Boho schrieb:Ich kenne solche Menschen, die wider aller Vernunft, common Sense und Vorerfahrung genau so agieren und man denkt sich "wie kommt sie/er da drauf, dass das funktioniert..." Von denen hat zum Glück noch keiner gemordet, aber vom Grundablauf ist das ähnlich - Ziel= ich will was und das setze ich durch, mit Lügen, mit Schwätzen, etc., so wie sie es halt immer machen. Und wenn es dann doch schief geht, redet man sich raus, findet neue Freunde/Gruppen, etc. Nicht jeder Mensch ist ein paranoider Vollplaner in alle Richtungen, manche vertrauen einfach aufs Glück. Sie wird den groben Plan gehabt haben und dann eben grob angepasst haben.
Sehr gut beschrieben. Ich kenne auch solche Menschen (so wie die meisten wohl solche Menschen kennen...).
Wenn diese Leute ständig damit durchkommen, steigern die sich immer mehr, werden immer dreister, die Manipulationen immer abgefahrener und trotzdem haben wie sehr oft weiter Erfolg mit ihrer Masche. Und wenn nicht, wenn sie wirklich mal auffliegen oder jemand ihnen ein deutliches Stopp entgegenhält, haben sie genug Menschen um sich versammelt, denen sie ihre Version der Story erzählen und die ihnen dann bestätigen, wie unverschämt das doch ist, dass sie völlig im Recht sind, dass sie sich das nicht bieten lassen müssen, dass die so eine tolle und starke Person sind etc. Wer nicht für sie ist ist gegen sie und entsprechend wird das eigen soziale Umfeld gestaltet und ausgesiebt, so dass sie schon genug Bestätigung ihrer Aktionen erfahren.
Und noch mehr Fahrt nimmt das ganze auf, wenn diese Menschen auf SM ihre Versionen der Storys posten, wo dann die eigene Bubble mit Mitleidsbekundungen, Bestätigungen und Kopf-hoch-Posts reagiert. Kritische Stimmen sind dann ganz leicht als SM-Häme und Hassrede zu brandmarken. Ich weiß, dass es auf SM wirklich HAssrede, Shitstorms, digitales Mobbing etc. gibt. Aber jeden kritischen Komentar als solche abzutun, damait macht man es sich dann doch etwas einfach.
behind_eyes schrieb:Je länger ich darüber nachdenken, denke ich aber das es auch möglich ist, daß sie so kanalisiert war das sie dachte mit Beseitigung des Kindes die Beziehung retten zu können im Falle natürlich nicht herauskommt das sie es war - Sie, welche ihn findet, Trost zuspricht usw... Das wird der Prozess zeigen.
Ja, das glaube ich auch. Fabian hatte ja wohl länger keinen Kontakt zu seinem Vater, nach der Trennung von Gina H. ist der aber wieder aktiviert worden. Irgendwas muss der Kontaktabbruch also doch wohl mit der Beziehung zu Gina H. oder den Lebensumständen des Ex-Paares zu tun gehabt haben.
Ein leichtes, sich da einzureden, die Ex-Ehefrau habe den Vater der Kindes erpresst, ihm gesagt, er dürfe den Jungen erst wiedersehen, wenn er Gina H. verlässt, weil sie ihm das neue Glück mit Gina H. nicht gönnt und nicht ertragen kann, dass sie so eine grlückliche Familie sind. Und der gutherzige, seinen Sohn über alles liebende Ex habe darauf nicht anders reagieren können, als dem nachzugeben. Eigentlich liebe er sie ja noch immer, wenn er nur nicht so perfide erpresst würde.
Und schon steht der Sohn dem eigenen Glück im weg. Wenn er nicht mehr ist, hat die Ex-Ehefrau kein Druckmittel mehr in der Hand und dem happily-ever-after-Leben der Gina H. steht nichts mehr im Wege.
Und das hier passt dann ja auch dazu:
Agrimony schrieb:Davon gehe ich auch eher aus und vermute das auch auch schon länger.
Gina schrieb in einer Nachricht an die Mutter nach dem Verschwinden von Fabian, dass sie ja nun wieder mit Mathias in Kontakt steht. Den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr. Über diese Nachricht wurde hier aber auch schon diskutiert.
Das wäre so typisch, denn dadurch signalisiert sie, dass sie wieder eine Rolle spielt für Mathias.
Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: der Sohn als Hindernis für die Beziehung ist aus dem Weg geräumt und der Ex-Ehefrau unendlicher Schmerz zugefügt, den sie in den Augen der Gina H. vielleicht verdient hat.
Natürlich ist das ein völlig kranker Gedankengang, zu denken, man müsse nur das unschuldige (!) Kind durch eienn Mord aus dem Weg räumen, dann stünde einer glücklichen Beziehung nichts mehr im Wege, aber wer weiß schon, was sich verletzte, verlassene, wütende Narzissten in ihrem Hirn so zusammenreimen. Vor allem, wenn sie davon ausgehen, dass sie damit schon durchkommen werden, weil ihnen eh keiner drauf kommt. Man muss nur genug die entsetzte, trauernde "Ziehmutter" spielen, vielleicht noch die Heldin geben, die die Leiche finde und dadurch noch mal extra traumatisiert ist, damit der Ex-Freund sie wieder in die Arme schließt und die Polizei die nächsten 20 Jahre vergeblich nach einem unbekannten Entführer und Mörder des Jungen sucht.
Hat doch sogar ansatzweise geklappt. Nachdem sie verhaftet wurde, hat sich Fabians Vater erst mal um ihrer Pferde gekümmert. Sicherlich aus Pflichtbewusstsein und Verantwortungsgefühl den Tieren gegenüber, die ja nichts für die Taten der Besitzerin können. Vielleicht auch ihren Großeltern gegenüber, die wohl schon alt sind und jetzt damit plötzlich alleine da standen. Aus ihrer Sicht aber ganz sicher aus wahrer Liebe ihr gegenüber.