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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

6.691 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Abtreibung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 19:25
Zitat von ahriahri schrieb:Glaub mir, das Kind, das du abtreiben würdest, wäre im Nachhinein auch froh, am leben zu sein ;)
Das kannst du doch gar nicht wissen. Gerade, wenn die psychischen Störungen "ererbt" werden, kann es schwierig werden.
Zitat von InterestedInterested schrieb:Weniger Geld sollte jedenfalls keine Entscheidung gegen ein Kind sein.
Das sehe ich anders. Mittlerweile ist die Lage in Deutschland, dass Kinder, die in Armut aufwachsen, in der Regel auch nicht aufsteigen. Das wäre für mich ein Kontrapunkt.
Vor der Abtreibung steht aber immer noch die Verhütung mit Kondom, etc. Ich will mich als Mann eher weniger in Abtreibungsdebatten einmischen, würde es aber auch keinem Mann verdenken, eine Meinung dazu zu haben.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 19:31
Zitat von satansschuhsatansschuh schrieb: Gerade, wenn die psychischen Störungen "ererbt" werden, kann es schwierig werden.
Oder gerade, wenn eine extrem körperliche Behinderung da ist.
Auch als Mutter nicht einfach, ständig u. jeden Tag sein Kind damit konfrontiert zu sehen, das es kein "normales" Leben führen kann u. teilweise dessen Lebensqualität eingeschränkt ist.
Zitat von satansschuhsatansschuh schrieb: Mittlerweile ist die Lage in Deutschland, dass Kinder, die in Armut aufwachsen
Man steckt in vielerlei Dingen nicht drinnen.
Zum Zeitpunkt der Zeugung kann alles optimal sein, was sich schlagartig ändern kann.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 19:31
Zitat von vampirellavampirella schrieb:Mal abgesehen von alle dem ist das Leben nicht einfach ausgelöscht wenn man Abtreibt. Ich glaube fest an Reinkarnation und wenn die Seele nicht in diesem Körper geboren wird, dann in einem anderen.

So seh ich das, könnt ihr mich ruhig als Monster oder weiss ich was ansehen
Spirituelle Argumente sollten in weltlichen Debatten eigentlich weniger zum Einsatz kommen. Du kannst glauben was du willst, wenn du aber so etwas als Beweggrund für moralisch schwierige bis fragwürdige Taten angibst, stehst du außerhalb des in einer säkularen Gesellschaften vertretbaren. Es gibt auch Auswüchse, wie den Glauben, man solle Menschen in Not nicht helfen, weil deren Seele durch das Karma im vorangegangenen Leben es "verdient" hätte. Das hättest du in deiner Notlage sicher auch nicht gerne gehört, oder?


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 19:38
Zitat von boraboraborabora schrieb:Oder gerade, wenn eine extrem körperliche Behinderung da ist.
Auch als Mutter nicht einfach, ständig u. jeden Tag sein Kind damit konfrontiert zu sehen, das es kein "normales" Leben führen kann u. teilweise dessen Lebensqualität eingeschränkt ist.
Ja. Es ging mir allgemein ums Kinderkriegen. Wenn bekannt ist, dass man eine körperliche Behinderung vererben könnte....ich würde eher keine Kinder planen.
Zitat von boraboraborabora schrieb:Man steckt in vielerlei Dingen nicht drinnen.
Zum Zeitpunkt der Zeugung kann alles optimal sein, was sich schlagartig ändern kann.
Das stimmt auch. Man kann ein Unternehmen führen, welches pleite geht, Wirtschaftskrise, etc. Ich denke aber, sowas kündigt sich auch an, wenn es schlechter läuft, oder wenn man die Aktienkurse verfolgt und sie Richtung Keller wandern. Scheisse ist, wenn es mitten in der Schwangerschaft oder beim aufziehen passiert. Im Endeffekt weiß man das nie, kann aber durchaus Wahrscheinlichkeiten einschätzen, denke ich.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 19:45
Zitat von satansschuhsatansschuh schrieb:Spirituelle Argumente sollten in weltlichen Debatten eigentlich weniger zum Einsatz kommen. Du kannst glauben was du willst, wenn du aber so etwas als Beweggrund für moralisch schwierige bis fragwürdige Taten angibst, stehst du außerhalb des in einer säkularen Gesellschaften vertretbaren. Es gibt auch Auswüchse, wie den Glauben, man solle Menschen in Not nicht helfen, weil deren Seele durch das Karma im vorangegangenen Leben es "verdient" hätte. Das hättest du in deiner Notlage sicher auch nicht gerne gehört, oder?
Nein hätte ich nicht gern gehört, dennoch wäre das deren Meinung, die zu einem Teil auch berechtigt ist, da wir nicht wissen ob es nun so ist oder nicht kann man weder der einen Partie noch der anderen Recht geben. Es ist eine frage des Glaubens und heutzutage darf jeder glauben was er mag, aussuchen kann man es sich eh nicht. Für mich wäre das kein Beweggrund zur Abtreibung, hab ich auch nicht gesagt aber es ist etwas, das für mich dennoch eine Rolle spielen würde bei der Entscheidung.

