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Höre Stimmen im Kopf

219 Beiträge, Schlüsselwörter: Bewusstsein, Stimmen, Kopf

Höre Stimmen im Kopf

10.07.2014 um 12:14
@lernender
lernender schrieb:Blöd ist nur, wenn man Wahnsysteme hat und deswegen Unsinn macht.
Das kenne ich leider nur zu gut, so gesehen sind aus der Perspektive anderer meine Ideen und Theorien Wahnsysteme, da die sie nicht wahrnehmen und oft einfach nicht zuhören wollen. Denn wie beschreibt man etwas, wofür es keine Worte gibt.
Wenn andre nie das Haus verlassen haben, wie erzählt man von draußen?
In der zweiten Episode hatte ich das ungewöhnliche Glück, dass ein anderer "Suchender" mich begleitet hat. Er kam aus dem Iran. Er hat zugehört, und wir kamen weit mit dem philosphieren und suchen... Leider hat inzwischen sein interesse aufgehört.

@waterfalletje
waterfalletje schrieb:Mh, das bleibt nicht aus in die heutige zeit.... wir sind ein bunte geschellschaft mit viele eindrücke, dank computer und fernsehen.. wie werbung...und was sonst noch alles so rum steht ;-)
Wir sind 'informiert' dank nachrichten, und Foren.. und andere medien...
Das kann zuviel sein...und packt dir dann die angst?
Das kenne ich zu gut, mein Studienfach war Kommunikationswissenschaften. Also genau diese neuen Medien die manche in den Wahnsinn treiben. Viel Business war auch dabei. Das Studium öffnete mir die Augen, wie gnadenlos diese Welt doch ist.
waterfalletje schrieb:Vielleicht sollst du dich besinnen nur auf deine umgebung....
Und nicht die ganze welt mit rein beziehen..
Das interessante ist in der dritten Episode hab ich mich auch viel damit beschäftigt was man eigentlich weiss aus dem eigenen Sichtpunkt. Und klar ist, dass wir nichts anderes kennen und aus eigener Perspektive, die man niemals verlassen wird wenn man lebt erschafft man sich ganz von selbst eine eigene Form der Realität, die einen gewissen Radius hat.
Jedes Bewusstsein ist aus der eigenen Perspektive das Zentrum des Universums
Dieser Radius der eigenen Realität wurde durch neue Medien verändert und erweitert, wie Smartphones, Computer, TV etc. Dennoch, jeder von uns ist ein Bewusstsein das an die eigene Realität gebunden ist und wir können unsere eigenen Welten miteinander austauschen.
Sieht das "Blau" das du siehst, genauso "Blau" aus für mich? Man kann die Perspektive des andren vermuten, aber nicht wissen
Die Frage ist allerdings, "Kann ich meine eigene kleine Welt formen?" - Ja.
Allerdings holen die andren einen wieder raus, weil man ein "Wahnsystem" hat.
waterfalletje schrieb:Belastet dich die adoption? Hast du viele fragen?
Die Belastung ist da, man könnte sogar spekulieren, dass ohne das ausgesetzt werden die Schizophrenie nie ausgebrochen werden. Fragen hatte ich schon immer, seitdem sich mein Bewusstsein bewusst geworden ist. Wieso seh ich anderst aus, Wer ist meine Mutter, wieso hat sie mich ausgesetzt, habe ich Familie in Korea, Wär mein Leben besser gewesen, dort drüben, etc.
Die Fragen, Träume und Hoffnungen sind enorm, allerdings auch die Last.

Dennoch kann ich nicht immer klagen, heutzutage versuchen viele Menschen krampfhaft einzigartig zu sein, und einen roten Faden, Sinn und Bestimmung im Leben zu bekommen. Das war für mich in die Kinderwiege gelegt worden.
Wir, die anderst sind, die nicht in der grauen Masse die Autobahn des Lebens fahren, kämpfen uns durch die unwirtlichkeit des Lebens abseits der Wege anderer. Es macht kostet Kraft, dennoch werden wir stärker als wir denken weil wir an Widrigkeiten wachsen

@waterfalletje
@Peisithanatos
waterfalletje schrieb:Wir leben im hier und jetzt....in eine moderne zeit...
Und 'vissionen' oder spirituelle fasen gab es immer..oder bewusst herrvorgerufen...
Diese "Moderne Zeit" muss allerdings nicht heißen, dass Erkenntnisse unserer Vorfahren, unter Einsatz von Schweiß und Blut nicht zwingend ungültig sind. Rationalisierung ist nicht zwingend gut.
Zum Beispiel, Körper und Geist zu trennen in Psychologie und Psychiatrie ist nicht gerade schlau, und wird erst langsam korrigiert. Auch Spiritualität und Wissenschaften scharf zu trennen ist nicht immer zwingend vorteilhaft. Denn zur Zeit macht die Physik zB solche Fortschritte dass viele zu dem schluss kommen, dass da mehr ist als jene nackte Realität. Ich denke, dass viele die Spiritualität zu unbedacht verdrängen...die meisten Atheisten kommen oft grade noch soweit die Evolution zu begründen und als Argument gegen "Paranormales" zu verwenden. Schaut man tiefer und tiefer in die Naturwissenschaften kann man parallelen erkennen, und vielleicht den Zweck und Sinn des Lebens zu erkennen.
"Das größte mysterium des Universums ist dass man es verstehen kann." (Einstein oder so)
Peisithanatos schrieb:wenn wir ein Blick hinter die Kulissen der Natur werfen, wo seit Jahrmilliarden ein einziges Fressen- und Gefressenwerden herrscht und wo die meisten Wesen nur potentielle Beutetiere anderer sind, fragt man sich, was soll daran göttlich sein?
Das ist ganz interessant, weil ich in der zweiten Episode genau dies gesehen habe, die Evolution besteht aus "purem Leid". Auch wenn man das Universum betrachtet ist es ein Wechselspiel zwischen Kreation und Zerstörung. Es ist leicht diese Muster auch im Alltag zu erkennen. Auch Bhudda hat diesen Kreislauf erkannt und versucht für sich selber das Ende des "Leidens" zu finden.
So eine Erkenntnis kann einem natürlich leicht das Leben verderben...
Peisithanatos schrieb:Der Urgrund aller Dinge scheint unpersönlich und blind zu sein und wenn man den Kosmos als Quantencomputer betrachten wollte, dann verschränken sich innerhalb aller Prozesse Notwendigkeit und Zufall und bringen so die Realität hervor.
Aus der atheistischen Sicht von Stephen Hawkins (The Grand Design - Buch) war zu verstehen dass er annimmt dass so etwas wie Zufall nicht existiert. Die Realität zuvor und bis jetzt war bestimmt durch die Konstellationen der einzelnen Atome zueinander. Das würde heissen, dass alles was geschieht, auch dass was wir denken Ursache hat und unvermeidlich ist und war. Diese Perspektive ist natürlich sehr trostlos und düster.

