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Vampir - Gedichte

55 Beiträge, Schlüsselwörter: Gedichte, Vampir, Vampire, Gedicht

Vampir - Gedichte

30.12.2012 um 21:45

Heimweg

Nacht aus Schlüsselblumen
und verwunschenem Klee,
feuchte mir die Füße,
dass ich leichter geh.

Der Vampir im Rücken
übt den Kinderschritt,
und ich hör ihn atmen,
wenn er keuzweis tritt.

Folgt er mir schon lange?
Hab ich ern gekränkt?
Was mich retten könnte,
ist noch nicht verschenkt.

Wo die Halme zelten
um den Felsenspund,
bricht es aus der Quelle
altem, klarem Mund:

"Um nicht zu verderben,
bleib nicht länger aus,
hör das Schlüsselklirren,
komm ins Wiesenhaus!

Reinen Fleisches wird sterben,
wer es nicht mehr liebt,
über Rauch und Trauer
nur mehr Nachricht gibt."

Mit der Kraft des Übels,
das mich niederschlug,
weitet seine Schwinge
der Vampir im Flug,

hebt die tausend Köpfe,
Freund- und Feindgesicht,
vom Saturn beschattet,
der den Ring zerbricht.

Ist das Mal gerissen
in die Nackenhaut,
öffnen sich die Türen
grün und ohne Laut.

Und die Wiesenschwelle
glänzt von meinem Blut.
Deck mir, Nacht, die Augen
mit dem Narrenhut.

Ingeborg Bachmann



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Vampir - Gedichte

30.12.2012 um 21:46

Selena

Du hast mich beschworen aus dem Grab
Duch deinen Zauberwillen,
Belebtest mich mit Wollustglut -
Jetzt kannst du die Glut nicht stillen.

Press deinen Mund an meinen Mund,
Der Menschen Odem ist göttlich!
Ich trinke deine Seele aus,
Die Toten sind unersättlich.

Heinrich Heine



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Saadistin
ehemaliges Mitglied


Vampir - Gedichte

31.12.2012 um 10:52
Wenn der Tag
Nun wird zur Nacht
Und die Fledermaus erwacht,
Dann kriech' ich aus meinem Sarg.

Wenn sich das Mondlicht
Über die Wälder legt,
Spür' ich, wie sich etwas in mir regt,
Oh Wunder, vorher fühlte ich es nicht.

Mein schwarzes Haar,
Das weht im Wind,
Ich weiß, ich bin des Blutes Kind,
Die Wahrheit ist so nah.

Durch die steinernen Gassen
Seh' ich dich vor mir flieh'n,
Doch deine Zeit ist nur geliehen;
Ich werd' mich dafür hassen.

Oh, wie ich zitt're, oh, wie ich zaud're,
Doch mein Durst raubt mir den Verstand;
Ich greif' nach dir, bin wie gebannt,
Obwohl ich vor Angst schaud're.

Meine Zähne schlagen in deine Kehle,
Blut fließt in Strömen
Und du schreist in süßesten Tönen,
Merke wie sie schwindet, deine Seele.

So eng, so eng ist mir das Mieder,
Du liegst vor mir, tot und blass,
Meine Wangen sind von tausend Tränen nass
Und in der schwarzen Nacht sing' ich bittersüße Klagelieder.


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Vampir - Gedichte

06.01.2013 um 18:42

Der Vampir

Mein liebes Mägdchen glaubet
Beständig steif und feste,
An die gegebnen Lehren
Der immer frommen Mutter;

Als Völker an der Theyse
An tödtliche Vampiere
Heyduckisch feste glauben.
Nun warte nur Christianchen,
Du willst mich gar nicht lieben;
Ich will mich an dir rächen,
Und heute in Tockayer
Zu einem Vampir trinken.
Und wenn du sanfte schlummerst,
Von deinen schönen Wangen
Den frischen Purpur saugen.
Alsdenn wirst du erschrecken,
Wenn ich dich werde küssen
Und als ein Vampir küssen:
Wenn du dann recht erzitterst
Und matt in meine Arme,
Gleich einer Todten sinkest
Alsdenn will ich dich fragen,
Sind meine Lehren besser,
Als deiner guten Mutter?

