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Mordfall Hinterkaifeck

47.687 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

26.05.2007 um 20:51
Hallo AngRa,
Herr Leuschner sagte schlicht und einfach, daß er da in washineingeraten
ist,
das er nicht so gewollt hat. Er meinte den Plagiatsstreit wegenTannöd
usw.
Verdächtigungen hat er nicht geäußert. Wobei heraus zu hören war,daß
eine
Beziehungstat schon im Bereich des möglichen sein könnte.
Ein Zuhörerfragte
wegen DNA Spuren nach, die u.u. noch genommen werden
könnten. Das Grab inWaidhofen
betreut anscheinend der Pfarrgemeinderat.
Anscheinend wollte der Zuhörerüber diese
Schiene den Fall etwas erhellen.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.05.2007 um 20:57
@AngRa

Sorry, aber ich kann da nicht zustimmen, den Tannöd habe ich bewußt nichtgelesen, aber das kommt mir so vor, dass was passt wird aufgenommen und das was nichtpasst, lässt man weg. Der Einbruch in der Nacht davor, die Schlafmulden, beim bestenWillen kann ich mir nicht vorstellen, dass dies nichts mit der Tat zu tun hat. Für dasVorgehen von S. wäre das, wenn er davon wusste, eine riskante Sache gewesen, es seindenn, er wäre es selbst gewesen.

Auch die Münchner Zeitung, der Schilderung desPostboten ist glaubhaft. Ich vermute mal, dass es in Schrobenhausen eine Münchner Zeitungzu kaufen gegeben hat, hätte S. sie aber dort gekauft, wäre das gefährlich für ihngewesen.

Es wurde lang und breit hier diskutiert, das Verweilen auf dem Hof,insbesondere das Abschneiden des Räucherschinkens. OK, es mag erklärbar sein, aber indiese Theorie passt das nur, wenn man wirklich will, nicht aus innerer Logik.

Ichverstehe Dein Psychogramm schon, es ist sehr einleuchtend und nachvollziehbar, aber esgibt da schon Dinge, die einfach nicht passen. Womit ich aber nicht sagen will, dassalles mit der Tat zusammen hängen muss, aber es zerrt an allen Ecken und Kanten in derGeschichte.

Da gibt es einige ungeklärte Zusammenhänge, auf die wir nie kommenwürden, die der Sache einen Sinn geben. Wie immer, wir wissen halt viel zu wenig.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.05.2007 um 21:02
@AngRa

Danke für den Buchtipp! Ich habe beide Bücher nicht gelesen, die Thematikhört sich aber sehr vielversprechend an.

Ich glaube, diese emotionalenAbhängigkeiten zu kennen, sie auch schön öfters in meinem Umfeld beobachtet und miterlebtzu haben. Wahrscheinlich provozieren sie in den "Abhängigen" (irgendwie eine unglücklicheBezeichnung) unbeschreibliches Leiden und grösstmöglichen Energieverlust. Einen stetsdurchkreuzten Wunsch, der nie erfüllt werden kann. Ein permanentes Pendeln zwischenHimmel und Hölle...
In meinem Umfeld schafften diese "Abhängigen" allerdings immer dieBefreiung dadurch, dass sie sich ihrer Situation vollends bewusst wurden. Das Begehrenwurde durch die Wut und später durch die Trauer abgelöst. Die Wut war aber, so hatte esden Anschein, eher ein Schritt in die Passivität, die das ständige aktive und auszehrendeBegehren überwand. Bei meinem Vorbild in der Realität spielte allerdings die räumlicheBegegnung eine untergeordnete Rolle, weil die geistige Umwandlung irgendwann geschafftwar. Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass ein in dieser Form leidender Mensch wohlfrüher oder später ernsthaft auch körperlich krank wird.

Es ist sehr schwer zubeurteilen, wie ausgeprägt die Situation in unserem Fall nun war. Leider kannten wir dieProtagonisten und ihre Konditionierung nicht...


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Mordfall Hinterkaifeck

26.05.2007 um 21:04
@Race

Das ist ja interessant. Wie muss ich mir das vorstellen, alle Akten unterVitrinen. d.h lesen kann man nur das Deckblatt? Was ist denn da nochausgestellt?