Spirituelle Argumente sollten auch bei der Kindererziehung keine Rolle spielen, tun sie in vielen fällen trotzdem, und von dessen Auswirkungen fangen wir besser gar nicht an.


Was ist mit vergewaltigungsopfern? Wenn ich vergewaltigt worde wäre, würde ich alles tun um dieses Kind aus mir zu bekommen. Man will doch nicht sei Lebenlang vorheucheln müssen ein Kind zu lieben dass einen jeden Tag an ein Traumatisches erlebniss erinnert, geschweigeden will man dem
Kind sagen müssen dass der eigene Vater ein vergewaltigendes stück Abfall ist und man nur das Produkt einer Gewalttat ist.

Mir ist mein eigenes Leben immernoch wichtiger als das Leben eines Menschen der noch nicht mal auf der Welt lst und nichts davon wissen wird ob er nun gestorben ist oder nicht, geschweigedenn in der Lage ist erinnerungen zu bilden oder gar zu denken.


Wenn dann aber leute wie Josef Fitzl für ihre schandtaten bekannt werden, wird er dafür geächtet, hätte aber wenn er jetzt zb ne frau gewesen wäre (mir fallen keine frauen ein die so etwas getan haben, wieder nur ein etwas blödes beispiel) nicht abtreiben dürfen, da ihr ja sagt das leben des Kindes hätte ja lebenswert sein können. Auch beim Thema Abtreibung gibt es endlos doppelmoral, darum soll einfach jeder für sich entscheiden dürfen und basta.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 19:48
Übrigens will ich hier Abtreibungen auch nicht verherrlichen, immernoch ne üble sache, die ebenfalls langzeitige Psychische Folgen haben kann.

Aber das ist eben wieder Individuell


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 19:49
Zitat von satansschuhsatansschuh schrieb:. Im Endeffekt weiß man das nie, kann aber durchaus Wahrscheinlichkeiten einschätzen, denke ich.
Ja und auch nein.

Wer weiß schon, das er in fünf Jahren seinen Job verliert?

Bei ungünstigen Voraussetzungen muss kein Kind ,oder mehrere, in die Welt gesetzt werden, finde ich.
Zitat von vampirellavampirella schrieb: Auch beim Thema Abtreibung gibt es endlos doppelmoral, darum soll einfach jeder für sich entscheiden dürfen
Das ist ja gegeben. Jedoch gibt es unterschiedliche Ansichten.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 19:51
@vampirella
Zitat von vampirellavampirella schrieb:Was ist mit vergewaltigungsopfern? Wenn ich vergewaltigt worde wäre, würde ich alles tun um dieses Kind aus mir zu bekommen. Man will doch nicht sei Lebenlang vorheucheln müssen ein Kind zu lieben dass einen jeden Tag an ein Traumatisches erlebniss erinnert, geschweigeden will man dem
Kind sagen müssen dass der eigene Vater ein vergewaltigendes stück Abfall ist und man nur das Produkt einer Gewalttat ist.
Gut, kann ich nachvollziehen. Ist deine Entscheidung.
Zitat von vampirellavampirella schrieb:Wenn dann aber leute wie Josef Fitzl für ihre schandtaten bekannt werden, wird er dafür geächtet, hätte aber wenn er jetzt zb ne frau gewesen wäre (mir fallen keine frauen ein die so etwas getan haben, wieder nur ein etwas blödes beispiel) nicht abtreiben dürfen, da ihr ja sagt das leben des Kindes hätte ja lebenswert sein können. Auch beim Thema Abtreibung gibt es endlos doppelmoral, darum soll einfach jeder für sich entscheiden dürfen und basta.
Ich sage nicht, dass ich gegen Abtreibung bin, halte mich aber da möglichst raus, weil ich schließlich kein Kind 9 Monate in mir tragen kann/muss. Ich denke, aber, dass ich mich entscheiden könnte, wenn man mich fragt.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 20:00
Zitat von satansschuhsatansschuh schrieb:Ich sage nicht, dass ich gegen Abtreibung bin, halte mich aber da möglichst raus, weil ich schließlich kein Kind 9 Monate in mir tragen kann/muss. Ich denke, aber, dass ich mich entscheiden könnte, wenn man mich fragt.
Das ist schon eine echt schwere Entscheidung. Ich bin weder dafür noch dagegen für mich kommts auf die Umstände drauf an, doch selbst wenn ich mich gezwungen sähe abzutreiben, würde mich das bestimmt nicht kalt lassen.
Zitat von boraboraborabora schrieb:Wer weiß schon, das er in fünf Jahren seinen Job verliert?

