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Wo ist Katrin Konert?

11.042 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2001, Januar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wo ist Katrin Konert?

Wo ist Katrin Konert?

13.02.2021 um 14:29
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Somit wäre es durchaus für einen Anwohner möglich gewesen, das von dir beschriebene Verhalten von Katrin wahrzunehmen und ebenfalls unauffällig, ohne groß in den Fokus von Zeugen zu rücken, sich Katrin anzunähern und sie aus der visuellen Wahrnehmung von Unbeteiligten zu bringen. Natürlich könnte es hier im Nachhinein doch noch zur Nutzung eines Fahrzeuges gekommen sein, sei es um ihr vorzuspielen, sie doch nach Hause zu fahren und den Tatort außerhalb des Nahbereichs des eigenen Wohnortes zu verlegen oder zur Verbringung einer toten Katrin zu einem noch unbekannten Ablageort.
Absolut. Da stimme ich dir voll und ganz zu. Es könnte sich auch ohne ein sich im Spiel befindliches Fahrzeug zugetragen haben. Der Fußgängerweg bei der Bushaltestelle würde sich in beiden Fällen hervorragend eignen, um sich der visuellen Wahrnehmung anderer zu entziehen. Sei es nun um Katrin zu einem Fahrzeug zu gehen oder sie zu einem anderen Ort zu geleiten. Wovon ich stark ausgehe, egal welche Variante hier zum Tragen kommt, ist, dass der Täter sie nicht gewaltsam von dieser Stelle entführt hat. Es ist ein relativ kleiner Ort, der um diese Uhrzeit still und leise war, da es auch keinen zunehmend starken Verkehr mehr gab, geschweige denn Passanten auf der Straße. Ich denke nicht, dass der Täter riskiert hätte, dass sie anfängt zu schreien oder dergleichen, denn direkt angrenzend an die Haltestelle befinden sich ja Häuser und wie du bereits sagtest, ist diese Haltestelle von mindestens sieben Anwesen aus einsehbar. So viele mögliche Blicke, die bei Lärmentwicklung innerhalb von Sekunden auf diese Bushaltestelle gerichtet wären, dieses Risiko würde ich als logisch denkender Täter nicht eingehen.

Jetzt kann man sich natürlich logisch denken, da es an diesem Abend zu Blitzeisentwicklung kam, dass auch der Boden, auch Waldboden, entsprechend hart gefroren war oder sich zumindest in einem Zustand befand, an dem es kein leichtes gewesen wäre, mal eben ein Loch auszuheben, um einen Leichnahm zu entsorgen. Wobei man das auch nicht unbedingt ausschließen kann. Es war Neujahrsabend, das Wetter unwirtlich und die Tat geschah zu einem Zeitpunkt, wo sich eigentlich niemand mehr im Freien aufhält. Ebenfalls weiß ein Täter, dass selbst Personen mit Hunden, abends im Stockdunkeln i.d.R. keine große Runde mehr abseits der Ortschaft im tiefen Wald gehen. Da wir das Tier irgendwo ortsnah noch einmal herausgelassen und das wars. Ich kenne niemanden, der im Dunkeln noch mit dem Hund zum Gassigehen in den Wald fährt. Im Prinzip, auch wenn der Boden schwer zu bearbeiten gewesen wäre, wäre es durchaus machbar gewesen, denn Zeitdruck hatte der Täter an diesem Abend und der folgenden ganzen Nacht bis zum nächsten Tageslicht, nicht. Sprich, selbst wenn es ein erheblicher Kraftaufwand gewesen wäre, er hatte durchaus Zeit genug und wenn er sich ausgekannt hat, wusste er im Hinterkopf sogar schon, wo in etwa er sich der Leiche entledigen würde, was ihm danach viel Zeit erspart hat.

Das einzige Hindernis im Wald hätte vielleicht ein Jäger sein können, wobei ich nicht davon ausgehe, dass sich ein solcher in jener Nacht dort in den Wäldern aufgehalten hat. Unmöglich ist es an sich nicht, viele Wildarten sind noch bis Ende Januar jagdbar, ehe die Schonzeit beginnt, so auch Rehwild, Damwild und Sikawild und Schwarzwild ganzjährig. Es gibt durchaus viele Jäger, die auch nachts im Revier Wild bejagen, verfügen überOptiken mit Thermalsicht und Nachtsichtgeräte. Auch die Witterung muss da an sich kein Ausschlusskriterium sein. Ich habe selbst eine Jacke, die bis -40 Grad noch wärmt. Wie es da im Wendland allerdings aussieht, das weiß ich ja nicht.

Was hier aber komplett fehlt, ist noch ein ganz anderer Aspekt. Was ich beschrieben hatte, beinhaltet die Verschleppung und das Entsorgen im Nachhinein. Doch der Täter hat sich ja wohl kaum gedacht: "Och, so langweilig heute, schnappe ich mir doch mal irgendeine Frau und ermorde sie zum Spaß." Er hat es ja etwas vorgehabt und wir können wohl stark davon ausgehen, dass es sexueller Natur war. Wo wurde dieser Akt dann durchgeführt? Im Auto wohl eher nicht, wobei es auch nicht unmöglich ist, also doch bei ihm zuhause? Auf jeden Fall käme hier eine geschlossene Räumlichkeit in Frage, wo er ungestört ist. Wenn der Täter in einem nahen Haus alleine gelebt hat, ist es auch denkbar, dass er sie zu sich nach Hause mitnahm und sie auch dort ihr Ende fand. Man darf nicht vergessen, der Täter ist bis heute nicht gefunden, d.h. dass er nicht dumm war. Ein Täter mit Weitsicht weiß, dass die ersten Gebiete, die nach einer Vermisstenmeldung abgesucht werden, meist Waldgebiete und nahegelegene Gewässer sind und wenn es ein ortsansässiger Täter ist, dann kann er sich denken: "Scheiße, wenn ich sie hier im Wald verscharre, werden die sofort einen lokalen Bezug herstellen, dass der Täter sich hier auskennt und von hier stammen muss." Von daher halte ich es für nicht verwunderlich, dass man Katrin Konert in keinem nahen Waldstück gefunden hat und auch in keinem Gewässer. Eher würde ich vermuten, dass der Täter sie bei sich im Keller irgendwoverscharrt hat, wenn das möglich ist oder die Reste bis heute in einer Truhe oder dergleichen, von ihm aufbewahrt werden. Vielleicht sogar ganz in der Nähe der Haltestelle. Sowas gäbe es nicht zum ersten Mal. Sicher wurden damals Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt, aber sicher auch nur bei denen, die mit Katrin Konert in engerem Zusammenhang standen und bei denen, die man von vorneherein in den Kreis der Verdächtigen gezählt hat. Eben bei denen, wo man einen Bezug zu Katrin aufbauen konnte. Vielleicht liegt die Wahrheit näher als man denkt, bei jemandem im Haus, den man bis heute aber nicht in den Kreis der Verdächtigen aufgenommen hat und der sich bis heute sicher fühlt.

Das sind natürlich alles nur Spekulationen, die man aber vielleicht anstellen darf. Anstellen darf, weil er sie ja wohl definitiv nicht einfach nur irgendwo abgelegt hat, denn wenn das so gewesen wäre, hätte man Katrin zwischenzeitlich sicher schon gefunden. Wenn man bedenkt, dass der Täter sich bis heute auf freiem Fuß befindet, was ein Indiz dafür ist, dass er nicht dumm ist, etwas bedacht und mit Hintergedanken durchgeführt hat, lässt doch vieles auf so etwas schließen. Keine Frage, er ist ein Verbrecher und gestört, aber nicht dumm. Gestört zu sein, krank zu sein, bedeutet ja nicht, dass man dumm sein muss. Das sind immer zwei verschiedene Paar Schuhe.