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Mordfall Hinterkaifeck

26.05.2007 um 21:08
@oldschool

Da fällt mir der alte Werther vom guten Goethe ein, der hat am Endeauch einen umgebracht.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.05.2007 um 21:20
@Race
Vielen Dank für die Mitteilung. Das mit dem Plagiatsstreit ist natürlich einezusätzliche Sache. M.E. hat Schenkel schon Sachen übernommen, die nicht Fakten sindsondern auch der schriftstellerischen Fantasie von Herrn Leuschner entspringen,beispielsweise die Umstände vor der Mordtat, als die Magd mit Josef "Hoppe Reiter"gespielt hat. Eigentlich ist dieses nicht erlaubt. Ich bin gespannt, wie derGerichtsstreit ausgeht.

Es hat ja anlässlich des Buchs Sakrileg einen ähnlichenÄrger mit dem Buch von Baigent und Leigh "Der heilige Gral und seine Erben" gegeben. DerGerichtsstreit ist ja so ausgegangen, dass Dan Brown Recht bekommen hat vor Gericht, weiles sich bei dem Buch von Baigent und Leigh um ein reines Sachbuch handelt. In dem Buchkommen allerdings auch keine Fantasien der Schriftsteller vor, so dass ich das Urteilnachvollziehen kann.

@keller
Ich bin der Auffassung, dass man in einem Falleinen roten Faden haben muss. Wenn man zuviele Fäden hat, dann verheddert man sichschnell. Grundsätzlich verstehe ich deine Bedenken. Mir war es erst einmal wichtig michmit einem Motiv auseinanderzusetzen und da fällt mir kein anderes ein.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.05.2007 um 21:25
@keller,
also, die Akten sind in Kartons verpackt und diese Kartons sind inden
Glasvitrinen untergebracht. Wie gesagt, der Karton mit den Akten aus
Münchenist auch da. Dann ist da noch eine Art Landkarte, vermutlich
Katatsterauszüge desVermessungsamtes aus der Gegend von Gröbern.
Darunter liegen noch tabellarischeSchriftstücke, konnte nicht genau
lesen um was es genau ging. Bin der alten deutschenSchrift nicht
so mächtig.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.05.2007 um 21:28
Servus miteinander
Habe heute im D.K. die nächste Folge von Hecker gelesen, da sindeinige Passagen drin, die wohl mehr der dichterischen Freiheit zuzuordnen sind, als unslieb sein kann. Heir einige Zeilen vom letzten Tag, Fr. 31.3. . Der Dialog zwischenGruber und dem Postboten handelt um eine Uhr, die er kürzlich von einem "Kerl" abgekaufthat. Diese bezahlte Gruber mit einem goldenem Zwanzigmarkstück, der Fremde erwiederte,sieh an auf dem Hof gibts noch Gold...
Keine Frage vom Gruber zum Verbleib einesBriefes ???
Etwas später eine Unterhaltung von Victoria mit ihrem Vater. O-Ton:" Woein Goldstück ist, da sind noch mehr.(jetzt kommts) Es ist KEIN Hund da, bloß zwei alteLeute und ein junges Frauenzimmer".
Tja, was meint Ihr zu dieser Quelle?
Ich denkeda können wir den Mann an der Friedhofsmauer, sowie den Mann, der die Kleine ein paarTagevorher ansprach, evtl. in die gleiche Ecke stellen.
Hecker trimmte m.E. seineAufzeichnungen zu sehr in die Richtung K.G. oder Raubmord, das war wohl zu dieser Zeitallgemein die Meinung, und er hat wohl nicht so gut recherchiert.
Denke er hattkeinerlei Akteneinsicht und die Tat lag bereits 30 Jahre zurück.

Bin heute eherzufällig im Nachbarort gewesen, das steht ein altes Bauernhaus, schon ca 40 Jahreunbewohnt, das von Bauweise und Alter ungefähr entspricht. Zweiflüglige Fenster,einensenkrechten Eisenstab in Mitte jedes Flügels und Fensterläden. Eisenstäbe sogar an denkleinsten Fenstern ca 40x40cm.
Bin am überlegen, ob dieses Haus irgendwie mit demGrundriss bzw. Zimmereinteilung ähnlichkeiten aufweist. Auf welcher seite war noch gleichder Grundriss von H.K.

Grüsse H


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Mordfall Hinterkaifeck

26.05.2007 um 21:31
@keller

Auch wirklich gute Argumente!

Ich für meinen Teil wollte nurgrundlegend gewisse Möglichkeiten anhand eines Psychogramms austaxieren.
Was istmöglich gewesen wenn...usw.

