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Mordfall Charlotte Böhringer

24.713 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, München, 2006 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Charlotte Böhringer

Mordfall Charlotte Böhringer

16.06.2021 um 07:05
Zitat von meerminmeermin schrieb:Es würde sich aber schon die Frage stellen, warum der Weintrinker bzw. die Person, deren Spuren an einem Glas gefunden wurden sich nicht bei der Polizei gemeldet hat.
Wenn es sich tatsächlich um eine Verunreinigung handelt, kann sich niemand bei der Polizei melden.
Zitat von meerminmeermin schrieb:Dass zu einem Glas Wein auch ein Glas Wasser serviert wird liegt im Rahmen des Normalen.
Ich kenne das überhaupt nicht...scheint sich mir also um keine allgemeingültige Gepflogenheit zu handeln.


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16.06.2021 um 08:12
Zitat von BoobSinclarBoobSinclar schrieb:Und da stellt sich Pollux hin und faselt was davon, BT sei nicht habgierig gewesen.
Ich habe mal nach BTs Einlassung dazu gesucht. Er behauptet die Tante wollte mit der fingierten Aktion einen Mitarbeiter loswerden. Wenn der Bruder schon bestätigt hätte, dass die Tante mit dem Mitarbeiter unzufrieden war kann man drüber nachdenken, ob das wirklich dem Eigennutz dienen sollte!


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16.06.2021 um 08:15
Zitat von criminal_mindscriminal_minds schrieb:Er behauptet die Tante wollte mit der fingierten Aktion einen Mitarbeiter loswerden. Wenn der Bruder schon bestätigt hätte, dass die Tante mit dem Mitarbeiter unzufrieden war kann man drüber nachdenken, ob das wirklich dem Eigennutz dienen sollte!
Abgesehen davon, dass ich Bences Intrigengeschichte aus diversen Gründen nicht kaufe: Warum sollte er das Geld auf sein Konto einzahlen, anstatt es seiner Tante zu übergeben? Ergibt das für dich irgendeinen Sinn?


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.06.2021 um 08:16
Zitat von cassandra71cassandra71 schrieb:Oha. Wein aus einem Wasserglas? Das ist ja total prollig. Herr Knigge würde sich im Grab umdrehen. :D
Der unbekannte Täter hat sich wahrscheinlich eine Weinschorle gemacht. Wasser im Wasserglas und Wein dann zuschütten. Da muss man schon oft nachschütten, bis ein halber Liter Wein weg ist.


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16.06.2021 um 08:41
Zitat von cassandra71cassandra71 schrieb:Warum sollte er das Geld auf sein Konto einzahlen, anstatt es seiner Tante zu übergeben? Ergibt das für dich irgendeinen Sinn?
Ein fingierter Diebstahl eines Angestellten ist neben einer Straftat auch noch arbeitsrechtlich hoch bedenklich. Der Arbeitnehmer wird ein Verfahren einleiten. Als Arbeitgeber und Millionärin würde ich 1. nichts mit dem Geldsfluss in irgendeiner Weise etwas zu tun haben wollen und 2. könnte die Summe auch das Entgelt für BTs Aktion gewesen sein. Das war ja auch ohne einen Mord nicht risikolos für ihn.
Einen unbequemen Mitarbeiter für diese Summe loszuwerden ist noch günstig. Also total sinnlos ist diese Variante nicht.


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16.06.2021 um 10:22
Zitat von criminal_mindscriminal_minds schrieb:2. könnte die Summe auch das Entgelt für BTs Aktion gewesen sein. Das war ja auch ohne einen Mord nicht risikolos für ihn.
Dann stellt sich aber doch gleich die Frage, warum BT das dann nicht sagt, wenn er davon ausgegangen war, er könne das entnommene Geld als Lohn behalten. Er hätte sich dann nur noch eine Story ausdenken müssen, warum Tantchen das Geld dann doch von ihm zurückhaben wollte :troll:


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16.06.2021 um 10:36
Zitat von emzemz schrieb:Dann stellt sich aber doch gleich die Frage, warum BT das dann nicht sagt, wenn er davon ausgegangen war, er könne das entnommene Geld als Lohn behalten. Er hätte sich dann nur noch eine Story ausdenken müssen, warum Tantchen das Geld dann doch von ihm zurückhaben wollte :troll:
Ich kenne dazu nur einen Einzeiler aus den Zeitungen die du auch zitiert. Hast du Belege über Aussagen, Einlassungen und Überprüfungen des Gerichts? Pollux meinte zusammen mit dem Anwalt das es schon "ekelhaft war" dass angeblich in dem Verfahren eine Beweislastumkehr stattfand. Die Verteidigung musste beweisen, dass..... Für diesen Fall würde ich normalerweise erwarten dass der Bruder über den Mitarbeiter befragt wurde, um herauszufinden, ob an BTs Behauptung etwas dran ist. Hast du Belege und Erkenntnisse darüber? Eine Vermutungsäusserung wegzutrollen kann ja jeder. Ich will mich nicht unwissend auf das verlassen,was das Gericht expost herausgefunden hat. Er wäre ein Lügner.


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.06.2021 um 10:52
Polizei und Justiz scheinen sich in diesem Fall bei der Suche nach einem Motiv des Täters auf nahe zurückliegende Ereignisse und auf das nahe familiäre und betriebliche Umfeld des Opfers festgelegt zu haben. Ob das wirklich im Sinne der Wahrheitsfindung zielführend war kann zumindest auch nach dem erfolgten Urteil angezweifelt werden . Meiner Ansicht nach hätte man besser getan, weiter zurückzublicken auf das Umfeld des Mannes, von dem der ganze Wohlstand der Familie stammte, denn letztendlich war es nicht Frau Böhringer, die Schwester der Mutter von BT gewesen, die sich den Reichtum erarbeitete. Man hätte vielleicht zurückschauen sollen auf die Zeiten des kometenhaften Aufstiegs der Baufirma Böhringer und man hätte nach eventuellen Verbindungen von damals bis in die Zeit vor der Tat im Umfeld Charlotte Böhringer suchen sollen. Ich vermute den Täter irgendwo im Graubereich dieses Umfeldes .
Ich denke, dass in der Wohnung auch nicht nach einem Testament gesucht wurde. Aber irgendetwas wird der Täter in der Wohnung vermutet haben und er war bereit dafür einen Menschen zu töten.


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.06.2021 um 11:09
Zitat von emzemz schrieb:Dann stellt sich aber doch gleich die Frage, warum BT das dann nicht sagt, wenn er davon ausgegangen war, er könne das entnommene Geld als Lohn behalten. Er hätte sich dann nur noch eine Story ausdenken müssen, warum Tantchen das Geld dann doch von ihm zurückhaben wollte :troll:
Und nicht zu vergessen diese Aussage:
"Der Benni will immer mehr Geld von mir", vertraute sie Käfer an. Einmal erzählte sie ihm auch davon, dass ihr Neffe aus Automaten des Parkhauses Geld entwendet hätte. "Sie war darüber sehr betrübt", so Käfer.

Am 11. Mai vergangenen Jahres, vier Tage vor Böhringers Ermordung, traf man sich am Stammtisch im Augustiner-Biergarten. Laut Käfer habe es dabei am Nachbartisch zwischen Böhringer und ihrem Neffen eine "heiße Diskussion" gegeben. Böhringer sei danach an seinen Tisch gekommen: "Sie war ganz aufgeregt, ganz rot im Gesicht und hat auf den Tisch gehauen. So hab' ich sie noch nie erlebt."
Quelle


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.06.2021 um 11:09
@criminal_minds

Ich habe doch nichts zitiert? Bin lediglich auf deine Überlegungen eingegangen.
Zitat von criminal_mindscriminal_minds schrieb:Die Verteidigung musste beweisen, dass.....
... und was musste die Verteidigung beweisen?
Zitat von criminal_mindscriminal_minds schrieb:Hast du Belege und Erkenntnisse darüber?
Worüber denn?
Zitat von criminal_mindscriminal_minds schrieb:Eine Vermutungsäusserung wegzutrollen kann ja jeder.
Du hast ein gedankliches Konstrukt geäußert, das so noch nie im Raum stand, nämlich, BT hätte annehmen können, die entwendeten Gelder seien sein Lohn für den von CB angeordneten Diebstahl.
Passt halt nur nicht, weil Tantchen die Kohle zurück wollte.


