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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

34.283 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 14:59
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 10.09.2026:Ein gutes Beispiel dafür ist z.B. dieses Detail:
„Woher wussten Sie das?“ – Richter Schütt deckt einen weiteren Widerspruch auf
„Einem Stefan S. sagen Sie am 10.10. um 21:45 Uhr, Fabian sei mit Bauchschmerzen zu Hause gewesen.
Quelle: https://www.rtl.de/news/live-ticker-zum-mordprozess-im-fall-fabian-8-aus-guestrow-heute-beantwortet-angeklagte-gina-h-fragen-id31224931.html

dagegen hier aufgeführt:
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:vorher!
Im Prozess konfrontierte der Vorsitzende Richter Holger Schütt Gina H. mit einer Sprachnachricht, die sie am Tag von Fabians Verschwinden an einen Bekannten geschickt hatte. Darin habe sie erklärt, der Junge sei wegen Bauchschmerzen zu Hause geblieben. „Woher wussten Sie das zu diesem Zeitpunkt schon?“,
Quelle: https://www.merkur.de/deutschland/fabian-angeklagte-gina-aeussert-sich-vor-gericht-prozess-im-mordfall-zr-94484249.html

führt zur Schlussfolgerung:
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Für mich ist der Fakt, dass sie wusste, dass er zu Hause blieb zu einem Zeitpunkt, als sie davon noch nichts wissen konnte, Täterwissen, ob mit oder ohne Bauchschmerzen.
Aber:
Zitat von timmy123timmy123 schrieb:
Zitat von wobelwobel schrieb:Wann hat MR denn Gina gesagt/geschrieben dass Fabian am Tat-Tag zuhause geblieben ist?
Mit einer WhatsApp gegen 20:30 Uhr.
Abhängig von der Quelle RTL oder Merkur konnte sie es demnach aufgrund einer WhatsApp von 20.30 Uhr um 21.45 Uhr gewusst haben.

Oder gibt es Äußerungen von ihr diesbezüglich vor 20.30 Uhr, die hier übersehen wurden?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 15:16
@Stauder
Ja, es ist wohl so, dass Gina von M.R. zuvor erfuhr, dass F. krank zu Hause war. Das kam leider nicht so raus bei den verfügbaren Quellen zum 27. Prozesstag/ der Befragung. Von daher ist meine Aussage falsch. Wollte das eigentlich auch löschen lassen. Sie konnte wissen, dass er krank war, nicht aber, was er konkret hatte.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 15:22
Zitat von wobelwobel schrieb:Warst Du nicht der Meinung dass es kein Treffen am Vortag gegeben hat? Wie passt das denn dann dazu?
Meine These:
Die beiden haben sich nicht am 09.10 erst getroffen, sondern am 10.10.
Das passt insofern dazu, dass Fabian ihr am Morgen des 10.10. hätte sagen können: "Ich bin Zuhause wegen Bauchschmerzen". DAS würde dann Täterwissen sein.
Aber: Beweisen ließe sich das nur, wenn er wirklich Bauchschmerzen gehabt hat. Hierfür fehlt eine Quelle oder die Aussage von Dorina.

Ist nur eine Idee von vielen....


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 15:26
Danke @Stauder für das Aufdröseln der Uhrzeiten.
Genau so sehe ich das nämlich auch.

​Wenn der Vater ihr gegen 20:30 Uhr per WhatsApp schreibt, dass Fabian krank zu Hause war, hatte sie diese Info ab da ganz offiziell. Dass sie 45 Minuten später um 21:45 Uhr in ihrer Sprachnachricht aus "krank" einfach "Bauchschmerzen" gemacht hat, ist zwar falsch aber eben zeitlich danach. Das ist halt einfach der Klassiker für Schulausfall, den sie sich selbst da reingedacht hat.

