Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
gestern um 23:14Meiner Einschätzung nach hat Gina H. die Tat mit Bedacht und Sorgfalt eingefädelt und durchgezogen; anschließend war sie intensiv (und durchaus erfolgreich) bemüht, Spuren zu beseitigen.
Nachfolgend eine Reihe von Beispielen:
1.
Wahl des Tatorts
Vermutlich wurde der Tümpel bei Klein Upahl ganz gezielt ausgesucht. Er ist so abgelegen, dass a) die Angeklagte dort ungestört das Verbrechen verüben konnte und b) quasi ausgeschlossen war, dass Hilfstrupps bei der Suche nach den vermissten Kind in diesem Gebiet aufkreuzen könnten.
2.
Gina H. hat am Tatort keine Spuren hinterlassen, durch die man ihr auf die Schliche kommen konnte. Das Tatmesser nahm sie ebenso mit wie den Brandbeschleuniger. Ausfindig gemacht wurden zwar Fußspuren, die zu ihr passen könnten. Eine exakte Zuordnung war jedoch augenscheinlich nicht möglich.
3.
Das Messer
Die Tatwaffe hat die Mörderin entweder unauffindbar entsorgt oder aber so akribisch gereinigt, dass untersuchte Messer -zum Beispiel das Modell des Nachbarn Olaf K.- nicht als Tatwaffe identifiziert werden konnten.
4.
Der Grillanzünder
Ähnlich wurde offenbar mit dem Grillanzünder verfahren, den die Täterin benutzte, um den Leichnam von Fabian am Tümpel zwecks Spurenvernichtung in Brand zu setzen. Entweder wurde der Brandbeschleuniger unauffindbar entsorgt - oder aber einfach in den Carport der Großeltern von Gina H. zurückgebracht. Dort stellte die Polizei jedenfalls nach der Tat eine Flasche sicher, in der just jene Menge Brandbeschleuniger fehlte, die nach Einschätzung eines Experten zum Anzünden des toten Körpers benötigt worden war.
5.
Die Schuhe
Offenkundig hat Gina H. zum Tatzeitpunkt ein Pammy-Paar getragen, wie ein Foto aus dem Fußraum ihres Rangers zeigt. Von dieser Sorte hatte sie mehrere Exemplare in ihrem Besitz. Zunächst stellte sie ein Paar bei Olaf K. unter, danach noch eine ganze Tüte voller Schuhe. Ein Paar soll auffällig gereinigt gewesen sein. Als Olaf K. die Sache zu mulmig wurde, musste GH die Schuhe wieder abholen. Den Ermittlern gelang es augenscheinlich nicht, ein Paar eindeutig den Fußspuren am Tatort zuzuordnen.
6.
Die Reithose
Bei der Tat soll Gina H. eine Reithose getragen haben. Als die Ermittler Bekleidung konfiszierten, wies eine Reithose einen starken Geruch von Reinigungsmitteln auf; verwertbare Spuren wurden nicht entdeckt.
7.
Das Auto
Noch am Tattag säuberte Gina H. ihren Wagen so intensiv, dass kaum noch Spuren nachweisbar waren. Ihre Begründung: Das Auto habe so „mistig“ ausgesehen. Immerhin hatte sie offenbar eine Papierrolle mit einer winzigen, aber kaum brauchbaren Blutanhaftung von Fabian übersehen
Trotz der umfangreichen Vorkehrungen und Manöver zur Spurenvernichtung plagten Gina H. jedoch laut abgehörten Telefongesprächen immer wieder Sorgen, dass doch noch Spuren zu ihr führen könnten. „Mir geht der Arsch auf Grundeis“, bedeutete sie einem Bekannten.
Insgesamt lässt sich jedoch festhalten, dass es sicherlich schwierig geworden wäre, die Angeklagte allein aufgrund der Spurenlage des Verbrechens zu überführen.
Den Durchbruch bescherte sie dann den Ermittlern selber - mit dem irrsinnigen Entschluss, nacheinander drei Bekannte zum Tümpel zu führen und so für das kurzfristige Auffinden der Leiche von Fabian zu sorgen.
