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Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte

305 Beiträge, Schlüsselwörter: Terror, Chaoten, Bettnässer, Vandalen, organisierter Mob

Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte

30.05.2020 um 12:52
@Bruderchorge
Ich vermute
das es einigen nicht gepasst hat, das
"ihre Ware" konfisziert worden ist.
...Weiterhin ist unklar, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Kellerfund in mehreren Hochhäusern in Dietzenbach und der Straßenschlacht gibt. Dies ist aktuell Teil der Ermittlung. Es sei aber „nicht völlig ausgeschlossen“, so der Innenminister weiter.
...
https://www.op-online.de/region/dietzenbach/dietzenbach-offenbach-hessen-beuth-randalierer-angriff-attacke-polizei-feuer...



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Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte

30.05.2020 um 13:02
Peter0167
schrieb:
Dann sind die Beamten also selbst schuld daran, und man kann sie zum Abschuss freigeben!? Und Frauen die kurze Röcke tragen sind ja selbst schuld wenn sie überfallen und vergewaltigt werden ... ist das die Message die du rüberbringen wolltest?
Nein.
abahatschi
schrieb:
Sich über die Polizei aufregen und echauffieren, ok. Sich aufregen wenn man mit Diebesgut erwischt worden ist, menschschlich aber schwach.
Eine Falle der Polizei und Rettungskräfte stellen, ein Angriff auf die FDGO - es ist für nicht nachvollziehbar dass die nicht sitzen.
Der Generalbundesanwalt und Staatsschutz müssten ermitteln.

Alles andere in diesen Thread ist Ablenkung.
Sich über Fehlverhalten von Polizisten aufregen trifft eher den Nagel auf den Kopf. Und das spricht sich im Freundes-, Verwandten- und Bekanntenkreis herum und dies führt wahrscheinlich zu der Ermangelung an Respekt vor den Beamten. Ich wollte auf ein viel grundlegenderes Problem hinaus. Klar muss man dabei noch betrachten wer was für Taten durchgeführt hat. Sind es bereits vorbestrafte oder mit dem Gesetz/Polizei in Konflikt gekommene Bürger, denn ein durchschnittlicher Bürger wird sich eher weniger zu so einem Treffen hinreißen lassen und Steine werfen. Dazu gehört zudem auch eine gewisse Grundeinstellung.



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Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte

30.05.2020 um 13:32
Artula
schrieb:
...Hängt der Fund im Keller mit der Straßenschlacht in Dietzenbach bei Offenbach zusammen? Die Polizei geht dem nach.

Kreis Offenbach: Ungewöhnliche Entdeckung in mehreren Kellern in Dietzenbach - Polizei staunt

Erstmeldung vom 26.05.2020: Dietzenbach – Ein Hausmeister hat bei einem Rundgang am Montagmorgen (25.05.2020) im Spessartviertel in Dietzenbach nur unweit von Offenbach eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht.
...
Ist es ggf. Möglich, dass man ganz einfach mal hier reinschreibt, was da in irgendwelchen Kellern gefunden wurde, ohne dass man nun irgendwelchen Links, mit reißerischen Überschriften, die doch arg nach Klickbait klingen, nutzen muss?
Oder ist das eher zu viel verlangt?
Solchen Überschriften wie "unglaublich, was dieser Briefträger getan hat" oder "Dank dieses Tricks hat er den schweren Unfall überlebt" sind meistens ziemlicher Mist.



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Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte

30.05.2020 um 13:51
HF
schrieb:
Ist es ggf. Möglich, dass man ganz einfach mal hier reinschreibt, was da in irgendwelchen Kellern gefunden wurde
Es wurden ca. 200 gestohlene Fahrräder und E-Bikes gefunden, die wegen der Corona-Einschränkungen wohl nicht außer Landes gebracht werden konnten. So wie es aussieht, war das gestern ein erster "Racheakt", laut ARD-Bericht sind weitere Aktionen geplant...

https://www.ardmediathek.de/ard/video/hessenschau/naechtliche-randale-in-dietzenbach/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS...



