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Der Fall Nelli Graf

18.794 Beiträge, Schlüsselwörter: Halle, Nelli Graf, Bauerhof Der Alten Dame

Der Fall Nelli Graf

13.05.2019 um 12:27
abberline schrieb:Das seh ich ähnlich. In die Jacke würd ich nicht viel reininterpretieren. Das sieht mir eher nach "schnell was übergeworfen" aus. Es sieht halt nur nicht danach aus, als sei sie zu einem romantischen Date gefahren. Also bleibt "schnell was besorgen wohin, wo man eher nicht durchgestylt hin muss (Wald, Garten, einfach ne kurze Radtour...)...oder es musste schnell gehen.
Ich hatte diesbezüglich ehemals auch nicht viel hinein interpretiert.
Doch es wurde ehemals von den Angehörigen mitgeteilt (da müsste ich suchen ohne Ende im Thread) das diese Jacke nicht an der Garderobe gehangen hatte, ergo nicht sofort greifbar.

Eine weitere Frage diesbezüglich steht für mich weiterhin im Raum.
Die Jacke des Sohnes wurde bei der Leiche N.G. gefunden.

Wenn eine Person grausam getötet wurde, diese Person nahe eines Feldes begraben wird, aus welchem Grund wird die Jacke des Sohnes beigelegt?
Hatte N.G. während ihrer Tötung die Jacke an und wurde diese nicht ausgezogen? Zumal zu lesen war, (habe keinen Beleg betreff Medien parat) das sie auf der Leiche gelegen hatte.

Sollte ein User Zeit haben, darüber zu recherchieren wäre ich dankbar.


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13.05.2019 um 12:46
Dazu nochmal einen Beitrag aus 2012 von „Scipper“:
Scipper schrieb am 30.09.2012:Hier die Fakten, wie sie sich nach den Erkenntnissen des Chefmittlers abzeichnen oder darstellen:
"Immerhin steht damit nun so viel fest: Die Leiche der dreifachen Mutter und Ehefrau wurde nicht erst im Februar, also kurz vor ihrem Auffinden, in einer Senke zwischen Acker und Wäldchen am Kölkenweg abgelegt, sondern bereits kurz nach ihrem Verschwinden am 14. Oktober. „Ob Frau Graf allerdings bereits an diesem Tag ermordet und direkt zum Kölkenweg gebracht wurde, oder ob das ein paar Tage später geschah, lässt sich nicht mehr eindeutig feststellen”, sagt Ralf Östermann. „Ebenso wenig beantworten lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt die Frage, ob der Leichenfundort auch der Tatort war.”

Klar ist wiederum, dass Nelli Graf am Tag ihres Verschwindens nach einem Arztbesuch in der Innenstadt wieder zu Hause am Ahornweg gewesen sein muss: „Neben Handtasche, Schlüsseln und ihrem Handy lag die lange karierte Jacke, die sie morgens trug, dort”, bestätigt Ralf Östermann. „Wir können es zwar nicht definitiv sagen, unterstellen allerdings, dass Nelli Graf dann noch einmal mit dem Fahrrad losgefahren ist und schließlich ihren Mörder getroffen hat.”

Dass das Fahrrad unabhängig von der Tat in das Wäldchen an der Hachhowe gebracht wurde, sei wenig wahrscheinlich. Und ganz sicher sei ihr nichts zu Hause geschehen, denn dort gebe es keine Spuren und die müsse es angesichts der Tatsache, dass sie erstochen wurde, nun einmal geben. Fraglich bleibt jedoch bis heute, warum Nelli Graf, die auf ihrer letzten Fahrt die Sportjacke ihres jüngsten Sohnes mit der Aufschrift »SC Halle« trug, auf diesem Weg von niemandem gesehen wurde. Zeugen werden weiterhin gebeten, sich bei der Polizei zu melden."

http://www.haller-kreisblatt.de/hk-templates/nachrichtendetails/datum/2012/03/17/leiche-lag-lange-in-koelkebeck/
Ergo hatte N.G. eine lange karierte Jacke in den Morgenstunden getragen, diese später abgelegt und bei einem erneuten schnellen Aufbruch die Jacke des Sohnes übergezogen. Laut Mitteilungen der Familie war diese nicht sofort greifbar.
Ich habe keine Belege dafür, erinnere mich jedoch daran, es gelesen zu haben. kam mir damals schon seltsam vor.


