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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

4.055 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Energie, Strom, GAS ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 09:13
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Bürgergeld bekommen aber auch nicht alle, soweit ich das mitbekommen habe. Ich denke, es wird bei mehr Menschen wegen der Energiepreise finanziell knapp werden als jenen, die Bürgergeld beantragen können
Ein Rechenexempel. Eine Mitarbeiterin hat Stunden reduziert um noch in den Genuss der Aufstockung zu kommen - und Recht hat sie. So ist es wenigstens warm und mit 2 Kindern auf Schulden zu leben, wenn man nicht weiß wann das aufhört und wie man das bezahlen soll, wäre verantwortungslos. So sehr mir die Frau hier auch fehlt.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:In diesem Fall würde ich die 800 Euro lieber ins Balkonkraftwerk investieren und dafür die Nachzahlung in Raten begleichen.
Na ja, die 800 musst man ja auch in der Tasche haben, sonst ist es schnell Betrug. Ich fürchte selbst die 800 hätte nicht jeder, selbst wenn es die Dinger geben würde.

@V8Turbo

Ja leider hat der Mensch nicht nur direkt für Energie zu sorgen. Lass dem Geringverdiener-Pendler dann mal noch das Auto verrecken, dann kriegt er ALG und der schöne Ratenplan ist futsch.


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 09:31
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Drum verstehe ich ja auch nicht, warum keiner was gemacht hat. Man hätte ja da schon anfangen können, sich um Alternativen zu kümmern.
Das sage ich ja auch. Wäre vor 30 Jahren mit dem Wandel begonnen worden, wäre das meiste schon erledigt. Ohne den Stress jetzt.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Das denke ich eben auch und das ist auch mein Hauptkritikpunkt. Ich habe kein Problem damit, das billige Gas zu nutzen und somit Geld zu sparen, aber man hätte dich denken können, dass das nicht ewig so weitergeht und rechtzeitig vorsorgen müssen.
Natürlich wurde der Point of No Return durch die Verteuerung nur früher erreicht, obwohl Volumenmäßig noch ausreichend da wäre. Trotzdem sollte man nicht erst soweit gehen und eben schon vorher auf Alternativen umschwenken. Siehe oben mit den 30 Jahren, die man Zeit gehabt hätte statt dem Chaos von jetzt auf sofort.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Das ist sie definitiv nicht, ich bin mir aich nicht sicher, ob sie das überhaupt einmal sein wird.
Hey, die Hoffnung stirbt zuletzt. :) Und wer es nicht erst versucht, der hat eh schon verloren.


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 09:50
Zitat von FiernaFierna schrieb:Es ist in jedem Falle niederträchtig und unsolidarisch.
Nun, das kann man so nicht sagen (auf damals bezogen). Eine besondere Solidarität mit der Ukraine bestand damals ja nicht, sofern man das nicht aus der Annexion der Krim ableiten möchte.
Zitat von FiernaFierna schrieb:wieso man hier nach der Annexion der Krim von einem Großteil der Politik und der Medien jahrelang erzählt bekam, der blöde Redneck-Ami wolle uns ja nur sein dreckiges Fracking-Gas verkaufen
Das war ja auch ein Aspekt. Trump hat ureigene amerikanische (oder republikanische) Interessen vertreten - keine Stabilisierung der restlichen Welt.
Trump hatte einfach nur zufällig recht gehabt.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Der Plan für so einen Fall war, dass man Gassicherheit hat und sich raushalten kann.
Na ja, oder ein weiterer Weg, der nicht durch eine politisch instabile Region führt. Weißrussland ist auch recht schnell zu einem "Schurkenstaat" geworden. In diesen Ländern (Ex-sowjet und nicht Teil eines anderen Bündnisses) sind die politischen Verhältnisse nicht sehr stabil und hängen stark an der Person, die das Land kontrolliert. Da kann es innerhalb weniger Jahre zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen. Da ist es nicht fernliegend, nicht nur eine Pipeline zu haben.
Jetzt hat sich herausgestellt, dass es Russland und nicht die Ukraine ist, die das Problem darstellen. Aber warum sollte das auch schon immer gegolten haben? Es wäre auch die Option denkbar, dass es andere Probleme gegeben hätte, die nicht primär durch Russland verursacht wurden. Natürlich hat die Annexion Fakten geschaffen - aber erst der Krieg hat diesen Aspekt letztlich entschieden.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Es war schon Unsinn, es zu bauen....überhaupt darüber zu reden.
Es ist durchaus eine Möglichkeit der Stabilisierung, problematische Länder wirtschaftlich stärker einzubinden. Das klappt manchmal und manchmal nicht. Bei Russland hat es nicht funktioniert.
War es vorhersehbar? Nun, dazu gibt es unterschiedliche Ansichten.


