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Mordfall Charlotte Böhringer

24.819 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, München, 2006 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Charlotte Böhringer

Mordfall Charlotte Böhringer

29.12.2019 um 20:40
Wenn der Täter am Tattag bei CB gewesen wäre und mit ihr was getrunken hätte, dann hätte er garantiert das Glas aus dem er getrunken hatte mitgenommen. Selbst wenn CB es schon weggeräumt hätte oder es vielleicht aber auch noch in der Stube stand. Hätte man jetzt ein Glas im Geschirrspüler gefunden mit der DNA von BT, dann hätte es gut für ihn aussehen können, da er aussagte bei seiner Tante am Sonntag gewesen zu sein und die ihm was zu trinken anbot und die Gläser dann nachher in den Geschirrspüler einräumte. Wäre BT der Täter, hätte er das Glas am Montag wohl mitgehen lassen. So aber ist nichts belegt, das er auch bei CB am Sonntag war. CB freute sich immer wenn sie Besuch hatte und versuchte auch diesen festzuhalten - also das der so lange wie möglich bei ihr blieb, da sie sonst sehr wenig Besuch bekam. Deshalb kann ich mir das auch nicht vorstellen, das BT nur kurz und gut bei ihr war und nichts getrunken hatte.


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29.12.2019 um 21:35
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30.12.2019 um 08:05
Klar war allerdings auch, dass meine Familie in die Insolvenz geht.

….Vor diesem Hintergrund nun musste ich entscheiden: Entweder ein schriftliches Urteil bestätigt mich auf ganzer Linie und meine Familie wird finanziell zerstört, oder aber mein Bruder bekommt alles, meine Familie wird zumindest finanziell gerettet und ich nehme mit den festgestellten Fakten vorlieb.
Das war mir schon immer suspekt.

Bevor die Familie pleite geht (wäre das wirklich so weit gekommen?), sitzt er lieber seine Strafe bis zum Ende ab, anstatt zu versuchen, auf der Grundlage eines Zivilurteils ein Wiederaufnahmeverfahren durchzukriegen und so ggf. freizukommen?

Oder denke ich da gerade zu naiv?


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Mordfall Charlotte Böhringer

30.12.2019 um 08:28
Zitat von cassandra71cassandra71 schrieb:Oder denke ich da gerade zu naiv?
Du denkst nicht naiv.

BT hatte im Strafprozess ein Angebot der Staatsanwaltschaft und es nicht angenommen, wenn ich das richtig erinnere!

Das Ergebnis ist bekannt.

Nun steht er im Zivilprozess wieder davor sich entscheiden zu müssen. Da nahm er wohl lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach!


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30.12.2019 um 09:05
@Ma_Ve

Dass das kein Angebot (sprich; Deal) war, wird in dem Interview, das hier kürzlich verlinkt wurde, von Herrn Witting noch mal sehr deutlich klar gestellt.

Der zuständige Staatsanwalt hat in der Doku "Anklage Mord- Ein Freund vor Gericht (ab ca. 1:20) folgendes dazu gesagt: "Hätte der Angeklagte sich anders eingelassen, wär ich vielleicht auch zu einer anderen Überzeugung gelangt. Hätte er sich eingelassen, wär ich vielleicht zu einem anderen Strafmaß gelangt...unter Umständen zu einer anderen Tat, selbst wenn es noch ein Tötungsdelikt gewesen wäre.

BTW: Derartige Deals kann es -davon abgesehen- auch nicht geben...denn nicht die Staatsanwaltschaft entscheidet über Schuld/Unschuld und Strafmaß, sondern das Gericht - in diesem Fall drei Berufsrichter und zwei Schöffen.


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30.12.2019 um 09:12
@cassandra71
In dieser Aussage versteckt sich die Mitteilung, dass sich letztendlich alles ums Geld gedreht hat. T. hat sich sozusagen "geopfert", wurde zum Mörder, in der Hoffnung doch nicht erwischt zu werden. Ich erinnere mich an seine Auftritte vor Gericht, er trat auf wie ein Messias. Hungerstreik, lange Haare, kurze Haare - alles Instrumente des Märtyrers, den er den Zuschauern unterschwellig darstellen/verkaufen wollte. Mit seiner Tat hatte er die Wartezeit aufs Erbe nach seinen Wünschen abgekürzt.
Den Makel, der auf dem Erbe lastet, wird die Familie auch nicht los. Normalerweise würde man annehmen, dass die Familie alles hinter sich lässt und alles verkauft, um aus der Öffentlichkeit zu kommen. Aber dass man zum Alltag zurückkehrt und da weiter macht, wo CB aufgehört hat, kann ich nicht nachvollziehen.