Und warum sollte er bis heute auffallen? Das gefährliche an Psychopathen ist, dass sie eben nicht auffallen. Sie wissen, wie sich verhalten müssen, damit sie kein Aufsehen erregen. Sie können einen Schalter im Kopf betätigen und wirken auf andere völlig normal. Deswegen gibt es auch so oft Amokläufe etc. Man würde das diesen Menschen niemals zutrauen, jemanden, den man täglich sieht und am Ende ist die Überraschung groß. Diese Menschen können die grausamsten Dinge tun, sind zu allem fähig und doch können sie dir ehrlich und vertrauenswürdig ins Gesicht lächeln, so unscheinbar leben, sind vielleicht die hilfsbereitesten Nachbarn, die man sich vorstellen kann, immer freundlich, vielleicht sogar humorvoll. Doch wenn sie es wollen, dann machen sie "Klick" und ein völlig anderer Mensch kommt zum Vorschein und das können sie kontrollieren und das ist das gefährliche an dieser Sache.


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13.02.2021 um 23:08
Ich bitte um Korrektur, wenn ich jetzt Blödsinn schreibe, aber hat die Theorie von @Krushak
nicht einen Denkfehler!?

- Es ist mit großer Sicherheit festzustellen, dass sich Katrin um ca. 19:00 Uhr an der Bushaltestelle befunden haben muss.
Die Aussage von Christian und Tanja, die Katrin kurz zuvor auf der Breiten Straße gesehen haben, führt mich zu dieser Feststellung.

- Als nächstes kommt die Aussage von Martin, die allerdings zeitlich sehr schwammig ist.

- Dann kommt die Aussage des Busfahrers, der - offenbar verspätet - um 19:30 Uhr niemanden an der Bushaltestelle gesehen haben will.

Da ist der Fehler...der Bus, der nicht kam (zumindest nicht pünktlich) ist ja dann doch noch gekommen.

Wann hat sich dann die Aktion von @Krushak abgespielt?

Der "neue Zeuge" von 2018 hat doch offenbar eine Aussage gemacht, die die EB dazu veranlasst haben zu verlautbaren, Katrin wäre erst NACH 19:30 Uhr in ein Fahrzeug gestiegen.

Und diese Aussage - wenn sie denn stimmt - impliziert doch, dass diese Beobachtung auf der Neuen Straße gemacht wurde, und nicht in einer abgelegenen Nebenstraße!?

Die Theorie von @Krushak sieht Katrin vor dem Eintreffen des Busses verschwinden, der Zeuge terminiert es auf danach.

Irgendwie ist da noch der Wurm drin - finde ich.

Klar, die Aussage, Katrin wäre erst NACH 19:30 Uhr in ein Fahrzeug gestiegen, beißt sich natürlich mit der Aussage des Busfahrers, aber dafür scheinen die EB eine Erklärung zu haben.


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13.02.2021 um 23:32
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Wann hat sich dann die Aktion von @Krushak abgespielt?
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Irgendwie ist da noch der Wurm drin - finde ich.
Nicht zwingend. Ich denke, dass sich @Krushak Theorie relativ schnell aus dem Blickfeld der Bushaltestelle und somit nicht mehr sichtbar für unbeteiligte Zeugen verschieben kann. Hierzu reicht schon der Gang in die Breite Str. und man wäre weg von der hauptsächlich vom Durchgangsverkehr genützten Straße. Ähnlich verhält es sich, wenn es ein Anwohner gewesen wäre. Die Verlegung von der Bushaltestelle bis zum Wohnanwesen würde mit Ansprechen und Laufweg wohl kaum länger als 2-3 Minuten dauern. Ein großes Zeitfenster wäre also nicht nötig gewesen, unabhängig ob dies nun vor oder nach einem eintreffendem Bus gewesen wäre.

Wobei es sich mir hier nicht erschließt, warum Katrin den Bus hätte fahren lassen sollen, um anschließend die unsichere Variante als Anhalter für den Heimweg zu wählen. Selbst wenn es so gewesen wäre, so würde der Treffpunkt dann wohl trotzdem die Bushaltestelle bleiben. Der Busfahrer hätte sie wohl dann auch wahrgenommen, egal ob nun an der Bushaltestelle oder in dessen Nahbereich rund um die Neue Straße. Man muss bedenken, dass der Busfahrer sicherlich einer der ersten Personen war, die zum Verschwinden von Katrin befragt wurde. Somit dürften sich auch keine großen Erinnerungslücken aufgetan haben.


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14.02.2021 um 00:35
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Es ist mit großer Sicherheit festzustellen, dass sich Katrin um ca. 19:00 Uhr an der Bushaltestelle befunden haben muss.
Die Aussage von Christian und Tanja, die Katrin kurz zuvor auf der Breiten Straße gesehen haben, führt mich zu dieser Feststellung.
Das ist durchaus im Bereich des Möglichen. Diese Möglichkeit wird ja sogar durch eine Theorie von mir weiter oben berücksichtigt.
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Als nächstes kommt die Aussage von Martin, die allerdings zeitlich sehr schwammig ist.
Sie ist nicht nur schwammig, sondern kann auch von niemandem sonst überprüft und bestätigt werden, denn er war allein.
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Dann kommt die Aussage des Busfahrers, der - offenbar verspätet - um 19:30 Uhr niemanden an der Bushaltestelle gesehen haben will.
Naja, sie um 19 Uhr an der Haltestelle zu sehen ist eine Sache, sie um 19:30 Uhr noch dort zu sehen, eine ganz andere. Da liegen 30 Minuten dazwischen und bei so einer Witterung ist das eine recht lange Zeitspanne. Aber auch dazu habe ich etwas in meinen Ausführungen weiter oben berücksichtigt. So wie ich es außerdem vernommen habe, war 19:30 Uhr die geplante Abfahrt des Busses, die ja aber so nicht stattfand, da dieser durch das ungünstige Wetter verspätet am Halteort eintraf.
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Da ist der Fehler...der Bus, der nicht kam (zumindest nicht pünktlich) ist ja dann doch noch gekommen.

Wann hat sich dann die Aktion von @Krushak abgespielt?

Der "neue Zeuge" von 2018 hat doch offenbar eine Aussage gemacht, die die EB dazu veranlasst haben zu verlautbaren, Katrin wäre erst NACH 19:30 Uhr in ein Fahrzeug gestiegen.

Und diese Aussage - wenn sie denn stimmt - impliziert doch, dass diese Beobachtung auf der Neuen Straße gemacht wurde, und nicht in einer abgelegenen Nebenstraße!?
Genau hier tritt doch ein nicht zu verachtendes Problem auf. Der Zeuge hat etwas gesagt, in der Tat. Wie viel davon trifft aber überhaupt zu? Hier treten zwei maßgebliche Probleme auf:

1.) Es handelt sich wieder um einen Einzelzeugen. Seine Aussage kann von niemandem sonst bestätigt werden oder mit einer anderen parallelen Aussage eines Zweitzeugen abgeglichen werden. Es fehlen einfach an diesem Abend die Zeugen. Jeder Zeuge erzählt was anderes, zu einem anderen Zeitpunkt. Es gibt von keiner Sparte (Zeitebene) Mehraussagen, mit denen man Abgleichungen treffen könnte.

2.) Der Zeuge traf diese Aussage, aufgerundet, knapp 20 Jahre nach dem Ereignis. Wie viel Genauigkeit steckt noch darin? Ich glaube kaum, dass er sich die Zeiten damals aufgeschrieben hat. Es liegen knapp 20 Jahre zwischen Tat und Zeugenaussage und eine Sache spricht dafür, dass diese Aussage nicht korrekt sein muss, nämlich ganz einfach folgendes: Dieser Zeuge hat nie ausgesagt? Warum nicht? Weil es für ihn damals nicht wichtig war oder er es nicht als wichtig erachtet hat. Wäre das der Fall gewesen, hätte er damals zeitnah ausgesagt. Wenn man etwas als nicht wichtig erachtet, bleibt das nicht im Langzeitgedächtnis haften, schon gar nicht 20 Jahre lang. Nach 20 Jahren ist solch eine, damals nicht relevante Beobachtung eingestufte Erinnerung, niemals noch so detailliert und präzise, wie zu diesem Zeitpunkt. 100 % ein Nein. Sprich, die Chance, dass diese Daten und Zeitangaben wirklich korrekt sind oder er allein diesen Tag genau richtig eingeordnet hat, an dem er diese Frau gesehen hat, geht Richtug Erdboden.