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13.05.2019 um 13:14
A_Angel schrieb am 12.05.2012:http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2012-05-12-erster-tag-macht-ermittlern-mut/613/ed6db9cbf721673629e2811f7a1eb6d7/
Zu dem Zuschauerhinweis aus »XY«, wonach Nelli Graf angeblich drei Monate vor ihrem Tod bedroht worden sein soll, gibt er noch keine abschließende Bewertung ab. Doch Östermanns Skepsis, dass hier eine heiße Spur vorliegen könnte, ist deutlich.

Umso wichtiger bleibt die Aufmerksamkeit von Zeugen in Halle, dass sich vielleicht doch noch jemand erinnert an das Fahrrad, an das Panzerband und die Kabelbinder, an die Sportjacke vom SC Halle oder eben an Beobachtungen im Bereich des Waldstückes an der Hachhowe, wo am 16. Oktober das Fahrrad gefunden wurde, oder an den Kölkenweg in Kölkebeck, wo das Opfer wahrscheinlich bereits am Tag des Verschwindens am 14. Oktober verscharrt wurde.

Und was passiert, wenn bei diesem Gentest kein Treffer zu verzeichnen ist? Dann, ja dann kommt auch eine Ausweitung des Radius infrage. »Aber wir wollen den zweiten nicht vor dem ersten Schritt machen«, sagt Ralf Östermann. Und eines ist auch klar: Diejenigen, die nicht zum freiwilligen Speicheltest erscheinen, werden durch die Kripo überprüft, ob sie zum Beispiel ein Alibi haben ....
Nochmals über die Suchfunktion einen Beitrag gefunden, wie immer dieser zu deuten ist.

Ich denke, nach wie vor, dass es sich bei der Ermordung von N.G. um einen Racheakt innerhalb ihrer privaten connection gehandelt haben dürfte.


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13.05.2019 um 19:18
was mir auch nicht aus dem kopf geht ist dieser mann der N.G. auf der arbeit besuchte, wo sie eine überraschte/betroffene reaktion gezeigt haben soll.. Wer was das, was wollte er und woher kannten sie sich?

Ein mögliches szenario wäre vlt dass sie an dem tag mit jemand zb zum rauchen an der bank verabredet war, sich nach dem arzt termin kurz auf die couch gelegt hat und einschlief.. Als sie dann aufwachte, ist sie dann völlig überhastet los, da ja zu spät und darum schnell irgendeine jacke (auch wegen dem rauchgeruch) drübergezogen. Vorher noch fleisch zum auftauen hingelegt und losgeradelt..


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13.05.2019 um 22:35
Nach dem Erscheinen des neuen Magazins der örtlichen Presse scheint hier noch einmal Bewegung in die Diskussion zu kommen.

Beim Lesen der letzten Seiten kamen mir persönlich folgende Fragen in den Sinn:

a) Ist es gesichert, dass NG bis zur Bank fuhr und dort auf den Täter traf, oder könnte er sie bereits vorher abgegriffen haben, wenn das Fahrrad etwa 250 m entfernt von der Bank, näher an ihrem Zuhause gefunden wurde?

b) Welche Szenarien wären denkbar, dass es zu dem platten Reifen des Fahrrades kommt - war dieser vorne oder hinten?

c) (Das geht auch an @fortylicks, die alles bestens im Gedächtnis hat) Wo genau befand sich die Sportjacke im Haus? Nicht an der Garderobe, so viel ist klar. Es gibt Angaben zum Keller und zur Garage.

d) Hat die Zeugin an der Pestalozzistraße NG eindeutig erkannt, oder hat sie aufgrund dessen, dass sie NG des öfteren in der Sportjacke dort hat fahren sehen, angenommen, sie sei es und es könnte ebenso eine NG ähnliche Person in dieser Jacke gewesen sein?

e) Wäre es denkbar, dass jemand, der NG ähnlich sieht, mit dieser Jacke und dem Rad eine falsche Fährte legte?

f) Wie wäre NG ohne Hausschlüssel, der ja im Haus verblieben schien, wieder in das Haus gekommen??

g) Ist es möglich, dass NG in der Garage abgegriffen wurde? Dass dabei die Jacke entwendet wurde, das Fahrrad zur Irreführung im Wald abgelegt wurde?

In einem der Berichte stand, dass das mittels Faserspuren gesuchte Fahrzeug eventuell auch der Tatort gewesen sei. Die Hintergründe dieses Verbrechens bleiben bislang unklar. Auch die am Kopf des Leichnams gefundenen Reinigungsmittel, wie sie im Bericht über die Arbeit des Profilers Petermann erwähnt werden, kann ich gar nicht einordnen. Hat dazu jemand Informationen oder Ideen?


