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Mord an Frauke Liebs

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Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

23.03.2020 um 19:20
BoobSinclar schrieb:Dieses Metaebenen-Genie, was ihr da konstruiert,
Da braucht man kein Genie für sein. Erst mal Land gewinnen, raus aus der Stadt, nach Nieheim. Weit (genug) weg vom Initialort, wo man den Täter womöglich kennt (natürlich nicht als "Täter"). Was soll daran "genial" sein?
BoobSinclar schrieb:Es gab weder konkrete Fahndungsaufrufe für den Hiemweg, noch für Nieheim.
Nieheim ist kein großer Ort, die umgebenden Dörfer noch kleiner. Da wurde buchstäblich fast jeder Stein umgedreht. Man fand aber nichts, jedenfalls nichts, was zum Täter führte.
BoobSinclar schrieb:Der oder die Täter sind auch keine Rechenschaft darüber schuldig, warum sie sich wie verhalten haben.
Diesen Satz von dir muss man erst mal sacken lassen. Der oder die Täter ist/sind zur Rechenschaft zu ziehen für dieses Verbrechen.
BoobSinclar schrieb:ich glaube, man verschliesst die Augen vor der Realität, wenn man hinter allem einen Sinn oder eine bestimmte Absicht vermutet.
Das Motiv für die Tat liegt im Dunkeln. Aber zu meinen es gebe keines, nur weil man keins sieht, ist schon ein wenig naiv.
schluesselbund schrieb:Davon ausgehend wäre eine Entführung die Voraussetzung. Ansonsten planen wenig bis gar kein Sinn ergibt. Das heisst Frauke wurde mit Gewalt in ein Fahrzeug gezerrt.
Eine Entführung ist unbestritten. Dafür ist keineswegs Voraussetzung, dass sie mit Gewalt in ein Fahrzeug gezerrt wurde. Diese Annahme, dass dies Voraussetzung für eine Entführung sei, ist völliger Quatsch. Mal ein Beispiel in anderem Kontext, Anhalterinnen, die vergewaltigt werden, steigen auch freiwillig zu. Allerdings nicht unter der Prämisse, vergewaltigt zu werden. So ist FL sicher nicht unter der Prämisse eingestiegen, entführt zu werden.
schluesselbund schrieb:Damit der Abgriff gelingt müsste dieser ganz in der Nähe von Fraukes Wohnung gelegen haben.
Auch diese Voraussetzung ist nicht zwingend.
schluesselbund schrieb:Ich schliesse eine Entführung aus.
Das ist der Knaller. Muss man eigentlich nichts weiter zu sagen.

Was du anscheinend nicht wahrhaben willst, (gerade) ein planender Täter kann eine für ihn günstige Gelegenheit abpassen und ansonsten durchaus Vorbereitungen treffen. Hier von einer ungeplanten Tat auszugehen, ist schon ziemlich unglaubwürdig. Aber gut, jeder wie er meint.


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Mord an Frauke Liebs

23.03.2020 um 19:34
@schluesselbund
Wenn Du, wie du schreibst, eine Entführung ausschliesst, woran glaubst Du dann?

Meinst Du, Frauke habe sich aus freiem Willen so lange eine "Auszeit" genommen. Kann ja wohl nicht sein!


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23.03.2020 um 19:48
Allgoria schrieb:Wenn Du, wie du schreibst, eine Entführung ausschliesst, woran glaubst Du dann?
An eine freiwilligen Zustieg. Und das ist was ganz anders als ein Entführung. Das es später zu einem Festhalten kam ist unbestritten.


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23.03.2020 um 20:20
@schluesselbund
Ach so! Okay. Ja, das kann klar sein. Wir wissen es eben nicht. Aber ich vermute auch fast, dass Frauke den Täter kannte, zumindest entfernt. Und dass sie dachte, keine Angst haben zu müssen, bei demjenigen ins Auto zu steigen.