Die Morde selbst und vorallem Ihre Ausführung stehen(leider) noch einmal auf einem anderen Blatt Papier.
Gerade hier stossen wir wiederauf die Wiedersprüche, die Du gerade geschildert hast.

@Race

Klasse, dassDu von der Veranstaltung berichtest! Sind die Münchner Akten nun auch zur Ansicht fürjedermann freigegeben?
Gut, dass Du schreibst, Leuschner sei da in etwashineingeraten. Zuerst las ich sehr flüchtig und dachte dabei unwillkürlich an eine ganzandere Person. Ich war mit meinen Gedanken noch ganz im letztenBeitrag...;-))

Grüße, Kai


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Mordfall Hinterkaifeck

26.05.2007 um 21:44
@keller

Uui, Goethes leidender Werther in Hinterkaifeck! Ich glaube, hier wäre eszu keinem Mord gekommen. Vielmehr hätte er in Zoologie promovieren können, wenn er wiederabgereist wäre...;-))


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Mordfall Hinterkaifeck

26.05.2007 um 22:11
@oldschool70
Münchener Akten zur Einsicht, da bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, obdie
zur allgemeinen Einsicht freigegeben sind, aber Fragen kostet nichts.
Gesehenhab ich sie zumindest.
Der Leiter des Staastsarchives scheint mir auch sehr ungänglichzu
sein, ich hab ihn, muß ich gestehen erst mit dem Herrn Müller
K.a.D.verwechselt, eigentlich peinlich.


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Mordfall Hinterkaifeck

27.05.2007 um 07:34
@Race @all

Vielen Dank für Deine Infos.

Was sind denn das für"tabellarische Schriftstücke"?


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Mordfall Hinterkaifeck

27.05.2007 um 07:47
@AngRa

Gibt es eigentlich Bücher, die Du noch nicht gelesen hast? Früher habe ichalles gelesen, was mir in die Finger gekommen ist, heute langweilt es micheher.

Das mit dem "Hoppe Hoppe Reiter" find ich interessant und ich verstehenicht, warum Leuschner den Plagiatsvorwurf so abwiegelt. Ich finde er hat mit seinem Buchauch etwas eigenes geschaffen, also nicht nur von den Akten abgeschrieben, und da hat erein Recht darauf.

Der Tannöd wird im Spiegel Bestseller immer noch hoch gehandeltund gut besprochen, im Internet habe ich aber schon vernichtende Kritiken gelesen, auchvon Leuten, die vom Schreiben Ahnung haben.

Was mir aber am Leuschner eigentlichmißfällt, es sind viele Infos drin, die mich eigentlich nicht interessieren. DerGeburtstag von Staatsanwalt Popp etc. Die vielen Bilder vom Reingruber. ABER es scheintmir neutraler geschrieben, als das von Herrn Hecker. Ich kenne Hecker nur von hier, aberich gewinne auch den Eindruck, nicht unbedingt immer wertneutral. Oder seht Ihr dasanders?

Ich frage auch deswegen, habe gerade festgestellt, dass meine Freundin einKonto bei Click and Buy hat (wußte ich bis gestern nicht), und überlege, ob ich es mirkaufe. Ach was, ich kaufs mir.


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Mordfall Hinterkaifeck

27.05.2007 um 09:16
@keller

Ich denke mir, dass im Endeffekt die Tannöd-Autorin Schenkel von Leuschnerprovitiert, Leuschner aber genauso auch von Schenkel.
Beide zusammen haben diesesHinterkaifeck-Revival geschaffen. Plagiatsvorwürfe finde ich so gesehen etwas unpassend,ganz egal ob nun Schenkel etwas aus Leuschners Buch übernommen hat, oder nicht.

Pikant ist nun aber, dass auch der Hecker-Erbe seinerseits Leuschner vorwirft, erhabe von seinem verstorbenen Verwandten abgeschrieben...

Im finanzieller Hinsichtnützt dieser Plagiatscocktail aber wohl allen drei Schreiberlingen. Ganz nach dem Motto:"Schlechte Schlagzeilen sind besser, als gar keine."

Nette Inszenierung...


