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Mord an Frauke Liebs

98.708 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

24.06.2026 um 10:07
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Es ging mir um den von mir zitieren Teil, ich sehe da nicht zwangsläufig "Mordmerkmale".
Ein verwerflicher Zweck aufgrund Verdeckung der Tat ist aus meiner Sicht gewiss nicht aussichtslos in einer möglichen Begründung. Freiheitsberaubung wird wohl auf jeden Fall vorgelegen haben.


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Mord an Frauke Liebs

24.06.2026 um 10:10
Zitat von Covid-19aCovid-19a schrieb:Wenigstens dies wird doch wohl in diesem Kriminalfall Anwendung finden.
Eine Entführung wird wieder schwerer zum nachweisen sein, da ein Täter sicherlich behaupten wird, dass Frauke zu Beginn freiwillig mitging.


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Mord an Frauke Liebs

24.06.2026 um 18:18
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Die Frage wird eher sein, kann ich eine abschließende Beweiskette führen, dass die Person tatsächlich Frauke in ihrer Gewalt hatte. Aufgrund der langen Zeitspanne kommen diesbezüglich nur die vom Täter gewählten Örtlichkeiten in Frage, an denen Frauke gefangen gehalten wurde. Hier kommen wohl nur Wohngelegenheiten in Frage, die wenig durch umliegende Anwohner frequentiert sind. Weiterhin ein Objekt im Industriegebiet und abschließend ein entsprechend großes Fahrzeug. Nachdem jedoch ein Anruf am Nachmittag geführt wurde, gehe ich fast von einem Industrieobjekt oder eben ein Fahrzeug aus.
Ich könnte mir u.a. auch gut Wohnmöglichkeiten vorstellen, an die man mit Auto gut ranfahren kann oder mit Tiefgarage, aus der man ungesehen mit Fahrstuhl vor die Wohnung fahren kann. Ein Kastenwagen würde reichen. Insbesondere dann, wenn man zu zweit agiert hat. Frauke war ja sehr kooperativ und die Täter hatten nicht so viel zu befürchten, erst am Schluss, als Frauke klar wurde, dass sie nicht überleben wird. Und selbst da, kooperierte sie und zeigte sich zugewandt und vielleicht noch auf Mitgefühl hoffend, anstatt zu sagen, wenn ich schon sterben muss, dann wenigsten, weil ich die Namen verraten habe.

Da müsste man jetzt wissen, welche Wohnungen, Autos und nutzbaren Objekte von Personen aus dem sozialen Umfeld Fraukes sind denn wann damals gründlich durchsucht worden? Und was würde man heute noch finden?
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Mitwisser ja, aber bei Beteiligten an einem Morddelikt ist das nicht möglich. Hier müsste die Person z. B. lediglich bei der Verbringung der Leiche beteiligt gewesen sein. Wäre diese jedoch über die ganze Zeit der Festhaltung involviert gewesen, würde wohl auch bei dieser ein Mordmerkmal greifen, selbst wenn die Tötung von dieser Person selbst nicht ausgeführt wurde.
Mitwisser, weil sie bei der Verbringer der Leiche halfen, sind für mich auch Beteiligte. Mitwisser, die im Nachhinein vom Täter über die Tat Sachverhalte erfahren haben, sind eben auch Zeugen und Hinweisgeber. Mitwisser, die die ganze Zeit oder auch nur teilweise bei der Festhaltung involviert waren, sind mAn Täter.

Hr Waschkies hat sein Angebot so formuliert:
Zeugen dürfen sich immer melden, sie haben nichts zu befürchten, sofern sie nicht bewusst die Unwahrheit sagen. Bei Mitwissern, die tatsächlich beteiligt gewesen sind an der Tat, zum Beispiel weil sie bei der Beseitigung der Leiche dabei waren, droht immer noch eine Strafe. Aber wenn sich so jemand jetzt an die Polizei wendet, dann wäre die Kronzeugenregelung zu berücksichtigen. Ich als Staatsanwalt wäre da besonders großzügig und das Gesetz sieht auch vor, dass in extremen Fällen sogar von Strafe abgesehen werden kann – dann nämlich, wenn das Wissen so wichtig für die Klärung des Falls gewesen ist, dass eine Bestrafung dieser Person nicht mehr angemessen erscheint.
Quelle: https://www.stern.de/panorama/verbrechen/frauke-liebs/fall-frauke-liebs---staatsanwalt-waschkies-ueber-den-unbekannten-taeter-32926062.html?utm_source=chatgpt.com

