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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

36.389 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 10:06
Unterlasst die Off-Topic-Diskussionen über Quellen, die hier ohnehin verboten sind.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 10:34
Man fühlt sich etwas wie bei Harry Potter.... Zurück zum Verlauf: ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass seitens der Verteidigung am nächsten Prozesstag noch Anträge folgen. Ohm kann beantragen, durch seine Abwesenheit noch weitere Fragen zum Gutachten stellen zu wollen und die Beweisaufnahme ist, wenn ich es richtig verstanden habe, bis dahin nicht offiziell abgeschlossen. Ob dem dann stattgegeben wird, ist natürlich eine andere Sache. Ich glaube, die Kammer ist echt "durch" damit... Dennoch wird der Versuch gemacht werden, ziemlich sicher? Ein letztes Aufbäumen und Hinauszögern bzw der Versuch dessen... Die Plädoyers werden es nicht rausreißen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 10:56
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Man fühlt sich etwas wie bei Harry Potter.... Zurück zum Verlauf: ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass seitens der Verteidigung am nächsten Prozesstag noch Anträge folgen. Ohm kann beantragen, durch seine Abwesenheit noch weitere Fragen zum Gutachten stellen zu wollen und die Beweisaufnahme ist, wenn ich es richtig verstanden habe, bis dahin nicht offiziell abgeschlossen. Ob dem dann stattgegeben wird, ist natürlich eine andere Sache. Ich glaube, die Kammer ist echt "durch" damit... Dennoch wird der Versuch gemacht werden, ziemlich sicher? Ein letztes Aufbäumen und Hinauszögern bzw der Versuch dessen... Die Plädoyers werden es nicht rausreißen
Ohm wird bestimmt noch Fragen an den Gutachter haben. Das glaube ich schon. Ich könnte mir vorstellen, dass Ohm einen anderen Gutachter haben möchte. War halt nicht im Sinne der Verteidigung. Andere Anträge kann ich mir zu dem Zeitpunkt nicht mehr vorstellen. Aber man kann gespannt sein. Die Plädoyers der Staatsanwaltschaft wird sicher sehr gut sein. Ich denke auch die Verteidigung wird nicht viel dagegensetzen können. Eher so, sie ist halt so, aber macht sie das zu einer Mörderin wie Ohm jetzt schon immer betont.
Eigtl. können sie,nach der Aussage des Gutachters, nicht einmal ihre psychische Erkrankung als Vorwand für ihr sonderbares Verhalten einbringen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 10:58
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Verlauf: ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass seitens der Verteidigung am nächsten Prozesstag noch Anträge folgen. Ohm kann beantragen, durch seine Abwesenheit noch weitere Fragen zum Gutachten stellen zu wollen und die Beweisaufnahme ist, wenn ich es richtig verstanden habe, bis dahin nicht offiziell abgeschlossen. Ob dem dann stattgegeben wird, ist natürlich eine andere Sache. Ich glaube, die Kammer ist echt "durch" damit... Dennoch wird der Versuch gemacht werden, ziemlich sicher? Ein letztes Aufbäumen und Hinauszögern...
Möglich ist alles. Ohm hatte allerdings die Möglichkeit der letzten Sitzung beizuwohnen, er hat relativ kurzfristig bekannt gegeben, dass er zugeschaltet werden möchte (was ja abgelehnt wurde). Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass solch ein Antrag durchgeht -außer es wäre ein Revisionsgrund.
Es gab ja zwischendurch Pausen, in denen er sich mit Löcker besprechen konnte.

Apropos Anträge: man hat noch gar nicht erfahren, was aus dem Ergebnis der Untersuchung des Messers auf Reinigungsmittel geworden ist?!


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 11:09
Verteidigung sollte sich mal besser aufs Plädoyer konzentrieren.
Insgesamt hatte man schon das Gefühl, dass sie nicht sonderlich gut vorbereitet waren. So erging es mir zumindest, beim Mitlesen.

Auch bezogen auf ihre Einlassung, wenn dann so Aussagen kamen wie:"Hab ich nicht gelesen".
Immerhin haben sie das ja so durchgewunken und es schien, sich nicht wirklich mit ihrer Mandantin besprochen.