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.06.2021 um 11:29
Zitat von muscariamuscaria schrieb:"Der Benni will immer mehr Geld von mir", vertraute sie Käfer an. Einmal erzählte sie ihm auch davon, dass ihr Neffe aus Automaten des Parkhauses Geld entwendet hätte. "Sie war darüber sehr betrübt", so Käfer.
Danke für das Zitat. Das hilft weiter. Damit fällt die Aussage von BT naheliegend unter Lüge. Egal ob als Schutzbehauptung für Diebstahl oder Diebstahl und Mord!

@emz: So schnell und einfach kann es gehen 🙂


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.06.2021 um 11:42
Hallo, ich lese hier schon eine Weile mit und beschäftige mich seit einigen Jahren mit sogenannten Fehlurteilen. Ich möchte an dieser Stelle mal meine Einstellung zum Fall Charlotte Böhringer einbringen.
Vorab: Ich halte nicht viel davon das Urteil und die Urteilsbegründung als unumstößliche Fakten und Heilige Bibel zu betrachten. DENN: An LGen wird kein Wortprotokoll geführt und somit resultiert die Auffassung lediglich auf Erinnerungen oder mehr oder weniger ausführlichen Mitschriften der Beteiligten Richter und Schöffen. Diese können durchaus subjektiv gefärbt sein.
Das ständige Argument "5 Richter haben entschieden" ist für mich auch nicht unbedingt valide, wenn man sich damit auseinandersetzt, dass Schöffen durchaus nicht immer mit ihrer Meinung ernstgenommen werden. Dazu mal hier ein Zitat eines Schöffen:
Ich habe es bei einer späteren Verhandlung erlebt, dass eine Richterin bei meiner zweiten Nachfrage genervt zischte: »Das haben wir doch schon längst besprochen!« Danach war ich sauer – und still.
Quelle: https://www.google.de/amp/s/sz-magazin.sueddeutsche.de/gesellschaft-leben/unfreiwillig-schoeffe-79666!amp

Das nur mal am Rande und Off-Topic.

Grundsätzlich halte ich das Urteil in diesem Fall schon an einigen Stellen für diskussionswürdig, allerdings, zu der Einsicht kann man durchaus gelangen, ist das kein zwingender Grund an BTs Unschuld zu glauben.
Ich versuche mich jetzt hier mal einem für mich plausiblen Sachverhalt zu nähern.

Ich nehme mir jetzt mal die hier ewig diskutierten DNA-Spuren vor. Mit dem Spur-Spur-Treffer steckt die Justiz mMn in einem Dilemma: Entweder man geht davon aus, dass es einen bestimmten Verursacher gibt, der tatsächlich an beiden Tatorten seine DNA hinterlassen hat, weil er aktiv vor Ort war. Dann ist es natürlich absolut legitim sich Gedanken zu machen, wer es gewesen sein könnte und ob und wie diese Person evtl. mit beiden Taten zusammenhängt. Dann gibt es noch die andere Variante, die mMn plausibler ist: Der Spurenverursacher kann nicht gefunden werden, weil durch unsaubere Tatortarbeit nichtrelevante Spuren in beiden Fällen an den Tatort gekommen sind. Das kann die Justiz natürlich nicht offiziell zugeben, weil dann - zurecht- alle DNA-Spuren in diesem Fall in Frage gestellt werden müssen.
Wenn jetzt also alle DNA-Spuren aus dem Indizienring fallen, bleiben aber noch, wie hier oft erwähnt, die Studienlüge, das Nachtatverhalten und die Zeitungen als wichtigste Indizien.
Ich bette das ganze jetzt mal in einen -für mich schlüssigeren- Kontext ein, ausgehend von BT als Täter ( was ich durchaus plausibel finde):
Ich halte es für wahrscheinlich, dass CB tatsächlich in der Wohnung und nicht an der Wohnungstür angegriffen wurde, wie es das Gericht annimmt..An dem Punkt halte ich Axel Petermann ( den ich im übrigen nicht besonders mag) für plausibel. Ich könnte mir vorstellen, dass BT zunächst zu seiner Tante gefahren ist, in der Hoffnung sich wieder mit ihr zu versöhnen. Vielleicht hat sie ihn auch zu sich gebeten ( der erwähnte erwartete Besuch) um ihn entgültig zu entlassen. BT merkt im Laufe des Gesprächs, dass er seine Tante nicht umstimmen kann und es eskaliert ein heftiger Streit, der dann als CB aufbrechen wollte, für sie tödlich endet.
Daraufhin hat er natürlich das Problem, dass er die Tat irgendwie vertuschen muss. In diesem Kontext macht für mich die Augsburg-Fahrt und das Wegnehmen der Zeitungen einen Sinn. Denn warum sollte man mit einem 500 €- Schein an der Tankstelle eine Apfelschorle kaufen ? Das macht nur Sinn, wenn man auffallen will, also sich jemand erinnern soll. Ich denke, die Augsburg-Fahrt sollte als spontanes Alibi im Nachhinein dienen, in der Hoffnung man fokussiert sich darauf, dass CB am Morgen des 16.05. ermordet wurde ( deswegen auch die Zeitungen). Im Großen und Ganzen spricht für mich viel für einen spontanen Affekt, also eher Totschlag.