Zu Mitwissern und Zeugen sagt er in dem o.g. Artikel übrigens das:
Insbesondere die regelmäßigen Fahrten mit Frauke sind für einen berufstätigen Menschen schwierig umzusetzen. Es war ein logistischer Aufwand, immer wieder mit ihr loszufahren. Gut möglich, dass es jemanden gibt, der deswegen etwas beobachtet hat. Vielleicht hat auch jemand mitgeholfen.
Ich meine, wenn man so eine Last mit sich herumträgt, dann brennt das auf der Seele und belastet einen. Und das kann man vielleicht ein paar Jahre für sich behalten, aber ich glaube, dass irgendwann der Punkt erreicht ist, wo man sich offenbart, um sich diese Last von der Seele herunterzureden.
Ich will, dass die Leute darüber sprechen, dass Leute sich umhören, dass die Beteiligten dann vielleicht doch verdächtige Bemerkungen machen, dass sich da vielleicht einer verplappert. Das ist meine Hoffnung als Staatsanwalt. Letztendlich sind wir in diesem Fall immer eine gute Zeugenaussage von der Klärung entfernt.
Und wen er da besonders anspricht, benennt er so:
Ich suche vor allem Leute, die sich im Bekannten- oder Familienkreis verdächtig geäußert haben.
Jetzt kann man natürlich spekulieren, wie schon oft, in welcher Konstellation es Zeugen, Mitwisser, Mittäter und Tatbeteiligte usw geben könnte und an wen das Angebot der Kornzeugenregelung adressiert war. Hr Waschkies geht ja offenbar schon davon aus, dass es Mitwisser und mglw Beteiligte gibt, die eben durchaus aus Fraukes sozialem Umfeld stammen. Wenn denn jemand berufstätig ist, ist eine solche Entführung schwer alleine zu organisieren. Also wer aus dem sozialen Umfeld, frei spekuliert, könnte berufstätig gewesen sein und sich gegenseitig unterstützt und geholfen und gedeckt haben? Das müssten dann ja so zwei bis vier Personen gewesen sein, um eine Woche rund um die Uhr abgedeckt zu bekommen.

Hat sich in letzter Zeit jemand verplappert?


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Mord an Frauke Liebs

24.06.2026 um 18:56
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Mitwisser, weil sie bei der Verbringer der Leiche halfen, sind für mich auch Beteiligte. Mitwisser, die im Nachhinein vom Täter über die Tat Sachverhalte erfahren haben, sind eben auch Zeugen und Hinweisgeber. Mitwisser, die die ganze Zeit oder auch nur teilweise bei der Festhaltung involviert waren, sind mAn Täter.
Diese Regelung gibt es z. B. in den USA, wo jede Beteiligung an einem Tötungsdelikt mit der Tat selbst gleichgesetzt wird. Andererseits schließt jedoch diese strafrechtliche Verfahrensweise auch Türen, da man so als einer dieser Personen genau weiß, dass mein Strafmaß bei einer Aussage zwar minder ausfallen wird, jedoch sich immer noch in einem hohen Bereich bewegen wird.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Das müssten dann ja so zwei bis vier Personen gewesen sein, um eine Woche rund um die Uhr abgedeckt zu bekommen.
Zwei Personen können noch ein Geheimnis behalten, aber bei vier Personen, besonders wenn sie nicht in einem direkten Verwandtenverhältnis stehen, ist die Gefahr sehr groß, dass Informationen an Dritte, vielleicht auch unbedacht, fließen können. Gerade bei einem Freundeskreis geht das Leben im Laufe der Jahre in verschiedene Richtungen. Neue Freundschaften werden gebildet und Familien gegründet. Selbst das Lebensumfeld kann sich nicht mehr auf einen regionalen Bereich erstrecken. Deshalb gehe ich davon aus, dass wenn die Tat wirklich nicht durch einen Einzeltäter geschah, es höchstens nur noch einen Mittäter, sei es nun männlich oder weiblich, gibt.

