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Ein Leben ohne Tod

133 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Tod

Ein Leben ohne Tod

03.12.2010 um 04:08
Kann zu diesem Thema den Film bzw den Roman

"The Man from Earth" empfehlen.


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eyecatcher
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Ein Leben ohne Tod

03.12.2010 um 07:27
@hadde

Das klingt einleuchtend :)


P.S. Wusstest du, dass sich im und auf dem menschlichen Körper ca. 10 mal mehr Bakterien befinden als Körperzellen? ;)


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Ein Leben ohne Tod

03.12.2010 um 12:37
Nicht mehr sterben - aber dafür verblöden?


Dienstag, 30. November 2010


Jede zweite Frau und jeder dritte Mann wird im Alter dement

(ddp)


Berlin – Fast jede zweite Frau und jeder dritte Mann, die 2009 im Alter von über 60 Jahren verstarben, litten an einer Demenz. Das geht aus dem Pflegereport 2010 hervor, der heute von der Barmer GEK in Berlin vorgestellt wurde.

„Mit der Entwicklung demenzieller Erkrankungen stoßen wir in eine neue Pflegedimension vor“, kommentierte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Krankenkasse, Rolf-Ulrich Schlenker. „Die zeitlichen und professionellen Anforderungen an die Pflege steigen weiter an und wandeln sich.“ Es bedürfe nun einer tragfähigen Lösung für die Pflege von morgen.

Das Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen (ZeS), das den Pflegereport auf Basis von Versichertendaten der GEK erarbeitet hat, geht derzeit von bundesweit 1,2 Millionen Demenzkranken aus.

Im Jahr 2030 werden es laut ZeS bereits 2,5 Millionen sein. Zwar führe eine Demenzerkrankung nicht sofort zu einer Pflegebedürftigkeit, erklärte der Studienleiter Heinz Rothgang: „Mit der Demenzdiagnose vervierfacht sich allerdings die Wahrscheinlichkeit, noch im selben Quartal als pflegebedürftig eingestuft zu werden.“ Lediglich zehn Prozent der im Jahr 2009 verstorbenen Demenzkranken seien nicht pflegebedürftig gewesen.

„Durch die Demenz entsteht ein großer Aufwand an medizinischer und pflegerischer Versorgung“, sagte Rothgang. Der größte Aufwand bestehe in der persönlichen Betreuung und Pflege demenziell erkrankter Personen.

„Verglichen mit den Ausgaben für gleichaltrige, nicht demente Personen liegen die Aufwendungen der Sozialversicherungen um mindestens 800 Euro monatlich höher. Während für Demente Kosten von 1.150 Euro entstehen, liegen die Aufwendungen für Nicht-Demente gleicher Altersstruktur bei 310 Euro“, so Rothgang.

Auch die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, ist gestiegen. Lag die Zahl der weiblichen Versicherten, die vor ihrem Tod eine Pflegeleistung bezogen hat, 2001 noch bei 60,2 Prozent, so lag sie im vergangenen Jahr dem Report zufolge bereits bei 66,7 Prozent. Bei den verstorbenen Männern stieg die Wahrscheinlichkeit im selben Zeitraum von 40,3 auf 47 Prozent.

Rothgang wies darauf hin, dass das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz aus dem Jahr 2008 nur für begrenzte Zeit zu einer Entspannung der Finanzsituation der sozialen Pflegeversicherung geführt habe.

„Werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen, droht noch in dieser Legislaturperiode ein Überschuss der laufenden Ausgaben über die Beitragseinnahmen“, so der Bremer Wissenschaftler. Die im Koalitionsvertrag geforderte Finanzreform der sozialen Pflegeversicherung sei daher zu begrüßen.

Allerdings sei die geplante ergänzende Kapitaldeckung weder zwingend noch alternativlos. Für Rothgang ist „eine obligatorische ergänzende Kapitaldeckung mit einkommensbezogenen Beiträgen, die von der sozialen Pflegeversicherung durchgeführt wird, anderen Optionen vorzuziehen“.