Ich weiß, es ist viel zu lesen, aber vielleicht ist das ja eine sinnvolle Diskussionsgrundlage.



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Mordfall Charlotte Böhringer

16.06.2021 um 11:45
Oh, alles was unter dem Link steht sollte eigentlich nicht eingerückt sein, wie ein Zitat. Habe wohl irgendwas verkehrt gemacht.


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16.06.2021 um 12:24
Zitat von meerminmeermin schrieb:Man hätte vielleicht zurückschauen sollen auf die Zeiten des kometenhaften Aufstiegs der Baufirma Böhringer und man hätte nach eventuellen Verbindungen von damals bis in die Zeit vor der Tat im Umfeld Charlotte Böhringer suchen sollen. Ich vermute den Täter irgendwo im Graubereich dieses Umfeldes .
Möchtest du einen Blick zurück in die Zeiten des Wirtschaftswunders werfen? Bereits 1975, da existierte bereits die Parkgarage, übergab Oskar Böhringer das Bauunternehmen.
Du hast bereits hier Beitrag von meermin (Seite 929) eine Verbindung versucht zu schaffen.
Da im Urteil ansatzweise auf den Lebenslauf von CB eingegangen wird, kann man getrost davon ausgehen, dass es hierüber genauere Erkenntnisse gibt. Etwaige Verbindungen kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

Zitat von criminal_mindscriminal_minds schrieb:@emz: So schnell und einfach kann es gehen 🙂
Noch schneller könnte es gehen, würdest du etwas genauer mitlesen, was hier so geschrieben wird.


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16.06.2021 um 12:26
Zitat von LaBaLiLaDyLaBaLiLaDy schrieb:Der Spurenverursacher kann nicht gefunden werden, weil durch unsaubere Tatortarbeit nichtrelevante Spuren in beiden Fällen an den Tatort gekommen sind.
Verstehe ich nicht. Da hat derselbe zweimal unsauber gearbeitet. Wer hat unsauber gearbeitet. Die Spusi? Nein. Das Labor? Vielleicht. Die Aservate? Vielleicht.
Aber alle Beteiligten sollten doch identifizierbar sein oder?


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16.06.2021 um 12:35
Zitat von LaBaLiLaDyLaBaLiLaDy schrieb:Wenn jetzt also alle DNA-Spuren aus dem Indizienring fallen,
Wieso „alle“? Die DNA-Spur von BT auf dem Testament der Tante ist da und ein Beweis für die Tatsache, dass BTdieses Testament angefasst hat. Der Schluss, den das Gericht aus diesem Beweis des Anfassens gezogen hat, kann man im Urteil nachlesen.

Die Trugspur Gals/Schraube/Kommode wurde hingegen vom Gericht NIE vom Gericht als Indiz/Beweis für irgendetwas gewertet, sondern von Anfang an das, was sie ist: Eine Trugspur. Kann man mit Begründung auch im Urteil nachlesen.

Dann kommt die DNA am Sakko der Tante. Wie das Gericht diese Tatsache gewertet hat: auch nachzulesen.

Und so ist es mit jeder festgestellten Tatsache bzw. jedem Untersuchungsergebnis und jeder Zeugenaussage. Jede(s) ist einzeln vom Gericht beleuchtet und bewertet worden. Das ganze nennt sich „Beweiswürdigung“.

Man muss halt nicht mit Vor-Urteilen an das Urteil rangehen, sondern zumindest mal zunächst versuchen, wertfrei zu verstehen, was das Gericht gemacht und welche Überlegungen es angestellt hat. Wer von vornherein sich dem Urteil nähert mit dem Gedanken „Ist halt keine Bibel“, dem entgehen die wichtigen Dinge natürlich.