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21.09.2022 um 09:54
Zitat von THX1138THX1138 schrieb:Du hast Dich nicht wirklich beschäftigt mit der Materie?
So ein Solarpanel und auch kein "Balkonkraftwerk Panel" liefern Dir 230V steckdosenfertigen Wechselstrom...
Da kommt eine Niedervolt Gleichspannung raus
Doch, aus so einem „Balkon Kraftwerk kommt tatsächlich „ handelsüblicher 230V Wechselstrom raus“!
Diese Balkon Kraftwerke sind ja gerade keine normalen PV Module, sonder ein Panel mit integriertem Einspeise Wechselrichter, speziell für die Selbstmontage durch Laien konzipiert.

kuno


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 11:35
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Nun, das kann man so nicht sagen (auf damals bezogen). Eine besondere Solidarität mit der Ukraine bestand damals ja nicht, sofern man das nicht aus der Annexion der Krim ableiten möchte.
Richtig, sie "bestand nicht".

Die Frage ist, hätte sie bestehen sollen?

Es ist nämlich nicht zu erklären, wieso man im Zuge der Annexion der Krim Sanktionen erlässt, Solidarität aber nicht besteht.
Oder doch, man beugt sich eben internationalem Druck und schwimmt ein wenig mit, ist aber eig nicht die eigene Interessenlage.

Es ist auch nicht zu erklären, wieso spätestens nach der Annexion der Krim Solidarität kein Imperativ ist, man aber nächste Woche Krokodilstränen wegen Luhansk und Donetsk vergießt und jetzt seit 7 Monaten eine solche Politik macht.
Welchen Regeln folgt das?

Es ist ganz prinzipiell nicht zu erklären, wieso man nicht solidarisch mit einem Land bzw einer ganzen Region ist, in der Russland politischen Einfluss über sein Gasnetz nimmt und auf die es hegemonische Ansprüche stellt.

Deutschland hätte dadurch im Grunde nichts verloren. Klar, kann man sich über Transitkosten echauffieren, aber da man meist eh billigere Preise bekam als Osteuropa relativiert sich das.
Stellt sich aber die Frage, warum man diese Preise bekam. Oder auch nicht, es ist recht eindeutig.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Das war ja auch ein Aspekt. Trump hat ureigene amerikanische (oder republikanische) Interessen vertreten - keine Stabilisierung der restlichen Welt.
Trump hatte einfach nur zufällig recht gehabt.
Es ist genau das, was ich meine. Trump hat nur böse, egoistische, amerikanische Interessen vertreten und mit seinen vorgeschobenen Argumenten zuuuuuufällig recht behalten.

Fakt ist, das Projekt stand schon unter Obama in der Kritik und Biden ist damals schon als Vizepräsident nach Europa gereist, um davor zu warnen.

Fakt ist auch, dass die USA - auch unter Trump - jegliche alternative Pipeline, die nicht aus Russland kam, unterstützt und befürwortet haben.

Fakt ist, dass es hier überhaupt keine Häfen für LNG-Gas gibt.

Was wollten uns die EU und ein Großteil Europas andrehen, so dass sie sich aus Bösartigkeit dagegen aussprachen und dann zufällig recht behielten?

EU:
Die drei wichtigsten EU-Institutionen – die Kommission, das Parlament und der Europäische Rat – haben die Pipeline von Anfang an abgelehnt.[155]
[...]
Auf die Behauptung der Bundesregierung, das Bauvorhaben sei ein europäisches und kein rein deutsches Projekt, erwiderte Josep Borrell, der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, dass Nord Stream 2 kein europäisches Projekt sei, sondern „allein in der Hand der Deutschen liege.“[157]
Polen:
Der Bau der Nord-Stream-Pipeline ist der größte Streitpunkt zwischen Deutschland und Polen im Bereich Energie und belastet seitdem die Beziehung zwischen beiden Ländern.[166][167]
Baltische Länder:
Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sind gegen die Nord-Stream-Pipeline und sehen das Projekt als Gefährdung ihrer Sicherheit.[175]
Schweden:
Als Ostsee-Anrainerstaat zählt Schweden ebenfalls zu den Kritikern des Nord-Stream-2-Projekts und sieht es als geopolitisches Vorhaben, das die Abhängigkeit der EU von russischen Gasimporten erhöhen könne, was wiederum als politisches Druckmittel von Seiten Russlands gesehen wird.
Dänemark:
Dänemark erhob vor allem sicherheitspolitische und energiepolitische Bedenken gegen die Pipeline.[187]
Frankreich (die auch schon davor das Projekt ablehnten, dann aber mal kurzzeitig zu irgendeiner komischen "Übereinkunft mit DE kamen):
2019 stellte sich Paris gegen Deutschland, indem es die neuen Energieregeln des EU-Parlaments unterstützte. Die Regeln sehen die Trennung zwischen Gaslieferant und Pipeline-Betreiber vor.
Wikipedia: Nord Stream

Da muss man nicht über die Interessen der USA und der Republikaner reden und sich über "America first" mokieren.