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14.05.2019 um 07:42
Saloum schrieb:a) Ist es gesichert, dass NG bis zur Bank fuhr und dort auf den Täter traf, oder könnte er sie bereits vorher abgegriffen haben, wenn das Fahrrad etwa 250 m entfernt von der Bank, näher an ihrem Zuhause gefunden wurde?
Ist nicht gesichert, das Rad lag zwar etwas entfernt im Gebüsch, aber von den Bänken führt ein Weg direkt dorthin und es ist eher weiter entfernt von Nellis Haus.
Saloum schrieb:Welche Szenarien wären denkbar, dass es zu dem platten Reifen des Fahrrades kommt - war dieser vorne oder hinten?
Das Vorderrad war platt; die Ermittler halten sich bedeckt, wie das entstanden ist. Könnte man als Stich in den Reifen interpretieren, um sie am Weiterfahren zu hindern. Ist aber Spekulation
Saloum schrieb:Wo genau befand sich die Sportjacke im Haus?
Die Jacke war die ausrangierte Jacke des jüngeren Sohnes; wo genau die sich befand, ist unklar. Evtl. Garage oder Keller.
Saloum schrieb:Hat die Zeugin an der Pestalozzistraße NG eindeutig erkannt, oder hat sie aufgrund dessen, dass sie NG des öfteren in der Sportjacke dort hat fahren sehen, angenommen, sie sei es und es könnte ebenso eine NG ähnliche Person in dieser Jacke gewesen sein?
Die Zeugin hat Nelli klar erkannt, diese fuhr auf dem Rad an ihr vorbei und bog dann in de Hachhowe ab, die direkt zu den Bänken führt. Sie kannte Nelli vom lidl.
Saloum schrieb:Wäre es denkbar, dass jemand, der NG ähnlich sieht, mit dieser Jacke und dem Rad eine falsche Fährte legte?
für die Ermittler eindeutig nicht. Und für meine Logik auch nicht. Der Kontext Raucherbänke, auf der NG öfter gesichtet wurde, Fahrrad in der Tangente entsorgt, Zeugensichtung der ihr bekannten NG ergibt für mich genau diese Aussage. Warum daran immer und immer wieder gekrittelt wird, ist mir vollständig unklar.
Saloum schrieb:Wie wäre NG ohne Hausschlüssel, der ja im Haus verblieben schien, wieder in das Haus gekommen??
die Haustür sowie die Garage waren nur zugezogen, nicht abgeschlossen. Deutet auf einen kurzen "Ausflug" hin.
Saloum schrieb:Ist es möglich, dass NG in der Garage abgegriffen wurde? Dass dabei die Jacke entwendet wurde, das Fahrrad zur Irreführung im Wald abgelegt wurde?
Halte ich für eine ziemliche Räuberpistole; Schaut man sich die räumliche Enge dieser Siedlung an und die Situation zum Nachbarhaus, dann ist es völlig ausgeschlossen, dass NG in ihrem Haus attackiert wurde und dann solche Maßnahmen wie Jacke mitnehmen (wozu sollte das denn auch dienen, erschließt sich mir irgendwie nicht) und aus der Garage heraus mit einem Fahrzeug, indem sich die entführte Nelli befand, wegzufahren. Mit ihrem Fahrrad? Und mit welchem Fahrzeug? Musste dann ja ein fremdes sein, denn mit dem Familienfahrzeug war der Mann zur Arbeit gefahren. Diese These ist praktisch unmöglich.
Zur Veranschaulichung noch: die Haustür des Hauses der Familie G. und der Hof grenzen direkt an das Nachbarhaus, ein Mehrparteienhaus mit direktem Blick auf das Graf-Haus. Never-ever…..dieses Risiko würde wohl niemand nehmen.
Saloum schrieb:In einem der Berichte stand, dass das mittels Faserspuren gesuchte Fahrzeug eventuell auch der Tatort gewesen sei.
Das scheint genauso eine begriffliche Unklarheit der Autorin gewesen zu sein wie das Detail mit der Metallplatte unter dem Leichnam. Die Kripo ging ja immer von einem "umschlossenen Raum" aus, in dem Nelli getötet wurde. Damit ist dann eher ein uneinsichtiges Privatgelände gemeint oder Raum (Scheune etc.) In einem Auto eine derartige Metzelei wie multiple Messerstiche und Kehlschnitt ist eigentlich unmöglich. Das wird ein Schreibfehler gewesen sein..