Bei ungünstigen Voraussetzungen muss kein Kind ,oder mehrere, in die Welt gesetzt werden, finde ich.
Da stimm ich zu, wobei ungünstig noch etwas zu bequem klingt aber das ist bestimmt nicht so gemeint.
das Leben ist verrückt und man kann nie wissen was auf einem zukommt, wenn man es aber weiss, kann man auch entsprechend entscheiden. Schicksalsschläge können niemals ausgeschlossen werden, und sind für mich auch kein Grund vorbeugend abzutreiben, ausser halt eben man weiss schon was auf einen zukommt was unter gewissen umständen auch der fall sein kann. (weiteres beispiel: Eine Mutter hat bereits 3 Kinder, der Ehemann verdient das Geld und ist plötzlich schwer krank geworden, hat vielleicht Krebs und man weiss, dass er bald sterben wird, die Frau ist aber erneut schwanger...)


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 20:02
@vampirella
Zitat von vampirellavampirella schrieb:Da könnt ich noch jahre weiter erzählen was es alles für nachteile und schwerwiegende symptome hat aber das ist nicht das thema.
Musst du zum Glück gar nicht, ich arbeite mit psychisch kranken Menschen und betreue selbst drei junge Frauen mit emotional instabiler Persönlichkeitsstörung, habe also eine gewisse Ahnung von der Materie :)
Ich kann nur rückmelden, dass meine drei Mädels allesamt immer wieder mit der Erkrankung und den Symptomen zu kämpfen haben, alle haben Leidensdruck, alle tragen ihr großes Päckchen, aber alle haben auch viele Dinge in ihrem Leben, die sie glücklich machen. Ihre Kids zum Beispiel. Oder Hobbies, Freunde, usw. und sie alle finden ihr Leben lebenswert. Klar ist es nicht einfach, sich da eine gewisse Grundbasis aufzubauen, mit der man diverse Probleme, die auf die Erkrankung zurückzuführen sind, einigermaßen in den Griff bekommen kann, aber es ist möglich. Und klar, nicht jeder schafft es, sich Hilfe zu holen, nicht jeder bekommt die Dinge in den Griff und nicht jeder leidet gleich stark. Aber es besteht eine nicht wirklich geringe Chance, dass das Kind sein Leben später mal als lebenswert erachten wird und das ist für mich Grund genug, es nicht auf psychische Erkrankungen zu schieben.
Zitat von vampirellavampirella schrieb:Und klar kann man nicht vorhersehen ob die eltern einen verbal oder körperlich missbrauchen werden, die meisten Eltern würden es auch von sich selbst nicht wissen oder denken, aber wenn man GANZ KLAR weiss, dass das leben des kindes enorm von leid geprägt sein wird, weil man selbst nicht in der lage ist überhaupt auf sich selbst zu achten, geschweigedenn auf ein kind ob jetzt finanziell oder psychisch, ist es egoistisch meiner Meinung nach.
Du, das seh ich auch so. Ich hab ein junges Pärchen, die haben kürzlich ein Kind bekommen. Beide mit psychischen Erkrankungen und mehreren Suchtmittelabhängigkeiten. Sie wollten ein Kind, also haben sie nicht mehr verhütet. Wir haben mehrfach reflektiert, dass es nicht empfehlenswert wäre, jetzt ein Kind zu bekommen, aber sie wollten es. Tja und dann heißt es für mich, dass ich sie darin bestmöglichst unterstütze, denn ich kann sie nicht zwingen zu verhüten und möchte, dass es allen Beteiligten am Ende möglichst gut damit geht.