​Dem Richter ging es bei dem harten Nachfragen wahrscheinlich gar nicht um das Wort Bauchschmerzen an sich. Er wollte für das Urteil einfach nur dokumentieren, wie reflexartig sie Ausreden erfindet.
Statt einfach zuzugeben, dass sie das nach der WhatsApp vom Vater nur vermutet hat, erfindet sie vor Gericht sofort ein angebliches Telefonat. Als das durch die Handydaten widerlegt wird, behauptet sie einen WhatsApp Call und danach die nächste Ausrede.

​Der Richter zeigt damit einfach nur ihr Lügen-Muster bei solchen Kleinigkeiten. Ein Beweis für irgendein geheimes Wissen ist diese Sprachnachricht um 21:45 Uhr wegen der Nachricht des Vaters zeitlich aber schlichtweg nicht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:05
@aehn
Man muss das im Gesamtkontext betrachten. Der Richter geht davon aus, dass G. H. wusste, dass F. am Morgen des 10.10. zu Hause war, mit ihrem Auto zu seinem Wohnort fuhr, ihn abholte und den späteren Fundort der Leiche kannte. Vor diesem Hintergrund sieht er es sicherlich nicht als Kleinigkeit an, wenn sie spezifisch von Bauchschmerzen spricht und sich auch diesbezüglich immer weiter in Lügen verstrickt. Er wird sich wohl eher in seiner Einschätzung bestätigt sehen, dass G. H. insgesamt versucht, das tatsächliche Geschehen zu verschleiern.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:05
Zitat von paddgopaddgo schrieb:Aber: Beweisen ließe sich das nur, wenn er wirklich Bauchschmerzen gehabt hat. Hierfür fehlt eine Quelle oder die Aussage von Dorina.
Dorina hat dazu doch schon ausgesagt - und da war keine Rede von Bauchschmerzen. Sie hat ihn gefragt ob er daheim bleiben will, hat ihn gefragt ob er zu einem Arzt will, er hat sich fürs Daheimbleiben entschieden usw...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:09
Zitat von aehnaehn schrieb:Der Richter zeigt damit einfach nur ihr Lügen-Muster bei solchen Kleinigkeiten. Ein Beweis für irgendein geheimes Wissen ist diese Sprachnachricht um 21:45 Uhr wegen der Nachricht des Vaters zeitlich aber schlichtweg nicht.
Ich hoffe sehr dass morgen auch dieses "Spazierengehen mit Hund und Kind" (aus der Erstvernehmung) zur Sprache kommt. Für mich immernoch der schlimmste Verplapperer (so denn stimmt was die Ticker da wiedergegeben haben).


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:33
Zitat von StauderStauder schrieb:Oder gibt es Äußerungen von ihr diesbezüglich vor 20.30 Uhr, die hier übersehen wurden?
Ab ca. 16:47 Uhr gibt es eine rege Kommunikation zwischen Gina und MR ab ca. 16:47 Uhr, sie putzt das Auto (das ganz schön "mistige"), er grübelt und macht dabei die Kettensäge fertig. 18:27 Uhr sagt MR dass er grad noch ein paar andere Sorgen hätte aber (noch) nicht darüber reden möchte. Um 20:17 Uhr sagt er ihr dass Fabian verschwunden ist.
Dorina meldet Fabian um 20:30 Uhr offiziell als vermisst.
Irgendwo hier im Thread hatte @Gast3938 das alles mal fein säuberlich rausgeschrieben.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:41
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Man muss das im Gesamtkontext betrachten. Der Richter geht davon aus, dass G. H. wusste, dass F. am Morgen des 10.10. zu Hause war, mit ihrem Auto zu seinem Wohnort fuhr, ihn abholte und den späteren Fundort der Leiche kannte. Vor diesem Hintergrund sieht er es sicherlich nicht als Kleinigkeit an, wenn sie spezifisch von Bauchschmerzen spricht und sich auch diesbezüglich immer weiter in Lügen verstrickt. Er wird sich wohl eher in seiner Einschätzung bestätigt sehen, dass G. H. insgesamt versucht, das tatsächliche Geschehen zu verschleiern.
@Jesse6
Aber Täterwissen lässt sich nicht durch einen Gesamtkontext herbeireden.
Ein Detail ist Täterwissen oder es ist keines. Da die Info dass der Junge krank ist nachweislich um 20:30 Uhr per WhatsApp vom Vater kam ist diese Sprachnachricht um 21:45 Uhr als Täterwissen juristisch vom Tisch.