Für mich ergeben die Geschehnisse auch nur einen Sinn, wenn diese im direkten Umfeld von Frauke aufzuklären sind und einen direkten Bezug auf eine Handlung hatten, die im Vorfeld geschehen ist, die den Täter, mit möglicher Unterstützung, einen solchen Plan verwirklichen ließ. Ich stelle mir dann die Frage, wenn es wirklich so ein Konstrukt ist, ob die Tatausführung im vollen Umfang so geplant war oder sich erst an diesem Abend, aufgrund von dynamischen Geschehnissen, sich so entwickelt hat.


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Mord an Frauke Liebs

24.06.2026 um 20:44
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:da man so als einer dieser Personen genau weiß, dass mein Strafmaß bei einer Aussage zwar minder ausfallen wird, jedoch sich immer noch in einem hohen Bereich bewegen wird.
Ich verstehe das sehr deutliche Angebot von Herrn Waschkies da anders.
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Zwei Personen können noch ein Geheimnis behalten, aber bei vier Personen, besonders wenn sie nicht in einem direkten Verwandtenverhältnis stehen, ist die Gefahr sehr groß, dass Informationen an Dritte, vielleicht auch unbedacht, fließen können. Gerade bei einem Freundeskreis geht das Leben im Laufe der Jahre in verschiedene Richtungen.
Das ist denkbar, ja. Es kann aber auch anders sein. Wie ist das denn im Freundeskreis von Frauke so, haben sich die Freundeskreise da auseinander gelebt? Ein gemeinsames Geheimnis kann auch zusammen schweißen. Es kann eine Person gewesen sein oder auch zwei oder mehr. Zwei Personen, die berufstätig und sozial eingebunden sind, und 7 Tage am Stück für 24 Std tägl, eine Geisel bewachen, das fiele auf. Bei drei oder vier Personen wäre das nicht ganz so auffällig. Aber wir wissen es nicht.
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Für mich ergeben die Geschehnisse auch nur einen Sinn, wenn diese im direkten Umfeld von Frauke aufzuklären sind und einen direkten Bezug auf eine Handlung hatten, die im Vorfeld geschehen ist, die den Täter, mit möglicher Unterstützung, einen solchen Plan verwirklichen ließ. Ich stelle mir dann die Frage, wenn es wirklich so ein Konstrukt ist, ob die Tatausführung im vollen Umfang so geplant war oder sich erst an diesem Abend, aufgrund von dynamischen Geschehnissen, sich so entwickelt hat.
Ich vermute auch, dass eine solche Tat eher nur im näheren sozialen Umfeld von Frauke stattgefunden haben kann. Man wusste wann Frauke wo ist und man war scheinbar informiert, über Aktionen im Umfeld, so dass man sich zb für Telefonate entschied, um Ruhe in die Situation zu bringen, Zeit zu gewinnen. Und ich denke, es war eher eine ungeplante und ungewollte Tat, die aus einer angespannten Situation heraus eskalierte. Ich denke auch, es ging dabei um die Beziehungsdynamik zu Frauke, die irgendwie entglitt und der Täter die Kontrolle zurück gewinnen wollte. Dann holte er sich irgendwie Hilfe, falls diese nicht sogar schon anwesend war.


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Mord an Frauke Liebs

25.06.2026 um 08:24
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Wenn man es nicht versucht, kann man den Täter auch nicht finden.
@darkstar69
Ich glaube, anscheinend im Gegensatz zu einigen hier, dass in diesem Fall nach Kräften alles
unternommen worden ist.
Dass der "Täter den Ermittlern sehr wahrscheinlich gegenübergesessen hat", ist doch nur eine Vermutung.
Ich denke nicht, dass Östermann einen der Befragten direkt gemeint hat.
Es ist ja sinnvoll ein dieser Situation so eine Feststellung zu veröffentlichen. Damit soll wahrscheinlich erreicht
werden, dass der Täter, sollte er befragt worden sein, nervös wird. Oder dass ein Mitwisser nervös wird.
Ich sehe darin nicht mehr als eine aus Verzweiflung geborene Taktik.
Aber ich verstehe natürlich, dass unter dem Krimiaspekt solche Aussagen sehr hoch gewichtet werden.
So als hätte man den Täter fast gehabt, musste ihn aber entwischen lassen.


