ja auch nicht wirklich, was damals im mütterlichen Haushalt tatsächlich los war...