Und das ist der Grund, wieso ich da jetzt keinen Wurm drin sehe. Dieser Zeuge meint etwas gesehen zu haben, aber es war so unwichtig, dass er es damals und all die Zeit, nie bei der Polizei angegeben hat, all die Jahre. Und daraus kann man schließen: Es war für ihn damals nicht wichtig, also bleiben diese Informationen niemals do detailliert und genau im Gehirn haften. Das ist einfach auszuschließen, wenn man weiß, wie das menschliche Gehirn funktioniert und wann es verlässlich arbeitet und wann eben nicht mehr.


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14.02.2021 um 01:02
Also, noch einmal kurz angemerkt: Ich will nicht sagen, dass der Zeuge nichts gesehen haben will. Ich sage nur, dass es kein Zeuge dieser Art ist, der damals gemerkt hat, dass es sich um was wichtiges handelt, sich alles genau gemerkt hat, vielleicht sogar aufgeschrieben hat, weil er es eben dieser wichtigen Bedeutung zugeschrieben hat und irgendwie eingeschüchtert worden ist, damit er nichts sagt. So jemand merkt sich Details auch 50 Jahre lang. Nein, aber das ist ja einfach ein Zeuge, der nicht unter Druck gesetzt wurde, weder in diesen Fall verwickelt wurde etc.pp. Das ist einfach ein Zeuge, der an der Haustür befragt wurde und der dann so nebenbei was dazu gesagt hat, von dem, an das er sich erinnert. Wobei mir hier ganz ehrlich die Frage aufkeimt: Wenn er es doch so genau bemerkte und heute noch, solch detaillierte Angaben machen kann, wie "Nach 19:30 Uhr", dann frage ich mich, wieso er sich damals nicht dazu gemeldet hat und in all den Jahren auch nicht. Wenn es doch scheinbar so wichtig war, dass er sich sogar Uhrzeiten gemerkt hat.

Und so ein Zeuge scheint das nicht zu sein, also kein Zeuge, der die damaligen Verhältnisse als übermäßig wichtig eingestuft hat, denn hätte er das getan, hätte er sich, wie bereits erwähnt, damals schon gemeldet, als der Fall aktuell war. Und ganz ehrlich: Ich könnte heute keine Uhrzeiten von Ereignissen genau wiedergeben, selbst von mir wichtigen Ereignissen, könnte ich keine genauen Uhrzeiten mehr benennen. Von wichtigen Ereignissen wohlgemerkt. Die Ereignisse an sich habe ich nicht vergessen, aber die Uhrzeiten? Herrje. Und da will dann dieser Zeuge nach 20 Jahren kommen und noch genaue Zeitangaben machen? Und dass auch noch von einer scheinbar für ihn zur damaligen Zeit, nicht so bedeutenden Begebenheit? Da wäre ich ganz vorsichtig mit. Persönlich würde ich sagen, dass solche Zeitangaben gar nicht mehr verwertbar sind.


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14.02.2021 um 07:01
@Opti-Mist
wie kommst Du darauf, daß es nach 19:30 war?
Wo wird das gesagt?
Es wird doch nur gesagt, daß sie später als bisher angenommen gesehen wurde.
Mm nach verschwand Kathrin zwischen 19:00 und 19:30.
Der Bus kam übrigens nur ein paar Minuten später.


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14.02.2021 um 12:30
@Alexandra0711
Im Podcast "Täter Unbekannt" vom NDR über den Fall Katrin Konert, wird in der Folge 3 bei 32:35 genau das gesagt.

Der Bus, den Katrin hätte nehmen können, kam um 19:30 Uhr, der Busfahrer hat niemanden an der Bushaltestelle gesehen.
Da dieser Podcast unter Mitwirkung der Polizei entstanden ist, gehe ich davon aus, dass diese Information so stimmt.

Also...warum sollte Katrin den Bus auslassen, der ja offenbar dort war?

Wie passt es zu der Theorie von @Krushak, das Katrin angeblich von Martin gesehen wurde (also vermutlich irgendwann vor 19:30), vom Busfahrer nicht, und von dem "neuen Zeugen" (2018) "später als bisher angenommen" dann doch wieder, als sie in ein Auto stieg?


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14.02.2021 um 13:53
Zitat von KrushakKrushak schrieb:Sehe ich etwas anders. Wenn das Haus des Zeugen wirklich so nah an der Haltestelle steht und der Lichtkegel in sein Zimmer scheint, wieso sollte ihn das aufmerksam machen? Denn das müsste er gewohnt sein, weil da jeden Tag mehrmals, auch abends im Dunkeln, ein fetter Bus hält und diese Scheinwerfer dürften dann noch etwas lräftiger sein. Und wer Busscheinwerfer gewohnt ist, der wird bei kleineren Autoscheinwerfern sicherlich nicht erhöht aufmerksam, er wird es eher viel weniger wahrnehmen, unterbewusst vielleicht. Dieser Zeuge müsste es also gewohnt sein, dass ihm Scheinwerfer ins Zimmer leuchten, weil dort jeden Tag ein Fahrzeug für kurze Zeit anhält. Das nimmt man nach einer Weile nicht mehr bewusst wahr.
Prinzipiell gebe ich Dir da recht. Andererseits könnte der besagte Zeuge noch nicht so lange dort gewohnt haben und sich eben nicht nicht so ganz an die Verkehrssituation dort gewöhnt haben. Auch Leute im Wendland ziehen manchmal um...alleine die Konerts sind Anfang der 00er Jahre mindestens zwei Mal umgezogen; von Gaddau aus nach Clenze und dann nach Lüchow, und das Verkehrsaufkommen in Orten wie Bergen (insbesondere die B71 (Breite Straße) und die Neue Straße) oder Clenze ist dann doch noch mal was anders als ein Dorf wie bspw. Gaddau, Belau oder Seelwig, nur um einige zu nennen.
Es könnte aber auch ein ganz anderer Impuls gewesen sei, der zum Herausschauen aus dem Fenster geführt haben könnte: Vielleicht hat er noch auf einen oder mehrere Bekannte gewartet, die an dem Abend noch vorbeischauen wollten und geguckt ob sie schon in Sicht sind oder es war einfach Langeweile. Mir geht es letztlich auch gar nicht darum, weshalb der Zeuge aus dem Fenster geschaut haben könnte, sondern eher wann, an welche Details er sich evtl. erinnern konnte und natürlich warum er nach so langer Zeit und dass auch "nur" im Rahmen der Hausbefragungen und nicht von sich aus die Angaben machte...
Er könnte die Szene mit Katrin beobachtet haben als gerade im Fernsehen eine bestimmte Sendung anfing oder endete. Als dann einige Tage später feststand, dass Katrin vermisst wird, hat er sich daran, also an den ungefähren Zeitpunkt erinnert und es blieb die Zeit über im Gedächtnis, während andere Details im Laufe der Zeit "abhanden" kamen. So oder ähnlich könnte ich mir das durchaus vorstellen.
Ich würde ferner davon ausgehen, dass die Polizei diese Zeugenaussage mit anderen Erkenntnissen (die nicht unbedigt der Öffentlichkeit bekannt sein müssen) auf die Plausibilität insgesamt abgeprüft hat. Wäre zeitnah festgestellt worden, dass die Aussage nichts taugt, wäre man damit sehr wahrscheinlich nicht an die Öffentlichkeit gegangen.
Eine gewisse Unsicherheit bleibt da natürlich und, das sagte ich ja schon mal, es kann sein, dass diese Aussage, sobald andere Erkenntnisse zu Tage kommen, mehr oder weniger obsolet wird (siehe Thema BMW).
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Also...warum sollte Katrin den Bus auslassen, der ja offenbar dort war?
Vielleicht hatte sie kein (oder nicht genug) Geld hatte um damit bis nach Clenze zu
kommen, wer weiß?
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Wie passt es zu der Theorie von @Krushak, das Katrin angeblich von Martin gesehen wurde (also vermutlich irgendwann vor 19:30), vom Busfahrer nicht, und von dem "neuen Zeugen" (2018) "später als bisher angenommen" dann doch wieder, als sie in ein Auto stieg?
Ich habe mich schon des Öfteren gefragt, was mit "später als angenommen" gemeint sein könnte. 19.35 Uhr, 19.50 Uhr, 20.30 Uhr? Vielleicht teilt uns das die Polizei ja irgendwann mit, aber ich rechne nicht wirklich damit.
Zitat von KrushakKrushak schrieb:Vergessen wir nicht: Niemand wusste im Vorfeld, dass Katrin an diesem Abend an diesem Ort und dieser Stelle sein würde.
Nun ja, dass Katrin um 19 Uhr an der Bushaltestelle/ Trampe stehen würde, damit hat sie wahrscheinlich selbst nicht gerechnet. Dass sie an dem fraglichen Nachmittag in Bergen war, wussten dagegen einige Personen (wenn auch nicht unbedingt im Vorfeld), konnten es sich denken oder gaben die Info evtl. weiter.
"Joachim" wusste es natürlich, sein Kumpel (derjenige, der mit "Joachim" Katrin aus Gaddau abholte und nach Bergen fuhr; dieser könnte die Info später am Nachmittag mit anderen geteilt haben) und evtl. war "Stefanie" eingeweiht, Katrins Freundin, die ja als "Alibi" fungieren sollte; zumindest war sie zu dem Zeitpunkt über die Beziehung im Bilde und hätte sich denken können, dass Katrin (wieder mal) bei "Joachim" war und hat dann auch evtl. mit anderen darüber gesprochen. Nicht zuletzt die diversen Personen, die am (späten) Nachmittag von Katrin kontaktiert wurde, um aus Bergen abgeholt zu werden...waren es nicht mindestens sieben Personen lt. Podacst, die von Katrin kontaktiert wurden?


