R4z0r schrieb:Ich habe kein Problem beim Einkaufen, viel abschreckender finde ich die dauernde Präsenz von Türstehern vor den Läden welche sich diese noch leisten können.
Ich denke eher das manche Menschen es einfach massiv übertreiben und natürlich dürfen sie das auch, kein Problem.
Wenn Türsteher vor den Läden sind, stehen die da, weil es in einer Verordnung steht und die Ladenbesitzer Bußgeld und Ladenschließung riskieren, wenn da keiner steht. Wenn es nach den Ladenbesitzern ginge, würden sie die Kosten für die Türsteher, die überwachen müssen, ob auch wirklich nur nach der Verordnung soundsoviel Kunden pro qm drin sind, liebend gerne einsparen bzw. mit was anderem beschäftigen. Geht aber nicht wegen der Verordnung.
Alle, nicht nur Privatleute, sondern auch die Wirtschaft, muss sich derzeit dem Diktat des Virus beugen. Dieses Virus gibt es nun mal, es ist keine Erfindung "der Regierung" zwecks besserer Disziplinierung und Überwachung der Bevölkerung, und die Menschheit muss halt mit ihm fertigwerden. Dass sie das irgendwann schafft, wie beim Pockenvirus, das nur noch in irgendwelchen Labors existiert, ist ziemlich wahrscheinlich, aber noch ist es nicht so weit.
Respekt vor einem sehr ansteckenden Krankheitserreger, gegen den es bisher keinen Impfstoff gibt und der für einige Leute tödlich endet, sollte man jedenfalls haben und nicht so tun, als ginge einen das nichts an, weil man sich selbst für unverwundbar hält und Oma und Opa, die besonders gefährdet wären, sowieso schon verstorben sind.
koef3 schrieb:Ich mein, solches Verhalten ist letztlich doch genauso unsolidarisch wie Corona-Party in einer eigens dafür angemieteten Wohnung zu feiern?
Klar muss auch und gerade von diesen besonders gefährdeten Personengruppen erwartet werden können, dass die sich vernünftig verhalten. Abstandsregeln etc. gelten für alle und nicht nur für Leute in einem bestimmten Alter. Es kommt auf JEDEN an.
GhOuTa schrieb:Alles positive Signale die für zeitnahe, vernunft-basierte Lockerungen sprechen.
Dagegen ist nichts einzuwenden. Und dass wir in D, mit unserer Vollkaskomentalität und dem Irrglauben, jedes Lebensrisiko müsse irgendwie "vom Staat" abgemildert, abgefangen, geregelt werden (in weiten Kreisen gehört sogar schon Kindererziehung dazu, man selber ist nur noch fürs Kindermachen und -kriegen zuständig, den Rest darf nach der Geburt "der Staat" in Gestalt von Kita und Schule übernehmen) gerne zu Alarmismus neigen: Wer wüsste das nicht. Das letzte Unwetter etwa: Was wurde davor gewarnt, ICEs blieben stehen, die Republik stand Kopf, und tatsächlich war alles dann gar nicht so schlimm.
Was Covid-19 angeht, gibt es aber nun mal weltweite Erfahrungen mit dem Virus, und in diesem Fall kann man meines Erachtens eben nicht mehr von Alarmismus reden.