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14.05.2019 um 08:21
fortylicks schrieb:Die Kripo ging ja immer von einem "umschlossenen Raum" aus, in dem Nelli getötet wurde. Damit ist dann eher ein uneinsichtiges Privatgelände gemeint oder Raum (Scheune etc.) In einem Auto eine derartige Metzelei wie multiple Messerstiche und Kehlschnitt ist eigentlich unmöglich. Das wird ein Schreibfehler gewesen sein..
Vielleicht auch genau deshalb das Gemetzel und alles bei ihr abgeklebt, weil der Tatort nicht abgeschieden genug war, und Nachbarn oder dergleichen eventuell etwas mitbekommen hätten, hätte NG geschrien? Und vielleicht hat sie ja dann trotzdem noch ihr mögliche Laute von sich gegeben, und deshalb diese Übertötung, damit sie schnell ruhig ist?


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14.05.2019 um 08:56
@rayden
diesen Ort kennt man ja -noch- nicht. Darum darf dazu spekuliert werden. Für mich persönlich scheint die Variante ländlicher "Raum", der idealerweise näher am Leichenfundort gelegen wäre, die wahrscheinlichste.
Und die Maßnahmen wie Fesselung und Abkleben sind für mich der Sicherheit geschuldet?! Da wollte wohl Jemand absolut sicher sein, dass das Opfer nicht entkommt? Auch der beschädigte Radreifen würde da reinpassen...

Die Übertötung hat für mich psychologische Gründe. Kranker Hass etc.


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14.05.2019 um 09:31
Sehe ich auch so das diese Tötung "Hasserfüllt war" , ich denke wenn der Mord in oder am Wohnhaus passiert wäre, hätten die Ermittler bestimmt Spuren gefunden. daher schließe ich die eigenen vier Wände aus.


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14.05.2019 um 10:54
@fortylicks
Danke soweit für Deine Ausführungen. Für mich bleiben dennoch Fragen offen und ich bin mir bezüglich des Ortes, wo NG abgegriffen wurde, nicht sicher. Meine Gedanken spekulieren vor sich hin, was das Verlassen des Hauses anbelangt. Dazu ist Deine Erklärung, wie es in der Siedlung aussieht sehr interessant.

Ich denke noch weiter darüber nach.

Zur Auffindesituation des Opfer: Es ist klar, dass der Fundort nicht der Tatort war. Es ist auch eindeutig, dass NG durch Fesselung und Knebelung wehrlos war. War durch die Obduktion noch feststellbar, ob sie betäubt wurde?

Und bezüglich des postmortalen Kehlschnitts: Gibt es hier jemanden, der sich mit paramilitärischen oder anderen gewalttätigen Gruppierungen auskennt? Mir hat mal jemand erzählt, dass diese Form zum Beispiel in der Fremdenlegion ausgeführt wird. Eventuell ergeben sich neue Erkenntnisse, wenn man weg vom Anfangsgeschehen der Tat (das völlig zufällig so abgelaufen sein kann) mehr in Richtung der Auffindesituation denkt.

Also:

Warum dieser Ort am Kölkenweg?
Warum verscharrt?
Warum den Leichnam so zugerichtet?
Aus welchen Kreisen ist ähnliche Prozedur bekannt?
Warum die Reinigungsmittel auf Kopfhöhe des Opfers?
Warum die Jacke auf dem Opfer?


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14.05.2019 um 12:12
Saloum schrieb:Warum die Reinigungsmittel auf Kopfhöhe des Opfers?
Um den Tatort zu reinigen? Ein Beleg mehr dafür, dass alles von vornherein geplant war, wie nun auch nicht jeder Klebeband, Kabelbinder und Folie oder Mullsäcke in Kombination zufällig bei sich führt. Wäre NG dann das gezielte Opfer gewesen, glaube ich nicht, dass der oder die Täter unerkannt hätten bleiben können in ihrem Umfeld.


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14.05.2019 um 17:15
Gerade habe ich im Onlinearchiv des Westfalen-Blattes den Artikel vom 14.10.2016 gefunden, in dem es um die Einschätzung des Profilers Axel Petermann zu diesem Fall geht. Petermann hält es für unwahrscheinlich, dass NG zum Rauchen am Tag ihres Verschwindens zu der Bank gefahren ist. Außerdem vermutet er, dass das Fahrrad nach der Tat im Wald abgelegt wurde. Sowohl der Fahrradfundort als auch die Stelle, wo der Leichnam verscharrt wurde, geben ihm Hinweise, dass der Täter Ortskenntnisse hatte. Bekannte Orte zu wählen, gibt dem Täter, der unter extremem Stress stehe, Sicherheit. Das Verstecken von Fahrrad und Verbringen des Opfers wird von ihm als aufwändig, aber nicht zu gründlich beurteilt.

