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Innerlicher Tod und die mentale Wiederbelebung

9 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Tod, Selbstreflexion
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Innerlicher Tod und die mentale Wiederbelebung

22.03.2019 um 02:42
Zu sagen man sei innerlich tot ist sicherlich eine metaphorische Übertreibung oder eine Umschreibung eines Gefühls innerer Leere, die aus einer Desillusion oder einer Depression, wie auch einer tiefen Enttäuschung resultieren kann. Jene die dieses Gefühl kennen, wissen dass da meist eine ganze Palette an Faktoren zu jenem inneren Tod führte. Bei manchen nagt ein negatives Ereignis nach dem anderen an der inneren Lebendigkeit, das innere Licht erlischt Stück für Stück und hinterlässt eine Leere und innere Leblosigkeit.

Bei mir führte dieses Gefühl direkt in einen Nihilismus und einen starken Pessimismus, jedoch gab es neben diesem Gefühl des inneren Todes, auch stets einen Funken an (wenn auch tiefschwarzen) Humor, Selbstironie, Neugierde und ein Bedürfnis, das wenn man für sich selbst schon nicht mehr eine innere Lebendigkeit herstellen kann, man dies zumindest vielleicht anderen gegenüber vermitteln könnte und man sich dadurch gegenseitig wieder ein Stück an Leben, bzw. innerlicher Lebendigkeit und Lebensfreude einhaucht.

Kennt ihr auch diesen Zustand, wo man aus einem innerlichen Tod wieder aufblüht und sich zumindest zeitweise wieder innerlich lebendig fühlt?


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Innerlicher Tod und die mentale Wiederbelebung

22.03.2019 um 04:43
Ja ich fühlte mich vor ein paar Jahren auch innerlich tot. Hab unzählige Gedichte geschrieben, damit versucht das es mir besser geht. Mittendrin gab es phasen wo ich dachte, das es vorbei ist aber es hielt nicht lange an. Mittlerweile geht es mir viel besser.


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dedux
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Innerlicher Tod und die mentale Wiederbelebung

27.03.2019 um 20:27
@cRAwler23
Ich kenne zumindest den Zustand negativer innerer Leere, was quasi mehr oder weniger einer Emotionslosigkeit entspricht. Man fühlt schlicht nichts mehr.

Ich erforsche die verschiedensten inneren Zustände schon sehr lange und habe festgestellt, dass Gefühle eine Richtung haben. Sie können nach innen und nach außen gerichtet sein. Wenn Gefühle nach innen gerichtet sind aber die Aufmerksamkeit ihnen nicht folgt und der Fokus im Außen verbleibt, dann wird die Verbindung zu den eigenen Gefühlen abgeschnitten.

Dieser Funke, den du beschreibst, ist diese Verbindung, die immer wieder kurz da ist. Das Einzige, was da wirklich dauerhaft hilft, ist zu lernen, den Fokus zu steuern und die emotionale Verbindung zu sich selbst zu stabilisieren und auszubauen.


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Innerlicher Tod und die mentale Wiederbelebung

28.03.2019 um 13:12
Je näher ich einem "äusseren" Tod komme, desto weniger neige ich zum "inneren" Tod. Natürlich ist das Leben gern mal eine Kette verpasster Gelegenheiten und verdammt mieser Erfahrungen. Diese inneren wie äusseren "Nahtod-Erfahrungen" haben mich allerdings eine Menge über mich selbst, über meine Mitmenschen, kurz: Über das Leben als solches, gelehrt.

Wenn man nur lange genug lebt, und bei mir sind es inzwischen 64 Jahre, hat einem das Leben schon oft genug so richtig weh getan, man hat jede Menge Fehler gemacht und an demütigenden Erfahrungen ist auch kein Mangel.

Das Leben hat sehr scharfe Zähne, und mit denen beisst es hart zu. Wann es will, wie es will und wo es will.

Natürlich muss man im Leben sowohl einstecken als auch austeilen können. Ich halte es dabei mit dem Jesus-Wort "Geben ist seliger denn Nehmen".

Grundsätzlich muss man aber immer damit rechnen, dass einen das Leben zu Boden schlägt, denn spätestens seit Peter Fox* wissen wir: Gott hat einen harten linken Haken.

Für den Schicksalsboxer zählt aber nicht, wie oft er zu Boden geht, sondern wie oft er wieder aufsteht. Und das sollte immer das entscheidende eine Mal mehr sein.

Am Ende werden wir sowieso aus dem Ring getragen. In der Kiste, mit den Füssen voran. Aber bis dahin wollen wir noch einen spannenden Kampf liefern.




*Früher die Hälfte des singenden Fuchsschwanz-Duos Fix und Foxi, trennte er sich im Erwachsenenalter von dem "i".


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Innerlicher Tod und die mentale Wiederbelebung

30.03.2019 um 11:32
Doors schrieb:Wenn man nur lange genug lebt, und bei mir sind es inzwischen 64 Jahre, hat einem das Leben schon oft genug so richtig weh getan, man hat jede Menge Fehler gemacht und an demütigenden Erfahrungen ist auch kein Mangel.
Ich kann alles, was du schreibst, total unterstreichen.

Ich hätte jahrelang einen väterlichen (platonischen) Freund, der immer sagte, dass sich sein Leben in zwei Hälften teilte: Das eine bis ca. Mitte 40, als er energiegeladen war, träumte und auch vom Leben überrascht wurde (positiv und negativ) - und auch Dinge ausprobierte und von der zweiten Hälfte, als sein Körper und seine Energie abbauten, er durch und durch Realist war und ihn das Leben selten überraschte, weil er alles irgendwie einpreiste.

