Cassandra71 schrieb:Im Alter von acht Jahren ist ein Kind im Regelfall nicht mehr arglos.
Ich habe gerade mal die KI gefragt, und wenn es so stimmt, wie es da steht, geht das Strafrecht davon aus, dass Kinder sogar bereits ab drei Jahren nicht mehr arglos sind.
Arg- und Wehrlosigkeit müssen übrigens zusammenkommen und vom Täter bewusst ausgenutzt worden sein, um das Mordmerkmal der Heimtücke zu erfüllen.
Die TV ist seitdem er Kleinkind war - seit der Hälfte seines Lebens, Bestandteil seines Lebens. Er hat sie in dieser Zeit als Vertrauensperson kennengelernt. Sie war eine Bezugsperson seines Vaters und er hatte zu ihr sogar noch Kontakt, als er keinen zu seinem Vater hatte. Bisher ist sie ihm gegenüber nicht handgreiflich geworden.
Ganz alleine daraus ergibt sich schon die Arglosigkeit des Mordopfers Fabian.
Übergold schrieb:Von ihr werden wir es wohl nie erfahren. Dementsprechend wird es für sehr wahrscheinlich für immer ein Rätsel bleiben, ob eine eindeutige Planung oder eine spontane Handlung vorlag.
Ich fand tatsächlich, dass Petermann in dem zuvor verlinkten Artikel es gut dargelegt hat und ich denke, der psychiatrische Gutachter wird da noch was dazu sagen.
Sie hat projiziert - für die ganze nicht funktionierende Beziehung hat sich ihr Fokus in ihrer Welt, der nicht gegebenen Selbstreflexion auf das schwächste Glied der Kette gerichtet. Sie hätte ihren Fokus auch auf MR oder auf Dorina richten können (MR wird bestraft und es soll ihn keine Andere haben, Dorina muss weg damit MR ihr gehört) - hat sie aber nicht, sie hat sich Fabian ausgesucht. Wenn er "weg" ist, dann sind auch die Beziehungsprobleme weg und alles läuft so weiter wie zuvor. Sie hat weiter Kontrolle über MR und der Geldhahn MR läuft weiter.
Alle ihre Nachtathandlungen und vor allen Dingen ihre Äußerungen zeigen ganz klar, wie sie Fabian entmenschlicht hat - er war für sie max. noch als das dickliche, freche, vorlaute Kind vorhanden, was eh wegläuft, von der Mutter vernachlässigt wird. Sie nimmt noch nicht mal wahr, dass diese Äußerungen für eine Trauerrede unpassend sind. Sie hat nie auch nur ein gutes oder emphatisches Wort für das Opfer übrig - außer eben, es bedient die Darstellung, wie toll sie ist. Sie hat noch nicht mal ein Wort des Bedauerns geäußert, dass Fabian tot ist.