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Wo ist Katrin Konert?

12.700 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2001, Januar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wo ist Katrin Konert?

Wo ist Katrin Konert?

18.02.2026 um 00:50
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich denke aber, dass die Ermittler das wissen und eben auch seine Freundin darüber befragt haben.
Davon gehe ich auch aus. Soweit ich mich erinnere, ist aber auch nie bekannt gemacht worden, wann genau von der Uhrzeit her die Freundin von Sven bei ihm sein wollte/sollte; nur, dass die Freundin aufgrund des Blitzeises entsprechend langsam fuhr.
Man kann sich zwar auch was bzgl. Christian "herbeiplausibilisieren" (bspw. Mitnahme von Katrin bis Clenze, wo er getankt hat und dann praktischerweise als "Alibi" den Tankbeleg vorweisen kann, und mit Katrin dann weitergefahren ist...), aber insgesamt halte ich Christian für mit am wenigsten verdächtig in der ganzen Sache.
Sowohl Martin als auch Sven haben dagegen erhebliche (bisher unerklärbare) Zeitfenster - mindestens 1,5 Std. jeweils, so wie ich das beurteile. Ich würde ja gerne sagen, dass ich nach dem erneuten Zeugenaufruf (also dass u. a. die damals Verdächtigen/Beschuldigten nochmal aussagen sollen/können/dürfen) verhalten optimistisch bin, dass sich die Zeitfenster noch klären lassen, aber nach 25 Jahren bin ich da eher skeptisch. Gleichwohl hoffe ich natürlich, dass es zeitnah relevante Fortschritte gibt.


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18.02.2026 um 07:49
Zitat von 2cent2cent schrieb am 08.02.2026:18:40 SMS von Katrin an Sven – hier die „Bitte um Abholung um 19 Uhr bei Joachim“
Warum hat Katrin nicht noch die paar Minuten abgewartet, sondern ist um 18:48 losgelaufen?

Meine Überlegung dazu war ja, dass Katrin schon mal loslief, aber unterwegs auf Sven treffen wollte.

Und wenn Sven angab, um 19 Uhr bei Joachim vorbeigefahren zu sein - wuerde man normalerweise nicht kurz klingeln (oder meinetwegen kurz auf die Hupe druecken), wenn man an dem Haus verabredet ist?


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18.02.2026 um 10:05
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Warum hat Katrin nicht noch die paar Minuten abgewartet, sondern ist um 18:48 losgelaufen?
Die Bitte um Abholung um 19 Uhr bei Joachim ist eine gedachte Darstellung von @2cent meiner Meinung nach. Und wie Sven auf diese SMS reagierte bleibt meiner Meinung nach auch unbekannt. Genau darum finde ich diese 3 Sek. Verbindung um 18:48 fragwürdig.


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18.02.2026 um 12:20
Zitat von GrillageGrillage schrieb:was Sven zwischendurch noch vorhatte und ob die Freundin pünktlich war oder ob man nicht eigentlich eher verabredet war und sie sich verspätet hat (was halt die Begründung, warum er für eine spätere Fahrt nicht bereit war, glaubhaft machen würde).
als Laie ziehe ich folgenden Schluss -wenn man in so eine Lage kommt, nur das allernötigste aussagen: "ich habe es abgehlehnt sie später zu fahren".

Warum, weshalb, geht wohl wirklich keinen was an und das dann noch hinterhergebohrt wird wie man was warum macht, und das "glaubwürdig" ist oder auch nicht, man stelle sich mal vor, so etwas passiert einem selbst und man rückt zum Verdächtigen auf. Also die reinen Fakten aufzählen, ohne "Motive" warum man (wann und warum tanken fahrt, wie der andere, das sind alles private Sachen und keine Fakten). Das einzige "Glück" von den involvierten Typen war, das es genug andere ebenfalls verdächtige gab, sonst hätte man einen mehr in die Mangel genommen.
Das jetzt komplett unabhängig, ob er es war oder nicht.


