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Die Göhrde-Morde

15.280 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Hamburg, Ungelöst, Doppelmord, 1989, Göhrde, Lüneburg, Lage, KUR, Winsen, Tatwaffe + 15 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Die Göhrde-Morde

Die Göhrde-Morde

27.04.2015 um 08:00
@bura007

Du berücksichtigst bei deiner Theorie nicht die spezielle Zeitkonstellation am 12.Juli.

Die Beerensammler entdeckten die Leichen gegen 13:40 Uhr. Als sie am Forsthaus nur die Frau des Försters antrafen, fuhren sie ohne die Polizei zu verständigen nach Hause.

Der Förster/die Polizei wurde dann erst viel später verständigt, so dass der Polizeieinsatz erst gegen 18:00 Uhr begann.

Das konnte aber der Täter, wenn er denn die Beerensammler bei der Entdeckung der Leichen beobachtet hatte, keinesfalls wissen.

Er hätte damit rechnen müssen das sich spätestens ab 15 Uhr, alles was eine grüne Uniform trägt, Richtung Forsthaus Göhrde in Bewegung setzt.

Um 15 Uhr befand sich aber Frau W., bestätigt durch Zeugenaussagen, noch in Bad Bevensen.

Frau W. und Herr K. können frühestens um 16 Uhr in der Göhrde eingetroffen sein.

Und ich kann mir keinen Täter vorstellen, der sich 2 Stunden, nachdem er beobachtet hatte wie seine ersten Opfer gefunden wurden, in 800 Meter Entfernung zu eben diesem Fundort aufhält.


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27.04.2015 um 08:10
@EDGARallanPOE , alles richtig.Deshalb kann es sich halt um eine Person handeln,die nicht fremd ist und von außerhalb kommt und sich in der Göhrde auf die Lauer legt und auf Opfer wartet.Alle Personen die dort im Wald oder im Forsthaus arbeiten wären dann demnach sehr stark zu beachten.
Ich kann und will halt nicht an diesen 1:100 Millionen Zufall glauben,dass der gleiche Täter sich zufällig an diesem Tag auf die Lauer legt,an dem das Paar 1 gefunden worden ist.Da muß es einen Grund für geben,als diesen von mir persönlich nicht glaubhaften Zufall.


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27.04.2015 um 08:24
@bura007

Bitte verzeihe mir, wenn ich den Spiess jetzt umdrehe.

Aber wäre es nicht auch ein ungewöhnlicher Zufall, wenn sich der Täter just zu dem Zeitpunkt in Sichtweite des Platzes befindet, an welchem er die Leichen ablegte, als diese von den Beerensammlern gefunden wurden ?

Diesen Zufall könnte man nur relativieren wenn sich der Täter mehrmals wöchentlich zu der Ablagestelle begeben hätte.

Würdest du das für möglich halten ?

Ich könnte mir mit viel Wohlwollen ein zweimaliges Aufsuchen seiner Opfer in den 52 Tagen vorstellen. Und das vielleicht aus einer ganz praktischen Erwägung heraus. Vielleicht wollte er nachsehen ob Tiere an den Leichen zugange gewesen waren und die Abdeckung aus Ästen weggezerrt hatten.


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27.04.2015 um 08:36
@EDGARallanPOE ,richtig.Der Zufall wäre aber geringer von der Wahrscheinlichkeit als die 1:100 Millionen Chance.-)
Wenn der Täter sowieso im Wald zu tun hatte,oder Amtsperson ist,kann es natürlich sein,dass er 2-3 mal wöchentlich,oder sogar täglich zum Tatort zurückkehrt,wenn er die Chance dazu hat.
Eine andere Möglichkeit die noch zu durchleuchten wäre,warum trafen die Beerensammler nur die Ehefrau vom Förster an? Wurden dort eventuell von den Beerensammlern gegenüber der Frau Andeutungen gemacht,oder wurde beim Verlassen des Hauses eventuell zwischen den Beerensammlern Worte gewechselt,die jemand dann gehört hat.Das kann auch schon unterwegs passiert sein.Wenn der Täter,den Beerensammlern tatsächlich über den Weg gelaufen ist(Annahme er ist der Täter,wie im Filmfall),dann kann es schon sein,dass der Täter sich weitere Zeit dort aufgehalten hat,oder sich erst zurückgezogen hat,und dann wieder entfernt in den Wald erneut kam.Man kann das dann so deuten,Neugier,Verlust und Triebverhalten des Täters ist hier größer als die Vernunft.