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Mordfall Hinterkaifeck

27.05.2007 um 09:27
@Race

Danke! Es handelte sich doch bei dieser "Ausstellung" nur um zwei oder dreiSchaukästen, die in der Vorhalle, unweit des Eingangs zum Lesesaal aufgebaut waren, oder?Die standen auch schon vor der Veranstaltung mit Leuschner in der Halle.
Grundsätzlichhatte aber Inhalt des Schaukastens mit dem alten Stich aus der Umgebung von Gröbernnichts mit dem Fall zu tun, da die Exponate weitaus älter waren, als derHinterkaifeck-Hof selbst.


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Mordfall Hinterkaifeck

27.05.2007 um 09:28
@oldschool70

Hallo Kai,

ich weiss nicht, ob du Tannöd gelesen hast, ichjedenfalls habe es und war bitter enttäuscht. Ohne Leuschner wäre Tannöd nie zu demBestseller geworden.

Ausserdem muss man zum Plagiatsvorwurf sagen, daß FrauSchenkel das erset Mal am 3.4.2007, also über ein Jahr nach Erscheinen der erstenAuflage, das erste Mal im Staatsarchiv in Augsburg war und damit nicht unterscheidenkonnte, was Realität und was Fiktion bei Leuschner ist.

Leuschner schreibt bei derEinführung zu seinem Buch, dass er sich strikt an die Fakten gehlaten hat und "nur an denVortagen des Mordes" fiktive Handlugen und Gespräche einfliessen lässt.

Wenn alsoFrau Schenkel solche fiktive Stränge in Tannöd aufgreift, so ist dies, rein rechtlich,Plagiat und muss bestraft werden.

Zum Plagiatsvorwurf von Herrn Hecker muss mansagen, dass hier erstmal bwiesen werden muss, was Leuschner abgeschrieben haben soll.Ansonsten gilt das Gleiche, was ich bzgl. Frau schenkel und Leuschner sagte.


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Mordfall Hinterkaifeck

27.05.2007 um 09:39
@keller
Ja, Leuschner schweift ob ab. Familienfotos von Herrn Reinguber und seineZeugnisse bringen uns nicht wirklich weiter.
Die Serie vom Hecker? Es ist ja schonjetzt absehbar, dass er als Täter Karl Gabriel aufbaut. Vielleicht war das der Geschmackder Zeit. Was haben wohl die Angehörigen von Karl Gabriel dazu gedacht? Sie haben wohlnichts gegen diese Artikel unternommen. Ihr Einfluss war wohl nicht starkgenug.

Das Tannöd-Buch gefällt mir überhaupt nicht. Es ist mir zu kurz,zwischendrin sind Gebete, die wohl einen Frömmigkeitsbezug vermitteln sollen. Ich lesedann doch lieber rein fiktive Kriminalromane.

Gestern habe ich wieder meineLieblingssendung "Kunst und Krempel" gesehen. Zufällig waren zwei Damen dort, die auseiner bayrischen Bauernfamilie stammen. Die hatten zur Schätzung einen Spiegel und eineKommode mitgebracht, die ihre Vorfahren während des Kriegs von Schlossbewohnern bekommenhatten, weil sie ihnen Lebensmittel vom Hof geben konnten. Die Stücke waren einigetausend Euro wert. Soviel nur zu dem Thema Bauern, Krieg und Lebensmittelpreise. Abervielleicht sollten sich hierzu mal Historiker melden, die sich sehr gut mit der Zeitauskennen.


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Mordfall Hinterkaifeck

27.05.2007 um 09:41
Hallo Sepp,

juristisch gesehen hast Du sicher recht. Ich fände es nur bedenklich,wenn es am Ende überhaupt nicht mehr um das Plagiat gehen würde, sondern nur noch umPR...

Ich habe Tannöd nicht gelesen, weil mir von verschiedenen Seiten davonabgeraten wurde. Grundsätzlich halte ich es aber durchaus für möglich, dass Textstellendaraus von Leuschner übernommen wurden.

Grüße, Kai


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Mordfall Hinterkaifeck

27.05.2007 um 09:51
Sepp,
"Grundsätzlich halte ich es aber durchaus für möglich, dass Textstellen darausbei Leuschner übernommen wurden" muss es natürlich heissen.


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Mordfall Hinterkaifeck

27.05.2007 um 10:03
@AngRa

Sorry, wenn ich mich einmische.
Waren die in "Kunst und Krempel"(übrigens auch eine meiner Lieblingssendungen) vorgestellten Stücke schon zu Kriegszeiteneinige tausend Euro wert, oder kam es erst in der jüngeren Vergangenheit zu dieserPreisentwicklung?


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