Schlenker appellierte an die Koalition, die Neuausrichtung der Pflege zu forcieren. Bevor die Politik alternative Versicherungs- und Finanzierungsformen ins Spiel bringe, solle sie sich zuerst über den künftigen Leistungsinhalt und -umfang der Pflegeversicherung verständigen. Ob und wie eine ergänzende Finanzierung des Pflegebedarfs zu realisieren sei, hänge im hohen Maße vom künftigen Pflegebedürftigkeitsbegriff ab.

„Wer die soziale Pflegeversicherung systematisch stärken will, muss die private Pflegeversicherung in den Finanzausgleich der Pflegekassen einbeziehen“, forderte Schlenker darüber hinaus. Auf diese Weise ließe sich das zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung ungleich verteilte Pflegerisiko dauerhaft und generationengerecht absichern. „Schließlich profitiert umgekehrt auch die PKV von den neuen GKV-Regelungen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetztes (AMNOG)“, so Schlenker.

Ein Demenzkranker kostet die Kranken- und Pflegeversicherung jährlich rund 10.000 Euro mehr als ein Gleichaltriger, der noch geistig fit ist. Rein rechnerisch bedeuten 100.000 zusätzliche Demenzkranke also eine Milliarde Euro zusätzliche Kosten pro Jahr.

Für Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) steht die Konsequenz deshalb schon seit längerem fest: „Dieser Entwicklung gilt es Rechnung zu tragen“, erklärte er kürzlich. „Ich werde dies tun, in dem ich mich umfassend mit der Zukunft unserer Pflege auseinandersetze.“ Für das kommende Jahr hat er eine Pflegereform angekündigt. Der Streit ist eröffnet, wer die Lasten des langen Lebens einstmals bezahlt.

Die Deutsche Hospiz Stiftung warnte, Deutschland sei auf den starken Anstieg der Pflegebedürftigen nicht vorbereitet. Nötig seien vor allem mehr Pflegepersonal und mehr Geld für Pflege. Die Stiftung schlug vor, die Pflege- und die Krankenversicherung zusammenzulegen, um Verwaltungskosten zu sparen.

Die Linke plädierte erneut für eine Bürgerversicherung auch in der Pflege, um die Ressourcen der Privaten Krankenversicherung zu nutzen.

Rösler hat bereits für kommendes Jahr eine Pflegereform angekündigt. Union und FDP setzen dabei auf eine private Zusatzversicherung, die Kapital anspart, ähnlich der Riester-Versicherung bei der Rente.

© fos/aerzteblatt.de




Na toll - eine Ewigkeit blöd bleiben? Das können sich nur Hardcore-Allmysten wünschen. :D


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Ein Leben ohne Tod

03.12.2010 um 14:14
@ alle <Teilnehmer

zum Thema fällt mir der sehenswerte Film ZARDOZ mit Sean Connery (1973) ein. Die jüngeren unter Euch werden vielleicht über die technisch veraltete Machart lächeln, aber vom philosophischen Inhalt halte ich diesen Film neben 2001 Space Odysee für einen der besten Science Fiction Filme: Die Leute in diesem Film leben in einem sogenannten Vortex und sind durch einem implantierten Kristall in der Stirn mt dem allwissenden Tarbernakel verbunden. Die Körper der Leute sind jung, hübsch und knackig unsterblich...Sexualität gibt es nicht mehr, weil überflüssig.Sie wird sogar als Perversion bezeichnet. So nach 150 Jahren bringt sich so ein Vortexianer manchmal um, wird aber immer wieder vollständig rekonstruiert ins Leben zurück geholt.So leben sie nun allwissend unsterblich (und müssen trotzdem arbeiten) im Vortex und werden manchmal apathisch oder begehren gegen die allgemeine Ordnung auf, was sehr schlimme Folgen hat, denn zur Strafe werden diese Personen je nach Vergehen um Jahre gealtert.Dies bedeutet für einige, als Greise ewig weiterleben zu müssen. Zed (Sean Connery) dringt in das Vortex ein und kann gegen den Widerstand einer kleinen Gruppe das Tabernakel brechen. Jetzt ist der Tod wieder möglich. Keine Rekonstruktion mehr.Die natürliche Ordnung funktioniert wieder...
Ich fand/und finde es SEHR ergreifend,wie die 300jährigen Vortexianer um ihren Tod betteln..zum Schluss des Films werden die Sehnsüchtigen gnädig von einer brutalen Bande sterblicher Außer-Vortex Bewohner erschossen !
Fazit: Ein Leben ohne den Tod wäre die Hölle. Nichts im (menschlichen) Leben kann so angenehm sein, es ewig wiederholen zu müssen...und wer kann sich Ewigkeit wirklich vorstellen ?
Ich beklage jetzt schon (in der Mitte des Lebens), dass eigentlich alles nur ständige Wiederholung ist...was würde ich da wohl in 300 oder 400 Jahren empfinden?