Heinrich August Ossenfelder
(erstes Vampirgedicht der modernen Literatur, erschienen 1748)



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Vampir - Gedichte

06.01.2013 um 18:52

Die Braut von Korinth

Nach Korinthus von Athen gezogen
Kam ein Jüngling, dort noch unbekannt.
Einen Bürger hofft' er sich gewogen;
Beide Väter waren gastverwandt,
Hatten frühe schon
Töchterchen und Sohn
Braut und Bräutigam voraus genannt.

Aber wird er auch willkommen scheinen,
Wenn er teuer nicht die Gunst erkauft?
Er ist noch ein Heide mit den Seinen,
Und sie sind schon Christen und getauft.
Keimt ein Glaube neu,
Wird oft Lieb' und Treu
Wie ein böses Unkraut ausgerauft.

Und schon lag das ganze Haus im stillen,
Vater, Töchter, nur die Mutter wacht;
Sie empfängt den Gast mit bestem Willen,
Gleich ins Prunkgemach wird er gebracht.
Wein und Essen prangt,
Eh er es verlangt;
So versorgend wünscht sie gute Nacht.

Aber bei dem wohlbestellten Essen
Wird die Lust der Speise nicht erregt;
Müdigkeit läßt Speis' und Trank vergessen,
Daß er angekleidet sich aufs Bette legt;
Und er schlummert fast,
Als ein seltner Gast
Sich zur offnen Tür herein bewegt.

Denn er sieht, bei seiner Lampe Schimmer
Tritt, mit weißem Schleier und Gewand,
Sittsam still ein Mädchen in das Zimmer,
Um die Stirn ein schwarz- und goldnes Band.
Wie sie ihn erblickt,
Hebt sie, die erschrickt,
Mit Erstaunen eine weiße Hand.

Bin ich, rief sie aus, so fremd im Hause,
Daß ich von dem Gaste nichts vernahm?
Ach, so hält man mich in meiner Klause!
Und nun überfällt mich hier die Scham.
Ruhe nur so fort
Auf dem Lager dort,
Und ich gehe schnell, so wie ich kam.

Bleibe, schönes Mädchen! ruft der Knabe,
Rafft von seinem Lager sich geschwind:
Hier ist Ceres', hier ist Bacchus' Gabe,
Und du bringst den Amor, liebes Kind!
Bist vor Schrecken blaß!
Liebe, komm und laß,
Laß uns sehn, wie froh die Götter sind!

Ferne bleib, o Jüngling! bleibe stehen,
Ich gehöre nicht den Freuden an.
Schon der letzte Schritt ist, ach! geschehen
Durch der guten Mutter kranken Wahn,
Die genesend schwur:
Jugend und Natur
Sei dem Himmel künftig untertan.

Und der alten Götter bunt Gewimmel
Hat sogleich das stille Haus geleert.
Unsichtbar wird Einer nur im Himmel
Und ein Heiland wird am Kreuz verehrt;
Opfer fallen hier,
Weder Lamm noch Stier,
Aber Menschenopfer unerhört.

Und er fragt und wäget alle Worte,
Deren keines seinem Geist entgeht.
Ist es möglich, daß am stillen Orte
Die geliebte Braut hier vor mir steht?
Sei die Meine nur!
Unsrer Väter Schwur
Hat vom Himmel Segen uns erfleht.

Mich erhälst du nicht, du gute Seele!
Meiner zweiten Schwester gönnt man dich.
Wenn ich mich in stiller Klause quäle,
Ach! in ihren Armen denk an mich,
Die an dich nur denkt,
Die sich liebend kränkt;
In die Erde bald verbirgt sie sich.