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18.02.2026 um 12:25
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Die Bitte um Abholung um 19 Uhr bei Joachim ist eine gedachte Darstellung von @2cent meiner Meinung nach. Und wie Sven auf diese SMS reagierte bleibt meiner Meinung nach auch unbekannt.
Nun ja, @2cent hat sich das mit der SMS, wo dies gesagt worden sein soll, nicht ausgedacht. Im NDR-Podcast (Teil 3 ab ca. 25.20 min.) wird das so gesagt/behauptet. Die Frage in diesem Zusammenhang ist eher, woher diese Info kommt...
Katrins Handy wurde nicht gefunden und Joachims Handy wurde beschlagnahmt, jedoch konnten offenbar nur die abgehenden Anrufe gesichert werden; SMS hingegen nicht.
Möglichkeit 1: Sven hat dies im Rahmen der Befragungen den EB so mitgeteilt und die EB wiederum haben dies dem NDR-Team so mitgeteilt
Möglichkeit 2: Katrin hat den Inhalt (also dass sie Sven geschrieben hätte, dass wenn er sie mitnehmen will, er um 19 Uhr bei Joachim sein solle) Joachim mitgeteilt bevor sie seine Wohnung wenige Minuten später verließ, und der wiederum hat dies den EB im Rahmen seiner Befragungen mitgeteilt.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Genau darum finde ich diese 3 Sek. Verbindung um 18:48 fragwürdig.
Inwiefern fragwürdig?


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18.02.2026 um 14:13
Ja gut dann ist das mein Fehler wenn das im NDR podcast so gesagt wurde. Hatte das so nicht mehr auf dem Schirm.
Für mich scheiden beide Möglichkeiten aus. Bei der zweiten dürft das Joachim auch ausgesagt haben. Hat er aber nicht. Lediglich, dass Katrin zur Trempe ging.
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Inwiefern fragwürdig?
Hier findet sich auch die Antwort zur ersten Möglichkeit. Sollten die Ermittler über Sven bzw. über das Auslesen seines Handys Kenntnisse von dieser SMS erlangt haben, da wäre mit höchster Wahrscheinlichkeit auch anzunehmen, dass weiterführendes bekannt wäre. Ist es aber wohl nicht. Mindestens uns nicht.

Warum ruft sie da nochmal Katrin um 18:43 nochmal wenn doch die Anfrage um eine MFG um 18:40 Uhr von Sven bejaht wurde. Da sollte dann auch klar sein wo das Treffen erfolgen sollte. Sollte aber Sven die Anfrage verworfen haben ergibt der Anruf auch keinen Sinn. Anders gesagt in beiden Fällen ist dies 3 Sek, Verbindung unnötig. Der Zweck bleit für mich so fraglich.


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18.02.2026 um 14:20
Wir kennen von den Telefonaten an dem Abend nur die Aussagen der Zeugen, nicht die tatsächlichen Inhalte. Daher wissen wir auch nicht, was Katrin und Sven wirklich abgemacht hatten und was nicht.

Gehen wir davon aus, dass Sven nicht die Wahrheit gesagt hat, wäre der 3-Sekunden-Kontakt vor
Katrins (plötzlichem) Aufbruch ein guter Hinweis auf eben diese Unwahrheit.


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18.02.2026 um 14:43
Die Logik worauf sich schliessen lässt, dass Seven nicht die Wahrheit sagt erschliesst sich mir nicht. Überhaupt find ich die Diskussion ob einer der Zeugen nicht die Wahrheit gesagt hat doch etwas daneben. Ich meine nur, bis heut konnte auch die EB eine Falschaussage nicht beweisen.


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18.02.2026 um 17:05
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wir wissen ja offiziell nur, dass er bereit war, Katrin sofort zu fahren, später nicht, weil er später an dem Abend mit seiner Freundin verabredet war und dass er ausgesagt hat, diese Pizza bestellt und abgeholt zu haben.
Ganz abgesehen davon, dass ich auch hier ein offenes Zeitfenster sehe ...
Ich halte es für plausibel, dass Sven beim Freund/Freunden nicht nur rumhängen, sondern vllt auch ein Bierchen trinken wollte. Dass er kurz da war, dann die erste Anfrage von Katrin erhielt und sie sofort gefahren hätte, um danach vllt noch was zu trinken (weil er dann nur noch im "Dorf" hätte umherfahren müssen, leicht alkoholisiert). Evtl war die Stimmung oder die Gesellschaft beim Freund dann doch nicht so toll oder es gab nichts Gescheites zu Essen (nur Reste vom Silvester), sodass er lieber ne Pizza bestellt hat?
Ich finde es nicht ungewöhnlich, dass man nach dem ersten Schluck Bier nochmal losfahren würde. Aber nicht bei Freunden eine Stunde lang auf dem Trockenen sitzen möchte, weil man irgendwann die Freundin eines Bekannten nach Hause fahren soll. Aber auch, dass man nicht in der Herrenrunde versumpft, sondern sich lieber was zu Essen besorgt, weil ja später noch die eigene Freundin vorbeikommt.
Dass er die Pizza im Auto gegessen hat, um weder mit den Freunden noch (später) mit seiner Freundin teilen zu müssen, kann ich nachvollziehen ;-)
Was mich an der Geschichte stört, ist die Sache mit dem untersuchten Auto! Hier angesprochen:
Zitat von returntosenderreturntosender schrieb:Für mich ist es unverständlich, das jemand sein eigenes (nicht am fraglichen Zeitpunkt gefahrenes Auto) zum untersuchen abgibt, wohlwissend das er das Vater Auto fuhr.
Generell würde ich die Ausreden fürs Nicht-Fahren-Wollen (Freundin wartet, rasante Fahrweise) nicht überbewerten. Ich vermute, dass einige der Befragten an diesem Feiertags-Abend schon Alkohol getrunken hatten und deshalb nicht "übers Land" fahren wollten. Und dass sie bei den Befragungen nicht zugeben wollten, dass sie alkoholisiert "im Ort" umhergefahren sind. Das Alkohol-"Problem" gäbe es bei Ralf und Karl nicht, wenn sie sowieso schon unterwegs waren!