Zitat von vampirellavampirella schrieb:und genau desswegen ist auch die Frau offiziell allein berechtigt zu entscheiden ob sie eine abtreibung will oder nicht und das find ich gut so.
Das finde ich auch gut! Ich würde auch keine Frau verurteilen, die sagt "Ich möchte kein Kind mit Behinderung, da ich nicht mein ganzes Leben lang in der Verpflichtung sein möchte, es pflegen zu müssen." Find ich vollkommen legitim und ist zumindest ehrlich. Aber es dann darauf zu schieben, dass das Kind gaaaaanz bestimmt kein lebenswertes Leben haben würde, halte ich halt für Bullshit.
Zitat von vampirellavampirella schrieb:Das kannst du nicht wissen. Das kann keiner aber ich kenne mehr als genug leute die sich nur zu gerne das Leben nehmen würden auf grund der Schäden die sie durch ihre Eltern trugen. Das kann man so also nicht garantieren.
Oh, na sowas.. ;) Woher willst du dann wissen, was für einen anderen Menschen am Ende lebenswert sein könnte und was nicht?
Ich hab auch schon in der Lebenshilfe gearbeitet, mit Jugendlichen mit diversen körperlichen und geistigen Behinderungen und ganz egal, ob es eine leichte oder schwere Form der Behinderung war, eines hatten die Meisten gemeinsam: sie haben viel gelacht. Und das erscheint mir zumindest schon irgendwie lebenswert. Was genau das dann sein kann, ist doch vollkommen egal. Ob es für den einen ist, Mann und Kind mit Haus und Garten zu haben, oder für den anderen, die Welt bereisen zu können, oder für den nächsten wenn er Freunde hat, oder für den nächsten, sich im Garten Blumen anschauen zu können.
Zitat von vampirellavampirella schrieb:Und ich spreche nicht davon, dass jemand mal n jahr 2 arbeitslos ist oder von hartz 4 leben muss sondern von jahrelanger armut, bei der auch keine besserung in sicht ist.
Und wieso misst du Lebensqualität an finanziellen Mitteln? Die Menschen, mit denen ich arbeite, haben auch alle kaum etwas, waren teilweise jahrelang obdachlos und hatten nur Glück, dass sie bei uns gelandet sind. Natürlich gibt es auch da welche, die am Ende doch den Suizid wählen, was natürlich traurig ist und ein Risiko, mit dem man im Leben konfrontiert ist. Aber das sind eigentlich die Wenigsten (ich spreche jetzt einfach mal von meiner Einrichtung), die Meisten haben es geschafft, ihr Leben einigermaßen auf die Reihe zu bekommen. Die stürzen auch immer wieder mal ab, aber der Großteil hat eine gewisse Grundzufriedenheit. Die haben auch häufig mit Geldknappheit zu kämpfen und leiden, haben aber auch noch andere Dinge in ihrem Leben erarbeiten und finden können, die sie glücklich machen.
Zitat von vampirellavampirella schrieb:Man kann bei dem Thema einfach nicht verallgemeinern
Dann verallgemeiner doch bitte auch nicht, welches Leben lebenswert sein könnte und welches nicht.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 20:18
Zitat von ahriahri schrieb:dass das Kind gaaaaanz bestimmt kein lebenswertes Leben haben würde, halte ich halt für Bullshit.
Das hab ich so nicht gesagt, aber unter gewissen Umständen kann oder muss man sogar man davon ausgehen.