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23.03.2020 um 20:34
sören42 schrieb:Mal ein Beispiel in anderem Kontext, Anhalterinnen, die vergewaltigt werden, steigen auch freiwillig zu. Allerdings nicht unter der Prämisse, vergewaltigt zu werden. So ist FL sicher nicht unter der Prämisse eingestiegen, entführt zu werden.
Ist das ein Vergleich? Wie viel Punkt hat der User?
Dass eine Anhalterin freiwillig ein Fahrzeug steigt ergibt sich aus dem Sachverhalt selbst. Frauke war auf dem Nachhauseweg, nicht beim Anhalten. Frauke war auch kein Kind, welches ein Übertäter einfach anlocken kann.
Im vorliegenden Fall gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder freiwilliger Zustieg, oder einen Gewaltsamen.
sören42 schrieb:Auch diese Voraussetzung ist nicht zwingend.
Zwingend wäre es nur dann nicht, wenn der Täter im Pub anwesend. Setzt da aber weiter genannt Gegebenheit voraus war.
sören42 schrieb:Das ist der Knaller.
Schön der lobenden Worte.
Anbei noch dies:
sören42 schrieb:Eine Entführung ist unbestritten.
Nur falls ich Knaller falsch verstanden habe.


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23.03.2020 um 21:15
schluesselbund schrieb:Dass eine Anhalterin freiwillig ein Fahrzeug steigt ergibt sich aus dem Sachverhalt selbst. Frauke war auf dem Nachhauseweg, nicht beim Anhalten.
Das habe ich auch nicht behauptet. Ich habe nur geschrieben: sie kann freiwillig in ein Fahrzeug gestiegen sein - und wurde trotzdem entführt. So, wie - nochmal für dich: anderer Fall (!) - eine Anhalterin, die später einem Verbrechen zum Opfer fällt, freiwillig in ein Fahrzeug des Täters steigt.
schluesselbund schrieb:könnte man von einem halbwegs planenden Täter sprechen. Und die Erkenntnisse der OFA wären wohl falsch.
Die OFA ging nie von keinem planenden Täter Typ aus. Wenn du andere Erkenntnisse hast, belege dies bitte.
Allgoria schrieb:Wenn Du, wie du schreibst, eine Entführung ausschliesst, woran glaubst Du dann?
Eben noch
schluesselbund schrieb:An eine freiwilligen Zustieg.
und jetzt...
schluesselbund schrieb:Im vorliegenden Fall gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder freiwilliger Zustieg, oder einen Gewaltsamen.
schluesselbund schrieb:Wie viel Punkt hat der User?
Du immer mit deinen Punkten, wie würdest du dich denn da selbst einordnen? :-)
Und noch was, die Kompetenz, selbst Punkte zu vergeben ...da bist du nun doch recht weit von weg, höflich gesagt.
Nur so als Hilfestellung, sollte dein Selbstbild über dich doch allzu sehr vom Fremdbild abweichen.


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23.03.2020 um 23:37
sören42 schrieb:Die OFA ging nie von keinem planenden Täter Typ aus.
Soll das derart formuliert die "suggestive" Schlussfolgerung vermitteln, dass die OFA alleinig von einem planenden Täter ausgeht?
Haben wir überhaupt darüber entsprechende Informationen? Also darüber, ob die OFA von einem planenden Täter oder einem nicht planenden Täter ausgeht (bzw. eines von beiden ausschließt)?
Mir ist das zumindest nicht bekannt, aber ich kenne sicherlich nicht alle Informationen.

Mein Eindruck bislang: Es gibt kaum verwertbare Indizien/Informationen, die eine tendenzielle und richtungsweisende Annahme begründen könnte. Weder in die eine, noch in die andere Richtung.
Und ganz wichtig: Letztendlich konnte noch immer keine "Annahme" sachdienlich (auch fiktiv durchdenkend) etwas zur Aufklärung wirklich beitragen.
Das ist bitter, ist aber eben auch ein beurteilender (übrigens auch logischer) Fakt.

Man kann somit nur hoffen, dass jemand mit tatrelevanten Wissen über das Internet auf diesen Thema aufmerksam wird und darüber initiiert an die entsprechenden Behörden weitere Hinweise liefert.