​Dass sie es war steht durch die erdrückende Indizienkette für uns alle außer Frage. Aber genau deshalb muss man juristisch sauber unterscheiden.

​Der Gesamtkontext den du meinst betrifft die Glaubwürdigkeit der Angeklagten.
Der Richter schaut sich ihr Verhalten an um Schwarz auf Weiß im Urteil zu dokumentieren wie sie bei Befragungen reagiert. Dass sie statt einer einfachen Vermutung sofort angebliche Telefonate erfindet entlarvt ihr Lügenmuster.
​Ein Richter darf im Urteil keine Angriffsfläche für eine Revision bieten. Er nutzt diese Sprachnachricht also nicht als "wackligen Beweis" für Täterwissen sondern meiner Meinung um ihre Glaubwürdigkeit rechtssicher zu zerlegen. Das führt am Ende zum selben Ergebnis macht das spätere Urteil aber bombenfest.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:43
Wie schön, @Foxie123 hatte das mal alles transkribiert:
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb am 06.05.2026:Transkript Chat M/G am Tattag aus dem Stream von WhatTheHeck von vormittags bis 20:17 Uhr

10.10.2026
Vormittags
xx Uhr Matthias: "Hast du mich blockiert?"
xx Uhr Gina: "Ja, ich habe dich überall blockiert. Ich war enttäuscht, dass du zur Flasche gegriffen hast, anstatt zu mir zu kommen.“
12:48 Uhr Matthias: "Ist auch deine Entscheidung, mehr wollte ich nicht wissen."
12:49 Uhr von Gina an Matthias einen Anruf - 6 Minuten 54.
(Worum es ging, daran erinnert sich M nicht)
13:39 Uhr Gina „ich will das nicht akzeptieren. Ich will das mit uns hinbekommen“ (trauriger Smilie)
12:49 Uhr Gina: „ich liebe dich dafür zu sehr“
Telefonat zwischen Gina und Matthias: 21 Sekunden
(Worum es ging, daran erinnert sich M nicht)