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30.05.2020 um 14:13
@Peter0167
ähm, les doch mal bitte, was oben verlinkt wurde, Zitat:
Weiterhin ist unklar, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Kellerfund in mehreren Hochhäusern in Dietzenbach und der Straßenschlacht gibt. Dies ist aktuell Teil der Ermittlung. Es sei aber „nicht völlig ausgeschlossen“, so der Innenminister weiter.
es ist nicht VÖLLIG ausgeschlossen, aha und daraus wird dann:
Peter0167
schrieb:
So wie es aussieht, war das gestern ein erster "Racheakt", laut ARD-Bericht sind weitere Aktionen geplant...
aha.
Was sagt denn Deine "Lynchdrüse" hier zu?
Diskussion: In Minneapolis/USA stirbt ein Mann in Polizeigewahrsam



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30.05.2020 um 14:14
Jugendliche auf pubertärem Racheakt. Glauch mal die Siedlung mit dem Militär stürmen lassen! :D



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30.05.2020 um 14:34
Tussinelda
schrieb:
na zum Glück sind wir noch ein Rechtsstaat
Meine Antwort darauf wurde gelöscht. Daher schreibe ich meine Antwort nochmal und lasse den Teil weg, der Grund für die Löschung war.

Tja, und offensichtlich fruchten die Strafen unseres Rechtstaates bei einigen nicht mehr. Siehst ja, wohin das mündet. Rettungskräfte werden schon seit längerer Zeit angegriffen und nun lockt man sie schon gezielt an und legt einen Brand, um sie mit Steinen zu bewerfen.
Ich bin der Meinung, dass es jetzt mal ordentlich Zucht braucht. XXX

Ich finde es schlimm, wenn sowas notwendig ist, aber dahin entwickelt sich die deutsche Gesellschaft.



Bevor es jetzt wieder Diskussionen gibt... Warum sag ich das mit "Zucht" und was meine ich damit? Es gibt kein Benehmen bei den Leuten und wie man sieht, verhalten sich Menschen asozial und schrecken nicht vor so krankem Zeug zurück wie Angriffe auf Rettungskräfte. Und auch so gibts respektloses asoziales Verhalten im Alltag. Wir alle haben schon mehrfach mitbekommen, wie unerhört sich Menschen benehmen.

Wie will man sowas in den Griff kriegen? Das alles steht unter Strafe, aber die Strafen schrecken ja offensichtlich nicht ab. Überall begegnet einem Respektlosigkeit und asoziales Verhalten. Was sind denn deine Ideen, um aus unserer Gesellschaft wieder ein soziales Miteinander zu machen?

Menschen gehen Rettungskräfte an, spucken ihre Kaugummis auf Gehwege, beschädigen öffentliche Einrichtungen, beschmieren Wände und Züge, pöbeln andere Leute an, ......
Was muss man tun, damit sowas aufhört? ;)



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30.05.2020 um 14:46
Ford
schrieb:
Wie will man sowas in den Griff kriegen? Das alles steht unter Strafe, aber die Strafen schrecken ja offensichtlich nicht ab. Überall begegnet einem Respektlosigkeit und asoziales Verhalten. Was sind denn deine Ideen, um aus unserer Gesellschaft wieder ein soziales Miteinander zu machen?
Strafen wirken auch nur begrenzt präventiv. Wer denkt schon über mögliche Konsequenzen nach, wenn bei denjenigen schon grundsätzlich eine gewisse kriminelle Energie vorherrscht? Die begehen trotzdem, mit dem Ziel, gar nicht erst erwischt zu werden.



Ansonsten, was könnte helfen?

Bildung (wobei es auch genügend asoziales- und kriminelles Verhalten unter den gebildeten Schichten gibt)

Wehrpflicht oder soziales Jahr als Pflicht.

Bekämpfung von Armut und anderweitiger sozialer Ungerechtigkeiten.