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18.02.2026 um 21:21
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Die Logik worauf sich schliessen lässt, dass Seven nicht die Wahrheit sagt erschliesst sich mir nicht. Überhaupt find ich die Diskussion ob einer der Zeugen nicht die Wahrheit gesagt hat doch etwas daneben. Ich meine nur, bis heut konnte auch die EB eine Falschaussage nicht beweisen.
Es ist doch wohl offensichtlich, dass nicht alle Zeugenaussagen stimmen können, denn dann wären wir nicht hier und Katrin nicht verschwunden.

Einer oder mehrere Zeugen sagen nicht alles, sagen nicht die Wahrheit oder lügen sogar. Das ist meiner Ansicht nach unausweichlich.

Und gerade Sven verbreitet nur Nebel mit seiner Aussage.

Ob die Polizei nicht schon Hinweise/Beweise für Lügen bei den Zeugen hat, weißt Du woher?


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18.02.2026 um 21:39
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Es ist doch wohl offensichtlich, dass nicht alle Zeugenaussagen stimmen können,
Was bringt dich zu dieser Annahme?
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Einer oder mehrere Zeugen sagen nicht alles, sagen nicht die Wahrheit oder lügen sogar.
Das weisst du von wo her?
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:denn dann wären wir nicht hier und Katrin nicht verschwunden.
Kann auch sein, dass keiner der genannten Personen damit was zu tun hat.
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Ob die Polizei nicht schon Hinweise/Beweise für Lügen bei den Zeugen hat, weißt Du woher?
Ich muss es nicht wissen. Und war auch nie die die Aussage.
Ich meine nur, bis heut konnte auch die EB eine Falschaussage nicht beweisen. So sieht das aus.


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18.02.2026 um 22:34
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Es ist doch wohl offensichtlich, dass nicht alle Zeugenaussagen stimmen können, denn dann wären wir nicht hier und Katrin nicht verschwunden.

Einer oder mehrere Zeugen sagen nicht alles, sagen nicht die Wahrheit oder lügen sogar. Das ist meiner Ansicht nach unausweichlich.

Und gerade Sven verbreitet nur Nebel mit seiner Aussage.

Ob die Polizei nicht schon Hinweise/Beweise für Lügen bei den Zeugen hat, weißt Du woher?
Hinzu kommt noch, dass die Ermittler im LiD-PC sowohl zu Sven als auch zu Martin gesagt haben, dass es in ihren Aussagen Widersprüche gab und sie ihre Angaben im Laufe mehrerer Vernehmungen abgeändert haben.
Allein das belegt doch schon, dass eben nicht alle von diesen Personen gemachten Aussagen stimmen können.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Ich meine nur, bis heut konnte auch die EB eine Falschaussage nicht beweisen. So sieht das aus.
Und woher willst Du das wissen? Wegen einer Falschaussage selbst wird niemand verhaftet und/oder angeklagt. Und wenn jemand in einer Vermisstensache mit vermuteten Tötungsdelikt der Falschaussage überführt wird, bedeutet das nicht automatisch, dass er damit auch der Tat überführt ist. Insofern wird die Öffentlichkeit wohl kaum erfahren, wie, zu welchen Details und wann wer in den Vernehmungen nicht die Wahrheit gesagt hat, etwas dazu erfunden oder weg gelassen hat. Und insofern wissen wir auch nicht, ob und wenn ja welche der sich widersprechenden Aussagen durch die Ermittler als falsch ermittelt werden konnte, oder ob sie einfach nur wissen, dass eben nur eine Angabe stimmen kann, weil die verschiedenen Versionen sich gegenseitig ausschließen.
Aber das Ermittler in einem PC öffentlich die Aussage machen, dass einzlene Zeugen in sich widersprüchliche Angaben gemacht haben und verschiedene Versionen zu ihrem Ablauf Verschwindeabend berichtet haben, zeigt eben doch, dass die Polizei sehr sicher ist, dass zumindest Teile der gemachten Angaben nicht stimmen können.