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Mord an Frauke Liebs

25.06.2026 um 09:09
@FrauZimt

Da stimmen wir ausnahmsweise mal überein ;) Das soll angeblich ein typischer Kripospruch sein, wenn man nix, aber auch rein gar nix in der Hand hat und komplett verzweifelt ist, was die Ermittlungssituation und Spurenlage angeht.


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25.06.2026 um 11:08
Zitat von FrauZimtFrauZimt schrieb:Damit soll wahrscheinlich erreicht
werden, dass der Täter, sollte er befragt worden sein, nervös wird. Oder dass ein Mitwisser nervös wird.
@FrauZimt
Wenn das Taktik wäre, dann würde man aber nicht vorher sagen, das man Hunderte Personen überprüft hat und leider nichts gegen einen von diesen in der Hand hat. Das man glaubt, dem Täter schon gegenüber gesessen zu haben heißt ja nur, das von allen diesen Personen, die man eigentlich ausgeschlossen hat, eine der Täter sein könnte. Der Täter könnte also jeder sein.
Entweder weil er ein guter Lügner ist oder die Ermittler einfach nicht so schlau wie mancher sich das wünschen würde.


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Mord an Frauke Liebs

25.06.2026 um 11:47
Zitat von Dr.EdelfroschDr.Edelfrosch schrieb:Wenn das Taktik wäre, dann würde man aber nicht vorher sagen, das man Hunderte Personen überprüft hat und leider nichts gegen einen von diesen in der Hand hat. Das man glaubt, dem Täter schon gegenüber gesessen zu haben heißt ja nur, das von allen diesen Personen, die man eigentlich ausgeschlossen hat, eine der Täter sein könnte. Der Täter könnte also jeder sein.
@Dr.Edelfrosch
Richtig. Es geht doch gerade um diesen Personenkreis.
Der Ermittler würde doch nicht sagen "Wir haben einen Teil überprüft und einen Teil nicht so ganz und
darunter ist vermutlich der Täter".

Es wird darum gegangen sein den Täter, sollte er befragt und aktenkundig geworden sein, zu verunsichern.
Und nicht nur den, sondern auch evtl. Mitwisser.
Wenn also Eltern ahnen, dass ihr Sohn mit Fraukes Verschwinden zu tun gehabt haben könnte
(sie müssen ja nicht einmal davon ausgehen, dass er für ihren Tod verantwortlich ist), ihrem Sohn einen Schubs geben:
Hast du damals ALLES gesagt?
Ich denke die Ermittler wollten nochmal den Befragten aufrütteln, verunsichern, nervös machen.
Z.B. könnte ja auch jemand nicht gesagt habe was er weiss, um den Täter zu schützen.


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Mord an Frauke Liebs

25.06.2026 um 14:05
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Diese Regelung gibt es z. B. in den USA, wo jede Beteiligung an einem Tötungsdelikt mit der Tat selbst gleichgesetzt wird. Andererseits schließt jedoch diese strafrechtliche Verfahrensweise auch Türen, da man so als einer dieser Personen genau weiß, dass mein Strafmaß bei einer Aussage zwar minder ausfallen wird, jedoch sich immer noch in einem hohen Bereich bewegen wird.
In den USA wird sowas ja meist per Plea Deal 'geregelt'. Da ist alles möglich. Mit Deal Straffreiheit oder wenige Jahre Haft, bei Ablehnung des Deals Life without Parole. Das ist allerdings eine Vorgehensweise, die wir hier in Deutschland sicherlich nicht haben wollen.


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Mord an Frauke Liebs

26.06.2026 um 12:35
Zitat von Dr.EdelfroschDr.Edelfrosch schrieb:Das man glaubt, dem Täter schon gegenüber gesessen zu haben heißt ja nur, das von allen diesen Personen, die man eigentlich ausgeschlossen hat, eine der Täter sein könnte. Der Täter könnte also jeder sein.
Entweder weil er ein guter Lügner ist oder die Ermittler einfach nicht so schlau wie mancher sich das wünschen würde.
Der Täter könnte jeder sein?
Das bezieht sich aber nur auf männliche Verdächtige.
Ich lasse mich gern berichtigen aber ich kenne keinen weiblichen Entführungsfall in Deutschland.
Wenn sich also W+M zusammen getan hätten, könnte so vielleicht die angenommene Lücke ausgenutzt worden sein.
So könnte ich mir schon vorstellen das an der Aussage dem Täter gegenüber gesessen zu haben etwas dran sein könnte aber man kann ihm nix.
Rein theoretisch hätte ein männlicher Täter mit weiblicher Entführungshilfe dann sogar merkwürdiges , auffälliges Verhalten nach Fraukes Tod an den Tag legen können, ohne das man ihm was kann.