Perspektiven schaffen. Menschen in Lohn und Brot bringen - allerdings ohne Zwang. Partout Nichtwollende in Ruhe lassen anstatt zu drohen und zu sanktionieren. Schürt nur wieder Unmut und Zorn, worunter dann wieder andere zu leiden haben.

Elternführerschein

etc.



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30.05.2020 um 15:00
@rhapsody3004
Danke. Deine Lösungen befürworte ich auch, wollte sie aber mal von jemand anderem hören.

All diese Punkte werden in Deutschland aber überhaupt nicht angegangen. Nichts davon funktioniert richtig. Zu allem Überfluss hat man auch noch die Wehrpflicht und den Zividienst als Alternative ausgesetzt. :palm: Das waren doch gute Methoden, mit denen man das Miteinander lernen konnte.

Der Mist jetzt ist, dass wir jetzt eine Situation haben, in der man sich asozial verhält und keine Strafen fürchtet. Ich bin der Meinung, dass Menschen, die sich nicht nicht sozial verhalten, keine Strafen verstehen, die es jetzt bei uns gibt. Wenn schon die Polizei bei Festnahmen fürchten muss, dass man sie danach anzeigt, läuft ja gewaltig was schief.
Ich bin ja echter Freund davon, dass man solche Leute mal einbuchtet für 2-3 Tage direkt nach der Tat. Dann hat die Straftat auch Konsequenzen.

Letzte Jahr haben doch zwei Deutsche in Prag eine historische Brücke beschmiert. Sie sind dort nun ein Jahr auf Bewährung, haben fünf Jahre Einreiseverbot (Bewehrung ist ja nun nutzlos...) und jeder muss 5500€ zahlen. Direkt festgenommen und die Härte des Justiz gespürt. Kein langer Prozess, bei dem man monatelang seinem Alltag nachgeht und irgendwann vergisst, worum es geht...
So lernt man.



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30.05.2020 um 15:17
@Ford

Nicht jedes assoziale Verhalten steht unter Strafe. Aber immerhin kann man ja auch noch so manches asoziale Verhalten nach dem OWiG ahnden. Auch eine Form von Sanktion bzw. Konsequenz.

Dann gibt es leider noch vieles Asoziales, was wir weder noch sanktionieren, sondern nur ein moralisches Urteil darüber fällen können und das notgedrungen tolerieren müssen, wenn Rechte anderer nicht explizit dabei verletzt werden.

Aber egal, ob etwas Konsequenzen bedeuten kann, Konsequenzen, egal wie drastisch, wirken nur bedingt abschreckend.



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30.05.2020 um 15:42
rhapsody3004
schrieb:
Nicht jedes assoziale Verhalten steht unter Strafe. Aber immerhin kann man ja auch noch so manches asoziale Verhalten nach dem OWiG ahnden. Auch eine Form von Sanktion bzw. Konsequenz.
Die Chancen dafür sind jedoch gering, da sich die Polizei um sowas nicht kümmern würde. Nehmen wir als Beispiel Jugendliche, die nachts durch die Innenstadt ziehen und durch ihr Gebrüll die halbe Nachbarschaft wecken. Wenn da mal die Polizei kommt, dann wird es vielleicht mal nen Platzverweis geben für den Abend und das wars.
Dass etwas geahndet werden kann, heißt noch lange nicht, dass man es auch wirklich ahndet. Die Polizei hat besseres zu tun und daher kommt man mit sowas ja auch viel eher durch.
rhapsody3004
schrieb:
Dann gibt es leider noch vieles Asoziales, was wir weder noch sanktionieren, sondern nur ein moralisches Urteil darüber fällen können und das notgedrungen tolerieren müssen, wenn Rechte anderer nicht explizit dabei verletzt werden.
Das ist ja das, was ich gesagt habe. Die Polizei kann sich nicht um alles kümmern. Nehmen wir mal Leute, die im Bus den Fuß auf den Sitz legen, Älteren keinen Platz anbieten oder ihren Müll einfach auf den Boden werden. Das sind nur Kleinigkeiten, aber alles zusammen bildet ein sinkendes Niveau unserer Gesellschaft.