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18.02.2026 um 22:52
Guten Abend,

ich lese hier schon lange eigentlich nur still mit, aber jetzt habe ich endlich geschafft, den "Licht ins Dunkel"-Podcast ganz anzuhören (ich fand die näselnde Stimme des Erzählers recht unangenehm für's Ohr, ehrlich gesagt, außerdem sagt er immer "Kunert"...) und musste mich jetzt doch mal wieder einloggen, um meinen Senf dazuzugeben....

Also, ganz generell: Nach dem Hören des Podcasts ist jetzt für mich sogar ein freiwilliges Verschwinden wieder im Bereich des Möglichen, was ich früher immer kategorisch ausgeschlossen hatte. Aber jetzt, mit den ganzen neuen Detailinfos....zB, welcher Vater schleppt denn bitte seine Tochter zur Polizei wegen eines Streits über einen nicht gemachten Abwasch (!)? Das ist ja schon mehr als ein bißchen übertrieben und ich als 15jährige Tochter hätte da ganz garantiert geschaut, dass ich das Weite suche, also sorry. Insofern kann ich mir schon vorstellen, dass sie davon schon die Schnauze voll hatte, und dann gab es vielleicht wirklich an dem Abend noch Streit mit Joachim, oder der ganze Zirkus mit einer Mitfahrgelegenheit zurück in ein Zuhause, wo sie eh nur Streß hat, war ihr dann zuviel und sie hat spontan beschlossen, wenn weg, dann jetzt. Da würde dann zB auch die Aussage von Martin passen, sie sei an der Halte vorbeigelaufen, plus die abgelehnten MFG. Einfach weiter die Straße lang bis einer hält, oder zu einer anderen Halte von wo eine andere Buslinie fährt, und dann ab, in eine Stadt wie Magdeburg wo sie her war und vielleicht noch Freunde hatte oder so. Dann würde auch passen, warum die ganzen jungen Männer alle nichts wirklich brauchbares aussagen können, weil sie wirklich nichts wissen....

Was ich mir dann wieder nicht vorstellen kann, wie eine 15jährige allein so lange durchkommen kann, ohne Handy, Geld, Ersatzklamotten etc., außer natürlich einer der Jungs (oder mehrere) hätte ihr irgendwie dabei geholfen und hält bis heute dicht, aber auch das halte ich für unwahrscheinlich. Von daher, ja, ich bin auch eher bei einem Verbrechen, aber gänzlich außer Acht lassen kann man ein (möglicherweise geplantes, aber mißglücktes) freiwilliges Verschwinden auch nicht.

*

Dann... "Sie kannten sich aus der Schule", mehrfach. Sven, Christian, Martin, alle kannte Katrin aus der Schule. Was für eine Schule ist denn das? Die Männer waren doch damals alle "um die 20". Selbst wenn sie bloß 18 waren und aufs Gymnasium gegangen wären, dann wäre Katrin mindestens 3 Klassen unter ihnen gewesen, und sie hätten bald Abschluß gemacht oder hatten schon Abschluß - da gibt man sich doch erst recht nicht mehr mit jüngeren Schülern von der alten Schule ab?? Und selbst wenn man sich schon aus den früheren Jahrgangsstufen kannte (was kaum sein kann, da Konerts ja relativ neu zugezogen waren), dann ist der Altersunterschied doch schon enorm. Eine 15jährige und ein 20jähriger sind gefühlt weiter auseinander als ein 45- und ein 50jähriger, deswegen schließe ich mich hier denjenigen an, die diese vielen älteren Jungsbekanntschaften Katrins doch zumindest bemerkenswert finden.