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23.03.2020 um 23:51
sören42 schrieb:BoobSinclar schrieb:
ich glaube, man verschliesst die Augen vor der Realität, wenn man hinter allem einen Sinn oder eine bestimmte Absicht vermutet.

Das Motiv für die Tat liegt im Dunkeln. Aber zu meinen es gebe keines, nur weil man keins sieht, ist schon ein wenig naiv.
Ich rede nicht von einem Motiv für die Tat. Ich rede von einem Motiv für jeden einzelnen Move, der sich während der Tat ereignet hat. Da würde ich nicht von ausgehen, dass jeder einzelne Move einen besonderes Motiv hatte, noch dazu ein im Vorhinein geplantes.
sören42 schrieb:BoobSinclar schrieb:
Der oder die Täter sind auch keine Rechenschaft darüber schuldig, warum sie sich wie verhalten haben.

Diesen Satz von dir muss man erst mal sacken lassen. Der oder die Täter ist/sind zur Rechenschaft zu ziehen für dieses Verbrechen.
Auch hier frage ich mich, ob Du - nicht zum ersten Mal, übrigens - absichtlich nicht verstehen willst, was andere sagen und stattdessen immer sofort mit einer vermeintlichen Moralkeule kommst, die jeglichen Ansatz konstruktiver Diskussion im Keim erstickt oder ob Du es wirklich nicht verstehst. Ich rede davon, dass die Täter weder sich selbst noch irgendeinem anderen gegenüber während der Tat zu irgendeiner Art von Logik und Konsequenz verpflichtet sind. Das ist im Wortsinne eine andere Art von Rechenschaft, als die Du meinst.

Wir machen hier den Fehler, in Retrospektive einen Sinn zu suchen, den es nicht gegeben haben muss. Für den es keine Indizien gibt. Es spricht, im Gegenteil, einiges dafür, dass wir es hier mit einem Täter zu haben, der ständig improvisiert hat, mal mehr, mal weniger durchdacht und intelligent. Das genau macht es eben so schwierig, einen Sinn, einen roten Faden oder ein Muster zu entdecken. Jede Art von Aussage über den Täter ist somit reine Spekulation. Wir wissen gar nichts. Und damit folgt, dass folgerichtig nichts ausgeschlossen werden kann.


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Mord an Frauke Liebs

24.03.2020 um 00:25
sören42 schrieb:eine Anhalterin, die später einem Verbrechen zum Opfer fällt, freiwillig in ein Fahrzeug des Täters steigt.
Und ich schreibe:
schluesselbund schrieb:Ist das ein Vergleich?
schluesselbund schrieb:Frauke war auf dem Nachhauseweg, nicht beim Anhalten.
Äpfel und Birnen ist doch nicht das Gleich. Oder?
sören42 schrieb:Die OFA ging nie von keinem planenden Täter Typ aus. Wenn du andere Erkenntnisse hast, belege dies bitte.
Ist mir nicht bekannt ob die OAF von einem planenden oder nicht planenden Täter aus geht. Und habe dazu auch nichts geschrieben.
Aber vielleicht magst du mir dazu was schreiben.
sören42 schrieb:und jetzt...
Einfach nur Droll.
sören42 schrieb:Du immer mit deinen Punkten, wie würdest du dich denn da selbst einordnen? :-)
Du selber loben stinkt. Und zudem weiss ich es selber nicht.
sören42 schrieb:...da bist du nun doch recht weit von weg, höflich gesagt.
Genau so höflich wie du.
sören42 schrieb:ist völliger Quatsch.
sören42 schrieb:Nur so als Hilfestellung, sollte dein Selbstbild über dich doch allzu sehr vom Fremdbild abweichen.
Da brauch ich wirklich Hilfestellung: Verstehe ich nicht was du meinst.