JagBlack


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30.12.2019 um 09:13
Das mit dem angeblichen "Angebot" der StA wurde hier schon tausendmal angebracht, und eben so oft wurde darauf hingewiesen, dass das nicht stimmt.

Denn die StA kann, wie @cassandra71 richtig geschrieben hat und was sie natürlich auch weiß, einem Angeklagten niemals ein "Angebot" machen, welches später für das unabhängige Gericht verbindlich ist. Warum so etwas trotzdem immer wieder aufs Tapet kommt, ist mir ein Rätsel.


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30.12.2019 um 09:20
Ein "Deal" ist eine Absprache zwischen Anwalt, Staatsanwaltschaft und dem Gericht. In diesem Fall hat der Staatsanwalt "good will" gezeigt und in Aussicht, welche Richtung der Fall hätte nehmen können.

JagBlack


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30.12.2019 um 09:21
Zitat von AndanteAndante schrieb:Warum so etwas trotzdem immer wieder aufs Tapet kommt, ist mir ein Rätsel.
Weil Bence das für seinen Mythos einer korrupten bayrischen Unrechtsjustiz benötigt.


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30.12.2019 um 09:32
Zitat von JagBlackJagBlack schrieb:09:20
Ein "Deal" ist eine Absprache zwischen Anwalt, Staatsanwaltschaft und dem Gericht. In diesem Fall hat der Staatsanwalt "good will" gezeigt und in Aussicht, welche Richtung der Fall hätte nehmen können.
Was die StA gesagt hat, geht aber offenbar nicht in Richtung Deal. Sondern der Staatsanwalt hat darauf hingewiesen, dass die StA, wenn sie durch BTs Aussagen Anlass dazu gehabt hätte, durchaus auch auf Totschlag im Affekt oder auf etwas hätte plädieren können, was nicht mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedroht ist.

Der Staatsanwalt hat nicht gesagt, dass er einen Deal mit dem Gericht anstrebt.

Da BT es aber vorgezogen hat, sich zur Sache nicht zu äußern, konnte die StA angesichts der Indizienlast halt nur auf Mord plädieren.


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30.12.2019 um 09:47
Jetzt drehen wir uns im Kreis!
Zitat von AndanteAndante schrieb:Was die StA gesagt hat, geht aber offenbar nicht in Richtung Deal.
Ich sagte doch, dass der Staatsanwalt in Aussicht gestellt hat, welche Richtung der Fall hätte einschlagen können, wenn sich T. eingelassen hätte.

JagBlack


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30.12.2019 um 09:51
Zitat von JagBlackJagBlack schrieb:Den Makel, der auf dem Erbe lastet, wird die Familie auch nicht los. Normalerweise würde man annehmen, dass die Familie alles hinter sich lässt und alles verkauft, um aus der Öffentlichkeit zu kommen. Aber dass man zum Alltag zurückkehrt und da weiter macht, wo CB aufgehört hat, kann ich nicht nachvollziehen.
Alles verkaufen und dann? Das Vermögen, das man dabei hätte erzielen können, hätte kaum gereicht, um dieser Familie bis zum St. Nimmerleinstag ein vernünftiges Auskommen zu ermöglichen. Man hätte also das Geld in ein Unternehmen stecken müssen, dass regelmäßig Profit abwirft. Da liegt es doch nahe, das Parkhaus, dass sich als zuverlässige Geldquelle bewährt hatte, beizubehalten.
Zitat von cassandra71cassandra71 schrieb:Bevor die Familie pleite geht (wäre das wirklich so weit gekommen?), sitzt er lieber seine Strafe bis zum Ende ab, anstatt zu versuchen, auf der Grundlage eines Zivilurteils ein Wiederaufnahmeverfahren durchzukriegen und so ggf. freizukommen?
Wenn ich das richtig verstanden habe, hätte die Familie, wäre der Erbanteil Bences an den Staat gefallen, das Unternehmen nicht halten können. Was will man mit einem halben Parkhaus und die Kohle, die andere Hälfte dem Staat abzukaufen, die hatte man schlichtweg nicht. Also musste Mate alles erben, was dann sinnvollerweise zu dem Versäumnisurteil führte.

Dieses Zivilurteil, wo es einzig um die Erbschaft geht, hat nichts mit dem Strafverfahren oder einem Wiederaufnahmeverfahren zu tun.


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30.12.2019 um 09:51
@JagBlack

Ok, dann hatte ich dich missverstanden.

Den sog. "Deal" zwischen StA, Verteidigung und Gericht gibt es übrigens nicht in Verfahren bei Tötungsdelikten. Er kommt meistens nur vor in Prozessen, wo ansonsten eine riesige komplizierte und teure Beweisaufnahme stattfinden müsste, etwa in auch rechtlich anspruchsvollen Wirtschaftsstrafsachen.