Im Gegenteil, man müsste mal nach den Interessen Deutschlands fragen, denn es ist DE was seine eigenen und vor allem die Interessen Russlands gegen seine gesamten "Partner" durchzusetzen suchte.

Und das hat man in der Bevölkerung unter anderem damit getan, Trump als wandelndes deutsches Ressentiment vorzuschieben und dafür wird man dann natürlich auch bejubelt.

Hier tut man jetzt so, als hätte man von nichts ahnen können, alles richtig gemacht, Trump ganz zufällig recht gehabt aus niederen Motiven und man müsse die Situation nun neu bewerten.

Genau dasselbe hat man bei der NATO getan, wo man seinen zugesagten Verpflichtungen nicht nachkam und genau dasselbe hat man in Syrien bzgl der Rücknahme der eigenen Terroristen gemacht.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Na ja, oder ein weiterer Weg, der nicht durch eine politisch instabile Region führt. Weißrussland ist auch recht schnell zu einem "Schurkenstaat" geworden. In diesen Ländern (Ex-sowjet und nicht Teil eines anderen Bündnisses) sind die politischen Verhältnisse nicht sehr stabil und hängen stark an der Person, die das Land kontrolliert. Da kann es innerhalb weniger Jahre zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen. Da ist es nicht fernliegend, nicht nur eine Pipeline zu haben.
Es ist reichlich fadenscheinig, das so auszudrücken.
Das sind keine Regionen, die von Bürgerkriegen heimgesucht werden und in der sich Diktatoren und Militärregierunhen abwechseln oder konfessionelle Konflikte herrschen....die "Instabilität" beruht vor allem darauf, dass Russland sich dort Satellitenstaaten eingerichtet hat oder das gerne möchte.

Und dass das in DE erst 2022 auffällt, ist gelinde gesagt absurd.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Es ist durchaus eine Möglichkeit der Stabilisierung, problematische Länder wirtschaftlich stärker einzubinden. Das klappt manchmal und manchmal nicht. Bei Russland hat es nicht funktioniert.
War es vorhersehbar? Nun, dazu gibt es unterschiedliche Ansichten.
Die Wirtschaftlichkeit dessen ist überhaupt kein Faktum.
Im Gegenteil, seit 4 oder 5 Jahren wurde diese von wissenschaftlichen Publikationen immer wieder bestritten.

Auch nachzulesen im Wiki-Artikel.

Nicht nur ist "Wandel durch Handel" mit Pauken und Trompeten gescheitert, man muss davon ausgehen, dass sowas hier nichtmal stattgefunden hat, sondern man lediglich bei russischen, hegemonische Machenschaften Händchen hielt.


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 11:53
Zitat von FiernaFierna schrieb:Es ist nämlich nicht zu erklären, wieso man im Zuge der Annexion der Krim Sanktionen erlässt, Solidarität aber nicht besteht.
Na ja, "Solidarität" ist ein großes Wort. Das kann letztlich alles bedeuten. Die Frage ist, hat Europa der Ukraine die Verdienstmöglichkeiten der Pipeline geschuldet und wenn ja, warum. Wäre die Ukraine Mitglied der EU oder gäbe es eine Historie gut funktionierender bilateraler Beziehungen auf dem Gebiet, könnte man das scher leicht bejahen. Aber die Ukraine war nun nicht unbedingt ein enger Partner der EU.
In so einer Lage ist es zumindest nicht abwegig, wenn man eine Ausweichmöglichkeit für eine Sache schafft, die nicht innerhalb weniger Wochen erfolgen kann.
Wie gesagt, wenn man grundsätzlich Gas aus Russland beziehen möchte, ist das eine plausible Erweiterung der Versorgungssicherheit.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Hier tut man jetzt so, als hätte man von nichts ahnen können, alles richtig gemacht, Trump ganz zufällig recht gehabt aus niederen Motiven und man müsse die Situation nun neu bewerten.
Wer ist denn "man"?
Zitat von FiernaFierna schrieb:Das sind keine Regionen, die von Bürgerkriegen heimgesucht werden und in der sich Diktatoren und Militärregierunhen abwechseln oder konfessionelle Konflikte herrschen
Du musst ja nicht gleich Extreme als Beispiel bringen. Stabil sind sie halt - gemessen an Verhältnissen anderer Länder - nicht.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Die Wirtschaftlichkeit dessen ist überhaupt kein Faktum.
Im Gegenteil, seit 4 oder 5 Jahren wurde diese von wissenschaftlichen Publikationen immer wieder bestritten.
Gib mal ein konkretes Beispiel, ich weiß nicht so recht, wie Du das meinst.