Was mich auch zum nächsten Thema bringt, das hier 1 Seite vorher schon jemand angesprochen hatte. Ich glaube auch, dass sie an dem Abend ziemlich vielen ziemlich auf die Nerven gefallen ist mit ihrer Bettelei um eine MFG. Christian ja zB gesichert, der hatte sie ja angeblich sogar weggedrückt oder leise gestellt. Ich kann mir vorstellen, dass da an dem Abend keiner Bock drauf hatte und alle nö gesagt haben, was ihnen dann später auf die Füße fiel, als sie gesucht wurde. Anfangs denkt doch da keiner "Na, wenn sie jetzt verschwindet und rauskommt, dass ich sie nicht fahren wollte, bin ich der Trottel...". Bemerkenswert ist auch, dass sich da in dem "Freundeskreis" auch erstmal keiner groß gesorgt zu haben scheint, so nach dem Motto: Naja, sie wird schon wieder auftauchen. Scheint also jetzt auch nicht so ungewöhnlich gewesen zu sein.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Wenn er ohnehin nur so kurz bei den Freunden war und insgesamt noch rd drei Stunden Zeit hatte, erschließt sich mir nicht ganz, warum eine spätere Fahrt nicht auch möglich gewesen wäre.
Ich frage mich das aber auch bei Katrin. Ich weiß nicht mehr ganz genau, wann sie bei Joachim ankamen, aber ich meine, es wäre so um drei Nachmittags gewesen. Ab 17 Uhr ist sie schon massiv damit beschäftigt, wegen MFG herumzudüdeln, während Joschi irgendwann noch den Gehweg streut. Also, ein "Nachmittag bei meinem Freund" sieht aber anders aus...
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Niemand wäre auf die Idee gekommen, der Freundin der Tochter abends nach einem Besuch zu sagen, sie könne ja mal im Ort schauen, ob sie jemanden findet, der sie nach Hause fährt. Da war immer klar, dass sich auch die Eltern derjenigen, die man besucht hat, dafür mitverantwortlich fühlen, wie die Freundin nach hause kommt.
Das sehe ich genauso, und außerdem auch mit als Grund für die abgelehnte Taxifahrt. Selbst wenn sie sich da im Nachbarort Schlanze rauslassen lässt, irgendwer könnte das doch sehen und wenn's blöd kommt, erfahren das die Eltern. Oder die Eltern fragen nach, warum XY, der sie doch nach Hause bringen wollte, nicht vor der Tür abgesetzt hat.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Die Frage ist, woher die Begründung mit der wartenden Freundin kommt. Vielleicht hat er die nachgeschoben - in der 2. oder 3. Vernehmung
Ich kann mir schon vorstellen, dass man da erstmal einfach irgendwas sagt, um halt aus der Situation rauszukommen. "Ja mei, die Freundin hat halt mit dem Essen gewartet" als Begründung, ohne damit zu rechnen, dass das überprüft wird. Man geht ja zu dem Zeitpunkt auch noch nicht davon aus, dass sie 25 Jahre lang vermisst sein wird, sondern denkt einfach, joh, die schnappt jetzt mal Luft und kommt dann schon wieder. Tut sie nicht, und auf einmal muss man irgendwelche Aussagen belegen, die man gemacht hat aber vielleicht selber schon nicht mehr genau weiß....


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18.02.2026 um 22:57
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Ich halte es für plausibel, dass Sven beim Freund/Freunden nicht nur rumhängen, sondern vllt auch ein Bierchen trinken wollte. Dass er kurz da war, dann die erste Anfrage von Katrin erhielt und sie sofort gefahren hätte, um danach vllt noch was zu trinken (weil er dann nur noch im "Dorf" hätte umherfahren müssen, leicht alkoholisiert). Evtl war die Stimmung oder die Gesellschaft beim Freund dann doch nicht so toll oder es gab nichts Gescheites zu Essen (nur Reste vom Silvester), sodass er lieber ne Pizza bestellt hat?
Ich finde es nicht ungewöhnlich, dass man nach dem ersten Schluck Bier nochmal losfahren würde. Aber nicht bei Freunden eine Stunde lang auf dem Trockenen sitzen möchte, weil man irgendwann die Freundin eines Bekannten nach Hause fahren soll. Aber auch, dass man nicht in der Herrenrunde versumpft, sondern sich lieber was zu Essen besorgt, weil ja später noch die eigene Freundin vorbeikommt.
Dass er die Pizza im Auto gegessen hat, um weder mit den Freunden noch (später) mit seiner Freundin teilen zu müssen, kann ich nachvollziehen ;-)
Genauso meinte ich auch meine Überlegungen: man kann sich bei Sven einige Szenerien für den Ablauf und seine Pläne des Abends vorstellen, zu denen das, was wir wissen, was er angegeben hat, gut passt und eben keinen Widerspruch darstellt.
Deine Idee für eine Begründung, dass er eben bei seinen Freunden gerne was trinken wollte, und deshalb gesagt hat, er könne Katrin sofort fahren, später aber nicht mehr, finde ich sogar noch naheliegender.