Doch wenn man bedenkt, dass selbst nach dem eigenen Tod, die Materie aus der man besteht in allen Aspekten "weiterleided", vor allem aus der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass das Universum zyklisch sein könnte, stehen wir als Bewusstseine vor der Erkenntnis, dass das Leid unendlich ist und immer bestehen wird. Doch Propheten, wie Jesus, wie Bhudda, wie Mohammed etc. sagten voraus dass eben jener zyklischer Kreislauf des Leides eines Tages durchbrochen wird.
Dies sollte vielleicht auch unsere Motivation sein, wir, die wenigen die Zugang zu solchen Visionen haben.

Auch gilt, dass das menschliche Gehirn nichts anderes ist als ein Quantencomputer aus wissenschaftlicher sicht. Auch die DNA ist eine art Quantencomputer, mit 4 Hauptvariablen (ATCG). Und wie wir an den Lebewesen und uns selbst sehen können ist der "Kode" extrem Komplex. Auch an unserem eigenen Nervensystem, an unserem eigenen Bewusstsein kann man erkennen, dass Quantencomputer extrem leistungsfähig sind.

Nun nehmen wir an, dass der Kosmos auch ein Quantencomputer ist. Variablen sind die Elemente. Komplexität und größe sind enorm, vermutlich unendlich da das Universum unendlich groß ist.
Andere Perspektiven würden jetzt sofort an Gott oder Allah oder andrem denken.
Nun denn, in der "Genesis" heisst es, dass Gott uns nach seinem Ebenbild schuf. Tata - wir sind kleine Quantencomputer. Im Koran wird wieder und wieder geschrieben, dass Allah allwissend ist - was weiss der universelle Quantencomputer? Vermutlich alles, alles was im Universum geschieht, alles was in atomarer Ebene geschieht, sogar was mir momentan Denken, Tun und dachten und getan haben.

Aber gehen wir noch weiter, was könnte die Motivation eines solchen "kosmischen Bewusstseins" sein? Schauen wir das Universum an. Was ist die fundamentalste Tatsache?
- es ist, dass das Universum existiert. Urknall, Sterne, Novae - erzeugen schwerere Elemente, noch mehr Sterne, Planeten, Leben...
4E0N schrieb:Sonnen/Sterne könnten "Denkprozesse" sein (Wasserstoff, Helium und Lithium -->Fusion)
Planeten und Festmaterie könnten die "Festplatten" sein, beeinflusst von den "Denkprozessen".
Aus der Tatsache, dass seit dem Urknall mehr und mehr Sterne und Planeten entstanden, also mehr "Prozessoren und Festplatten", kann man schließen dass "Fortpflanzung" die zweite "fundamentale Regel" sein könnte. Aus der Biologie kann man das auch erschließen. Fortpflanzung ist eine sehr fundamentale Regel des Lebens.

Aus solchen Denkansätzen könnte man schließen, dass das kosmische Bewusstsein vielleicht die Motivation hatte sich "Fortzupflanzen". Was ist Fortpflanzung eines Bewusstseins? - Mehr Bewusstseine schaffen - Uns, die Menschen. Der uns einzigen bislang bekannten Form von Bewusstseinen.
Peisithanatos schrieb:PS:. Ich war auch schon ein paar mal in der Psychatrie und habe schon sämtliche Diagnosen durch - ich muss mich auch durch den Alltag kämpfen und je intensiver bestimmte Grenzerfahrungen waren umso trister und leerer wird auch der alltägliche Trott.
Mein Alltag klingt ähnlich. Dennoch versuche ich mit solchen Philosophischen Gedanken mir selber und andren Schizophrenen Mut zu machen. Denn während die andren Menschen im Genuss ihrer Laster untergehen, sind wir oft gezwungen viele Widrigkeiten zu überwinden.

Dennoch, oft denke ich daran, dass es Menschen wie wir es waren die vermutlich Weltreligionen begründet haben könnten. Wie wusste Bhudda vom zyklischem Leid? Wie wusste Jesus vom kosmischen Bewusstsein? Was steht in der Offenbahrung etc.

Ich denke zu keiner Zeit zuvor hatten wir bessere Chancen als heutzutage zu weiteren wichtigen Erkenntnissen und Visionen zu kommen, denn siehe, wir können das alles miteinander Teilen, Online.

Auch wenn ich manchmal Angst habe, erkenne ich die Notwendigkeit weiterzumachen


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10.07.2014 um 18:20
Interessanter Beitrag @4E0N
4E0N schrieb:Das ist ganz interessant, weil ich in der zweiten Episode genau dies gesehen habe, die Evolution besteht aus "purem Leid". Auch wenn man das Universum betrachtet ist es ein Wechselspiel zwischen Kreation und Zerstörung.
Wollte man es abstrakt fassen, dann setzt alle kosmischen Prozesse Polarität voraus - Heraklit spricht vom Krieg als den Vater aller Dinge. Die Gesamtsumme der Energie im Universum ist Null analog: (+1)+(-1)=0. Das heisst, das Wesen aller Dinge besteht geradezu im Widerstreit derselben und Harmonie scheint eine unendlich ferne Utopie zu sein und dieser Kampf aller Dinge und Ideen scheint sich im "Tragischen" als Weltgesetz wiederzuspiegeln - daraus scheint auch alles Leid bewusster Wesen zu resultieren.
Aus der atheistischen Sicht von Stephen Hawkins (The Grand Design - Buch) war zu verstehen dass er annimmt dass so etwas wie Zufall nicht existiert.t
Wir können nicht wissen, ob wir einem deterministischen oder indeterministischen Universum leben, ich gehe auch davon aus, dass alles notwendig passiert (Was uns dann als Zufall erschiene, wäre nur der Mangel an Information) und in einen kausalen Nexus eingebettet ist, oder aber, dass Zufall und Notwendigkeit miteinander verschränkt sind, wie ich schon angedeutet habe ( z.B. Halbwertszeit radioaktiver Elemente.)