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 12:14
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Wie gesagt, wenn man grundsätzlich Gas aus Russland beziehen möchte, ist das eine plausible Erweiterung der Versorgungssicherheit.
Die Versorgungssicherheit hätte vor allem durch eine Diversifikation des Marktes profitiert. Das war ja auch der Plan der EU.
DE hat meines Wissens bspw auch in Norwegen angefragt, ob man dort Ausfälle im Zuge des Annexion der Krim kompensieren könne. Das wurde verneint, aber Norwegen war bereit, die Fördermenge bis 2021 (oder 22) dementsprechend zu erhöhen. Stattdessen hat man dann lieber Nord Stream 2 verifiziert.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Wer ist denn "man"?
Ein Großteil der deutschen Öffentlichkeit, habe ich den Eindruck. Aber auch Personen, mit denen ich mich darüber privat unterhalte, so wie mit dir.
Es scheint mir die ganze überwiegende Ansicht im Bezug auf die Kritik der USA zu sein.

Und das teile ich nicht.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Du musst ja nicht gleich Extreme als Beispiel bringen. Stabil sind sie halt - gemessen an Verhältnissen anderer Länder - nicht.
Das behaupte ich auch nicht. Ich behaupte, der primäre Grund dafür sind die Machenschaften Russlands und dass das auch recht offensichtlich war.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Gib mal ein konkretes Beispiel, ich weiß nicht so recht, wie Du das meinst.
Im verlinkten Wiki-Artikel stehen Beispiele
Norwegische Ökonomen zeigten in einer Studie aus dem Jahr 2017, dass der Absatz russischen Erdgases in die EU durch den Bau der Pipeline nur geringfügig gesteigert würde. Zwar würde Deutschland mehr Erdgas aus Russland beziehen, gleichzeitig würde der Export nach Mitteleuropa über die Ukraine sinken. Die Forscher schätzen das Projekt als insgesamt unrentabel ein, weil den geringen zusätzlichen Erlösen sehr hohe Baukosten gegenüberstehen würden.[233][234]

Im Mai 2018 veröffentlichte die russische Sberbank eine Analyse, der zufolge Gazprom durch den Bau der Pipeline Nord Stream 2 keinen Gewinn erzielen könne. Den Kosten der Pipeline inklusive der Zuführungsleitung aus dem russischen Erdgasnetz in Höhe von 17 Mrd. US-Dollar plus 2,5 Mrd. US-Dollar Fremdfinanzierung stünden die Ersparnisse aus dem umgangenen Transit durch die Ukraine in Höhe von circa 700 Mio. US-Dollar jährlich gegenüber. Zusätzlich wurde angenommen, dass die deutsche Anbindungsleitung EUGAL erst nach 2020 fertiggestellt sein werde, der Erdgasabsatz in Europa nicht steigt und die Pipeline zu 60 % ausgelastet sein werde. Unter diesen Annahmen ergebe sich für das Projekt ein negativer Barwert in Höhe von sechs Mrd. US-Dollar. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die Pipeline geopolitischen Interessen dient und Baukonzerne stärken soll, die das heimische Pipelinenetz ausweiten. Mit dem Bau der russischen Zufuhrleitungen für Nord Stream 2 wurde das Bauunternehmen Stroitransgas vom Oligarchen Gennadi Timtschenko beauftragt.[233][235]
Die Autoren hat man daraufhin aus fadenscheinigen Gründen rausgeworfen. Eine Falsifikation dessen fand nicht statt.
In einer Studie vom Juli 2018 kam das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung zu dem Ergebnis, dass die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zur Sicherung der Erdgasversorgung in Deutschland und Europa unnötig und wirtschaftlich unrentabel sei.
Wikipedia: Nord Stream


