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Mordfall Charlotte Böhringer

24.636 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, München, 2006 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Charlotte Böhringer

Mordfall Charlotte Böhringer

12.10.2019 um 10:21
Für jeden Rechtsstaat dieser Welt ist ein rechtskräftig verurteilter Mörder ein Mörder, dem kein Vermögensvorteil aus diesem Mord zusteht. So sehen das auch die allermeisten Staatsbürger mMn.
Damit wird sich dann auch der Bruder noch moralisch auseinanderzusetzen haben, wie er selber aus diesem Mord zu einem Vermögensvorteil für sich kommt.
Das hat m.E. moralisch eben ein "Geschmäckle".


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12.10.2019 um 10:32
Das kann jeder sehen wie er will, ich persönlich finde, dass dem Staat kein Erbteil zusteht, solange es genügend rechtmässige Erben in der Erbfolge gibt, die das Erbe anstelle des für erbunwürdig Erklärten antreten können. Wie gesagt, die Sippenhaftung gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr , daher sollte auch von Massnahmen abgesehen werden, die die ganze Familie treffen und bestrafen und ein Einzug eines Erbteiles durch den Staat Bayern hätte in diesem konkreten Fall die ganze Familie getroffen und somit bestraft, da das Parkhaus wahrscheinlich hätte veräussert werden müssen.


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Mordfall Charlotte Böhringer

12.10.2019 um 10:32
Das "Geschmäckle" kommt auch noch daher, wenn die sicher beträchtlichen Kosten für die Ermittlungen und sämtliche Prozeß- und weitere Gerichtskosten, auch für alle Wiederaufnahmen, alleine vom Staat getragen werden müssen, also von allen Steuerzahlern. Da hatte der Bruder ja nichts davon selber getragen mit seinem gewonnenen Zivilprozeß, ihm fällt aber das ganze Vermögen aus dem Mordfall nun zu.


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12.10.2019 um 10:39
Der Staat handelt da auch immer generalpräventiv, neben einer Individualprävention bei Straftaten, und das ist auch gut so im Interesse aller Steuerzahler. Das hat mit Sippenhaft vergangener Zeiten nichts zu tun.


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12.10.2019 um 10:47
Das kommt noch hinzu: Aus dem Strafurteil ergibt sich, dass BT verurteilt worden ist, die Kosten des Verfahrens zu tragen.

Aber dadurch, dass er nichts mehr hat (MT hat ja seinen Erbteil), kann BT die Verfahrenskosten natürlich nicht bezahlen. Also bleibt der Steuerzahler komplett auf den Verfahrenskosten sitzen, während sich BT und MT ins Fäustchen lachen, weil das Geld ungeschmälert in der Familie bleibt.

Wäre BTs Erbe beim Staat verblieben, hätten daraus locker die Verfahrenskosten bezahlt werden können.


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12.10.2019 um 10:55
Man könnte das Ganze ja auch so nennen: Sich als Bruderschaft einen Vermögensvorteil auf Kosten der Allgemeinheit durch einen Mord zu verschaffen. Wer da an ein abgekartetes Spiel dabei denkt, der braucht nicht viel Phantasie.


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12.10.2019 um 11:01
Anmerkung: Auch der Staat weiß, wenn´s ans Erben geht, dann fallen alle Hemmungen sehr oft weg, der Staat handelt aber für die Allgemeinheit aller seiner Bürger.


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12.10.2019 um 11:31
@meermin
Zitat von meerminmeermin schrieb:Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren wie nach einem erfolgten Einzug des Vermögens Bence Toths verfahren worden wäre, wenn nachträglich doch noch ein anderer Täter ermittelt und verurteilt und Bence freigesprochen worden wäre..
Und wenn sich im Nachhinein auch für Dich als Sympathisant unzweifelhaften feststellen lassen könnte, dass der Richtige verurteilt würde - würde Familie B. dann das Erbe an den Staat zurückbezahlen?
Merkst was? Nein, würden sie nicht. Was soll dann die strenge Forderung an die eine Seite und die wohlwollende an die andere?