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Die Göhrde-Morde

27.04.2015 um 08:52
Ich halte deine Überlegungen keineswegs für abwegig. Deswegen habe ich auch mehrmals nachgehakt.

Und sind wir ehrlich. Jeder Programmdirektor beim Fernsehen würde einem Drehbuchautor sein Script um die Ohren hauen, wenn der es wagen würde ihm einen so unglaubwürdigen Plot, als Krimistoff anzubieten.

Und ich gebe dir Recht, wenn du diesen ungeheuren Zufall, nicht als solchen akzeptieren willst.

Ich habe mich im Laufe der Zeit damit abgefunden, dass ich für mich selber keine rationale Erklärung finde, warum dass 2 . Paar offenbar nahezu zeitgleich ermordet wurde, während das Erste gefunden wurde und die Maßnahmen der Polizei anliefen.


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27.04.2015 um 09:00
Ich meine,ich sehe hier den Zusammenhang,das der Täter um den entdeckten Verlust wettzumachen,hier ein zweites Mal aus Frust ,psychologischen und triebhaften Verlusten ein weiteres Mal unmittelbar zuschlug.Das Aufhalten trotz Entdeckung in Tatortnähe wäre nicht ungewöhnliches(Neugierde,Frust,Trieb),es kann aber auch sein,wenn es sich um eine Amtsperson handelt,dass diese sich nach dem 2.Mord mitten in das Geschehen reibungslos gegen 18.00 Uhr unauffällig einfügt.
Wie gut ist denn von der Polizei bewertet worden,wie fachmännisch Paar 1 vom Täter versteckt worden ist.Kann man darauf schon auf forstwirtschaftliche Kenntnisse schließen?


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27.04.2015 um 09:20
Ich meine,wenn man sich beide Theorien anschaut,welche ist wahrscheinlicher und welche wäre dann auch durch ein Motiv begründet,den zweiten Mord am gleichen Tag,der Entdeckung von Paar 1 zu begehen.Somit könnte man diesen unglaubliche Zufall von dem immer gesprochen wird, in einen motivierten und erklärbaren zweiten Mord verständlicher ansehen.Denn die Lösung des Falles liegt ja unmittelbar darin begründet,warum gerade der 12.Juli.Da aber immer alle von Zufall reden,bei einer Wahrscheinlichkeit die kaum messbar ist,dann muß man auch mal an "wahrscheinlichere Möglichkeiten" denken-)
Das Hauptproblem bleibt die Fahrzeugverbringung.Ich gehe davon aus,dass der Täter nur mit dem Fahrzeug vom tatort weggefahren ist,eine weitere Bewegung eventuell von anderen Personen aus uns noch nicht bekannten Gründen stattgefunden hat,wenn die Zeugen sich im Tag nicht geirrt haben.


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27.04.2015 um 09:20
@ all

ich gehe nach wie vor davon aus, daß der Täter (wenn es der Gleiche war) bei Opferpaar 2 nicht wusste, das gerade Opferpaar 1 entdeckt wurde und die Spurensicherungen anlaufen.....er hätte ja damit rechnen müssen, daß die Opfer eventuell schreien oder man den Schuss/Schüsse hören kann, und weil er nicht wissen konnte, wie nah Absperrposten in seiner Nähe waren.....


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27.04.2015 um 09:41
@soisser , eventuell war der Ort der Tötung bewusst gewählt,da beide Paare in Senken lagen und der Täter wusste,dass man die Schüsse nicht hören würde.Dieses würde dann aber wieder auf einen Täter mit fortswirtschaftlichen,polizeilichen oder militärischen Kenntnissen schließen.


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27.04.2015 um 09:48
Unabhängig betrachtet haben Schüsse im Wald ja sowieso ein Alibi,Förster der auf Tiere schiesst.Selbst wenn Schüsse auch von anderen Zeugen zu hören gewesen wären,weiß ich nicht ob da jeder gleich Meldung macht.