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21.09.2022 um 12:31
Zitat von Frau.N.ZimmerFrau.N.Zimmer schrieb:Na ja, die 800 musst man ja auch in der Tasche haben, sonst ist es schnell Betrug. Ich fürchte selbst die 800 hätte nicht jeder, selbst wenn es die Dinger geben würde.
Das stimmt natürlich. Im Idealfall hat man schon seit Beginn des Krieges monatlich einen kleinen Betrag zur Seite gelegt, weil ja klar war, dass es zu Preiserhöhungen deshalb kommen würde und dann eine Nachzahlung fällig ist. Meine Mutter hat das beispielsweise so gemacht und sie hat jetzt auch nicht gerade eine riesige Rente.
Zitat von Frau.N.ZimmerFrau.N.Zimmer schrieb:Eine Mitarbeiterin hat Stunden reduziert um noch in den Genuss der Aufstockung zu kommen - und Recht hat sie. So ist es wenigstens warm und mit 2 Kindern auf Schulden zu leben, wenn man nicht weiß wann das aufhört und wie man das bezahlen soll, wäre verantwortungslos.
Und das rentiert sich? Ich kann mir das irgendwie gar nicht vorstellen, dass man dann netto so mehr im Börsel hat. Aber gut, sie wird sich das schon überlegt haben. 🤷
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Das sage ich ja auch. Wäre vor 30 Jahren mit dem Wandel begonnen worden, wäre das meiste schon erledigt. Ohne den Stress jetzt.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Trotzdem sollte man nicht erst soweit gehen und eben schon vorher auf Alternativen umschwenken. Siehe oben mit den 30 Jahren, die man Zeit gehabt hätte statt dem Chaos von jetzt auf sofort.
Ja, genau meine Meinung!
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Hey, die Hoffnung stirbt zuletzt. :) Und wer es nicht erst versucht, der hat eh schon verloren.
Erst stirbt die Hoffnung, danach stirbt die Menschheit aus. 😎
Für die Natur wäre das nicht das Schlechteste.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Diese Balkon Kraftwerke sind ja gerade keine normalen PV Module, sonder ein Panel mit integriertem Einspeise Wechselrichter, speziell für die Selbstmontage durch Laien konzipiert.
Integriert ist der Wechselrichter nicht in den Paneelen, man muss sie an einen solchen anstecken, den man eben auch erst erwerben muss.

Wenn man sich ein fertiges Set kauft, dann ist er natürlich schon dabei. Ich stelle mir meines selbst zusammen und kaufe 2 Paneele mit 450 Watt und einen Wechselrichter, der 800 Watt schafft (konkret den Hoymiles HM-800, er würde eigentlich auch 1000 W schaffen). In Österreich sind 800 Watt bei einem Balkonkraftwerk erlaubt. Dann kommt noch das Kabel und die Befestigungsvorrichtungen für die Paneele hinzu.

Ansonsten kommt aus den Paneelen halt Gleichstrom, den man erst in Wechselstrom umwandeln muss und das macht dann eben der Wechselrichter.


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 12:41
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Erst stirbt die Hoffnung, danach stirbt die Menschheit aus. 😎
Für die Natur wäre das nicht das Schlechteste.
Zur Natur gehört die Menschheit aber nun einmal mit dazu. :)


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 13:15
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Und das rentiert sich? Ich kann mir das irgendwie gar nicht vorstellen, dass man dann netto so mehr im Börsel hat. Aber gut, sie wird sich das schon überlegt haben. 🤷
KLar, sie konnte wegen der Kinder ja schon vorher nicht Vollzeit und lag nur knapp über dem Satz. Dann KFZ-Pendlerin , da kommt schon was zusammen an Ersparnis. Vor allem weiß doch niemand wie teuer das über den Winter noch wird.


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 13:20
Zitat von FiernaFierna schrieb:Die Versorgungssicherheit hätte vor allem durch eine Diversifikation des Marktes profitiert. Das war ja auch der Plan der EU.
Absolut. Aber kannst Du beurteilen, ob das zu wenig betrieben wurde? Ich jedenfalls kenne die jeweiligen Entscheidungsfindungsprozesse nicht. Und nur vom Ergebnis darauf zurück schließen zu wollen, ist fehlerhaft.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Es scheint mir die ganze überwiegende Ansicht im Bezug auf die Kritik der USA zu sein.
Trump. Wir sprachen von Trump.
Und in der: Er hat bewiesen, dass seine Äußerungen das Gegenteil von vertrauenswürdig sind.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Das behaupte ich auch nicht.
Eigentlich schon., Du hast Bürgerkriege benannt. Die sind natürlich ein extremes Beispiel für Instabilität. Aber auch weniger dramatische Entwicklungen können das auch sein.
Zitat von FiernaFierna schrieb:In einer Studie vom Juli 2018
Das ist natürlich eine zumindest plausible Feststellung.


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 15:17
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Absolut. Aber kannst Du beurteilen, ob das zu wenig betrieben wurde? Ich jedenfalls kenne die jeweiligen Entscheidungsfindungsprozesse nicht. Und nur vom Ergebnis darauf zurück schließen zu wollen, ist fehlerhaft.
Was möchtest du damit sagen?