Bei mir ist es so, dass ich ganz oft nun an meine eigene Bequemlichkeit stoße ... mein Leben ist sehr strukturiert und ich bin mit dem, was ich erreicht habe, zufrieden - im Umkehrschluss habe ich nun viel zu verlieren. Ich würde z.B. nie mehr mit dem Rucksack nach Schottland reisen, so auf gut Glück, weil mich meine Strukturen hier halten und es Jahre dauern würde (wenn überhaupt) meinen hiesigen Status wieder zu erreichen. Ergo: Ich mache es nicht.


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Innerlicher Tod und die mentale Wiederbelebung

30.03.2019 um 11:58
cRAwler23 schrieb am 22.03.2019:wenn man für sich selbst schon nicht mehr eine innere Lebendigkeit herstellen kann, man dies zumindest vielleicht anderen gegenüber vermitteln könnte und man sich dadurch gegenseitig wieder ein Stück an Leben, bzw. innerlicher Lebendigkeit und Lebensfreude einhaucht.
wem möchtest du das vermitteln ? Anderen von dir getrennten Menschen in getrennten Körpern ODER Anteilen in dir selbst , um zumindest so dem einzig existierenden Körper mehr Lebendigkeit zu geben . Quasi du kreierst eine neue Persönlichkeit in dir selbst , der du auf Grund deines Wissens und Wunsches Lebendigkeit einhauchst . Deine beschriebene Persönlichkeit , die keine Lebendigkeit mehr spürt , profitiert davon , und sei es nur über den selben Körper , gesteuert aber über das neue , 2. Bewusstsein ? Also wieder Lebendigkeit spüren über den
Umweg eines 2. , unbeschädigten Bewusstseins geht ? Der einzige Körper fühlt sich so besser, das 2. neue Bewusstsein findet das im
Erleben ganz prima . Aber was ist mit dem leblosen 1. Bewusstsein ? Dem hilft es nicht !

Das würde als Erklärung für mich eigentlich Sinn ergeben , weil in erster Linie möchtest du dir selber helfen . Es ist doch immer besser
bei sich selber Verbesserungen zu versuchen und sei es nur über diesen Umweg , bevor man von sich getrennten Menschen helfen könnte .

Aber würde das dem von dir beschriebenen , leblosen Bewusstsein helfen ? Ich denke eher nein .

Das würde mich zuerstmal interessieren . Danke .


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Innerlicher Tod und die mentale Wiederbelebung

30.03.2019 um 15:12
kelten-maisie schrieb:cRAwler23 schrieb am 22.03.2019:
wenn man für sich selbst schon nicht mehr eine innere Lebendigkeit herstellen kann, man dies zumindest vielleicht anderen gegenüber vermitteln könnte und man sich dadurch gegenseitig wieder ein Stück an Leben, bzw. innerlicher Lebendigkeit und Lebensfreude einhaucht.
Möglich aber ich halte es nicht für wahrscheinlich. Eher zieht man sich Gegenseitig runter. Ich glaube oft ist es so, wenn man zuerst an andere denkt, dass das gerade der Grund ist, wieso es einem schlecht geht.

Ich denke manchmal hat man Ideale und Regeln im Kopf die einfach nicht in die Realität passen.

Ein Weg die Depression als positiv zu betrachten ist, sie als Alarmzeichen wahrzunehmen um eine andere Lebensphilosophie auszuprobieren.

Mein Guru wenn man so will ist Epikur. Ist recht knackig, klar und einfach.

Normalerweise wenn man systematisch am Ziel arbeitet ist es nur eine Frage der Zeit bis man ihm nahe kommt.

Narzismus kann eine der Gründe sein das man feststeckt. Narzismus verklärt die Realität. Manchmal muss man bescheiden sein. Kleine Schritte führen zum Ziel. Das Leben ist meist ein Marathon.


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Innerlicher Tod und die mentale Wiederbelebung

30.03.2019 um 20:45
@epikur

ich verstehe deine Antwort nicht richtig . Eigentlich wollte ich darauf hinaus , dass man nicht unbedingt einem fremden Menschen
außerhalb von sich selbst Hilfe vermitteln kann , sondern einem Anteil in sich selber . Wenn man sich dabei selber runterzieht , liegt
vielleicht noch was ganz anderes im argen . Möglicherweise kommt dann ein möglicher Narzissmus zum tragen .

Wenn die Grundhaltung narzisstisch ist , gebe ich dir recht . Diese Menschen sollte man meiden . Meistens haben die keinen Leidens-
druck , was in der Natur ihrer Störung liegt . Ob deren Realität verklärt ist weiß ich nicht , ich würde sie eher als Anti-Mensch bezeichnen ,
wenn ich von guten Eigenschaften ausgehe .

Epikur ist mir noch nicht über den Weg gelaufen , Aber knackig , klar und einfach scheint es bei ihm zu treffen .
Warum auch kompilziert , wenn das Einfache so nahe liegen kann . Man muss es nur sehen wollen , und natürlich greifen .


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Innerlicher Tod und die mentale Wiederbelebung

31.03.2019 um 15:46
kelten-maisie schrieb:@epikur

ich verstehe deine Antwort nicht richtig . Eigentlich wollte ich darauf hinaus , dass man nicht unbedingt einem fremden Menschen
außerhalb von sich selbst Hilfe vermitteln kann , sondern einem Anteil in sich selber . Wenn man sich dabei selber runterzieht , liegt
vielleicht noch was ganz anderes im argen . Möglicherweise kommt dann ein möglicher Narzissmus zum tragen .
Meine Antwort war auf crawler gedacht. Ich denke wir uns relativ einig.


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