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.06.2021 um 12:47
Zitat von criminal_mindscriminal_minds schrieb:Verstehe ich nicht. Da hat derselbe zweimal unsauber gearbeitet. Wer hat unsauber gearbeitet. Die Spusi? Nein. Das Labor? Vielleicht. Die Aservate? Vielleicht.
Aber alle Beteiligten sollten doch identifizierbar sein oder?
Ich denke da an den Fall NSU/ Peggy. Letztendlich stellte sich heraus, dass das Werkzeug der Spurensicherung nicht sauber war und daher eine Spurenübertragung stattfand. So oder so ähnlich könnte es doch durchaus auch hier gewesen sein.
Zitat von AndanteAndante schrieb:Wieso „alle“? Die DNA-Spur von BT auf dem Testament der Tante ist da und ein Beweis für die Tatsache, dass BTdieses Testament angefasst hat. Der Schluss, den das Gericht aus diesem Beweis des Anfassens gezogen hat, kann man im Urteil nachlesen
Dass BT das Testament bzw. den Umschlag bei irgendeiner Gelegenheit angefasst hat, stelle ich nicht in Abrede. Auch die Spuren am Sakko waren vorhanden. Aber, für mich ist nicht zwingend, dass diese Spuren bei der Tat entstanden sind. RA Witting hat sehr glaubhaft erörtert, dass das Sakko an vielen Stellen mit dem selben Klebestreifen abgeklebt wurde. D.h. es lässt sich für mich kein eindeutiger Rückschluss ziehen wann und in welchem Kontext die DNA an das Sakko kam.
ABER auch selbst wenn man die DNA-Spuren vernachlässigt und man so tun würde als gäbe es keine relevante DNA am Tatort, bedeutet das NICHT zwingend, dass BT seine Tante NICHT getötet hat.


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16.06.2021 um 12:55
Zitat von LaBaLiLaDyLaBaLiLaDy schrieb:dass das Werkzeug der Spurensicherung nicht sauber war und daher eine Spurenübertragung stattfand.
Das Werkzeug der Spusi müsste dazu die Distanz von München zum Ammersee und 1,5 Jahre überbrückt haben. Richtig? Bzw. Spurensicherung findet eigentlich nur direkt am Tatort statt. Also Jahrzehnte.


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.06.2021 um 12:58
Zitat von meerminmeermin schrieb:Man hätte vielleicht zurückschauen sollen auf die Zeiten des kometenhaften Aufstiegs der Baufirma Böhringer und man hätte nach eventuellen Verbindungen von damals bis in die Zeit vor der Tat im Umfeld Charlotte Böhringer suchen sollen.
Darüber hab ich mir auch mal Gedanken gemacht. Ja, mit ganz viel Belastungseifer kann man da bestimmt auch irgendwo ein Motiv finden. Aber, und das ist das was mich stutzig macht, wenn das ein relevanter Ansatz wäre, müssten doch BT und seine Familie schon längst alles in der Richtung unternommen haben um dort den Täter dingfest zu machen.

Das ist übrigens etwas, was mir schon länger aufgefallen ist: Wenn meine Tante ermordet werden würde, wäre mir viel daran gelegen die Ermittlungen zu unterstützen hinsichtlich etwaiger Probleme im Umgeld meiner Tante, besonders wenn es wie hier noch einen anderen familiären Bezug gibt. Weder BT noch seine Familie haben, soweit bekannt, jemals den Täter in der Familie Oskar Böhringers vermutet. Heißt für mich, dass selbst BT und seine Familie das nicht für plausibel halten. Warum sollten es dann die Ermittler tun ?


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.06.2021 um 13:09
Zitat von criminal_mindscriminal_minds schrieb:Das Werkzeug der Spusi müsste dazu die Distanz von München zum Ammersee und 1,5 Jahre überbrückt haben. Richtig? Bzw. Spurensicherung findet eigentlich nur direkt am Tatort statt. Also Jahrzehnte.
Möglich. Der NSU- Komplex wurde 2011 zerschlagen, Peggys Skelett wurde, glaub ich, 2016 gefunden. Also muss die DNA von Böhnhardt da schon mindestens 5 Jahre an dem SpuSi- Werkzeug gewesen sein. Warum sollte das bei dem Spur-Spur-Treffer ausgeschlossen sein ?


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