Dass es einer Diversifikation des Marktes zuwider läuft, noch mehr Gas aus Russland zu beziehen, ist selbsterklärend.
Das könnte ja dann nur dadurch erklärt werden, dass man absolut keine andere Wahl hatte. Dabei ist wie oben zitiert nichtmal sicher, ob man dieses Gas überhaupt benötigt hätte.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Trump. Wir sprachen von Trump.
Und in der: Er hat bewiesen, dass seine Äußerungen das Gegenteil von vertrauenswürdig sind.
Schieb doch bitte nicht diese Person vor.

Trump war weder der Kaiser noch der Diktator der USA. Selbst wenn man jetzt sagt "Gut, auf dessen Gerede geben wir nichts", dann muss man sich die Frage stellen, warum man das genauso mit allen anderen aufgezählten Ländern gemacht hat.

Diese Frage müssen diese Länder stellen und die muß sich eig auch jeder außenstehende Beobachter stellen.

Und dann liegt es nahe, dass Trump nichts als eine populistische Ausrede ist.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Eigentlich schon.,
Ich habe mich falsch ausgedrückt. Ich wollte mit dem Satz eig sagen, dass ich dir zustimme, dass diese Länder in gewisser Relation nicht als stabil angesehen werden können.

Es geht mir dabei aber um die Frage, ob die Gründe dafür primär intern oder extern liegen und darum, dass Russland direkt beteiligt ist.

Wenn man jetzt von einem vertrauenwürdigen "Partner" Gas bekommt und der Transit läuft eben durch eine unabghängig davon instabile Region. Ja, dann ist der Gedanke nachvollziehbar, diesen Unsicherheitsfaktor irgendwie aus dem Spiel zu nehmen.

Wenn aber Russland als "Der Partner" nicht nur Ursache dieser Zustände ist sondern auch noch das Ziel hat das Transitland vom europäischen Gasmarkt zu wegzuisolieren, dann ist der Gedanke nicht mehr nachvollziehbar, denn dann kooperiert man.


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21.09.2022 um 15:29
Zitat von gastricgastric schrieb:Es gibt ja noch mehr als nur echte wolle. Ich bin mittlerweile ein fan von hanf geworden und ein fan von funktionsunterwäsche.
Funktionsunterwäsche besteht aus Kunstfasern.
https://www.revolutionrace.de/herren/unterbekleidung-lange-unterwasche/unterbekleidung-sets/hiball-waffle-baselayer-men?Size=L&Color=2885&gclid=Cj0KCQjw7KqZBhCBARIsAI-fTKIRhMbXCDv8R5K0OECpS9khltOrsoq9Kyk5KhhZI9tM6GrSL5jXntQaAsWqEALw_wcB
Zitat von gastricgastric schrieb:Aber bleib du ruhig bei deinen ölklamotten nur bitte empfehle sie nicht weiter. Ressourcenschonend und nachhaltig geht anders und es gibt mehr als genug sinnvollere alternativen.
Bleibe ich auch und empfehle sie auch weiterhin bei der derzeitigen Situation. Und verheizt wird es auch nicht. :)
Was ich dadurch an Ressourcen einspare, überwiegt.
Zitat von ayashiayashi schrieb:Hier wird sich auch nichts tun. Wer soll das auch bezahlen? Nicht einmal die Entkopplung vom Strompreis wird es hier geben. Du sollst Waschlappen benutzen und endlich dein Leben im Überfluss überdenken, das ist derzeitige Politik.
Sparen ist wichtig, aber dieser Punkt ist endlich und das wissen die Politiker auch. Mir gefällt nicht wie die Politik mit diesem Thema dem Bürger gegenübertritt. Ohne weitere Lösungen zu erdenken, wird das nicht funktionieren, nicht bei Öl, Gas und Strom gleichzeitig von 100 auf 0.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Naja, aber größere Familien können ja auch nichts dafür, dass sie mehr Strom verbrauchen als ein Zweipersonen- oder Singlehaushalt. Man sollte die Haushaltsgröße schon berücksichtigen, finde ich.
Ich meinte das Heizen mit Gas. Bei den Stromkosten ist es aber auch möglich. Da kann man die kWh bei der Personenanzahl festlegen.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Dann muss aber auch jeder Vermieter mit einem sanierungsbedürftigen Haus garantiert einen Kredit bekommen und zwar in voller Höhe der Sanierungskosten und ohne Förderung eines Eigenmittelanteils. Dann könnte das gehen. Ich glaube aber nicht, dass die Banken das tun werden, es sei denn, das Land oder der Bund fördern diese Kredite, so wie es bei der Wohnbauförderung auch ist.
Es geht mir nur um Kredite für die Sanierung, falls Schimmelschäden behoben werden müssen und nicht um die komplette Sanierung einer Immobilie.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Das alte Haus wird abgerissen und dafür kommen dann je nach Grundstücksgröße mehrere Häuser drauf mit wenig Garten und die verkaufen sie dann teuer. Momentan ist das bei uns gerade so.
So teuer kann man die bei uns nicht verkaufen, wenn es lediglich als Bauplatz genutzt werden kann. Der Rückbau kostet auch Geld und das nicht wenig. Mit diesem Erlös kann man nicht lange gut leben.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Jede Person gibt selbst Körperverletzung ab. Je mehr Personen in einem Raum sind, desto wärmer.
'D
Das stimmt. Es muss zwar öfter gelüftet werden, dürfte sich aber ausgleichen durch die abgegebene Körperwärme.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Doch, sie wollen das, sie werden dafür ja auch finanziell entschädigt. Im Weinviertel stehen viele solche Windparks auf Feldern und das haben die Bauern ja anscheinend auch gewollt, sonst stünden sie da ja nicht. 🤷 Zwingen kann man die Bauern ja schlecht.
Bei uns ist es so, dass die Landwirte praktisch gezwungen sind sich kooperativ zu zeigen. Andernfalls droht die Enteignung für nen Appel und nen Ei. Diese Erfahrung hat ein Landwirt bei uns gemacht, als es um einen Strommast auf seinem Feld ging.