Hinzu kommt, dass sich Pläne im Laufe des Abends eben auch ändern können. Vielleicht ist er bei den Freunden aufgeschlagen, hatte geplant, dort eine längere Zeit zu bleiben, bis zum vereinbarten Treffen mit der Freundin. Hat dann aber festegestellt, dass die Stimmung da nicht so pralle war (vielleicht waren alle noch ein bisschen lethargisch, verkatert und/oder übermüdet von der Sylvesternacht) oder es gab, wie Du schon schriebst nur Reste zu Essen, so dass er sich eben dann überlegt hat, dort doch nicht mehrere Stunden abhängen zu wollen, sich lieber eine Pizza bestellen und zuHause auf seine Freundin warten zu wollen. Das er Katrin gg. 17.300 Uhr etwas bestimmtes gesagt hat, wie er seinen Abend plant und dass eine spätere Fahrt da eben deshalb nicht reinpasst, bedeutet nicht, dass er es an dem Abend dann auch so durchgeführt hat.
Und nach der Planänderung Katrin anzurufen und ihr anzubieten, dass er jetzt doch Zeit hat, sie später zu fahren, wäre wohl etwas zu viel verlangt. So wie ich es verstanden habe, war er nicht besonders eng mit ihr bekannt und konnte ja auch nicht ahnen, dass sie niemand anderen gefunden hatte, der bereit war, sie zu fahren (zumindst, wenn sie ihn nicht noch ein weiteres Mal kontaktiert hat und er den 3-Sekunden-Anruf verpasst hat).


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18.02.2026 um 23:24
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Aber das Ermittler in einem PC öffentlich die Aussage machen, dass einzlene Zeugen in sich widersprüchliche Angaben gemacht haben und verschiedene Versionen zu ihrem Ablauf Verschwindeabend berichtet haben, zeigt eben doch, dass die Polizei sehr sicher ist, dass zumindest Teile der gemachten Angaben nicht stimmen können.
Dem will ich so auch nicht widersprechen. Nur wenn duschreibst:
Zitat von GrillageGrillage schrieb:dass zumindest Teile der gemachten Angaben nicht stimmen können.
Da liegt doch irgendwo eine Falschaussage vor. Oder wie muss ich das verstehen? Und bleibe dabei. Eine Falschaussage konnte die EB bis heut nicht beweisen. Bzw. so auswerten, dass ein relevanter Zusammenhang mit dem verwinden von Katrin vorliegen würde. Was dann auch eine Tat als wahrscheinlich annehmen lässt. Es gab zwar beschuldigte, aber einen Beweis für die Anschuldigung gab es nicht. Hätte es diesen Beweis gegeben, wär auch Anklage erhoben worden.