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Mord an Frauke Liebs

26.06.2026 um 12:53
(Fremde) Mitwisser die nicht mit der Tat zu tun haben, mitgeholfen haben oder selbst involviert waren, wird es sicherlich nicht geben das ist Wunschdenken. Das hätte derjemand doch sicherlich schriftlich Anonym oder sonstwie schon mitgeteilt. Etwaige Helfer oder Tatbeteiligte (wo ich immer noch glaube dass es sie nicht gibt) würden doch niemals sich selbst ans Messer liefern.

Es muss irgendwas geben warum die Staatsanwaltschaft sowas sagt. Genau so wie das was Frau Liebs sagt dass manches in den Akten komisch erscheint.

Aber da wir davon gar nichts wissen können wir es natürlich nicht verstehen und richtig einordnen.


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Mord an Frauke Liebs

26.06.2026 um 13:16
Zitat von ForkyForky schrieb:Es muss irgendwas geben warum die Staatsanwaltschaft sowas sagt.
Was sagt sie denn, die Staatsanwaltschaft?
Zitat von ForkyForky schrieb:Genau so wie das was Frau Liebs sagt dass manches in den Akten komisch erscheint.
Was erscheint denn Frau Liebs komisch?


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Mord an Frauke Liebs

26.06.2026 um 13:29
Zitat von Shadow1970Shadow1970 schrieb:Der Täter könnte jeder sein?
Das bezieht sich aber nur auf männliche Verdächtige.
@Shadow1970
Das bezieht sich wohl eher auf alle Personen, die Östermann bei seinen Befragungen gegenüber gesessen haben.
Keine Ahnung ob da außer Isabella (die aber zumindest in diesem Forum hier nicht verdächtigt wird) auch noch andere Frauen dabei waren.


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26.06.2026 um 18:37
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Zwei Personen, die berufstätig und sozial eingebunden sind, und 7 Tage am Stück für 24 Std tägl, eine Geisel bewachen, das fiele auf. Bei drei oder vier Personen wäre das nicht ganz so auffällig. Aber wir wissen es nicht.
Ich denke nicht, dass Frauke als Geisel 24h/ 7 überwacht wurde.
Wenn der Täter die Geisel nur gut genug fesselt, vielleicht mit Substanzen schläfrig macht, hat er sie einfach so liegen lassen können und seinem Job nachgehen.
Ich sagte schon öfter, dass ich aufgrund der Anrufzeiten einen Täter vermute, der meist in Spätschicht arbeitete, bloß an einem Tag in Frühschicht.

Die einzige Voraussetzung ist, dass der Täter zu dem Zeitpunkt ein Haus zur Verfügung gehabt haben muss, wo außer ihm keiner Zutritt hatte und das eine verdeckte Zufahrt gehabt haben muss, um Frauke ungesehen zum Telefonieren mit dem Auto wegzuschaffen.


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Mord an Frauke Liebs

26.06.2026 um 20:05
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb am 22.06.2026:Es gibt nun mal quasi keine vergleichbaren Fälle, bei denen das Opfer von sich aus Kontakt mit Freunden hielt, die sich im Nachhinein als Verbrechen herausstellten.
Darüber bin ich gerade gestolpert und ich finde das sehr interessant.
Die Frage ist, WARUM gibt's keine weiteren solche Fälle?
Weil der Täter das perfekte Verbrechen geplant und ausgeführt hat?
Weil von Anfang an überhaupt kein Verbrechen in diesem Sinne geplant war?
Weil vieles tatsächlich anders war, als es scheint?


