MissM.16.50 schrieb:Möglicherweise stimmt Deine Vermutung, dass sich die beiden Männer in ihrem Verhalten tendenziell nicht allzu sehr unterscheiden und ihre Darstellung von M. verhaltener ausfällt, weil sie ihn und seine Hilfe ja tatsächlich noch sehr benötigt.
Aber da sie den Vater ihres Kindes doch sehr extrem geschildert hat, kann ich das in einer so heftigen Form bisher nicht auf M. übertragen. Da passt sicher einiges, aber eben nicht dermaßen zerstörerisch wie beim Kindsvater.
Aber wer weiß? Vielleicht werde ich da auch noch eines Besseren belehrt.:-((
Gewalt bzw. Gewaltbereitschaft zeigten beide Männer und Alkohol war auch bei beiden im Spiel.
Wie schlimm es mit dem Kindsvater wirklich war und wie viel besser es mit Matthias gewesen sein könnte, wissen wir nicht und auf die Aussagen von Gina kann man sich nicht verlassen.
MissM.16.50 schrieb:Eventuell funktioniert Körperlichkeit gut als eine Art "Bindung", die nachdem diese erfolgt ist, unwichtig wird und nur in "Auffrischungssituationen" wieder aktiviert wird.
Würde ja auch zu den verschickten Bildern passen...damit hat sie andere Männer ja auch bei der Stange gehalten.
Aber grundsätzlich sehe ich es ähnlich wie Du. Es ist auffällig, wie oft sie Schlechtes über ihn sagt...obwohl sie ihn real doch benötigt.
Möglich, dass sie damit tatsächlich aufzeigen möchte, dass an Punkten wie "finanzielle Abhängigkeit", "ohne ihn nicht sein wollen" etc. nichts dran ist und somit auch kein Motiv vorliegt, aus solchen Nöten heraus Täterin geworden zu sein. Ich würde das nicht ausschließen.
Ich denke auch, dass sie die Motive durch ihre Aussagen über Matthias entkräften wollte.
Allerdings hat sie ja schon vor dem 10.10. geäußert gegenüber Christian, dass sie gar nicht weiß, ob sie Matthias noch haben will.
Ob das nur war, um Christian enger an sich zu binden, oder wirklich ihre Meinung war, können wir nicht wissen.
Für mich sind die Motive nicht so beweiskräftig wie für andere, vor allem nicht das finanzielle Motiv.
Woher sollte sich Gina sicher sein, dass sich Matthias nach dem Tod von Fabian wieder ihr zuwendet?
Hätte sie nicht damit rechnen müssen, dass durch das gemeinsame Leid die Eltern von Fabian sich wieder näher kommen?
Die Eifersucht auf Dorina kam ja auch wieder zum Vorschein, als Matthias und Fabian sich wieder annährten.
Hätte sie durch ihre Tat, nicht eher Matthias in die Arme von Dorina treiben können?
Matthias hätte durch den Tod von Fabian auch komplett den Boden unter den Füßen verlieren können, sich mit Alkohol betäuben und nicht mehr arbeiten können. So einen Mann wollte sie ja nicht.
Klar, nach der Trennung durch Matthias, stürzte erstmal die Welt für sie zusammen, Selbstmordgedanken und großes Drama, Mitleid suchend in den sozialen Medien. Das ist typisch.
Sie suchte Ablenkung durch Christian und beruhigte sich auch wieder, weil sie von ihm auch sehr viel Aufmerksamkeit bekam.
Dann aber wieder mehr Kontakt zu Matthias, mit Sex, Zukunftsphantasien und Streitereien wie gehabt.
Wäre es da nicht geschickter gewesen, einfach abzuwarten.
Matthias hatte seine eigene Auffassung von Kindererziehung. Wie lange wäre das mit ihm und Fabian gut gegangen? Wäre da nicht sowieso Gina wieder ins Spiel gekommen, um ihm mit Fabian zu helfen bzw. Ginas Sohn für Fabian zum Spielen einzuladen?
Als Motiv kann mir aber vorstellen, dass diese Gespräche die Gina und Matthias über eine gemeinsame Zukunft ohne Anhängsel, Kindern usw. führten, den Auslöser dafür gaben, dass sich der Gedanke bei ihr festsetzte, dass es nur eine Zukunft mit Matthias geben könnte, wenn Fabian nicht mehr da wäre. Das würde auch zum Satz passen, dass sie eine Entscheidung getroffen habe.
Moral und Vernunft blendete sie komplett aus und tat das, was sie ihrer Meinung nach als einziges tun konnte und tötete Fabian.