Was will man heute tun? Du kannst dagegen nichts machen.
Vor 100 Jahren, als die Welt noch ein andere war, hätte man sich damit noch ne Menge Ärger einkassiert. Heutzutage muss man ja zum Glück nicht befürchten, bei einer Kleinigkeit von der Polizei vermöbelt zu werden oder von anderen für die eigenen Fehler beschimpft zu werden. Allerdings hat das nun den Nachteil, dass man sich solche Kleinigkeiten ungestraft erlauben kann.

Ordnung und Pflichtbewusstsein kriegst du ja auch nicht mehr zwingend beigebracht. Gibt doch keinen Wehr- und Zivildienst mehr.
rhapsody3004
schrieb:
Aber egal, ob etwas Konsequenzen bedeuten kann, Konsequenzen, egal wie drastisch, wirken nur bedingt abschreckend.
Da stimme ich dir nicht zu. Ein beliebtes Beispiel ist Singapur. Dort gibt es enorm hohe Strafen für recht absurde Dinge, die aber notwendig sind, damit die Menschen sich sozialer verhalten. Zum Beispiel ist Kaugummikauen mit unheimlich hohen Strafen belegt, weil die Leute das Zeug (wie überall auf der Welt) einfach auf den Boden gespuckt haben.



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30.05.2020 um 15:49
Ford
schrieb:
Wenn schon die Polizei bei Festnahmen fürchten muss, dass man sie danach anzeigt, läuft ja gewaltig was schief.
nein, dann läuft es richtig, denn nicht jede Festnahme und die Art und Weise der Festnahme sind gerechtfertigt. Selbstverständlich muss auch gegen Polizisten Anzeige erstattet werden können. Es sind schliesslich auch nur Menschen, die sich - wie jeder andere Mensch auch - durchaus mal falsch verhalten können. Warum sollte sie die Uniform vor Anzeigen, Ermittlungen, Strafverfolgung schützen? Erklär doch mal bitte.

Eine Beschwerdestelle wäre angebracht, unabhängig, aber das gibt es ja in Deutschland praktisch nicht.
Diskussion: Polizeigewalt in Deutschland (Beitrag von Tussinelda)
man sollte hier nicht isoliert von Polizeigewalt argumentieren, denn die gibt es ja auch ;)
Ford
schrieb:
Wenn da mal die Polizei kommt, dann wird es vielleicht mal nen Platzverweis geben für den Abend und das wars.
und was stellst Du Dir so vor? Alle in den Knast? Wenn mal jemand laut ist und andere dadurch weckt, was sollte das denn für Konsequenzen haben? Es ist eine Ordnungswidrigkeit also ein leichter RechtsVerstoß.
Ich würde gerne mal wissen, von welchen Zeiten Du sprichst, wo es so etwas nicht gegeben haben soll?



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30.05.2020 um 16:32
Ford
schrieb:
Das ist ja das, was ich gesagt habe. Die Polizei kann sich nicht um alles kümmern. Nehmen wir mal Leute, die im Bus den Fuß auf den Sitz legen, Älteren keinen Platz anbieten oder ihren Müll einfach auf den Boden werden. Das sind nur Kleinigkeiten, aber alles zusammen bildet ein sinkendes Niveau unserer Gesellschaft.

Was will man heute tun? Du kannst dagegen nichts machen.
Dann gibt es notfalls immer noch anderweitige öffentliche Ordnungskräfte (Damen und Herren vom Ordnungsamt) oder private Sicherheitskräfte, die zusammen im Namen der Stadt, Gemeinde etc. tätig werden können.

Auch ein Busfahrer kann tätig werden, "wenn ihm möglich", Hausrecht gilt auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, und muss Kleinigkeiten nicht durchgehen lassen, trägt er ja immerhin Verantwortung für alle Fahrgäste und steht in der Garantenpflicht.