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Mord an Frauke Liebs

26.06.2026 um 21:28
Um mal wieder auf die Anrufe zu kommen, was könnte der Grund gewesen sein warum der oder die Täter Frauke am Sonntag den 25.Juni um 23.24 Uhr über 5 Minuten haben telefonieren lassen.

(Sonntag, 25. Juni, 23:24 Uhr)Dieses Gespräch dauerte knapp über fünf Minuten. Am Telefon saßen Fraukes Mitbewohner Chris und ihre Schwester Karen, Chris: „Hallo Frauke.“Frauke: „Hallo Chris. Ich wollte sagen, dass ich nicht so spät nach Hause komme.“Chris: „Wo bist du denn?“Frauke: „Kann ich nicht sagen.“Chris: „Kommst du heute noch nach Hause?“Frauke: „Nein, heute nicht. Ich weiß auch noch nicht, ob ich morgen komme.“Chris: „Wann kommst du denn wieder?“Frauke: „Ich weiß es nicht.“Chris: „Bist du wegen eines Typen weg?“Frauke: „Du weißt doch, Chris, dass ich wegen eines Typen nicht eine Woche wegbleibe. Du kennst mich doch.“Chris: „Bist du gefangen?“ (Kurze Pause)Frauke: (leise) „Ja...“ (korrigiert sich schnell) „Nein, nein!“Chris: „Wer ist bei dir?“Frauke: „Frag mich nicht. Ich kann es dir nicht sagen.“Chris: „Hast du Angst?“Frauke: „Nein.“Chris: „Wo bist du?“Frauke: „Mama... Mama... Mama...“ (Frauke wiederholte das Wort dreimal . Chris: „Wann meldest du dich wieder?“Frauke: „Ich weiß nicht. Vielleicht morgen.“Frauke: „Tschüss, bis morgen.“ (Danach legte der Täter oder Frauke auf).


Also ich habe dieses Gespräch mal durchgespielt mit 2 Kollegen, ohne schnelles Sprechen, sondern im normalen Tempo wie bei einem Telefonat mit der kurzen Pause vor dem Ja.... eine Kollegin hat Frauke auch leicht mit leiser Stimme und wie etwas benebelt gesprochen.
Ich habe die Zeit gestoppt und wir kamen auf 57 Sekunden. Ein 5 Minuten Gespräch ist sehr lang, dass kann jeder mal für sich selbst durchspielen.
Also entweder werden hier nur ein paar Auszüge veröffentlicht, Chris und Karen konnten sich an nichts weiteres mehr erinnern, oder das Gedächtnisprotokoll ist hier sehr stark eingeschränkt wieder gegeben worden.


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Mord an Frauke Liebs

26.06.2026 um 22:50
Zitat von bura007bura007 schrieb:Frauke: „Tschüss, bis morgen.“ (Danach legte der Täter oder Frauke auf).

Also ich habe dieses Gespräch mal durchgespielt mit 2 Kollegen, [...] Ich habe die Zeit gestoppt und wir kamen auf 57 Sekunden.
Die 57 Sekunden im Nachsprechen dürften nur Deine oben genannten Sätze sein, oder? Da fehlt doch aber einiges an Text, nicht wahr?
Ich hätte dazu sogar noch einen Beitrag von Dir gefunden:
Zitat von bura007bura007 schrieb am 05.10.2015:F: "Hallo Chrissy. Mir geht es gut."
C: "Wo bist du?"
F: "Kann ich nicht sagen."
C: "Komm doch nach Hause."
F: "Nein, das geht nicht."
C: "Warum denn nicht?"
F: "Kann ich dir nicht sagen."
C: "Wirst du festgehalten?"
F: "Ja...Nein! Nein!"
C: Hast du Angst?"
F: "Nein."
C: "Wer ist bei dir?"
F: "Kann ich dir nicht sagen."
C: "Bist du müde?"
F: "Ja,sehr müde."
C: "Weißt du, dass die Polizei nach dir sucht?"
F: "Ja, ich weiß."
C: "Woher weißt du das?"
F: "Ich bin ja fast eine Woche weg."
C: "Warum bist du denn weg?"
F: "Das weißt du doch, Chris."
C: "Nein. Hast du einen anderen Typen kennengelernt?"
F: "Du weißt doch, dass ich nicht wegen 'nem Typen eine Woche weg bleibe. Du kennst mich doch."
C: "Karen ist bei mir. Wir machen uns alle Sorgen."
F: "Sind Mama und Papa auch da?"
C: "Die waren hier."
F: "Sag ihnen, dass ich sie ganz doll liebe."
C: "Wann kommst du zurück?"
F: "Ich weiß nicht."
C: "Warum bist du nicht gekommen, obwohl du gesagt hast, dass du heute zurück kommst?"
F: "Erkläre ich dir später."
C: "Soll ich dich abholen?"
F: "Nein, das geht nicht."
C: "Wo bist du?"
F: "Mama."
C: "Wo bist du?"
F: "Mama."
C: "Wo bist du?"
F: "Mama."
C: "Wann meldest du dich?"
F: "Weiß ich noch nicht."
C: "Melde dich doch wenigstens einmal am Tag."
F: "Habe ich die anderen Tage doch auch gemacht."
C: "Ich war seht traurig, dass du dich gestern nicht gemeldet hast."
F: "Ja, ich weiß, dass du sehr traurig warst...Gib mir Karen, bitte."