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Mord an Frauke Liebs

24.03.2020 um 14:21
BoobSinclar schrieb:Das ist aber doch so oder so gar nicht der Fall gewesen. Es gab weder konkrete Fahndungsaufrufe für den Hiemweg, noch für Nieheim. Was würden die auch für einen Sinn machen? "Wer hat Frauke Liebs gesehen? Bitte nur Hinweise auf Nieheim!". Das macht doch also überhaupt keinen Unterschied. Und Sinn macht es auch nicht.
Ohne SMS und Anrufe hätte es aber doch einen konkreten Aufruf für die fragliche Zeit insbesondere für die möglichen Heimwege gegeben, und der blieb aus. Und eventuell dachte der Täter ja auch, der Zustieg/Abgriff sei von irgendwem bemerkt worden, und es kam deshalb zur SMS?
BoobSinclar schrieb:Nein, das muss alles überhaupt keinen Sinn gemacht haben. Schon gar nicht einen, der nur in der Rückschau sich erschliesst. Der oder die Täter sind auch keine Rechenschaft darüber schuldig, warum sie sich wie verhalten haben. Die haben sich halt verhalten. Und ich glaube, man verschliesst die Augen vor der Realität, wenn man hinter allem einen Sinn oder eine bestimmte Absicht vermutet.
Na klar, alles aus lauter Jux und Dollerei, so ein Risiko bei den Transporten und den Kontaktaufnahmen, die ja letztlich auch einen zusätzlichen zeitlichen Aufwand erforderten. Der Täter muss kein alles durchdacht habendes Genie gewesen sein, aber ganz blöd war er mit Sicherheit auch nicht.


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Mord an Frauke Liebs

24.03.2020 um 15:19
@rayden

Ich meint zwar weiter vorne gelesen zu haben, dass Frau Liebs aktiv wurde, und eine Vermisstenanzeige startete. Klar es ist immer noch ein Unterschied ob Frau Liebs oder die Polizei aktiv werden.

Also das müsste schon ein ganz ganz genialer Täter gewesen sein, welcher mit den Kontaktaufnahmen den Zustieg/Abgriff zwecks bemerkt werden verhindern wollte. Zumal diese Kontaktaufnahmen auch ein gewisses Risiko beinhalten.


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24.03.2020 um 16:35
rayden schrieb:Na klar, alles aus lauter Jux und Dollerei, so ein Risiko bei den Transporten und den Kontaktaufnahmen, die ja letztlich auch einen zusätzlichen zeitlichen Aufwand erforderten. Der Täter muss kein alles durchdacht habendes Genie gewesen sein, aber ganz blöd war er mit Sicherheit auch nicht.
Wo genau habe ich etwas von "Jux und Dollerei" geschrieben? Du sagst es doch selbst, man muss keinen Masterplan für jede Eventualität haben, die man dann abarbeitet. Und man muss auch nicht völlig ungeplant irgendwas machen, Aber die Abstufung dazwischen ist doch das relevante. Was ist der grobe Plan und was eine spontane Reaktion, eine Improvisation innerhalb des Planes und/der ausserhalb.

Wenn man unterstellt, schon die sms aus Nieheim sei ein Ablenkungsmanöver vom Initialort, heisst das doch schonmal folgerichtig, dass irgendwas nicht "nach Plan" lief, sonst bedürfte es ja keines Ablenkungsmanövers. Das gleiche gilt dann für die Ablenkung von Nieheim.

Oder man unterstellt, Nieheim als Ablenkung sei schon Teil des Planes von Anfang gewesen, dann ist aber die Reaktion auf die Veröffentlichung von Nieheim, nämlich Telefonate von woanders als Ablenkung von Nieheim, kein Bestandteil dieses Planes mehr. Ergo: Der Plan ist gar kein minutiöser. Sondern ein stets angepasster.
rayden schrieb:Ohne SMS und Anrufe hätte es aber doch einen konkreten Aufruf für die fragliche Zeit insbesondere für die möglichen Heimwege gegeben, und der blieb aus.
Da wäre ich mir jetzt nicht so sicher, ob der Ausblieb bzw., ob das überhaupt irgendeine Relevanz hat. Es gab Aufrufe über eine vermisste Frauke und ich würde mich wundern, wenn da ein besonderer Akzent auf Nieheim lag. Es ging darum, dass Sie vermisst wird, wo sie zum letzten Mal gesehen wurde und von wo die sms kam.