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Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte

30.05.2020 um 16:45
Ford
schrieb:
Da stimme ich dir nicht zu. Ein beliebtes Beispiel ist Singapur. Dort gibt es enorm hohe Strafen für recht absurde Dinge, die aber notwendig sind, damit die Menschen sich sozialer verhalten. Zum Beispiel ist Kaugummikauen mit unheimlich hohen Strafen belegt, weil die Leute das Zeug (wie überall auf der Welt) einfach auf den Boden gespuckt haben.
Und spucken sie dank drastischen Konsequenzen jetzt nicht mehr auf die Straße? Falls ja, dann haben da hohe Strafen ja tatsächlich etwas bewirkt.


Bleibe trotzdem dabei, dass drastische Konsequenzen nur bedingt abschreckend wirken können. Erst recht bei Menschen mit schon grundsätzlich fragwürdigen Einstellungen zum gesellschaftlichen Miteinander und Recht und Ordnung.

Ziel ist es bei vielen nämlich erst gar nicht erwischt zu werden und nicht Überlegungen anzustellen gewisse Verhaltensweisen erst gar nicht zu begehen und/oder zu unterlassen, nur weil sie mögliche Konsequenzen ihres Handelns oder ihres Nichthandelns fürchten.



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Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte

13.06.2020 um 00:05
So sorry, konnte in den letzten beiden Wochen nicht online kommen und antworten.
Tussinelda
schrieb am 30.05.2020:
nein, dann läuft es richtig, denn nicht jede Festnahme und die Art und Weise der Festnahme sind gerechtfertigt. Selbstverständlich muss auch gegen Polizisten Anzeige erstattet werden können. Es sind schliesslich auch nur Menschen, die sich - wie jeder andere Mensch auch - durchaus mal falsch verhalten können. Warum sollte sie die Uniform vor Anzeigen, Ermittlungen, Strafverfolgung schützen? Erklär doch mal bitte.
Strafverfolgung sollte es für Polizisten immer geben, aber nicht für jeden Furz. Denn jetzt mal im ernst, das ist deren Beruf und die haben für Ordnung zu sorgen. Wenn da jemand Krawall macht und den Anweisunge der Polizei nicht Folge leistet, dann wird er festgenommen. Wehrt er sich, wird er zu Boden gerissen.

Das sind normale Vorgehensweisen. Und nein, man sollte nicht acht Minuten lang auf dem Hals knien. Darum gehts mir nicht. Mit strengeren Regeln hätten Polizisten immer zu befürchten, dass sie beim kleinsten Fehler dann auch ein Verfahren am Hals haben. Das wird zur Folge haben, dass einfach weniger Leute Bock auf den Beruf haben, weil sie wissen, dass sie immer der Arsch sind.

Ein Polizist arbeitet sein Leben lang in dem Beruf und in all den Jahren wird es mehrfach vorkommen, dass der Täter mal blöd zu Boden fällt oder der Polizist zu fest zugreift. Na und? Man kann solche Vorkommnisse gerne vermerken und bei Häufungen weitere Maßnahmen treffen. Gehen bei Polizist Müller in drei Monaten überaus viele Beschwerden ein, dann schaut man sich das mal genauer an.
Tussinelda
schrieb am 30.05.2020:
und was stellst Du Dir so vor? Alle in den Knast? Wenn mal jemand laut ist und andere dadurch weckt, was sollte das denn für Konsequenzen haben? Es ist eine Ordnungswidrigkeit also ein leichter RechtsVerstoß.
Ich würde gerne mal wissen, von welchen Zeiten Du sprichst, wo es so etwas nicht gegeben haben soll?
Knast braucht nicht jeder. Aber Sozialarbeit ist gern gesehen. Wer sich so asozial verhält, könnte an Tag X mit einer Greifzange ausgestattet gemeinsam mit anderen durch den Park ziehen und den Müll einsammeln. Dann sieht die Stadt auch schon viel schöner aus. Schmierfinken könnten Fassaden reinigen. Kaugummis kann man vom Bürgersteig kratzen.

