Bane77 schrieb:Ich glaube, so funktioniert die Welt einer Narzisstin. Und da sie im Gegensatz zu vielen anderen (kriminalistisch auffällig gewordenen) Narzissten, nicht in der Lage ist, Empathie zu imitieren, fällt ihr das noch nicht einmal selbst auf, da ihr nicht bewusst ist, dass die Umwelt sie anderes wahrnimmt, als sie sich selbst.
Sie scheint diesen "Prozess" schlicht nicht zu kennen.
Prägnant auf den Punkt gebracht.
out_sider schrieb:Also wenn bekannt ist, dass ein (U-)Häftling schon mal einen Versuch unternommen hat, wird geschaut, sind es echte Versuche gewesen oder nur Aufmerksamkeitsdinger. Waren es echte Versuche steht eig. Lebendkontrolle die ganze Zeit an, im schlimmsten Fall (für den Häftling) alle 15 Minuten, durch den Schieber, oder gar durch öffnen der Zellentür. Was entsprechend auch den Schlaf stört.
Nachdem sich der 6-fach-Mörder von Stade das Leben genommen hat, habe ich so meine Zweifel, ob sich ein Suizid verhindern lässt, wenn dazu die ernsthafte Absicht besteht. Vorausgesetzt, die Suizidalität war erkennbar.
70% der Borderliner begehen mindestens einen Suizidversuch. Kommen noch Depressionen und PTBS hinzu, dann steigert sich das Risiko nochmals. Ich gehe davon aus, es wurde eine psychiatrische Begutachtung vorgenommen.
Ich würde jedenfalls die Suizidversuche der Angeklagten nicht als Tüttelkram oder Inszenierung betrachten, um seinen Willen durchzusetzen. Dahinter steht nicht nur große seelische Not, sondern ein signifikantes Risiko einer Selbsttötung, die häufig nur deshalb scheitert, weil sie in einer psychischen Ausnahmesituation spontan und unkontrolliert mit den vorhandenen Mitteln versucht wird.