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14.02.2021 um 14:15
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Also...warum sollte Katrin den Bus auslassen, der ja offenbar dort war?
Weil der Bus nur bis Clenze fuhr.


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14.02.2021 um 15:03
@Krushak
Auf die Anmerkungen in meinem vorigen Post brauchst Du nicht (notwedigerweise) eingehen, aber vielleicht kannst Du ja nochmal einige Punkte in Deiner Theorie klarstellen. Andere haben ja auch angemerkt, dass es nicht gerade wenig war, was Du in den letzten Tagen beigetragen hast.
Einfach um Deine Gedankengänge besser nachvollziehen zu können (und darauf dann evtl. zu antworten) wären für mich folgende Punkte von Interesse:

- Du gehst davon aus, dass Katrin im Bereich der Haltestelle vom Täter beobachtet wurde (mindstens 15 - 20 Minuten?), also aus einem der umliegenden Häuser, richtig?

- Falls ja, welche Häuser erscheinen Dir da am geeignetsten? Die Häuser gegenüber der Haltestelle mit (mehr oder weniger) frontalem Blick auf Katrin bzw. die Haltestelle oder eines der Häuser/ Grundstücke auf der Seite der Haltestelle, also das weiße Haus am Bushäuschen und/ oder der komische Schuppen?

- Gehst Du davon aus, dass "Dein" Täter sich schon länger mit einer Tat dieser Art (Entführung/Vergewaltigung/Mord) gedanklich auseinandergesetzt hat oder kam er beim Beobachten von Katrin spontan auf die Idee? So oder so müssten wir es ja in dem Fall, wie es auch @Triquetrum angemerkt hat, mit jemanden zu tun haben, der über einen erheblichen sexuell-devianten Trieb verfügt...
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Die von dir beschriebene Tat setzt ein extremes Triebverhalten voraus, da sich der Täter, bei so viel durchdachter Planung auch im Klaren sein musste, dass die Tatausführung auch mit der Beendigung des Lebens von Katrin einhergehen muss.
- Falls Du dem zustimmst, hat sich der Täter dann mit der einen "erfolgreichen" Tat begnügt und keine weiteren Taten begangen? Worauf ich hinaus will: Jemand mit so einem starken sexuell-devianten Trieb wird sich nach der ersten "erfolgreichen" Tat früher oder später Gedanken um eine Folgetat machen, oder nicht? Im dem Fall hätten wir es nämlich mit einem (potentiellen) Serientäter zu tun...

- Vielleicht habe ich es ja überlesen, aber wann genau soll der Täter in Deinen Überlegugen den (finalen) Entschluss gefasst haben und aktiv geworden sein? Als der Bus nicht zur üblichen Zeit fuhr oder nachdem Katrin nicht in den Bus stieg, als dieser mit Verspätung doch noch kam?


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14.02.2021 um 16:07
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Andererseits könnte der besagte Zeuge noch nicht so lange dort gewohnt haben und sich eben nicht nicht so ganz an die Verkehrssituation dort gewöhnt haben.
Ich habe gehört, dass die Häuser in Bergen an der Dumme die Eigenschaft haben, dass sie fast alle Rollos besitzen und diese von den Anwohnern bei einsetzender Dunkelheit wohl auch heruntergelassen werden und Fakt ist auf jeden Fall, dass es schon dunkel war, als das Ereignis geschah.
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:ls dann einige Tage später feststand, dass Katrin vermisst wird, hat er sich daran, also an den ungefähren Zeitpunkt erinnert und es blieb die Zeit über im Gedächtnis, während andere Details im Laufe der Zeit "abhanden" kamen.
Wenn er es wirklich als so wichtig erachtet hat, wieso hat er sich dann damals nicht gemeldet? Das zeugt eher davon, dass er dem Ganzen zuerst einmal nichts wichtiges abgewinnen konnte und das kann sich fatal auf ein richtiges Erinnerungsvermögen an diese Tatnacht auswirken und auf die Informationen, die damit zusammenhängen.
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Wäre zeitnah festgestellt worden, dass die Aussage nichts taugt, wäre man damit sehr wahrscheinlich nicht an die Öffentlichkeit gegangen.
Das sehe ich wieder ein wenig anders. Für die Polizei, genauer die Ermittlungskommission, war das eine ideale Möglichkeit um den Fall wieder präsent werden zu lassen und diesem wieder neue Aufmerksamkeit zu bescheren, denn vor nicht allzu langer Zeit wurde diese neue Ermittlungskommission ja aufgestellt und dass die da noch einmal etwas brauchen, damit die Leute sich diesem Fall wieder zuwenden und ihnen was liefern an Informationen, denn die brauchen sie, sonst brauchen sie mit ihrer Arbeit gar nicht erst zu beginnen, das ist alles verständlich und legitim, denn vergessen sollte man es sowieso nicht.

Allgemein muss ich sagen, dass ich mir noch mal einige Aspekte durch den Kopf gehen lassen habe. Katrin Konert war Raucherin und sie besaß eigenen Tabak. Hätte sie länger an dieser Haltestelle gestanden, wäre es naheliegend, dass sie dort auch geraucht hätte. Dann hätte man dort sicher Zigarettenstummel gefunden, doch nichts dergleichen war der Fall. Meine Theorie, die ich aufstellte, fußt auf der Grundlage, dass die Tat genau dort ihren Anfang nahm. Es könnte aber genauso sein, dass sie dort, wie allgemein angenommen wird, in ein Auto gestiegen ist, zeitnah und ohne lange an der Haltestelle zu stehen (Keine Zigarettenstummel) und bis Clenze mitgenommen wurde und dass sie von dort aus weitergetrampt ist. Dann würde sich der Anfang der Tat gar nicht auf Bergen legen, sondern auf Clenze. Das ist meines Wissens nach nie geprüft worden.