*zwischendrin zahlreiche Nachrichten an den Jäger

16:47 Uhr Gina: Na, was machst du?
17:23 Uhr Matthias: nachdenken und überlegen. Und du?
17:25 Uhr Gina: Auto bisschen hab die letzten Monate nicht gemacht, wäre gern bei dir
17:37 Uhr Sprachnachricht Matthias: Und nebenbei mache ich die Kettensäge fertig, weil ich fahre Holz machen und denke nach
17:39 Uhr Sprachnachricht Gina: Dann störe ich dich besser nicht weiter. Sorry, dass ich gefragt habe
17:40 Uhr Sprachnachricht Matthias: Ist nicht schlimm, dass du fragst, was ich mache. Das hat nichts mit Stören zu tun.
17:40 Uhr Sprachnachricht Gina: Ja, okay. Ja, sorry, dass ich gesagt habe, dass ich dich gern in Arm hätte.
18:17 Uhr Matthias: dafür brauchst du dich nicht entschuldigen.
18:17 Uhr Gina: ich vermiss dich so
18:23 Uhr Sprachnachricht Matthias: mir geht's genauso
xx Uhr Sprachnachricht Gina: Dann lasse ich dich jetzt in Ruhe. Ich würde mir Mühe geben, aber ich kann ja nichts erzwingen aber deine Liebe scheint nicht stark genug zu sein
18:27 Uhr Sprachnachricht Matthias: ich diskutiere da nicht mehr. Dann ist meine Liebe halt nicht mehr so stark. Ich habe gerade auch noch ein paar andere Sachen im Kopf, die mir ein paar Sorgen bereiten.
18:28 Uhr Gina: Was ist los? Was macht dir denn noch Sorgen?
18:30 Uhr Sprachnachricht Gina: Ich würde vorbeikommen, aber ich will nicht auf den Kameras sein bei euch
xx Uhr Sprachnachricht Gina: wenn ich überhaupt fragen darf, was macht dir denn Sorgen?
19Uhr Sprachnachricht Matthias: Erstmal möchte ich darüber nicht reden. Wenn ich das möchte, dann sage ich dir das
19:12 Uhr Gina: Okay
19:13 Uhr Gina: dann muss ich das wohl akzeptieren
19:19 Uhr Sprachnachricht Gina: können wir uns dann heute Abend noch sehen. Ich würde zu dir kommen, aber ich habe keine Lust, dass dumme Fragen kommen.
19:29 Uhr Matthias: du möchtest auch nicht zu mir kommen
19:30 Uhr Gina: Warum sagst du denn erst, ich soll kommen und jetzt wieder nicht? Ich verstehe das nicht
19:30 Uhr Gina: kannst du mir bitte sagen, was los ist? Verstehe ich nicht. Du könntest ja auch hierherkommen.
19:xx Uhr Gina: Okay, vielleicht bis bald, wenn du mich brauchst oder sehen möchtest. Bis bald.
19:xx Uhr Gina: ich kann mir schon denken, dass du wieder getrunken hast, aber ich möchte dich bei mir haben.
20:15 Uhr aber ich habe ganz andere Probleme, die sind viel schlimmer.
20:17 Uhr Gina: bitte red mir, ist was mit Mutti?
20:17 Uhr Matthias: mein Sohn Fabi ist weg, schon seit mehreren Stunden und das Handy liegt bei der Mutter zu Hause.

Quelle: Video deaktiviert



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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:49
Dieses bombardieren mit Nachrichten ist ja kaum erträglich. Wie ne 15jährige. Und nee klar, sie wollte da ja schon überhaupt nix mehr von ihm.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 18:09
Es muss übrigens nicht sein, dass das mit dem Bauchschmerzen Erfindung von Gina oder eine faule Ausrede war: denn zumindest hat Fabian seiner Mutter gesagt, es "geht ihm schlecht" oder ihm ist "nicht wohl" (je nach Quelle).

Und er hat ja fast nichts im Magen, was in einem solchen Fall gut möglich ist.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 18:15
Meint ihr das sie morgen weiter Fragen beantworten wurd? Ich bin mir da ehrlich gesagt nicht so sicher.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 18:18
Zitat von aehnaehn schrieb:​Dem Richter ging es bei dem harten Nachfragen wahrscheinlich gar nicht um das Wort Bauchschmerzen an sich. Er wollte für das Urteil einfach nur dokumentieren, wie reflexartig sie Ausreden erfindet.
Statt einfach zuzugeben, dass sie das nach der WhatsApp vom Vater nur vermutet hat, erfindet sie vor Gericht sofort ein angebliches Telefonat. Als das durch die Handydaten widerlegt wird, behauptet sie einen WhatsApp Call und danach die nächste Ausrede.
Aber das ist doch kein normales Verhalten! Wenn sie wirklich nur aufgrund der Nachricht "Fabian war krank zu Hause" den falschen Schluss mit den Bauchschmerzen gezogen hätte, hätte sie das doch sicher so gesagt. Falsche Schlussfolgerungen ziehen kann schließlich jeder. Aber stur darauf zu beharren, wenn es eindeutig anders war, und dass noch, wenn man vor Gericht steht vor dem Richter - so dumm kann doch niemand sein.