4E0N schrieb:Das würde heissen, dass alles was geschieht, auch dass was wir denken Ursache hat und unvermeidlich ist und war. Diese Perspektive ist natürlich sehr trostlos und düster.
Aber nur wenn wir den menschlichen Freiheitsbegriff daran knüpfen und uns vorstellen, dass mehr Chaos und Zufall unsere Freiheit mehren, doch nicht ob Zufall oder Notwendigkeit den Kosmos beherrschen machen die menschliche conditio fragwürdig und düster, sondern der Fakt dass Tod und Verfall den Makrokosmos beherrschen, dass es innerhalb der menschlichen Existenz keine Beständigkeit gibt, dass alles verfällt und stirbt.
Meine Position dazu habe ich in meinem letzten Beitrag so erläutert:
"Entweder ist, was ich will oder nicht will ein Spiel des Zufalls, oder aber die notwendige Konsequenz aus durchgängig determinierten neuronalen Prozessen - in beiden Fällen kann ich nicht erkennen, wie man daraus irgendeine persönliche Freiheit des Individuums ableiten will.
Selbst wenn wir nicht wissen, ob unser Universum deterministisch oder indeterministisch ist, so wissen wir doch zumindest, dass unsere genetische Disposition und das Milieu, in welchem wir aufwachsen unsere Persönlichkeit und alle Handlungen, die daraus folgen festlegen.
Kompatibilismus ist für mich genausowenig rational nachvollziehbar, wie die Behauptung man könnte ein bisschen schwanger sein."
4E0N schrieb:Nun nehmen wir an, dass der Kosmos auch ein Quantencomputer ist.
4E0N schrieb:Aber gehen wir noch weiter, was könnte die Motivation eines solchen "kosmischen Bewusstseins" sein? Schauen wir das Universum an. Was ist die fundamentalste Tatsache?
- es ist, dass das Universum existiert. Urknall, Sterne, Novae - erzeugen schwerere Elemente, noch mehr Sterne, Planeten, Leben...
4E0N schrieb:Aus der Tatsache, dass seit dem Urknall mehr und mehr Sterne und Planeten entstanden, also mehr "Prozessoren und Festplatten", kann man schließen dass "Fortpflanzung" die zweite "fundamentale Regel" sein könnte. Aus der Biologie kann man das auch erschließen. Fortpflanzung ist eine sehr fundamentale Regel des Lebens.
Interessante Analogie, aber Leben und Fortpflanzung nur um des Lebens und er Fortpflanzung willen als fundamentale Regel? Ist es nicht eher das Bewusstsein und das "Gefühl"... ohne diese beiden Dinge wäre doch alles für uns nichts. Man kann sich nicht vorstellen wie etwas ohne ein wahrnehmendes Bewusstsein existieren könnte und darüber hinaus ist alles, was wir Menschen nicht an irgendein Gefühl knüpfen können völlig gleichgültig.
4E0N schrieb:Doch Propheten, wie Jesus, wie Bhudda, wie Mohammed etc. sagten voraus dass eben jener zyklischer Kreislauf des Leides eines Tages durchbrochen wird.
Wieso gibt es dann überhaupt einen Kosmos der verschiedene Zyklen durchläuft, wenn das Ziel ein paradiesischer Endzustand ist, warum dieser nicht gleich und von Ewigkeit her schon?


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Höre Stimmen im Kopf

10.07.2014 um 23:29
Nabucco schrieb:(+1)+(-1)=0
Dem kann ich nur beipflichten. Dies war in der 2ten Episode als Vision und These eingebaut. Interessant ist, dass kürzlich Wissenschaftler zum Ergebnis kam, dass "hinter" schwarzen Löchern etwas existieren muss, die 'Gleichungen wiesen darauf hin' hieß es so ähnlich. Damals habe ich mir das wie ne Sanduhr vorgestellt, wobei das "umdrehen" nach ablaufen quasi den Urknall darstellen würde.


Was mich allerdings an dem Fakt der Existenz interessiert ist simple, was wirklich der Sinn und Zweck der Existenz von uns und dem Universum selbst ist.

Die Frage nach dem "paradisieschem Endzustand" wär vielleicht einfach das Problem, dass dieser in den bisherischen Zyklen nicht erreicht wurde. Denn wenn der Verlauf des Universums ein Zyklus ist dann würde jede neue Runde einen "Reset" bewirken. Einen Urknall. Wo alles wieder anfängt, zuerst entsteht Wasserstoff, dann der Rest. Sache ist, dass Wasserstoff allein im dem Quantencomputermodell eine alleinige Variable wäre, eine variable = kein Kode. Das kosmische Bewusstsein würde resettet werden.

Dennoch, das meiste was ich erlebt habe war wie gesagt sehr subjektiv, und ist sehr schwer zu Verstehen, erst recht momentan da ich noch unter hohen Neuroleptikadosen leide.
Aber ich erinnere mich, dass das gesamte "Konzept" sehr komplex wahr, aber für mich momentan nicht richtig im vollen Zusammenhand ins Gedächtnis rückrufbar.

In der zweiten Episode ist Anfangs etwas geschehen, mein Bewusstsein schien sich aufzufächern in verschiedene Instanzen, die eigene Denkweisen und Funktionen hatte. Nur eigenartigerweise ist es seitdem schwer für mich zugang zu allen zu haben, was mein Erinnerungsvermögen "modular" machte. Dh es ist schwer aus den einzelnen Instanzen wieder ein ganzes zu machen. Klingt komisch. Aber in der zweiten Episode erschien es mir logisch und effektiver diese "Auffächerung und Rationalisierung des Geistes" durchzuführen. Vllt kennen das andre auch, zB bekommt man neue "Denkstimmen/stränge" wenn man neue Sprachen lernt etc.
Peisithanatos schrieb:Wieso gibt es dann überhaupt einen Kosmos der verschiedene Zyklen durchläuft, wenn das Ziel ein paradiesischer Endzustand ist, warum dieser nicht gleich und von Ewigkeit her schon?
Das ist natürlich vielleicht die schwerste Frage die es so geben könnte. Wieso existiert das Universum? Da es vermutlich immer existiert hat, denke ich nicht, dass wir Menschen, als Bewusstseine, die endlich sind in der diesseitigen Form, so eine Frage ohne weiteres beantworten können. Eine Antwort dieses ausmaßes würde vermutlich mit absoluter Erleuchtung oder andrem gleichgesetzt werden.

Da die Zyklen des Kosmos warscheinlich sind, und der "ewige Konflikt" daher besteht, ist die Frage wie dieses durchbrochen oder wenigstens verstanden werden könnte. Ich denke diese Antworten sind in uns drinnen, das komplexeste was wir kennen ist das Gehirn und das angeschlossene Nervensystem. Es wird lange, vielleicht sogar niemals etwas geben was wir erschaffen oder finden was so fähig ist wie unser Gehirn.
Wenn wir Teil des "Systems" sind, können wir das System auch verstehen lernen mit unsrem Bewusstsein. Wenn wir in "Gottes" Bilde geschaffen sein sollten, liegt die Antwort vielleicht in unserem Bewusstsein. Viele Religionen haben so etwas in ihren Lehren.