Nein! bei dieser Flamme sei's geschworen,
Gütig zeigt sie Hymen uns voraus,
Bist der Freude nicht und mir verloren,
Kommst mit mir in meines Vaters Haus.
Liebchen, bleibe hier!
Feire gleich mit mir
Unerwartet unsern Hochzeitschmaus!

Und schon wechseln sie der Treue Zeichen:
Golden reicht sie ihm die Kette dar,
Und er will ihr eine Schale reichen,
Silbern, künstlich, wie nicht eine war.
Die ist nicht für mich;
Doch, ich bitte dich,
Eine Locke gib von deinem Haar.

Eben schlug dumpf die Geisterstunde,
Und nun schien es ihr erst wohl zu sein.
Gierig schlürfte sie mit blassem Munde
Nun den dunkel blutgefärbten Wein;
Doch vom Weizenbrot,
Das er freundlich bot,
Nahm sie nicht den kleinsten Bissen ein.

Und dem Jüngling reichte sie die Schale,
Der, wie sie, nun hastig lüstern trank.
Liebe fordert er beim stillen Mahle;
Ach, sein armes Herz war liebekrank.
Doch sie widersteht,
Wie er immer fleht,
Bis er weinend auf das Bette sank.

Und sie kommt und wirft sich zu ihm nieder:
Ach, wie ungern seh' ich dich gequält;
Aber, ach! berührst du meine Glieder,
Fühlst du schaudernd, was ich dir verhehlt.
Wie der Schnee so weiß,
Aber kalt wie Eis
Ist das Liebchen, das du dir erwählt.

Heftig faßt er sie mit starken Armen,
Von der Liebe Jugendkraft durchmannt:
Hoffe doch bei mir noch zu erwarmen,
Wärst du selbst mir aus dem Grab gesandt!
Wechselhauch und Kuß!
Liebesüberfluß!
Brennst du nicht und fühlest mich entbrannt?

Liebe schließet fester sie zusammen,
Tränen mischen sich in ihre Lust;
Gierig saugt sie seines Mundes Flammen,
Eins ist nur im andern sich bewußt.
Seine Liebeswut
Wärmt iht starres Blut;
Doch es schlägt kein Herz in ihrer Brust.

Unterdessen schleichet auf dem Gange
Häuslich spät die Mutter noch vorbei,
Horchet an der Tür und horchet lange,
Welch ein sonderbarer Ton es sei:
Klag- und Wonnelaut
Bräutigams und Braut
Und des Liebestammelns Raserei.

Unbeweglich bleibt sie an der Türe,
Weil sie erst sich überzeugen muß,
Und sie hört die höchsten Liebesschwüre,
Lieb' und Schmeichelworte mit Verdruß-
Still! der Hahn erwacht!-
Aber morgen Nacht
Bist du wieder da? - und Kuß auf Kuß.

Länger hält die Mutter nicht das Zürnen,
Öffnet das bekannte Schloß geschwind:
Gibt es hier im Hause solche Dirnen,
Die dem Fremden gleich zu Willen sind?-
So zur Tür hinein.
Bei der Lampe Schein
Sieht sie - Gott! sie sieht ihr eigen Kind.

Und der Jüngling will im ersten Schrecken
Mit des Mädchens eignem Schleierflor,
Mit dem Teppich die Geliebte decken;
Doch sie windet gleich sich selbst hervor.
Wie mit Geists Gewalt
Hebet die Gestalt
Lang und langsam sich im Bett empor.

Mutter! Mutter! spricht sie hohle Worte,
So mißgönnt ihr mir die schöne Nacht!
Ihr vertreibt mich von dem warmen Orte,
Bin ich zur Verzweiflung nur erwacht?
Ist's Euch nicht genug,
Daß ins Leichentuch,
Daß Ihr früh mich in das Grab gebracht?

Aber aus der schwerbedeckten Enge
Treibet mich ein eigenes Gericht.
Eurer Priester summende Gesänge
Und ihr Segen haben kein Gewicht;
Salz und Wasser kühlt
Nicht, wo Jugend fühlt;
Ach! die Erde kühlt die Liebe nicht.