Weiterhin gab es dann doch diesen Motorradclub "Nordmänner" oder wie sie hießen. Interessant ist, dass der Weg zu diesem Clubhaus durch ein offenes, abgelegenes Stück führt. Der Weg sieht zuerst aus wie eine Hofeinfahrt, geht von der Gartenstraße in die Bahnhofsstraße über und geht man weiter Richtung Clubhaus, geht man wie auf einem Feldweg, umgeben von Bäumen und sehr abgelegen. Katrin könnte ebenso versucht haben, wäre auch naheliegend, zu diesem Clubhaus zu gehen, wo ihr Freund ja Mitglied war und so um eine Mitfahrgelegenheit zu schauen. Der Anfang dieses Weges lag nur 100 Meter vom damaligen Wohnhaus des Freundes entfernt und bis zum Clubhaus des Motorradclubs an sich sind es ca. 500 Meter. Dieser Weg ist abgelegen und prädestiniert für einen Hinterhalt etc.

Aber komme ich mal zu meiner vorher aufgestellten Theorie zurück und beantworte die Fragen von Apo_Andreas:
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Du gehst davon aus, dass Katrin im Bereich der Haltestelle vom Täter beobachtet wurde (mindstens 15 - 20 Minuten?), also aus einem der umliegenden Häuser, richtig?

- Falls ja, welche Häuser erscheinen Dir da am geeignetsten? Die Häuser gegenüber der Haltestelle mit (mehr oder weniger) frontalem Blick auf Katrin bzw. die Haltestelle oder eines der Häuser/ Grundstücke auf der Seite der Haltestelle, also das weiße Haus am Bushäuschen und/ oder der komische Schuppen?

- Gehst Du davon aus, dass "Dein" Täter sich schon länger mit einer Tat dieser Art (Entführung/Vergewaltigung/Mord) gedanklich auseinandergesetzt hat oder kam er beim Beobachten von Katrin spontan auf die Idee? So oder so müssten wir es ja in dem Fall, wie es auch @Triquetrum angemerkt hat, mit jemanden zu tun haben, der über einen erheblichen sexuell-devianten Trieb verfügt...
Die Frage ist jetzt hier, was ist eine Weile? Wie definiert man eine Weile? Ich denke, dass das jeder Mensch unterschiedlich für sich beantworten würde.Für einen routinierten Täter kann eine Weile auch nur 10 Minuten betragen. Allgemein kann man davon ausgehen, dass der Täter in der Tat schon Vorerfahrungen hatte und sich mit diesen Thematiken nicht das erste Mal auseinandergesetzt hat. Dafür spricht an sich die überschaubere Zeit von Katrins Verlassen des Hauses von ihrem Freund und ihrem Verschwinden. Hätte er das noch nie gemacht, hätte er sich sicherlich ein Opfer auserkoren, es tagelang beobachtet, sich die Verhaltensmuster eingeprägt und dann langhaltig darüber nachgedacht wie er es macht, ob er es überhaupt macht, sprich mit sich gehadert und wann er es schließlich macht. Diese Möglichkeiten waren aber hier nicht da. Der Täter wusste im Vorfeld nicht, dass Katrin Konert an diesem Abend da stehen würde, es war also spontan und skrupellos und ich würde vermuten, dass niemand, der sich im Vorfeld nie damit auseinandergesetzt hat, dann innerhalb von Minuten auf solche Ideen kommt und die dann auch noch überstürzt durchführt.

Das mit dem abgelegenen Weg zum Clubhaus des MC, würde sich doch passenderweise sogar noch in diese Theorie einbinden lassen. Hier kommt der Fall, wie glaube ich schon einmal von dir angemerkt, ohne das Fahrzeug zum Tragen. Der Täter sieht Katrin an der Haltestelle stehen, wie ja auch allgemein angenommen wird. Katrin, deren Handy allmählich der Akku ausgeht und die niemanden anrufen kann, wegen ihrem überzogenen Guthaben, entschließt sich dann tatsächlich, das MC Clubhaus aufzusuchen, Katrin war dort bekannt, wenn auch nicht so gerne gesehen, ihres Alters wegen. Dennoch war ihr Freund Mitglied und wer würde es denn ablehnen, die Freundin eines MC Mitglieds nach Hause zu fahren? Immerhin hatte Katrin ja auch keine wirklichen Alternativen mehr und bis zum Clubhaus war es nicht sooo weit. Ein paar hundert Meter, aber durch abgelegenes Gebiet. Der Täter sieht wie Katrin losgeht und nimmt zu Fuß die Verfolgung auf und ganz ehrlich: Es wurde sogar damit experimentiert und es kam heraus: Nicht einmal von der Pizzeria aus, konnte man Gestalten in der Ferne weiter erkennen, an der Haltestelle schon gar nicht. Man erkannte einfach nichts. Für einen Täter ist das ideal. Er kann ihr unerkannterweise folgen, bis sie zu diesem abgelegenen Stück, zwischen Ort und Clubhaus kommt. Dort kann er einfach zuschlagen, gar kein Problem und das völlig unerkannt.

Auf die Frage, von welchem Haus aus, das kann ich wohl so nicht beantworten. Ebenso könnte sich der Täter schon im Freien in unmittelbarer Nähe, zu Fuß, befunden haben und Katrin bemerkt haben. Wie gesagt, man erkennt in der Dunkelheit an dieser Haltestelle und Umgebung aus der Ferne nichts mehr, d.h. es ist nicht verwunderlich, dass es keine Zeugen für diesen Täter gab. Hinzu kommt, dass jener wohl sicherlich auch dunkel gekleidet war und das war Katrin ja auch. Sie und einen Täter dann noch aus etwas Entfernung zu identifizieren ist quasi ein Ding der Unmöglichkeit.


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Wo ist Katrin Konert?