Es ist völlig müßig darüber zu spekulieren, was wäre wenn.
Hier wurde ein juristischer Kniff angewandt, um das Erbe zu retten. Das mag durchaus nachvollziehbar sein und keiner würde sich sowas einfach entgehen lassen.
Das einzig Widerliche daran ist, dass der Zivilprozess zur Erbunwürdigkeit eben nicht den Grund hatte, ein schwarzes Schaf auszumachen und es wegen der Täterschaft des Erbes unwürdig zu labeln. Vielmehr hält die Familie ja weiterhin zu dem Verurteilten und er selbst halt mit der Familie zusammen den Prozess geführt. Die Erbunwürdigkeit wird zu keinem Zeitpunkt glaubhaft vermittelt seitens der Familie.
In der Summe dürfte der Verurteilte kräftig vom Tod der Tante profitieren, wenn auch erst so richtig nach der Haft.
Also genau das, was das Gesetz ja eigentlich verhindern sollte.


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12.10.2019 um 18:00
Zitat von jaskajaska schrieb:Die Erbunwürdigkeit wird zu keinem Zeitpunkt glaubhaft vermittelt seitens der Familie.
In der Summe dürfte der Verurteilte kräftig vom Tod der Tante profitieren, wenn auch erst so richtig nach der Haft.
Also genau das, was das Gesetz ja eigentlich verhindern sollte.
Ich gebe Dir so recht mit Deinem Beitrag und genau das ist nämlich das, was die Symphatisanten hier so ungern hören und sehen möchten. Darum werden auch immer wieder die "richtigen Täter" angeführt, die trotz zweimaliger Auslobung von 250.000 Euro nicht gefunden werden können - weil der Täter bereits einsitzt. ;)


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12.10.2019 um 18:00
Zitat von meerminmeermin schrieb:Daher erscheint mir das Vorgehen der Familie nur richtig und sinnvoll und vernünftig. Ausserdem geht es im Grunde niemanden etwas an.
richtig, sehe ich auch so.


Plotkes Liebhaber hier im Thread.


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12.10.2019 um 18:02
Zitat von AndanteAndante schrieb:Steuerzahler komplett auf den Verfahrenskosten sitzen,
das wird der Stuerzahler noch verkarften.

Da gibt es ganz andere Sachen um die sich der Steueruahler kümmern sollte, nachdem er sich drüber aufgeregt hat.


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12.10.2019 um 18:17
Kann mich jmd hier Mal erhellen, wo das vollumfängliche Urteil angeschaut werden kann..


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12.10.2019 um 18:33
@Milow2019

Das Urteil steht vollständig im Themen-Wiki, ebenso der erste Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens aus dem Jahre 2012.


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12.10.2019 um 19:34
Zitat von meerminmeermin schrieb:Wie gesagt, die Sippenhaftung gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr , daher sollte auch von Massnahmen abgesehen werden, die die ganze Familie treffen und bestrafen ...
Treffen sollte die Maßnahme nicht die ganze Familie, sprich Sippe, sondern hätte sich nur auf den Anteil des verurteilten Täters bezogen und lediglich diesen bestraft.

Statt Sippenhaft nun Sippenerben.
Zitat von meerminmeermin schrieb:darüberhinaus zweifelt die Familie bis heute das ergangene Urteil an und ist von der Unschuld Bence Toths überzeugt.
Ich finde, diesen moralischen Überbau kann man sich schenken. Die Gesetzeslage hat es hergegeben, und versucht hätte es wohl jeder, aber vielleicht nicht so unbedingt breitgetreten.


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12.10.2019 um 19:47
Zitat von emzemz schrieb:Treffen sollte die Maßnahme nicht die ganze Familie, sprich Sippe, sondern hätte sich nur auf den Anteil des verurteilten Täters bezogen und lediglich diesen bestraft.
Richtig. Hätte BT seinen Erbteil bekommen und behalten, hätte die Sippe ja auch nichts davon gehabt, wenn BT entschlossen gewesen wäre, ihr davon nichts abzugeben.

Die Sippe hatte so oder so keinen Rechtsanspruch auf BTs Erbteil. Der Bruder als einziger weiterer Testamentserbe bekam BTs Teil doch überhaupt erst durch den Erbunwürdigkeitsprozess.


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13.10.2019 um 11:31
Ich befürchte dass doch irgendwann herauskommen wird, dass es einen oder mehrere ganz andere Täter in dem Fall gibt und dass es dann für Benedikt Toth und seine Familie zu spät sein wird, als dass Wiedergutmachungen irgendeiner Art noch greifen könnten. Das Unglück, das über diese Familie gleich in zweifacher Art gebracht wurde, wird niemand mehr gutmachen können.

Mir bleibt bis heute völlig unverständlich, wieso der in der Wohnung gleich zweimal aufgefundenen DNA Spur keine Bedeutung zugemessen wurde. Sicher wurde nach dem Verursacher der Spur gesucht, aber die Grundvermutung war und blieb hier, dass es sich um eine Verschmutzung handeln musste. Diese Grundannahme dürfte die Ermittlungen hinsichtlich dieser Spur massgeblich beeinflusst haben.