Wortwörtlich möchte ich aus dem Bericht den Part des Leichenfundes zitieren:
Axel Petermann spricht mit Zeugen des grausigen Fundes. Er lässt sich ihre Beobachtungen schildern, dass Augen und Mund der Toten mit einem breiten Klebeband verbunden waren. Laut den Ermittlungsergebnissen war sie mit Kabelbindern gefesselt. »Der Täter wollte immer die totale Kontrolle behalten. Er kann so alleine agieren«, sagt Petermann. Die Tote sei unbekleidet gewesen, hört der Profiler von Zeugen, denen sich die Bilder eingebrannt haben. Lediglich eine Sportjacke des SC Halle habe sie getragen. Diese Jacke fiel Zeugen so besonders auf, weil der Schriftzug SC Halle so auffällig zu sehen war. Für einen Profiler sind gerade solche Informationen wichtig. Gibt es hier womöglich eine Symbolsprache des Täters. »Hat das Opfer eine besondere Beziehung zum Sportverein gehabt?«, fragt Petermann. Es ist die Aufgabe eines Profilers, quer zu denken. Geradezu aufgebahrt habe die Tote gewirkt, hört der Profiler von Zeugen. Und auch bestimmte Reinigungsgegenstände, die in Höhe des Kopfes der Toten abgelegt gewesen seien, können Anlass zum Querdenken geben. »Täter haben Bedürfnisse, die sie bei einer Tat realisieren«, sagt Petermann. Daher seien Details so wichtig.


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14.05.2019 um 20:56
fortylicks schrieb:Die Kripo ging ja immer von einem "umschlossenen Raum" aus, in dem Nelli getötet wurde. Damit ist dann eher ein uneinsichtiges Privatgelände gemeint oder Raum (Scheune etc.) In einem Auto eine derartige Metzelei wie multiple Messerstiche und Kehlschnitt ist eigentlich unmöglich. Das wird ein Schreibfehler gewesen sein..
Jein. In einem Interview hatte Hr. Östermann erklärt, dass eine derart blutige Tat "schwerlich unter freiem Himmel" durchgeführt werden könne. Auch ein Hotelzimmer scheide daher aus, weshalb die damalige Spekulation, es könnte sich bei den Tätern evtl. um reisende Handwerker handeln, haltlos war. Für mich ist das der einzige Grund, weshalb immer von einem umschlossenen Raum gesprochen wurde, ohne diesen näher zu benennen.

Aber wenn ich jetzt die alten Berichte noch einmal lese, verwundern mich einige Dinge. Wie passt ein derartiges Gemetzel mit Reinigungsgegenständen zusammen, die neben Frau Graf abgelegt waren. Abgelegt, nicht hingeworfen, wenn man es wörtlich nimmt.

Wieso wirkte der Leichnam wie aufgebahrt? Eine Parallele übrigens zu Frau Amtenbrink in Gütersloh, war doch auch sie geradezu "feierlich gebettet" worden.

Und dann ist da immer noch die ungeklärte Frage von vor vier Jahren, wieso jemand fast genau drei Jahre nach dem Verschwinden von Frau Graf diesem Thread die Schlüsselwörter bezüglich der "Alten Dame" hinzugefügt hat, die auf den ersten Blick so völlig fehl am Platze wirken.


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14.05.2019 um 21:32
@Thorhardt
Ja, gute Ansätze. Ich denke auch, dass die alten Denkansätze umgepflügt gehören.

Die alte Dame, dabei ging es um einen Beitrag, der der einzige eines einzelnen Users war.

Im Umfeld von Halle gab es den Fall Martha Riewe, die auf ihrem abgelegen gelegenen Hof im Teutoburger Wald ermordet aufgefunden wurde. Dieser Fall ist inzwischen aufgeklärt.