14.02.2021 um 16:17
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:- Gehst Du davon aus, dass "Dein" Täter sich schon länger mit einer Tat dieser Art (Entführung/Vergewaltigung/Mord) gedanklich auseinandergesetzt hat oder kam er beim Beobachten von Katrin spontan auf die Idee? So oder so müssten wir es ja in dem Fall, wie es auch @Triquetrum angemerkt hat, mit jemanden zu tun haben, der über einen erheblichen sexuell-devianten Trieb verfügt...
Ich persönlich glaube nicht an einen Täter, der sich gedanklich schon länger mit einer Entführung/ Vergewaltigung/ Frauenmord) beschäftigt hatte und halte den Täter auch nicht für einen Serientäter.
Ich denke vielmehr, dass der Täter Katrin gekannt hat und sie darum auch nach dem sexuellen Übergriff ( es muss ja gar nicht zum vollendeten GV gekommen sein, wenn K. erheblichen Widerstand leistete, was ich ihr zutraue) sterben musste, da sie den Täter ansonsten der Polizei hätte melden können.
Der Täter könnte in einer Lebensphase gewesen sein, wo er evtl. in einer schwierigen Beziehung/ Ehe gesteckt hat oder auch finanzielle, berufliche Sorgen hatte.. Er hatte das auf dem Land vielfach damals übliche patriarchale Weltbild. Er stand unter Umständen unter Restalkohol.
Katrin hat er evtl. als leichtes Mädel betrachtet, da sie sich mit einem 30 Jahre älteren Typen (Joachim) eingelassen hatte und hielt sie für sexuell durchaus erfahren.
Womöglich hat er sich sogar über ihren Widerstand gewundert, da er sich selbst als attraktiven Typen eingeschätzt hat und dachte, auf einen sexuellen Kontakt mehr oder weniger, kommt es bei der erfahrenen Katrin gar nicht an.
Der Täter hat Katrins Überreste entweder auf seinem Grund und Boden vergraben, einbetoniert oder wie auch immer entsorgt. Evtl. gab es Hilfe dabei durch enge Verwandtschaft. Dabei der Täter nicht sein Leben und den Ruf der Familie in der Region ruiniert. Aufgrund seiner sehr guten Ortskenntnisse hat er ihren Körper sogar evtl außerhalb des Wendlandes zum Beispiel im Bereich der ehemaligen, innerdeutschen Grenze entsorgt. Ich würde auch nicht ausschließen, dass Katrin in Sachsen- Anhalt oder Brandenburg in den dortigen Wäldern, alten NVA Bunkeranlagen entsorgt wurde.
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:- Falls Du dem zustimmst, hat sich der Täter dann mit der einen "erfolgreichen" Tat begnügt und keine weiteren Taten begangen? Worauf ich hinaus will: Jemand mit so einem starken sexuell-devianten Trieb wird sich nach der ersten "erfolgreichen" Tat früher oder später Gedanken um eine Folgetat machen, oder nicht? Im dem Fall hätten wir es nämlich mit einem (potentiellen) Serientäter zu tun...
Dass keine weiteren, ähnlichen Taten in der Region begangen wurden, spricht doch gegen einen Serientäter. Die anderen, ungeklärten Frauenmorde in der Region passen nicht zum Verschwinden von Katrin...die ermordeten Damen waren sehr viel älter und ihre Leichen wurden auch gefunden, außerdem passierten sie in den 80 er Jahren, lange vor Katrins Verschwinden.


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Wo ist Katrin Konert?

14.02.2021 um 16:43
Zur allgemeinen Veranschaulichung, hier für euch ersichtlich. Der Weg zum Motorradclub und jetzt mag mir hier noch jemand sagen, dass dieser Weg nicht absolut prädestiniert für solch einen Täter wäre. Der Weg beginnt wie eine Einfahrt, aber verlässt den Ort dann ein Stück weit, kann man sagen. Hier zwei Bilder, einmal von der "Einfahrt" und dem Weg an sich, der zum Clubhaus des MC führt. Ich meine, Angst hatte Katrin Konert sicherlich keine, diesen abgelegenen Weg zu gehen, sie galt ja eher als draufgängerisch. Außerdem gab es für sie ja auch keinen Grund, sich für die paar hundert Meter unsicher zu fühlen. Aber, wie ich beschrieben habe, es ist doch ein gefundenes Fressen für einen Triebtäter. Er sieht eine einsame Frau, von einem Gebäude in Sichtweite, oder zu Fuß. Sie hielt sich nicht lange an der Haltestelle auf, dafür spricht, dass es an der Haltestelle von Katrin Konert keine Spuren gab, auch keine Zigarettenstummel, die sie bei längerem Aufenthalt dort, höchstwahrscheinlich als Raucherin fabriziert hätte. Ich habe es so knapp in Erinnerung, dass sie gegen 18:46 Uhr das Haus des Freundes verließ, was sich hier perfekt einbinden würde. 18:46 Uhr bis 19:30 Uhr, zur Abfahrt des Busses, das ist verdammt lang in so einer Eiseskälte. Ich vermute, dass Katrin Konert, gefrustet das Haus ihres Freundes verließ, der sie nicht fahren konnte, zuvor rief sie etliche Bekannte an, niemand konnte sie fahren. Was macht eine 15-jährige dann? Natürlich, der Bus. Sie geht zur Haltestelle, wo man sie ja auch noch einmal sah, sie sah auf den Fahrplan und seufzte schwer, als sie sah, dass der Bus erst um 19:30 Uhr fährt, sie ja aber auch ihrer Familie mitteilte, das sie bald zuhause sei. 18:46 Uhr und der Fußweg zur Haltestelle, dann war es vielleicht mittlerweile 19 Uhr. Noch immer 30 Minuten bis zur Abfahrt des Busses. Das war ihr zu lang und es war kalt und dunkel. Alle, die sie anrufen konnte, hatte sie zuvor angerufen. Niemand wollte sie fahren. Sie hatte keine Alternativen mehr und während sie da steht und überlegt was sie tun soll, gerät sie ins Visier des Täters, der sie beobachtet.

Ich bilde mir ein zu sagen, dass ein routinierter Täter, der sowas vielleicht nicht zum ersten Mal tut, einen Blick für gewisse Faktoren und Anhaltspunkte besitzt, die zeigen, ob jemand alleine ist oder nicht. Er kann das schnell analysieren durch Erfahrung und dem Verhalten des Opfers an sich. Katrin sah also auf den Fahrplan, es dauert noch viel zu lang und es ist eisekalt. Jetzt wieder im Denken eines 15-jährigen Mädchens. Was tut es? Von der Haltestelle aus per Anhalter mitzufahren nach Clenze ist unpassend. Da würde sich der Ortseingang mit der breiten Hauptstraße, die auch direkt Richtung Clenze führt, besser eignen um mitgenommen zu werden, wenn sie wirklich vorgehabt hätte zu trampen. Aber was ist denn viel naheliegender? Es war niemand mehr da, der sie fahren kann, aber unweit entfernt entsinnt sie sich dann doch noch einer Möglichkeit, nämlich dem MC. Dort kannte man sie zumindest und wenn ich mich in meine Zeit als 15-jähriger Bub zurückerinnere, da wäre zumindest ich erst jede andere verfügbare Option abgegangen, ehe ich mich dazu entscheide mit Fremden mitzufahren. Ihr Freund war MC Mitglied und wie angemerkt, konnte sich sicher auch Katrin denken: "Mein Freund ist Mitglied, die kennen mich, da wird mich schon wer fahren. Ich bin die Freundin eines MC-Mitglieds." Der Weg war ja auch nicht sehr weit und was soll sie in der Kälte 30 Minuten an der Haltestelle ausharren? Lieber bewegen und sich wärmen und zum MC gehen, wo ich höchstwahrscheinlich von irgendjemandem mitgenommen werde.

Katrin setzt sich in Bewegung, verlässt das Ortszentrum und schlägt den Weg zum MC ein. Leichter kann es ein Täter an solch einem Abend eigentlich gar nicht mehr haben. Aber bitte, seht selbst auf den Bildern, besser geht es nicht für einen Täter, der unerkannt bleiben will. So würde ich meine Theorie dann weiterspinnen und ich halte sie nicht für unwahrscheinlich. Da gab es ja auch noch diese Wahrsagerin aus der Schweiz, die meinte, dass sie Visionen hätte, und dass Katrin dort in der Nähe begraben liegt, in der Erde an irgendeinem Wasser. Sowas gibt es da in der Nähe, wie wir wissen, auch im Podcast erfährt vom Kai, dass dort wahrscheinlich nicht gesucht wurde. Aber die Wahrsagerin will ich für die Theorie nicht mitbeeinflussen, sondern mich aufs rationale beschränken.

Was ich aber ganz ehrlich sage und wovon ich felsenfest überzeugt bin: Sie ist ganz in der Nähe, so wie es auch einer der Anrufer bei der Polizei, mit osteuropäischem Akzent, verlauten ließ.


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Wo ist Katrin Konert?