Da find ich das Beispiel mit den Tieren immernoch am besten, jemand der vlt unbedingt ein Haustier möchte legt sich eins zu und irgendwann wird es zu viel und das Tier wird ausgesetzt wo es je nach Tierart verhungert oder getötet wird, es wird direkt abgeknallt oder man steckt es einfach ins Heim wo es dann mit etwas Pech und je nach Alter und Aussehen sein ganzes Leben im Käfig verrotten darf. Bei Menschen läuft es oft nicht sonderlich anderst.

Wenn jeder der ein Kind zur Welt bringt verantwortung übernehmen könnte und ahnung davon hat auf was er sich einlässt, wäre ja gar keine disskusion nötig aber leider sind wir Menschen immernoch die schlimmsten Tiere und behandeln un gegenseitig oft wie Dreck, das bleibt auch Kindern nicht erspart.
Mir gehts darum, dass man einfach im vorein Verantwortung dafür übernimmt und dann halt mit den Konsequenzen leben muss, sei es zu bereuen abgetrieben zu haben, oder vlt zu bereuen es nicht abgetrieben zu haben, oder man hat sich richtig entschieden und bleibt bei der Entscheidung.
Zitat von ahriahri schrieb:Dann verallgemeiner doch bitte auch nicht, welches Leben lebenswert sein könnte und welches nicht.
Hab ich auch in keinster weise, ich rede von individuellen Fällen, hab auch von Anfang an gesagt, dass ich finde, dass diese Entscheidung jedem selbst überlassen ist, da misch ich mich auch nicht ein. Auch wenn vielleicht dagegen wäre, dass eine bestimmte Person ein Kind zur Welt bringt, kann ich diese Entscheidung berücksichtigen und auch dennoch nachvollziehen, da eben jeder seine Gründe hat. Dazu muss man diese Gründe aber auch verstehen und auch verstehen wollen (damit ist jetzt hier keiner direkt gemeint, das wiederum find ich sollte allgemein gelten)


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 21:23
Zitat von vampirellavampirella schrieb:Wenn jeder der ein Kind zur Welt bringt verantwortung übernehmen könnte und ahnung davon hat auf was er sich einlässt
Auch da kann ich dir nur zustimmen. Wie gesagt, ich bin auch dafür, dass Frau entscheiden darf, ob sie das Kind austrägt, oder eben nicht, aber ich finde es falsch, immer weiter zu suggerieren, dass finanzielle Mittel, oder psychische Gesundheit ganz pauschal über lebenswert oder nicht lebenswert entscheiden würde.


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22.12.2018 um 21:31
@ahri
Was entscheidet denn über Lebenswert oder nicht, deiner Meinung nach ? Wenn die Entscheidung getroffen werden muss, braucht man ja irgendwelche Anhaltspunkte um zu einem
Entschluss kommen zu können.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 21:37
@vampirella

Da gibt es für mich keine allgemeingültigen "Kriterien". Das muss jeder ganz individuell für sich selbst entscheiden. Und zwar nur im Bezug auf sein eigenes Leben. Und das kann man nunmal nur selbst entscheiden, wenn man die Chance bekommt, zu leben.

Und wie vorhin schon gesagt, wenn ich selbst sagen würde, dass ich mir nicht zutraue ein z.B. schwerbehindertes Kind mein Leben lang zu pflegen, dann habe ich a) die Möglichkeit, es zur Adoption zu geben, oder b) es abtreiben zu lassen, denn immerhin darf jede Frau - zum Glück - entscheiden, ob sie das Kind austragen möchte, oder nicht. Aber dann soll man doch bitte auch wenigstens sagen "Ich möchte kein behindertes Kind, weil ich nicht damit klar komme" und nicht die "Lebenswert" Jokerkarte ziehen, die es meiner Meinung nach eigentlich nicht gibt.
Ich will keiner Frau, die wirklich aus guter Absicht heraus abtreibt, weil sie denkt, das Kind würde sein Leben lang leiden, einen Vorwurf machen oder sonst irgendwas. Ich weiß, dass das nur gut gemeint ist, aber es ist halt null nachvollziehbar, weil siehe vorherige Posts und es kann auch leicht ausgenutzt werden, weil man denkt, man dürfe nicht sagen, dass man selbst einfach kein Kind mit Behinderung möchte, weil man nicht ein Leben lang die Verantwortung haben möchte.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 22:01
@ahri
Ich hab nicht nur über Behinderte Kinder gesprochen, und ich mach mir halt Gedanken um die Lebensqualität des Lebens meines Kindes, sei es jetzt behindert oder nicht das ist auch keine Jokerkarte, ich bin mit sicherheit auch nicht allein in meiner Meinung, das heisst nicht, dass das eine Ausrede ist. Wenn ich zb ein schwer Behindertes Kind bekommen würde, würde mich das komplett Kaputt machen weil es mir einfach leid tut, weil ich weiss wie Grausam die Welt ist und wie es Behandelt werden wird, da finde ich es fast schon gnädig wenn es davon auf grund seiner Behinderung eventuell nur wenig mitbekommt.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 22:04
Zitat von satansschuhsatansschuh schrieb:Das kannst du doch gar nicht wissen. Gerade, wenn die psychischen Störungen "ererbt" werden, kann es schwierig werden.
Genau! Passiert häufiger als man denken mag, besonders bei Depressionen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 22:21
@vampirella