Ebenfalls hatte RA Ohm anfangs den Urlaub angekündigt, zurückgezogen und dann wieder eingereicht.

Viele Akten und Umstände lagen soweit bekannt, allen im Selbstleseverfahren vor. Das Gutachten dürfte also keine große Überraschung für die Verteidigung gewesen sein.

Es gab seitens der Verteidigung auch etliche Monate, Entlastendes einzubringen. Es waren nur Strohmänner. Vielleicht sollte man das mal berücksichtigen und sich der Realität stellen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 11:16
Zitat von InterestedInterested schrieb:Es gab seitens der Verteidigung auch etliche Monate, Entlastendes einzubringen. Es waren nur Strohmänner. Vielleicht sollte man das mal berücksichtigen und sich der Realität stellen.
Ich finde, du hast Recht. Sie haben viel zu spät mit irgendwelchen Anträgen angefangen. Aber wo nichts entlastendes ist, kann man auch nichts einbringen. Gina hat ja vor der Verhandlung schon soviele unterschiedliche, angepasste Geschichten erzählt. Ich verstehe die Verteidigung schon auch.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 11:21
Zitat von InterestedInterested schrieb:Verteidigung sollte sich mal besser aufs Plädoyer konzentrieren.
Insgesamt hatte man schon das Gefühl, dass sie nicht sonderlich gut vorbereitet waren. So erging es mir zumindest, beim Mitlesen.
Der Eindruck drängte sich auf - andersrum: wo nicht viel Material zur Verteidigung da ist, ist es auch schwierig, eine vernünftige Verteidigung aufzubauen.
Zitat von InterestedInterested schrieb:Es gab seitens der Verteidigung auch etliche Monate, Entlastendes einzubringen.
Wie gesagt: wo nichts ist, kann man auch nichts einbringen. Das Mantra: alle lügen, außer der Angeklagten, ist nur wenig glaubhaft.
Und dass es die Angeklagte mit der Wahrheit - auch bereits weit vor dem Prozess - nicht so genau nahm, kam beim Prozess mehr als deutlich ans Licht


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 13:59
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb am 09.10.2026:Ich habe es so verstanden, dass ihre Diagnosen NICHT zur Tat geführt haben. Einfach ausgedrückt.
danke@sunrise2008
Zitat von Cassandra71Cassandra71 schrieb:Zumindest lügen und manipulieren sind nicht strafbar.
Zitat von HeavythoughtsHeavythoughts schrieb:Und dass es die Angeklagte mit der Wahrheit - auch bereits weit vor dem Prozess - nicht so genau nahm, kam beim Prozess mehr als deutlich ans Licht
Es ergibt so etwas wie "ein Muster" mit den Lügen. Meine Frage wäre daher:
Im psychiatrischen Gutachten liegt neben der Persönlichkeitsstörung- der Borderllne-Erkrankung, der Fokus auf die "Psychopathie".
Gab es ein Vortest, der andere Erkrankungen ausgeschlossen hat oder wurde aufgrund der "Lügen und der Manipulation" direkt "dieser Test zur Psychopathie" bei ihr angewendet?
Das soll jetzt nicht komplett diese Diagnose in Frage stellen.
Sie könnte, wenn es nur um diesen Test geht, sogar eine höhere Punktzahl erreichen. Der Gutachter hat zum Beispiel Drogenmißbrauch (Alkohol) bei der Angeklagten verneint. Bei ihr könnten dafür andere in Betracht zu ziehende Verhaltensweisen unbeachtet geblieben sein, die der Test nicht genügend erfasst.
https://www.rnd.de/wissen/psychopathinnen-bleiben-oft-unerkannt-studien-zeigen-ueberraschende-unterschiede-OEF2HJWU2VBK7ALU74Z7FP2LPQ.html

Das "Lügen" zieht sich tatsächlich bis wohl, nach Aussage der Schwester, bis weit in die Kindheit oder Jugend zurück. Es geht hier also nicht nur um "Ausflüchte" und Notlügen. Das Erfinden von Krankheiten kommt on top dazu.