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30.12.2019 um 09:56
@Andante
Ganz genauso sehe ich das auch.
Um zu einem Totschlag im Affekt zu kommen, hätte er aber auspacken müssen, seine Lebenssituation mit der Tante als eine Aneinanderreihung von Demütigungen und Drohungen darstellen müssen, denen er sich aufgrund seiner Persönlichkeit nicht hätte entziehen können , und auch sein Umfeld hätte dies dann bestätigen müssen und das vielleicht auch getan .
Er ist aber bei seiner Version geblieben. Trotz seiner juristischen Kenntnisse und höchstwahrscheinlich hat ihm das auch RA W erläutert ,hat er diesen Weg gewählt . Das ist der vermeintlich überlegene Spieler - hopp oder top.
Sich und der Familie das Erbe zu erhalten war dann nur konsequent.


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30.12.2019 um 10:05
@JagBlack
„Dem Makel der auf dem Erbe lastet“-
Ja, damit muss man leben .
Vielleicht half ja, die große „ Böhringer“- Parkhaus - Beschriftung abzunehmen und es in „ Isarparkhaus“ umzubenennen ....


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30.12.2019 um 10:31
@Stradivari
Ob man den Makel der Schande durch eine simple Namensänderung wegbekommen kann, bezweifle ich.
Ich meinte genauer gesagt den gesellschaftlichen Makel: 50 Millionen geerbt - Mörder ist Neffe..

JagBlack


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30.12.2019 um 10:35
Zitat von JamegumbJamegumb schrieb:Es waren 90 min zum Fremdschämen. Und es waren zwei Brüder, die herumgeschrien haben. Einer davon saß auf der Anklagebank.
Kam es denn auch zu Unmutsäußerungen als Bences Studienlüge vor Gericht offenbart wurde?

Ich verstehe bis heute nicht, warum Bences Freunde nicht spätestens zu diesem Zeitpunkt begonnen haben, ihre bisherige Beziehung zu ihm zu hinterfragen. Anstatt die Studienlüge zum Anlass zu nehmen auch seine anderen unbelegten Aussagen in Zweifel zu ziehen, scheinen die meisten völlig unkritisch die Version Bences übernommen zu haben.

Mir ist völlig klar, dass man von einer Studienlüge nicht automatisch auf einen Mord schließen kann. Den Leuten muss doch aber während der Gerichtsverhandlung aufgefallen sein, dass keine einzige Aussage von Bence unabhängig belegt werden konnte und dass insbesondere Bences Story rund um die Augsburgfahrt keinen Sinn machte.

Ich verstehe die zum Teil fast schon fanatische Loyalität nicht, die bei einigen Freunden zu beobachten war. Will man sich nicht eingestehen dass man sich schwer in einem Menschen getäuscht hatte? Wusste man wie sehr Bence unter seiner Tante zu leiden hatte und war deshalb bereit, ihm die Tat nachzusehen?


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Mordfall Charlotte Böhringer

30.12.2019 um 10:51
@falstaff
Ich habe am Tag der Urteilsverkündung und bereits im späteren Verlauf des Prozesses nicht mehr mit einem Freispruch gerechnet .
Über das Geschrei und das fast pubertäre Rein- und rausgerenne incl Türenschlagen der Unterstützer und das merkwürdige Verhalten des RA war ich irritiert .Das war ein ganz schräges Kammerspiel .
BT war ehrlich geschockt u verzweifelt , das nehm ich ihm ab.
Sein Verhältnis zu RA W war mMn der Sache auch nicht dienlich . Mindestens einmal hat BT ihm höhnisch widersprochen im Prozeß, und schnippische Bemerkungen in seine Richtung gemacht .
Da hab ich mich echt gefragt, was da los ist .


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Mordfall Charlotte Böhringer

30.12.2019 um 10:58
Zitat von StradivariStradivari schrieb:BT war ehrlich geschockt u verzweifelt , das nehm ich ihm ab.
Absolut, das ist das einzige was ich ihm tatsächlich auch zu 100% abnehme. So gut wie jeder Mensch ist verzweifelt wenn er lebenslänglich ins Gefängnis muss, egal ob schuldig oder unschuldig.


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30.12.2019 um 11:04
Zitat von falstafffalstaff schrieb:Ich verstehe die zum Teil fast schon fanatische Loyalität nicht, die bei einigen Freunden zu beobachten war.
Wenn man in der Perspektive vor dem Urteil steht: Die dunkle Seite wurde von der Verlobten und den Freunden nicht erkannt. Zu diesem Zeitpunkt war T. bereits reich, eine Verurteilung fern Oliven.
Sein Reichtum denke ich hatte eine große Anziehungskraft auf seine Freunde.

JagBlack


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