14.02.2021 um 17:53
Zitat von KrushakKrushak schrieb:Zur allgemeinen Veranschaulichung, hier für euch ersichtlich. Der Weg zum Motorradclub und jetzt mag mir hier noch jemand sagen, dass dieser Weg nicht absolut prädestiniert für solch einen Täter wäre. Der Weg beginnt wie eine Einfahrt, aber verlässt den Ort dann ein Stück weit, kann man sagen. Hier zwei Bilder, einmal von der "Einfahrt" und dem Weg an sich, der zum Clubhaus des MC führt. Ich meine, Angst hatte Katrin Konert sicherlich keine, diesen abgelegenen Weg zu gehen, sie galt ja eher als draufgängerisch. Außerdem gab es für sie ja auch keinen Grund, sich für die paar hundert Meter unsicher zu fühlen. Aber, wie ich beschrieben habe, es ist doch ein gefundenes Fressen für einen Triebtäter. Er sieht eine einsame Frau, von einem Gebäude in Sichtweite, oder zu Fuß. Sie hielt sich nicht lange an der Haltestelle auf, dafür spricht, dass es an der Haltestelle von Katrin Konert keine Spuren gab, auch keine Zigarettenstummel, die sie bei längerem Aufenthalt dort, höchstwahrscheinlich als Raucherin fabriziert hätte. Ich habe es so knapp in Erinnerung, dass sie gegen 18:46 Uhr das Haus des Freundes verließ, was sich hier perfekt einbinden würde. 18:46 Uhr bis 19:30 Uhr, zur Abfahrt des Busses, das ist verdammt lang in so einer Eiseskälte. Ich vermute, dass Katrin Konert, gefrustet das Haus ihres Freundes verließ, der sie nicht fahren konnte, zuvor rief sie etliche Bekannte an, niemand konnte sie fahren. Was macht eine 15-jährige dann? Natürlich, der Bus. Sie geht zur Haltestelle, wo man sie ja auch noch einmal sah, sie sah auf den Fahrplan und seufzte schwer, als sie sah, dass der Bus erst um 19:30 Uhr fährt, sie ja aber auch ihrer Familie mitteilte, das sie bald zuhause sei. 18:46 Uhr und der Fußweg zur Haltestelle, dann war es vielleicht mittlerweile 19 Uhr. Noch immer 30 Minuten bis zur Abfahrt des Busses. Das war ihr zu lang und es war kalt und dunkel. Alle, die sie anrufen konnte, hatte sie zuvor angerufen. Niemand wollte sie fahren. Sie hatte keine Alternativen mehr und während sie da steht und überlegt was sie tun soll, gerät sie ins Visier des Täters, der sie beobachtet.
Das ist alles richtig, was Du schreibst. Nur ist die Polizei bei der Überprüfung der Nordmänner, bzw. des Motorradclubs nicht weiter gekommen, was bei den Strukturen des MC, evtl. auch nicht verwunderlich ist.
Bei einem der Nordmänner wurde meiner Erinnerung nach, mal eine Ackerfläche von der Polizei untersucht und aufgegraben, weil es einen Zeugen gegeben hatte, der dort eine Person wahrgenommen hatte, die dort die Heckklappe eines PKWs geöffnet hatte und im Begriff war, etwas abzuladen.
Allerdings führten die Untersuchungen an dieser Ackerfläche und die Befragung des Besitzers derselben nicht dazu, dass man einen Verdacht erhärten konnte, diejenige Person habe mit Katrins Verschwinden zu tun.
Wurde das Klubgebäude überhaupt einer erkennungsdienstlichen Untersuchung unterzogen? Vermutlich auch nicht, da ein vager Verdacht dafür wohl nicht ausreichend wäre.
Dass Joachim den Nordmännern angehörte reichte sicherlich nur dafür, Joachim selbst, wie Rusche es sagte, "hoch und quer" zu überprüfen, aber sicherlich nicht alle weiteren Clubmitglieder.
Aber bei einem Clubmitglied wäre Katrin sicherlich ins Auto gestiegen.


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Wo ist Katrin Konert?

14.02.2021 um 19:03
@Krushak


du bist mit deiner ausführlich dargelegten Meinung (vielen Dank dafür), aber allein bzw. ohne die EB.

die haben eine ganz andere Meinung, eine ganz andere Tathergangshypothese..was meinst du dazu?

und bitte, nicht nur viele einschläfernde Worte, sondern Fakten, Fakten, Fakten.


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Wo ist Katrin Konert?

14.02.2021 um 19:11
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Das ist alles richtig, was Du schreibst. Nur ist die Polizei bei der Überprüfung der Nordmänner, bzw. des Motorradclubs nicht weiter gekommen, was bei den Strukturen des MC, evtl. auch nicht verwunderlich ist.
Bei einem der Nordmänner wurde meiner Erinnerung nach, mal eine Ackerfläche von der Polizei untersucht und aufgegraben, weil es einen Zeugen gegeben hatte, der dort eine Person wahrgenommen hatte, die dort die Heckklappe eines PKWs geöffnet hatte und im Begriff war, etwas abzuladen.
Ja, ich habe ja auch nicht gesagt, dass der Täter vom MC ist, sondern nur, dass Katrin eben zu diesem gewollt haben könnte, wegen oben beschriebenem Szenario. Der Täter, natürlich nicht Mitglied des MC, ist ihr in diesem Szenario gefolgt und hat sie an diesem abgelegenen Stück Weg außerhalb abgefangen, bevor sie den MC erreicht hat. Ich habe nie in Erwägung getzogen, dass der Täter von diesem Club ist.


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14.02.2021 um 19:17
Zitat von VentilVentil schrieb:du bist mit deiner ausführlich dargelegten Meinung (vielen Dank dafür), aber allein bzw. ohne die EB.

die haben eine ganz andere Meinung, eine ganz andere Tathergangshypothese..was meinst du dazu?

und bitte, nicht nur viele einschläfernde Worte, sondern Fakten, Fakten, Fakten.
Dann nenne mir mal die wenigen "Fakten" die es zu diesem Fall gibt. Hier kann niemand mehr tun, als seine Theorie aufzustellen, so wie auch die Ermittlungskommision, denn an wirklich, in dieser Tatnacht, belegbaren Fakten, mangelt es leider Gottes. Nichts kann wirklich zu 100 % bestätigt werden, weil es immer nur einzelne Zeugen waren, zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Geschehnisses. Um ehrlich zu sein, ist mir das vollkommen egal, ob ich damit alleine bin, mit meiner Theorie. Die EB scheinen bisher ja auch nicht das richtige gefunden zu haben, sonst würden wir hier heute nicht mehr schreiben. Ich habe meine Theorie aufgestellt und habe begründet, wieso ich was wie sehe. Mehr kann ich nicht geben, genausowenig wie sonst jemand hier, aber ich konnte meine Theorie begründen, sodass sie einigermaßen logisch nachvollziehbar ist. Hat ja auch niemand gesagt, dass du sie annehmen musst. Besteht ja kein Zwang. Der Täter ist bis heute auf freiem Fuß. Damit beantwortet sich auch, was ich von der Hypothese der EB halte.