Dieser Jüngling war mir erst versprochen,
Als noch Venus' heitrer Tempel stand.
Mutter, habt Ihr doch das Wort gebrochen,
Weil ein fremd, ein falsch Gelübd' Euch band!
Doch kein Gott erhört,
Wenn die Mutter schwört,
Zu versagen ihrer Tochter Hand.

Aus dem Grabe werd' ich ausgetrieben,
Noch zu suchen das vermißte Gut,
Noch den schon verlornen Mann zu lieben
Und zu saugen seines Herzens Blut.
Ist's um den geschehn,
Muß nach andern gehn,
Und das junge Volk erliegt der Wut.

Schöner Jüngling! kannst nicht länger leben;
Du versiechest nun an diesem Ort.
Meine Kette hab' ich dir gegeben;
Deine Locke nehm' ich mit mir fort.
Sieh sie an genau!
Morgen bist du grau,
Und nur braun erscheinst du wieder dort.

Höre, Mutter, nun die letzte Bitte:
Einen Scheiterhaufen schichte du;
Öffne meine bange kleine Hütte,
Bring in Flammen Liebende zu Ruh;
Wenn der Funke sprüht,
Wenn die Asche glüht,
Eilen wir den alten Göttern zu.

Johann Wolfgang von Goethe



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Vampir - Gedichte

07.01.2013 um 20:10

Der kleine Vampir

Im alten Schloß, auf einem Thron,
saß ein Vampir, mit seinem Sohn.
Der Alt- Vampir sprach, liebes Kind,
du weißt das wir Vampire sind.

Drum lab dich an der Menschen Blut,
dann wirst du stark und es tut gut.
Jetzt mach' mir keine Schande hier,
benimm dich nun wie ein Vampir!"

Der Klein- Vampir verzog's Gesicht,
sprach trotzig, Nein, das mag ich nicht.
Ich möchte Milch, das tut mir gut,
es schmeckt mir nicht, das Menschenblut."

Der Alt- Vampir war ganz schockiert,
sein Blut in jeder Ader friert.
In seiner Wut sah er es nicht,
vor'm Fenster stand schon Tageslicht.

Es traf ihn dann ein Sonnenstrahl,
der Alt- Vampir, er war einmal.
Die Asche lag vor seinem Sohn,
der Kleine stieg von seinem Thron.

Mit einem Milchglas in der Hand,
verschwand der Kleine aus dem Land.
So lehrt uns die Geschichte hier,
nicht jeder Mensch ist ein Vampir.

© Brigitte Haase



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Vampir - Gedichte

07.01.2013 um 21:09

Der Graf

Der Graf ist nicht das, was er mal war.
Ja, der Graf wirkt heut' seltsam und bizarr.
Ja, der Graf lebt von Blutkonserven, Ratten und Getier.
Ja, der Graf ist kein Punkrocker. Er ist Vampir.


Der Graf erschreckt schon längst keine Kinder mehr.
Ja, der Graf fühlt sich nutzlos, alt und leer.
Ja, der Graf weiß nichts vom Ozonloch und Kernenergie.
Ja, der Graf ist Vergangenheit, Blut und Nostalgie.
Doch damals:


Ja, früher war (doch damals) er gefürchtet bei allen, das Böse in Person,
und trotzdem war (doch damals) er begehrt bei den Frauen.
Sie machten zum Lohn ihm die Hälse frei.
Doch das ist lang vorbei.


Der Graf ist jetzt einsam und allein.
Ja, der Graf wollte nie ein Anachronismus sein.
Ja, der Graf sehnt sich so sehr nach dem Blut einer Jungfrau.
Doch der Graf hat Angst, Angst vor HIV.
Doch damals:


Ja, früher war (doch damals) er das mächtigste Wesen zwischen Zeit und Raum.
Ja, früher war (doch damals) er ein schöner verbotener Traum,
von der Unsterblichkeit,
sexy in seiner Erhabenheit.