Im NDR-Podcast (Folge 34) am Tag des Gutachtens wird auf die schlechte Akustik im Gerichtsaal (Min 20:18) hingewiesen, dass man den Gutachter nur schwer habe verstehen können.
https://www.rnd.de/wissen/psychopathinnen-bleiben-oft-unerkannt-studien-zeigen-ueberraschende-unterschiede-OEF2HJWU2VBK7ALU74Z7FP2LPQ.html
Zitat von MINKA123MINKA123 schrieb:Eigtl. können sie,nach der Aussage des Gutachters, nicht einmal ihre psychische Erkrankung als Vorwand für ihr sonderbares Verhalten einbringen.
Es könnten, wenn die Anwälte, die das vollständige Gutachten ja bekommen haben noch mal dieses durchgehen, Nachfragen entstehen.

Das Dilemma bleibt. Als Verteidiger haben sie "die Tat zu leugnen", was für Nicht-Juristen in der Regel oft kaum nachzuvollziehen ist, und auch hier in den Kommentaren zu dem ein oder anderen Seitenhieb gegen die Verteidiger zu führen scheint.

@MINKA123 Eine psychische Ausnahmesituation können sie nicht einmal ernsthaft ins Feld führen. Bei einem Geständnis der Angeklagten sähe es unter Umständen anders aus.
Dies käme nur zu spät.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 14:00
Zitat von HeavythoughtsHeavythoughts schrieb:Der Eindruck drängte sich auf - andersrum: wo nicht viel Material zur Verteidigung da ist, ist es auch schwierig, eine vernünftige Verteidigung aufzubauen.
Das Gutachten (zumindest in weiten Teilen) war allen Prozessbeteiligten bereits vor dem 32. Prozesstag bekannt. Also Zeit, sich dahingehend vorzubereiten, hätte man schon gehabt theoretisch. Praktisch halt nicht, weil.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 14:18
Der Verteidiger soll einen Fragenkatalog zu den 'Anhaltspunkten' des Tests zur Psychopathie durchgegangen sein laut Berichterstattung, insofern kann das richtig sein, dass sie den vorab bekommen haben ; zumindest in Auszügen. Das war mir so nicht bekannt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 14:34
Zitat von isabel717isabel717 schrieb:NDR-Podcast (Folge 34) am Tag des Gutachtens wird auf die schlechte Akustik im Gerichtsaal (Min 20:18) hingewiesen, dass man den Gutachter nur schwer habe verstehen können.
https://www.rnd.de/wissen/psychopathinnen-bleiben-oft-unerkannt-studien-zeigen-ueberraschende-unterschiede-OEF2HJWU2VBK7ALU74Z7FP2LPQ.html
Der richtige Link zu dem Podcast hier bzgl. der schlechten Akustik beim Verlesen des Gutachtens:
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/fall-fabian-urteil-im-mordprozess-am-10-november-erwartet,fabian-254.html


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 14:37
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Das Gutachten (zumindest in weiten Teilen) war allen Prozessbeteiligten bereits vor dem 32. Prozesstag bekannt. Also Zeit, sich dahingehend vorzubereiten, hätte man schon gehabt theoretisch.
Zitat von isabel717isabel717 schrieb:Der Verteidiger soll einen Fragenkatalog zu den 'Anhaltspunkten' des Tests zur Psychopathie durchgegangen sein laut Berichterstattung, insofern kann das richtig sein, dass sie den vorab bekommen haben ; zumindest in Auszügen. Das war mir so nicht bekannt.
Laut Fr. Habetha lag den Prozess-Beteiligten bereits seit Februar ein vorläufiges Gutachten vor:
Zu den Erwartungen an das psychiatrische Gutachten: „Seit Februar 2026 liegt von diesem Gutachter ein vorläufiges, schriftliches Gutachten vor. Knapp 70 Seiten. Da geht er von einer uneingeschränkten Schuldfähigkeit aus. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich dies im Ergebnis der Verhandlungstage der Beweisaufnahme geändert hat.
Quelle: https://www.rtl.de/news/fall-fabian-8-rtl-reporter-zieht-zum-ersten-todestag-bilanz-zum-mordprozess-id31399407.html