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14.02.2021 um 19:34
Zitat von KrushakKrushak schrieb:Katrin Konert war Raucherin und sie besaß eigenen Tabak. Hätte sie länger an dieser Haltestelle gestanden, wäre es naheliegend, dass sie dort auch geraucht hätte. Dann hätte man dort sicher Zigarettenstummel gefunden, doch nichts dergleichen war der Fall.
Zitat von KrushakKrushak schrieb:Sie hielt sich nicht lange an der Haltestelle auf, dafür spricht, dass es an der Haltestelle von Katrin Konert keine Spuren gab, auch keine Zigarettenstummel, die sie bei längerem Aufenthalt dort, höchstwahrscheinlich als Raucherin fabriziert hätte.
Der Grund weswegen an der Bushaltestelle keine Zigarettestummel oder sonstige (irgendwie verwertbare) Spuren gefunden wurden, lag daran, dass die Stelle gereinigt wurde, bevor die Bushaltestelle (nach dem Hinweis von "Martin") in den Fokus geriet. Zunächst ging man ja davon aus, dass Katrin ausgerissen sein könnte, so dass die Polizei die Haltestelle nicht rechtzeitig genug auf dem Schirm hatte. Der Straßendienst hatte ja schon den Silvestermüll und was sich sonst noch über die Feiertage angesammelt hatte, weggeräumt, "leider". Vielleicht hätten sich ja verwertbare Spuren angefunden.
Zitat von KrushakKrushak schrieb:aber unweit entfernt entsinnt sie sich dann doch noch einer Möglichkeit, nämlich dem MC.
Wäre denkbar. Leider wissen wir nicht, ob an dem fraglichen Abend überhaupt Leute im Clubhaus waren. Aus dem Podcast geht lediglich hervor, dass "Niko", auch ein "Nordmann", in Bergen war um nach einer Silvesterfeier aufzuräumen; ob im Clubhaus oder woanders wird nicht erwähnt...ob es in dem Bereich (Clubhaus/Heckenweg) dann zu einem Übergriff durch einen "Nicht-Nordmann" kam, wer weiß, das ist spekulativ, wie so manches was hier bereits zur Sprache kam.
Zitat von KrushakKrushak schrieb:Von der Haltestelle aus per Anhalter mitzufahren nach Clenze ist unpassend. Da würde sich der Ortseingang mit der breiten Hauptstraße, die auch direkt Richtung Clenze führt, besser eignen um mitgenommen zu werden, wenn sie wirklich vorgehabt hätte zu trampen.
Das sehe ich wiederum ganz anders. Die Bushaltestelle wurde (und wird vielleicht immer noch) auch als Trampe genutzt. Das hat seine Gründe: Jemand der von der B71 in die Neue Straße einbiegt, hat noch nicht so viel Fahrt aufgenommen und kann "bequem" erkennen, dass dort ein Tramper steht und in der Haltebucht (wenn man die so nennen kann) halten. Als Tramper (ich selbst habe Ende der 90er und Anfang der 00er Jahre ja durchaus regelmäßig getrampt und stand einige Male an eben dieser Haltestelle) habe ich die Möglichkeit, mithilfe des Trampens schneller und kostenlos nach Hause zu kommen; wenn kein Auto anhält, kann ich immer noch den Bus nehmen...Richtung Ortsausgang zu marschieren, um von dort aus trampen, würden wohl die wenigsten machen. Zu dem Zeitpunkt haben die Autos nämlich schon Fahrt aufgenommen und bei der dürftigen Beleuchtung und vielleicht auch abhängig von den Straßenverhältnissen, wer würde da in die Eisen gehen; ich als Autofahrer würde das normalerweise nicht machen und als Tramper würde ich das umgekehrt auch nicht von den Autofahrern erwarten, ein unnötiges Risiko einzugehen.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Ich persönlich glaube nicht an einen Täter, der sich gedanklich schon länger mit einer Entführung/ Vergewaltigung/ Frauenmord) beschäftigt hatte und halte den Täter auch nicht für einen Serientäter.
Ich eigentlich auch nicht...
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Dass keine weiteren, ähnlichen Taten in der Region begangen wurden, spricht doch gegen einen Serientäter. Die anderen, ungeklärten Frauenmorde in der Region passen nicht zum Verschwinden von Katrin...die ermordeten Damen waren sehr viel älter und ihre Leichen wurden auch gefunden, außerdem passierten sie in den 80 er Jahren, lange vor Katrins Verschwinden.
Ja, eben. Ich hatte die Frage in den Raum gestellt, weil es mich interessierte, wie sich @Krushak diesbezüglich positioniert.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Katrin hat er evtl. als leichtes Mädel betrachtet, da sie sich mit einem 30 Jahre älteren Typen (Joachim) eingelassen hatte
Ist nicht so wichtig, aber er war "nur" 15 Jahre älter (zu dem Zeitpunkt 30 Jahre alt), nicht 30 Jahre älter.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Wurde das Klubgebäude überhaupt einer erkennungsdienstlichen Untersuchung unterzogen? Vermutlich auch nicht, da ein vager Verdacht dafür wohl nicht ausreichend wäre.
Im Podcast (Teil 2 bei Minute 21) wird gesagt, dass das Clubhaus durchsucht wurde und ein Totenschädel gefunden wurde; mehr wird hierzu nicht gesagt...


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Wo ist Katrin Konert?

14.02.2021 um 20:12
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Das sehe ich wiederum ganz anders. Die Bushaltestelle wurde (und wird vielleicht immer noch) auch als Trampe genutzt. Das hat seine Gründe: Jemand der von der B71 in die Neue Straße einbiegt, hat noch nicht so viel Fahrt aufgenommen und kann "bequem" erkennen, dass dort ein Tramper steht und in der Haltebucht (wenn man die so nennen kann) halten. Als Tramper (ich selbst habe Ende der 90er und Anfang der 00er Jahre ja durchaus regelmäßig getrampt und stand einige Male an eben dieser Haltestelle) habe ich die Möglichkeit, mithilfe des Trampens schneller und kostenlos nach Hause zu kommen; wenn kein Auto anhält, kann ich immer noch den Bus nehmen...Richtung Ortsausgang zu marschieren, um von dort aus trampen, würden wohl die wenigsten machen. Zu dem Zeitpunkt haben die Autos nämlich schon Fahrt aufgenommen und bei der dürftigen Beleuchtung und vielleicht auch abhängig von den Straßenverhältnissen, wer würde da in die Eisen gehen; ich als Autofahrer würde das normalerweise nicht machen und als Tramper würde ich das umgekehrt auch nicht von den Autofahrern erwarten, ein unnötiges Risiko einzugehen.
Naja, in die Eisen gehen würde ich hier nicht sagen. Die Neue Straße ist so lang, da erkennt man jemanden scheinbar aus 500 Metern Entfernung an der Geraden, erst recht wenn er unter der Laterne steht. Da muss niemand scharf in die Eisen gehen, aber als Anhalter fällt man hier viel mehr auf und man will ja nach Hause, ohne deine Erfahrungen als Anhalter in Frage stellen zu wollen.

Die Neue Straße vom Ortsausgang gesehen in Richtung stadteinwärts:


Konert3Original anzeigen (0,1 MB)

Das ist die Neue Straße am Ortsausgang von Bergen/Dumme und genau die Richtung, die Katrin genommen haben müsste, um nach Hause zu kommen. Wäre Katrin am Heckenweg langsam losgegangen, hätte ihr Weg spätestens hier, unter der Laternenpeitsche, geendet. Die Bushaltestelle war damals noch nicht vorhanden und hier war die Wahrscheinlichkeit am Größten, überhaupt mitgenommen zu werden. Am Ende kann man es nicht genau sagen, es fehlen Zeuge vom Ereignis an sich und Belege. Dass sie aber bei dieser dunklen Haltestelle um diese Zeit lange warten wollte in dieser Kälte oder sich lieber hier sinnvollerweise an die Beleuchtung stellt, in Richtung ihrer Heimat, halte ich fast auch für wahrscheinlicher.


Konert 4Original anzeigen (0,2 MB)


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Wo ist Katrin Konert?

14.02.2021 um 20:29
Zitat von KrushakKrushak schrieb:Die Bushaltestelle war damals noch nicht vorhanden
Stimmt, diese Haltestelle gab es damals noch nicht. Ebenso muss man in dem Zusammenhang beachten, dass (fast) die gesamte rechte Straßenseite, also da wo Katrin gestanden haben bzw. lang gegangen sein könnte, unbeleuchtet war. Nur die andere Seite war mehr oder weniger durchgängig beleuchtet, wenn ich mich recht entsinne. Also ich wäre da als Tramper nicht die Straße Richtung Jiggel hochgegangen (wenn ich an Katrins Stelle gewesen wäre, dann hätten schon zwei oder noch mehr Stunden vergangen und der Bus definitv weg gewesen sein müssen, um mich auf den Weg zu machen und evtl. zu Fuß bis zumindest Clenze zu gehen)...aber lassen wir das Thema "Trampen" vielleicht erstmal beiseite.


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