Es gibt den Fall der Ingrid Amtenbrink, der ebenfalls entlang der L782 geschehen ist. Dieser Fall ist nach wie vor ungeklärt. Vielleicht gibt es weitere Fälle, die gar nicht mehr im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

Und zu dem Festhalten an alten Dingen, ich glaube nicht, dass die Fakten im Kriminalmagazin oder neueren Artikeln Fehlformulierungen sind. Viel mehr wird es so lange nach der furchtbaren Tat notwendig, mehr Details preiszugeben, um neue Informationen zu erhalten. Das Täterwissen ist so alt wie dieser Fall, wenn ein potenzieller Täter sich offenbart haben sollte, dann viele mit einem dieser zuvor nicht veröffentlichten Details.


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14.05.2019 um 21:38
Des weiteren ist mir eine Sache aufgefallen: im Beitrag von XY wurde damals die Hubertus-Apotheke in Halle gezeigt, als diejenige, wo NG das Rezept eingelöst haben sollte. Im Beitrag um den Profiler Petermann wird allerdings die Hansa-Apotheke genannt.

Das ist kein entscheidendes Detail, aber ein signifikanter Unterschied. Genau wie der Hinweis des Profilers, dass er die Ablage des Rades nach der Tat anordnet.

Wo war das Rad in der Zwischenzeit und wie ist das Rad an den Ort gekommen?

Und wieder gehe ich an den Punkt, dass die Haustüre „nur zugezogen“ war. Ich lasse doch mein Haus nicht unverschlossen zurück. Und was bedeutet „nur zugezogen“? Dass Hinz und Kunz dort am
Küchentisch sitzen könnten, wenn ich zurückkehre?? Sorry, das halte ich nicht für annehmbar. Der Schlüssel blieb daheim, weil NG ihn nicht mehr greifen konnte.


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14.05.2019 um 21:45
Saloum schrieb:Des weiteren ist mir eine Sache aufgefallen: im Beitrag von XY wurde damals die Hubertus-Apotheke in Halle gezeigt, als diejenige, wo NG das Rezept eingelöst haben sollte. Im Beitrag um den Profiler Petermann wird allerdings die Hansa-Apotheke genannt.
Korrekt. Im Beitrag bei "XY" wurde so ziemlich alles entweder entfremdet bzw. falsch dargestellt. In dem Bericht war Frau Graf ja auch mit dem Rad beim Arzt.
Saloum schrieb:Wo war das Rad in der Zwischenzeit und wie ist das Rad an den Ort gekommen?
Das ist Täterwissen. Gäbe es die Aussage der einzigen Zeugin nicht, die Frau Graf auf dem Rad in Richtung Fahrradfundort gesehen hat, wüsste man nicht einmal, dass Frau Graf in Richtung der Bänke unterwegs war. Somit ist sie logischerweise auch die "Kronzeugin" für die Möglichkeit, dass Frau Graf -weshalb auch immer- zügig dorthin fuhr.


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15.05.2019 um 01:39
Saloum schrieb:Die Tote sei unbekleidet gewesen, hört der Profiler von Zeugen, denen sich die Bilder eingebrannt haben. Lediglich eine Sportjacke des SC Halle habe sie getragen. Diese Jacke fiel Zeugen so besonders auf, weil der Schriftzug SC Halle so auffällig zu sehen war.
Also irgendeine Bewandtnis hat diese Jacke, wenn der Rest der Kleidung „entfernt“ worden ist - nur nicht angeblich diese Sportjacke.
Will da nicht zu viel reininterpretieren, aber warum legt man eine Person ab und lässt ihr ausschließlich diese Jacke an.
Klingt einfach merkwürdig - da es nichtmal Ihre ist.
Oder wurde NG diese Jacke bewusst wieder angezogen?
Die Tote unbekleidet lt. dem oben zitierten Beitrag. Was hat das zu bedeuten?


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15.05.2019 um 09:08
@Heribert
In dem Kriminalmagazin steht, dass beim Auffinden des Leichnams dort auch eine Jacke mit dem Aufdruck SC Halle lag.

Da diese Aufschrift auf dem Rücken der Jacke ist, nehme ich an, dass ihr diese Jacke nicht angezogen wurde, sondern man die Jacke über sie gelegt hatte und zwar so, dass der Aufdruck sofort ins Auge fiel.


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15.05.2019 um 09:57
Ja aber warum macht man das? Also was ist der Hintergedanke was ist das Motiv wenn man eine Jacke dazu liegt?

Oder soll es auf eine falsche Fährte führen?


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15.05.2019 um 11:54
@Heribert
Vielleicht weil man den Anblick der Toten nicht sehen will/kann. Bei Mordfällen wo sich Opfer und Täter kannten war dieses sehr oft der Fall.


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