Hätte Gina H. „die Füße still gehalten“ statt den Scheinwerfer in greller Form auf sich selbst zu richten, wäre die Aufklärung des Falles womöglich sehr viel komplizierter und langwieriger geworden.
Nachfolgend eine Reihe von Beispielen:
1.
Wahl des Tatorts
Vermutlich wurde der Tümpel bei Klein Upahl ganz gezielt ausgesucht. Er ist so abgelegen, dass a) die Angeklagte dort ungestört das Verbrechen verüben konnte und b) quasi ausgeschlossen war, dass Hilfstrupps bei der Suche nach den vermissten Kind in diesem Gebiet aufkreuzen könnten.
2.
Gina H. hat am Tatort keine Spuren hinterlassen, durch die man ihr auf die Schliche kommen konnte. Das Tatmesser nahm sie ebenso mit wie den Brandbeschleuniger. Ausfindig gemacht wurden zwar Fußspuren, die zu ihr passen könnten. Eine exakte Zuordnung war jedoch augenscheinlich nicht möglich.
3.
Das Messer
Die Tatwaffe hat die Mörderin entweder unauffindbar entsorgt oder aber so akribisch gereinigt, dass untersuchte Messer -zum Beispiel das Modell des Nachbarn Olaf K.- nicht als Tatwaffe identifiziert werden konnten.
4.
Der Grillanzünder
Ähnlich wurde offenbar mit dem Grillanzünder verfahren, den die Täterin benutzte, um den Leichnam von Fabian am Tümpel zwecks Spurenvernichtung in Brand zu setzen. Entweder wurde der Brandbeschleuniger unauffindbar entsorgt - oder aber einfach in den Carport der Großeltern von Gina H. zurückgebracht. Dort stellte die Polizei jedenfalls nach der Tat eine Flasche sicher, in der just jene Menge Brandbeschleuniger fehlte, die nach Einschätzung eines Experten zum Anzünden des toten Körpers benötigt worden war.
5.
Die Schuhe
Offenkundig hat Gina H. zum Tatzeitpunkt ein Pammy-Paar getragen, wie ein Foto aus dem Fußraum ihres Rangers zeigt. Von dieser Sorte hatte sie mehrere Exemplare in ihrem Besitz. Zunächst stellte sie ein Paar bei Olaf K. unter, danach noch eine ganze Tüte voller Schuhe. Ein Paar soll auffällig gereinigt gewesen sein. Als Olaf K. die Sache zu mulmig wurde, musste GH die Schuhe wieder abholen. Den Ermittlern gelang es augenscheinlich nicht, ein Paar eindeutig den Fußspuren am Tatort zuzuordnen.
6.
Die Reithose
Bei der Tat soll Gina H. eine Reithose getragen haben. Als die Ermittler Bekleidung konfiszierten, wies eine Reithose einen starken Geruch von Reinigungsmitteln auf; verwertbare Spuren wurden nicht entdeckt.
7.
Das Auto
Noch am Tattag säuberte Gina H. ihren Wagen so intensiv, dass kaum noch Spuren nachweisbar waren. Ihre Begründung: Das Auto habe so „mistig“ ausgesehen. Immerhin hatte sie offenbar eine Papierrolle mit einer winzigen, aber kaum brauchbaren Blutanhaftung von Fabian übersehen
Trotz der umfangreichen Vorkehrungen und Manöver zur Spurenvernichtung plagten Gina H. jedoch laut abgehörten Telefongesprächen immer wieder Sorgen, dass doch noch Spuren zu ihr führen könnten. „Mir geht der Arsch auf Grundeis“, bedeutete sie einem Bekannten.
Insgesamt lässt sich jedoch festhalten, dass es sicherlich schwierig geworden wäre, die Angeklagte allein aufgrund der Spurenlage des Verbrechens zu überführen.
Den Durchbruch bescherte sie dann den Ermittlern selber - mit dem irrsinnigen Entschluss, nacheinander drei Bekannte zum Tümpel zu führen und so für das kurzfristige Auffinden der Leiche von Fabian zu sorgen.
Hätte Gina H. „die Füße still gehalten“ statt den Scheinwerfer in greller Form auf sich selbst zu richten, wäre die Aufklärung des Falles womöglich sehr viel komplizierter und langwieriger geworden.