Dabei könnten die beiden Auffindeorte der DNA Spuren in der Tatwohnung eine Geschichte erzählen. Es scheinen in beiden Fällen nur DNA Spuren aber keine Fingerabdrücke gefunden worden sein. Könnte das nicht darauf hinweisen, dass sowohl Glas als auch Schrankknauf vom Täter abgewischt wurden, die DNA Spur aber im Inneren des Glases verblieb, weil nur aussen abgewischt wurde und am Knauf beim Abwischen eventuell ein schwer zugänglicher unterer oder hinterer Bereich nicht erreicht wurde?

Ich denke nach wie vor, dass es mindestens zwei tatrelevante Abläufe gibt, von denen dem einen von den Ermittlern in dem Fall allerdings gar keine Bedeutung zugemessen wurde. Bei der Tat trugen die bzw. trug der Täter Handschuhe. Glas und Knauf am Schrank lassen die Vermutung zu, dass es noch einen anderen Handlungsablauf gab, bei dem keine Handschuhe getragen wurden.

Klar ist, dass die aufgefundenen DNA Spuren nicht von Benedikt Toth stammen. Also liegt , zumindest, wenn man die Verschmutzungstheorie mal aussen vor lässt, die Vermutung nahe dass es andere Besucher in der Wohnung gegeben haben muss , Besucher, die bis heute nicht ermittelt werden konnten und die sich auch nicht freiwillig gemeldet haben. Besucher, deren frische Spuren in der Wohnung gefunden wurden, in der Spülmaschine in Form eines noch ungespülten Glases.


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13.10.2019 um 12:47
Zitat von meerminmeermin schrieb:Das Unglück, das über diese Familie gleich in zweifacher Art gebracht wurde, wird niemand mehr gutmachen können.
Das "Unglück" hat Bence Toth über seine Familie gebracht, als er seine Tante ermordete, um doch noch an das Erbe zu kommen. Es ist echt ein Unding, dass Du das hier so ungestraft schreiben darfst!


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13.10.2019 um 12:47
Zitat von TihoTiho schrieb:das wird der Stuerzahler noch verkarften.

Da gibt es ganz andere Sachen um die sich der Steueruahler kümmern sollte, nachdem er sich drüber aufgeregt hat.
Nach dieser Meinung sollte dann wohl auch eine KV nicht mehr verfolgt und verurteilt werden, weil nicht alle Tötungen verfolgt und verurteilt werden können?


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13.10.2019 um 12:52
Nachtrag: Diese Meinung von Tiho wird von den Rechts-Experten die Theorie von der "Gleichheit im Unrecht" genannt.
Ist also nicht rechtsstaatlich zu halten oder Unfug, um es mal deutlich zu sagen.


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13.10.2019 um 13:20
Zitat von meerminmeermin schrieb:Ich befürchte dass doch irgendwann herauskommen wird, dass es einen oder mehrere ganz andere Täter in dem Fall gibt und dass es dann für Benedikt Toth und seine Familie zu spät sein wird, als dass Wiedergutmachungen irgendeiner Art noch greifen könnten. Das Unglück, das über diese Familie gleich in zweifacher Art gebracht wurde, wird niemand mehr gutmachen können.
Grundsätzlich bekäme BT Schadensersatz, wenn sich herausstellen sollte, dass er im Strafverfahren zu Unrecht verurteilt wurde. Dann gäbe es nicht nur Haftentschädigung, sondern auch Ersatz des weiteren durch das Fehlurteil enstandenen Schadens, also Schadensersatz in Höhe des Erbteils, wenn der Staat den Erbteil behalten hätte. Hat er aber nicht.

BT hat ursächlich den Schaden (Verlust des Erbteils) durch das Urteil im Zivilprozess, wonach er für erbunwürdig erklärt worden ist, gehabt. Also müsste er zusehen, dass er das Geld von seinem Bruder wiederbekommt, weil der ungerechtfertigt bereichert wäre. Zivilrechtlich wäre das ganz interessant, wie da die Rückabwicklung ist.

Eins ginge jedenfalls nicht: Dass Brüderchen BTs Erbteil behält und der Steuerzahler noch mal an BT Schadensersatz in Höhe des Erbteils leisten müsste, so dass für die Brüder dann letztlich weit mehr rausspringt als die Tante je zu vererben hatte.


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