(Gespräch Karen u. Frauke)

F: "Bitte frag mich nicht aus."
K: "Hast du Angst nach Hause zu kommen?"
F: "Nein."
K: "Wir räumen auch die Wohnung, und keiner fragt dich, was passiert ist. Komm doch wieder."
F: "Das geht nicht, ich lebe noch."
K: "Bist du mit einer oder mehreren Personen zusammen?"
F: "Bitte frag mich nicht. Ich würde gerne bei euch sein. Ich würde gerne nach Hause."

(Chris nimmt das Handy)

C: "Melde dich wenigstens einmal am Tag."
F: "Ja, mache ich. Ciao. Bis bald."
Zitat von bura007bura007 schrieb:Also entweder werden hier nur ein paar Auszüge veröffentlicht, Chris und Karen konnten sich an nichts weiteres mehr erinnern, oder das Gedächtnisprotokoll ist hier sehr stark eingeschränkt wieder gegeben worden.
Sehe ich aber genauso, warum die veröffentlichten Gesprächsteile nachgesprochen ggf. keine fünf Minuten ergeben, kann man letztlich nicht sagen.


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27.06.2026 um 01:29
Zitat von emzemz schrieb:Was sagt sie denn, die Staatsanwaltschaft?
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Zu Mitwissern und Zeugen sagt er in dem o.g. Artikel übrigens das:
Insbesondere die regelmäßigen Fahrten mit Frauke sind für einen berufstätigen Menschen schwierig umzusetzen. Es war ein logistischer Aufwand, immer wieder mit ihr loszufahren. Gut möglich, dass es jemanden gibt, der deswegen etwas beobachtet hat. Vielleicht hat auch jemand mitgeholfen.
Ich meine, wenn man so eine Last mit sich herumträgt, dann brennt das auf der Seele und belastet einen. Und das kann man vielleicht ein paar Jahre für sich behalten, aber ich glaube, dass irgendwann der Punkt erreicht ist, wo man sich offenbart, um sich diese Last von der Seele herunterzureden.
Ich will, dass die Leute darüber sprechen, dass Leute sich umhören, dass die Beteiligten dann vielleicht doch verdächtige Bemerkungen machen, dass sich da vielleicht einer verplappert. Das ist meine Hoffnung als Staatsanwalt. Letztendlich sind wir in diesem Fall immer eine gute Zeugenaussage von der Klärung entfernt.
Und wen er da besonders anspricht, benennt er so:
Ich suche vor allem Leute, die sich im Bekannten- oder Familienkreis verdächtig geäußert haben.
Daraufhin war mein Beitrag gemeint:
Zitat von ForkyForky schrieb:(Fremde) Mitwisser die nicht mit der Tat zu tun haben, mitgeholfen haben oder selbst involviert waren, wird es sicherlich nicht geben das ist Wunschdenken. Das hätte derjemand doch sicherlich schriftlich Anonym oder sonstwie schon mitgeteilt. Etwaige Helfer oder Tatbeteiligte (wo ich immer noch glaube dass es sie nicht gibt) würden doch niemals sich selbst ans Messer liefern.

Es muss irgendwas geben warum die Staatsanwaltschaft sowas sagt. Genau so wie das was Frau Liebs sagt dass manches in den Akten komisch erscheint.