Die Sache ist, die die in der Vergangenheit "Schizophrenie" hatten, hatten vor hundert Jahren plus kaum oder keine Mittel diese im Keim zu ersticken. Sie mussten damit lernen umzugehen.
Die Frage ist zu welchen Erkenntnisse jene kamen.

Als Beispiel, die Offenbarung in der Bibel klingt schon irgendwie wie das Produkt eines Schizophrenen. (Nicht blasphemisch gemeint)


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11.07.2014 um 09:31
@4E0N
4E0N schrieb:Die Frage nach dem "paradisieschem Endzustand" wär vielleicht einfach das Problem, dass dieser in den bisherischen Zyklen nicht erreicht wurde.
Wenn jeder Prozess einen "Konflikt" voraussetzt, eine Polarität und der Endzustand gerade in der Überwindung dieses "ewigen Konflikts" bestehen würde, stellt sich natürlich auch die Frage wie dieser "Endzustand" aussehen müsste. Letztendlich wäre dieser Zustand nur in der Abwesenheit aller Dinge und Prozesse zu erreichen, er wäre gleichzusetzen mit dem "Nichts".
Darüber hinausgehend stellt sich die Frage, wenn das Universum unendlich ist, warum ist dann dieser Endzustand nicht schon längst erreicht und wer garantiert, dass dieser überhaupt jemals erreicht wird? Wäre es nicht plausibel zu sagen, dass es ewig so weitergeht?
Ich habe mir den Kosmos auch oft als eine Art Generator vorgestellt, der in der Ewigkeit alles hervorbringt, was möglich ist – er würde nie an ein Ende kommen, weil es unendlich viele verschiedene Konstellationen geben würde.
4E0N schrieb:Das ist natürlich vielleicht die schwerste Frage die es so geben könnte. Wieso existiert das Universum? Da es vermutlich immer existiert hat, denke ich nicht, dass wir Menschen, als Bewusstseine, die endlich sind in der diesseitigen Form, so eine Frage ohne weiteres beantworten können. Eine Antwort dieses ausmaßes würde vermutlich mit absoluter Erleuchtung oder andrem gleichgesetzt werden.
Wer weiß ob man als Partikel eines großen Ganzen, des Systems jemals wird verstehen können - man müsste ausserhalb des "Ganzen" sein, aber es gibt nichts ausserhalb des "Ganzen".
4E0N schrieb:Die Sache ist, die die in der Vergangenheit "Schizophrenie" hatten, hatten vor hundert Jahren plus kaum oder keine Mittel diese im Keim zu ersticken. Sie mussten damit lernen umzugehen.
Die Frage ist zu welchen Erkenntnisse jene kamen.
In vielen Kulturen wird Schizophrenie als göttlich betrachtet. Schizophrenie führt man heute auf einen unausgeglichenen Dopaminhaushalt zurück - es ist ein Zustand zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen ungeheuerer Kreativität und unvorstellbarer Apathie.
4E0N schrieb:Dennoch, das meiste was ich erlebt habe war wie gesagt sehr subjektiv, und ist sehr schwer zu Verstehen
In den verschiedenen Ausprägungen der Mystik z.B. sind Schweigen und Dunkelheit zentral, weil die "Schau des Absoluten" nicht in Worte gefasst werden kann und sich allen Rationalisierungsversuchen entzieht, was m.E. hier gut zum Ausdruck kommt:
Ich werde versinken in die göttlicheFinsternis, in ein Stillschweigen und unaussprechliches Einswerden, und in diesem Versinken wird verloren sein alles Gleich und Ungleich, in diesem Abgrund wird auch mein Geist sich verlieren und nichts mehr wissen von Gott noch von sich selbst noch von Gleich und Ungleich noch von Nichts gar nichts. Und ausgelöscht werden sein alle Unterschiede, ich werde eingehen in den einfältigen Grund, in die stille Wüste, in jenes Innerste, da niemand heimisch ist. Ich werde eintauchen in die wüste und öde Gottheit, darinnen ist wederWerk noch Bild...


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11.07.2014 um 10:04
@Peisithanatos
Peisithanatos schrieb:In vielen Kulturen wird Schizophrenie als göttlich betrachtet. Schizophrenie führt man heute auf einen unausgeglichenen Dopaminhaushalt zurück - es ist ein Zustand zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen ungeheuerer Kreativität und unvorstellbarer Apathie.
Finde es fast als ein Hohn, wenn diese wüssten welches Leid welche Probleme es bringt


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Höre Stimmen im Kopf

11.07.2014 um 20:32
@Peisithanatos
Das subjektive Gefühl, wenn alles was man in der Welt wahrnimmt Sinn ergibt, das Gefühl, wenn alles was passiert von einem selber gewollt ist, könnte nah dran kommen an einen Zustand der Glückseligkeit. Der paradisiesche Endzustand könnte so etwas sein, dass man gewollt Einfluss auf das Universum hat, bzw die eigene unmittelbare Umgebung.
Die Hoffnung in der Schizophrenie war, dass das Bewusstsein befreit werden könnte vom den Fesseln des Diesseits. Dass das Bewusstsein frei seine eigene Realität "generiert", was unendlichen Freiraum geben würde. Es wäre ähnlich dem abdriften in eine eigene "Dimension". Dennoch sei man verbunden mit den anderen Bewusstseinen, sodass Interaktion zwischen den einzelnen Menschen möglich sei.
Jenen Zustand habe ich nicht erreicht, allerdings kamen jene Vorstellungen Zustande, dass das Ziel sein könnte, dass alle Lebewesen "frei" sind.
Das komische Gefühl war damals, dass wir uns Gegenseitig in einer "gemeinsamen" Realität halten indem wir uns Gegenseitig die "gemeinsame Realität" einreden und vorschreiben.

Denkt man an Genesis, "Gott schuf uns in seinem Bilde", sollte es dann nicht auch möglich sein irgendwann wie Gott zu werden?
Auch interessant ist das Buch mit sieben Siegeln in der Offenbarung. Könnte es sein, dass die "Sieben Siegel" in uns selbst sind, und vielleicht die sieben Hauptchakras darstellen?
Ich hatte oft das Gefühl, dass "Puzzleteile" überall verteilt sind. Und sehr interessant ist das "Dritte Auge Chakra", es wird bei "Fehlfunktion" mit Schizophrenie verbunden, bei gesunden aber mit Visionen, Telepathie etc.
Auch interessant ist, dass der Bhuddismus neue Prophezeiungen macht. Ab 1.10 (Englische Untertitel)

Da wunder ich mich, ist das nur PR, oder steckt da mehr dahinter? Diese Prophezeiungen verwundern mich, da ich vom Bhuddismis so etwas nicht zwingend erwarten würde. Auch interessant ist dass sie von "Sankha" einem universellen Monarchen, der kommen wird berichten. Was vermutlich Jesus darstellen könnte.