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 14:41
Zitat von isabel717isabel717 schrieb:Im psychiatrischen Gutachten liegt neben der Persönlichkeitsstörung- der Borderllne-Erkrankung, der Fokus auf die "Psychopathie".
Gab es ein Vortest, der andere Erkrankungen ausgeschlossen hat oder wurde aufgrund der "Lügen und der Manipulation" direkt "dieser Test zur Psychopathie" bei ihr angewendet?
Das soll jetzt nicht komplett diese Diagnose in Frage stellen.
Der Gutachter sagte ja es sind 20 Fragen und jede Frage hat mindestens einen Punkt erhalten. Ich finde das ziemlich eindeutig. Welche Erkrankung würdest du den denken. Es könnte halt dann nur zusätzlich sein. Deswegen hätte sie auch psychopathische Züge.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 14:47
Hallo! Seit einiger Zeit lese ich still mit. Dieser tragische Mordfall ist erschütternd. Mein Beileid an Fabians Familie und all die Menschen, die ihn geliebt haben. Mögen sie Kraft haben, um mutig weiterzugehen. Die Wahrheits- und Gerechtigkeitsfindung kann dazu sicherlich beitragen.

Nichts kann Fabian leider wieder zurück ins Leben bringen. Aber vielleicht ist es unsere Aufgabe als Menschen, als Mitmenschen, bei der Aufklärung des Falls mitzuhelfen, so gut es geht, innerhalb unserer begrenzten Möglichkeiten als Foristen.

Es hat sich bereits vieles geklärt, doch leider bleiben einige rätselhafte Fragezeichen. Vieles deutet auf G.H. als Täterin (es gilt immer noch die Unschuldsvermutung). Doch war sie es alleine oder gab es Mitwissende bzw. Mittäter?

Ich tippe auf letzteres. MMn wurde nicht in alle Richtungen ermittelt. Hoffentlich entspricht letztendlich das Urteil der Wahrheit. Ich wünsche es allen, die Fabian geliebt haben und lieben!


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 14:52
@Tellerrand14
Wenn du solch eine Hypothese hast, dann stelle sie uns bitte unter Berücksichtigung aller bekannten Indizien/Fakten vor. User wie dich, die einfach nur etwas in den Raum werfen ohne dafür eine nachvollziehbare Begründung zu liefern, haben/hatten wir hier schon zur Genüge.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 14:55
Zitat von Tellerrand14Tellerrand14 schrieb:Ich tippe auf letzteres. MMn wurde nicht in alle Richtungen ermittelt. Hoffentlich entspricht letztendlich das Urteil der Wahrheit. Ich wünsche es allen, die Fabian geliebt haben und lieben!
Wenn es irgendeinen Hinweis in diese Richtung geben würde. Aber bis jetzt sehe ich nichts davon. Und wer sagt das nicht in alle Richtungen ermittelt wurde? Ich war bei den Ermittlungen nicht dabei.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 15:05
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:User wie dich, die einfach nur etwas in den Raum werfen ohne dafür eine nachvollziehbare Begründung zu liefern, haben/hatten wir hier schon zur Genüge.
Hm, user wie mich ... Danke für die freundliche Begrüßung!
Sollte ich jetzt sagen, ich unterhalte mich nur mit freundlichen Menschen?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 15:08
Zitat von MINKA123MINKA123 schrieb:Und wer sagt das nicht in alle Richtungen ermittelt wurde?
Sagte nicht kürzlich Ohm etwas in diese Richtung? Löckers Miene nach zu urteilen, hat er sich mindestens das gleiche gedacht ;)