Der Graf sitzt auf einem Berg und weint.
Ja, der Graf wartet bis die Sonne auf ihn scheint.

Die Ärzte



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Vampir - Gedichte

07.01.2013 um 21:12

Der Vampir

Oh du, die wie ein Todesstreich
gedrungen in mein klagend Herz -
einer Dämonenhorde gleich
so stark, verrückt und wild,
und wild dort herrschst -
in meinem unterwürfgen Sinn
dein Reich dir bereitest und dein Bette -
S chändliche, der ich verhaftet bin
so wie der Sträfling seiner Kette,
so wie der Spieler seiner Sucht,
so wie der Säufer seinem Glas,
so wie die Made ihrem Aas!
Sei verflucht!
Oh, du Scheusal, sei verflucht!
Niedertracht, der ich verhaftet bin,
sei verflucht, sei verflucht!



Ersucht hab ich das rasche Schwert,
es möge Freiheit mir erzwingen,
die stärksten Gifte angefleht,
Erlösung mir Feigling doch zu bringen.
Doch ach! Wie sehr sie mich verlachen!
Voller Verachtung schallt ihr Ruf:
"Du bist wert es nicht,
dich frei zu machen
von des Sklaventumes Fluch!
Du Narr!
Selbst wenn
Erlösung dir
durch unsre Kräfte
widerführe,
ließen sie deine Küsse,
ließen sie deine Küsse,
ließen sie deine Küsse wiederkehren,
ihren Leichnam
wiederkehren als deinen Vampir!
Vampir!

Friedhelm Schneidewind



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Vampir - Gedichte

07.01.2013 um 21:21

Die Gier

Wenn die Nacht für uns gemacht
Dunkle Schleier schickt
Wenn keine Liebe schlafend liegt
Der Zeiger weiterrückt
Wenn Leidenschaft mich besiegt
Das Feuer entfacht
Wird mein Herz
Von dir getrieben


Ich komm zu dir wenn alles schläft
Ich komm zu dir nur in der Nacht
Ich warte dass die Sonne untergeht
Und beug mich zitternd deiner Macht


Still die Gier, die Gier in mir
Halt mich fest
Still die Gier, die Gier in mir
Erhöre mich
Es leuchten die Sterne
Am weiten Himmelszelt
Für dich und mich
Bis die Nacht zerfällt

Wenn der Atem lusterfüllt
Die Lippen brennen
Wenn dies Licht uns erhellt
Wirst du erkennen
Das Herzensglut Ketten sprengt
Die Qual verfällt
Wir verglühen
Es wird Zeit


Ich komm zu dir wenn alles schläft
Ich komm zu dir nur in der Nacht
Ich warte dass die Sonne untergeht
Und beug mich zitternd deiner Macht


Still die Gier, die Gier in mir
Halt mich fest
Still die Gier, die Gier in mir
Erhöre mich
Es leuchten die Sterne
Am weiten Himmelszelt
Für dich und mich
Bis die Nacht zerfällt


Still die Gier, die Gier in mir
Halt mich fest
Still die Gier, die Gier in mir
Erhöre mich
Es leuchten die Sterne
Am weiten Himmelszelt
Für dich und mich
Bis die Nacht zerfällt

In Extremo



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Vampir - Gedichte

07.01.2013 um 21:24

Gedanken eines Vampirs


Die Nebel der Zeit verschleiern den Ursprung


Das göttliche Geschlecht gebiert in der Nacht
kein Feind war je in Sicht
Unbegrenzte Macht
die Ewigkeit ist unser Reich
die Zeit verliert den Schrecken
Mensch, Dein Herz wird Wachs, zart und weich


Jede Fleischeslust verblasst
vor dir rotes Elexier
dem Ziele naher ohne Hast
süßer Saft, geile Droge
Narkotika des freien Geistes
Roter Strom einzige Sorge
sollst nie versiegen
die Jagd nach dir ist unsere Lust,
welch Vergnügen


Vampirvisionen, blutige Erkenntnis
endlose Liebe ist das göttliche Bekenntnis
Jetzt sind wir ein Fleisch, ein Blut
weisse Haut blaue Adern, geheime Rituale
Augen rot wie Glut...