Mal ehrlich, die Gesellschaft verroht und Menschen sind nunmal nicht von Natur aus immer gesellschaftsfähig. Manchen muss man das beibringen.
rhapsody3004
schrieb am 30.05.2020:
Dann gibt es notfalls immer noch anderweitige öffentliche Ordnungskräfte (Damen und Herren vom Ordnungsamt) oder private Sicherheitskräfte, die zusammen im Namen der Stadt, Gemeinde etc. tätig werden können.
Also bitte, die werden doch nicht ernst genommen. Du und ich würden vielleicht auf sie hören, wer aber sich unanständig verhält, hat höchstens vor der Polizei Respekt. Wenn überhaupt.
rhapsody3004
schrieb am 30.05.2020:
Auch ein Busfahrer kann tätig werden, "wenn ihm möglich", Hausrecht gilt auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, und muss Kleinigkeiten nicht durchgehen lassen, trägt er ja immerhin Verantwortung für alle Fahrgäste und steht in der Garantenpflicht.
Nee du, ich kenne Busfahrer und die würden niemals auch nur einen Finger krumm machen. Nicht für das Geld, das sie verdienen. Einige sind sogar froh, dass es durch Corona nun Trennscheiben geben wird, mit denen sie abgegrenzt werden.
Da messert dich doch eher mal einer.
rhapsody3004
schrieb am 30.05.2020:
Und spucken sie dank drastischen Konsequenzen jetzt nicht mehr auf die Straße? Falls ja, dann haben da hohe Strafen ja tatsächlich etwas bewirkt.
Klar, in Singapur zum Beispiel hält man sich dran. Ist ja teuer.
Ich meine, überleg doch mal, warum die Leute beim Autofahren nicht einfach über eine rote Ampel fahren, obwohl gerade niemand kommt. Die Strafen sind einfach schmerzhaft hoch. Also selbst Deutschland hat drastische Regeln in gewissen Bereichen und wie man sieht, klappt es auch hier. ;)



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Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte

13.06.2020 um 10:40
Ford
schrieb:
Das wird zur Folge haben, dass einfach weniger Leute Bock auf den Beruf haben, weil sie wissen, dass sie immer der Arsch sind.
Das ist mitunter ein Punkt den ich ja kritisch sehe. Als Disclaimer um Meckerkommentaren oder verwunderten Nachfragen vorzubeugen: Natürlich geht es nicht darum jedem einen Blankoscheck auszustellen oder alles durchgehen zu lassen. Mitnichten. Schon allein aus der egoistischen Sicht würde ich argumentieren, dass ich keinen Bock hätte von einem "freidrehenden" Polizisten angegangen zu werden.

Aber wer kennt nicht plakative Äußerungen sonstiger Personen im Netz oder der Realität die sinngemäß sagen oder fragen:

"Wer geht denn heute noch zur Polizei?"



Diese negative, "berufszersetzende" (ich drücke das bewusst überspitzt aus) Bild des Polizisten mit dem man aufgrund seiner Berufswahl Mitleid haben müsste mag oft überzogen sein und ist es wohl auch, aber es zeigt eben auch, wie es auf manche Leute bei der Berufswahl entsprechend hemmend wirkt und sich somit abstrakt weniger Personen für die Polizei interessieren. Alternativ verstärkt sich das Bild bei Personen die schon Polizisten sind und wirkt sich demoralisierend aus.

Es ist quasi ein negatives Bild im Kopf, welches niemandem so richtig hilft.

Ich glaube am Ende muss es einfach "realistisch" und "praktikabel" sein - was auch immer man vorhat. Eine Balance zwischen Kontrolle aber auch Handlungsfähigkeit. Ich bin kein Experte und vermag das nicht für jede Konstellation im Detail darlegen zu können aber das ist meine grundsätzliche Sicht darauf. Der Beruf muss reguliert sein damit keiner "freidreht" oder sich Willkür überall etabliert und festsetzt, zugleich muss ein Polizist irgendwie handlungsfähig bleiben und Bock auf den Beruf haben, haben können.