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Ein Leben ohne Tod

03.12.2010 um 14:23
Wahrscheinlich würden viele dann vor Langeweile sterben.
Manche sind ja schon mit dem normalen Leben nicht ausgelastet, aber dann in alle Ewigkeit?


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Ein Leben ohne Tod

03.12.2010 um 15:05
MachinaSoft schrieb: Die Körper der Leute sind jung, hübsch und knackig unsterblich...Sexualität gibt es nicht mehr, weil überflüssig.Sie wird sogar als Perversion bezeichnet.
was für eine sterile düstere zukunft man sich da ausgemalt hat...


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van_Orten
ehemaliges Mitglied

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Ein Leben ohne Tod

03.12.2010 um 15:30
Ich würde 200 Jahre Medizin studieren.....


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Ein Leben ohne Tod

07.12.2010 um 16:33
Klar wenn man in seinem schon jetzigen kurzen Leben überlastet ist würde es einem nichts nutzen ewig zu leben, allerdings gibt es auch da andere Menschen ;). Es gibt immer etwas neues zu erfahren und zu erschaffen, solange das Universum bestand haben wird ;)


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hadde
ehemaliges Mitglied

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Ein Leben ohne Tod

10.12.2010 um 16:28
@eyecatcher
eyecatcher schrieb:P.S. Wusstest du, dass sich im und auf dem menschlichen Körper ca. 10 mal mehr Bakterien befinden als Körperzellen?
Nein das wusste ich nicht.
Hast du da mal eine Zahl dazu?

lg
hadde


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collectivist
ehemaliges Mitglied

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Ein Leben ohne Tod

10.12.2010 um 17:18
Irgendwann hätte ich alles gesehen und erlebt und wüsste nichts, mit meiner weiteren unendlichen Zeit anzufangen. Wahrscheinlich wäre ich dann ein dauerhafter Drogenkonsument und permanenter Lethargiker.


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hadde
ehemaliges Mitglied

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Ein Leben ohne Tod

10.12.2010 um 17:27
@MachinaSoft
MachinaSoft schrieb:Die Körper der Leute sind jung, hübsch und knackig unsterblich...
Das wäre doch super.
MachinaSoft schrieb:Sexualität gibt es nicht mehr, weil überflüssig.Sie wird sogar als Perversion bezeichnet.
Das wäre dann schade.

@seven_of_nine
seven_of_nine schrieb:was für eine sterile düstere zukunft man sich da ausgemalt hat...
Naja, man kann ja nicht alles haben *lächel*.

lg
hadde


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Ein Leben ohne Tod

10.12.2010 um 17:30
Zum Leben gehört der Tod einfach dazu, daran sollte sich auch nichts ändern.
Ohne ihn verliert das Leben seinen Sinn.

Wer 70 Jahre, oder älter, wird, kann sich eigentlich glücklich schätzen. In diesem Alter hat man in der Regel schon genug von der Welt gesehen.

Außerdem gäbe es ohne den Tod Überbevölkerung auf der Erde (es sei denn, es fallen auch Geburten flach :P) und die Religionen würden ihren Sinn verlieren (mag mir als Atheist vielleicht gar nicht so ungelegen kommen?)


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Ein Leben ohne Tod

13.12.2010 um 13:37
@collectivist schrieb

Irgendwann hätte ich alles gesehen und erlebt und wüsste nichts, mit meiner weiteren unendlichen Zeit anzufangen. Wahrscheinlich wäre ich dann ein dauerhafter Drogenkonsument und permanenter Lethargiker.


genau so würde es sein ! Daher nochmals mein Filmtip: ZARDOZ von John Boorman (1973)


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