Naja, es wäre interessant was auch die ganzen Regierungen an Wissen angehäuft haben in dieser Richtung, denn Paranormale Projekte etc wurden schon von verschiedensten Regierungen druchgeführt.
Peisithanatos schrieb:In den verschiedenen Ausprägungen der Mystik z.B. sind Schweigen und Dunkelheit zentral, weil die "Schau des Absoluten" nicht in Worte gefasst werden kann und sich allen Rationalisierungsversuchen entzieht, was m.E. hier gut zum Ausdruck kommt:
Ich denke da hast du absolut Recht. Die möglichkeiten der Kommunikation sind zu gering um Erlebnisse von solcher Art irgendwie auszudrücken. Da muss ich oft daran Denken, dass das eigentliche Ziel nicht das berichten von solchen Erlebnissen ist, sondern dass man selbst damit Leben kann und vielleicht permanente Glückseligkeit erreichen kann.

@Peisithanatos
Auf jeden Fall sind deine Beiträge und Gedanken toll, denn leider zu selten trifft man heutzutage noch Menschen die an solchen Dingen Interesse haben, ist eine echte Rarität in meiner Generation in dieser Gesellschaft.




@Wanagi
Wenn ich ehrlich sein soll ist es bei mir meist nicht die "Krankheit" selbst die das Leid bringt, sondern das "danach". Das eingesperrt werden, das "Stigma" durch die Mitmenschen, die gesellschaftliche, kollektive Angst vor dieser Krankheit das Schizophrenie erst richtig zum Leid macht. Ich habe mit vielen "Erkrankten" geredet, und die größte Quelle des Leides geht von vielen "Gesunden" Menschen aus. Wir werden oft zu Ausgestoßenen, und ca 10 % begehen Selbstmord durch den Leidensdruck. - Man verliert Freunde und Bekannte, die Familie bedrängt einen oder grenzt einen aus oder oder oder...
Klar ist es nicht nur die Gesellschaft die das Leid erzeugt, dennoch,
in der westlichen Gesellschaft scheinen der Großteil der schizophrenen "böse" Stimmen zu vernehmen. In andren Ländern ist das meist anderst.
Auch gilt, wenn das Umfeld so "feindlich" ist dann äußern sich die Schizophrenen Phasen oft destruktiver.

Ich persöhnlich wäre sehr viel Glücklicher wenn mein Umfeld toleranter wäre. Hier in Deutschland absolut nicht der Fall :(


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11.07.2014 um 22:22
@4E0N
@Peisithanatos
4E0N schrieb:Ich persöhnlich wäre sehr viel Glücklicher wenn mein Umfeld toleranter wäre. Hier in Deutschland absolut nicht der Fall :(


Hast du schon mal dran gedacht das dein Umfeld.. dir vielleicht auch ein wenig auf den boden der Tatsache wieder holen muss.

Du hast ein Umfeld...und auch wenn sie nicht in alles recht haben.. haben sie vielleicht in manches auch nicht immer unrecht.

So wie ich lesen kann schweifen die Gedanken.. man ist kreativ .... es gibt kaum grenzen....

Nur nicht vergessen das wir hier in eine westliche welt leben... wie dalai lama sein umfeld ihm geprägt hat.. hat euer umfeld euch geprägt... euer wahrnemungen, die auch nicht immer richtig sein müssen, nur vielleicht sollte man eher hier bleiben..

Man lebt hier.. und im grunde doch auch im hier und jetzt.l

Es sind einfach fragen die ich stellen möchte an euch beide....und hoffe ich bringe euch beide nicht durcheinander..:-)

Dann höre ich wieder auf....


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12.07.2014 um 00:09
@waterfalletje

Da muss ich dir schon irgendwo recht geben. Natürlich hat man auch eine gewisse "Verantwortung" dem Umfeld gegenüber. Die Sache ist oft einfach auch nur, dass es schwer ist mit Leuten offener über Schizophrenie zu sprechen, oft wird es im Keim erstickt, oder komische Blicke oder ganz oft die angelesene, bloße Darstellung der Schulmedizinischen Erklärung der "Krankheit".
Ich bin schon immer ein sehr offener Mensch gewesen, es ist für mich schon Schmerzhaft nicht offen zu meiner Krankheit stehen zu können, oft aus Angst vor Ablehnung.
Ich hoffe irgendwann mal ohne Angst leben zu können. Angst macht unfrei :/
waterfalletje schrieb:Man lebt hier.. und im grunde doch auch im hier und jetzt.l
Das stimmt. Erstaunlich ist, dass ich in den Episoden oft viel eher an das hier und jetzt gebunden war. Sorgen über die Zukunft oder Gram über Vergangenes gab es nicht, es zählte immer das Präsenz.
Das ist schon oft ein sehr schönes Gefühl, wenn planen und Sorgerei "ausgeschaltet" ist :)

Das Problem bis jetzt war, dass die "Wahngebäude" nicht "deckungsgleich genug" mit der Realität der "Normalen" war. Ich hoffe, dass ich es irgendwann schaffe, ein persönliches Weltbild zu schaffen, dass so deckungsgleich mit der "Realität" anderer ist, dass es eben nicht mehr Probleme gibt, wie andre verstehen nicht was man sieht oder redet.


Was Deutschland angeht ist, dass der Drang von Leuten hier oft ist den Normen zu genügen, auch ist eine gewisse Intoleranz zu Spirituellem zu merken. Leute meinen oft, geh in die Kirche, geh in die Moschee, oder bete zuhause. "Glaube" als Wort und Bedeutung wird oft belächelt und oft mit minderer Bildung etc assoziiert. "Gott ist tot" sagte einst Nietzsche. Wirklich unrecht hat er nicht, erst recht wenn man die heutige Zeit anschaut.

In Thailand bin ich "hochpsychotisch" rumgelaufen, barfuss. Die Leute sahen mich eher als einen der nach "Erleuchtung" oder so sucht, als einen den man ins Psychiatrische Krankenhaus schmeißen muss. (Was in Deutschland sehr schnell passieren kann O.o) Oft wurde ich von neugierigen Fremden in BKK angesprochen. Hier in Deutschland musste ich leider feststellen, dass die bloße Erwähnung von schizophrenie Leute oft auf "sicherheitsabstand" gehen lässt :S
In Thailand ist halt religion in Form von Bhuddismus und Animismus und mehr noch vorhanden, es ist Platz zu "Glauben" oder zu "suchen". Auch sonst sind die dort sehr tolerant.