Ich kann der Theorie, man habe versäumt, den Initialort angemessen zu kommunizieren oder zu ermitteln, so gar nicht folgen. Sie ist da verschwunden, wo sie verschwunden ist und wenn da jemandem was aufgefallen ist, dann wird er nicht denken, "ach nee, die hat ja aus Nieheim gefunkt, kann ja gar nicht sein." So funktioniert Öffentlichkeitsfahnung nicht und so funktionieren Zeugenaussagen nicht. Rebecca Reusch ist ja auch vermeintlich in Polen gesehen worden, obwohl die Ermittler davon ausgehen, dass sie tot ist. Da sagt ja auch kein Zeuge, "kann ja nüsch sein, is ja tot".


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Mord an Frauke Liebs

24.03.2020 um 17:52
BoobSinclar schrieb:Ich kann der Theorie, man habe versäumt, den Initialort angemessen zu kommunizieren oder zu ermitteln, so gar nicht folgen. Sie ist da verschwunden, wo sie verschwunden ist und wenn da jemandem was aufgefallen ist, dann wird er nicht denken, "ach nee, die hat ja aus Nieheim gefunkt, kann ja gar nicht sein." So funktioniert Öffentlichkeitsfahnung nicht und so funktionieren Zeugenaussagen nicht. Rebecca Reusch ist ja auch vermeintlich in Polen gesehen worden, obwohl die Ermittler davon ausgehen, dass sie tot ist. Da sagt ja auch kein Zeuge, "kann ja nüsch sein, is ja tot".
Soweit ich mich entsinne, stand in der ersten Vermisstenmeldung, die im Internet veröffentlicht wurde bereits Nieheim als Absendeort. Keine Ahnung, ob die Artikel noch verfügbar oder hier archiviert sind, aber ich meine, es wäre lediglich ein allgemeiner Aufruf gewesen, eben dass sie den Pub verließ mit Ziel Borchener Str. ohne Hausnummer (die ja auch sehr lang ist, und es demzufolge alle Routen gen Süd-Westen sein konnten), und um 0.49 oder so eine SMS aus Nieheim schickte. Hätten sich damit Leute, die sich im fraglichen Zeitraum auf den möglichen Heimwegen aufgehalten haben, angesprochen gefühlt? Doch allenfalls, wenn sie einen unfreiwilligen Zustieg bemerkt hätten, mehr auch nicht. Und wie bereits gesagt, muss der Täter ja auch nicht davon ausgegangen sein, dass niemand etwas bemerkt hat, vielleicht dachte er, er sei gesehen worden, und improvisierte deshalb SMS und Kontakte?


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24.03.2020 um 17:54
schluesselbund schrieb:Also das müsste schon ein ganz ganz genialer Täter gewesen sein, welcher mit den Kontaktaufnahmen den Zustieg/Abgriff zwecks bemerkt werden verhindern wollte. Zumal diese Kontaktaufnahmen auch ein gewisses Risiko beinhalten.
Wie gesagt, irgendeinen Zweck wird dieser Aufwand gehabt haben, dass FL nochmal mit ihren Liebsten telefoniert und sich quasi verabschiedet, kann ich mir als Motivation nicht vorstellen.


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Mord an Frauke Liebs

24.03.2020 um 18:47
rayden schrieb:Wie gesagt, irgendeinen Zweck wird dieser Aufwand gehabt haben, dass FL nochmal mit ihren Liebsten telefoniert und sich quasi verabschiedet, kann ich mir als Motivation nicht vorstellen.
Da stimme ich dir natürlich völlig zu. Und eigentlich gibt es gar nicht soviel rationale wie logisch Gründe für die Kontaktaufnahme.
schluesselbund schrieb am 16.03.2020:Aus meiner Sicht liegen ihr 3 Möglichkeiten vor.