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 15:10
Zitat von MINKA123MINKA123 schrieb:
Zitat von Tellerrand14Tellerrand14 schrieb:Ich tippe auf letzteres. MMn wurde nicht in alle Richtungen ermittelt. Hoffentlich entspricht letztendlich das Urteil der Wahrheit. Ich wünsche es allen, die Fabian geliebt haben und lieben!
Wenn es irgendeinen Hinweis in diese Richtung geben würde. Aber bis jetzt sehe ich nichts davon. Und wer sagt das nicht in alle Richtungen ermittelt wurde? Ich war bei den Ermittlungen nicht dabei.
Und auch wenn, würde es Gina nicht besser machen. Wenn dann sogar noch schlimmer.
Stell dir die Vorgeschichte dazu vor. Zwei Menschen unterhalten sich wie sie einen 8jährigen umbringen Gina so wer fährt denn, der gegenüber fahr du, du hast ein aufälliges Auto.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 15:13
Bei Indizienprozessen ist letztlich immer ausschlaggebend die Gesamtschau der Verdachtsmomente. Es geht um ein abgerundetes Bild, das am Ende das Gericht zu der Überzeugung gelangen lässt, die angeklagte Person schuldig zu sprechen.

Natürlich gibt es dabei Indizien von unterschiedlichem Gewicht. Wäre ich im vorliegenden Fall Richter, hätte für mich ein Punkt überragenden Stellenwert, weil er in meinen Augen den Charakter eines handfesten Beweises besitzt: das von Gina H. offenbarte Täterwissen.

Schon allein aus diesem Grund halte ich einen Freispruch der Angeklagten für a) völlig unangemessen und b) auch nicht bestandsfähig im Fall einer Revision. Der BGH würde ein Urteil, das eindeutiges Täterwissen ignoriert oder als belanglos einstuft, wohl in der Luft zerreißen.

Nun könnte man zum Täterwissen ja verschiedene Faktoren zählen. Ich will mich hier nur auf einen Umstand beschränken: die Kenntnis der Angeklagten von dem Ort, an dem Fabian getötet und seine Leiche in Brand gesetzt wurde.

Am 10. Oktober 2025 verschwand der Junge aus seiner Wohnung in Güstrow; noch bis zum Abend des 13.10. galt er „nur“ als vermisst und es lief eine fieberhafte Suche nach ihm. Kein Mensch ahnte, dass Fabian zu diesem Zeitpunkt längst tot am Tümpel bei Klein Upahl lag - mit Ausnahme der Täterin.

Es gibt nicht die geringsten Anhaltspunkte dafür, dass Gina H. bei dem Verbrechen Hilfe von Komplizen erhielt oder dass sie jemanden als Mittäter eingeweiht hat. Also war sie bei der Planung und Ausübung der Tat allein; kein Mensch sonst erlangte davon Kenntnis.

Nur sie allein konnte mithin frühzeitig wissen, dass Fabian heimtückisch ermordet worden war - mit sechs Messerstichen in die Brust. Nur ihr war bekannt, dass man die Leiche des Jungen zur Spurenvernichtung mit einem Brandbeschleuniger angezündet hat. Und nur Gina H. wusste um den entlegenen Ort, an dem dies alles geschah.

Es gab also niemanden, der ihr flüstern konnte, dass Fabian schon nicht mehr lebte, als in Güstrow die Suche erst begann. Und keine Person war in der Lage, ihr zu verraten oder auch nur anzudeuten, wo denn die Leiche des Kindes wohl zu finden sein könnte.

Offenkundig wurde der Tümpel bei Klein Upahl ja auch bewusst gewählt, weil er keine Bezugspunkte zu Fabian und seinen Angehörigen aufwies. Niemand kam auf die Idee, einmal bei der Schweinesuhle nachzusehen, weil zu diesem Ort von früher her Verbindungen existiert haben könnten.

Beim Versuch, zu begründen, warum sie ausgerechnet diese Stelle für die „Suche“ nach Fabians Überresten auswählte, geriert H. dann auch prompt ins Schleudern. Sie verhedderte sich heillos in Widersprüche, die am Ende nur noch stärker die Erkenntnis reifen ließen: Hier verfügte jemand über exklusives Täterwissen - mit genauer Kenntnis von Tatort, Tatzeit und Tatumständen.

Meine Schlussfolgerung: Nur ihr ureigenstes Wissen als Täterin versetzte Gina H. in die Lage, die Entdeckung von Fabians Leiche zu organisieren. Kein Mensch sonst wäre fähig gewesen, diesen Ort zu benennen.


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