@Honiglilie Ja, da braucht man nicht theoretisch drum herum zu reden.
@Krampedes
Krampedes schrieb:Frühe traumatische Erfahrungen werden in der Amygdala praktisch für immer gespeichert, und führen oft zu einem labilen Alarmsystem. Es ist somit verständlich, dass Menschen, die in ihrer Vorgeschichte negative Erfahrungen wie sexuellen Missbrauch und andern traumatische Situationen haben, mehr als andere suizidgefährdet sind – weil das emotionale Hirn zu überschiessenden und unkontrollierbaren Reaktionen neigt. Dies ist übrigens besonders in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter eine Gefahr; das Stirnhirn reift nämlich erst in der Adoleszenz ganz aus, und kann deshalb emotionale Impulse in dieser Zeit oft nur ungenügend steuern.
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Dabei bedenken, dass das ne grobe und pauschale Einschätzung ist. Die jeweilige Persönlichkeit und das Umfeld spielen genauso eine gewichtige Rolle. Nicht jeder Mensch reagiert gleich.
Wenn du dir Xavier Naidoo anschaust und seine Erzählung vom dem Erlebnis eines sexuellem Missbrauches in der Kindheit, der hat das scheinbar gut überwunden.
Wenn du vergleichend diverse Artikel zur Odenwaldschule oder überhaupt den bekanntgewordenen Missbrauchsskandalen anschaust, haben sich nicht wenige junge Menschen nach den Vorfällen umgebracht.
Suizid in solchen Fällenl auch eher die Frage, wie man mit Bildern im Kopf von Erlebnissen umgeht. Kontrollieren lassen oder kontrollieren.
Raubüberfall, Tod eines geliebten oder nahestehenden Menschen, Fehlgeburt bei einer Frau, vom Ehepartner geschlagen, Terroranschlag überlebt usw..das sind so Sachen, wo man eher zurückfinden kann in ein normales und geregeltes Leben.Glaube ich. Wenn man anfängt darüber zu reden oder nicht bei einem "Trigger", einer Erinnerung an das erlebte, sofort zusammenbricht.
Sexualität ist halt willkürlich, ist immer da, kommt wirklich kein Mensch dran vorbei. Jede Minute eine Erinnerung. Ich glaub das macht das mit den Bildern im Kopf und darüber sprechen genauso schwierig. Das spricht ja auch dein Linktext an.