Aber da wir davon gar nichts wissen können wir es natürlich nicht verstehen und richtig einordnen.
Eine andere Logik kann es da meiner Meinung nach nicht geben!
Zitat von emzemz schrieb:Was erscheint denn Frau Liebs komisch?
Darüber haben wir alle schon ein paar Seiten vorher geschrieben. Außerdem habe ich darüber in meinen letzten Beiträgen auch schon geschrieben. Es ging darum dass Frau Liebs im SWR Nachtcafe (unter Anderem schon vor diesem Podcast) erwähnte, dass in den Ermittlungsakten einige Sachen zu finden sind, die sie so gar nicht mehr in Erinnerung habe und die sehr merkwürdig sind/waren.


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27.06.2026 um 08:06
Zitat von PugBeePugBee schrieb:Die Frage ist, WARUM gibt's keine weiteren solche Fälle?
Weil der Täter das perfekte Verbrechen geplant und ausgeführt hat?
Weil von Anfang an überhaupt kein Verbrechen in diesem Sinne geplant war?
Weil vieles tatsächlich anders war, als es scheint?
Ich denke nicht, dass hier das perfekte Verbrechen geplant wurde, sondern vielmehr, dass man aufgrund der bekannten Abläufe nicht zwingend von einer sexuell motivierten Tat ausgehen kann. Vielmehr sehe ich hier viele Anhaltspunkte, dass es sich um ein persönliches Motiv handelt, wie z. B. die allgemeine fehlende Erwiderung von Empfindungen, die der Täter gegenüber Frauke hatte. Deshalb auch meine geäußerte Vermutung, dass der Täter im erweiterten Umfeld von Frauke zu finden sein wird.

Alleine die Telefonanrufe und deren Inhalt, aus denen der Gegenüber letztendlich nur den Rückschluss ziehen konnte, dass Frauke sich nicht freiwillig aus dem persönlichen Umfeld entfernt hat, deuten für mich darauf hin, dass es im Vorfeld eine Situation gegeben haben muss, welche das Handeln des Täters ausgelöst hat. Warum Fraukes innerer Freundeskreis scheinbar keine Erklärung diesbezüglich hat, ist für mich ein Rätsel. Ich denke die Ermittler haben diesbezüglich schon umfangreich auf diesen Personenkreis eingewirkt.

Der Auslöser kann, ebenso wie die Tat selbst, nicht zwingend der Norm entsprechen. Deshalb sollte man im Freundeskreis jede Gegebenheit in Betracht ziehen, die zwar für diese als normal wirkte, jedoch Frauke ablehnend, wenn auch nur durch gelegentliche Äußerungen, gegenüber stand und somit möglicherweise als Trigger diente. Trotzdem spricht aus meiner Sicht einiges dafür, dass, wie bereits oben erwähnt, die fehlende Erwiderung von Empfindungen ausschlaggebend für die Tat waren.
Zitat von bura007bura007 schrieb:Also ich habe dieses Gespräch mal durchgespielt mit 2 Kollegen, ohne schnelles Sprechen, sondern im normalen Tempo wie bei einem Telefonat mit der kurzen Pause vor dem Ja.... eine Kollegin hat Frauke auch leicht mit leiser Stimme und wie etwas benebelt gesprochen.
Ich habe die Zeit gestoppt und wir kamen auf 57 Sekunden. Ein 5 Minuten Gespräch ist sehr lang, dass kann jeder mal für sich selbst durchspielen.
Also entweder werden hier nur ein paar Auszüge veröffentlicht, Chris und Karen konnten sich an nichts weiteres mehr erinnern, oder das Gedächtnisprotokoll ist hier sehr stark eingeschränkt wieder gegeben worden.
Ich gehe hier einerseits davon aus, dass das Gespräch, trotz des dargestellten Wortwechsels, nicht zwingend auch den kompletten Inhalt darstellte. Pausen, Satzdehnungen durch z. B. Ähs oder erneute Nachfragen, müssen nicht zwingend protokolliert worden sein. Weiterhin geht auch nicht hervor, zumindest habe ich es auf die Schnelle nicht gefunden, wie die Gesprächszeit gemessen wurde.


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