Komm zu mir...


Teile dein Blut, Teile Dein Leben
Lass uns spielen roter Regen
Mondgöttin
Bereit für die Ewigkeit...

Umbra et Imago



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Vampir - Gedichte

10.01.2013 um 16:21

Unser aller Mitgefühl

Nachts belebte Flatterleichen,
Besser als Vampir bekannt,
Müssen unser Herz erweichen,
Leiden sie doch allesamt.

Fastblood tortengeiler Spender
Macht Vampire zuckerkrank.
Halogene Leuchtschriftbänder
Nerven sie bei Biss und Trank.

Knoblauch, Schrecken der Vampire,
Riecht beinah aus jedem Haus.
Abwehrkreuze tun das Ihre,
Notfalls reicht ein Halbmond aus.

Eingeschleppte Vogelgrippe
Führt zu falschem Beißgefühl.
Löcher in der Unterlippe
Lassen den Vampir nicht kühl.

Immer öfter hört man Klagen,
Schelte aus Dentistenmund.
Viele Egelgeister plagen
Karies und Zahnfleischschwund.

Diese Fakten sprechen Bände.
Mitleid ist hier angebracht.
Trifft man Vampis im Gelände,
Sei dies Ungemach bedacht!

© Ingo Baumgartner



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Vampir - Gedichte

10.01.2013 um 16:24

Die Mücke und der Vampir

Die Mücke ist gemeingefährlich,
und gleicht im Grunde dem Vampir.
Das Menschenblut ist unentbehrlich.
Ein Fluch beschimpft das 'scheue Tier'.

Sie fühlt sich überall zu Hause.
Der Schläfer, ein beliebtes Ziel.
Er schnarcht, dann zapft sie Himbeerbrause.
Die Arbeit ist ein Kinderspiel.

Wer noch nicht schläft, hört viele summen.
Und er verfällt in Großalarm.
Das Licht schreckt an, doch sie verstummen.
Sie nehmen ihn gern auf den Arm.

Und schlägt um Mitternacht die Stunde,
dann überlässt man das Revier,
und dann spendiert man eine Runde
gezapftes Blut für den Vampir.

Bis jetzt hat man sich stets geeinigt.
Der Schläfer träumt, und weiß es nicht.
Er wird in jeder Nacht gepeinigt,
bis morgens früh der Tag anbricht.

© Roman Herberth

;)



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Vampir - Gedichte

14.01.2013 um 19:20

Geschichte einer Vampirin

Nie werd‘ ich sterben, längst bin ich tot.
Ich stand einst im Walde in bitterer Not.
So hört mich denn niemand, du sternlose Nacht?
Ein Licht in der Ferne, ein Lächeln rotweiss,
Geheimnisvoll‘ Fremder, mein Wunsch dein Geheiss -
Küss mich mein Schöner, küsse mich sacht!

Doch Herrscher der Nächte, ersticke Feuersglut,
Beiss, eisiger Spiess, den Körper zu Blut.
Sieh Fürstin des Dunkels traurig‘ Gesicht;
Wie schwarz meine Augen, wie kalt ist das Herz,
So qualvoll des helllichten Tages stechender Schmerz.
O grausame Sonne, begnade mich nicht!

Drum lasse mich sterben, komm, süsser Tod!
Schlaf ein gelbes Grauen, erwache Abendrot.
Dem Opfer zu nah – hör, lebende Nacht:
Schwinge dein Schwert, ein Hieb rot auf weiss,
Rasch nimm mich fort, jäh brennt die Hölle heiss, zu heiss!
Und Nacht trag zur Ruh‘ der Finsternis Macht.