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Was Verrohung von Gesellschaftsteilen und Strafen angeht

Ich finde da auch kulturelle / soziale Aspekte relevant, sowie die Justiz. Die Polizei kann quasi noch so gut agieren und sinngemäß fast jeden schnappen und überführen: Wenn am Ende durch die Justiz (je nach Fall) kein entsprechendes Strafmaß folgt und die Leute stark vereinfacht ausgedrückt "mit Samthandschuhen" behandelt oft straffrei oder milde wegkommen, begünstigt das natürlich ggf. weitere Straftaten oder rücksichtsloses Verhalten. Durch Strafmaß kann ich halt abstrakt regulieren ob etwas vermehrt oder eher weniger auftritt. Natürlich soll nicht jeder sofort in den Knast, aber in manchen Konstellationen könnte man wohl Raum für Verbesserungen ausschöpfen.

Die anderen, zuerst erwähnten Punkte, sind gesellschaftliche Aspekte. Ich glaube, manche Nationen sind uns da vom Mindset einfach im Schnitt voraus, weil sie gewisse Dinge anders betrachten oder schätzen bzw. als schlecht einstufen. Wenn ich quasi schon erzogen werde gewisse Dinge als abfällig zu empfinden und durch gesellschaftlichen Zwang das auch aufrechterhalten wird, wird es abstrakt nun mal weniger Fehlverhalten geben. Ich meine hier konkret zum Beispiel das Verschmutzen der Öffentlichkeit indem ich Müll achtlos irgendwo hinwerfe. Dürfte wohl eines der einfachsten Beispiele sein. Oder vielleicht, dass es gesamtgesellschaftlich als verpönt gelten kann, irgendein Gebiet zu sehr verkommen zu lassen sodass die Leute an sich immer auf Sauberkeit achten und bei öffentlicher Beschmutzung ggf. früh Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen.

Prävention und Reaktion Hand in Hand.

Aber anhand der simplen Ausführungen hier sieht man schon, das ist durchaus alles komplex und verworren - vieles hängt mit vielem zusammen und bedingt dann Ordnungswidrigkeiten, Straftaten, und und und. Man kann hier und da immer kurz- oder mittelfristig an Stellschrauben drehen, aber insgesamt ist es wohl doch eine langfristige und gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ob es nun um generelle Sauberkeit im öffentlichen Raum, Verrohung von Gesellschaftsschichten bzw. Personenkreisen oder anderes Verhalten geht.

Meines Erachtens fängt es im Elternhaus an.

Aber erst mal genug davon.
Ford
schrieb:
Also bitte, die werden doch nicht ernst genommen. Du und ich würden vielleicht auf sie hören, wer aber sich unanständig verhält, hat höchstens vor der Polizei Respekt. Wenn überhaupt.
Die Frage ist, woher kommt das?
Ich glaube ferner, wenn man hier insgesamt betrachtet zumindest temporär die rechtl. Möglichkeiten sinnvoll anpasst, so könnten je nach Ort, Fallkonstellation und Zuständigkeit diese Akteure (Ordnungsamt, priv. Sicherheit) auch noch mehr unterstützend wirken. Es ist ja nun mal so: Die Polizei hat endliches Personal und kann nicht immer überall sein. Ich muss, um beim Ordnungsamt oder gewissen Sicherheitsdiensten arbeiten zu können, im Schnitt nicht die Bandbreite mitbringen oder erfüllen können, die ein Polizist abdecken muss. Was ich sagen will ist: Nicht jeder kann oder will zur Polizei, aber ggf. zum Ordnungsamt oder priv. Sicherheitsdiensten die teils schon im öffentlichen Raum wirken.

Also nutze ich dieses Potential und sorge mittel- bis langfristig für mehr Akzeptanz und auch Respekt jener sonstiger Behörden oder wirtschaftlicher Unternehmen. Warum? Na, um perspektivisch und insgesamt öffentliche Sicherheit bzw. das Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Mir geht es weniger um eine "Dystopie" (oder auch Verhältnissen in den USA) wo z.B. private Sicherheitsdienste Polizeiaufgaben markant oder fast gänzlich übernehmen, ehe mich hier wer falsch versteht. Ich rede schlicht von mehr Akzeptanz und einer guten Kooperation unter allen Akteuren, die mit Sicherheit zutun haben.