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 15:51
Zitat von FiernaFierna schrieb:Das könnte ja dann nur dadurch erklärt werden, dass man absolut keine andere Wahl hatte.
Nicht "absolut".
Es wird eine Entscheidungsfindung gegeben haben, deren Inhalt weder Du noch ich kennen. Und in deren Rahmen gab es Gründe, so zu handeln. Ob es gute Gründe waren oder nicht, weiß ich nicht. Du aber rauch nicht.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Trump war weder der Kaiser noch der Diktator der USA.
Aber in diesen Entscheidungen war er nahezu unabhängig.
Zitat von FiernaFierna schrieb:dann muss man sich die Frage stellen, warum man das genauso mit allen anderen aufgezählten Ländern gemacht hat.
Und? Wie lautet die Antwort?
Was waren denn die Gründe?
Zitat von FiernaFierna schrieb:Es geht mir dabei aber um die Frage, ob die Gründe dafür primär intern oder extern liegen und darum, dass Russland direkt beteiligt ist.
Ich will gar keine Lanze für NS2 brechen. Ich will nur zum Ausdruck bringen, dass wir beide es schlicht nicht wissen. Es kann eine vernünftige Entscheidung gewesen sein zum damaligen Zeitpunkt trotz der Annexion und trotz des Umstandes, das Russland maßgeblich die Instabilität vorangetrieben hat. Oder es war keine. Aber man kann sich hier kaum hinstellen und das eine oder das andere in einem Rückblick sinnvoll vertreten. Mehr möchte ich gar nicht zum Ausdruck bringen.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Ja, dann ist der Gedanke nachvollziehbar, diesen Unsicherheitsfaktor irgendwie aus dem Spiel zu nehmen.
Er wäre es auch in dem erstgenannten Fall. Denn so würde man aus zwei Risikofaktoren einen heraus nehmen.


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 15:53
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Es geht mir nur um Kredite für die Sanierung, falls Schimmelschäden behoben werden müssen
Wie generös. Und die Kredite, für Schäden, für welche der Vermieter 0,0 kann, zahlt dann der Vermieter ab?!


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21.09.2022 um 16:40
Zitat von Frau.N.ZimmerFrau.N.Zimmer schrieb:KLar, sie konnte wegen der Kinder ja schon vorher nicht Vollzeit und lag nur knapp über dem Satz. Dann KFZ-Pendlerin , da kommt schon was zusammen an Ersparnis. Vor allem weiß doch niemand wie teuer das über den Winter noch wird.
Kann ich leider sehr gut nachvollziehen und auch kann ich mir vorstellen, dass das einige so handhaben werden, sofern vom Arbeitgeber möglich.
Da muss man aber auch genau rechnen dann.. die Energiepauschale, Weihnachtsgeld und eine eventuelle Inflationsprämie werden natürlich als Einkommen gewertet und dann wieder abgezogen vom Betrag, der ihr zusteht.


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21.09.2022 um 16:45
Zitat von V8TurboV8Turbo schrieb:Und die Kredite, für Schäden, für welche der Vermieter 0,0 kann, zahlt dann der Vermieter ab?!
Wir haben bestehende Gesetze hierzu.


