Heribert schrieb:Yo. Kreuzverhör über viele Stunden in dem es um ihre Zukunft geht? Liest sich, als wenn es ihr Freude bereiten würde. Ich weiß nicht…..warst du dabei beim Prozess Tag?
Jedem anderen würde auch die Vernehmung bei der Polizei nach dem Fund der grausam zugerichteten Leiche des eigenen "Ziehsohns" keine Freude bereiten. Gina hat diese Situation genutzt, um wie ein Wasserfall mit wilder Gestik und Mimik und im Tonfall heiter bis wolkig ihre gesamte Lebensgeschichte mit aller erfundenen Dramatik zu erzählen und über ihr ganzes Umfeld irgendwelchen negativ-verleumderischen (und gelogenen) Klatsch und Tratsch zu verbreiten. Und am Leichenfundort hat sie sich mokiert, dass die Polizisten alle so traurig gucken. Also ja, auch die Bühne im Gericht hat ihr gefallen und sie wirkte keineswegs so emotional am Boden, wie es die Verteidigung vorher geschildert hat. Wortkarg wurde sie dann erst, als der Richter ihr eine Lüge nach der anderen zum Tattag nachgewiesen hat.
Heribert schrieb:Oder klein Upahl- die Wege kennt sie nicht oder nicht gut. Ja, dann ist das so egal ob sie weg x oder y gefahren ist. Das beweist doch gar nix. Und Man (sie) soll sich minutiös an irgendwelche Wege und Straßen erinnern die sie angeblich gefahren ist.
Ich würde das ein paar Tage später nicht hinbekommen oder gar wissen,
Usw
Man könnte sich jetzt die Mühe machen, dir zu erklären, warum die Wahl des Weges sehr wohl ein weiteres von Dutzenden belastenden Indizien ist und warum das, "sie kennt die Wege nicht gut" ja offenbar auch nicht stimmt und sie sich genau in der Ecke des Tatorts überraschend gut auskannte. Aber das ist vergebene Liebesmüh, weil a) dann nie wieder eine Antwort von dir kommt oder nur ein Einzeiler und es b) auch einfach albern ist, sich bei gut über 50 belastenden Indizien gegen die Angeklagte wahllos Indiz 43 rauszupicken und dazu "das beweist noch gar nichts" und "usw" zu schreiben, um so zu tun, als hätte man irgendein wirkliches Argument gegen die Kraft der Indizien gebracht.
Wenn du dir wirklich mal die Mühe machst, dich mit etwas mehr Geduld und Sorgfalt durch die Indizien zu lesen und die mehrfachen Lügen von Gina zu Alibi, Aufenthalt in Güstrow etc in die Gesamtwürdigung mit einstellst, wirst auch du sicher zu dem Ergebnis kommen, dass Gina die Tat begangen hat. Falls nicht, bist du eben der eine von hundert, der eine andere Sichtweise vertritt, das ist legitim. Nur solltest du dann mit etwas Kenntnis von dem Ablauf eines Strafverfahrens und dem entsprechenden Beweismaßstab eigentlich trotzdem nicht leugnen können, dass die objektive Indizienlage erdrückend ist (sie ist sicher nicht "dünn") und erkennen, dass Gina in Kürze verurteilt werden wird, wie es auch alle Prozessbeteiligten ganz offensichtlich tun. Die von dir zwischenzeitlich immer wieder heraufbeschworene große Bombe ist weder in Ginas schriftlicher Einlassung, noch in ihrer Ergänzung der schriftlichen Einlassung, noch am ersten Tag ihrer Befragung, noch am zweiten Tag ihrer Befragung geplatzt, vielmehr hat sie jeder einzige dieser Schritte aufgrund der offenen Lügen und Widersprüche noch einen Schritt näher an die ohnehin sichere Verurteilung gebracht. Das mag dir alles nicht gefallen, tatsächlich wie juristisch ist es aber eindeutig.