Lies doch mal, was ich schreib..
Ich sag doch, dass es mit Sicherheit viele gibt, die denken, dass es "besser" für das Kind ist, wenn es dann gar nicht erst leben muss, weil das Leben aus der eigenen Sicht nicht lebenswert wäre. Das Problem ist dann meiner Meinung nach halt einfach, dass das nur das Kind selbst entscheiden kann, also ob es sein Leben dann mal für lebenswert hält und ich finde es falsch diese Entscheidung nur aufgrund dieses Argumentes zu treffen (also wenn man zb. sagt, man treibt ein Kind ab, das mit Behinderung auf die Welt kommen wird, weil man denkt, das Kind könne zb. nicht glücklich sein). Und ich schrieb auch, dass ich überzeugt bin, dass die Leute, die diese Meinung vertreten, die du auch vertrittst, mit guter Absicht handeln. Ich bin einfach nur nicht der Meinung, dass man die Lebensqualität für jemand anderen beurteilen kann, das ist alles.
Zitat von vampirellavampirella schrieb:Genau! Passiert häufiger als man denken mag, besonders bei Depressionen.
Darauf könnte ich dir jetzt alles wiederholen, was ich vorhin schon schrieb, denn es ist genau dasselbe, egal von welcher psychischen Erkrankung wir sprechen. Ich hab auch ne rezidivierende Depressive Störung und finde mein Leben mehr als lebenswert, weil ich gut damit umgehen kann.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 23:23
Wenn man bei der Zeugung die Wahl hätte zwischen einem Kind ohne Behinderung und einem mit Behinderung, würde sicherlich jeder das Kind ohne Behinderung wählen. Nicht nur, weil dann ein gesundes Kind auf die Welt kommt, das es leichter im Leben hat, sondern auch aus dem Grund, weil man es als Elternteil dann auch leichter hat. Sowohl vom Aufwand her als auch auf das Finanzielle gesehen.

Nicht betroffene Personen würden bei einer Befragung auch eher zur Abtreibung tendieren, wenn bei Untersuchungen festgestellt wird, dass das Kind eine Behinderung haben wird. Was aber, wenn alles real ist? Wenn man als künftiges Elternteil vom Arzt gesagt bekommt, dass das kleine Lebewesen im Bauch der Mutter eine Behinderung haben wird? Ich denke, dass Eltern in solchen Momenten die Sache ganz anders sehen. Denn dann handelt es sich nicht mehr um ein Gedankenspiel, sondern um ein Lebewesen, das sie gezeugt haben. Ihr Fleisch und Blut, ihr Nachkommen, ihr Kind.
Zu diesem Kind hat man einen vollkommen anderen Bezug, weil es schließlich das eigene Kind ist. Und genau in diesen Momenten fällt die Entscheidung schwerer, ob man es abtreibt oder nicht. Denn man entscheidet nicht nur darüber, ob man ein Kind mit Behinderung abtreibt, sondern auch darüber, ob man das EIGENE Kind abtreibt. Das Lebewesen, das man erzeugt hat. Da kann ich schon verstehen, dass manche schon aus diesem Grund IHR Kind behalten möchten. Sie haben schon eine Bindung aufgebaut.