1. Sexualdelikt. Kann spontan sein. Und trifft wohl in vielen Fällen zu. Weiter ergebene die Kontaktaufnahmen keinen Sinn. Und auch ein längeres Festhalten würde ich als aussergewöhnlich sehen. Eine Wiederholungstat darf nicht ausseracht gelassen werden. Meine Einschätzung : Trifft nicht zu. So gut wie ausgeschlossen.
2. Racheakt. Ihr wäre eine Entführung anzunehmen. Kann auch spontan sein. Weil sich einfach dazu die Gelegenheit bot. Die Kontaktaufnahmen passen da bestens hin. Eine Wiederholungstat ist nicht gegeben. Da dem Opfer und seinem Umfeld Schaden zugefügt wurde. Allerdings konnte sowas nicht ermittelt werden. Und wenn es dann sein muss, geringe Vorbereitung. Jedenfalls nicht auffallend. Meine Einschätzung: Möglich. Vermutlich wenig wahrscheinlich.
3. Allmachtphantastischer Täter. Spontantat. Opfer zufällig. Freiwilliger Zustieg in ein Fahrzeug. Kontaktaufnahmen sind unumgänglich. Wiederholungsgefahr möglich. Jemand hat geschrieben nach der Tat hat sich der Bann gelöst. Meine Einschätzung: Höchst wahrscheinlich möglich. Bis hin zu wenig zweifel.


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24.03.2020 um 18:48
rayden schrieb:Hätten sich damit Leute, die sich im fraglichen Zeitraum auf den möglichen Heimwegen aufgehalten haben, angesprochen gefühlt?
Kurzfassung? Ja.

Wie gesagt, die Leute, die da angesprochen werden sind keine Hobbydetektive, studierten Allmy-Kriminalisten, die nach jedem Staubkörnchen zwischen den Zeilen suchen. Die wird vermisst? Ah, hab ich doch Dienstag noch in der Stadt gesehen. Nicht: Hab ich noch in der Stadt gesehen, aber stimmt, da war ja eine sms aus Nieheim, das kann ja gar nicht sein. Du über- und unterschätzt solche Zeugenaufrufe gleichermaßen.
rayden schrieb:Und wie bereits gesagt, muss der Täter ja auch nicht davon ausgegangen sein, dass niemand etwas bemerkt hat, vielleicht dachte er, er sei gesehen worden, und improvisierte deshalb SMS und Kontakte?
Das macht doch für denjenigen, der da was gemerkt haben könnte, keinen Unterschied, ob der Täter denkt, da hat jemand was gemerkt oder nicht?! Und ich habe das als Zeuge doch nicht NICHT gemerkt, nur weil ich Tage später - vielleicht - mitbekomme, da kam noch ne sms von Sonstwoher. Das ändert weder an meiner Wahrnehmung, noch an meinem Urteilsvermögen irgendwas.

Deswegen halte ich das ganze Konstrukt mit der Ablenkung vom Heimweg als Initialort für eine Sackgasse. Eine später folgende Ablenkung von Nieheim halte ich für realistischer. Vielleicht ist ja eben auch Nieheim dieser omniöse Initialort, zu dem der Täter einen besonderen Bezug hat. Wie ja auch die Polizei vermutet. Nur weil da nichts gefunden wurde, heisst ja nicht, dass da nichts war/ist.


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Mord an Frauke Liebs

24.03.2020 um 20:26
BoobSinclar schrieb:Eine später folgende Ablenkung von Nieheim halte ich für realistischer.


Selbst das halte ich für unwahrscheinlich. Bis auf die ersten zwei Kontaktaufnahmen wurden alle aus den Gewebegebiet geführt. Wenn man schon von Initialort spricht, wäre eher das Gewerbegebiet als solches anzunehmen. Frauke soll 3 mal gesagt haben, ich bin in Paderborn. Was auch die Funkzellenauswertung ergeben hat.
BoobSinclar schrieb:Deswegen halte ich das ganze Konstrukt mit der Ablenkung vom Heimweg als Initialort für eine Sackgasse.
Ausgehend davon, dass die erste SMS von Frauke versandt wurde, wovon auch die OFA ausgeht, kann ja diese SMS gar nicht als Ablenkung für den Heimweg versandt worden sein. Ja und von was soll dann die zweite SMS ablenken?