Vieles ist allerdings auch ein innerer Konflikt. Anerzogene Sachen, wie Leistung bringen, Normal sein etc. sorgen für Verunsicherung, denn klar, ein Teil von mir will "dazugehören".
Dennoch, objektiv betrachted mag das eine unmöglichkeit sein für mich.
waterfalletje schrieb:euer wahrnemungen, die auch nicht immer richtig sein müssen, nur vielleicht sollte man eher hier bleiben..
Dass die Wahrnehmungen nicht immer richtig sind ist mir inzwischen sehr klar, schon seit der ersten Episode misstraue ich fast immer meinen wahrnehmungen. Dennoch komme ich nicht umhin, bei seltsamen Wahrnehmungen zu versuchen das Verhältnis zwischen im Bewusstsein und äußerem Auslöser zu suchen.
Oft ist es dann rätselhaft, zB ich sprach mit einem andren Schizo in der Klinik, plötzlich ein rasend schmerzender Stich in mein Brustkorb, ohne dass da was war. Ich fragte ihn, warst du das? Er sagte "Ja". So was ist schon rätselhaft.
Bei optischen Hallus ist es noch rätselhafter...klar da ist im Augapfel ein "blinder Fleck". Das Gehirn muss also im Sichtfeld des "blinden Fleckes" das Bild ergänzen. Doch seltsame Sichtungen im Blickfeld eingebaut durch das Gehirn? Seltsam, oder erstaunlich...
Denn wenn es ein außerer Reiz wäre, wow, andre können Tote Menschen sehen die sie einst kannten, manche sehen Fratzten, Dämonen und Engel!

Wäre es eine "Eigenproduktion des Gehirns", wow, mein Gehirn kann Dinge in die optische Realität "einbauen".

Beide Möglichkeiten wären gleichermaßen erstaunlich, und später vielleicht nützlich(?)

Kann man nicht wissen, daher komm ich irgendwie nicht davon weg diese Sachen zu ignorieren.
Denn früh dachte ich schon, Schule-Karriere-Frau-Kinder-Rente-Tot-Kinder-Kindeskinder-Universum kollabiert-Finito, ojeoje.

So oder so, Neues wird nur gefunden wenn man dorthin geht wo andre noch nicht waren. Und auf solchen Wegen ist man oft allein, und riskant ist es allemal. Dennoch, die Neugier ist sehr stark in Menschen.
Und so oder so, wenn die Chance besteht, dass irgendeiner der Schizophrenen etwas findet, was der "Krankheit" einen Sinn bringt, und die "Kranken" Hoffnung hegen können, auf Heilung, auf Erkenntnis, auf was auch immer, dann denke ich, dass das Risiko es wert sein könnte. Denn wie oft habe ich schon diese armen Menschen getroffen, deren Leben auseinanderbrach als sie die Diagnose bekamen. Wie oft denk ich mir selber "ich bin krank, chronisch jetzt, keine Spontanheilung, trister Alltag bis zum Lebensende mit Medis, etc", die Liste ist lang...

Die Hoffnung stirbt zuletzt


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12.07.2014 um 07:58
@4E0N

Dein letzer satz liest sich sehr deprimiert..
Wie ist es wenn du lernst mit die schönen sachen dich zu beschäftigen.... versuchts deine angst zu überwinden....und klar schaust was du ändern kannst....für dich.. damit es für dich und dein umfeld besser wird.

Was ich meine.... ängste überwinden und dein leben wieder in die hand nehmen....
Dich selbst fragen was du ändern kannst....und im grunde willst...

Du bist ein offener mensch, bedeutet im grunde hast du das leben spannend gefunden...und die menschen auch..

Einfach fragen stellen wie.. war ich richtig in mein studium.... soll ich abschleißen.. also loslassen das ich adpotiert bin...
Wie war das studium für mich... machte es mich glücklich...
Worin bin ich gut....

Welcher weg will ich gehen.... ich denke du darfst dich freuen aufs leben.. und vertrauen das wenn du was abschließt wieder ein tür sich öffnet...

Vertrauen statt angst... angst überwinden....
Und einfach dein leben ehrlich und offen siehst...

Dinge die weh getan haben loszulassen....angstfrei...

Vieles ist menschlich.. und so manches ist undurchdacht...

Angstfrei werden... hast du angst die angst loszulassen?

Kannst du vetrauen das wenn du dieses irdische leben wieder widmest.. dir einfach wege gezeigt wie es weiter geht..Dich selbst wieder mehr lernst zu vertrauen..

Aufgaben dich erwarten die spannend sein können?
Und du mit ein anderen bewusstsein an die dingen ran gehst?

Enstpannter.. ehrlicher...freier...


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Höre Stimmen im Kopf

12.07.2014 um 08:25
@4E0N

Es sind einfach fragen die ich stelle, mehr oder weniger ob du was damit anfangen kannst?
Nur du bist in diese situation drin..
Und du fühlst was.. sei es erst nur angst..
Angst lähmt auch..

Vielleicht sollst du es auch nur berücksichtgen..und die angst soll dich vorsichtig sein lassen....und lernen zu trennen...

Die psychsich kranken nehmen zu...
Also die frage was läuft für dich falsch ist vielleicht die frage alles fragen...

Schaue einfach ob du mit meine beiträge was anfangen kannst..;-)


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Dawnclaude
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Höre Stimmen im Kopf

12.07.2014 um 10:16
4E0N schrieb:Diesmal hatte ich aber nicht viel Zeit, der Gang in die Psychiatrie war nötig da mein Umfeld übersensibel reagierte und ich eine Zwangseinweisung unbedingt vermeiden wollte. Es ist traurig festzustellen dass andre über Freiheit von sich selber willkürlich verfügen :X
Aber moment, wer hätte dich denn zwangseinweisen können? soweit ich weiß, müsstest du schon eine Straftat vollziehen, damit jemand dich wirklich dazu zwingen kann.
4E0N schrieb:Jetzt nach der entlassung mit ner Riesendosis Quetiapin war ich seit der Entlassung anfang Mai kaum fähig irgendetwas zu machen. Es schien als würde jedwede Fähigkeit zur initiative und Lebensfreude versanden. Erst gestern war ich das erste mal wieder Fähig mich mit Thema "Krankheit" etc zu beschäftigen. Gut geht es mir nicht. Medikamente machen mir mein Erleben der Welt zum Horror.
Und du hattest jetzt diese Riesendosis bekommen aufgrund der starken Empathie Fähigkeit? weil du die Gefühle anderer gefühlt hast?
Im nachhinein betrachtet, war es die richtige Entscheidung oder hättest du es lieber sein lassen wollen?