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19.02.2026 um 00:47
Zitat von JuanitoJuanito schrieb:Ich weiß nicht mehr ganz genau, wann sie bei Joachim ankamen, aber ich meine, es wäre so um drei Nachmittags gewesen. Ab 17 Uhr ist sie schon massiv damit beschäftigt, wegen MFG herumzudüdeln, während Joschi irgendwann noch den Gehweg streut. Also, ein "Nachmittag bei meinem Freund" sieht aber anders aus...
Also abgeholt wurde Katrin von Joachim und seinem Kumpel lt. Frau Dau-Rödel zwischen 15 - 15.30 Uhr. Dann wären sie bei normaler Fahrt etwa um 15.45 Uhr in Bergen gewesen. Um den Rücktransfer hat sich Katrin nicht schon ab 17 Uhr "massiv" gekümmert, sondern ab etwa 17.30 Uhr (erster registrierter Anruf von Joachims Handy aus um 17.39 Uhr an Sven). Offenbar wollte sie aber noch etwas länger bei Joachim bleiben (dies sagten zumindest Sven und Joachim so aus, der den ersten Anruf an Sven noch mitgekriegt hat, bevor er dann irgendwann später zum Streuen raus musste).
Insgesamt ein recht kurzer Nachmittag, ja, aber unter den gegebenen Umständen (Konerts haben bis spät nachts Silvester gefeiert und auch bei Joachim und dem Kumpel/Fahrer dürfte es nicht viel anders gewesen sein, d. h. man hat Neujahr länger geschlafen und Joachim und der Kumpel/Fahrer mussten evtl. auch noch ihrem Rausch ausschlafen), war eben an dem Tag nicht mehr drin.
Zitat von JuanitoJuanito schrieb:Und selbst wenn man sich schon aus den früheren Jahrgangsstufen kannte (was kaum sein kann, da Konerts ja relativ neu zugezogen waren)
Konerts sind 1994 in die Gegend gezogen, also locker 6 Jahre vor Katrins Verschwinden, und alle Geschwister sind in Clenze zur Schule gegangen (Cousine Nancy kam später auch noch dazu) => siehe dazu auch NDR-Podcast Teil 2. Alle Konert-Kinder waren fest in den Schulalltag eingebunden. Dadurch dass Katrin drei ältere Schwestern und eine ältere Cousine hatte, ist es mehr als naheliegend, dass Katrin auch einige der Klassenkameraden von diesen kannte. Aber:
Zitat von JuanitoJuanito schrieb:Dann... "Sie kannten sich aus der Schule", mehrfach. Sven, Christian, Martin, alle kannte Katrin aus der Schule. Was für eine Schule ist denn das?
Wo wird denn gesagt, dass Katrin alle drei aus der Schule kannte? Sven kannte sie über Joachim. Martin vom gemeinsamen Feiern (im "Saloon" in Schnega und Christian allgemein gesagt aus der Clique => siehe NDR-Podcast Teil 3. Christians Bekannte Tanja dagegen, mit der er an den betreffenden Abend in der Pizzeria war, kannte Katrin aus der Schule (in Clenze) => siehe NDR-Podcast und auch im LiD-Podcast (Teil 3 ab ca. Minute 16) wird das so gesagt. In dem betreffenden Abschnitt, dass sie sich aus der Schule kannten, bezieht sich Herr Rusche eindeutig auf Tanja und nicht auf Christian.
Zitat von JuanitoJuanito schrieb:Eine 15jährige und ein 20jähriger sind gefühlt weiter auseinander als ein 45- und ein 50jähriger, deswegen schließe ich mich hier denjenigen an, die diese vielen älteren Jungsbekanntschaften Katrins doch zumindest bemerkenswert finden.
Dann bin ich wohl einer derjenigen, die dass weniger merkwürdig finden. Katrin hatte nunmal drei ältere Schwestern (plus ältere Cousine). Dadurch hatte sie automatisch auch "Zugang" zu älteren Jungs. Wenn die älteren Geschwister (oder deren Klassenkameradinnen) wiederum ältere Freunde hatten (die evtl. auch früher in Clenze zur Schule gingen), dann ergibt sich eine Bekanntschaft zu Jungs, die 3-5 Jahre älter waren als Katrin, relativ natürlich, wie ich meine. Man muss auch bedenken, dass Katrin mit ihren 14/15 Jahren regelmäßig im "Saloon" war, wo selbstredend auch Leute abhingen, die älter waren als Katrin, die sie dort kennen lernte und zu denen sie dann Kontakt aufbaute, und Katrin war, nach allem was wir wissen, generell ein kontaktfreudiges Mädchen. Das muss nicht zwingend etwas anrüchiges an sich haben.


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19.02.2026 um 01:04
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Wo wird denn gesagt, dass Katrin alle drei aus der Schule kannte? Sven kannte sie über Joachim. Martin vom gemeinsamen Feiern (im "Saloon" in Schnega und Christian allgemein gesagt aus der Clique => siehe NDR-Podcast Teil 3. Christians Bekannte Tanja dagegen, mit der er an den betreffenden Abend in der Pizzeria war, kannte Katrin aus der Schule (in Clenze) => siehe NDR-Podcast und auch im LiD-Podcast (Teil 3 ab ca. Minute 16) wird das so gesagt. In dem betreffenden Abschnitt, dass sie sich aus der Schule kannten, bezieht sich Herr Rusche eindeutig auf Tanja und nicht auf Christian.
Dann waren das eben Tanja, Martin und noch irgendeiner, jedenfalls wurde in dem LiD-Podcast (nur diesen habe ich gestern gehört) dreimal bei je einer Person gesagt, sie kannte die "aus/über die Schule", und ich meine, das waren drei Jungs gewesen. Ist aber wohl im Endeffekt auch egal, es ist wie es ist: Sie kannte viele Leute, die rund 5-10 oder gar 15 Jahre älter waren als sie selbst. Mag zum Teil über die Schwestern gewesen sein, aber zB Joachim kam ja über Stephanie (die, wie ich annehme, in Katrins Alter war); Joachim war der Ex-Mann von Stephanies Schwester (die, wie ich ebenfalls annehme, dann altersmäßig irgendwo bei Joachim gewesen sein dürfte und somit ebenfalls +/- 10 Jahre älter als ihre Schwester Stephanie). Kenne ich so von hier halt überhaupt nicht, da war es schon ungewöhnlich, wenn ein 17jähriger mit 15jährigen abhängt...
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Das muss nicht zwingend etwas anrüchiges an sich haben.
Das habe ich auch gar nicht so gemeint; sondern eher die Tatsache, dass sich da halt viele Möglichkeiten auftun, was passiert sein kann, weil Volljährige eben einen viel größeren "Aktionsradius" haben als eine Minderjährige.