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21.09.2022 um 18:13
Zitat von Frau.N.ZimmerFrau.N.Zimmer schrieb:KLar, sie konnte wegen der Kinder ja schon vorher nicht Vollzeit und lag nur knapp über dem Satz. Dann KFZ-Pendlerin , da kommt schon was zusammen an Ersparnis. Vor allem weiß doch niemand wie teuer das über den Winter noch wird.
Okay, na dann kann ich ihre Entscheidung sehr gut nachvollziehen.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Zur Natur gehört die Menschheit aber nun einmal mit dazu.
Naja, daran zweifle ich manchmal, wenn ich beobachte, wie die Menschheit sich so aufführt.🙄 Der Mensch scheint irgendwie zu denken, dass er über der Natur steht bzw. diese beherrschen kann.
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Es geht mir nur um Kredite für die Sanierung, falls Schimmelschäden behoben werden müssen und nicht um die komplette Sanierung einer Immobilie.
Das bringt ja den Mietern bezüglich der Heizkosten nichts. Wenn, dann sollte das Haus schon ordentlich saniert werden, also zumindest Dach, Fassade und Fenster. Das allein bringt schon viel.
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:So teuer kann man die bei uns nicht verkaufen, wenn es lediglich als Bauplatz genutzt werden kann. Der Rückbau kostet auch Geld und das nicht wenig. Mit diesem Erlös kann man nicht lange gut leben.
Den Abriss des alten Hauses muss der Verkäufer ja nicht bezahlen. Ich habe mal von einem Makler gehört, dass man dafür 50.000 Euro kalkuliert inklusive Entsorgung.

In meinen Wohnort wurde eine richtige Bruchbude mit Wasserschäden, also etwas, das man wirklich nur mehr abreißen kann, auf einem recht großen Grundstück (an die 2000 Quadratmeter) um 450.000 Euro angeboten. Leider ist das Inserat nicht mehr verfügbar, das Objekt dürfte also mittlerweile verkauft sein. Ich weiß aber natürlich nicht, ob der Verkäufer auch wirklich die geforderten 450.000 Euro bekommen hat. Aber selbst wenn man davon sie 50.000 Euro für den Abriss abziehen möchte, ist das immer noch ein sehr gutes Geschäft.
Aber natürlich hängt das von den regionalen Grundstückspreisen ab. Bei uns sind die extrem gestiegen, unsere Nachbarn haben noch vor der Pandemie (2018 oder 2019 muss das gewesen sein) für knapp 700 Quadratmeter 200.000 Euro nur für das nicht erschlossene Grundstück bezahlt. Das finde ich schon Recht ordentlich.

Was würde man denn bei dir so in etwa bekommen? Ist halt die Frage, was im Endeffekt günstiger kommt: die hohen Energiepreise zu bezahlen oder eben zu verkaufen und in eine sanierte Mietwohnung zu ziehen. Oft braucht man ja auch gar kein ganzes Haus mehr, weil man alleinstehend ist.


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 18:18
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Da muss man aber auch genau rechnen dann.. die Energiepauschale, Weihnachtsgeld und eine eventuelle Inflationsprämie werden natürlich als Einkommen gewertet und dann wieder abgezogen vom Betrag, der ihr zusteht.
Ja, das muss man schon genau rechnen, aber die KiTA und Hortkosten plus Mittagessen hat sie jetzt auch mehr. Wurden nicht die Zuschüsse für Mittagessen gestrichen? Ich denke ich habe sowas gehört, dann wird das Mittagessen für alle ja noch teurer.

Du kennst mich.
Ich bin immer sehr dafür, dass wer kann auch arbeitet, aber als sie mir ihre Rechnung aufgemacht hat musste ich ihr wirklich zuraten. Nach dem Winter mit immensen Schulden dastehen, das kann es ja auch nicht sein.


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Angst vor nicht mehr bezahlbarer Energie

21.09.2022 um 18:38
Zitat von Frau.N.ZimmerFrau.N.Zimmer schrieb:Du kennst mich.
Ich bin immer sehr dafür, dass wer kann auch arbeitet, aber als sie mir ihre Rechnung aufgemacht hat musste ich ihr wirklich zuraten. Nach dem Winter mit immensen Schulden dastehen, das kann es ja auch nicht sein.
Ehrlich, ich würde es genauso machen, wäre ich in Nähe der Grenze.
Gerade wenn man mehrere Mäuler zu stopfen hat, muss man momentan genau schauen und rechnen. Und hat eben auch eine Verantwortung und das bedeutet auch, das Leben so erträglich wie möglich zu machen und da gehören für mich finanzielle Sicherheiten bzw. das Eliminieren finanzieller Unsicherheiten definitiv dazu.

Wie es mit den Zuschüssen fürs Essen aussieht, weiss ich leider nicht, aber da wird gerade tatsächlich überall erhöht. Bei uns sind 's 20 Cent pro Essen, die jetzt mehr bezahlt werden müssen.


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