Für mich bleibt es dabei, dass es dafür nur zwei Erklärungen gibt. Entweder, Gina hat Fabian am Vortag dazu überredet, Bauchschmerzen vorzutäuschen, und kann nicht glauben, dass er auch ohne diese Lüge zu Hause bleiben durfte. Dann gab es also eine Verabredung für den 10.10. Oder Fabian hat ihr von Bauchschmerzen erzählt. Dann hätten sie sich tatsächlich live getroffen, denn telefoniert hat er ja nicht mehr mit ihr, sondern nur am Abend vorher mit einem Freund (nicht Ginas Sohn).
Aber hätte Fabian denn einen Ausflug machen wollen, wenn er wirklich Bauchschmerzen gehabt hätte? Und so tun, als ob er welche hätte, damit Dorina ihn zu Hause ließ, brauchte er ja nicht. Dafür reichte ja sein Nasenbluten vom Vortag.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 18:46
Zitat von bornholmbornholm schrieb:Würde man wenn man gerade ein Kind "entführt" hat und einen Mord geplant hat, noch mit Hund ne Runde Gassi gehen und ein Foto machen vor der Tat?
Ersteres ja, damit der Hund dann ruhig ist. Zweiteres natürlich nicht, aber wir reden hier von Gina H.
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:mein Kind erzählt sowas dann einfach...
Und dein Kind ist der Maßstab für Kinder im Allgemeinen und Fabian im Besonderen, weil?
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Frage ist ja: warum war er dann am nächsten Tag nicht fit genug, um zur Schule zu gehen?
Nein, das ist keine Frage, das geht uns alle nämlich nichts an.
Zitat von Scooby7Scooby7 schrieb:Es muss übrigens nicht sein, dass das mit dem Bauchschmerzen Erfindung von Gina oder eine faule Ausrede war: denn zumindest hat Fabian seiner Mutter gesagt, es "geht ihm schlecht" oder ihm ist "nicht wohl" (je nach Quelle).
Es ging um allgemeines Unwohlsein, das hat nichts mit Bauchschmerzen zu tun. Ein Achtjähriger kann doch bitte Schmerzen und "sich nicht gut fühlen" unterscheiden und benennen und laut Dorina hat er das auch getan. Warum kann man das nicht einfach akzeptieren?

Zudem hat MR ihr lediglich mitgeteilt, Fabian wäre krank zu Hause gewesen, er hätte genauso gut Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Scharlach, Dreitagesfieber, Covid, HFMK oder meinetwegen die Glasknochenkrankheit haben können.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 18:49
Nach ihrer angeblichen Glasknochenkrankheit hätte der Richter sie auch fragen können oder genauer: warum sie solchen Unfug erzählt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 19:14
Zitat von jaskajaska schrieb:Das stimmt so nicht ganz.
Ich habe damals am 2. Verhandlungstag fürs Wiki festgehalten:



Themenwiki, 2. Verhandlungstag (30. April 2026)
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
Der Junge durfte nie die Wohnungstür öffnen und er sei auch nie an die Gegensprechanlage gegangen.
Und was habe ich da jetzt fehlerhaft angegeben?
Zitat von wobelwobel schrieb:Er durfte und sollte sogar an die Sprechanlage gehen, sie hat das nach eigener Aussage extra mit ihm geübt.
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Durfte er, er hat Pakete angenommen.
Das wäre mir beides neu.
Und @jaska gab dazu eine Quelle im Themen-Wiki an, die dem widersprechen würde.

Da gehen die Meinungen scheinbar weit auseinander...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 19:17
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Aber das ist doch kein normales Verhalten! Wenn sie wirklich nur aufgrund der Nachricht "Fabian war krank zu Hause" den falschen Schluss mit den Bauchschmerzen gezogen hätte, hätte sie das doch sicher so gesagt. Falsche Schlussfolgerungen ziehen kann schließlich jeder. Aber stur darauf zu beharren, wenn es eindeutig anders war, und dass noch, wenn man vor Gericht steht vor dem Richter - so dumm kann doch niemand sein.