Mir ist kein einziger Kriminalfall bekannt, bei welchem Kontaktaufnahmen als Ablenkung auszumachen waren. Zumal aus den SMS eine Ablenkung in keiner Form erkennbar ist. Schon eigenartig wie man genau in diesem Fall eine Ablenkung von was auch immer feststellen will.

Warum überhaupt sollte der Täter Ablenken wollen? Ohne Kontaktaufnahme kein Ablenkung. Das wäre logisch.


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Mord an Frauke Liebs

24.03.2020 um 20:46
schluesselbund schrieb:Mir ist kein einziger Kriminalfall bekannt, bei welchem Kontaktaufnahmen als Ablenkung auszumachen waren. Zumal aus den SMS eine Ablenkung in keiner Form erkennbar ist. Schon eigenartig wie man genau in diesem Fall eine Ablenkung von was auch immer feststellen will.
Absolut. Vor allem: Was hindert den Täter, wenn er denn die sms bzw. die Anrufe so gescriptet und vorgegeben hat, daran, sich Texte und Aussagen zu überlegen, die ein freiwilliges Verschwinden ein bisschen plausibler erscheinen lassen, wenn er doch - wie es hier postuliert wird, vorhatte, das über einen längeren Zeitraum ungestört durchzuziehen. Das ständige Ankündigen einer Rückkehr, die dann doch nicht kommt, ist doch unfassbar dämlich vor dem Gesichtspunkt der Ablenkung.

Und das Quälen der Angehörigen macht für mich auch nur sehr bedingt Sinn. Wenn ich größtmögliches Drama anrichten will, lass ich doch z.B. die Mutter anrufen und leiden. Und nicht den Mitbewohner.

Nein, wir unterstellen da viel zuviel Absicht und viel zu viel vorausgedachte Klarheit der einzelnen Handlungen. Genau das wenig stringente, unlogische, sich völlig widersprechende Handeln des Täters macht den Fall so unfassbar kompliziert. Will ich Sicherheit, lass ich Frauke nicht telefonieren. Will ich manipulieren, lass ich doch nicht dreimal aus der selben Funkzelle und will ich quälen, nehme ich einen anderen Ansprechpartner.


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Mord an Frauke Liebs

24.03.2020 um 21:38
BoobSinclar schrieb:Kurzfassung? Ja.
Das denke ich nicht. Mit dieser viel zu groben Angabe fühlten sich mE nicht unbedingt Leute angesprochen, die sich zur fraglichen Zeit am Heimweg aufgehalten haben. Auch mussten sie sich nicht unbedingt so gut in PB auskennen, dass sie überhaupt wussten, dass sie sich auf der Heimroute befanden. Dass sie sich die Mühe gemacht hätten, nachzuschauen, kann ich mir nicht vorstellen.
BoobSinclar schrieb:Das macht doch für denjenigen, der da was gemerkt haben könnte, keinen Unterschied, ob der Täter denkt, da hat jemand was gemerkt oder nicht?! Und ich habe das als Zeuge doch nicht NICHT gemerkt, nur weil ich Tage später - vielleicht - mitbekomme, da kam noch ne sms von Sonstwoher. Das ändert weder an meiner Wahrnehmung, noch an meinem Urteilsvermögen irgendwas.
An etwas Harmloses erinnert man sich eventuell noch am Tag danach, aber dann ist es irgendwann weg.
Jedenfalls sind das für mich bessere Ansätze als gar kein Motiv für SMS und Anrufe, warum hätte es so etwas Einzigartiges dann geben sollen?


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Mord an Frauke Liebs

24.03.2020 um 22:42
Nachtrag:
Die weiteren Kontakte machen für mich absolut den Eindruck, als wären sie die Antwort auf den öffentlichen Aufruf an FL sich zu melden gewesen, denn sehr zeitnah nachdem dieser im Internet publik wurde, kam sie dem nach, und das auch noch aus entgegengesetzter Richtung zu Nieheim von PB aus, allerdings viel näher dran. Insofern steht da in erster Linie das Motiv für die erste SMS zur Disposition.


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