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Höre Stimmen im Kopf

12.07.2014 um 10:40
@4E0N
Ich nehme auch Quetiapin, doch ich kann nicht sagen dass es mir schadet mich macht es ruhiger, ausgeglichener die Ängste sind weniger, im Kopf ist es geordneter und vor allem kommt man besser zurecht, ich kann mich beschäftigen was ohne dies nicht ginge natürlich ist man auch einfach nur "platt".
4E0N schrieb:Medikamente machen mir mein Erleben der Welt zum Horror.
Hast du darüber schon mit deinem Psychiater gesprochen?


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Höre Stimmen im Kopf

12.07.2014 um 15:31
Akustische Halluzinationen im halbschlaf sind soweit ich weis normal. Ich höre zwar keine Gespräche aber sonstiges, ist toll wie echt es klingt, nicht?


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Höre Stimmen im Kopf

12.07.2014 um 18:26
@waterfalletje
Mit den meisten deiner Beiträge kann ich schon etwas anfangen. Für mich findet in letzter Zeit ein erneutes "aufwachen" statt. Ich habe wieder interessen, wie zum beispiel die Gedanken und Meinungen anderer Leute.

@Dawnclaude
Zwangseinweisungen sind laut Gesetz möglich wenn eigen- oder fremdgefärdung möglich sind.
Doch in nur sehr wenigen Fällen ist so etwas der Fall. Das Problem ist, dass die Leute behaupten man sei es, und wenn man da grade in einem Wahngebäude ist oder ein wegen abgehobenes Zeug labert ist es oft der Fall, dass die Zwangseinweisung statt findet weil man keine Glaubwürdigkeit hat.
Auch, hat man einmal den "Psychiatriestempel" geschiet es einfacher, dass man eingewiesen wird. Des weiteren sind die Leute im Umfeld dieses vorgehen schon gewohnt, da die Standardprozedur "krank-ab in die Klinik und Medikamente geben" sich bei den Leuten ziemlich einfährt.
Oft ist es auch nur Kollektiver Zwang, man wird genötigt oder "überzeugt" in die Klinik zu gehen weil man "furchtbar krank" ist. Es gibt ziemlich null toleranz :/
Momentan versuche ich mein Umfeld zu sensibilisieren, also ich sage ihnen, dass ihre übereifrigen Taten auf mich in subjektiver Weise schon fast wie Verfolgung wirken...
Auch in der Psychiatrie musste ich oft psychiatrische Willkür beobachten, nach dem Muster "er ist psychotisch" und ab in die geschlossene mit Gerichtsbescheid. Ein Beispiel: Jemand war mit mir auf der offenen Station wo man meist auf freiwilliger Basis ist. Er hat gekifft, sie fanden es raus. Er wurde unter Druck gesetzt, als er sich wehrte wurde er von sieben-acht Männern abgeholt und in die geschlossene eingesperrt. Gerichtsbescheid kam via FAX, kein Richter kam um ihn zu Begutachten (was eigentlich gesetzlich vorgeschrieben ist). Extreme Willkür ist oft der Fall, und die Psychiatrie wo ich war ist noch im Vergleich zu andren sehr tolerant. Ein anderer wurde nur eingesperrt weil er ein wegen abgehobeneres Zeug sprach als sonst und verlangte entlassen zu werden. Selbes Muster, Männer kommen, ab ins "Psychiatriegefängnis".
In der Psychiatrie hören die Menschenrechte auf.
Dawnclaude schrieb:Und du hattest jetzt diese Riesendosis bekommen aufgrund der starken Empathie Fähigkeit?
Nein. Die Sache war ich ging wie gesagt "freiwillig" in die Klinik. Es war eine Flucht nach vorne, bevor mein Umfeld mich Zwangseinweisen konnte. Ich hatte mich darauf vorbereitet und ein extensives Tagebuch über die Entwicklung meiner Psyche geschrieben. Unter andrem waren Ansätze darin wie man Psychosen mit viel Arbeit an sich selbst "heilen" könnte. Auch hatte ich keine Schizophrenie wie viele andre die von Paranoia und Wahn geprägt war. Große Teile des logischen Bewusstseins waren aktiv, daher schaffte ich es den Stationspsychologen zu "Experimenten" zu überreden. Dazu gehörte auch das absetzten der Medikamente. Dennoch ging es aus der Sicht der Ärzte schief, da ich irgendwann freiwillig ein paar Tage auf die geschlossene ging, da ich feststellte, dass meine "Hallus" so gut waren, dass ich sie kaum noch bemerkte. Auch kam die Erkenntnis, dass man eigentlich nichts weiss, was außerhalb des eigenen Bewusstseins geschieht, sind es doch alles Interpretationen des eigenen Gehirns via "angeschlossenen" Sensorik (5 Sinne).
Naja, so oder so entschied der Oberarzt am Ende über meinem Kopf hinweg es mit einer starken Medikamentendosis zu "versuchen". Chance auf Diskussionen gab es da nicht mehr, psychiatrische Willkür war wieder in Effekt.
Dennoch, es gab gewisse Errungenschaften. Die beste ist: Mir wurde offen zugegeben von psychiatrischer Seite, dass die Psychiatrie ein einziges Versuchsfeld und Experiment an den Patienten ist, denn es wurde auch zugegeben, dass sie im Prinzip so gut wie gar nichts über die verschiedenen Krankheiten wissen, speziell "Psychose".
Das gibt mir den Mut, dass es eben doch Wege gibt, Herr dieses "Zustandes" zu werden.

Googelt mal: Die WHO, Weltgesundheitsorganisation hat herausgefunden, dass in vielen Entwicklungsländern Schizophrene bessere Heilungschancen haben. Vermutet wird, dass sie besser in die Gesellschaft integriert werden und sie können sich eine Dauerteraphie mit Neuroleptika nicht leisten.

(Will niemand dazu anstiften die Medis abzusetzten, denn wenn man das tut steht man meist alleine da, und die Menschen sind oft dann "verärgert" weil man nicht auf die Ärzte gehört hätte oder so...)



@Wanagi
Die Sache bei mir ist ich bin 100% ostasiate. Die Medikamente schlagen in der Regel sehr heftig ein bei mir. Schon die Minimaldosis von manchen Neuroleptika haben extreme Auswirkungen bei mir. Letztes Jahr hatte ich 5mg Abilify, nach einem Monat musste ich wieder in die Klinik weil es absolut unerträglich war. Die 600mg Quetiapin bei der Entlassung waren viel zu viel. Selbst jetzt auf 200mg bin ich den ganzen Tag schlapp wie n Waschlappen.