© Gabriela Bürgi



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Vampir - Gedichte

15.01.2013 um 19:54
Der Vampir mit dem Colt

Die Flügel seines Pferdes flattern leise im Wind
Sind die Fenster noch offen? Schließ sie lieber, mein Kind
Geh ihm besser aus dem Weg, der Rat ist ernst gemeint
Das Gute hat in ihm seinen schlimmsten Feind

Man weiß nicht, wer er ist, nur ihn zu treffen ist nicht gut
Doch er sinnt nicht nach Geld oder Gold
Er zieht schneller als der Wind und danach trinkt er dein Blut
Er ist der Vampir mit dem Colt
Der Vampir mit dem Colt

Doch wie immer gibt es einen, der hält sich für superklug
Er sagt, der wilde Westen hat schon Probleme genug
Also zog er los mit dem Gewehr in der Hand
Doch es war seine Leiche, die man kurz darauf fand

Man weiß nicht, wer er ist, nur ihn zu treffen ist nicht gut
Doch er sinnt nicht nach Geld oder Gold
Er zieht schneller als der Wind und danach trinkt er dein Blut
Er ist der Vampir mit dem Colt
Der Vampir mit dem Colt

Bei ihm nützt kein Knoblauch und kein Kruzifix
Er schießt es dir vom Hals, da kennt er nix
Und so mancher Held hat nicht an die Legende geglaubt
Er war später zwar schlauer, doch lag tot im Staub

Man weiß nicht, wer er ist, nur ihn zu treffen ist nicht gut
Doch er sinnt nicht nach Geld oder Gold
Er zieht schneller als der Wind und danach trinkt er dein Blut
Er ist der Vampir mit dem Colt
Der Vampir mit dem Colt
Nur ein Vampir mit 'nem Colt
Nur ein Vampir mit 'nem Colt
Nur ein Vampir mit 'nem Colt
Nur ein Vampir mit 'nem Colt
Nur ein Vampir mit 'nem Colt
Bela B.


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Vampir - Gedichte

28.01.2013 um 16:44
Vampir

Ich schließe meine Augen,
doch es hat keinen Sinn!
Ich kann nicht mehr Schlafen
Seitdem ich dir begegnet bin
Es war in den Moment
Kurz vor der Demmerrung
Als du mir sagtest "geh! frag einfach nicht warum"
Doch du hast mich schon Infiziert...

...Du machst mich zum Vampir!
Denn ich kann nicht mehr Schlafen
Du machst mich zum Vampir!
Gleich isses Mitternacht
jeder Gedanke macht mich zum Vampir!
Ich wandel durch die Straßen
Du machst mich zum Vampir!
Wann bist du wieder hier?
Wieder bei mir?
Du machst mich zum Vampir!

Ich schaue in den Spiegel
Doch ich erkenn mich nicht
Nur der blasse Vollmond,
ist Sonnenlicht für mich
Die Kerzen gehn nicht aus
Sie leuchten hell wie du!
Der Gedanke an dich
Ich deck mich damit zu
Denn du hast mich schon Infinziert...

...Du machst mich zum Vampir!
Denn ich kann nicht mehr Schlafen
Du machst mich zum Vampir!
Gleich isses Mitternacht
jeder Gedanke macht mich zum Vampir!
Ich wandel durch die Straßen
Du machst mich zum Vampir!
Wann bist du wieder hier?
Wieder bei mir?
Du machst mich zum Vampir!

Du machst mich zu Vampir!
Und jeder Schatten wird,
zu einen Bild von dir
Du machst mich zum Vampir
Mit eine Kuss von dir
Denn du hast mich schon Infiziert...

...Du machst mich zum Vampir!
Denn ich kann nicht mehr Schlafen
Du machst mich zum Vampir!
Gleich isses Mitternacht
jeder Gedanke macht mich zum Vampir!
Ich wandel durch die Straßen
Du machst mich zum Vampir!
Wann bist du wieder hier?
Wieder bei mir?
du machst mich zum Vampir!
Apollo 3


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