Das alles ist ein schwieriges Thema. Abtreiben oder nicht? Ich bin der Meinung, dass man Eltern, die sich wegen einer festgestellten Behinderung für eine Abtreibung entschieden haben, keine Vorwürfe machen sollte. Das ist nämlich eine sehr schwierige Entscheidung.
Die beiden haben eine große Entscheidung zu treffen. Denn ein behindertes Kind heißt (je nach Behinderung), dass die Eltern ihr Leben umkrempeln müssen. Eventuell das Haus bzw. die Wohnung umbauen, sich auf viele Arzttermine einstellen müssen und das Leben künftig allgemein viele Einschränkungen aufweisen wird. Und trotz all diesen Einschränkungen haben sie ihr eigenes Kind bei sich zu Hause. Ihr Kind, das mit den Eltern glücklich leben kann. Ein Kind, das man wie jedes andere Kind lieben kann und von dem man auch Liebe zurückbekommt. Aber auch ein Kind, das es im späteren Leben vielleicht auch schwer haben wird. Hänseleien und Einschränkungen stehen dem Kind bevor. Es kann kein Leben führen wie die "normalen Leute". Aber es kann dennoch an der Gesellschaft teilnehmen wie alle anderen auch und durch seine Tätigkeiten das Leben vor Ort bereichern. Zum Beispiel als Mitglied in einem Verein, das sich für eine gute Sache einsetzt.
Die Eltern können sich aber auch zur Abtreibung entscheiden, weil sie eben nicht möchten, dass ihr Kind viele Probleme im Leben haben wird. Und weil sie auch das ganze drumherum nicht schaffen können/wollen. Den Zeitaufwand, die notwendige Pflege, aber auch das finanzielle Problem. Manche können es sich auch vielleicht einfach nicht leisten, einem Kind mit Behinderung ein ordentliches Lebensumfeld zu schaffen, indem sie je nach Behinderung zum Beispiel die Wohnung behindertengerecht umbauen.


Kinder mit Behinderung verdienen die Zuneigung wie Kinder ohne Behinderung. Sie geben das auch zurück. Dennoch bleibe ich dabei, dass man die Entscheidung über die Abtreibung den Eltern überlassen sollte. Sie wissen ganz genau, ob sie das stemmen können oder nicht. Ob sie es wollen oder nicht. Und ganz ehrlich, wenn man Eltern zwingt, ein Kind mit Behinderung zu gebären, glaube ich nicht, dass das Kind eine schöne Kindheit haben wird und die Liebe und Zuneigung bekommt, die es benötigt.

Es ist ein schwieriges Thema. Und wir wissen auch nicht, wann das Lebewesen im Bauch der Mutter sein Bewusstsein, die Seele erlangt. Töten wir bei der Abtreibung ein Lebewesen mit Bewusstsein? Wandert die Seele nach dem Tod zum nächsten Fötus? Oder töten wir mit der Abtreibung noch keine Seele, sondern "nur" ein im Aufbau zum Menschen befindliches Gewebe?
Diese Fragen sind ungeklärt. Lasst den Eltern die Entscheidung. Damit lebt es sich mit dem jetzigen Wissen für alle besser.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2018 um 23:33
Zitat von ahriahri schrieb: Aber es dann darauf zu schieben, dass das Kind gaaaaanz bestimmt kein lebenswertes Leben haben würde, halte ich halt für Bullshit.
Das liegt im Ermessen der Eltern. Wenn sie es so sehen, vielleicht aufgrund von gewissen Erkenntnissen, dann ist es so u. darf/sollte man nicht verurteilen.
Zitat von ahriahri schrieb:Ich sag doch, dass es mit Sicherheit viele gibt, die denken, dass es "besser" für das Kind ist, wenn es dann gar nicht erst leben muss, weil das Leben aus der eigenen Sicht nicht lebenswert wäre.
Warum das besser in Anführungszeichen?

Es gibt ja auch noch sog. Härtefälle. Wie gesagt, liegt ganz bei den Eltern, ohne, das sie dafür verurteilt werden.
Eine Meinung dazu kann man ja durchaus haben.


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22.12.2018 um 23:53
Sorry, hatte mich verlesen beim ersten Satz.

Lebenswert nicht zu verwechseln mit Lebensqualität, die doch mal eingeschränkt sein kann oder ist.
Hat natürlich mit lebenswert nichts zu tun.


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