Boho schrieb:Du findest tatsächlich, dass nach den Prozesstagen von ihr ein anderes Bild gegeben ist, als das einer Person, die ständig lügt? Interessante Feststellung Deinerseits.....
Manche Menschen mögen auf so etwas nicht achten.
Ein stetig auf die Ex eifersüchtige junge Partnerin mit massiven Kontrollwahn und viel Freizeit wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ganz genau wissen, in welcher Wohnung die Ex des Partners lebt. Sie wusste sonst ja auch alles....oder?!
Zudem es einfach an der Realität vorbei ist, dass ich 4 Jahre lang mehr oder weniger regelmäßig Umgang mit dem Kind meines Partners habe, das Zuhause abhole und dorthin zurückbringe (und nochmal - wir reden hier von einem Kind, welches da 4 bis 8 Jahre alt war) und ich dabei NIEMALS aber auch gar NIEMALS irgendwie mitbekommen hätte, in welcher Wohnung das Kind wohnt.
Ich wehre mich nur gegen das "ständig" lügen.
Natürlich lügt sie, aber nicht ständig.
Sie übertreibt sehr oft, um besser da zu stehen, zum Beispiel dass sie Dorina schlecht macht, dass diese Abends oft feiern geht und Alkohol trinkt und ihrem Sohn nichtmal was zu Mittag kocht.
Eine Lüge ist das für mich nicht mal, sondern eine maßlose Übertreibung. Dorina hat vielleicht einmal Abends mit Freundinnen im Garten zusammengesessen und vielleicht ein Glas Wein getrunken und Essen konnte sie ihm schließlich Mittags nicht kochen, da sie nun mal arbeiten musste. Solche Erklärungen lässt sie natürlich weg, damit Dorina als Mutter schlechter da steht und sie sich dadurch als Mutter selbst aufwertet, da sie sowas natürlich niemals machen würde.
Sie hat eine andere Wahrnehmung, eine andere Aufmerksamkeitsspanne und merkt sich vieles nicht richtig.
Sie nimmt Dinge einfach an, ohne sie wirklich zu wissen, stellt dieses aber auch als Tatsachen dar.
Hat sie auch nicht irgendwelche Unwahrheiten, die Max ihr angeblich als Insider von der Polizei erzählte, auch einfach als Tatsache übernommen?
Irgendwas habe ich da in Erinnerung.
Tsunamisnap schrieb:Es geht doch bestimmt nicht nur um den Begriff Bauchschmerzen, sondern darum, daß G wusste, daß Fabian zuhause geblieben ist am 10.10.und nicht zur Schule
Das wusste sie aus einer Textnachricht von M. schon vorher, bevor sie das weitererzählte und aus dem krank Bauchschmerzen draus machte.
Das wurde jetzt aber genügen diskutiert.
111Birdy111 schrieb:Laut Fabians Mutter durfte er nicht an die Sprechanlage gehen, daher gehe ich davon aus, dass er es auch nicht getan hat.
Das hat Jaska und noch jemand anders schon widerlegt. Dorina sagte eben auch, dass sie das an die Sprechanlage gehen mit Fabian schon geübt hatte und er das konnte und auch durfte.
111Birdy111 schrieb:Sollten die beiden nicht verabredet gewesen sein, könnte Gina sich anderweitig Zutritt zum Haus verschafft und anschließend direkt an seiner Wohnungstür geklopft und durch diese mit ihm gesprochen haben. In einem überschaubaren Haus dürfte die richtige Tür mit etwas Suchen und Ausschlussverfahren auch kein großes Rätsel gewesen sein.
Und das soll niemand im Haus mitbekommen haben?
Ich tendiere auch eher dazu, dass sie ihn am Vortag kurz gesehen hatte, das ist für mich schlüssiger und zeitlich auch eher umsetzbar, als wenn sie ihn in der kurzen Zeitspanne erst überreden musste, mit ihr zu kommen.
jaska schrieb:Das stimmt so nicht ganz.
Ich habe damals am 2. Verhandlungstag fürs Wiki festgehalten:
Themenwiki, 2. Verhandlungstag (30. April 2026)
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus GüstrowDer Junge durfte nie die Wohnungstür öffnen und er sei auch nie an die Gegensprechanlage gegangen.
An die Sprechanlage durfte er meines Wissens schon gehen, das hat sie mit ihm ja auch extra geübt.
Jesse6 schrieb:Er ging offenbar nicht davon aus, irgendwo zu sein, wo er W-Lan haben würde. Er hatte kein Guthaben.
Soweit ich weiß, hat doch sogar der Obsthändler? oder wer auch immer das war ausgesagt, dass Fabian sein Handy immer dabei hatte, weil er so stolz drauf war.
Nicht jedes Kind hat mobile Daten auf dem Handy und trotzdem das Handy mit dabei. Vieles funktioniert auch ohne Internetzugang.
jeangreen schrieb:Also mal ehrlich... Was heißt "alles erzählt"? Sie treffen sich, Gina fragt "Wie gehts dir denn? Was machst Du?" Warum sollte er er ihr das nicht erzählen?? Es war ja an dem Tag passiert, dass er Nasenbluten hatte. Daraus macht doch ein 8-jähriges Kind kein Geheimnis! Warum auch? Ihr letztes Treffen am See am 12.8. war ein schöner Ausflig gewesen und er kannte Gina seit Jahren... Verstehe ich jetzt nicht, die Argumentation...
Wir können nicht wissen, wie mitteilsam Fabian war. Ich kenne/kannte einige 8-jährige, aus denen bringt man kaum was raus und andere wiederum quasseln in einer Tour.
Das als gegeben anzunehmen, dass er ihr das am 9. oder 10.10. genau erzählt haben müsste, ist nicht richtig. Es könnte so sein, aber das können wir unmöglich wissen.
AlteTante schrieb:Wäre beides falsch, hätte Gina nur vermutet haben können, dass er Bauchschmerzen hatte, also als irrtümliche Schlussfolgerung auf die Nachricht seines Vaters an sie, dass er krank zu Hause geblieben war. Dann hätte sie aber vermutlich vor Gericht zugegeben, dass sie das nur gedacht hatte, weil Kinder, wenn sie krank sind, oft Bauchschmerzen haben. Stattdessen gibt sie eine feste Überzeugung vor, die sie (eigentlich) gar nicht haben könnte, hätte sie mit Fabian nicht direkt an dem Tag zu tun gehabt.
Es ist also insofern "Täterwissen", weil es eine Interaktion zwischen ihr und Fabian am Tattag sehr, sehr nahelegt.
Sehe ich nicht so, denn es ist doch typisch für Gina, dass sie Fehler, die sie macht, nicht zugibt und durch laut werden, weitere Nachfragen abblocken will um ja nichts zugegeben zu müssen, dass sie falsch lag, was falsch verstanden hat, was erfunden oder gelogen hat.
Typisches Verhalten einer Person, welches sie auch in der Vergangenheit schon gezeigt hat, kann nicht als verdächtig für die Tat sein, meiner Meinung nach.
Da halte ich mich lieber an die Indizien, wie die Sichtungen des Autos, Fasern unter dem Fingernagel, zur Tatzeit das Handy ausmachen.