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19.02.2026 um 01:15
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Konerts sind 1994 in die Gegend gezogen, also locker 6 Jahre vor Katrins Verschwinden, und alle Geschwister sind in Clenze zur Schule gegangen (Cousine Nancy kam später auch noch dazu) => siehe dazu auch NDR-Podcast Teil 2. Alle Konert-Kinder waren fest in den Schulalltag eingebunden. Dadurch dass Katrin drei ältere Schwestern und eine ältere Cousine hatte, ist es mehr als naheliegend, dass Katrin auch einige der Klassenkameraden von diesen kannte
Nochmal, sorry, Bearbeitungszeit abgelaufen.
1994 war Katrin dann 11 und sämtliche Jungs, um die es hier geht, waren um die 16. Das geht sich ja noch weniger zusammen; 16jährige Teenagejungs geben sich doch nicht mit einem 11jährigen Kind ab. Mag ja sein, dass Katrin so in der Clique der Schwestern "mitgelaufen" ist und die Leute so vom sehen "kannte", klar. Das war hier auch so, man "kannte" die älteren, coolen Leute vom sehen aus dem Schwimmbad oder aus der Schule, aber abgegeben hat man sich nicht miteinander, und 5 Jahre später wenn ich dann in dem Alter bin und die aber alle schon Abschluß und Arbeit haben und ein "erwachsenes" Leben führen, hat man ja noch weniger miteinander zu tun.

Und ob die Schwestern jetzt z.B. Martin, Sven oder Christian kannten, ist ja auch offen. Ich finde das schon bemerkenswert.


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19.02.2026 um 01:44
Zitat von JuanitoJuanito schrieb:Ich finde das schon bemerkenswert.
Ich vermute mal, Du bist eher in der Stadt aufgewachsen. Da wäre es bemerkenswert. Ich bin auch in der Stadt aufgewachsen und kannte am Gymnasium -ausser vom Sehen und vielleicht die besten Sportler der Schule - so gut wie niemanden der anderen Jahrgangsstufen.

Später bin ich aufs Land gezogen, und da war alles ganz und gar anders. Mit einem grossen Schulzentrum, in das jeder und jede aus dem ganzen Landkreis gekarrt wurde, und einem sehr regen Vereinsleben, vom Sportverein bis zum Schützenverein, kannte gefühlt wirklich jeder jede. Dazu kamen noch die beschriebenen internen Beziehungen, der Freund der grossen Schwester usw. - es war wirklich so, wie auch hier in diesem Fall beschrieben. Daher ist das m.E. keineswegs bemerkenswert.

Viel bemerkenswerter ist es, dass sich in der angeblich so blitzeisgeplagten Nacht so viele Leute auf der Strasse tummeln und sich begegnen. Daraus schliesse ich zumindest, dass der Titel des Falles sehr irreführend ist: das angebliche Blitzeis hat anscheinend kaum jemanden davon abgehalten, durch die Gegend zu fahren, z.B. um sich Pizza zu holen, um zu Tanken usw usw.


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19.02.2026 um 03:50
@schlüsselbund

Ich werde jetzt nicht im einzelnen auf Deine Nachfragen eingehen, weil sie eine Zusammenfassung vieler meiner Posts hier bedeuten würde.

Nur soviel: Das die Aussagen nicht stimmen können, wurde schon im Täter-Unbekannt-Postcast von der Polizei selber festgestellt. Wenn man sich in einem Weg-Zeit-Diagramm die Aussagen einträgt, passt es nicht zusammen, weil ja alle Zeugen angegeben in der fraglichen Zeit unterwegs gewesen zu sein und sich trotz gleicher Zeit und gleichem Raum (Streckenabschnitte auf den Straßen) nicht gesehen zu haben. Ganz extrem Christian, Tanja und Ralf. Alle drei wollen Katrin gesehen haben und Ralf hat sogar mit ihr gesprochen. Und das bei Nigel. Direkt davor haben Christian und Tanja vor der Kirche gesehen. Die beiden Orte liegen fast einander gegenüber. Aber sie haben sich nicht gegenseitig gesehen. Passt nicht.

Ob die Polizei Falschaussagen der Zeugen nachweisen oder beweisen können, wissen wir nicht. Darüber hat sie nie ein Wort verloren. Daher ist Deine Aussage auch bei Wiederholung nicht richtiger.

Das keiner der Zeugen etwas mit dem Verschwinden von Katrin zu tun hat ist selbstverständlich möglich, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit dafür nahe Null.

Der große Unbekannte wird wohl nicht von der Polizei favorisiert, sonst hätte Rusche nicht gesagt, man hätte wohl schon mit dem Tater gesprochen. Allerdings weiß die Polizei nicht wer es ist, oder sie kann es nicht beweisen.


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