Für mich bleibt es dabei, dass es dafür nur zwei Erklärungen gibt. Entweder, Gina hat Fabian am Vortag dazu überredet, Bauchschmerzen vorzutäuschen, und kann nicht glauben, dass er auch ohne diese Lüge zu Hause bleiben durfte. Dann gab es also eine Verabredung für den 10.10. Oder Fabian hat ihr von Bauchschmerzen erzählt. Dann hätten sie sich tatsächlich live getroffen, denn telefoniert hat er ja nicht mehr mit ihr, sondern nur am Abend vorher mit einem Freund (nicht Ginas Sohn).
Aber hätte Fabian denn einen Ausflug machen wollen, wenn er wirklich Bauchschmerzen gehabt hätte? Und so tun, als ob er welche hätte, damit Dorina ihn zu Hause ließ, brauchte er ja nicht. Dafür reichte ja sein Nasenbluten vom Vortag.
Man muss sich noch einmal vor Augen führen, in welcher Lage Gina H. vor Gericht steckt. Das ist schließlich ein Mordprozess, bei dem es um lebenslänglich geht, wahrscheinlich sogar mit der besonderen Schwere der Schuld.

​Sie wurde laut den Tickern im Gerichtssaal schon mehrfach der Lüge "überführt".
Nach meiner Einschätzung ist genau das der Grund für ihr Verhalten. Eine Person in einer Alltagssituation hätte vermutlich einfach eingeräumt, dass sie sich das mit den Bauchschmerzen einfach zusammengereimt hat. Gina H. kämpft vor Gericht aber um das letzte bisschen Glaubwürdigkeit.

​Ich glaube sie will vor dem Richter halt um jeden Preis vermeiden, schon wieder als jemand dazustehen, der Sachen frei erfindet. Deswegen versucht sie wahrscheinlich krampfhaft, die Bauchschmerzen als eine Information darzustellen, die sie angeblich von außen falsch aufgeschnappt hat.
Es wirkt wie der Versuch, eine eigene Spekulation nachträglich als fremde Information zu verkaufen.

​Ein mögliches Treffen hilft als Erklärung für die Bauchschmerzen übrigens auch nicht weiter. Das Wort Bauchschmerzen taucht weder in den Sprachnachrichten des Vaters noch bei den Schilderungen der Mutter auf. Es bleibt somit ein frei erfundenes Detail von Gina, völlig unabhängig davon, ob ein Treffen stattfand oder nicht.

​Auch die Theorie mit der abgesprochenen Lüge überzeugt mich nicht so wirklich. Das Nasenbluten am Vorabend hat der Mutter als Grund zum Zu Hause Bleiben ja schon völlig gereicht.

​Sie hat vermutlich damals eine Spekulation rausgehauen, um informiert zu wirken. Jetzt verstrickt sie sich beim Versuch, diese Aussage nachträglich zu rechtfertigen. Der Richter nutzt schlicht dieses nachgewiesene Lügenmuster und bewertet damit erneut ihre Glaubwürdigkeit.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 19:23
Zitat von trafotrafo schrieb:Es ist auch verräterisch, dass sie null nach ihm sucht.
Nicht nur das, sie suchte auch ein Alibi, als er noch nicht einmal gefunden wurde. Warum braucht man da ein Alibi?
Zitat von aehnaehn schrieb:Auch die Theorie mit der abgesprochenen Lüge überzeugt mich nicht so wirklich. Das Nasenbluten am Vorabend hat der Mutter als Grund zum Zu Hause Bleiben ja schon völlig gereicht.
Aber wie sollte das Gina vorher denn wissen, dass es der Mutter reicht? Kann sie ja gar nicht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 19:25
Zitat von aehnaehn schrieb:​Auch die Theorie mit der abgesprochenen Lüge überzeugt mich nicht so wirklich. Das Nasenbluten am Vorabend hat der Mutter als Grund zum Zu Hause Bleiben ja schon völlig gereicht.
Gina muss ja nichts von dem Nasenbluten gewusst haben. Am Nachmittag war Fabian ja ganz normal, wie immer, mit dem Rad in der Stadt unterwegs, als wäre das mit dem Nasenbluten überhaupt nicht gewesen. Vielleicht hatte Fabian da auch gar nicht mehr an das Nasenbluten gedacht, weil er das ja anscheinend öfter hatte.


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