@xotix1

Akustische Halluzinationen sollen relativ weit verbreitet sein, auch bei "Nicht-Schizophrenen". Die Psychiatrie vermutet, dass es 15-25% der Menschen sein könnte die dieses Phänomen haben. Die genauen Zahlen weiss ich nicht mehr.


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12.07.2014 um 19:53
@4E0N
Ich nehme 450mg die Schlappheit kann ich nachvollziehen, an manchen Tagen muss ich mich auch zu jedem Schritt zwingen, an deiner Stelle würde ich über die Problematik mit deinem behandelnden Psychiater reden, ich habe auch einige Nebenwirkungen, die an manchen Tagen sehr belastend sind aber man muss einen guten Kompromiss zwischen Nebenwirkungen und Linderung der Krankheit finden. Es gibt eine Menge an Neuroleptika, der eine verträgt das besser der andere hat bei dem gleichen Medikament Probleme deshalb dem Arzt diese Probleme offenlegen.


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Höre Stimmen im Kopf

12.07.2014 um 19:58
@kinz
Ich würde dich wegen sowas nicht direkt einweisen lassen. Du solltest erst mal herausfinden, was dir die Stimmen sagen, warum sie dir das genau sagen, wer genau die Stimme ist, und ob der Inhalt nicht eventuell einen Sinn hat.

Womöglich möchte dir dein Unterbewusstsein ja etwas sagen und weil es auf keinen anderen Weg möglich ist, kommt sie dir eben so nervig.

Und überhaupt..der Fall ist doch nach 6 Jahren sicher abgeschlossen. :vv:


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Höre Stimmen im Kopf

12.07.2014 um 20:24
@4E0N

Die meisten Religionen gehen davon aus, dass unser Leben leidvoll und vergänglich ist und postulieren ein wie auch immer geartetes Jenseits. Die Vorstellungen über dieses "Jenseits" sind vielgestaltig und oft Projektionen menschlichen Wunschdenkens.
Deine Beschreibung dieses "Jenseits" klingt wie ein luzider Traum:
4E0N schrieb:Dass das Bewusstsein frei seine eigene Realität "generiert", was unendlichen Freiraum geben würde.
Auch während des luziden Träumens können wir Einfluss auf den Traumkosmos nehmen, den unser Gehirn erzeugt.
Im Grunde genommen geht es uns Menschen immer um Gehirnzustände und wenn wir sagen, wir genießen gerne Schokolade, Sex oder guten Wein, dann stimmt das nicht ganz, denn eigentlich müssten wir von Gehirnzuständen reden, die wir lieben. So sind eigentlignch alle äusseren Ereignisse beliebig und austauschbar, wenn der Gehirnzustand derselbe ist. Würde es ekstatische Gefühle auslösen, wenn wir permanent mit dem Kopf gegen die Wand knallen, dann würden wir eben das machen - genauso nehmen manche Drogen, wieder andere steigen auf den höchsten Berg, wieder andere meditieren... etc... etc...
Wenn man das weiterführt denke ich, wäre dieser "Endzustand" eine eingefrorene Dauerekstase, völlig losgelöst von aller Zeit und allen Ereignissen.^^
Aber auch das ist natürlich nur pure Spekulation, wie alle Fragen und Antworten über das Woher? und Wohin? des Kosmos und der menschlichen Existenz.
4E0N schrieb:Denkt man an Genesis, "Gott schuf uns in seinem Bilde", sollte es dann nicht auch möglich sein irgendwann wie Gott zu werden?
Ich weiß es nicht. Noch sind wir eines von Milliarden von Wesen, die bald schon ins Massengrab der Geschichte fallen werden, wie Milliarden anderer Wesen vor und nach uns auch. Ich habe hinter dem Leiden und Sterben von Billionen von Wesen noch kein wohlwollendes, gütiges, persönliches oder unpersönliches Prinzip entdecken können, dass alles nur zum Besten für "seine Wesen" eingerichtet hätte. Aber ich kenne exaltierte Momente und Gefühle, die einen für Augenblicke aus der Selbstverständlichkeit des Alltags herauskatapultieren und unsere Sichtweise auf das Dasein für immer verändern können.
4E0N schrieb:Auf jeden Fall sind deine Beiträge und Gedanken toll, denn leider zu selten trifft man heutzutage noch Menschen die an solchen Dingen Interesse haben, ist eine echte Rarität in meiner Generation in dieser Gesellschaft.
Danke, dass kann ich so nur zurückgeben. Es erfüllt mich mit Freude zu wissen, dass es da draussen Menschen gibt, die ähnliche Fragen und Gedanken in sich tragen.


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14.12.2017 um 03:49
Ich hatte mal eine interessante Diskussion darüber , ob eine Schizophrenie ein Segen oder Fluch ist . Klar die Anfangszeit war hart . Paranoia , Angst , Verfolgungswahn , Mittelpunktsgefühl, stimmen hören , nicht klar denken können usw. Aber nach einigen Jahren sehe ich es als Geschenk an , quasi du musst durch die Hölle gehen um in den Himmel zu kommen . Durch diesen Teil von mir , bin ich aus meiner Scheinwelt aufgewacht , enorm klüger geworden und kann besser mit Situationen, Gedanken , Menschen und dem Leben selbst interagieren und mich einbringen . Früher war mein Leben 2D .. jetzt seh ich alles . Es klingt Vlt wie : ja der verherrlicht das ja , oder - der redet so ein stuss als wäre er erleuchtet von einer Krankheit . Aber das was ich dazu gelernt habe , erfahren habe und spirituell gewachsen bin, ist extrem. Es hat mich zu einem komplett anderen menschen gemacht . Ins positive . Ich will die Krankheit nicht verherrlichen , da ich sie selber habe und es wirklich schwer und fast dem aufgeben Nahe war, aber dieser Umstand , hat mir die Augen geöffnet . Ich möchte die Extremszeit keinesfalls nochmal erleben , muss ichs - werde ich das auch schaffen . Weil es Dannach immer besser ist als davor . Man hat nix zu verlieren , ausser sein altes krankes schwaches ich . Es hat mir Bewusstseins und Gefühlsebenen abstraktester Form gezeigt , Zu den ein normaler Mensch niemals Zugang hat , zu den wahrscheinlich die meisten Schizophrenen nichtmal Zugang haben . Weil sie so schnell wie möglich wieder wie vorher sein wollen , gesund sein wollen . Das ist aber falsch , man muss sich verändern und lernen . Es ist so eine Art Test , wer ihn besteht - und ich rede nicht vom heilen, kommt 1 Level weiter . Ich wünsche allen die diesen Umstand haben viel Kraft , nutz die "Krankheit" zu euren Vorteil .. und lernt daraus .


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