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13.06.2020 um 20:16
Warden
schrieb:
Das ist mitunter ein Punkt den ich ja kritisch sehe. Als Disclaimer um Meckerkommentaren oder verwunderten Nachfragen vorzubeugen: Natürlich geht es nicht darum jedem einen Blankoscheck auszustellen oder alles durchgehen zu lassen. Mitnichten. Schon allein aus der egoistischen Sicht würde ich argumentieren, dass ich keinen Bock hätte von einem "freidrehenden" Polizisten angegangen zu werden.
So ein Blankoscheck wäre ja auch fatal. Speziell Polizisten gehen jeden Tag das Risiko ein, eine Fehlentscheidung zu treffen, die weitreichende Folgen hat. Daher brauchts ja ein bisschen Lockerungen. Sonst macht den Beruf nachher niemand.
Warden
schrieb:
Diese negative, "berufszersetzende" (ich drücke das bewusst überspitzt aus) Bild des Polizisten mit dem man aufgrund seiner Berufswahl Mitleid haben müsste mag oft überzogen sein und ist es wohl auch, aber es zeigt eben auch, wie es auf manche Leute bei der Berufswahl entsprechend hemmend wirkt und sich somit abstrakt weniger Personen für die Polizei interessieren. Alternativ verstärkt sich das Bild bei Personen die schon Polizisten sind und wirkt sich demoralisierend aus.
Sowas betrifft sogar auch viele andere Berufe. Man wird für den Beruf belächelt oder blöd angeschaut und weil Menschen heutzutage ja eher Wert darauf legen, es anderen recht zu machen :palm: suchen sich sich was anderes.
Aber schon in der Kindheit fängt es ja dann an, dass man dann eher für was anderes Interesse entwickelt.
Warden
schrieb:
Die Frage ist, woher kommt das?
Na Ordnungsämter und private Sicherheitsdienste würde man eher wie Möchtegernpolizisten mit weniger Befugnissen sehen. Da denken sich die Leute dann "ach was will der schon gegen mich machen".
Mir wäre es lieber, wenn der Beruf des Polizisten attraktiver wird, sodass die Leute es auch dort versuchen.



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13.06.2020 um 21:44
Ford
schrieb am 30.05.2020:
Wenn da mal die Polizei kommt, dann wird es vielleicht mal nen Platzverweis geben für den Abend und das wars.
Dass etwas geahndet werden kann, heißt noch lange nicht, dass man es auch wirklich ahndet. Die Polizei hat besseres zu tun und daher kommt man mit sowas ja auch viel eher durch.
Ich fragte mich schon immer warum muss Alles die Polizei regeln und warum haben bewährte und erfahrene Menschen oder zumindest Rettungskräfte nicht mehr Befugnisse.

Wenn ich mich daran erinnere wie es mit 18Jahren vorstellung zum Bundesheer war da musste Jeder hin egal ob brav oder nicht.
Kein Einziger hat sich da daneben benehmen getraut nach der 1.Ansage... auch der Stadtmacho benahm sich.

Warum funktioniert es dort.

Mir fällt vieles ein wie man das Ganze in den Griff bekommen könnte aber es ist zu schwierig umzusetzen.



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Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte

14.06.2020 um 00:36
@Jairo
Mir wäre es auch lieber, wenn man nicht für jeden Furz die Staatsgewalt brauchen würde, aber den Menschen bringt niemand Benehmen bei bzw. zwingt es ihnen notfalls nicht auf. Hätten die Menschen mehr Anstand, wäre ja alles gut.

Ich bin immernoch der Meinung, dass der Wehrdienst allen Leuten gut tun würde und Totalverweigerer machen dann halt Zivildienst.



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14.06.2020 um 10:17
Ford
schrieb:
Zivildienst
wäre völlig ausreichend. Diese Erfahrungen sind sicher besser für die Gesellschaft, als militärischer Drill.



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