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27.04.2015 um 09:52
@bura007
eventuell war der Ort der Tötung bewusst gewählt,da beide Paare in Senken lagen und der Täter wusste,dass man die Schüsse nicht hören würde.Dieses würde dann aber wieder auf einen Täter mit fortswirtschaftlichen Kenntnissen schließen.
das sehe ich nicht so, man sollte Waffenkundig (Knall, Schall, Wind) sein... die Senke war sein Glück, der Tatort hätte genau so gut woanders sein können.....und wenn er annahm auf weiter Flur alleine zu sein, macht er sich über so etwas keine Gedanken....


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27.04.2015 um 09:54
@bura007
bura007 schrieb:Unabhängig betrachtet haben Schüsse im Wald ja sowieso ein Alibi,Förster der auf Tiere schiesst.Selbst wenn Schüsse auch von anderen Zeugen zu hören gewesen wären,weiß ich nicht ob da jeder gleich Meldung macht.
aber an dem Tag waren bestimmt etwas mehr Leute unterwegs in der Göhrde als sonst


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27.04.2015 um 09:57
@soisser , das kann natürlich sein.Ich meinte wenn Schüsse im Wald fallen,nehmen es Leute doch eher normal,deshalb geht der Täter kein großes Risiko ein,wenn es ein Förster ist,sowieso nicht.Kann man schalldämpfendes Zubehör ausschließen?


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27.04.2015 um 10:13
Trotzdem muss man hier von speziellen Kenntnissen ausgehen.Der Täter kann nicht wissen,ob nicht 50m von ihm entfernt im Wald,sich Personen aufhalten.Dann eine Schusswaffe einzusetzen,ist ein unkalkulierbares Risiko für jeden Fremden.
Man muß hier von extrem guten Ortskenntnissen des Täters ausgehen,die Senken waren bewusst gewählt und er wusste,dass sich dort in der Nähe keine Personen aufhalten.


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27.04.2015 um 10:52
@bura007

soweit ganz gut, trotzdem war das Risiko sehr hoch, denn in einem Wald...... kann man sich nie ganz sicher sein, unbeobachtet zu sein.


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27.04.2015 um 11:01
@soisser natürlich.Aber wenn das sagen wir mal "DEIN WALD" ist und du da täglich eventuell zu tun hast,ist das Risiko wiederum kalkulierbar.Die Ortskenntnisse des Täters müssen dort extrem gut gewesen sein.Deshalb kann man einen Fremden,oder selbst einen Täter,der die Göhrde von früher kannte,oder mal auf einem Ausflug dort war,aus meiner Sicht ausschließen.
Da der Fall Busch ein paar Jahre zuvor stattfand und Einzelheiten in XY und auch durch die Medien verfügbar waren,kann der Täter eine Handlungsweise der Tat immitiert haben (Entfernen der Brüste) um von sich abzulenken,wenn man von einem weiteren Täter ausgeht.


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27.04.2015 um 11:44
An die Insider...Was mir noch wichtig wäre ist,wie gut oder schlecht wurde Paar 2 im Verhältnis zu Paar 1 vom Täter nach der Tat verborgen.Da geht es mir insbesondere um den Zeitaspekt.


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27.04.2015 um 11:52
Und noch ein Zusatz zur Waffe,(Kleinkaliber 5,6) Bei der Jagd werden die Kaliber in Deutschland auf Kleintiere (Niederwild außer Rehe) verwendet.


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Boccer
ehemaliges Mitglied

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27.04.2015 um 14:38
@soisser
@all


Zitat v. @soisser
24.42015 - 22:36 Uhr ... Ein bekannter Förster aus der Gegend - wird da schon eher erkannt , in einem fremden Auto ! Warum sollte sich ein Förster dieser Gefahr aussetzten ..?

............................................

Das sehe ich auch so. Denn ein -bekannter Förster - wird auch nicht verrückt sein und mit einem
- farbigen / bunten - Picknickkorb durch die Gegend laufen ...! Würde doch sofort auffallen ..!

.............................................................

Es wurde doch damals ein Waldarbeiter ( m. LKW ) verdächtigt , letzte Woche erfuhr ich , dass
auch Sonntags - illegal - Holz aus der Göhrde - geklaut wurde ...!

Waldarbeiter : Steht z.Z. bei mir ganz oben auf m. Zettel ! Da passt einiges !


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27.04.2015 um 14:59
@Boccer

aber dann denken die Göhrde - Besucher, och, die arbeiten auch Sonntags.... aber extra LKW stehen lassen und mit dem Opferfahrzeug weg fahren, denke ich eher nicht.


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